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Nr. 20? Zweites Matt Gießener Anzeiger (Gencral-Anzeiger für Gberhefien)Samstag, 27. August 1021

Aus Hessen.

Freie Dahn dem GesinnungStüchligea!

Mainz. 26. Aug. Dei der Besetzung der Stelle der Leiterin der Frauenarbeits- f ch u l e war schließlich die Wahl zwischen Frt. Schiss macher - Mainz und Sri. Dr Olga CI g Sranlfurt a. M. Don den Stadtvatern war rein sachlich die Frage zu beantworten: Mer von beiden ist am geeignetsten als Leiterin der Frauenarbeitsschule? Sie entchieden sich für Sri. Essig. Die »Mainzer Tageszeitung" knüpft hieran folgende Kritik:TBir haben gar keine Deranlassung, an dieser Stelle für Sri. Schiffmacher, die parteipolitisch in der Oef^entlich- teil festgelegt ist (Zentrum), besonders einzutreten. Aber jedenfalls brachte sie für diese Stelle neben ihrer genauen Kenntnis der örtlichen Eigenarten auf diesem Gebiete und die stick» von Wichtigkeit an Dorbildung folgendes mit: Sie bcftanb die Prüfungen als Lehrerin für Volksschule und höhere Lehranstalten, war schon einmal Lehrerin einer Haushaltungsschule in Sachsen und hatte als Dorbereitung für die letztere Spezialarbcit eine Reih? von Räh-, Kinder- und Haushaltungskursen mit Erfolg mit­gemacht. Fräulein Dr. Olga Essig- Svantfurt am Main hat an der Frankfurter Hntoerfität in Volkswirtschaft promoviert, war an einer HandclSlchranstalt tätig und Hal keinerlct praktische Dorbildung für den i n Frage stehenden Posten. Sie hat am rotem Dovcinbcrtag 1918 ihr sozialistisches Herzentdeckt, und steht seitdem in der sozial­demokratischen Parteibcwrgung. S.e gehör» ixm .berühmten" Bund der entschiedenen Schub resormer an. Man wird eS gutbürgerlichcn Fa­milien nicht verargen können, wenn sie sich wei­gern, die berufliche Ausbildung ihrer Tochter einer Frau anzuvertrauen, die. in Frauenversamm- lungen sich als sozialistische Rednerin von einer derart herauSf order-nden Eigenart zeigte, daß Teil­nehmerinnen empört die 'Versammlung verließen. ES ist eine Unterlassungssünde allerschwerster Art, daß man auch in diesem Falle wieder im Stadt­haus nach allem anderen denn nach der Eignung der vorgeschlagenen Persönlichkeiten fpig. Maß­gebend war auch in diesem Falle die partei­politische Besinnungskraft, der leider die Demokraten, die sich immer noch so gerne bürgerliche nennen, aber wie auch hier wieder den wahren Interessen des Bürgertums schnür­st raks entgegenarbciteten, zu einem mühelosen Siege.verholten haben. Dielleicht mußten sie eS tun als Gegenleistung für die sozialdemokratische Mithilfe im ebenso traurig-berühmten Falle Fuchs. Es lebe der Kuhhandel! Und diese Kreise wagen eS beute noch, von der Kliguen- und Klüngel- Wirtschaft deS alten Regimes zu reden!"

rm. Darmstadt, 26. Aug. Der Schu l- Ausschuß setzte heute nachmittag seine Bera­tungen über das Dolksschulgeseh unter Vorsitz des Abg. Kaul fort. Die schon gestern besprochenen Artikel wurden teilweise nochmals einer Aussprache unterzogen und dann in der von der Regierung vorgeschlagenen Fassung angenom­men. Danach werden entspr. Art. 31 auf Kosten des Staates Lehrerbildungsanstalten (Aufbauschulen) errichtet. Die Aufnahme ist von der Ablegung einer Reifeprüfung einer höheren Lehranstalt abhängig. Die Lehrbefähigung wird nach Art. 32 durch erfolgreiche Abgangsprüfung erworben. Art. 33 bestimmt, daß der Schulamts­bewerber mindestens eine zweijährige Probezeit 'bestehen muß. er ist verpflichtet, sich weiter aus- aubilbcn. Rach Art. 34 hat der Bewerber nach der erfolgreichen Probezeit sich der staatlichen

Behördliche Anzeigen

Stöbt, tebensmittelamt.

