ghmnasiums, der Oberrealschule und der
der
Gießener Strafkammer.
i gericht auf Grund der Aussagen des Zeugen H. I für festgestellt erachtete, daß der Angeklagte auf
lieh sich nach Eier, Butter, Gänse geben, ihrem RechtS- dem Prozeß
Stadtkalle für das 4. Ziel Schulgeld des Deal- | der Golh^ »Meine Sendung tn Finnland uno im (ihmnnfiumd her Oberrenllebule und der Baltikum".
** Schulgeld. Anter den heuttgen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gie-
Käse, 'Wurst. Speck und zwei Weil die Frau nichts mehr von
&- Bermuthshain, 16. Februar. 3m Dampfsägewerk der Aktiengesellschaft von Möller u. Co.. Die den. das sich oberhalb des hiesigen Bahnhofs befindet, war seit 14 Tagen die Arbeit wegen Mangels an Holzzufuhr eingestellt worden. 3n der Rächt vom 14. auf den 15. L M. sind aus dem Werk sämtliche Treibriemen im Werte von mehreren Tausend Mark g e st o h l e n worden
js Marburg, 16. Febr. Der falsche Rechtsanwalt. Ein wegen Krankheit aus der Strafanstalt in Ziegenhain zu seiner Familie beurlaubter Mann gab sich im ßonb- gerichtSgebäude bei einer Bauersfrau als Rechtsanwalt aus und erbot sich, ihr einen Prozeß zu führen. Zu diesem Zwecke besuchte er sie am anderen Tage und " ' Aufnahme des „Protokolls"
Wettervoraussage
für Sonntag:
Borwiegend bedeckt und regnerisch, mild, auffrischende Winde aus westlichen Richtungen.
Das atlantische Tiefdruckgebiet zieht langsam nach Osten. Morgen werden wir auf feiner Rückseite mit Fortdauer des trüben Wetters zu rechnen haben.
Landkreis Gießen.
ne. Bellersheim, 16. Frbr. Gestern abend hielt KreiSobstbautechniker H e b e r e r hier in der Wirtschaft von Angermüller einen Vortrag über Obstbau. Gr behandelte zunächst die Frage: Was habe ich bei der Anlage eines Obstbaumstückes zu beachten? Rach den gesetzlichen Bestimmungen muh der Eigentümer 2 Meter von dem Rachborgrundstück entfernt bleiben. Der Redner empfahl aber dringend, diesen Abstand größer zu nehmen, um spätere Anannehmlichkeiten mit dem Rachbar zu vermeiden. Pflanzgruben von 1 Meter Tiefe auszuheben, empfahl er nicht, sondern der Platz, auf dem der junge Baum zu stehen kommt, soll auf 1,30 Meter im Geviert ungefähr 60 Zentimeter rigolt und wenn möglich mit guter Komposterde gemischt werden. Rur bestes Pflanzmaterial ist zu verwenden. Empfehlenswert ist, es, nach dem Pflanzen die Baumscheibe mit Mist zu belegen. Der Referent ist kein Freund vom Allzuvielschneiden an der jungen Krone. Wenn man ungefähr zwei Astserien von je 3 bis 4 Aesten hat, soll man der Ratur die Kronenbildung überlassen und nur zu dicht stehendes Holz auslichten. Auf diese Weise werden wir gesunde, kräftige Bäume mit starken Kronen und gutem Fruchtholzansah erhalten. Es ist empfehlenswert, Sorten die in der betreffenden Gegend guten Ertrag liefern, zu bevorzugen. Bei dem jetzigen Mangel an jungen Bäumen wäre auch die Anlage einer Gemeindebaumschule ins Auge zu fassen. — Eine sehr lebhafte Aussprache brachte noch Klärung über Düngung der Obstbäume. Spritzen und Kalken, über Wurzel- und Kronenschnitt beim Sehen, Art des Sehens und Behandlung nicht oder spät aus- treibender Bäume. Bürgermeister Müller sprach dem Vortragenden, der aus dem reichen Schatze seines in der Praxis erprobten Wissens Anleitungen geben konnte, den Dank der Versammlung aus.
