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QHann an der Niederräder Eisenbahn
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14. Oktober
Dalum:
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Die cntgegenstehendc Aussage Gewicht. Ucbrigen# ist es für urteilung gleichgültig, ob er Moment sich seines Zweckes der Dolus der Beihilfe auch
Techows ist ohne die rechtliche De- gerade in diesem bewußt war, da ohnehin vorliegt.
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Die Angeklagten nahmen das Urteil gelassen entgegen und wurden sofort abgeführt
Gesetz zum Presse zum ist, sondern zu erfolgen eines Korn-
und Tinte gefertigt hat. Das Hai keinen Zweifel gelassen, das) bei
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"Degen verbotenen Waffenbesitzes erhält er Gefängnisstrafe von 2 Monaten.
Lte inbeck wird freigefprochen.
Schütt erhält wegen Vergehens der fitinftigung eine Gefängnis st rafe von 2Ho nuten.
Distel desgleichen.
die Verurteilung nicht nach dem Schuhe der Republik, wie es in der Teil irrtümlich angenommen worden nach dem bisherigen Strafgesehduch
11988,- 20479,50 50149,80 40859,10 11525,90
Büchertisch.
— Goethe und Lotte.
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Das Urteil
Nathenau-Mordprozeh.
Leipzig, 14. Oktober.
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(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
Frankreich und der MoratorimnSplan Dradburys.
Paris, 14 Oft. (WTB.) Lieber die-Beratungen innerhalb der Reparationskorn» Mission berichtet der „Petit Paristen", daß der Vorschlag des englischen Delegierten folgendes enthalte. 1 Während der Dauer von 5 Jahren sind die Geldzahlungen einzustetten und durch Tratten zu ersetzen, die dem alliierten Gläubigerlande übermittelt würden mit der Aufgabe, sie durch ihm zur Verfügung stehende Mittel zu diskontieren. 2. Was die S a ch l i e fern ng en Deutschlands anbetreffe, werde Deutschland ebenfalls Tratten ausstellen, die durch Länder avalisiert werden sollen, die Lieferungen in natura erhalten. Deutschland seinerseits werde diese Tratten durch ausländische Bauten dislontieren, um die deutschen Lieferanten
jedem einzelnen der Angeklagten entstanden ist. Das Gericht hat folgendes als erwiesen erachtet:
Ernst Werner Techow
hatte volle Kenntnis von dem Plan. Es hat eine eingehende Beratung mit Kern und Fischer über den Mord und feine Ausführung stattgefunden. Er hat seine Zusage zur Hilfe als Autosührer erteilt. Er hat geholfen auszurüsten und hat die Maschinenpistole cinge- bracht. Keinen Glauben verdient die Annahme, das; er geglaubt hat, es handele sich um eine Probefahrt. Die ganze Entschlossenheit, in seiner eigenen Bemerkung, er kenne für sich einstehen, sein Umkleiden in der Nähe der Raiyenau-Villa die verschiedenen Anweisungen Kerns, namentlich diejenige, zur Beschleunigung der Fahrt zur Ueberholung des verfolgten Autos, sind Beweise dafür, daß er von der Tat gewußt hat.
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Tillessen erhält wegen des Vergehens gegen die öffentliche Ordnung drei Jahre Gefängnis.
P l a a s erhält wegen des Vergehens gegen die öffentliche Ordnung zwei Jahre ®e» sing n i s.
