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zufolge, nicht vorgesehen.

der Arbeiten der

geschlossen, ©cit voriger Woche schweben zwischen

vier Monate ursprünglich vor-

Kommissivnen im Haag Wch cheitergehen soll, anstatt, wie gesehen, nur einen Monat.

dringenden Wunsche der in Berlin weilenden Kabinettsmitglieder und Parteiführer ent­sprechend. wird sich der Reichskanzler direkt nach Berlin begeben. Am Dienstag wird er im Kabinett und in einer Versammlung der Parteiführer über den Verlauf und das Er­gebnis der Genueser Konferenz Bericht er­statten. Wie dieZeit" wissen will, wird der Reichskanzler am Mittwoch oder Donnerstag seine Darlegungen über Genua in einer Sitzung des Auswärtigen Ausschusses wieder­holen. Eine Aussprache über die Konferenz im Plenum des Reichstages sei, dem Blatt

Kein Aufenthalt des Reichskanzlers in München.

Berlin, 18. Mai. Wie mehrere Blät­ter mitteilen, wird Reichskanzler Dr. Wirth entgegen seiner ursprünglichen Ab­sicht auf der Rückreise nach Berlin in Mün-

* Darmstadt, 17. Mai. In Frankfurt am Main fand die diesjährige ordcmtftche Hauptversammlung des Verban­des mittlerer Verwaltungsbeam­te n H e s s e n s statt, die aus allen Teilen des Landes gut besucht war. Die Tagesordnung umfaßte in der Hauptsache BesoldungS-, An- stellungs- und Ausbildungsfragen der mitt­leren Verwaltungsbeamten. Der von dem Vorsitzenden erstattete Geschäftsbericht zeigte, welch eine Fülle von Aufgaben der Vorstand im abgelaufenen Geschäftsjahre zu bewältigen hatte. Der in das Ministerium des Innern berufene Regierungsrat S ch n e i d e r, der seit Bestehen des Verbandes dessen erster Vor­sitzender war, wurde zum.Ehrenvorsitzenden er­nannt. Ebenso wurden auch dem aus­geschiedenen Verbandsrechner, Rechnungsrat Griesheimer, Offenbach, der dieses Amt gleichfalls seit der Gründung des Verbands bekleidete, besondere Ehrungen zuteil. Ai«i stelle des bisherigen Vorsitzenden wurde der bisherige 2. Vorsitzende: Kreisoberinspektor Von E i f f, Mainz, zum 1. Vorsitzenden ge­wählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Im übrigen verlief die sehr anregende und von echt kollegialem Geiste getragene Versammlung aufs beste.

Hessen-Nassau.

Der Streit in der Metallindustrie.

fpd. Frankfurt a. M., 17. Mai. In allen Betrieben des Bezirks, in Frankfurt, Hanau. Darmstadt, Offenbach, Oberursel und Bad-Hom­burg, wurde heute die Kündigung durchgeführt. Im besetzten Höchst dürfen keine Aussperrungen erfolgen. Da die meisten Betriebe in der Metall­industrie sechstägige Kündigung haben, würde die Aussperrung vom nächsten Montag ab in Kraft treten. Die Möglichkeit, daß es vorher noch zu einer Einigung kommt, ist nicht aus-

Amerika weigert sich endqiltig?

PariS. 18. Mai. (WTB.) Rach einer Meldung derChicago Tribüne" aus Wa­shington hat das Staatsdepattement sich gestern offiziös dahin geäußert, daß Lloyd George und alle europäischen Politiker sich täuschten, wenn sie annähmen, daß die Rote des Staatssekretärs Hughes in der russi­schen Frage die Möglichkeit einer amerikanischen Teilnahme an der Konferenz im Haag offen ließe. In Wirklichkeit habe die Rote die Lage in Bezug auf die Haltung Amettkas gegenüber der Svwjettegierung nicht verändert.

Eine Rede Hoovers über Rußland.