• Climbach, 17. Febr. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten der ßanbtoirt und Wagnermeister Heinrich Burck und Frau Cbrtt stir.e geb. DackhauAuZ diesem Anlah brache ihnen der hiesige Gesangverein Liederkranz, dessen langjähriger 1. Vorsitzender Herr Burck ist, ein Ständchen.
U Holzheim. 17. Febr. Bei der hiesigen Holzversteiaerung wurden für 50 Buchenwellen 7—800 Mk., für 2 Meter Buchenscheithvlz 14—1500 Mk. erzielt.
Kreis Lauterbach.
cmwalt und auch nichts von hätte, stellte sie Ermittelungen an unb es gelang auch, den Mann ausfindig zu machen der dann wieder verhaftet wurde.
][ Aus dem Kreise Marburg, 16. Febr. 3n Mellnau starb in hohem Alter von 90 Jahren der in wetten Kreisen bekannte Hegemeister a. D. Heinttch Kranz.
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Aus Hessen.
NN. Darmstadt, 17. Febr. Der Finanzausschuß des Landtags erledigte heute zunächst die Regierungsvorlage betr. die Errichtung des Tierseucheninsrituts in Gießen, dessen Mehrkosten aus Ersparnissen gedeckt werden sollen, durch Annahme der Vorlage. Dann kommt die Regierungsvorlage für die Schaffung einer neuen Telephonanlage in den Räumen des Landtags zur Besprechung, da die bisherige Einrichtung veraltet ist. Es soll eine Zentrale geschaffen und dadurch auch eine Hauptleitung gespart werden. — Die Regierungsvorlage betr. die Bereitstellung von Mitteln zur Anterstützung des Hessischen Kun st Handwerks bei ter Kunstgcwerbeschau München 1922 mit 250 000 Mk. wird genehmigt. — Die Vorstellung der Gemeinde Bretzenheim bei Mainz um (Betoilligung eines Zuschusses zur Erkaltung eines genügenden Bestandes an Milch- und Zuchtvieh wird abgelehnt. — Zum Schluß tourben die Verhältnisse des Staatsverlags, der „Darmstädter Zeitung" und des Presseamtes beim Staatsministerium besprochen: vorläufig wurden besondere Beschlüsse nicht gefaßt.
Aus Stabt unb Canb.
Gießen, den 18. Febr. 1922. Preisaufqabcn der Universität Gießen für das Jahr 1922/2.3.
Für das Zahr 1922 23 werden folgende Preisaufgaben gestellt: Von der theologischen Fakultät: 1. Für den akademischen Preis: Die ethische Anterweisung des Ar- christentums (mit besonderer Berücksichtigung der neueren Forschungen zur Zesuslogienüberlieferung und zum Zalobusbrief): 2. Für den Lehd- He'cker-Preis: Wich?rns Bestimmung des Wesens der Inneren Mission im Verhältnis zu i^rer geschichtlichen Satwickl ng. — Don der j u r i- s^i s ch e n Fakultät: Carl Ludwig von Grvl- mann in Gießen als Kriminalist. — Von der medizinischen Fakultät: 1. Für den akademischen Preis: Es soll bei Fällen von Pseudologia phantastica untersucht werden, ob sich dabei Störungen der optischen Merkfähigkeit nachweisen lassen: 2. fü r den Dalser-Preis. Die pathogenen Hhphorntzzeten in der Gießener Gegend. — Von der veterinär-medizinischen Fakultät: Weitere Beiträge zu descrip- tiven Anatomie des Primordialschädels des Pferdes. — Don der philosophischen Fakultät: 1. Aus der Forstwissenschaft: Zu welchen Ergebnissen sühtt die Differenzierung des Zinsfußes in der Waldwettrechnung und forstlichen Statik? And wie ist hiernach dieses Verfahren zu beurteilen ? 2. Aus derenglischen Philologie: Das Reisemotiv im älteren englischen Roman: 3. aus der romanischen Philologie: Die Bezeichnung der Musikinstrumente im Altfranzösischen: 4. aus der Chemie: Die Oxydation von Phenttiazolen. 5. aus der Zoologie: Die Blaublindheit der Vögel soll bei einer größeren Anzahl von Arten, insbesondere auch solchen mit blauen Schmuck- farben, mit exakten Methoden nachgeprüft werden.