Dost wird freigesprochen
Die Urteilsbegründung lautet: Eines Ur fluchwürdigsten Verbrechen, das die Weltgeschichte kennt ist Gegenstand der Verhandlung gewesen. Durch leigen Meuchelmord ist eines der loertvollsten Menschenleben ausgelöscht worden, etn Leben, das gerade zur jetzigen Zeit unserem armen, gequälten Vaterland von größtem Auhen gewesen ist. Der Tod Rat Henaus wird zum Teil >chuld daran sein, wenn im kommenden Winter Hunderte von uns durch Tod zugrunde gehen, »der hungern oder frieren. Gerade Aathenau wäre der Mann gewesen, durch geeignete Verzüge all dieser Äot entgegenzutreten. Feige Meuchelmörder haben es nach allen Regeln >rr Mordkunst verstanden, ihn aus dem Wege zu räumen Sie haben weiter gehofft, durch Flucht 'ich der Verfolgung zu entziehen, wie es die Mörder Erzbergers getan haben Aur der un- Pheuren Empörung über die Tat ist es zu danken, daß nach monatelanger Verfolgung die Mörder yftdlt wurden, die sich durch Selbstmord der wohlverdienten Strafe entzogen. Dadurch ist d i c Tat der Hauptschuldigen gesühnt, Md hier bleibt nur die traurige Nachlese, die Bestrafung der jugendlichen Gehilfen übrig. Ob- Dohl man ihnen ein gewisses Mitleid nicht,verlegen farm, mutzte sic. soweit sie für schuldig be- stmden wurden, doch schwere Strafe treffen. Hinter Mördern und Mordgelichter erhebt der '«matische Antisemitismus verantwortungs- »oll fein verzerrtes Gesicht, wofür die Schmähschrift der „Dreihundert Weisen von Zion" ein Beispiel ist, eine Schrift, die die Juden schmäht Md Mordinstinkte in unreife Köpfe seht. Möge
Handel.
Frankfurt a. M., 14. Oft. Börsen- stimmungsbild. Dollarkurs im Frühver- kehr 2675—2700, zeitweilig 2775, an der Börse 2770. Ausländische Zahlungsmittel lagen ruhig bei behaupteten Preisen. Im Effek- tenverlehr war am heutigen börsenfreien Tage eine lebhafte Stimmung zu bemerken. Immer mehr drängen sich nicht nur die Berufsspeku-- lanten, sondern auch das Publikum den Indu- strieaktien zu, deren Haltung heute wieder außerordentlich fest war. Man betrachtet diese Werte als eine Art Deckungskäufe für die De- Visenverkäufer. Größeres Geschäft war wieder in Balutcipapieren. Lebhaft begehrt waren auch chemische Aktien. Ferner waren Schiff- fahrts-, Auto- und Slektrizilätspapiere gesucht. Aus der großen Zahl der heutigen Kurse seien folgende genannt: Benz 860 bis 875, Daimler 680, A. E.G 1075—1100, Höchster 1600—1700, Scheideanstalt 2200, Badische Anilin 2300, Deutsch-Luxemburg 4500. Für Kassa-Industriepapiere hörte man nur hohe Preise. Der Schluß gestaltete sich vorwiegend lebhaft und fest.
Frankfurter Devisenmarkt.
Amtliche Dotierungen.
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bei de, ten ®t. -s Li. uni an. 23 etne lefcmtt it> eint eider- reiset miumteti de dieser
feiner Frühreife dem moralisch minderwerttgen Mann die Einsicht in die Strafbarkeit seiner Handlung nicht gefehlt hat. Bei der Schwere der Tat müsse bei ihm auf die gesetzmäßige Höchststrafe erkannt werden, allerdings im Hinblick auf seine Jugend nicht auf Zuchthaus, sondern auf Gefängnis. Es liegt aber noch ein Vergehen wegen Begünstigung vor. weil er die Verbrennung der Auttmiutze veranlaßt hat. 'Das Gericht ist überzeugt, daß dies nicht nur im eigenen Interesse sonders besonders im Interesse seines älteren Bruders geschehen ist, um auch die eigentlichen Täter Kern und Fischer der Verfolgung zu entziehen. Hier liegt eine selb- ftänbigo Handlung vor, die außerdem noch mit drei Monaten Gefängnis geahndet werden muß.
