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die
1921 1 835 300.
Ernennung
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Öünger
gewinnen.
R. H.
Die javanische Dühnrnkunst von heute.
> Stoffe» »u ringen. Weniger Qdegenäeii ,u. fficn
Die Arbeitslosen in (^nglarrd.
London, 7. Jan. (WTB.) Wie
zu Rodau, Kreis Dieburg, eine evangelischen Lehrer zu besetzende in Raibach, Kreis Dieburg, eine evangelischen Lehrer zu besetzende zu Billingen, Kreis Gießen.
Schulstelle mit einem Schulstelle mit einem Schulstelle
Gleichzeitig sanden in 2 Wahllokalen in Tietzen und Lich die Wahlen für den Landkreis (Sichen statt. Auf unsere höfliche telephonische Anfrage bei dein zuständigen Wahlleiter nach dem Ergebnis wurde uns sehr kurz ange Hunden mitgctcilf, die Resultate mühten erst von der Wahlkommission geprüft werden. Mehr war nicht herauszubringen.
Der Friede mit Irland.
-„London, 8. San. (WTB.) Die gestrige Abstimmung des Sinnfein-Parlaments in Dublin über den englisch-irischen Vertrag, die eine Mehrheit von sieben Stimmen
Der amerikanische Botschafter in Berlin.
«acmcnrarc Vorsichtsmaßnahme nicht ergreife, werde man dem Chaos verfallen. Aber die Rachrichten aus Cannes r-’Men ja an, daß diese Vorsicht.m^hnahine ergriffen werden solle.
Das „Journal des Debats" sagt, indem es von einer Inszenierung in Cannes spricht. cS werde immer klarer, daß Driand in London aus- gedehntere Verpflichtungen übernommen habe, als er dem franzöflfchen Parlament eingestanden hätte und daß die Verhandlungen von Cannes dem französischen Volke aus ilmtoegen ein im voraus geregeltes Programm zur Annahme empfehlen soll. Die wahre Triebfeder der Handelsfreiheit hinter den Kulissen, das sei derDeat-
rott an. Vriands Rücktrstt würde v n Stand- punki des europäischen Wiederaufbaus keineswegs verhängnisvoll sein. Poincare würde mehr Aussicht fxitzn, die französische Kammer bet einem Friedens Vorschlag mit sich zu f-h.en. da er gröberen Einfluß auf die Reaktionäre in der Kammer habe
Der Sonderberichterstatter des .Weekly D i s p a t s ch" in Cannes meldet, die Unterredung zwischen Lloyd George und Driand über die Frage der Sicherheit Frankreichs und die Frage einer englisch-französischen Allianz hätten zu einem weitreichenden System vonGaran- 6 tien geführt, die Großbritannien für die Sicher- j heit Frankreichs anbieten werde. Das Wort «Allianz" werde wahrscheinlich nicht gebraucht , werden Eine Derftärfte Entente werde jedoch praktisch auf einen Bündnisvertrag hinauslausen.
Lord Derby schreibt im „Sunday Erpreß", ein Bündnis zwischen England und Frankreich zu Derteidigungszwecken würde der sicherste Weg sein, um Frankreich zu überreden, sich Engla:ids Ansicht auf Einschränkung, vielleicht sogar Abschaffung ter Unterseeboote anzu chliel en. — De englischen Blätter westen aus den Argwohn hin, der in einem Teil der französischen Presse gegenüber der Konferenz in Cannes zum Ausdruck gebracht wird.
Im Theaterleben des modernen Japan rin gen moderne europäische Einflüsse mit der ur
Gietzener Konzertverein.
Georg Kulenkampff-Post (Berlin): Violine und Walter Rehberg (Mannheim): Klavier.