Die staatlichen Preise betragen je 180 Mark, der Preis der Dalserstiftung besteht in den ungefähr 500 Mark betragenden Jahreszinsen des Stiftungskapitals. Wer sich um einen Preis bewirbt, muh mindestens in einem der beiden auf die Stellung der Aufgabe folgenden Semester an der Universität Gießen immatrikuliert gewesen sein. Jede Dewerbungsschrift darf nur einen Verfasser haben. Die Dewerbungsschrift ist in der Sprache abzufassen, in der die Aufgabe gestellt ist. Auf dem Titel ist ein Kennwort anzubringen. Die Dewerbungsschrift ist vor dem 1. April 1 92 3 einzusenden unter Beifügung eines verschlossenen, mit dem Kennwort der Ar- bett versehenen Driesumschlags, der die Aufgabe des Verfassers und seiner Adresse enthält. Die Sendung ist an die Fakultät zu ttchten. Beim Jab ressest der Anioersität am 1. Juli 1923 verliest der Rektor die Arteile und verkündigt die (Hamen der preisgekrönten Bewerber.
Bornotizen.
XX1 v.y-/LUVt । — Tageskalender für Sarnstaa
ben befindet sich auch die Mahnung der I Reue Aula, 8 Ahr: Vortrag des Generals von
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♦♦ Zugverkehr. Seit heute werden auch die beiden O-Züge 175/176 zwischen Frankfurt a. M. und Hagen (ab Gießen in der Richtung Hagen um 3.42 Ahr nachm. und in Richtung Frankfurt um 1.36 Ahr nachm.) wieder gefahren. Damit ist der gesamte Personenverkehr, wie er vor dem Streik bestand, wieder ausgenommen.
•• Diebstähle. Hiesigen Fischereipächtern wurde anfangs dieser Woche ein bei Dutenhofen liegender Kahn gestohlen. Er ist in noch gutem Zustande, schwarz gestrichen mit grünlichem Rand. An der linken Vorderseite befindet sich in schwarzer Schrift auf weißem Felde der (Harne .Hans". Für die Ermittlung sind, 100 Mark Belohnung ausgesetzt. — 3m hiesigen Dersorgungskranken- haus wurden vor einigen Tagen zwei weiße, mit toten und blauen Streifen versehene Wolldecken gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt.
Kirche unb Schule.
x dBle 1 ecf, 16. Febr. Den zweiten Missions-Lichtbildervortrag in diesem Winter in unsercrKirche wird Mi sionar S p a i ch- Frankfurt a. M. von der DaslerMissivn an diesem Sonntag hatten und eine Serie von Bildern aus China zeigen.. Für die Jugend ist gegen Abend ein Zugendgottesdienst angesetzt, für den der Missionar zur Veranschaulichung al'e.lei Gegenstände mitbringen wird. Die kürzlich in Gießen gezeigten vorzüglichen ganz neuen Bilder werden unsere Gemeinde dem Lande näher bringen, in das nach dem letzten Bericht des „Heidmboten" im Zanuar von der Baseler Mission c nMissionar, zwei Missionsärzte mit ihren Frauen, eine Schwester und zwei Dräute abgereift sind.
, 0 v t e n b e r g, 16. gebe. Der hiesige kirchliche Frauenverein hätt auch tn diesem Winter regelmäßige Monatsabende ab Auf dem ersten sprach die Dasler Missionarin otL 3D u 11 f e aus Frankfurt a. M; am gestrigen Abend sprach Pfarrer und Stiftsdechant Lenz aus Lich über „Ernstes und Heiteres aus dem Diakonissenleben". Die Abende werden gern besucht, am gestrigen Abend war der Saal der Kinderstube fast zu Nein. — Außerdem finden alle 14 Tage gemütliche Arbeits- und Leseabende statt. Eine Sammlung am gestrigen Wend für das Rettungshaus in Kloster Arnsburg ergab 106 Mk. Der Verein zähtt zurzeit 101 Mitglieder.
Aus dem Amtsverkündiaungsblatt.
