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Dmd nirt Verlag: vrShl'sche U«iv.-Vuch- und Steinöruderei R. Lange. Zchriftlettnng, Geschäftsstelle und vruckerei: Zchuisttaße 7.

neuen Erkenntnis; seine führenden Männer

Eine

Eine Kanzlerrede

fer besteigt, alle wilde Kriegsmalerei aus dem Gesicht, und er tut sich viel zugute dar­auf, daßfranzösische Beharrlich­keit" den Frieden zu sichern wisse. Herr Wirth, oder besser noch ein Anderer auf dem Kanzlersiy, hätte eS verstehen müssen, ohne die Entsendung wirtschaftlicher Anterhändler unter allen Amständen zu versagen, dem Be-

Rede des Grafen Lerchenfeld.

teil auS dem können.

der der Fahne Wirths ««: aus^Ume- ^nTausenten Wuftttn «u brtafltn.

mienA brauchen ichbe, de nichts einzubllden. Frsthollensocrl sprach Rerchskanzler Vr -wrri9 ,

Die bewußtenackte Tatsache" hätte wirklich! Über die Reichspotttrk, wobei er besonders die'

fordern mehr und mehr eine Umkehr in der bisherigen Reparationspolitik. Wir brauchen eine Regierung, die ebenfalls diesem Ziele le­bendig und kräftig zusttebt. Die Forderung nach einer größeren Koalition wird nicht ver­stummen. Ohre Verwirklichung erfordert Mä­ßigung und Entgegenkommen von allen Par­teien. Der beste Prüfstein für eine innerpvli- tische Läuterung wäre eS, wenn jede Partei sich die Frage vorlegen würde: Wie würde sich unser Schicksal gestalten, wenn alle Par­teien aus Anlaß der oberschlesischen Krisis die

Hier ist der Brennpunkt der unseres Er­achtens un-mlänafichen deutschen Auslands- Politik. Mi« der Bekundung ..tiefer Ent- tSuschuna" hat das alte Kabinett keinerlei Itecnaufichwung aennmmcn. Herr Dr. Wirth blieb bei ferner .,Erfülluna«volitik". Die Gren­zen der Ettüllung und LeistungSfähiakeit sind, wie er erklär« seht freilich enger gezogen, aber die Entente spürt nur Worte, die sie nicht ernst nimmt wie BriandS neueste Rede beweist - nicht den leisesten Anfang zu einer Tat Mochte eS viesteicht richtig sein, daß das Pariser Diktat nicht rundweg Mirfia- gewieten wurde und unter Vorbehalt deutsche Unterhändler nach Oterschlesien geben auf aHe Fälle gab es Mittel und Wege, Herrn Briand die Selbstzufriedenheit, die er W empfindet, gründlich zu verderben. Die Deutsche Volkspartei suchte einen solchen Den zu eröffnen, wobei, wie in jcbem Kampfe, ein Waanis nicht zu scheuen war. und ste hatte Recht daß ste. nachdem sie ihre Llbsicht ver­eitelt saß. die Mehrbelt des Reichstags für die Annahme de<* Distats nicht sinnlos ver­stärkte. Auch der Beschluß ter Demokratien Partei, dem Kabinett Wirth keine Minister zu stesten. ist in diesem Sinne zu loben. Herr Dr. Wirth hat eS erfahren müssen, daß manche seiner unentwegten Schildhalter plötzlich den erfiillunaspvlitischen Geduldsfaden verloren. So knirschte das ..Berliner Tageblatt" über dieNiederträchtigkeit" des Pariser Diktats und schrieb: ..Die Politik der Verständigung und der Srfüstung ist an dem brutalen Macht- wisten der Entente gescheitert: um diese ncc'te Tatsache kommt man nicht herum." Wirklich? So schrieb das ..Berl. Tage­blatt", bevor in Berlin die Würfel ge­faste,,'waren. ..Wessen das Gefäß ist gefüllt, davon es sprudelt und überguistt." Heute ist der nationale Zorn des Blattes, der sogar riet, nicht dazu beizuttagen. den von Deutsch­land gbget'enntem Teil des oberschlesischen Industriegebietes im Interesse des franzö­sisch . polnischen Industrieimperialismus le­bensfähig zu erhalten, wie ein Sttvhfeuerchen wieder verraucht. Das Blatt folgt brav wie- der der Fahne Wirths. Aber auf Konse-

Wochenrückblick.