*• Freie Lehrerstellen. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle in A o r d h e i m, Kreis Bensheim, zwei mit evangelischen Lehrenr zu besetzende Lehrerstellen'in Hühnlein, Kreis Bensheim, eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstclle in Bürstadt, Kreis Bensheim, eine Lehrer- stelle an der katholischen Volksschule zu Groh-Zimmern, Kreis Dieburg. die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende
zu kräftig für die Darstellung einer vornehmen japanischen Dame. Aber die Begleitung eines Gesanges durch mimischen Tan- gehört zur elementaren Schulung der Kabuki-Schauspieler: die Japanerinnen sind in der Regel von zu kleinem Wuchs und die Entwicklung ihrer Muskeln zu schwächlich, um Grazie und Kraft in Haltung und körperlicher Darstellung zu vereinen. Darum zeigen auch die Farbenholzschnitte die Javanerinnen gewöhnlich sehr grob, da sie ursprünglich Bühnenfiguren Wiedergaben." Erst feit 1836 erwarben sich Schauspieler gesellscha.t'ichen Rang, als sie vor den kaiserlichen Majestäten spielen durften, und zu den „modernen" Schauspielertruppen gehören jetzt oft Schauspielerinnen. Eine andere Eigentümlichkeit des japanischen Voll's- stückes ist der Chorsänger, der zusammen mit einem Samisen-Spieleri für die Zuschauer unsichtbar, seitlich von der Bühne sitzt, und einen tie Empfindungen und Situationen beschreibenden Text vorträgt. Diese Einrichtung. die unmittelbar vorn Marionettentheater herzuleiten ist, patzt zu der grotesken Ucbcrtreibung des Gesuch sausdrucks unb den steifen Stellungen, die ebenfalls noch mit dem alten Puppensviel zusammenhängen. Die modernen europäischm Stücke, soweit sie in Japan aufgeführt wurden, bettachtet man e')cr als eine intellektuelle Unterhaltung, denn als eine Sache der .Kunst. Selbst bei den besten Kabuki-Schauspielern sind die geistigen Fähigkeiten nur mäßig entwickelt, weil diese ganze Darstellungssorm durchaus unpersönlich ist und viel mehr Wert legt auf schönen Tanz und ausdrucksvolle Gesten, auf die Anordnung von Blumen und die Vor-' fühcung der berühmten Tee-Zeremonie. Es must daher eine ganz neue Schauspielergeneration entstehen, um die Reform der japanischen Dübne durch,zusühren, die an dem veralteten Kabuki- Stil nicht mehr fest halten kann. Rur ganz allmählich wird sich ein Typ von Bühnenstücken und Schauspielern herausbilden, bei denen europäischer Geist mit japanischer Tradition zur Einheit verschmilzt. D.
Berlin, 7. San. Die
dem kulturellen Leben des Mikadoreiches, aber die Gegensätze sind hier viel schroffer und unausgeglichener, als es sonst tn diesem Reich der Fall ist. das in politischer und wirtschaftlicher Beziehung sich die Methoden des Abendlandes so geschickt angeeignet hat. Ueber die höchst verwickelten Bühnenverhältnisse Japans macht ein japanischer Theaterkritiker im „Blauen Heft" interessante Mitteilungen. Es gibt im japanischen Theater .gegenwärtig drei verschiedene Bühnen- stile. Der eine ist das altjapanische Kabuki-Melo- drama, der zweite ist die sog. „Reue Schule", die vor 3J Jahren zum erstenmal hervortrat und eine realistische Schilderung des japanischen Lebens erstrebt. Der dritte Bühnenstil, der sog. „moderne", begann mit dem Versuch, die Meisterwerke Shakespeares und anderer Europäer in javanischem Gewände aufZuführon und überhaupt den Geist der europäischen Bühne mit der Kabuki-Technik zu verschmelzen. Bei der Zähigkeit, mit der das japanische Volk an seiner alten nationalen Kunst festhält, wird der Stil dec alten Kabuki- oder Volksbühne sicherlich die Grundlage auch für einen modernen Stil des japanischen Theaters bleiben müssen. Wenn diese Reform durchgeseht ist. bann wird das alte Kabuki wahrscheinlich ebenso der Geschichte angehören, wie es heute schon mit dem Ro-Drama der Fall ist. dem alten klassischen Bühnenstück Japans, das heute nur noch von einer kleinen Anzahl von Sonderlingen gepflegt wird. Das jetzt noch so beliebte Volksdrama in Japan, das Kabuki, ist aus dem „Onna Kabuki" hervorgegangen, einem Melodrama, in dem ursprünglich Schauspiele.innen beschäftigt waren. Diese Schauspielerinnen standen mit Bettlern und Vagabunden auf einer Stufe, und die Behörden erlichen gegen sie ein Verbot, worauf th Schauspielerinnen durch Knaben erseht wurden. Aber auch den Knaben wurde das Auftreten auf der Bühne verboten, und so waren nur noch erwachsene Männer als Schauspieler zugelassen. ! Diese Verwendung männlicher Schauspieler in weiblichen Rollen ist noch immer eine wesentliche Eigenart deS Kabuki-Spiels. ..Ihre sonderbare Falsettsprache klingt unnatürlich," tagt der Verfasser, ..und ihr Hals ist meist
Jur Einwanderung nach den Vereinigten Staaten.