Warenausgabe für die Woche vom 29. August bis 3. Sept. 1921. Richt rechtzeitig abgeholte Ware verfällt.

1 Brot: Wochenmenge 1850 Gramm Brot ober 1370 Gramm Mehl.

Preis für l-Dsund-Laib Ml. 1,70,

Preis für 2-Psund-Laib Mk. 3,40,

Preis für 3-Psund-Laib Mk. 5,

Preis für 4-Pfund-Laib Mk. 6,70,

Brötchen zu 50 Gramm Mk.,20.

2. Rährmittelu. Zucker für Kranke. Dg. Wallenfels, Marktplatz 21, C. G. Kleinhenn, Dahnhofstr. 59. D. Haas Rachfl., Bleichstr. 18, Gebr. Michel, Wallthorstr. 29.

3. Sonderausgabe des Lebens- mit telam t s:

Trockenmilchpulver 90 Gramm 3,10 Mark, 120 Gramm 4,10 Mark. Das Trockenmilchpulver erseht nach Anrühren mit Wasser die beste Doll­milch und ist auch genau wie solche zu behandeln. Derkauf erfolgt bis auf weiteres von 812 älhr vormittags und 35 Ufjr nachmittags im Stadt­haus, Gartenstrahe 2, Zimmer Rr. 8, an jeder­mann. SamstagS erfolgt Derkauf nur von 8 bis 12 Uhr vormittags.

Anmerkung für die Kleinhändler.

Die verausgabten hessischen Landesbezugs­scheine Serie XII für den Monat Oktober sind bis spätestens 1. September d. 3s. an die Grossisten zur Weiterleitung abzugeben.

Stadt. Brennstoffamt.

1. Ausgabe von Gaskoks für den Hausbrand und größere gewerbliche Betriebe. Gegen Abgabe der Marke 4 der Haushaltungskohlenkarte (blaue Karte) können bis zu 5 Ztr. Gaskoks bezogen werden. Die größeren gewerblichen Betriebe, denen Gaskoks zugeteilt ist. werden aufgefordert, die ihnen zugeteilte Menge umgehend zu beziehen.

Gaskoks kann durch das Städt. Gaswerk und durch die Kohlenhandlungen bezogen werden.

2. Ausgabe von Braunkohlen. Ge­gen Abgabe der Marke 5 der Haushaltungs- whlenkarte (blaue Karte) können bis zu 3 Ztr. Braunkohlen oder Braunkohlenbriketts von den Kohlenhandlungen bezogen werden.

3. Derfall von auf gerufenen Koh­lenmarken. Als Verfalltag für die Marken 1 und 4 ist der 1. September 1921 festgesetzt. Beide Marken werden nach diesem Zeitpunkt nicht mehr beliefert

Schulprüfung zu unterziehen. Art 35 betr. die wissenschaftliche und technische Fachausbildung wird gestrichen.

Nachklänge zum 116er-Tag Gießen.

Don Herrn Oberst Krause, Hanau, wird uns geschrieben:

Wie die Aufforderung kam, am ersten N6er-Tag in Gießen teilzu- nehmen, huschte mir der Gedanke durch den Kopf, wie wird es mit der Un­terbringung. Da fiel mir ein,. wie ein alter Mann" uns junge Rekruten 1883 in­struierteE gut Quartier, des iS im Man- neuvre die Hauptsach'". Och meinte, das wäre die Kaiserparade, woraus mich der altere Ka­merad belehrte, die iS das, wie Sonntags die Kirch', aber sonst iS e gut Quartier die Hauptfach'!