London, 17. Mai. (Wolfs) DieTimes" berichtet aus Washington über eine sehr wich­tige Rede, die Handelssekretär Hoover auf der Iahresversammlung der amerikanischen Handels­kammern gehalten hat.

Hoover sagte: Rußland müsse ein eigenes wirtschaftliches und poli isches Erstem ausarbeiten. Die amerikanische Wohltätigkeit sei heute in Ruß­land zehnmal größer als die der gesamten übrigen Welt. Amerika rette das Leben von 10 Millionen Menschen. Wirklich dauernde H.lfe müsse sich auf nackte wirtschaftliche Tatsachen gründen. Einige russische Regierungsvertreter hätten sich mit Versprechungen von großen wirtschaftlichen Vorteilen an die Vereinigten Staaten gewandt, wenn die Vereinigten Staaten in Rußland wieder einen Botschafter einsehen und Rußland wirt­schaftlich unterstützen wollten. Dauernd werde behauptet, Rußland biete ein großes Feld für den Verkauf von amerikanischen Waren und für den Erwerb von Millionen amerikanischer Ar­beiter. Hoover sagte, di:se Behauptungen ständen im Werte genau so tief wie der bolschewistische Rubel.

Hoover fuhr fort, die Schwierigkeit fei, daß selbst unter dem augenblicklich etwas abgeänderten System in Rußland sowohl die Sicherheit als auch die Aussicht auf Produktivität nicht gewiß genug sei. Dies müsse erft klargestellt wer­den, nicht für die amerikanische Regierung, die nicht Geldgeberin, und auch nicht für den ameri­kanischen Bankier, der nur der Makler sei, sondern für den amerikanischen Kapitalanleger, dessen Er­sparnisse in Gefahr seien, und für den amerikani­schen Kaufmann, um dessen Waren es sich handle. Wenn nicht das Vertrauen dieser Kaufleute und Kapitalsanleger gesichert werden könne, so würde kein anderer Kredit gewährt werden als die ge­ringe Summe der Spekulanten.

Die guckernot.

Berlin, 17. Mai. In der morgigen Besprechung im Reichsernährungs­ministerium werden, den Blättern zu­folge, die Erörterungen über die Zucker - not einen breiten Raum einnehmen. Rach den amtlichen Feststellungen war die Zucker­ernte für 1922 um 20 Prozent größer als im herauf gegangenen Wirtschaftsjahr unü in ihrer Gesamtheit dem Inland verblie­ben. Die ZuckerwittschaftSstelle gab bekannt, daß vom Oktober 1921 bis Februar 1922 nur ein Viertel der Produktion freigegeben und herfauft sei. Die Vertreter des Handels ver­langen nun Aufklärung, wo die restlichen drei Viertel der Produktion blieben; ferner werden sie den Minister um sofortige Maß­nahmen zur Behebung der Zuckernot für die Haushaltungen und Industrien, mit Aus­nahme der Schokoladen- und Likörfabrikation, ersuchen.

Aus StaM und Land.

Gießen, den 18. Mai 1922.

** Eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen findet am Samstag, den 20. Mai, vormittags 8y3 Mr, im Sitzungssaal des Re­gierungsgebäudes zu Gietzen, Laidgraf-P.stlipps- Platz 3, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage des A. R. Bepperling, Gießen, Rod- Heimer Straße 2, gegen das Kreisamt Gießen wegen Versagung ei rer Legitimationsbare. 81/» Üf)r. 2. Die Untersagung des Handels mit Drogen des Wilhelm Müller (V. zu Lang-Göns. 9i/3 Mr. 3. Klage der Gemeinde Hirzenhain gegen die Gemeinde Alfenborn weg'M Verän­derung der Gemarkungsgrenze Hirze-aHainAlsen­born: hier: Berufung gegen das Urteil des Kreis- ausschusses des Kreises Büdingen vom 14. Ro­tz emb er 1921. 10 Ahr.