Herr Rathenau. her nich« mehr Mi- n.fttr ist weil er. «roh innerlicher ileber- leumina non der Richtigkeit der neuesten

Wirths, die Parole seiner Demokra­tischen Pgr«ei achten und befolgen wvstte. hat In seiner Mannheimer Rede die Oeffentlichkeit mit einer Art Zuversicht und Glauben erwär­men wosten. die uns nicht qesästt. Ein großes Volk, wandernd im finsteren Tale, von Un­glück über Unglück heimgesucht, findet göttlichen Trost nicht so leicht wie der einzelne Mensch. Za. wenn wir eins sein könnten im Bewußtsein. daS Richtige beschlossen und getan zu haben! Wenn wir im leitenden Minister gleichsam den Stecken und Stab des Herrn zu erkennen ver­möchten! Aber da drängt sich uns bittere Er- kennmis auf. Vor der Entscheidung hat Herr 5)r Wirth vor aller Welt erklärt, er stehe und faste mi« Oberschlesien. Wir wosten ihn nicht in Bausch und Bönen verdammen, daß er nun, trotz hc-i Genfer Spruchs, wieder aufgestan­den ist. aber er hätte bei seiner neuen De- rufunq den alten, abgetragenen Rock der Er- lüstung nicht mehr mitbrinaen sollen. Zuge- qeben er hat stramme Rechtsverwahrungen aeaen die Entente ausaesvrvchen. aber sie hatten keine Wirkung. Schon heißt eS heute in Pnrster Blättern, die Botschafterkvnfe- renz habe beschlossen, die Rechtsverwahrun- gen ausdrücklich für null und nichtig zu er­klären. Um bei dem schönen Psalm zu bleiben und Herrn Dr. WitthS Kanzlerschaft an Göttlichem zu messen er bereitete unS keinen Tisch im Angesicht unterer Feinde. Das Ende seiner ersten Kanzlerschaft hätte uns aste mit ihm versöhnen können, wenn er uns und dem Auslande wirklich voll einge- fchenh hätte. Wir lasen in einem Berliner Be­rich,. daß er eS war. der mit seinem Ein­spruch gegen die von den Rechtsparteien im Reichstag vorg-schlagene Entschließung deren Annahme verhinderte. Von den früheren Koalitionsparteien stimmten nur die Demo­kraten für diese scharfe Nichtigkeitserklärung, worin die Genfer und Pariser Entscheidung für aste Zukunft als rechtsungültig bezeichnet wurde. ES wurden 15? Stimmen dafür. 213 dagegen abaeaeben-. die Herrn Dr. Wirth folgende Mehrheit wünschte keine solche Her- ausfordenmg der Geaner. obgleich dem AuS- sgnde der von der Botschafterkonferenz er­neut in die Walt gesetzte Unfriede nur auf diese Weste wirksam nor Augen zu führen war. Und der hohe Pariser Rat würde fich'S über­legt haben, an dieser Entschließung deS Reichstags die voste Ausführung deS Gen­fer Spruches scheitern zu lassen.

aste einseitige Folgerichtigkeit der alten Ge- duldösttmmung umwerfen müssen.

Es wäre durchaus keine Katastrophen- polittk gewesen, wenn der Unwille und die drohende Entschlossenheit des deutschen Volkes so weitgehend zum Ausdruck gekommen wären, daß die Feinde sich hätten fragen müssen, ob sie die angedrvhten Maßnahmen ausführen wollten oder nicht. Sie hätten eS sich sicher reiflich überlegt. Denn die Äoffcr für die Reise nach Washington standen ja schon bereit, und das kriegerisch erhitzte, oberschle­sische Präludium für die Abrüstungskonfe­renz hätte Herrn Harding wahrscheinlich viel au denken gegeben. Herr Briand will um dessen DundeSgenossenschaft werben. Die Wirthsche Antwortnote hat den Franzosen v'cht aufgeregt. Tugendhaft wischt sich Herr Briand. bevor er den bereitstehenden Damp-