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater, 3 Ahr: „Wilhelm Tell": 6'/a Ahr: „Mascottchen". — (Heue Aula, 4Vd und Ahr: Sechster Vortragsabend der Dorttagsvereinigung.
— Aus dem Stadttheaterbureau. Rach dem großen Erfolge, den die Erstaussührung der neuen Operette „M ascottchen" gestern erzielt hat, sei auf die morgige erste Wiederholung des (Werkes ganz besonders hingewiesen. — Auch der Tanzabeild von Erika Horneffer am kommenden Montag verdient besonderes 3ntereffe.
— Oberhessischer Kunst verein. Die für morgen vorgesehene Eröffnung der Süddeutschen Zllustratoren-Ausstellung muß um einige Tage verschoben werden, da die Sendung infolge der vor kurzem herrschenden Verkehrsverhältnisse noch unterwegs ist.
— E i n lustiger Abend. Für den letzten Vortragsabend der Vortrags-Vereinigung ist ein Münchener Humorist — Willi Braun — gewonnen worden. Wie sich der Vortragskünstler, der in allen größeren Städten Deutschlands bekannt geworden ist durch seine lustigen Abende, die Aufgaben auch stellt, er trifft in Ton und Ausdruck immer das Richtige, bleibt stets natürlich und verfällt auch da, wo seine Darbietungen einmal etwas ernstere Richtung streifen, nie tn ein aufdringliches Pathos. Schon mit feinem „Prolog" des Abends gewinnt der Künstler sofott die Zuhörer für sich und weiß sie dann durch eine ungezwungene (Därme, Herzlichkeit, Fröhlichkeit in seinem Bann zu halten. Schon seine Erscheinung wirkt sympathisch, das infolge Verletzung nachziehende Dein gibt Braun einen männlich mutigen Akzent und belehrt uns, daß das Lachen gesünder ist wie das Weinen und Klagen. So erntete der Künstler durch fein gewinnendes Wesen und durch seine natürliche Art überall reichen und herzlichen Beifall. Wer sich ein paar Stunden fröhlichen Genießens bereiten will, versäume nicht, einmal in einen der beiden heiteren Abende zu gehen. (Siehe heutige Anzeige.)
— Zu dem Vortrag des Grafen vonderGoltz sind Karten noch heute abend an der Abendkasse zu haben.
— Der Bauersche Gesangverein veranstaltet am Sonntag, 5. März, nachmittags 4Vs Ahr, in der Neuen Aula ein Konzert, in dem er Volkslieder, volkstümliche Lieder und Kunstchöre zu Gehör bringen wird. Zwei bedeutende Solisten haben ihre Mitwirkung zugesagt. Die jugendliche Geigerin Frl. Delp aus Darmstadt, ein viel versprechendes Talent, und der durch seine Mit- wttkttng bei den Bayreuther Festspielen weithin bekannte Hvfvpernsänger Geitze-Winkel vom Stadttheater in Wiesbaden. Freunden guter Musik sei der Besuch des Konzerts bestens empfohlen. Zu der Samstag, 4. März, abends 8 Ahr, stattfindenden Hauptprobe haben nur die Mitglieder des Vereins Zuttitt.
— 3m Lichtspielhaus wird nur noch heute und morgen „Harry Piel" (2. Tell und Schluß) gespielt. Ab Montag: Henny Porten in dem überall Aufsehen erregenden Film „Hintertreppe".
Höheren und Erweiterten Mädchenschule. Die Rückstände können noch in den nächsten acht Tagen ohne Kosten bei der Stadtkasse beglichen werden.
♦♦ (Bereinigte Privat-Handels- ßeb ran ft alten Gießen. Unter dieser Bezeichnung haben sich die H a n s a - S ch u l e von Z. Kunzelmann und die Bogtsche Handelsschule laut Anzeige in heutiger Ausgabe zu- sammengeschlosfen. Die Leitung der bereinigten Schulen liegt in den Händen des Diplom-Kauf- mannS und Diplom-Handelslehrers Z. Kunzelmann, an den auch alle schriftlichen Anfragen zu richten find.