Aus Reuyork wird dem Deutschen Ausland- Institut unter dem 11. Dezenter geschrieben:
„Im Kongretz hat jetzt der Vorsitzende des Einwande u gZ-Komi ees im Repräsentantenhaue, dec A.g ordnete Johnson vom Staate Washington, ken Antrag sic Pafsieiaing eines Gesetzes gestellt, welches praktisch die ganze Einwanderung für die Dauer von drei Jahren verbieten würde.
Es sol en nur Gatten, Frauen oder minder- tahttge Ki dr von natu alliier en Bü gern oder ■-e jenigec Ausländer zugelasse.a werden, tvebhe Drei Iah e in den Vereinigten Staaten gewohnt haben und ihre Absicht erklärt haben, Bürger ter Verci igien Staa.en zu werden, mit anderen ODorten ihre ersten Papiere herausgenommen haben, wie der landläufige Ausdruck lautet
Herr Johnson beg.ündet seinen Antrag damit, datz unter dem jetzigen Ge,etz, das bekannt-
Alancan Bigvlow Houghtons durch Harding zum amerikanischen Bvt° sch after in Berlin wird als endgültig meldet.
Ans St<rÄL und ßtmb*
Gi ehen, den 9. Ian. 1922.
Die Wahlen zur AngcstellLcn- vcrsichernng.
Bei der gestrigen Wahl.der Vertrauens- manner unb Ersatzmänner zur Angestclltenre.siwe- rung für den Bezirk Gietzen-St-.idi waren 362 Pylonen erschienen. Von ihnen wurden au5 verschiedenen Gründen 12 zurückgewiesen, so datz 350 Stimmen abgegeben wurden, die sich, wie folgt verteilen:
Liste A (Deutschnationaler Handlungsgehilfenver- banb): ' 14Q
Liste B (Gewerkschaftsbund der Angestellten): 62 Liste C (Allg. Freier Angestellten-Dund): 118
Es entfallen danach auf Liste A 1 Vertrauens, mann und 3 Ersatzmänner, auf B 1 Vertrauens-- mann und 1 Ersatzmann, auf C 1 Vertrauensmann und 2 Ersatzmänner. Gewählt sind von Liste A Buchhalter Friedrich Heinrich, Friedrich Hirsch. Heinrich Wahl und Auaust Hauck: von B Franz Funk und Ernst Klotz: von C Heinrich Stimmer, Georg Grünig und Robert Wetter.
Bon den Arbeitgebern war nur eine Vorschlagsliste eingereicht wurden. Es fand daher bei dieser Gruppe keine Wahlhandlung statt: die Vorgeschlagenen gelten vielmehr in der Reihenfolge des Vorschlages für gewählt.