Run für hervorragend gute Quartiere, für einen herzlichen Willkommengruh, für reichen Flaggenschmuck in historischen Farben hatte das schöne, prächtig entwickelte Gießen ge­sorgt.

Mit Dankbarkeit denken wir alten 116er an Gießen, feine Bürger und an die erheben­den, feierlichen Stunden zurück. Dor allen Dingen die Leute deS Landsturms und des Landwehr-Onf.-RgtS. 116. von dem zwei Bataillone in Gießen mobilisiert wurden. Un­vergeßlich sind diese Mobilmachungstage, un­vergeßlich die Tage des ersten 116er-Tages. Dankbar sind wir den Gießener Bürgern, die uns in unserem Unglück Freunde geblieben sind.

Die Taten deS Znf.-RgtS. Kaiser Wilhelm sind bewunderungswürdig gewesen, aber auch das Lcmdw.-Z.-R. 116 leistete heldenhaftes. Mir fällt ein Ausschnitt aus der Kölnischen Zeitung 1915 in die Hand, er lautet:

Unsere tapfere Landwehr.

Aus Hessen, 7. April 1915. Das Grohh. Hess. Landw.-Ins.-Regt. Rr. 116, das seit der Marneschlacht bauernd vor dem Feind gelegen hat, ist nun zur vorübergehenden Ruhe in eine Orts­unterkunft gegangen. Das Regiment, dessen Stammregiment Kaiser Wilhelm (2 Grohh. Hess.) Rr. 116 in Gießen den Deutschen Kaiser alS Chef hat und von diesem häufig durch Besuche aus­gezeichnet worden ist (u. a. wurden die neuen 3n- fanterie-Grerzier-Reglrments in diesem Regiment zuerst ausgeprobt und dem Kaiser vorgesührt), hat sich in dem langen und nervenaufreibenden Stel­lungskampf besonders airsgezeichnet, wie dies schon am 12. März durch einen Korps- und einen Divi­sionsbefehl zum Ausdruck kam (vgl. Rr. 219 der Kölnischen Zeitung) und nunmehr durch ein Schrei­ben des Divisionärs und einen Tagesbefehl des Korpskvmmandeurs abermals von maßgebender Stelle anerkannt wird. General der 3nfanterie v. Bahrfeldt, der Kommandeur der 19. Res- Division, hat unterm 29. März an das Regiment folgendes Schreiben gerichtet:

Mit dem heutigen Tage scheidet das Grohh. Hess. L.-3.-R. Rr. 116 aus dem Verbände der neunzehnten Reserve - Division aus. Volle 6 Monate hat eS in feiner Stellung vor dem Feinde ausgeharrt, ohne jemals abgelöst zu werden. DaS tägliche schwere Artilleriefeuer, die harten An­forderungen des Minen- und Sappenkrieges, die Unbilden der Wintermvnate hat das Regiment mit heldenhafter Ausdauer ertragen. Richt em Fuh breit Schützengraben ist verloren worden. DaS Regiment kann stolz zurückblicken auf die hier ver­

lebten schweren Zeiten. Seine Leistungen können jedem aktiven Regiment als Beispiel dienen. Heute an dem Tage, an dem das Regiment aus dem Defehlsverbande ausscheidet, spreche ich dem Regi­ment meinen Dank und meine volle Anerkennung aus Der 3nbaü deS Schreibens ist allen Offi­zieren. Unter:fixieren, -Mannschaften und Kom­mandierten betanntzugeben.

