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Äunftterein. Dir Ausstellung, die lusweist^ wird morgen Herrn IKiversitäA iner Durdigung des eröffnet werden. Die ab täglich von 11 biS tutigr-i Anzeigenteil.) »ericus $ej", der w-LuMelen gezeigt westlich Sonntag aut

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Brief

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20.7.

21.7,

Schweizer Franken

Wechsel auf

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ist sparsam Im Gebrauch und billig.

HENKEL A Cie., DÜSSELDORF

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Datum: Zürich Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Aeuyork . . Paris. . . .

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734,- 768,- 840,- 760,- 500,- 423,-

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Kurs 20. 7.

77,50 117,50 189,-

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Kurs

19. 7.

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118 50 190,-

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1245, 725,-

1111, 1205,- 2240,-

891,- 669,-

1118,40

37,80 177,75 315,40 233,-

6634,-

' V;M'.

Hochschulnachrichten.

Der Allgemeine deutsche Stu­denten tag, dessen Eröffnung in Marburg vom Oberpräsidium der Provinz Hessen-Aastau ver­boten wurde, findet am Freitag, den 21. Juli, in Würzburg statt.

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4194,75 9612,95 7714,1)0

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34,55 181,- 334.55 228, 6431,-

KurS 20. 7.

77,50 117,50 191,50

80,- 442,- 326,75 286,- 272,- 485,- 393,- 290,- 246,- 276.-

1267,- 702,-

1135,- 1234,50 2435,-

905.60 681,- 1360,-

830,- 736,- 755,- 825,- 706,- 500,- 442. -

74,10 808»-

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld

Kurs

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77.50 117,50 183 -

89,25 455, - 325,- 287,- 270,- 489 -

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Fr. Sl. Kr. Kr. Kr. Kr.

BAD-NAUHEIM Hupfelcbs Kurpark-Kasino Der große Ku Ka Ba (Kurpark-Kasino-Künstler-Ball)

findet Donnerstag, den 27. Juli, ahoads 8/a ükr, unter Mitwirkung namhafter Künstler statt. Ueberraechuagen. Taaikonkurrenx. Xotilloa. Gesellschaftsanzug erbeten.

Gegen Lösung der Eintrittskarten .werden Tische bis 9 Uhr reserviert 3463D

Kirchliche Nachrichten.

Israel. Religionsgemeinde. Gottrs- dienst in der Synagoge (Sudanlage). Samstag, den 22. Juli 1922. Boradd. 7.45. Morg. 8.30. Predigt. Ddds. 8.40 u. 9.20 älhr.

Israel. Religions - Gesellschaft. Sadbatfeier den 22. Juli 1922. Freitag abd. 7.25. Samstag vorm. 8.00. Predigt. Rachm. 4.30. Sabbatausgang 9.20. Wochengottesdienst: morg. 6.00, abds. 7.30 IHxr.

Datum 19e Juli. 20. Juli.

Qlmftö -Rotterd 19275.8519334,15 1967),3619724,65 Jimiw. äducto. 3 »10 39OAO 3857 50 396i,50

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Frankfurt a. T?. 21 :iuU.

Börsenkurse.

Frantsurt Berlin

Schlust- Schlnh- Schluh- Schlust-

Sanbel.

Berlin. 20. Juli. (Wolff.) Börsen- timmungsbild. Die hinzögernde Haltung )er ReparationSkommission in der Moraw- riumfrage hat das in Industrie- und Börsen­reisen ohnehin vorhandene Gefühl von Un= icherheit, Besorgnis und Mißtrauen in die reutsche Finanzlage verstärkt und Anstoß zu erneuten, scharfen Steigerungen der Devisen- >reise gegeben, die bereits wieder nicht weit entfernt von den Höchstkursen zu Anfang des Monats sind. Der Dollar, am Bormittag bis 533 bezahlt, ging zu Anfang der Börse auf 520 zurück. Unter dem Druck dieser anhalten­den Steigerungen und Schwankungen blieb auch das Geschäft am Effektenmarkt äußerst ruhig. Unternehmungslust der Spekulation und des Privatpublikums zeigte sich nirgends. Im­merhin war eine gewisse Festigkeit in Divi­dendenpapieren bei Kurssteigerungen von 10 bis vereinzelt 30 Prozent unverkennbar. Zeit­weise trat eine sprunghafte Aufwärtsbewe- gung von Harpenern flrm 300 ein, die aber nicht voll behauptet werden konnte. Auch vberschle- sische Werte waren nicht unbeträchtlich höher bezahlt. Sonst aber änderte sich in den im Grohverkehr wie auch bei den zu Cinheitskur- sen gehandelten Jndustriepapieren in der Ge- schäftsstille und bei dementsprechend gering­fügigen KurSveränderungen nichts. Auch auf dem AuslandSrentenmarkt hat sich die stramme Haussebewegung in weitaus ruhigere Bahnen eingelenkt. Türkische und ungarische Anleihen waren verschiedentlich realisiert; nur Mexika­ner, Australier und Mazedonier vermochten weitere mäßige Kurserhöhungen durchzusetzen.