Gerichtspersvnalien. AmtSge- richtsrat Willenbücher dahier hat den Auftrag erhalten, die bei dem Landgericht Gießen infolge Geschäftsvermehrung erfor­derliche Aushilfe bis auf weiteres zu leisten. Kanzleiassistent Rahn ist zum Justiz- sekretär, die Kanzleiassistenten Wilhelm MagnuS aus Großen-Linden und Bol- l e r sind zu Oberassistenten beim Amts­gericht Gießen ernannt worden. Kanzlist Möll hat die Prüfung für die Sekretäre bei den Justizbehörden bestanden.

* Ein Achtzigjähriger. Heute be­geht Herr Jakob Weither, Weichenstel­ler i. P., Landgraf-Philipp-Platz 10, in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Ge­burtstag. Möge dem Geburtstagskind in der­selben Rüsttgkeit noch manches Jahr beschie- den sein.

* * Feuerwehr. Bei der 1. Haupt­übung der Gießener Freiw. Feuerwehr wur­den den Kameraden Karl Krämer und Gg. Reitz die Auszeichnung für 30jährige Dienst­zeit verliehen. Ferner erhielten die Kame­raden Anton Betz, Karl Kalbfleisch und Andreas Wagner ein Diplom für 15jährige Dienstzeit von feiten der Stadt durch Brand- direkwr Braubach überreicht.

* * Beruf und Erkrankung. (Fort­setzung der populären Vorträge.) Die erste Anlage zu beruflichen Erkrankungen, besonders der Gei­stesarbeiter, trifft man manchmal schon bei der studierenden Iugend im Schul- und Hochschul­leben, wenn hygienische Winke zur Einhaltung eines angemessenen Wechsels zwischen Arbeit und Erholung, zwischen geistiger Beanspruchung und körperlicher Betätigung unberücksichtigt bleiben. Ergänzend läßt sich ansühren, daß Verkrüm­mungen der Wirbelsäule des jugendlichen Körpers infolge mangelhafter Subsellien und schlechter Haltung während der Arbeit bei Knaben in den unteren Schulklassen bis zu 12 v. H. und mehr vorkommen und bei Mädchen 837 v. H. betragen. Anaemie, Muskelschwäche und Rhachitis spielen dabei eine verhältnismäßig geringe Rolle. Durch Untersuchungen über Ursachen und Häufig­keit der Myopie hat sich herausgestellt, daß dieses Augenleiden, abgesehen von hereditären Mo­menten und schädigenden Einflüssen mangelhafter Belichtung der Arbeitsplätze, mit steigenden An­forderungen an geistige Beschäftigung und an das damit verbundene Rahesehen hn Schulbetrieb und

milienabend, wobei außer musikallsHen Dar­bietungen, Ansprachen und Deklamationen das dreiakiige LustspielDom Pedro", oder die ver­wunschene Prinzessin, von R. Hobohm. zur Ars» sührung kommt. (Näheres siehe Anzeige.)

Landkreis Gießen.

Utphe, 17. Mai. Unser Gefal- lenen-Denkmal wird am nächsten Sonn­tag eingeweiht. Es besteht aus einer 4 Meter hohen, achteckigen Granitsäule, auf der ein Adler thront.

Kreis Alsfeld.

§ Elpenrod, 17. Mai. In früheren Jahren war das Brennholz bei den letz­ten Versteigerungen stets am billigsten. Jetzt ist es urngekehtt. Gerade bei der letzten Ver­steigerung waren die Preise erstaunlich hoch. Das Raummeter Buchenscheit kostete 400 Mk., desgleichen Buchenprügel. Don den -Preisen des Rutz- inib Werkholzes bekommt man eine Ahnung durch die Tatsache, daß ein Fichten­stamm von 5 Fstm. mit 12100 Mk. bezahlt wurde.