»on ffi&Ä « i ssaäÄ«

London. 28. Oft (WTB.) Reuter. Ruf die Anregung eineS Abgcordnel:n im Anterhsus. die Alliierten sollten im Hinblick ixf bte von Deutschland geltend gemachte Schwierig - keiten, dieReparativnszahlu n g e n zu leisten der deutschen Rrgierung Vorschlägen, deutsche Kur. st schätze zu verkaufen,

Die Abrüstungspolitik.

Paris, 28. Oft (Dolch) In » w terung auf die Ausführungen tes Sei.alors de Oou- venel über die Wafdingtoner Konferenz lagt Briand in seiner Rede im Senat, er habe sich entschlossen, persönlich nach Da|hi> gion zu gehen, um dem amerikanischen Dolle den Amt bei fran­zösischen Ration für die Unterstützung wahrend des Deltkriege» zu bezeigen. 9r doste, dal) be­reits am ersten Tage die wich'»genvfragen zur Derhandlunz kommen und die alg m inen Rich:- (inten feugelegt werden würden Denn da» ge­schehen sei. werde er zurückkehren! die anderen ranzösischen Dertreter und Vachverständigen uxir- >en dann die 2lufgabe haben, die Einzelheilen zu regeln Im einzelnen führte Briand aus. die Interessen Frankreichs bed >g ich der Paz.fl- fd^n und Abrüstungsfrage tmiricn nicht v-. rnach- (ässigt werden. Auverdein wurden die französi­schen Dertreter viesteicht nützliche Dienste beim Dertreiben von Gcwi tcrlocl ei und Rrtelwolkcn leisten können. Endlich würden sich auf der Kon­ferenz die Staatsmänner miteinander persönlich in Derbindung setzen. Besprechungen würden an- gebahnt werden, und dies werde zur Beleiligung zahlreicher Schwierigkeilen führen. InStelvntere würde eS vielleicht gut lein, wenn die Franzosen ihren eigenen Egoismus mit dem der Engländer in Derbindung brächten. Damit auf beiden Seiten die vorspringenden Ecken und Staaten abgeschliffen würden, werde man dazu gelangen, die betöerleitigen Inte,essen in Ucbcreinfttmmung zu bringen. In ter Ab- rustungsfrage werde er in Washington erklären. Frankreich sei bereit, alles zu unterschreiben. waS dazu führen könne, die Rüstung-m einzuschränken und die auf den Döstern ruhenden Lasten zu er­leichtern Dor allem müsse Frankreich auf seine Sicherheit bedacht sein. DaS sei eine Lebens­frage, die nicht vernachlässigt werten könne, ohne das; die ganze Wett in Gefahr komme. Am Ende des Krieges konnte das siegreiche Frankreich mit vollem Rechte von seiner Stärke Gebrauch ma­chen. um den Schuh seiner Grenze besser zu sichern. Ts bäte die« nicht getan auf die von England und Amerika abgegebene Zusicherung einer Allianz Frankreich hat jetzt wieder eine sichere Grenze nach einem Vertrage.Uniert Alliierten werden, ich bin dessen sicher." Io schloß Briand,begreifen, dal) Frankreich, das auf dieser Linie seiner Illu- ficnen verlustig gegangen ist, sich seht genötigt sieht, die Waffen, die allein seine Sicherheit ge­währleisten können, fester in bte Hand zu nehmen."