Frankfurt a. M.. 20. Juli. (Börsen­stimmungsbild.) Im heutigen Börsenverkehr lagen Auslandswerte durchweg schwächer. Der De­visenmarkt zeigte eine unsichere Tendenz. Der Dollar wurde 525530, bei Beginn der Börse 520, später 505 genannt. Benz 520, .Ufa 230, Deut­sche Petroleum 2287, Chemische Werte lagen un­einheitlich, Glektrizitätsaktien preishaltend. Am Qltarfte der Auto-, Metall- und Maschinenfabrit- aktien nur geringe Veränderungen. Montanaktien lagen fest. Im Verlaufe blieb das Geschäft still. Juckerfabrikaktien lagen fester. Am Einheitsmarkte verringerte sich das Geschäft wieder. Die Börse schlost fest. Privatdiskont 5 Proz.

Sh. 97.80 r 23.80

Fr. 125.40

getreten. ~

fpd. Frankfurt a. M., 20. Julr. In der Cckenheimer Landstraße wurde heute vor­mittag ein Mann, dessen Persönlichkeit bisher nicht ermittelt werden konnte, von der Straßenbahn angefahren und so schwer ! verletzt, daß er kurz nach der Einlieferung in das Bürgerhospital v e r st a r b.

]| Marburg. 20. Juli. In der Aähe des ')lisabetbdrunnens bei Schröck verrnglückten ge» ftcirc nachmittag der .Unternehmer Karl zum Caen und sein Arbeiter Johannes Sommer, hcifcc von hier, dadurch, daß sich beim Sprengen v her Grdstöcke nachträglich ein Schuß löste. Ersterer auf der Stelle tot. der Arbetter starb ait Transport zur Klinik.

gut hielt, ein gleichwertiger Gegner sein Des­gleichen Jöns-Koblenz und Schäfer vom Veran­stalter, welch letztere ebenfalls beide dicht an 2 Minuten laufen. Die 300»QKelec»6trede bringt den Westdeutschen Meister, Walpert-48 Cassel, mit Eisbach-Kreuznach 07, der ein sehr zäher Läufer ist, zusammen. Zahlreiche weitere Meldungen lassen ein großes Feld Langläufer am Start er­warten. Der 110-0lieter°Hüreenlauf. der mit lechs Teilnehmern beseht ist, sollte dem Westdeutschen QHeifter, Paulus-Gießen 1900, nicht zu nehmen fein; nach ihm Hirt-Cassel und Schäfer 1900. Die offene 4xl00-Me1er-Siafset wird eine Wieder­holung des Kampfes um die Gaumeisterschaft zwischen Giehen 1900 und Cassel 48 bringen. Jahn Siegen und 1900 zweite Mannschaft vervoll­ständigen den Lauf. In der Klasse B sind Bo­russia-Fulda und Jahn-Siegen zu nennen, wäh­rend der Sieg in der 4x100 OKlasse der Ver­einigung ehem. Dvmschüler, Frankfurt a. M.,sticht zu nehmen fein wird. Die offene Olympische Staf­fel vereinigt alle obengenannten Vereine, dazu die V. f. B.-Marburg und Gießen mit insgesamt 8 Bewerbern. In den Wurfkoniurrenzen sind der Badische Meister Oschmann, Maimheimer T. G., der schon mehrfach 50 Meter mit dem Speer über­worfen hat, und Paulus, Gießen 1900, in erster Linie zu nennen, dazu Gary. V. f. B. Marburg,' und Sammler, Gießen 1900. Der Deutsche Mei­ster, Steinbrenner-Frankfurt, hat seine Zusage leider nicht aufrechterhalten. Oschmann und Pau­lus sind wohl auch die ernsthaftesten Bewerber für den Dreikampf (100-Meter-Lauf, Hochsprung und Diskuswerfen), wobei Paulus die meisten Aussichten hat. Die Sprungkonkurrenzen werden int Hochsprung wohl Maurer, Cassel 48, in Front sehen. Um die Plätze streiten sich Cramer 1900 und Kaiser, V. f. B. Marburg. Die Junioren- Konlurrenzen (200-Meter-Lauf, Schleuderball und Weitsprung) sind ebenfalls stark beseht, besonders die 3x200-Meter-Stastel benötigt mit 9 Mann­schaften allein drei Vorläufe. Bei den Anfängern und Erstlingen sind die Bennungen für die 100» Meter-Strecke besonders zahlreich eingegangen. Die nach Jahrgängen ein geteilten Jugendlichen sind sehr stark vertreten. Hier ist in erster Linie die Offenbacher 99er Jugend durch gute Leistun­gen bekannt, nach ihr Gießen 1900, Jahn Siegen, Marburg, Wetzlar B. C. und mehr.