>§ Aus dem Ohmtal, 17. Mai. In unseren Talvrten blüht die Aufzucht jun- gerGänscken. Sie waren anfangs sehr gesucht trotz der kalten Witterung und wurden mit 60 Mk. für das Stück bezahlt. Da wurde das Angebot stärker; nun gingen die Preise stark Herunter und stehen gegenwärtig auf 3040 Mk. Dabei herrscht warmer Maien- sonnenschein, der Gras und Drennesseln wach­sen läßt.

Kreis Lauterbach.

' ßauterbad), 17. Mai. Der Krie­gerverein faßte erneut den Beschluß, der Er­richtung einer Gefallenen-Denk statte näher ZU treten, nachdem die frühere An­regung infolge des Todes des Bürgermeisters Stöpler keinen Erfolg hatte. Es soll nun eine öffentliche Bürgerversammlung abgehal­ten und ein Denkmals-Ausschuß gebildet wer­den. Der Verein hat im abgelaufenen Ge­schäftsjahre vier Altveteranen von 1870/71 durch den Tod verloren. Bei Angersbach verunglückte ein Fuhrwerk. Die bei­den Insassen wurden erheblich verletzt, das Pferd ging durch und wurde erst am anderen Tage im Walde aufgefunden.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 17. Mai. Der KreiS-» ziegenzuchtverein tagte hier unter dem Vorsitze des Oekvnomierats Spieß. Es wurde beschlossen, größere Ziegenschauen ab* Zuhalten in Groh-Karben und Ober-RoSbach.

Starkenburg und Rheinhessen.

Tagung der Hessischen Handwerkskammer.

rm. Darmstadt, 17. Mai. Die Hessische Handwerkskammer tagte heute unter dem Vorsitz des Geh. Gewerberats Falk (Mainz) in An­wesenheit verschiedener Regierungsvertreter. Auf die Begrüßung dantte Ministerialrat Hechler und wies auf die Bedeutung der Gewerbeschau in München für das deutsche Handwerk hin. Er betonte, daß besonders das Handwerk im besetzten Gebiet der Unterstützung bedürfe. Der eingehende Tätigkeitsbericht, durch den Syndikus Schütt- l e r borgetragen, veranlaßte eine lebhafte Aus­sprache, in der verschiedene Fragen Erledigung fanden. Die Ausgestaltung des Gewerbeblattes soll IV2 Millionen Mark kosten. Der Rechen­schaftsbericht, für 1921, der mit 39 000 Mark Nachtragsforderung, sowie der Voranschlag mit 903 000 Mark, der eine Umlage von 650 000 Mk.

reich".

Oberhessiscker Kunst verein. Die ordentliche Mitglieoer-Versarnrnlung fin- )et am Montag, den 29. d. Mts., im Stadt­hause statt. (Näheres s. Anzeige.)

Gesellschaft ßiebigmujeum. Am Sonntag fpricht Professor Dr. Brendel- Frant- urt o. M. im Großen Hörsaal des Physikalifchen Instituts überMond und Erde".

Opernga st spiel des Hessischen Landestheaters. Der Theaterverein hat für SarnStag, den 27. Mai, das Hessische Lan- deStheater zu einem Operngastspiel gewonnen, dem vierten in dieser Spielzeit. Zur Auffüh­rung kommtFra Diav0l0", von Au- b er, eine Oper, die nur einmal, im Winter 1908 ebenfalls von.Darmstadt, hier gegeben wurde. Rachdem die letzte Opernausführung infolge ungenügenden Besuchs ein starkes Defizit ergeben hatte, das im Verein mit den durch zu niedrig,angesetzte Eintrittspreise bei den beiden ersten Opern verursachten Fehl­beträgen die Kasse des Theatervereins völlig geleert hatte, soll diese Oper ein Versuch sein, ob die Darmstädter Operngastspiele noch wei­ter aufrecht erhalten werden können. Da stets auf ein ausverkauftes Haus gerechnet werden muß, so wird in Zukunft eine jede Oper nur einmal aufgeführt werden. Die Abon­nenten des Abonnements A die kommende Aufführung ist im Abonnement B müssen sich also ebenfalls um Plätze bemühen, wenn sieFra Diavolo" gern sehen wollen. Die Einttittspreise sind gegenüber den bisherigen nur unbedeutend erhöht, sie sind immer noch viel niedriger, als in anderen Städten. (S. An­zeige.)