Günthers Verhalten charakterisiert sich von Anfang an als eine Beihilfe zum Mdrd, eine Beihilfe, die er selbst nicht bestreitet. Er nahm an den Besprechungen teil, er beschaffte die Garage. er bemühte sich um die Maschinenpistole, er versprach Geld zu verschaffen, er trug die Maschinenpistole, er besorgte die Reißfeder und Tinte zur Anfertigung der falschen Autonummer. Günther ist Pfychovath. aber dennoch zurechnungsfähig Er hat sich ferner der Begünstigung schuldig gemacht, wie das Gericht zweifellos festgestellt hat
Bei von Salomon liegt gleichfalls Beihilfe zum Mord vor. Er hat schon vor Juni im Derlchr mit Kem und Fischer gestanden, und gewußt, daß Kern den Mord an Rathenau plane. Von Salomon hat auch Aufträge angenommen, zu diesem Zwecke einen Autoführer zu beschaffen All dies beruht auf Aussagen Salomons in der Voruntersuchung. Das Gericht ist überzeugt, daß v. Salomon in der Voruntersuchung den Tatsachen ent- sprechende Aussagen gemacht hat.
Zweifellos ist die Sache bei Tillessen und Plaas Das Gericht legt das geltende Strafgesetz dahin aus, daß derjenige, der von
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Antw.-Brüsiel . 18731,20 18768.80 19280,70 19319,30
48999,-
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2702'70
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9072,10
HeinrichGloel. (Verlag von E. S Mittler & Sohn, Berlin.» — Im Juni dieses Jahres Hal die alte Reichskammergerichts- und Wertherstadt Wetzlar die 150jährige Jubelfeier von Goethes Aufenthalt in Wetzüir festlich begangen. Aus diesem Anlaß ist das vorliegende Buch von sachkundiger Seite herausgegeben worden. Sein Inhalt deckt sich zum giwßen Teil mit dem im Ja hre 1911 erschienenen Buche des gleichen Verfassers: „Goethes Wetzlarer Zeit", das feit langem her griffen (ft und viel begehrt wurde. „Goethe und Lotte", der neue Titel des von Wenher-Stimmung durchklungenen Buches, fenn- zeichnei klar feine Bedeutung und Ausgabe: Es ist die Darstellung eines Hauptabschnitts aus der Sturm- und Drangperiode unseres größten Dichters. Der Leser empfängt ein klares Bild, welcher Wert der Wetzlarer Zrit Goethes für ihn und für die deutsche Literatur beizumesfen ist. Der anschaulichen, lebenswahren Darstellung, in der Goethes Wetzlarer Umwelt in Berichten und Briefen zu Wort kommt, tritt ein reicher, gut gewählter Dilderschmuck zur Seite.
der durch die Verhandlung geklärte Sachverhalt, die schrecklichen Folgen des Verbrechens, möge schließlich der jedes noch so versteinerte Herz bewegende Vrief der ehrwürdigen Mutter Rathe- naus dazu dienen, die verpestete Luft, die Schwüle zu reinigen, daß das elend versinkende und schwer kranke deutsche Gemeinwesen der Gesundung entgegengeführt wird.
Zur Anwendung der strafrechtlichen Grundsätze führt der Präsident dann weiter aus, daß
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einem Plan eines Verbrechens eines Mordes. Kenntnis erhält, in die Verpflichtung hinein- kommt, die in dem Gesetz vorgeschriebene Anzeige äu erstatten, es sei denn, daß in einem Fall durch die weitere Entwicklung der Dinge die Anzeige zwecklos geworden ist, nämlich wenn es offenbar wird, daß der Plan des Verbrechens völlig auf- gegeben und die Ausführung gänzlich ausgeschlossen ist, die Anzeige also keinen Zweck mehr hat. So liegt aber im Vorliegenden die Sache nicht. Tillessen und Plaas sind vollkommen in den Mordplan eingeweiht gewesen, das Gericht hat Tillessen geglaubt, daß er sich bemühte, Kern den Mordplan auszureden, andererseits ist die Aeuherung Tillessen» als feststehend zu betrachten: Wenn Kern den Plan aussühren will, kann ich ihn nichi hindern. Tillessen hat nichts getan, um das Verbrechen praktisch zu verhindern Ganz ähnlich liegt der Fall bei Plaas. Das Gericht hat daher Anlaß genommen, sie nach tz 138 RStrGB zu bestrafen
— Margarete Bruch. „Liebes- wunder". Verlag Franz Schneider, Berlin SW. II und Leipzig — In diesen 6 Novellen offenbart sich eine Anmut irrtb Zartheit der Sprache und Empfindung, die nur einer wahren Dichteickeele eigen ist. Umrahmt von farbenprächtigen, phantasievollen Milieufchilderungen werden hier Lebensschicksale, zeugend von wuberhaftet Kraft und erschütternder Tragik, zu wundersamen Erlebnissen Theo Schleusner bat die bildhafte Wirkung dieser Märchenetzäblungen durch fein angepaßte Illustrationen erhöht.
