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Hr. 278 Dritter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für DberWen)

Samstag, 26. Novemder (921

A.teitswilllgkeit bat genommen wie beni

Ta tum:

Imftcrbam.'Jtolitrb. 10114^10135,1 IO63*\3 10660,6

1,56

25. 11

Schweizer Franken

Jtr.

Märkte.

Mainzer Produktenbörse, bericht vorn 2 5. Not».

Ma rktb

1921.

Feinschmecker

Hc40rd

CavolieröOPlCobindMk.125

Chlorodont

m erfreulichem Matze zu- n auch da» 2lrbcli«U>fen-

mittd war weiter fest. In Braugerste war Angebot nicht wesentlich und da« Geschäft langsam anziehenden Preisen etwas fetter.

1,14 5,

1.7.14

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59.20

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9,02 2V'.^0 »>54 94,-

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Dell» Brief 24. Kov.

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Fl. = OEt = Är. Jtr. Fr. =*

18 1.85 0.17

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528.-

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Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . IDien .... London. . . Pari-, . . . Reuyork . .

gegen ub4gn fflyndjtrm!

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Prag Budapest. . . . Buenos Aires Bulgarien. . . Konstantinopel

Züricher Dediscnrnarkl. 25» 11.

Handel.

Frankfurt a. HL. 25. November

Berliner Devisennvrft

Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien Prag Paris London

Italien.......

Brüssel.......

Budapest Reuyork.......

Agram.......

][ Marburg, 24. Rov. Heute wurde hier der letzte diesjährige Schweinemarkt abaehalten. Bei einer Zufuhr von rund 280 Stuck und reger Nachfrage schnellten die Preise in die Höhe. So kosteten 68 Wochen alte Ferkel 140200 Ml., größere 300-400 Mark, 3 Monate alte Läufer 600800 Mk. und Ginlegeschweine 9001500 Mk. das Stück.

22 11.

1,85

0,99

2,-

Waren tm Betrage von 116 Milliarden Papier- Itonen im Jahre 1 20 stan) ein; Au.'u'rr vo.i nur 63 Milliarden gegenüber. Die Bew gung der Handclsstatistik im Zahre 1921 ergibt für b.e bereits vergangenen Monate ein; grobe Zu­nahme der Kopien- und Aodstoff.-insuhr wäh­rend die Ausfuhr an Ferugwarc u n rund LV Prozent höher M als in der gleichen Periode des Vorjahres Oesterreichs Hauptausfuhr- artitel sind Holz und Ho zwaren, Erz:. Roh- erfen, Ma chinen, Metallwaren, Mineralien. Mag­nesit, Lederwaren Papier und Pacie waren. Gummiwaren. Xertiü m und ®r>eugn fle des Aunftgetoerbei. Die B rrhUtnisse auf te n Han­dels- und 2fct>eii6marfte Haden sich leit den Re­volutionszeiten zwar schon mre.it tt> gebe1! rt Die

Aus der heutigen Börse war die Stimmung für Weizen und Roggen etwas fester. Das An­gebot in Weizen war weniger stark als in Roggen. Futtermittel waren bei steigenden Prei­sen sehr gesucht. Besonders begehrt waren Mais, Aafer und Kleien Mehl sand starken Abiah. Insbesondere da- mit AuslanbSmehl gern! che Weizenmehl. Die Tendenz für sämtliche Jutter-

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Sie weist daraus hin. datz nach Art. 17 der Arichs- verfallung auch den in Hessen wohnenden nicht- hes'tlchen Studier.nden das Wahlrecht zum helli- schen L'anbtag zusteht, was ja auch durch die Ent­scheidung des Kreisausfchu'ses in Darmstadt be­stätigt worden ist. Zu ihrem Bedauern mutz sie feflfteüen. datz Herr Prof H.itebroe^tec doch als Demokrat aus dem Boden der Verfassung steht, tron dieser Tatsachen den ntchthesttschen Studierenden tas Wahlrecht nicht zubi lige.i u .d dadurch aus ihnen Staatsbürger zweiter Ordnung machen will.

A i na e n w a l d.

Dorsitzender des All gern. S tud.-Ausschusses.

f>ochf<huTnachrid)ten,

Erklärung der Dietzen er Studerrteuschaft!