Washington. 28. Oft. (WTB.) Präsi­dent Harding hat sich tn seiner gestrigen Rede über le ne Stellung zur A b r ü st u n g s s r a ge ausgesprochen. Gr ermahnte die amerikanische Ration zur Einigkeit und zu einer Haltung, die dauernde freundschaftliche Beziehungen zwischen allen Völkern möglich mache. Wenn die Bera­tungen über die Herabsetzung der Rüstungen sctet- tem sollten, so werde die Verantwortung dafür nicht auf Amerika fallen. Der Friede sei wohl vereinbar mit einer angemessenen Verteidigung Amerikas. ES liege aus der Hand, daß die Menschheit geneigt sei, es mit diesem Experiment zu versuchen. Amerika wolle den Völkern beim Betreten teS neuen WegeS helfen. Die ent­gegenkommende Annahme Der amerikanischen Ein- labung zur Konferenz lasse die Annahme zu, daß man zu guten Ergebnissen gelangen werte. Amerika habe in ter Frage ter Abrüstung sowohl vom nationalen alS vom internationalen Stand­punkt gelernt und dürfe hoffen, daß die ganze Welt, belehrt durch die letzte ungeheure Tragödie, zur gleichen Einsicht kommen werte. Harding betonte zum Schluß, er werte die nationale Unabhängigkeit Amerikas in kei­nen Punkt opfern. Amerika werte zunächst für Amerika fein, aber eS werte nie ein egoisti­sches Amerika sein, das sich einbilde, seinen Vor- Unglüd ter anderen ziehen zu

Nr. 254

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peWAedfonto:

Vonhurt a. M. UM*.

Stcgerwald für die große Koalition-

Berlin, 28. Oft. (Wrstf.) Der Chesredab teur ter ZeitungDer Deutsche" hat heute mit dem Ministerpräsidenten Stegerwald eine 'Unterredung gehabt, in deren Verlauf der Mi­nisterpräsident u. a. sagte: Der oberschlesische Ge­waltspruch ist ein furchtbares Unglück für das deutsche Volk und ein kaum mindergroßes für Europa. In Preußen ist durch die Vorgänge im Reiche die bisherige politische Regierungsbasis er- schüttert Die Einbeziehung der Sozial- idemokratie in die preußische Regie­rung ist jetzt sowohl ein Gebot des politischen Anstandes als auch der Staatsnotwendigkeiten. Der Sozialdemokratie kann nicht zugemutet wer­ten, im Reich in allen entscheidenden Stunden in die Dresche zu springen und in dem größten Bun­desstaat dagegen von der unmittelbaren Mitwir­kung an den Staatsgeschäften ausgeschaltet zu bleiben. Wir stehen zudem vor einem sehr schlim­men Winter und vielleicht vor einem noch schlim­meren Frühsommer. Unter diesen Umständen wird die Einbeziehung der Sozialdemokratie in die preußische Regierung bald erfolgen müssen. D i e große Koalition kommt weil ste kom­men muß. Wenn man zu wählen hat zwischen ter Koalitionsverbreiterung um zwei Parteien, die einander weniger freundlich sind, und der Verelendung eines großen Teiles des deutschen Volkes, dann kann keinem wahren Vaterlands- und VclkSfreund die Wahl schwer fallen. So steht es aber um das deutsche Volk. Diese harten Tat­sachen zwingen den Reichstag zu einer festen Steuerarbeitsgemeinschaft. KcinePar- tei geht aber in ter Steueraufbringung auf allen Gebieten bis zur alleräußersten Grenze, wenn ihr nicht ein entsprechender Einfluß auf die Führung ter Reichspolitik eingeräumt wird Auch in Preu­ßen ist die Inangriffnahme der großen Derwal- tunasreform solange unmöglich, als nicht eine große Koalition besteht. Darum muß die große Koalition kommen, trotz ter jammervollen Zer­rissenheit ter letzten Tage. Die große Koalition ist eine deutsche Lebensfrage

Verknus der deutschen Kunstschätze?