Der Tagesbefehl des VI11 Armeekorps vom 30. März enthält folgende Sähe:

Die 1 Königl. Bayrische L -3 -Brigade und das Grohh. Hess. L.-3 -R. Rr. 116 scheiden aus dem Verbände des VIII. A -K. aus. Den ihm lieb­gewordenen Kameraden, die u ns in den lang­wierigen und ernsten Kämpfen treu zur Seite ge­standen und nicht zuletzt dazu beigetragen haben, die unausgesetzten Angriffe eines überlegenen Feindes blutig abzuweisen, dankt das VIII. A.-K. für die treue Wafsenhilfe und Kameradschaft. Un­sere Gedanken und Wünsche werden die 1. Bayr. L.-3.-Drigabe und das Hess. L.-3.-R. Rr. 116 begleiten

Möge unsere Jugend der Heldentaten ihrer Väter gedenk sein. Möge sie ihnen nach- cifern. Kommende Zeiten werden ernst und hart, da brauchen wir ganze Männer, nicht im Reden, sondern im Taten.

Wietzener Strafkammer.

(Sieben, 18. Aug. 1921.

Verurteilung einer Eisenbahnräuberbande.

3m vergangenen Zahre wurden in Ober- Hessen und in den preußischen Kreisen Fulda und Schlüchtern zahlreiche Einbrüche in Eisen­bahnhöfen verübt. Die Diebe erbrachen meist die Güterschuppen Heiner Bahnhöfe, hie und da auch plombierte Eisenbahnwagen und raubten Lebensrnittel in erheblicher Menge, sowie Reise­gepäck. 3n Burg- und R i e d e r g e m ü n d e n fielen ihnen für 25000 Mark, in Ortenberg für 13 000 Mark Werte in die Hände. Auf einem ihrer Diebeszüge in das obere R i d d e r t a l ge­lang es der verdienstvollen Aufmerksamkeit des Wachtmeisters Buchhammer in Ortenberg, vier Leute festzunehmen, die, wie die Untersuchung ergab, zu den Eisenbahnräubern gehörten. Es han­delte sich um eine Bande von Frankfurt a. M., die systematisch Beutezüge nach Oberhessen un­ternahm, und zwar stets mit verschiedener Be­teiligung. Rahezu 30 Einbrüche sind zur Anzeige gebracht worden, doch es gelang nur bei einem kleinen Teil die Täter einwandfrei nachzuweifen.

Heute standen unter Anklage der Schlosser Heinrich M e i h aus Ramstadt, der Arbeiter Josef Schlinghoff aus Marjöß, der Maler Simon Reinhardt aus Frankfurt a. M., der Heizer Karl Griebel aus Reuheimsbach, der Dreher Wilhelm Kratz aus Oberrad und der Schlosser Christoph Gottenhof aus Flörsheim.

Etwa 40 Zeugen waren geladen. Die An- aeflagten waren nur zum Teil geständig, in an­deren Fällen mußten sie überfuhrt werden.

t Es wurden verurteilt: Weiß zu 5 Jahren: Reinhardt und Gattenhof zu 4 Zähren; Schlinghoff zu 3 Zähren unb Griebel zu 2 Zähren 3 Monaten Zuchthaus, sowie 10 Zähren Ehrverlust. Kratz erhielt unter Zubilligung mil­de rnber Umstände ein Zahr Gefängnis. Ein wei­terer Teck der Angellagten wurde mangels Be­weises freigesprvchen.

Der Verhandlung wohnte eine größere Zahl Frankfurter Burschen bei, von denen vermutlich ein Teil der Räuberbande angehört hat.

Turnen, Spiel und Sport.

Tennis-Turnier Dad-Nauhenn.

Von gutem Wetter begünstigt, nahm heute das Tennisturnier seinen Fortgang. Die Ueberraschung des Tages bildete der Sieg des Ehepaares