*• Teilweise gestattete Fa st - nachtSseier. Das Hess. Ministerium des Znnern hat mit Rücksicht auf die Regelung in Preußen und Bayern für Samstag, 25. Februar, Sonntag, 26. Februar, und Dienstag, 28. Februar, die Abhaltung von karnevalistischen Vergnügungen, auch Maskenbällen, in geschlossenen Gesellschaften gestattet. Abgesehen von dieser Ausnahme bleibt die Polizeiverordnung vom 30. Dezember 1921 in Kraft. Danach sind insbesondere jederlei öffentliche karnevalistische Vergnügungen verboten; gegen Maskenverkehr aus der Straße wird eingeschritten.
A A-Boote und A-Boot-Krieg lautete das Thema, mit dem sich Donnerstagabend tn der Reuen Aula ein Vortragsabend der Deutschnationalen Vvlkspartei befaßte. Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung und dankte für die überaus zahlreiche Beteiligung der Gießener Bürgerschaft. Der Vortragende Freiherr d. F o r st n e r, wurde von der Versammlung mit lebhaftem Beifall begrüßt. Er berichtete, daß er bereits seit 1909 zu der damals in ihren allerersten Anfängen und Versuchen stehenden deutschen A-Doots-Waffe kommandiert war und bis zum Zahre 1911 unser erstes deutsches A-Doot „A V‘befehligte. Er schilderte die Entwicklung der Boote von „A 1" bis zu den während des letzten Kriegsjahres fertiggestellten A-Doot-Kreuzern, die aber infolge des Waffenstillstandes leider nicht mehr in Tätigkeit treten konnten. Der A-Boot- Krieg war die einzig wirksame Gegenwehr, die wir gegen die völkerrechtswidrige Hungerblockade der Engländer in Anwendung bringen konnten. Er war zuerst nur auf ein kleines Gebiet beschränkt, konnte aber später durch technische Vervollkommnung der Boote bis in entferntere Meere ausgedehnt werden. So war es auch möglich, daß ein deutsches A-Doot, die von englischen Schiffen schwer bedrohte türkische Dardanellenarmee rettete. Rach der Versenkung der „Lusitania" wurde der A-Boot-Krieg infolge der Drohung Wilsons von der damaligen Regierung Dethmann-HoUweg eingestellt, und die einzige Waffe, die uns hätte retten können, mußte untätig zwei lange Zahre in den Heimathäfen liegen. Diese Zeit benutzten die Eng- länber dazu, ihre Abwehrmittel gegen die deutschen A-Doote in aller Ruhe auszuproben und zu vervollkommnen. Dieses war der Grund, weshalb der A-Doot-Krieg, als er 1917 wieder aufgenommen wurde, nicht mehr erfolgreich wirken konnte. Als schließlich die A-Dvote nach dem Abschluß des Waffenstillstandes mit der deutschen KriegSflagge in Wilhelmshaven einfahren wollten, wurden sie von den eignen Kameraden beschossen, weil sie nicht eine rote Flagge gehißt hatten: bei Rächt muhten sie sich in einen anderen Hafen stehlen. — 3n den sich nun anschließenden Lichtbildern, zeigte v. F o r st n e r das Leben und Treiben auf den A-Dooten, die Tätigkeit auf hoher See, die Torpedierung und Sprengung feindlicher Handelsschiffe und die technisch vervollkommneten Hafenanlagen von Helgoland.Die Lichtbilder Weddigens und v. Tirpitz riefen lebhaften Beifall hervor. Der ganze Dortrag war gewürzt mit echtem Seemannshumor. Der Dortragende schloß mit einem Mahn- wort an die deutsche Zugend, die Taten der deutschen Marine stets zu ehren. Schon während des Dorttags war der Redner mehrfach von Beifall unterbrochen worden, der zum Schluß verstättt und anhaltend einsetzte.