Land - und Luftreifen durchPa- täp Ina. Am Freitag abend findet tm Großen Hörsaal der Universität ein Vortrag statt, der vom Verein für Luftfahrt zusammen mit der Ge­sellschaft für Erd- und Völkerkunde und der ober- hessischen Gesellschaft für Rakur- und Heilkunde veranstaltet wird. Dr. Georgii, Assistent am meteorologischen Institut der Universität Frank­furt a. M., der während des Krieges als Flirger- leutnant in Palästina tätig gewesen ist, wird an der Hand eigener Lichtbilderausnahmm über seine dortigen Einbusse und Erfahrungen berichten.

Der Kriegerverein Gießen ver­anstaltet am nächsten Sonntag einen Familien­ausflug durch den Dergwrrkswald nach Klein- Linden, wobei die daran teilnehmenden Kinder wäh end 'des Spazierganges und dann in der Deutschen Eiche" durch Spiele besonders beschäf­tigt werden. (Siehe Anzeige.)

Der Wartburg-Verein veranstal­tet am kommenden Sonntag, abends 8 Uhr, in

Aus dem besetzten Gebiet.

Berlin, 17. Mai. (WTB.) Die Ab­geordneten der beiden rheinischen Wahlkreise D ü s s e l d 0 r f - O st und --W e ft hab-. 1 vor einigen Tagen ein Telegramm mit Bezug auf die Aufhebung der Besetzung der Städte Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort an die Konferenz von Genua gerichtet.

Koblenz, 17. Mai. (Wolff.) Die In­teralliierte Rheinlandkvmmission hat die Tägliche Rundschau" in Berlin vom 15. d. M. ab für drei Monate im besetz­ten Gebiet verboten mit der Begründung, daß verschiedene Artikel die Sicherheit der Be- satzungsttuppen zu beeinträchtigen geeignet seien.

bei häuslichen Schularbeiten von jüngeren zu 1 älteren Altersstufen derartig zunimmt, daß 50 I v. H. und mehr der Schüler nherer Klassen höherer

Zeichnung feine Abänderung kn den Abmachungen von Riga eintreten dürfen.

Hierauf wurde die Sitzung auf nachmittgs 4,30 Mr vertagt.

Eine Einigung.

Genua, 17. Mai. (Spezialbericht des Ver­treters des WTB.) Heber das Ergebnis der heutigen Sitzung der Unterkommission verlautet, daß sie zu einer Einigung führte. Als Ort der Konferenz, die sich mit der weiteren Beratung der russischen Frage befassen wird, ist Haag ausersehen. Morgen findet eine Vollsitzung der politischen Kommission statt. Am Freitag dürfte voraussichtlich um 9 Mr vormittags die letzte Vollsitzung der Konferenz eröffnet werden. Die Delegationen werden vermutlich am Freitagabend oder Samstag abreisen.