Stephanus über Alvarez-H. Kleinschrotb mit 6:4, 6: 4 Den Ausschlag in diesem Spiel gab das ganz hervorragende Spiel von Frau Stephanus, die die unglaublichsten Balle erlief und sicher und tätlich plazierte. Das offene Herlei.-Eiivzel'piel konnte bereits zu Ende geführt werden. Erwartungs­gemäß gewann Kreuzer gegen Floda die Schluß­runde leicht mit 6:0, 6:0, 3 ? zckgz, ohne daß ihm Floda nennenswerten Widerstand entgegen setzen konnte. Das Damen-Ein^el Piel gewann F.au Dr. Friedleben leicht gegen Frau Srcpvanus 6: 2. 6: 1. Auch daS Herren-Doppclspiel ist beendet unb zwar trugen Kreuzer-H Kleinschrott) über Büch- ting-Dessart in der Schlußrunde den überlegenen Sieg davon, 6:2, 6:1, 6:4. Büchling-Dessan zeig­ten gute Momente, ohne Kreuzer-Kleinschroth je gefährlich werden zu können

Die wichtigsten Resultate waren folgende. Herren-Einzelspiel ohne Vorgabe um die Meister­schaft von Hessen: Floda DHpoolz 6:2, 6:1, Kreuzer Fritz 7:5, 6:2 SchluMunde: Kreuzer Floda 6:0, 6:0, 3:0 zckgz. Damen-Einzelspiel ohne Vorgabe. Schlußrunde: Frau Friedleben Frau Stephanus 6:2, 6: 1. Herren-Doppelspiel ohne Vorgabe. Schlußrunde Kreuzer-Kleinschroth gegen Büchling-Dessart 6 2, 6:1, 6: 4 Damen- unb Herren-Dovpclsptel ohne Vorgabe 2 Runde: Eh.paar StephanusKleinschrvth-Alaarez 6 :4. 6:4. Frau Dr. Friedleben-Kreuzerv. Borke-Dr. Esser 6:1, 6:2. 3. Runde: Frau Dr. Friedleben- KreuzerDessart-Frl. Apolant 6:2, 6:2.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, 28. August. 14. nach Trinitatis

3n der Stadtkirche. Torrn. 8 llhr: fällt aus. 9'..: Pfarrasfift. Ramge. 3n der Zo- h a n n e s k i rch e. Torrn. 8 llhr, zugl. Christen- lehre f. d. Reu konfirm. a. d. Zohannesgem.: Pft. Ausseid. 9ys: Pfarrassist. Müller. Abds. 8: Tibel- beiprechung im Zohannessaal: Pfarrassist. Ramge. Die Kinderkirche beginnt wieder: für die Mar­kus- u. Zohannesgcmeinde am 4. September: für die Matthäus- und Lukasgemeinde am 11. Sep­tember.

28. August. Wieseck. Torrn. 9ya: Kandidat Brandau-Gießen. Rachm. 1: Christenlehre (lonf. männl. Zugend). Sonntag, 28. August, norm. 10: Kirchberg. 11: Christenlehre s. d. tonf. toclbL Zugend. Rachm. iy8: Mainzlar.

Katholische Gemeinde.

Samstag, 27. August, nachm. 5 u. abds. 8 LIHr. Gelegenh. z. hl. Beichte. Sonntag, 28. August. 15. Sonntag nach Pfingsten. Torrn. 6>2: Ge­legenheit z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. 8: AuS- teitung d. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Rachm. 2: Andacht. 2>/2: Züng- lings-Kongregation. Freitag, 7 llhr: Segensmesse

Diaspora-Gottesdienst am 28. Aug Grünberg,,Dorrn. 9>/z, Kathol. Gottes­dienst. 28. August. Lich, Dorrn. 10, nachm. */>& Hungen, Dorrn. 8 älhr.

8

dxe. beste JxLuuvr

Jetzt ist die rittize Zeit, bringenden frlfdien Milch das erprobte und feit über 50 Jahren fietö bewährte Nrstle'sche Kinder- mehl zu reichen. Dasselbe hat den Vorzug, niemals Perdannngostörunnen zu verursachen, bnnenen aber bereits bestehende Magenbeschwerden zu beseiliaen. Die von einem berühmten Kinderarzt uerfnme Broschüre über diePsiege desKindes ucrfenbei araiiS und frankoVinba" Gesellschaft m.b. H., Berlin W 57.