Aach dem Siebener Anzeiger vom 21. Ro- vember hat Herr Prof Heidebroek in der D-r- sammlung ter Deut'chen Dem kratischei Parte in Dietzen getagt, .datz die Forderung des Dahl- rechts von feüen der nichchellllchen Studenten eine Unbescheidenheit der Gäste fei". Sie 5tu. denrenschast der Univerlltät Dietzen wri't diesen Angriff te* Herrn Prof- Heidebroek gegen ihre nichthessiso-en 4udierenben rujs schärßte zurück.

Problem für Lesterrcich nicht dir sch.irnrne Be­deutung hat wir in Deutschland Mai zählte am 15. August 1921 in ganz Oesterreich nur 24 8 5 Arbeitslose, woron fast die Häl'te, 13 827. allein auf Wien entfällt In den start ichen Eisenbahn- Werkstätten ist sogar die Allrrterdeit mit Zu­stimmung der Bet^ebSr ite wieder (in es ährt wor­den. Trotzdem ist die Gesamtlage wie j.oennann weitz. uncnräglich schlimm. und von Docht zu Woche wird die Ge dsrage unlösbarer. nachlem die versuchte Kredithllle teS AuSbndr» nite zu­stande gclommrn ifl R unzig Ml.liarden Äronei Papiergeld sind in dem kleinen Oesterreich im Umlaufe, auf jeden Einwoh 1er entfallen für 15 000 Kronen dieser fast wertlosen Zettel. Und jede Woche druckt die Staatsbank vier oder fünf Milliarden neue Boten, um die steigenden Aus­gaben der Verwaltung zu decken, soweit von einer .Deckung' überhaupt rein äuherlich noch ge- splvchen werden dari. Oesterreich« fähigste Finanz- männer stehen diesem Problem ratlos gegenüber.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Briand gegen die Abrüstung zu Lands-

Frankreich verlangt Garantie«.

Parts. 25. Rov (WTB.) Der Svnter- berjchrerst aller M .Pellt Paristen" meldet aus Washington, datz tm Lause der Sitzung der Fünf in der Frage der Abrü st ungzu Lande beraten wurde und datz der itallenische Dele­gierte Schanzer einen Vorschlag gemacht habe, der schlecht begründet, aber dessen Ziele kehr klar gewesen seien. Sr «cheine zu wünschen, datz die <tfHTf~rcry einen wahrhaften Plan für Nt Ab- rüfiung zu Lande au «arbeite, der den verschie­dene, nicht in Washington vertretenen Mächten, wie S ü d s 1 a w s e n", aasgezwunger werden feile. Frankreich hätte Die Freiheit haben sollen, dem 2Litragt nicht zuzustrmnron. e«»*e sich also selbst die Quarantäne »eyen müssen ®« scheine, datz Bri- jrZ> vielen Plan heftig bekämpft habe. ®r habe gezeigt, datz angesichts seine« Gegners Frankreich schien seit langem l*iie Streitkräfte um Z3 Pro­zent berabgdent habe, und p*xir v"rch Herab­setzung der breiabrijai Wnugrx Dciarb habe!

ton scheine daS daraus hinzudeuten, datz eine zweite Konseren; Im nächsten Ithre wahrschcin-

14) sei. Das sei um so wahrscheinlicher nah dem Ausspruch, den der llali nllche De egterte Schan­zer in der gestrigen Sitzung des Abrüstungsaus­schüsse« gegen den französischen Anspruch be­treffend die Vorherrschaft zu Wal er und zu Lande erhoben habe. Schanzer habe erflärt Ita­lien könne leine Unterseeboote und Jtreuier gegen Frankreich bauen. .Daily Sipretz" schreibt: Denn der sranzösische Vorschlag zugelasten werden solle, so würde Frankreich 1931 ein grobe« Heer be­sitzen. da« in ter Lage wäre, die Aheingrenze dauernd zu besetzen, und eine Flotte, die in der Lage wäre, 7a« gesamte TlltteLmcer zu be­herrschen Laut .Daily Urpreb" beutete die ge- lamie Aal tu g der Franzosen daraus hin. datz sie nach Washington gekommen seien, in der vorgefassten Ab'lcht, die Konferenz zum Scheitern zu bringen, wenn 0 glanb und Amerika nicht die Bedingungen Frankreich« an- nähmen. Diese D.d.ngungen se.en wahrfcheinllch gewesen eine Ahelngrenze, bzw. garantierte Allianz, oder vielleicht auch bet bei.

Briand wird ironisch.