Entfaltung des neuen Geistes gaben die Variationen über die Arietta. Hier gelangen Rehberg entzückende Feinheiten. Einen vorzüglichen Helfer gegenüber jenen Gefahren hat er sich weiterhin selbst gesucht in den Variationen der Drahmsschen Händelstudie op. 21, deren wiewohl zuweilen von Besinnlichkeit durchbrochene, doch im ganzen frisch- fröhliche Art den Künstler zur Schlichtheit zwang. Hier klang auch zum Schluß das Starkspiel rund und voll. Dagegen ward die etwas übermässige Fuge für Rehberg wieder zu einer Versuchung
Tae Kunst des Geigers entfaltete sich tm Laufe des Abends ?u einer nur v n den Auserlesenen erreichten Höhe. Regers rastloses Hm» herirren im Reiche der Harmonien macht es nicht leicht, mitzuaehen: zumal, wenn die Tiol-ne alleiniger Führer ist. Aber die Sonate op. 91, im Schlußsatz übrigens von gewinnender Vornehmheit, ist jedenfalls ein schwer er'e-bares Probestück, um so erstaunliche Fähigkeiten wie die Ku len kampff-Posts zu bewähren. Sem Ton bat einen bestrickenden Leuchtglanz und eine Festigkeit und Stärke, welche bereits an die abschließende Gröhe heranreicht. Der Höhepunkt des Abends war Richard Strauß' Sonate op 18 Hier gaben beide Künstler ihr Bestes und brachten alte Bedenken ggc-n das Schaffen des Meisters für dieses Mal zum völligen Verstummen. Rur die reichliche Verwendung von gebrochenen Akkorden -um Schmuck darf, wenn man sie dem unsterblichen Felix Mendelssohn-Dartholdy zum Vorwurf zu machen pflegt, auch hier nicht unbemerkt bleiben. 3m übrigen ist Sträub’ Werk besonders in dem ganz herrlichen ersten Satze von demselben hinreißenden Schwung und betäubenden Stimmungsrausch erfüllt, wie er dem grandiosen Sang „Heimliche Aufforderung" den Kranz der ilnoergäng- lichkeit verleiht. — Der während des Mittelsahes geübte Brauch, die Garderobentätigkeit im Kon- zertsaal vonwegzunehmen, wird hoffentlich keine
Der Parteitag der Unabhängigen.
Leipzig, 8. Zan. (WTB) Der Parteitag der äl S. P. D. trat heute hier zusammen. Partrnvmsi'eader Crrspren be5eit.net als Aufgaben dieses zweiten Parteitag es die Steuerfragen, d'.e Koalitionspolttik und die Einigung des Proletariats. Zu Vorsitzenden wurden einstimmig der Reichstagsabgeordnete Dittmann und Seeger- Leipzig gewählt. Dittmann begrühte die er» schiene"en Ausländ"-Gmmbach-Frankreich Becker- Luxe mb rg. Ayl s E.nc l nd, R.'n h-ir.-Sc! w-'z Professor Ballod-Lettland, Hillebrand-Tschechoslowakei, Abramowitsch-Ruhland und Friedrich Adler - Deutsch-Oesterreich, die mit lebhaftem Händeklatschen empfangen wurden. Hierauf über- brachten die Vertreter der einzelnen Länder die Grütze ihrer Parteigenossen.
Blätter melden, betrug die Zahl der Ar beitSlosen in England am 31. Dezem ber 1921 1 835 300.
fche. Er werde nicht zögern, auf der Szene zu erscheinen, denn der Oberste Rat habe sich gestern entschlossen, ihn nach Cannes zu berufen. Der große deutsche Gedanke, der Marschall Hindenburg und den Reichskanzler t h beseele, sei auf dem Wege zur Verwirklichung: Rußland solle der Ausbeutung des Deutschen Reiches überliefert werden.
Gießen, den 8. Januar 1922.
Das Zusammenfinden der beiden Künstlernaturen dieses Abends ist zu begrüßen. Die Programmauswahl verriet beiderseits gründliches Studium und gediegenen Geschmack, die Aus- füh-mng technische Sicherheit und rhythmische ©e- wlslenhaftigkcit in gleich hohem Maße. Daß das glühende Temperament, von dem beide beseelt sind, bet dem Geiger mehr der Sonnenseite, bei bem Pianisten mehr dem Dunkel zugeneigt ist, bedeutet nur eine wertvolle gegenseitige Ergänzung. Die stark subjektive Rote der Auffassung, welche das Beethooenspiel des Pianisten charcck- terisierie, ist auch dem Geiger nicht fremd, wie der Vortrag des zur Einspielung dienenden Vttali- fchen S.uckes zeigte.
