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«ich (Stoßen. ö» muß ßtor betont »erben, baß nach ber Lage ber Bebauung unb nach den Möglichkeiten ber nwberncn Technik biese Linie nicht in Höchst längs ber Ridda In ben Main einlaufen, sondern etwa in ber Richtung Gronau Bischofsheim ihren Fußpunkt zwischen Hanau unb Frankfurt, sehr günstig für bellen Osthafen, haben würbe Diese Linie FrankfurtGießen würbe nur 65 Kilometer absolute Länge haben, allo 27 Prvz. weniger als bic 83 Kilometer, welche Dr. Wehmar angiot. Alles, was er über bic Vorteile sagt, bie die Städte Mainz, Höchst, Frankfurt, Offenbach unb Hanau von einer Kanallinie über Kinzig Fulba haben würben, trifft auf bie Wetterauer Linie ebenfalls zu, unb zu ben genannten Städten würben noch Friedberg mit Manaan-Braun- kohlengruben, Rauheim, Butzbach mit seiner mäch­tig aufblühenden Schwerinbustrie bie Vorteile des Wasserweges genießen. Die Stäbte aber längs KinzigFulda, Gelnhausen, Fulda, Hersfeld unb Melsungen, werben an wirtschaftlicher Wichtig­keit weit von denen an der FuldaLahn-Linie überragt: Gießen, Weh la r mit den Buderusfchen Eisenwerken, Lollar mit deren Hütte, Marburg und Treysa. Kassel als belben Projekten gemein­sam scheidet beim Vergleich aus. Wenn Herr Dr. Weymar schreibt, daß der FuldaLahn »Kan al nicht konkurrenzfähig sei, weil schon Eisenbahnen aus .seinem Gebiet nach dem rheinischen 3nbu- strierevier erlliierten, so trifft dies ebenfalls auf den FuldaKinzig-Kanal und verallgemeinert wohl auf jeden Kanal zu.

Es ist dem FuldaLahn-Kanalverein nie eingefallen, seine beiden Strecken Koblenz GießenKassel und Frankfurt-GießenKassel als eine Verbindung zwischen Donau unb Weser anzugeben. Dafür £l ber WerraItz-Maln- Konal bei weitem die günstigste Lösung. Ab­gesehen bavon, baß er die kürzeste Linie zwischen Weser unb MainDonau barstellt, würde er ganz Thüringen und Oberfron Fen mit dessen Gisenerz- lagerstätten erschließeu. genau wie der Fulda Lahn-Kanal ganz Oberhessen mit dem Zentral­punkt Frankfurt unb bie reichen Bodenschätze von Nassau erschließt. Gegen die Erbauung dieser

beiden Kanäle wendet sich Herr Dr Wichmar mit bem Argument, baß ein Kanal, nämlich der Kompromiß KinzigFulda, kürzer sei als zwei. 3n Erwiderung darf ich aus einer andern Stelle des hier bestrittenen Aussätze» zitieren:GS dürfen nicht allein verkehrstechnische Gründe maßgebend sein, sondern in erster Linie wirtschaftliche." Es gilt nicht, bie kürzeste Linie zu finden, um über diese einen unbelebten Kanal, etwa für Renn­boote, zu bauen, sondern eS fragt sich, wo die größten Decke h rSm en gen liegen, wo Massenerzeu» gung ober -bedarf längs ber Wasserstraße zu erwarten ist und schließlich, wie deren Be­triebslänge sich stellt. Richt auf die absolute Länge, auf die Kilometer, wie man sie auf ber Karte abstechen kann, kommt eS an, fonbem auf die Betriebslänge, auf bie Zahl ber Kilometer, welche sich ergibt, wenn jede Llnterbrechung bes Kanals, jeder Aufenthalt für die Schiffahrt durch Schleusen, Schifsahrtstunnels oder dgl. als Zusatz- kilvmeter ben absoluten Entfernungen zugerechnet wirb. Dann hat nach ber ersten Autorität aus biesem Gebiete, bem verstorbenen Ministerial- birektor Sympher, der Weg von Franksurt- Osthafen nach Hann.-Münden trotz ungefähr gleicher absoluter Kilometerzahl über beide Linien eine Betriebslänge über Fulba von 536 Kilometer unb 468 Meter Höhenunterschied, über Weiterau nur 425Kilometer und nur 373Meter Höhenunter­schied. Da S ist ein Vorteil von nicht weniger als je 26 Proz. in Betriebs- länge unb Höhenunterschied zu - grinsten der Verbindung Frankfurt- Weser Über Gießen.