Das Aennungsergebnis hat das des Vor­jahres bei weitem übertroffen; ein Zeichen, daß die vorjährige Veranstaltung ihren Zweck er­füllt hat.

Weitere Anlündigung erfolgt morgen im An­zeigenteil des Gießener Anzeigers. Heute sei nur noch bemerkt, daß die Dorkämpfe 9 Uhr vorm., die Entscheidungen 2.30 Uhr nachmittags auf dem 1900-Platz a. d. Hardt ausgetragen werden.

Züricher Devisenmarkt.

20. 7.

das deutsche Reich diese Maßnahmen und noch andere, die man sich denken könnte, und die mög­lich seien, angenommen habe, erklärte Mauclere: Wir werden morgen der Reparationskommission unseren Bericht erstatten. Im Gegensatz hierzu stellt derMatin" fest, daß Mauclere sich gewei­gert habe, Erklärungen abzugeben, bevor er mit Poincare gesprochen habe.

Die amerikanische Ansicht über das deutsche Jinanzproblem.

Paris, 20. Juli. (WTB.) DieChicago Tribüne" schreibt, in alliierten Kreisen nehme man nicht an, daß die Finanzkontrolle der Alliierten in Deutschland die Reparations­frage sehr fördern werde, aber es sei von wesent­licher Bedeutung, den völligen Zusammenbruch des Reiches zu verhindern. Die Quelle der deut­schen Obarzahlungen werde immer nach der ameri­kanischen Ansicht der deutsche Außenhandel fein und, solange nicht in der ganzen Welt die Zölle herabgesetzt würden, und man eine große Menge deutscher Waren im Auslande aufnehme, werde es für Deutschland unmöglich sein, irgendwelche bedeutenden Barzahlungen zu leisten, obwohl Deutschland allerdings imstande sein werde, de» Alliierten Sachlieferungen zu machen.

Abreise der französischen Delegation aus dem Haag.

Paris, 20. Juli. (WTB.) Rach einer Ha» vasmeldung aus dem Haag reift die franzö­sische Delegation heute nach Paris ab.

Rücktritt des italienischen Ministeriums.

Paris, 20. Juli. (WTB.) Rach einer Mel­dung aus Rom ist das Kabinett zurück» getreten.Giornale d'Jtalia' nennt Or­lando als wahrscheinlichen Rachfolger des Mi­nisterpräsidenten Fakta.

das dankbare

Turnen, 5p ort und Spiel.

Rationale Leichtathletik-Wettkampfe des Vießener Sport-Club von 1900 an der Hardt. Meldungsergebnis: 23 Vereinr.

2 21 Teilnehmer.

Zum zweiten Male treffen sich in Gießen, einer Einladung des Gießener S. C. v. 1900 fol­gend, zahlreiche Leichtathleten der Deutschen Sportbehörde. Das Meldeergebnis zeigt Ver­tretung aus ganz Hessen. Die Berliner fehlten infolge der enormen Reisekosten und können ihre Wanderpreise nicht verteidigen. Dafür sind aber die Meldungen aus der näheren und weiteren -Umgebung desto zahlreicher elnoegangen; ein Zei­chen für die Ausbreitung des Athletiksports.