Walter Re Hb er gs sicherlich bedeutende ptantsttsche Leistung wurde beeinträchtigt durch das Deftreben, dem Dargebotenen möglichst viel von Der eigenen Persönlichkeit mitzugeben Zwar der Gegenwartsauffassung, welche neulich einen anerkannten Musikschriftsteller dazu verleitet hat in arger Verkennung der Aufgabe des nachschaf- fenben Künstlers die objektive Wiedergabe von Beethoven. Brahms, Chopin als Wiederkäuen zu mißdeuten, wurde entsprochen. Aber eine klassische Sonate läßt sich nicht aufführen wie eine Ober. Beethoven litt. Das Pathos des Anfangs- fatzes feines letzten großen Klavierwerkes op 111 wurde zerhackt. Die elementare Wucht des Themas wurde zerschlissen, der Zusammenhang der Tonsprache aufgelöst. Unb für das schöne Können Rehbergs birgt biefe Eigenmacht erheb- liche Gefahren. Das Forte, das im Vorjahre unter ungünstigen akustischen Verhältnissen nicht zur Geltung kam, war nun da: aber es ist keineswegs frei von Härte. Der ganze Anschlag nimmt leicht, etwas Stoßendes an, die dynamischen JUebergänge werden zu merklich Ja, es entsteht der am wenigsten gewünschte Eindruck, als habe Rehberg in harter Arbeit mit dem T. tznisck/.u
Die englische Presse.
London, 8. Jan. (WTB) Die auf die Initiative der britischen Delegation in Cannes gurückzu führende Einladung des Obersten Rates an die deutsche Regierung. Vertreter Deutschlands nach Paris zu entsenden, die sich für Eannes bereithalten sollen, wird von der Presse eingehend besprochen. — „Sunday Times" schreibt. nur wenige Seite bi ss i s des K .nals würden die an die deutsche Regierung gerichtete Einladung nicht billigen. Dettschland sei die größte Handelsmacht aus dem Kontinent. und kein Wiederaufbauplan könne erfolgreich fein, der zum Ziele habe, Deutschland in einem Zustand der Knechtschaft zu halten.
Der Berichterstatter des „Weeklh Dispatsch" in Cannes drahtet, baß die unerwartete Einladung an Deutschland wahrscheinlich zu einer Verlängerung der Konferenz f ihren werde. Die Ansichten der Franzosen und Belgier auf der einen und der Engländer auf der anderen Seite feinen für den Augenblick nicht in Einklang miteinander zu bringen.
Sine „Erchange"-Meldung aus Cannes besagt, Briand habe sich der Einladung der deut- scheu Te ckreter nach Cannes wieset mit ber Begründu ig, es sei nnmög ich, die D ut ch.m zu berufen, bevor sich die Alliierten selbst nicht in Uebereinftimmung befänden.
Der Sonderberichterstatter d^ „Obf erber" in Cannes meld t, man übertreibe nicht, we- n man sage, das der gesamte Erfolg des Planes von der ehrlichen Absicht Frank eichs abhänge, sowohl dem Geist als auch dem Buchstaben nach die in Cannes gefaxten Beschlüße a^zunehn? n. Liebe.- Briands Stellung m [b t b r i e- richterstatter, die gesamte französitche rffen [U;e Meinung sehe Bria id als p 0 l i t i s ch b a n t e -
lich die Einwanderung aus jedem Lande auf 3 Prozent der in den Vereinigten Staaten wohnenden Stammesgenossen des telreffcnben Auswanderungslandes begrenzt, die grössten Betrügereien Vorkommen. Auch könnten es die Vereinigten Staaten nicht länger mit ansehen, daß lwwi.se Länder denjenigen ihrer Bürger mit Vor- liebe Pässe geben die sie geen los sein möchten. Er behauptet, daß speziell ein Land Pässe aus- stellt, worin ausbrück ich gewa.nt wird, daß dem Bettefsenben die Rückkehr in sein Heimatland verboten ist.