Herr Dr. Wehmar wendet sich zu ber Werra 3h-2mie unb macht sich daS Urteil einer fran­zösischen Handelskammer deS besetzten Gebietes KinzigFulda zu eigen. Einen Deutschen sollte gegen biese Linie und zugunsten der Linie aber daS Wort .einer französischen Handels­kammer höchstens zur Vorsicht mahnen; es könnte fein, baß bie Franzosen nur deshalb gegen die Werra3hMaln-Llnle sinb, weil diese zu weit außerhalb deS französischen Einslußbereichü liegt! Welter aber verrät daS französische Urteil durch­

aus rocht einen ..wirklichen Kanalpraktiker", denn es läßt einen bereits bestehenden Kanal­weg zwischen Weser und Main (la voie deja canaliste) nur für große Schiffe vertiefen, während dieser Kanalweg üoerhaupt noch nicht besteht. Die .französische Handelskammer" verwechselt äugen- fcheinlich die Verbindung WeserWerraMain mit der allerdings bestehenden kleinen alten Ver­bindung zwischen Donau und Main, dem Lud- wegekanal.

Der Aufsatz versucht dann durch Aufzählung der einzelnen Frachtgüter, nämlich Braunkohlen, Kali, Holz, Basalt, Kalk unb Sandsteine den Beweis zugunsten des KinzigFulda-Kanals gegenüber den beiden anderen Projekten zu führen. Rur hat über die vergessene Verbindung Gießen Frankfurt da- Kasseler Braunkohlen Hecken nach Frankflcrt unb Höchst einen kürzeren Weg in abso­luten wie in DetriebSkilomeiern, als über Fulda Kinzig. Die Dvaunkohlenvorkommen von Fulda unb Schlüchtern sinb. wie der Auftah selbst zu­gibt, minderwertiger; dann wirb man schon besser über die Lahn unb Wetterau bie bessere unb nach­haltigere Wester Wälder und Welterauer Braun­kohle ober solche auS der Ziegenhainer Gegend beranziehen! Wa» Kali betrifft, so Ist ber Abbau längS ber Werra erheblich bedeutender als längs der Fulda: wenn man also mit Dr. Weymar einen Seitenkanal zum Anschluß deS einen Vorkommens an das andere annimmt, scheint es doch richtiger, da- Kleinere an daS Größere anzuschließen, alS umgekehrt. Holz ist kein Rtassenariikel, im Sinne großen Verkehr»; 10 20 Festmeter geben nur einen Eisenbahnwagen an Gewicht; außerbem ftnbei es sich ebenso wie Kalk unb Sandstein .auch Im reichsten Maße läng» ber Lahn Fulda-Llnle, ersterer in ben ungezählten Kalköfen zwischen Diez unb Gießen, letzterer In der Marburger Gegend.

Wenn Herr Dr. Wehmar von ber 3nbustrle der Steine spricht, die au» feinem Kanalgebiet über Frankfurt nach au Ständischen Häfen gehen sollen, so kann sich da» wohl hauptsächlich auf Basalt beziehen; hier ist aber für das riesige Vorkommen des VogelSberges wie die un­

erschöpflichem in Hunderten von Brüchen au»* gebeuteten BafaMagern deS Westerwaldes der 'Weg über bie Lahn nach ben Auslandshäfen und dem großen Verbrauchsgebiet Holland bei weitem am besten.