München. 28. Oft. (WTB) Auf ter Landesversannnlung der Bayrischen Do l k S - Partei führte Ministerpräsident Graf Lachen- seid über daS Verhältnis Bayern« zum Reich in einer längeren Rete unter anderem au«: Ich erklärte vor kurzem, daß ich gewillt bin. auf dem Boten der maßgebenden Parteibeschlüsse eine Vereinbarung mit Berlin zu treffen. Ich tat dies, und es zeigte sich, daß durch die getroffene Regelung ter Angelegenheit Beruhigung ein­trat Wenn mich nicht alle Anzeichen täuschen, so glaube ich daß wir aus der Gefahr, welche durch die damaligen Schritte der Reichsregierung ent­standen sind, und deren schließliche Regelung eine heilsame Wirkung für die Zukunft ergeben wird, heraus sind. Wir sind aber auch gewillt, mit Entschiedenheit die Rechte der Länder zu wahren und darüber zu wachen, daß unsere Selbständigkeit und unser staatliches Eigenleben keine Beeinträchtigung erfahre. Ich glaube aber, daß ein gesunder Föderalismus nicht nur im Interesse Bayern«, sondern deS ganzen Reiche- liegt Wir müssen trachten, daß unser Ver- fafTung«Icben sich organisch entwickelt und, soweit die Weimarer Verfassung Fehler aufweist, diese auf verfassungsmäßigem Wege beseitigt werden; wir müssen in dieser Beziehung nicht nur trachten, für Bayern allein vorzugehen, sondern für dielen unseren Standpunkt auch Bundesgenossen für un­tere Aufgabe zu gewinnen trachten. Wir wollen deshalb in enger Verbindung mit den anderen Ländern bleiben. Dies gilt sowohl sur Preußen wie namenllich auch für unsere süddeutschen Nach­barländer.

obcrschlesische Frage berührte. Der Reichskanzler sagte dabei u. a.: Richt nur die Oberfchlesier. sondern da« gesamte deutsche Volk hätte da« Ge­fühl, daß Oberschlesien verschachert ' worden sei. Trotzdem dürfe man jetzt keine Poli- , tik einer etwaigen wirtschaftlichen Verelendung in Oberschleslen betreiben. Aber die Wegnahme dieser wichtigen deutschen ProduktionSstättcn. die als Raub vor aller Welt gekennzeichnet werten müsse, bedrohe auf« empfindlichste die deutsche Prrduklionssähigkeit. Die deutsch^ Leistungsfä­higkeit für die Reparationen sei dadurch wesentlich geschmälert. Der Kanzler nannte den Versailler Vertrag den Hexenhammer der europäi­schen Zerstörungspolitik, aber er ent­halte einen Paragraphen, ter Deutschland das Recht gebe, seine Leistungsfähigkeit von Zeit zu Zeit nachprüfen zu lassen. Dieser Fall sei hier ge­geben. Der Kanzler verlas vor der Versamm­lung die bekannte Rechtsverwahrung, die die deutsche Regierung an die Botschafterkonferenz ge­richtet habe, und fügte hinzu, dieses historische Dokument müsse Gemeingut des deutsch m Volke« werden. Am Schluß ter durch stürmischen Beifall wiederholt unterbrochenen Rede besprach der Kanzler die durch die Gewaltpolitik der Entente ! herbeigeführte Weltwirtschaftskrise sowie die Ent­wertung ter Mark durch die Reparationszahlun­gen und erllärte, es fei unmöglich, ein 60-Millio- nen-Volk als Käufer auf dem Weltmarkt aus-

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feiner Wiederbegegnung mit den englischen ©taatcn habet selbst zugrunde gehen. Der Kanzler Wortführern eine gewisse Rote der B e * f$lofj mit einem Appell zur inneren Einigkeit. Hemmung zu verleihen. CS war ganz _ . . c

schön, daß der sozialdemokratische Reichstags- Aus der demokratischen Partei.

Präsident Löbe den deutschen Oberschlesiern Berlin, 28. Okt. WieDer demokratische

jenseits der neuen Grenze noch einmal die Zeitungsdienst" schreibt hat d'e temo raNsche Hand auf bi« Schütter I«gt« unt, Mju

Tr^ue umJEreue man muß sich d^bei aber ^^chz^nzlers ihr Mitglied Geßler gebeten, auch etwas Rechtes denken können. Die Pro- ton neuen Kabinett als Wehrminister paganda für Pazifismus wird unS das Ver- ,Ur Verfügung zu stellen. Die Fraktion wollte mit lorene nicht wiederbringen ... dieser Ausnahmeerlaubnis zugleich zum Aus-