— Gustav R 0 l 0 ff: Die Bilanz de» Ktieges. Verlag der ..Blauen Bücher", Kari Robert Langewieschc, Königstein im Taunus Auf Grund sorgfältigster Studien des zugänglichen Materials hat biet ein berufener Historiker die Vorgeschichte, den Verlauf und das Ergebnis des Krieges in großen Zügen und doch sachlich erschöpfend dargeslellt. Die rein objektive Wiedergabe ist in ihrer Anschaulichkeit geeignet. allen Volksschichten die weltgeschichtlichen Zusammenhänge, die zu dem gewaltigen Konflikte führten, klar zu machen, bietet zugleich aber auch der wissenschaftlichen Forschung wertvolle Unterlagen und Fingerzeige
— Römische Charakterköpfe Ein Weltbild in Biographien. Von Geheimen Regierungsrat Prof. Dr. Th. B i r t. 5. verbesserte Auflage. 356 Seiten und 6 Tafeln. Dirts Darstellungskunst ist unübertrefflich. Wie unmittelbar versteht er es doch, das Altertum im Lichte der Gegenwart zu zeigen und dem Leser zu der Erkenntnis zu helfen, daß zwischen Altertum und Gegenwart ein Gegensatz nicht besteht. Die römischen Eharakterköpfe zeigen den Aufstieg Roms zum Weltreich. Alle die glanzvollen Persönlichkeiten der römischen Geschichte, die Scipionen und die Gracchen. Marius und Sulla Pompesus und Cäsar und dann die Reihe der Cäsaren bis Marl Aurel werden durch Virts psychologische Kunst lebendig und wir sehen ihr Tun und Schaffen in seiner Bedeutung für das römische Volk.
— Neuere deutsche Literaturgeschichte, bearbeitet von Paul Me rker 'Verlag Friedrich Andreas Perthes, A.-G. Stuttgart-Gotha.
— Mein Weidmannsjahr. Iagd- kalender des Heger für das Jahr 1923. Veriug W. G Korn, Zcitschriften-Abteilunq, Breslau 1. — Gs ist nicht der Zweck des Kalenders, als Taschen- und Gebrauchskalender zu dienen, sondern vielmehr den Lesern aus der Fed.'r der besten Iagdfchriftsteller stammende Erzählungen und Beschreibungen jeglichen Inhalts zugänglich zu machen Diese Abl>andlungen werden allen Jägern Neues bringen und Anregung schaffen, während andererseitr die Reichhaltigkeit und V ci seitigkeit des Stoffes auch den Muhjäger den Kalender lieb machen wird
— Geschlechtskrankheiten und E 1) e von Univ.-Pros. Dr. v. Nottbasft Münch.n Max -Hesses Verlag, Berlin W. 12. Psvf Nolt- hasst gibt zunächst eine ausführliche Darstellung des so ungemein mannigfaltigen Krankheitsbiides der Geschlechtskrankheiten, verbreitet sich dann über die Bedeutung und Folgen der Geschlechtskrankheiten namentlich für die Ehe und bespricht ausführlich die Vorbeugungsmahregeln und den heutigen Stand der Behanolungsmethoden.