Rach einem Bericht des Aitzeitsdepaitemhnts wurden im Oktober mehr Deutsche naturalisiert, als Einwanderer von irgendeinem anderen Lande', wo.ei allerdiiigZ berücksichtigt wecken muh, was in dem offiziellen Bericht nicht brinsteht, daß es sich- hier um Deutsche handelt, die ihre ersten Papiere lange vor der Kriegserklä ung der Vereinigten Staaten herausgenommen hatten und natürlich während des Kckeges nicht Bürger werden durften: dieselben drängen sich jetzt al e heran, um die endgültigen Bürgerrechte zu erhalten, und so kommt es. daß ihre Zahl unverhältnismäßig groß erscheint. Als Ausgleich wi b man in den u^-chsten r.tcct Zähren keine Deutschen in den Raturalisieiungsge ich!en finden.
Zm Oktober erlangten ih e endvültigen Bürgerrechte: 2439 Deutsche, 2234 Italiener, Großbritannien und Besitzungen außer Kanada 2032 (hauptsää.l ch Irländer), 1332 Polen, 1233 Russen, 92 F anzo'en. 233 Türken, 15 Spanier. 633 Schwe- den, 338 Oiorlvegcr, 127 Finnen und 222 Griechen.
(£3 mag hier übrigens auf die Cischwerunven kurz hing.-wiesen we den, welcher sich manch: Richter befleißigen, wenn es sich um die Raturali- lie.ung von Deutschen handelt. Während die richterliche 'Mühle mit Hochdruck arbeitet, wenn es sich um die Raturalisierung von Italienern Sv- riern oder Griechen usw. handelt, wird z B. von einzelnen Richterm dem deutschen Kandidaten die Frage vvrpelegt, wie viel Li. eity bonds Kriegsanleihe er gekauft habe. Hat der Mann keine gelaust, so wird er einfach abgck.'hnt ja einzelne Richter treiben dies so weit, daß sie Leuten das Bürgen echt verweigern, die nicht Bonds von icber einzelneß Anleihe gekau t haben.
Die Richter ziehen gar nicht in Betracht, daß Deutsche, die im Hahre 1914 hier ankamen, noch deutsche Bürger waren, daß sie während des Krieges iri: feindliche Ausländer behandelt wurden. trotz b:r Tatsache, baß sie ih e ersten Papiere he: ausgenommen Hatten, baß viele i iternie t wurden, von cl.cn auf der Polizei die Fingerabdrücke genommen wurden usw., und baß sie gar nicht auf den Gedanken kommen konnten, daß die Herausnahme ter ersten Papie e ihnen Rechte oder Verpflichtungen als amerisa'i'che Bü grr ver- l eh. Spenell <tn Aiter stell! sich aber einfach au, den Standpunkt, da': ein Deutscher, ber reine amerikanisch, '.''.icgsanleih? lauste, -ein amerikanischer Patriot ist und niemals ein guter Burger werden kann."
ergab, fand unter groncr Erregung statt. ‘^>cr Sprecher teilte bas Ergebnis zuerst in jaelischer unb bann in englischer Sprache mit. Die Rachricht erreichte bald die vor dem Gebäude wartende Menge, die in große Deisa.'lskündgebungen ausbrach. de VaI er a teilte dem Sinnfein-Parla- ment formell seinen Rücktritt mit unb erklärte, er werde heute eine Versammlung seiner Anhänger abhalten. Laut „Äeekly Dispatch" isttde Valeras natürlicher Rachfolger Griffith, der Führer der Rat f ckationspartei. Die Rachricht von dem Beschluß des Sinnfein-Parlaments wurde In London, sobald sie in den großen politischen Klubs. Theatern usw. bel'amit wurde, m i t grober Genugtuung ausgenommen Man erwartet, daß die Bildung einer neuen irischen Regierung in einigen Tagen mitgeteilt wird. 5)ie Presse teilt die allgemeine Zufriedenheit. „Weekly Dispatch" sagt, wenn die Mehrheit, die im Dail Gireann abgestimmt habe, auch gering sei, so herrsche doch kein Zweifel darüber, daß bie große Mehrheit bes irischen Volkes sich nach dem Frieden sehne und der Annahme des Vertrages zu- stimme. „Sunday Expreß" schreibt, bie" freien Rationen des britischen Gemeinwesens hießen den irischen Freistaat willkommen. „Sunday Times" schreibt, es bestehe fein Zweifel darüber, daß die geringe Mehrheit die Ansichten des irischen Volkes nur ungenügend zum Ausdruck bringe.