Heu Port, 24 Aov. (WTB) Die .Reuyork Time«" meldet aus Washington: AI« Briand erzählt wurde, datz die Engländer der Ansicht seien, dis sranzösische Forderung nach einer groben Unterlceboottonnagc sei anscheinend gcaen Eng­land gerichtet, sagte er: .Wenn die Engländer 500 000 Tonnen Drotzkarnpsschisse behalten, läge ich nicht« gegen England Gerichtete«; vielleicht brau­chen die Engländer die Grotzkampslchlsfe zum Fstchen von Sardinen. Qlun schön, wir brauchen bk Unterseebvotc, um die Flora auf dem Meeres­boden zum Butzen unserer botanischen Gesellschaft kennen zu lernen. England wünscht die Untersee­boote abzuschissen, wir lehnen es ab. Wenn aber England die Dtotzlampsschisse abzu'chafsen wünscht, werden wir das fofort annchmen."

Wiedereröffnung des württembergifcheu Landtags.

Stuttgart 25. Aov. (WTB.) Bei Oröff- nung der Herbstsession des württember- gischen Landtage« hat Präsident Waith« eine eindrucksvolle Protesterklärung gegen bU Zerreitzung OberschlelienS abgegeben und sich bet Rechtsverwahrung der Reichsregierung angelchlos- sen. Zugleich protestierte er gegen die feindlichen Absichten gegen die Deutschen Werke und die Die- fclmcteren. Präsident Dr v H l e b e r schloh sich der Kundgebung namens der württ em berg! schen Regierung an. In ehrenden Worten wurde des verstorbenen srüHeren König« gedacht.

Der Befreiungskampf der Karelier.

Hclsingfors, 25. Rov (WTB) Di, Haupttruppen der Karelier operieren gegen Repola und Peraja, andere Abtellungen gegen Powenez. Die Eisenbahnbrücke über den unta- Flutz ist gesprengt worden. Die Dahnstationen ParandowSkaja und Lokale wurden von den Ka­reliern genommen. Oestlich der Murmanbahn nimmt der Ausruhr zu. SS gehen Gerüchte über Unruhen der Sowjettruppen in Archangelsk um

Widerstände gegen das neue österreichische Börsenqefetz.

W i en, 25. Rov (WTB ) Da trotz neuerliche» , Vorsprache der Vertreter der Vörsenkammer bei der Regierung eine Aenderung der neuen Steuer nicht zu erreichen war, legten sämtliche Mitglieder der Vörsenkammer th» Mandat nieder.

Für den au« den arbeitsreichen Gegenden, die von Rhein. Ruhr und Wupper umsäumt werden, mitten In Oesterreichs Montan- und Eisrolndustrie- gebiet gleichsam im Fluge verhetzten Beobachter toar e! s lb tverständ Ich ich über die Leistung - fähigkeit der wichtigsten Erwerbszweige zu unter­richten. au« denen neues wlrtschaslliches Leben erbiühro soll. Rur daS Wesentliche kann hier angegeben werden. Die österreichische Ei'enindu- prie beschäftigt gegenwärtig rund 10)003 Arbeiter mit einer JahresleistungSsäbtrkeit von 6 Millio­nen kupferarmem Rohesten (q), die zum grötzten Keile tm Inlande verarbeitet werden. Die Tefftil- Industrie umfatzt 61 Betriebe mit 47 Millionen Kilogramm ZahreSerzeuzung, tt? Papierindustrie 190 Betriebe mit einer Produktion von 70003 Können Pappe und 180 00) Tonnen Papier Hoch­entwickelt ist die Lederindustrie, die mit 250 Fabrikbetrieben und 21 030 Arbeitern mit an erster Stelle steht. Amtlich wurde verstchert, datz feine Kohlennot mehr bestehe. Der Monats- bedarf an Kohlen beträgt 1.1 Millionen Tonnen enb 110 003 Tonnen Koks, von denen nur zwölf Prozent im In'ande erzeugt werden können Der Äuswand für die Kohlenemfuhr. den Oesterreich tm Jahre machen muh. beträgt (zum September- fürs berechnet) rund 15 bis 16 Milliarden Kro­nen. Das alte Oesterreich bat tm Frieden 55 Mil­lionen Tonnen Kohle jährlich seldst gefördert. Die Einfuhr betrug 15 Millionen, die eigene Ausfuhr etwa PI, Millionen Tonnen. Ober- fchlcllen lieferte der Donaumonarchie im letzten FriedenSjahre (1913) 11,1 Millionen Tonnen: da­neben war die Einfuhr au« Rbeinland-Wettfa'en ohne Bedeutung Gegenüber den 15 Millionen Tonnen eingeführter Kohle war also die Ein­fuhr au« Oberfchlesien ausschlaggebend Man erfewnt also auch die Wichtigkeit deS oberschleli- schen Problem« für da« heutige Oesterreich, die um so gröher ist, well der ZahreSbedarf an Kohle hei Vollproduktion der Industrie und Vollbeirieb $cr Bahnen sich aus 15 Millionen Tonnen be­läuft Denn Tschechien, da« sehr wohl gröbere Mengen Kohle liefern könnte, gibt nur em be­stimmte« Kontingent ab. und zudem müssen die KokSlieserungen von der österreichischen (Si cn- induttrie verlragZgemäh durch hochwertige Roh­stoffe crtault werben, Oefterr ich« Di'Be auf au hängt nich: zu'etzt pvn der reaelmätzigen und aus­reichenden Versorgung mit Kohle ab. die allein eine Steigerung der Produktionstätigkeit und so­mit eine Vermehrung der allgemeinen Ausfuhr xu ermöglichen vermag