Der Gerichtshof hat Beihilfe angenommen, nicht Mittäterschaft. Er hat sich der subjektiven Theorie des Reichsgerichts angeschlossen. Gs kam darauf an, ob der Angeklagte die Tat als eigene betrachtet hat oder ob er sie als Tat eines andern fördern wollte. Die Tat entsprang Kem und seiner Anschauung und machte die Angeklagten zur Tat geneigt, doch aber nur als Gehilfen von Kern für dessen Mo^d- plan. Das ist unter Umständen die Kehrseite des Kadavergehorsams, daß er auch verbrecherische Vorsätze fordert. Im übrigen sind die Umstände der Tat die denkbar schwersten. In objektiver Hinsicht ist zu bedenken, daß es sich um einen Meuchelmord handelt, der die schwerste Schädigung des Gemeinwesens zur Folge hat. Unter diesen Umständen mußte
aus die Höch st zulässige Strafe 15 Jahre Zuchthaus —
erkannt werden. Das Verlangen der Verteidigung, die bürgerlichen Ehrenrechte nicht abzuerlenuen. ist als abschlägig erachtet worden. Lluch politische Verbrechen können gemein und ehrlos sein. Das trifft hier zu. Es handelt sich um einen feigen Meuchelmord. Cs kann dahingestellt sein, ob Pie Drohung Kerns Techow zur Mithilse veranlaht hat. Von (5nem Notstand Techows kann keine Rede fein. Er hätte am folgenden Morgen fortbleiben können. Auch bestand deshalb für Techow keine unmittelbare Gefahr für sein Leben. Er war als Student verbummelt. Er hat sich trotz seiner Jugend in Pcfl'ttische Dinge verstricken lassen. Nach all diesem ist ihm ehrlose Gesinnung festzustellen und mußte daher auf Ehrverlust erkannt werden.
Auch Hans Gerd Techow ist der Beihilfe zum Mord für schuldig zu erachten. Gr hat ihn planmäßig gefördert. Er hat die beiden Mörder mit Stuben rauch zusammen,gebracht. Er hat mit an den Beratungen im Rathaus 511 Sieglitz teilgenommen, wo Kern feinen festen Entschluß zum Mord bekanntgab. Er hat an den weiteren Beratungen und sogar an den Besprechungen sich beteiligt, die noch am Vorabend vor der Tat stattfanden Gr hat sich auch bereit erklärt, sonstige Hilfe zu leisten. Es kommt nicht daraus an, ob die falsche Autonummer zur Tat benutzt worden ist. Tatsache ist. daß der junge Techow eine falsche Nummer mit Reih-
ureau. nertrtlcn Hansa' off itijl dne in Kur- 1 Kurlaal Itn 2l>r- regt ®i« irbietui'* hier aas nutz "it im Son'
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5pop-Glühkörper?.Macke «DFeil" spanen laut teohn 1 sriieriUrLbajisuabiung M VMiM
Papiermark bei den meisten Transaktionen zu ersetzen. Der „Matin" berichtet, daß Bart Hou in eine Diskussion des Bradburhschen Vorschlages eingetreten sei und daß dieser nach Schluß der Diskussion mitgeteilt habe, daß er seinen Vorschlag heute der Oeffentlichkeit unterbreiten werde. Andererseits habe Darthou angekündigt, daß im Laufe der nächsten Woche die französische Regierung auch die Aufstellung eines voll- ftänoigen Planes über die Kontrolle Deutschlands und die Wiederherstellung seiner Finanzen vornehmen werde. ®er „Matin" sagt weiter, es sei das erste Mal, daß man sich nicht damit begnügen werde, innerhalb der Reparationskommission eine einzige These vvrzubringen, sondern man werde deren zwei vorlegen, die sich in gewissen Punkten widersprechen, so daß also die Meinungsverschiedenheiten offen zutage treten. Nach dem „Matin" würde, wenn man Brad- burys Vorschläge annehme, die Situation für 5 Zahre klar sein, so daß der Zusammentritt der Brüsseler Konferenz nicht mehr nötig sei. Wenn man dies bis zur letzten Konsequenz durchdenke, vermeide Großbritannien hierdurch, sich zu einer Konferenz zu begeben, auf der das ProÄem der interalliierten Schu lden aufgerollt werde und auf der sich gegen England etn Block seiner Gläubiger bilden könne. Die britische Regierung habe in den letzten Tagen versucht, die Konferenz von Brussel einzuschrän- ken, und hierauf, sie zu beseitigen. Der „Matin" wäre überrascht, wenn der'Plan Dradburys nicht dazu ausgedacht wäre, diese Politik zu erleichtern. Frankreich wünsche jedoch eine allgemeine Debatte in Brüssel. Es sei zu hoffen, daß Italien und Belgien die gleiche Ansicht hätten.