Die Besetzung der Wetttämpfe ist als durch­aus ersÜlassig zu bezeichnen. Haben sich doch allein hier Landesverbands meister neben vielen in wei- rn Kreisen bekannten Leichtathleten angesagt. Heber die turnen Strecken treffen sich Läufer Die Heim-Kreuznach, Selhast-Cassel 48, Kreer- öiegen, Fischer-Gießen 1900 und mehr, die alle in 11 bzw. 23 Sek. laufen. Die 400 Meter be­ll reitet der Hessische Gaumeister Maurer-Cassel 48, her diese Strecke am vergangenen Sonntag erst in der sehr guten Zeit von 53,1 gewann. Dazu !vmmt der vielleicht noch bessere Wellenreuther, X T. D.-Mannheim. Letzterer kommt aber in der Hauptsache für die 800 Meter, als Badischer Reister über diese Strecke, in Frage. Seine beste 2,01,4 Min. Jedoch sollte ihm Bocher, Jahn-Sie- len. der 800-Meter-Mann der westdeutschen olym- rischen Veibandsstaffel bei den Kampfspielen, der sich gegen den Rekordmann Köpke so überraschend

Hesien-Nasfan.

«e Geldgeber für die Zehntausendmarkschrin- fabrik. 1

fpd. Frankfurt a. M., 20. Jutt. Zu 2er Falschmünzeraffäre in der Kaiser- i'traße erfahren wir weiter, daß in Höchst □m Marn zweiPersvnen unter dem Ber­icht der Mittäterschaft verhaftet tour« ten. Diese Leute sollen dem Malermerster ITBantbad) die Mittel zur Einrichtung der Mrkstätte zur Verfügung gestellt haben. In teni Kellerverließ wurden neben oen Zehn- marf und Zehntausendmarkschemen auch die ! Vorbereitungen für den Druck von schtoe- -isck en Kronenscheinen aufgefunden. Aemonftrationsverbat im Kreise Gelnhausen.

tob. Gelnhausen, 20. Juli. Unlieb­same Vorgänge bei dem Demonstrationszuge ia Wächtersbach haben dazu geführt, daß für den gesamten Kreis Gelnhausen Umzüge und Demonstrationen vom Oberprast- denten verboten worden sind. Von den n a i a I i ft e n ist darauf dem Landrat D c -- H ii s ein Mißtrauensvotum ausgestellt norden. In einer Versammlung der Bür­germeister des Kreises Gelnhausen wurde jedoch dem Landrat daraufhin das volle Vertrauen der Bürgermeister aus­gesprochen.

Wb. Frankfurt a. M., 20. Juli. Mit r?0 0 0 0 Mark Bargeld und einem 5check über 195000 Mark waren zwei \ Her ansässige Schlosserlehrli.nge na- nenS Georg Fischer und Josef Kalb­fleisch auf Reisen gegangen/ Da das Geld Iun'ö der Scheck aus Unterschlagungen herrührten, nahm die Polizei die jungen Leute In Stettin fest. Bei ihrer Verhaftung hatten sie nur noch 6000 Mk. bei sich.

Wb. Frankfurt a. M., 20. Juli. Im Hause Waldschmidtsttahe 16 wurden Montaa der Schneidermeister Edmund Drescher und lerne F r a u im Badezimmer t o t aufgefunden. Der Tod ist vermutlich durch Elekttizität ein-

Frankfurter Schweine- und Kleinviehmartt.

- F r a n k f u r t a. M., 20. Juli. (Amtlich.) Marktverlauf: In Kleinvieh lebhafter, in Schweinen gedrückter Handel; letztere hinter­ließen Uebrrstand. Im einzelnen ist zu bemer­ken: Aufgetrieben waren 632 Kälber, 166 Schafe und 376 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten, 40004400 Mk., mittlere Qualitäten 34003900 Mk., Schafe 2600 bis 3100 Mk., Schweine unter 80 Kilogr. Lebend­gewicht 56006200 Mk., von 80100 Kilogr. 65007600 Mk., von 100120 Kilogr. 6600 bis 6900 Mk., von 120150 Kilogr. Lebend­gewicht 66006900 Mk., Fettschweine über 150 Kilogr. 66006900 Mk. Außerdem wur­den 27 Rinder ohne amtliche PreiSnotterung gehandelt. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinne in sich schließen.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Eine Rede Lloyd Georges.

Lyndon, 20. Juli. (WTB.) Lloyd Ge­orge hielt gestern in Aberistwith in Wales an­läßlich seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt eine Rede, in der er unter anderem sagte: Niemals habe ich die Welt in ihrer Geschichte so schweren Zoll für einen Krieg zahlen gesehen wie für den letzten. Ob er zu schwer war, hänge davon ab, welchen Wert man der menschlichen Freiheit beimesse. Eine derartige Sündflut war aber nie­mals über die Welt hereingebrvchen. Hätte Eng­land damals beiseitegestanden, dann würde ein anmaßendes und rücksich t s l o s e s