Genua, 17. Mai. (Spezialbericht des Ver­treters des WTB.) Die heutige Vormittags- s i tz u n g der ersten Unterkommission hat bei allen beteiligten Delegationen, mit Ausnahme der Iapaner und Rumänen, einen verhält­nismäßig guten Eindruck hinterlassen, weil man das Gefühl hat, daß die Russen ehrlich bestrebt find, zu einer Einigung zu gelangen. Der schweizerische Bundesrat ist weniger davon überzeugt und glaubt, daß die Russen die Konferenz hinschleppen wollen, um ihre Sondervertrüge möglichst noch hier unter Dach zu bringen, ehe der Gottesftiede Th Kraft tritt. Die geringste Freude an der heutigen Sitzung hatten zweifellos die Iapaner und Rumänen. Hayahi trat dafür ein, daß die russische Delegation unter keinen Umständen als Dertteterin der verschiedenen Sowjet­republiken anerkannt werde. Dratianu war besonders darüber aufgebracht, daß russischer­seits gesagt wurde, daß Wvangel im Südosten Europas neue Vorbereitungen für einen neuen Angriff auf Rußland treffe. Damit könne nur Rumänien gemeint fein. Er lehne es namens seines Landes ab, auf derartige Verdächtigungen einzugehen. Tschitscherin legte hieraus vier Photographien von Originalbriefen vor, aus welchen hervorgeht, daß die Vorbereitungen Wrangels tatsächlich in die Wege geleitet wurden. Trotz dieser Zwischenfälle ist man aber besonders in englischen Kreisen mit dem Verlauf der heuti­gen Ätzung sehr zufrieden. Der WunschTschi- tscherins, Deutschland zur Kommission zuzuziehen, machte auf Lloyd George einen gewissen Eindruck. Französifcher- feits wird erflärt, daß Lloyd George und Dar- thou wahrscheinlich kurz vor der Sitzung am Nach­mittag noch einmal zusammentreffen. S ch a n z e r unterstützt lebhaft den Wunsch der Russen, Rom als Sih der Kommission zu wählen, während Lloyd George auch mit dem Vorschlag London einverstanden ist.

Genua, 17. Mai. (Spezialbericht des Ver­treters des WTB.) Nachdem in der heutigen Nachmittagssihung der Unterkommission der ersten Kommission Tschitscherin der Wahl des Haag als Versammlungsort der einzusehenden Kommissio­nen zugestimmt hatte, nahm die Unterkommission ferner- am Wortlaut des Artikels 6 ihrer jüngsten Note zwei Wanderungen vor. Durch die eine Abänderung soll bei der Erwähnung des Burg» sriedenspalles llargestellt werden, daß unter dem WortSowjetrepublik" alle acht un-

besonderer Berücksichtigung der aufreibenden Be­tätigung der letzteren an der Börse. Einige Me­thoden zum Nachweis des Grades geistiger Er­müdung wurden vorgeführt und bann ihr Eiw luß auf das Gefäßsystem erörtert, an dem sich manchmal schon frühzeitig fllerotifche Verände­rungen bzw. ein erhöhter Blutdruck Nachweisen lassen, der für den Betroffenen verhängnisvoll werden kann. Die Ansicht, daß die damit zu- ammenhängende Schlagaderverkalkung lediglich eine Alters- und Abnuyungskrankheit fei, wurde durch Hinweise auf das Vorkommnis der sog.

Zraefklerose in jugendlichen Iahren zurückgewie- en. Auch wurde betont, daß die Schlagaderverkal­kung nicht etwa nur eine Folge von Ueberreizun- gen moderner Lebensweise sei, sondern schon im Altertum auftrat, wie Untersuchungen der Ader- Wand ägyptischer Mumien, die gezeigt wurden, ergeben haben. Nächster Vortrag am 23. Mar: Schluß der Besprechung über Beziehungen zwi- chen Beruf und Erkrankung bei Geistesarbeitern und Künstlern.