mit ausläirdischen Devj/en zu entschädigen, ohne die Inflation zu erhöben. 3. Zur Stabilisierung der Mark ist zu beschließen, die V roendung der Papiermark im Austausch wesentlich Herabzusehen und sie durch Goldmark zu ersehen. Es handele sich also einerseits darum, Deutschland von jeder direkten oder indirekten Geldzahlung für Reparationen auf die Dauer von 5 Jahren zu befreien, andererseits darum, die augenblickliche
Märkte.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin. 14 Okt. Wegen des Fehlens von Angebot aus erster Hand herrschte am Produkten- maitt eine feste Stimmung, wenn auch das Geschäft wegen andauernder Zurückhaltung der Käufer recht beschränkt blieb. Weizen stellte sich gegen gestern etwas teurer. Auch Roggen hatte feste Haltung. Von Gerste war gute Brauware sehr knapp vertreten Das Angebot in rumänischer Gerste begegnete keinem Interesse Haser war kaum zu haben. Für die feste Haltung von Mais war der Umstand von Bedeutung, daß Oktober- lieserunq von den Amerikanern wegen der Streik- verhältnissc vielfach zurückgekauft wird. Mehl hatte ein ruhigeres Geschäft. Das Angebot in Hülsenfrüchten ist außerordentlich gering. Futterstoffe wurden wenig umgeseht. Weizen märkischen 5800 - 5900 Ml. schlesischen 5750- 5800 Mk. (fester). Roggen, märkischen 5300—5400 Mk. pvm- mersch-n 5250—5350 Ml. (fester), Sommergerste 5750-5850 Ml.. Wintergerste 5200—5350 Ml. (fest), Hafer, märkischen 6000 —6050 Mk., pom° merschen 5850—5950 (fest), Mais, loco Berlin 5900 bis 6000 Mk. (fest), Weizenmehl (100 Kg.) 15 600 bis 16 600 Mk. (fester), Roggenmehl (100 Kg.) 14 0'0—15 000 Mk (ieftcr). Weizenkleie 2950 bis 3000 Mk. (fest». Roggenkleie 5920—3000 Mk. (fest», Raps 6800—7000 Mk, Viktoriaerbfen 8700—8900 Mk Rauhsutter: Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb 1300—1350 Mk., Haferstroh, drahtgeprehi 1300—1350 Mk-, Stroh, strvhseil- gcbünbelt 1300—1350 Ml. Wiesenheu, gut, gesund und trocken Vvrmahd 740—800 Mk„ Nachmahd 670—740 Mk.
Heule irachmttlag um 3 Uhr wurde im Rathe- rau-Prvzeh folgendes Urteil vertundet:
Ernst Werner Techow erhält wegen des Zerbrechens der Beihilfe zum Mord eine Zuchtsau s st r a f e von 15 Jahren unter Dber- icitnung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 103af)re.
Hans Gerd TechWw wegen des 2er- ^chens der Beihilfe zum Mord und des Der- -lehens der Begünstigung eine Gefängnis- it rafe von msgefamt 4 Jahren 1 Monat.
Günther wegen des Verbrech:n> de, Del- kilfe zum Mord un > des Vergehens der Degünsti- qung eine Zuchthausstrafe von 8 Jahren unter Aberkennung Der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre.
v. Salomon wegen Verbrechens der Bei- hillc zum Mord eine Zuchthaus strafe von ^Jahren unter Aberkennung dec bürgerlichen ährenrechic aus 5 Jahre.