•• Die (männer- und Frauen- veretnlgung der Matthäusgemeinde ßlelt am Mittwoch Ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Der Dorsitzende, Rektor K n a u h, begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Dereinsjahr. Danach hat die (Bereinigung ihren Mitgliederstand auf 600 erhöht und in einer reichen Zahl von Der- famnüungen verschiedenster Art für Aufklärung, Belehrung und Unterhaltung in der Matthäusgemeinde Sorge getragen. (Heben den Pflichtbeiträgen flössen auch freiwillige Gaben der Dereins- kasse zu. Wenn, wie zu hoffen ist, diese Quellen im neuen Dereinsjahr noch reicher fließen, wird das ideale Ziel der Dereinlgung, eine soziale Hilfsgemeinschaft zu sein, in greifbare Rähe gerückt. Dem Rechner wurde für seine Mühewaltung Entlastung erteilt und der Dank der Versammlung ausgesprochen. Zu seiner und der Schriftführer Er- leichteiung wurde der Vorstand, der bisher 15 Mitglieder zählte, durch Zuwahl auf 18 erweitert und besteht jetzt aus 12 Männern und sechs Frauen. Am Schlüsse sprach Pfarrer Mahr dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter, der infolge ileberlaftung durch Berufsgeschäfte von seinem Amte zurücktreten muß, in voller Würdigung ihrer aufopfernden Tätigkeit für den Verein den Dank der Männer- und Frauenvereinigung aus. Mit dem zuversichtlichen Gedanken, auch im neuen Dereinsjahr den Ausgaben der (Bereinigung gewachsen zu sein, ging die Versammlung auseinander.
•* Der Wartburgverein veranstaltete einen Familienabend, der äußerst gut besucht toar und einen recht schönen Verlauf nal;m. Rach einem einleitenden Musikstück ergriff Missionar Schäfer, ein ehemaliger Wartburger dis Wort und erzählte an Hand von schönen Lichtbildern über Land und Leute von Reu-Guinea, von den Sitten und Ansitten, vom Geben und Treiben der Konguas. Er verstand es, den aufmerksam laa- chenden Zuhörern zu zeigen, was die Tüchttgkett und der Fleiß der deutschen (Regierung unb der deutschen Missionare m kurzer Zeit aas unserm einstigen Kolonialbesitz geschaffen haben. Er schloß mit der Hoffnung, daß auch für and Deutsche wieder einmal die Zeit kommen möge, in der wir unfern Beruf in der weiten Welt wieder ausfüllen könnten.
*• Das Fest der silbernen Hochzeit feiert heute das Ehepaar Jacob Siegel und Frau, Stephanstraße 41.
bruch des Streiks beigetragen haben. Sine zur Klärung der Sachlage entsandte Abordnung wurde vom Reichskanzler im Kanzlerzimmer des Reichstages empfangen und erhielt Zusicherungen, die der ertreiterte Vorstand der Reichsgewerkschaft für ausreichend erachtete, um weiter beruhigend auf die Mitgliedschaft wirken zu können. Der erwei- terte Vorstand betrachtet die Aktion jedoch erst dann als abgeschlossen, wenn die Frage der Maßregelungen enbgültig befriedigend gelöst sein wird. 3m Gegensatz zu den irreführenden Sensationsmeldungen wird festgestellt, daß sämtliche Beschlüsse des erweiterten Vorstandes fast einstimmig gefaßt worden sind.
Verschmelzung der Rechtskommunisten mit den Unabhängigen?
Berlin, 17. Fchr. Laut „Vorwärts" fand aestern eine gemeinsame Sitzung der Vorstände der ASP. und der Kommunistischen Arbeitsgemeinschaft (Richtung Levi) statt, in der die Einigungsfrage der beiden Parteien beraten wurde. Der Parteirat der Unabhängigen wird sich im Laufe der nächsten Woche mit der Frage des Anschlusses der Kommunistischen Arbeitsgemeinschaft an die ASP. beschäftigen. Es ist fraglich, ob die Kommunistische Arbeitsgemeinschaft in ihrer Gesamtheit übernommen oder ob sich ihre Mitglieder einzeln bei den zuständigen Dezirksorganisationen der ASP. zu melden haben. Dies" toürben dann von Fall zu Fall über die Ausnahme entscheiden.