'Oteich Europa und die Welt b » herrscht haben. Frankreich unb Rußland hätten dann am Boden gelegen und der euro­päische Kontinent und ferne nationale Freiheit würden von einer eisernen Tyrannei mit Fußen getreten worden fein. Großbritannien wäre noch eine Welle am Leben geblieben; denn Gott habe ihm die See gegeben, die das Land wie ein Burg graben umschließe, und fein Reich würde diesen Burggraben überschritten haben. Aber Großbritannien würde dem anmaßenden Be­herrscher Europas gegenübergestanden haben. Cs hätte alle Kräfte für den Augenblick des Ent­scheidungskampfes sammeln müssen. Eine solche Gefahr werde aber niemals wieder kehren und dafür zu sorgen, fei im Augenblick die nächste Aufgabe der Staatsmänner. Großbritannien habe feine erschöpften Hilfskräfte wieder gestärkt und zeige Beharrlichkeit wie nie zuvor. Es werde die Schwierigkeiten überwinden und in den nächsten Jahren stärker sein als je. Aber man dürfe nicht vergessen, daß der Friede unentbehrlich sei. Die Friedensfreunde, die jetzt allzu sehr zersplittert seien, müßten für den Frieden zusammenarbeiten. Es gebe heute Kräf t e, d i e es notwendig machten, daß die Freunde des Friedens eine undurch­dringliche Phalanx bildeten, und hier­bei müßten alle mithelfen.

Ein Moratorium für Deutschland?

Paris, 20. Julr. (WTB.) Soweit bis jetzt ersichtlich, behauptet dieChicago Tribüne" als einziges Blatt, daß mit französischer Zu­stimmung die Reparationskommission versuchs­weise ein Bar-Moratorium für Deutschland bes chlos sen habe. Die Einzel­heiten seien noch nicht festgesetzi. Die Dauer des Moratoriums werde im Hotel Astoria eifrigst diskutiert. Die Franzosen hätten 3 Monate vor^ geschlagen, während die Engländer das Mora­torium auf 6 Monate ausgedehnt haben wollten Für ihre Zustimmung verlangten die Franzoseil strengste Kontrolle der deutschen Finanzen durch die Alliierten in Uebereinftimmung mit den im Laufe des letzten Monats von dem Garantie­komitee mit der deutschen Regierung getroffenen Vereinbarungen, namentlich Kontrolle sämtlicher wichtiger Finanzprojekte, bevor sie dem Reichs­tage zugingen und durchgeführt werden. Ferner verlangen die Franzosen Garantien ist Gestall von Aktienanteilen an den deutschen großen Indu­strien, besonders im Bochumer Bezirk. Aber dieser Vorschlag habe noch feine endgültige Form an­genommen.

Angebliche Aeußerungen des Vorsitzenden des Garantieausschusses.

P a r i s, 20. Juli. (WTB.) Der Garantie» aus s ch u ß ist gestern abend in Paris eingetroffen. Der Vorsitzende, Mauelere, erflärte einem Vertreter desPetit Journal", er glaube, daß die deutschen Finanzen in verheerender Weise verwal­tet würden. Es fei absolut notwendig, daß die Deutschen Garantien gäben, daß sie vermehrt wür­den. Wir müssen wissen, welches die Zollein­nahmen, die industriellen und Handelsrcichtümer sind, welche Summe der Staatsschatz einnimmt. Wir müssen außerdem wissen, und zwar bevor es zu spät ist, iyelche Ausgaben das Reich vorsieht, bevor sie dem Reichstag un­terbreitet werden. (!) Es ist absolut unzu­lässig, daß im Inneren des Reiches Summen ver­geudet werden, die zur Deckung anerkannter Schul­den verwendet werden könnten. Auf die Frage, ob

Rationalbank f. D.. ~t Boch. Gußstahlwerke *240, Bud.-Eisenw.-Akt.. 695, D.-Luremb. Bergw.. 1052, Gelfentirch.Bergw.. U65^ Harpener Bergbau. 2268, - 2450,

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Kirche unb Schule.

fog. Die diesjährige Hauptver- i ammlung der Hess. Mif f ionskon - ^erenz wird am 15. und 16. August in I 0er Burgkirche zu Friedberg stattfinden. Ramhaste M'lssivnstoissenschaftler wie Mis- iionsinspektor D- Witte- Berlin, Privat­dozent Lic. Dr. Frick-Gießen und Pfarrer Ltc. Gengnagel -Stockhausen werden Vor­träge halten.

Markuotterungeu.

Für 100 deutsche Mark wurden gezcchtt: ---- 19.7.