Die Betriebslängen für die Schiffahrt stellen sich bei Lahn Fulda FrankfurtWetterau unb bei Werra3hMain günstiger al» bei der FuldaKinzig-Linie. Zrochtmengen sind auf die­sen beiden Qlnten in weit beträchtlicherem Um­fange zu erwarten, läng» ber Lahn durch Eisen­erze, Braunkohle. Kalk, Ton. Basalt, Holz, ©anb- ftein, ©dMDerinbuftrle von Wetzlar unb Butzbach, längs ber Werra namentlich bie Eisenerze von Oberfranken unb Kali. Auch in ber Erschlie­ßung vonWasferkrästen dürfte aus selten dieser beiden Linien der Vorteil gegenüber Kin­zig Fulda liegen. Die Baukosten sind für bie kurze Gabelung FuldaKinzig unb FuldaSinn vielleicht billiger al» für die belben anderen Linien, die schon bei Münden auseinanberzwel- gen. dafür aber auch einen viel größeren Sin- klußbeteich befruchten. Wa» man übrigens an Schwierigkeiten und Kosten Im Gebirge zwischen Schlüchtern und Fulda zu erwarten bat, das be­weist das Beispiel der Eisenbahn mit ber Spitz­kehre bei Elm, bas 50 Zähre dauerte, bl» man In einer 3ngenteurtat allerersten Range» und mit ungeheuren Kosten den Tunnel bei Flieden doch alS Ersatz durchführen mußte; bei dem Dau glaubte man auch gerade wie Dr. Wehmar heute für seinen Kanal, von dem Tunnel abfehen zu können. Sympher gibt al» Anhalts,Iffer für den Kilometer Kanal Tim Flachlande 600000 unb im gebirgigen Gelände 2 000 000 Doldmark al» Baukosten an.

Für die Großstadt Frankfurt selbst mit bent anschließenden ^Industriezentrum, auf die natür­lich jede» Projekt ben größten Wert legen muß, ist der Weg zur Weser über bie Wetterau billiger im Bau, kürzer unb billiger im De trieb unb mehr versprechend in ben Frachtmengen. WaS bleibt ba eigentlich noch für oas Kinzig Fulda-Drvjekt übrig al» ba» letale 3ntoressc von Delnyausen. Schlüchtern und Fulda?

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Der Oberbürgermeister. 3. V.; Dr. Fre y.

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Verband»- unb Unsallmeldestellen hat die Freiwillige SanitätSkolonne In Gießen bei den nachverzeichneten Mitgliedern ber Kolonne ein­gerichtet, worauf hierdurch besonder» hinaewiesen wird. Del vorkommenden älnsällen toetwe man sich an die nächstaelegene Stelle, In der im De- barfSfalle Rotverbände angelegt unb Anordnun­gen für weitere Hilfeleistungen getroffen werden. Harne . Wohnung: Rächst es Telephon:

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Heuchelbeimer Müdle. Abmarsch abb». 8 Uhr Bahnbrücke. 4663

1.8. fielet Viktoria.

Bekanntmachung.

Mit Rücksicht aus die bei trockener Witterung bestehende Gefahr der Entstehung von Wald- b r ä n d e n mache ich darauf aufmerksam, daß c» verboten ist, mit unverwahrtem Feuer oder Licht einen Wald zu betreten, sich diesem zu nähern oder in der Rahe eine» Walde» Feuer anzu- zünden. 4640B

Gießen, den 5. Mai 1922.

Der Oberbürgermeister. 3.2.: vr. R o s e n b e r g.

Stadt. Arbeitsamt (dienen

Liebigftratze 16, Teleph. 2054.

E» rönnen elnnerteflt werden:

m. bei biennen *2lrbcUeeUern: 1 Schneider, ein Bhotograoh, mehrere Former, 2 Stetnhauer, 1 yikUrtcr, 1 Wagenlackierer.

Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Kaufmann, 2 Blaser, 1 Lackierer, 1 ilhrmacher, 1 Pdotogravh, ein Polsterer, 2 Bilder rahmen macker, 1 Steinbild- bauer. 1 Sielnhaner, 1 Dachdecker, 2 Bäcker, 1 Metzger, 2 Svengler und Fnstallaieure, 2 Buch­binder, 2 Schriftsetzer, 1 Stukkateur, 2 Wagner, 2 Schmiede, 1 Wagen- und Autoschlosser, 1 Kellner, 1 Schuhmacher, 1 Weißbinder, 1 Schlosser.

b. bei answartlaen Arbeitgebern: 2 Steinmetze, 10 Nauer, 1 Sicinbildhauer, 1 Autogenschweißer, 1 landwirtschaftlicher Eleve, 2 Schneider, 1 Satt­ler, 1 Schmied, 1 Tavezier und Polsterer, ein Slfenr. 2 Zigarren- und Wickelmacher, mehrere eistdinder u. -lustreicher, mehrere Maurer, zwei Gärtner. 1 Schioster, ein Sattler und Volsterer, 1 Elektromonteur, 1 Installateur, 1 Bäcker, cm Müller, 2 Schreiner.

Lebrttnae: 1 Glaser, 1 Schreiner, 1 yrifeur, ein Schlouer, 1 Svengler u. Jnitallateur, 1 Zigarren- sortierer, 1 Gärtner.

y» suchen 'Arbeit: Kansleute. Schreiber unb Neiseude, Vacker, Hausbursckeu unb AuSläuser, Diaschinenlchlo'ser. Bausckioster, Schubmacker, 1 oerb. binbm. Knecht. 1 Krankenpfleger, 1 Sattler. 1 Politerer, 'Zäcker unb Pleyger. Kellner, 1 Küfer, 1 ve>b- Hofmeister. 1 Mechaniker. 2 Dreher, ein Ovtiker. 1 Clcnfeocr. 1 Hing. Schmied, 2 Buch­binder, Mechaniker. 1 Wagt'er, 1 Müller. 1 Zn- itallateur unb Svengler, 1 «tonteur, Maschinisten unb Heizer. 1 Schleifer, 3 STraftfabrer, Bauhilf». arbeiter, Erdarbeiter.

Lehrlinge: 3 Elektromonteure, 1 Elektrotechniker.

3 Autoschlosser. 2 Maschinenschlosser, 1 Mechaniker, 2 Kauileute, 2 Schlosser.

KeleaenbeitSarbeiten werben ebenfalls entgegen- genommen.

Weibliche 9lb teil nttflt

Oft fänneit eingestellt werden:

n. bei biesigett Arbeitgebern: Mädchen für tags- ftber, Tienitmäbdten, Vauffraaen unb -mädchen für vtr.tclne Tage, nichtige Alletnutädchen. 2 Küchen- mnbcken, 1 Lnltze, 1 Kasfeeköchin, 1 Köchin.

b, bei auswartiaen Arbeitgebern: 2 landwirt­schaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein- mädchen. Ziininertnädchen. ziüchenmädchen. xroel vauSbältcTinnen, 2 Servierfräulein, 1 Köchln für Hotel, 1 Kafieeköchin.

(T4 suchen Tlrbeit: 2 Berkäuserinnen, 3 Wasch- trauen, einige Vauffrauert auch für NachmittagS- besck'istiqung, Mädchen s. tagsüber, 2Biiglerinnen, 1 Schneiderin al« Bethilse zu Schneiderin, »tuet Verkäuferinnenlebrmadchen, 1 Flickerin, 1 Kon­toristin, 1 Silfeitfrftitlein, 1 Haushälterin.

Di- Berufsberatung und Rrdeits 'Vermitt­lung für Musiker fintzet werktags von 10 bi» 18 Ubr ftotu 4641B

Onhnffan Hauptfeier: Sonntag, 14. Mai, 8 Uhr, duliUUüll Schülerfeier: Samstag, 13. Mai, 8 Uhr.

fiQUernhofm «suptfeier \ Donnerstag, 18. Mai, yaliSrilllghil Schülerfeier | 8 ? Uhr.

8 Hauptfeier: Sonntag 21. Mai, 8 Uhr,

LUliuUl I Schülerfeier: Samstag, 20. Mal, 8 Uhr.

Priinhorfl Hauptfeier: Himmelfahrtfeet, 8 Uhr, blUIIUBiy Schülerfeier: Mittwoch, 24. Mai, 8 Uhr.

Hauptfeier: Sonntag, 28. Mai, 8 Uhr, mdluiU Schülerfeier: Samstag, 27. Mai, 8 Uhr.