z. AuS dem südlichen DogekSdera, 16. Febr. Die Arbeiten der „Rhein-Elektra" f ehre!» ten trotz des strengen Winters in erfreulicher Weise fort Bermuthshain feierte in der Woche vor Weihnachten fein L i ch t s e st, Gre» benhain erhielt die elektrische Beleuchtung eben* falls vor Weihnachten, Crainfeld Anfang Zanuar. Zeht wird eifrig an den Anlagen in den Orten im Moofer Grund und tn der „Blauen Ecke" gearbeitet Die Sttomzufuhr erfolgt vom Hauptstrang der Leitung. Cs werden in nächster Zeit die Orte Reeder-Moos, Ober» Moos, Salz, Fleschenbach, Freiensteinau. Gun- zenau. Reichlos, Mctzlos, Meglosgehaag, Wün- schen-Moos, Zahmen, Heisters, Weio-MooS, Rös- berts und Vaitshain angeschlossen.
Slreid Schotten.
B. 2lusdemVogelSberg,17. Febr. Der Vogelsberg hat feine Eisdecke, die in den letzten Wochen dem Verkehr auf Wegen und Landstraßen viel zu schaffen machte, mtt einer dichten Schneehülle vertauscht, Ob allerdings die Sportsfreunde diesmal auf ihre Kosten kommen, dürfte sehr fraglich sein, da nach der rauhen Kälte des Monatsaufangs eine zunehmende Temperaturerhöhung auch im Gebirge eingerieten ist.
Kreis Friedberg.
4- Dad-Rauheim, 17. Febr. An Stellt des kürzlich verstorbenen Stadtverordneten Kaufmann A B ö ch e r hat nach dem Wahlvorschlag der (Bürger lifte Postinspektor QL Schmidt in die Stadtverordnetenversammlung eirzutteten. — Der Milchpreis beträgt seit gestern 6,30 Mark für daS Liter (frei Haus), 6.20 Mk. (beim Händler abgehott). — Am der Spahenplage schon vor der Erntezeit wirksam zu begegnen, fordert die Stadtverwaltung schon jetzt zur Vertilgung der Schädlinge auf. Für jeden abgelieferten Spatzen werden 40Pf. bezahlt. — Die Brot- Verteuerung ist hier noch nicht In Kraft getreten. Der Kommunalverband hat den Tag der Preiserhöhung noch etwas hinausgeschoben. Viele Leute hatten sich schon mit großen Mengen Brot eingedeckt. Zu Anfang der Woche waren die Bäckerläden bereits in den Mittagsstunden auS- verkauft.
Kreis Wehlar.
kr. Krofdorf, 16. Febr. Nachdem bte kürzlich auf einfaches Angebot hin erfolgte Verpachtung der Odenhausener Jagd wieder für u n g ü 11 i g erklärt worden tixtr, wurde diese jetzt öffentlich an eine meistbietende Wetzlarer Jagdgesellschaft für 27 500 Mark verpachtet. — Bei der ersten diesjährigen Drennhvlzversteigerungaus dem hiesigen StaatSfvrst wurden sehr hohe Preise erzielt. Eichenschertholz kostete pro Raummeter bis 350 Mk. Buchenscheithvlz pro Raummeter bis 570 Mk.
Hessen-Nassau.
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** Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 23 vom 17. Februar enthält: Bekanntmachung, die Gebühren der Feldgefchworenen betteffend. — Das Feuerlöschwesen im Kreis Gießen. — Ein- fommenfteuerantetle der Gemeinden. — Die Kirchen- unb Stiftungsvoranschläge für 1922. — Dienst nachrichten. — Aenderung der Ortsfatzung über den Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk Gemeinde Hattenrod.
Gießen, 14. Februar 1922.
(Sin Händler aus der ilmgegenb von Homburg v. d. H. hatte vom Amtsgericht Friedberg einen Sttafbefehl über 3000 Mark erhalten, well er am 24.5 1921 unbefugt 20—25 Zentner beschlag n a y m t e s > (Brotgetreide bei- eite geschafft habe. Das Urteil des Schof- engerichts hatte den gleichen 3nt)alt 3n der Hauptverhandlung vor der Strafkammer, die auf die Berufung des Angellagten hin stattfand wurden neue Beweismittel vorgebracht und neue Feststellungen getroffen: Während das Schöffen-