, , I druck bringen, daß sie grundsätzlich der Ansicht

* sei. ter Reichswehrminister müsse zwar dem Par-

DaS neue Reichskabinett wird keinen lan- lament verantwortlich fein, dürfe ater im In­gen Bestand haben. Ihm fehlt, trotz deS mit tereffe ter Stetigkeit ter Entpotttisterung der 230 gegen 132 Stimmen ihm erteilten Ver- Reichswehr nickN in ,ete p°U"sche Knsrs em- trauensvotums, iede parlamentarische Grund- ^°F?aktton^unZst au? tem Standpunkt, daß läge. Riesengroße Aufgaben liegen schon tn er ReichSminister vom Reichspräsidenten ohne allernächster Zeit auf seinem Wege, ilncr- Mitwirkung ter Fraktion berufen und in feinen füllbare Finanz- und Entschädigungsfragen neuerlichen Entschließungen frei sei. Rachtem werden unS nötigen, die AuSeinandersetzun- aber Rathenau von sich selbst aus erklärt hatte, gen mit dem Ausland in andere Bahnen zu daß er gleich nach ter Uebernabme de« Minister­lenken, als Herr Dr. Wirth sie bisher wan- postens Verbindung mit der Fraktion gesucht und b«tt«. England ist auf halbem WeL, einer | Nch

Politik gegenüber gebunden erachte, erstreckte die Fraktion die Ditte an ihre Mitglieder, nicht wieder in. ein neues Kabinett Wirth einzutreten, auch auf Rathenau. Dabei hat die Fraktion noch ausdrücklich Gelegenheit genommen, die von Ra­thenau im früheren Kabinett Wirth betriebene Politik dankend gutzuheißen.

65 'Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm »reite 250«Pf. Bel «Platz- Dor|*nfi 20 Auf chlag. Haupischriftle'ker: Aug. Goetz Verantwortlich für 'Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil i «H : Aug. Goetz; für den Anzeigenteil: hon» Beck, sämtlich in Gießen.

gleiche Haltung wie wir annehmen würden? Könnten z. D. die Mehrheitssozialisten dies wünschen? DaS Ausland würde staunen und lachen über einen solchen Mangel an Tat­kraft gegenüber der Fremdherrschaft. Aber auch die Deutschnationalen könnten, wenn sie ganz gewissenhaft sind, nicht wünschen, daß der Reichstag einstimmig die geforderte Anbah­nung von Wirtschaftsverhandlungen verwei­gerte. Wir brauchen eine auf den gegebenen Tatsachen fußende Dorwärtsentwicklung und müssen aus Erfahrungen lernen. Zeigt uns das neueste Verhalten unserer Gegner nicht gar zu deutlich, daß für lange Zeit hinaus Macht die Parole der internationalen Politik ist? Herr Briand hat in seiner neuesten Rede ge­sagt. bei der Washingtoner Konferenz gelte eS, den Egoismus Englands und Frankreichs in Einklang zu bringen. Also wird auch diese | Washingtoner Tagung beherrscht werden nicht von Rechtsgedanken, sondern von ttiebhaften Zwecksetzungen bestimmter Mächtegruppen. WaS für ein Schausviel bot uns die fran­zösische Kammer? Alles war im gemeinsamen vaterländischen Interesse wohl einstudiert. Herr Briand brauchte seine Oppvsitton. um außerhalb deS Landes Eindruck zu machen. Er ist aus anderem Holz geschnitzt als Dr. Wirth: nicht nur glühenderer, temperament­vollerer Patttot, sondern auch ein klügerer Realvolitiker. Worauf eS ankommt, ist: Geist und Willen deS Volles zur Tatkraft zu spor­nen sein Ehrgefühl und den Wettetfer mit anderen Völkern nicht erlahmen zu lassen mit weltbürgettichen Theorien. And wer jetzt m unserer traurigen Lage den Blick offenhält, der muß die gegenseittge Duldung und Achtung der Patteien, 'die DollSversöhnung, fordern.

Erster vlatt M. Jahrgang Samstag, 29. (Dftobcr 1021

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General-Anzeiger für Oberhessen