Denn die 55anöcl«?ilaiti ist, wie durch die rSerhäUnisse bedingt, pafftn. Siner Einfuhr von

der bevorstehenden Frachterhöhung sehr stark ge­ling. S« notierten per 100 Kilo Weizen 760 bi« 783 Mk. Roggen 620-675, Hafer 625-650, Gerste 740793, Futtergerste 700, Int Weizen­mehl 00 1225-1400. Int Weizenmehl Spez. 0 11251200. Weizenmehl mit AuslandSmehl ge­mischt 12751300. Amerik Weizenmehl 1400, Roggenmehl 70 Proz. 875900, Weizenkleie ohne Sack 420425. Roggenkleie ohne &ai 420425, Mais 720775. MaiSschrvt 753780, Futter- meht 550 575, 3taL Luzerne 55006030, Pro­venz. Luzerne 6000-6630, 3tat Rotklee 5600 bis 6400, Inl RvMee 4300- 7000, Deutsche Lin­sen 1450-1600, Weibe Vohnen 1200. Viktoria- Erbten, geschält, 1400, Vlktoria-Srbsen, unge­schält. 1200. Burma-ReiS 11. 1750, Haserslocken 10001050, Graupen 11001200, Die^enheu, lose. 310340, Wiesen Heu, gepretzt, 330- 340, Klee- Heu, lose. 370330. Kleeheu, gebündelt. 370350, Haserttroh 130140, Roggenstroh 100-140 Mk

Ueberheblichkeit empsunden worden wäre. 3m alten Oesterreich war man in dieser Hinsicht fein­fühliger und zurückhaltender. In Deutschland aber fehlten den Singewanderten diese Eigenschaf­ten schon in der Zeit vor dem Kriege, und in der Gegenwart werden sie erst recht vermistt So ist es verständlich, bah der Vund der Reichsdeut­schen, der seinen Sitz In Wien hat und den Zusannnenschlutz aller in Oesterreich lebenden Reichsdeutschen, der einzelnen wie der Vereine, zu einem V -rbande bezweckt, an bt* gute TraNllon anknüpst, die als erste« die Erhaltung und Der- tiesung des Desühls der Zugehörigkeit zum Hei­matlande mit allen daraus entspringenden Pflich­ten verlangt. Reben diesen Iboalen Zielen verfolgt öer Bund auch soziale und wirtschastliche Aus- gaben. Er arbeitet an der Förderung und dem Ausbau her gemeinsamen Interessen Deutsch­land« und Oesterreich«, indem er für die "Beseiti­gung der noch bestehenden Hemmnisse im Han­delsverkehr und für die Stärkung der wirtschaft­lichen Lage (a. V durch finanzpolitische und Warenkredithllse. Schasfung neuer Absatz- ober Arbeitsmöglichkeiten) bemüht ist. Rach der Um­wälzung in Oesterreich, durch die dar Staatsgebiet stark verringert worden ist, scheint die Zu ammen- faffung aller Kräste zum Schutze und zur Erstar- lung de« Deutschtums, namentlich der Heran­wachsenden deutschen Zugend, eine noch dringen­der notwendige nationale Ausgabe al« vorher in den guten Zeiten, wo die Gefahren für da« Deutschtum in Oesterreich, überwuchert au werden und zu verkümmern, längst nicht so grob gewesen find. Und deshalb berührte unS reichsdeutsche Gäste in Oesterreich, die wir da« Land und sein behagliches Leden noch vor dem Zusammenbruche gekannt, die herzliche Aufnahme durch die deut­schen Vereine in Wien, deren Angehörige im geselligen Deisannnrosein so aufrichtig von ihren Sorgen und Röten, Hoffnungen und Wünschen erzählten, so überaus sympathisch und wohl- tuenb. Die gleiche landsmannschaftliche Anteil­nahme fanden wir In den anderen Städten, in Graz. In Klagenfurt. Salzburg und Innsbruck, überall, wo ReiHSt^utsche sich in gröberer An­zahl niedergelassen und mit der Anhänglichkeit und Treue -u dem alten Heimatlande die Liebe zu der Volksgemeinschaft Pflegen, durch die wir Deutsche im Reiche und in Oesterreich so eng mit­einander verbunden sind