*' Der OberhessischeSängerverband veranstaltete eine Sängerfahrt nach Lollar, die von den beteiligten Vereinen zahlreich beschickt war. Die Gesangsvorträge wurden eingeleitet durch einen Ehor der Lollarer Sängervereinigung. Dar­aus begrüßte der Derbandsvorsitzende, Rektor Valentin Müller aus Gießen, die Sänger durch eine Ansprache, in der er auf die hohe Bedeutung des deutschen Liedes und seiner Pflege für die Gesundung der Volksseele hinwies. Das deutsche Lied muß auch jetzt wieder ein Heilmittel werden, das die Seelen kräftigt für die schweren Aufgaben, die dem deutschen Volke gerade in den gegenwär­tigen traurigen Zeiten und in unserer ungewissen Zukunft gestellt find und noch gestellt werden. Die Gesangsvorträge selbst zeugten von dem regen Eifer, mit dem die Verbandsvereine die Pflege des Männergesangs wieder aufgenommen haben. Preise wurden den Grundsätzen des Verbandes entsprechend nicht verteilt. Die Beurteilung der Leistungen batten Univ.-Musikdirektor Professor S r a u t m a n n und Musiklehrer Franz Dauer übernommen; ihr Urteil über die Einzelleistungen und die daran sich anschließenden Winke und Rat- chläge wurden nach Beendigung der Vortrags­reihe in gemeinsamer Sitzung aller Vorsitzenden und Dirigenten mitgeteilt und dankbar entgegen­genommen. Mit Dankesworten des Vorsitzenden an alle, die zum Gelingen der Veranstaltung bei­getragen hatten, schloß die offizielle Feier, doch wurde in gemütlichem Zusammensein noch man­ches schöne Lied gesungen. Der Oberhessische Sängerverband kann mit hoher Befriedigung auf eine Frühlingssängerfahrt zurückschauen.

"* Zum Eintritt m bie Reichs­marine werden von der Marinestatton der Nordsee junge Leute im Alter von 17 bis 22 Za-Hren gesucht. Die näheren Bringungen mb aus der Bekanntmachung im he-rttgen An­zeigenteile ersichtlich.

Vogelsberger Höhen-Club. Die diesjährige Hauptversammlung desVHC. inbet am 27. und 28. Mai in Fulda statt.

Bornotizen.

Tageskalender für Donners­tag. Neue Aula, 8 Uhr: Vortrag des Natur­heilvereins. Im Zelt der Deutschen Zelt- mission, Oswaldsgarten, nachm. 4 Uhr: Dibel- edläiung; abends Vz9 Uhr: Vortrag, Thema: Schicksalsschläge. Astoria-Lichtspiele, ab heute: Das Panzergeschoß", 6. Teil. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Kaiserin Elisabeth von Oester-

nötig macht, wird angenommen. Der neue An­stellungsvertrag mit dem Beauftragten Nessel (Offenbach) findet Genehmigung. Der vvrgeschla- gene Berufungsausschuh wird autgeheißen und der Erhöhung der Tagegelder und Reisekosten zu- geflimmt. Eine Satzungsänderung, die innere Der- waltungsangelegenheiten betrifft, wird genehmigt. Ueber das Lehrlingswesen, sowie über die beab­sichtigte Kreditaktion werden aufflärenbe Mittei­lungen gegeben. Wünsche und Beschwerden sollen alsbald dem Vorstand eingereicht werden. Ueber die Handwerker^entralgenossenschast berichteteMit- glich Hillgärtner. Der Umsatz des letzten Jahres betrug etwa 60 Millionen Mark, wovon allein auf das Schreinergewerbe über 7 Millionen Mark entfielen. Mehrere Anfragen sollen durch persönliche Aussprachen Erledigung finden.

cßen keinen Aufenthalt nehmen. EinemI Lehranstalten kurzsichtig sind. Seit ter in vielen tv,r in w-ilenden Schulen durchgeführten Emrichtung d^ unge­

teilten Unterrichts ist ein erfreulicher Rückgang der Myopie zu verzeichnen. Der Vortragende besprach dann die geistige Ermüdung der studie­renden Iugend, der akademischen Berufe sowie der Bankbeamten und der Geschäftswelt unter

der Turnhalle am Oswaldsgarten (Steinstraße). wn uuugu jivuuje«

einen Iuaendwerbeabend, verbunden mit Fa-1 den süddeutschen Metallindustriellen-Verbänd«

abhängigen und alliierten Sowjet­republiken zu verstehen sind. Die zweite Abänderung sieht vor, daß der Durgfrie- Mens Pakt nach Beendigung