Dublin. 7. San. (WTB.) De Va- l e r a hat seine Rücktrittserklärung zurückgezogen. Er bleibt vorläufig im Amte.
** Zur Förderung der Leibesübungen. Das Landesamt für das Dil- dungswesen gibt zwei Erlasse bekannt, die es in der Frage der körperlichen Ausbildung an die Studierenden der Technischen Hoatzschulen, wie an die Lehrer sämtlicher Schulen gerichtet, in dem besonders auf die Heranziehung der jungen Lehrkräfte zum Turnunterricht, Beitritt zu den Turnvereinen hingewiesen und bei den Meldungen um Zulassung zum Borbereitungsdienst für das höhere Lehramt stets Angaben der Anwärter über die körperliche Ausbildung während des Studiums verlangt werden.
* Das Rodeln im Kreise Gießen. Das Polizeiamt Gießen bringt nachstehende Verordnung erneut zur Kenntnis: Auf allen Rodelbahnen int Kreise Gießen dürfen nur Rodelschlitten, die mit höchstens zwei Personen besetzt sind, benutzt werden. Bobsleighs sind unbedingt ausgeschlossen. Ebenso ist das An- cinanderhängen mehrerer und das Benutzen schadhafter Rodelschlitten verboten. Das Rodeln auf sämtlichen Kreisstraßen des Kreises sowie das Kreuzen chaussierter Fahrbahnen mit Rodelschlitten ist verboten. Innerhalb der Stadt Gießen und der Ortschaften des Kreises ist das Rodeln auf öfs. Glichen Straßen, Wegen und Plätzen, insbesondere auf deren Fußsteigen, gänzlich verboten.
Vornotrzcn.
— Tageskalender für Montag: Hotel Großherzog. 8’ < Ahr: Oeffentliche Be- amtenversammlung der Demobrati^ctzen Partei. — Moria-Lichtsviele, ab beute bis einichliehlich Mittwoch, „Goliath Armstrong" und „Sträflings- Ketten". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, ab heute bis einschließlich Donnerstag: „Das große Radiumgeheimnis". 4. Teil: „Der Llebersall auf den Stahltresor" und „Die Geliebte des Grafen Darenne".
Lasrdkreis^ief;cn.
Lollar, 8. Ian. Die Hessische Landes ^Wanderbühne, die in der letzten Zeit in verschiedenen Ortschaften unserer näheren Umgebung erfolgreiche Gastspiele gab, wird dahier am Donnerstag, dem 12. Januar, einen Theaterabend veranstalten: zur Darstellung gelangt das Lustspiel „Der Herr Senator" von Schönthan und Kadelburg.
Kreis LauLerbacks.
zl Lauterbach, 8. Han. Ein gemein sames ® r a b erhielt das Ehcpaar K. Reith in Großen-Lüder. Die Eheleute starben an einem Ta^e wenige Stunden nach ei ea :der, nachdem fie vor zwei Jahren ihre Goldene Hochzerr hatten feiern können.
—■ Lauterbach, 8. 3an. Die Grippe tritt hier de.art stark auf, datz die Schulen noch immer geschlossen sind.
Schlitz, 8. Can. De Hessische Can» deswanderbÜhne gab am Donners.'äg in
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