4. T e r l a u f von Brennholz. Die Ab­gabe erfolgt in beliebigen Mengen von Vs Zentner an vom Lager in der Gabelsberger­strahe täglich von 811 Llhr vormittags und 14 Llhr nachmittags. Bezugsscheine werden täg­lich von 71/212 Ähr vormittags und 1/2851/2 ilftr nachmittags im Brennstoff amt, Garten- straße 2, Rebengebäude (früheres Ortsgericht) ausgegeben.

Preise: Hartholz, geschnitten, Zentner 14 Mk., Weichholz, geschnitten, Zentner 12 Mk. Für klein- gehacktes Holz wird ein Zuschlag von 1 Mk. für den Zentner berechnet. Bei Abnahme größerer Mengen, mindestens 50 Zentner, wird ein Preis­nachlaß von 1 Mk. für den Zentner gewährt.

Gießen, den 25. August 1921. 9320B

Der Oberbürgermeister.

(Lebensmittelamt und Brennstoffamt.)

Ärbeitsvergebunq.

Für die Feldbereinigung Rabertshausen sollen Donnerstag den 8. September 1921, vormittags 10' . Uhr, auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei zu Rabertshausen

Fuhrleistungen veranschlagt zu 870 Mk.

Drainagearbeiten 11680

in einzelnen Losen vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Auf­schrift versehen, postfrci bis zum (Eröffnungstermin einzureichen sind.

Zuschlagsfrist drei Wochen

Gießen, den 24. August 1921.

Hessische Kulturinspektion Gießen.

_________ H. Stein bad), Baurat.______s92948

Arbeitsvergebung.

Die zur Erbauung eines Doppelwohnhauses für 4 Farnllien für die Baugenossenschaft Klein- Linden ®. m. b. H. erforderlichen Rohbauarbeiten wie: Erd-, Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Speng­ler-, Schmiede-Arbeiten und Trägerlieferung, Schreiner- und Anstreicherarbeiten, sollen im öffent­lichen Wettbewerb vergeben werden.

Die Angebotsvordrucke, Bedingungen, Zeichnungen usw, können ab Dienstag den 30. d. Mts., in der Zeit zwischen 6-8 Uhr nachmittags, beim Schrift, führ er Herrn W. Fink, Frankfurter Straße 8, ein- gesehen bzw. dort in Empfang genommen werden.

Die Angebote sind verschloßen mit entsprechender Aufschrift versehen, bis spätestens Samstag den 3. September d. Js., nachmittags 6 Uhr, beim Vorsitzenden Herrn Aug. Luh, Frankfurter Straße 76, einzureichen, woselbst auch die Eröffnung der ein­gegangenen Angebote im Beisein der erschienenen Bewerber erfolgen soll. Iuschlagsfrist 14 Tagen.

Baugenossenschaft Klein-Linden G. m. b. H.

A. Luh, W. Fink,

1. Vorsitzender. 1. Schriftführer. [9289 D

Bekanntmachung.

©rummetgras-Serftcigcrung öcrSlaötSieften.

Montag den 29. August und Dienstag den 30. August soll bas Grummetgras von den Wiesen auf Grund der vom Heff. Ministerium erlaßenen Verordnung vom 15. Mai 1920 meistbietend ver­steigert werden, und zwar:

Montag den 29. August

a) vormittags 9 Uhr Zusammenkunft am Schlacht. Hof von den Wiesen im Neustädter Feld,

b) vormittags 10 , Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe (jetzt Gg. Schrimpf), Kaiser-Allee 4, von den Wiesen im Heegsttauch, c) nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck.

Dienstag den 30. August

vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle an der Rödger Strafte von den Ochsenwiesen, von den Wiesen im Stolzenmorgen, am Utersbrunnen und Altentisch. Das Grummetgras von den Wiesen in der Gemar­kung Großen-Buseck wird in den Ochsenwiesen ver­steigert. Reflektanten wollen sich dort einfinden.

Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen beabsichttgen, wollen sich an den städtischen Wiesen- meister Dellof, Wolfsttafte 15, wenden.

Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bt» kanntmachen zu lasten

Gieften, den 22. August 1921. 91788

Der Oberbürgermeister. 3. T.: Dr. Selb.

SimUlM-MsWerW.

Mittwoch, 31. August l. 3 s., vor­mittags 7 Uhr, wird das Grummetgras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkun­gen Darbenteicb Leihgestern und Watzenborn, das Gras von Schneisen, Mäh­platten und den Eisteichen in den Forstwar- teien Baumgarten und Leihgestern in der Wirtschaft des Gg. Sommer VI. z u Watzenborn versteigert.

Es werden nur Personen aus Ortschaften zum Mitbieten zugelassen, auS denen seither schon regelmäßig eine Beteiligung stattgefunden hat, und die das Futter in der eigenen Wirtschaft ver­wenden. Der Zuschlag wird nur für eine den Terhältnifsen des Bietenden angemessenen Anzahl Lose erteilt.

Weitere Auskunft erteilt Herr Förster Menges zu Forst haus Baumgarten.

Gießen, den 26. August 1921. 9327V

Oberförsterei Schiffenberg.

Trautw ".in.

6rnmmc!iiro5=$tr|ki!itrun!i.

Das Grummetgras von den Domanialwiesen in den Gemarkungen Gieften und Wieseck wird versteigert:

1. in der Gemarkung Wieseck Donnerstag den 1. September I. Js., vormittags 9 , Uhr, in der W. Ph. Bierau'schen Wirtschaft zu Wieseck;

2. in der Gemarkung Gieften an demselben Tage, nachmittags 2 Uhr, in der Harnickel'schen Wirtschaft im Philosophenwald bei Bietzen.

Gieften, 26. August 1921.

_________Oberförsterei Gießen: Dr. Schüz._________

Bekanntmachung.

Aus der Landrichter Dr. Müllerschen (Stif­tung zu Darmstadt sind durch uns

1. Sechs Unterstützung-Vermächtnisse von je 500 Mk. jährlich an bedürstigeeliernlose Studierende der Rechtswissenschaft aus den Provinzen Starkenburg und Oberhessen,

2. Ein LlnterslühungsverrnächtniS von 500 Mk. jährlich an eine bedürftige nicht kinder­lose Witwe eines richterlichen Mitgliedes bei einem der Amtsgerichte oder Landgerichte der Provinz Starkenburg oder Oberhessen vorzugs­weise als Beihilfe zur Erziehung minderjähriger Kinder zu vergeben.

Bewerbungen um diese Termächtnisse sind binnen vier Wochen bei uns einzureichen.

Darmstadt, den 25. Aug. 1921. 9325D

Hessisches Ministerium der Finanzen.

____________3.T.: Balser.____________

3. Nachtrag

zur Satzung der Allgemeinen Ortskrankenkasse öes Landkreise; Gießen.

(Ausschuftbeschluft vom 20. Juli 1921.)

8 34 erhält folgenden Zusatz:

,11. Die Kaffe gewährt ärztliche Behandlung, höchstens jedoch für 13 Wochen, an Ehefrauen versicherter männlicher Mitglieder und an Kinder unter 14 Jahren verheirateter männlicher, oder verwttweter weiblicher Mitglieder, die den Haushalt des Versicherten teilen und nicht anderweit nach den Besttmmungen der R« 'chsversicherungsordnung Anspruch auf ärztliche Behandlung laben.

Der Anspruch auf Familienhilfe (Absatz II) endigt sofort mit dem Verluste der Mitgliedschaft des Dersichetten. Die Wartezeiten für Leistungen an Mit­glieder gelten auch für die Familienhilfe."

Dieser Nachttag tritt mit dem 1. September 1921 in Kraft.

Genehmigt.

Darmstadt, den 15. August 1921.

Hessisches Oberversicherungsamt.

I. D.: Krö11. &282c