Warnecke wird freig'-sprochen.
Niedrig erhält wegen Des Verbrechens der 'Beihilfe ,un Mord eine Zuchthausstrafe oti n 5 Jahren unter Merk nnung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre.
3tf cmann wird sre (gesprochen.
Hessen-Nassau.
fpd. Frankfurt a. M„ 15. Oft. Wenn die | Stadtverwaltung auf der Einführung der Schlemmer - und Nachthocker st euer be- rh6L tU der Streik aller Frankfurter 'S ast st ä t t e n unausbleiblich. Mit den Gast- rtrten haben sich am Samstag sämtliche hiesigen Kinobesiher und Variet6inhaber ■ alidarisch erklärt und ihrem Personal tnr- lorglicherweise gekündigt. Auch die A n g e st e l 1- renverchände des DastMirtsgewerbes gehen nil den Besitzern in diesem Falle Hand in Hand. Die wir hören, ist der Magistrat nicht gewillt. >on seinem Plane juiüit'atveten. Di Entscheidung r4d> am kommenden Donnerstag 1 allen und liegt tr der Hand der Stadtverordnetenversammlung, bereu Stnnmung geteilt ist.
fpd. Frankfurt a. M., 15. Olt. Der «chwere Aut omobilunfall zwischen Cron» lEal und Soden, der drei Menschenleben forderte. ,stnach den bisherigen ErmiU-^ungen auf Fa hr- ’ affig feit zuiückzusühren. Der Wagenführer Imhof hatte ohne Erlaubnis seines Herrn, , ineä hiesigen Hofrates, den Wagen zu einer I Acpielweinreise' durch die Taunusorte benutzt 111.3 dazu eine Anzahl Kollegen und eine Frau l.üigetaben. Bei dichtem Nebel fuhr morgens gegen .! Uhr der Wagen an einer abschüssigen Stelle ert an einem Heuwagen vorüber und wurde abet urngeworfen. Hierbei fanden drei Personen en sofortigen Tod. ein Herr wurde so schwer lerleyt, daß er sofort dem Lrpnbecger Kranken- raufe zugeführt werden mußte. Die übrigen er- । tten leichtem Verletzungen. Der Lenker Imhof < üdyivtc zunächst, sand sich aber im Laufe des ^ges bi seiner Wohnung ein und befindet sich in Etlicher Belxmdlung. Der Wagen selbst wurde nur leicht beschädigt. Wie schnell das Automobil Arabien ist, beweist die Tatsache, daß man an bem einen Kotflügel einen überfahrenen Hasen vtzrfand.
fpd. Frankfurt a. M., 15. Okt. In der )ladjt zum Samstag wurde auf den 22jährigen Rrafttoagenfü&rer !Th o m a an der Ecke Reuter- tixg und Gärtnerweg ein Schuß abgegeben. :er den jungen Mann tn den Rücken traf und ihn lebensgefährlich verletzte. Der öchuß soll von einem eifersüchtigen Kollegen ab- aegeben worden sein. - Im Stadtbezirk Frank- iirl erbeten Im zweiten Vierteljahr 30, im dritten Iieric'jahr 46 Personen durch Selbstmord. — 3m Stadtteil Obcrrad machte ein im Ruhestand lebender Lehrer seinem Leben durch 5r 11 ä n le n im Main ein Ende. Den gleichen 5vd suchte und fand am Samstag ein unbe-
hat Das Gericht hat die Annahme
plottes von organisierten Mörderbanden abge- lehnt und deshalb nicht angenommen, daß die Täter an der für sie bestimmten Stelle gestanden und gehandelt haben. Die Möglichkeit Dafür ist zwar vorhanden, ein Beweis ist jedoch nicht erbracht. Es kann aber keinem Zweifel unterliegen, daß der Mordplan mit voller Ueberlegung bei