Der Austausch zwi'chen Deutschland und der Donaumonarchie, soweit nicht Waren und ®ü:er, sondern Menschen In "Betracht kommen war In den Zeiten vor dem Weltkriege schon Immer sehr rege. In allen gröberen Städten und wichtigen ^ndcl-plötzen Oe'terreich-Ungarn- lebt n reich deutsche Äauflrote. Ingenieure, Gewerbetrei­bende. die als wirklich wertvoller Volkszuwach« lern gesehen waren. Umgekehrt beschränkte sich )ic Einwanderung auS Oe Herr eich-Ungarn nach Deutschland meist aus Berlin. daS eine merk­würdige Anziehungskrast gerade aus die Ele­mente auSübte. die In ihrer Heimat. In den einzelnen Kronländern nicht bodenständig waren ober kein rechte« Fortkommen fanden. Gan, auf- allcnb war die .Bevorzugung" der deutschen ReichShauptttadt durch Shri'tfteller und Io ir- nalilten. so datz manche deutschen Zeitungen säst au«schlietzlich oon österreichischen Slaatsangchö.i- gen geleitet und beeinflusst wurden, die aus rein natürlichen Urfachen für die deutsche Politik und die Interessen des Reiche« nicht daS VersiändniS und die Hingebung haben konnten wie ein­geborene Deutsche. Dle'er Zustand hat. nicht zum Vorteil für un«. den Krieg überteuert und nach der Revolution konnte diese fremde Veelnflusfung au« Gründen, die offen zutage liegen noch stärker und ungehemmter ihre Wirkungen aus- üben.

In Oesterreich haben sich die dort lebenden Deutschen stet« in den Grenzen Ihre« kulturellen Volkstum« gehalten, wie dies eben dem mehr bescheidenen deutschen Tharakt er entspricht. Ihr Ehrgeiz beschränkte sich daraus, nützliche Wit- alieder ihre« stamrnveNvandten Adovtivvater- lande« zu sein, ohne eine politische Stellung zu erstreben oder sich anzumatzen, die mit Recht a!«

erflärt. Frankreich würde die Berpsslchtung «i» gehen, 'eine Streitkräfte weiter herab u'eyen. wen» die antr*eicnben Mächte bereit seien, durch einen Kontrat, in regclmj*-iger 5?nn seine Sicherheit zu garantieren. Sc tx.be gefragt: .Sind Sie geneigt, eine derartige Garantie zu übernehmen T* Sin lange« Schweigen sei die An'.w.n gewesen 2lach dem .Blattn -Korrespondrnten soll der» lenige. bet die Frage her umgehenden Ti«lu|- >ron über Ne Sustchränkung der Rüstungen zu Lande, namentlich der Stärke der Heere, ange­schnitten dabe. Baisrur gewesen sein. Das Still­schweigen sei dann durch Hughes unterbrochea worden, der mit ernster Stimme erklärt habe .Die Frage ist erledigt

London 25. Rov. (WTBll Wie ans Wo» shington gemeldet wird crf.ärte Briand 11 einem Imerview, die franzbsi'chen Rüstungen se.en zu Lande gegen zwei leiilie gerichtet. Deutlchiand und Rutzland. Frankreich rnüsle den grötzten Teil der Truppen stellen die in Europa erforderlich feien, um die Frieden?Verträge dutchzufühien. Bikand gab feiner 2'licht Au-bruck. test diese Frage nicht Wieder auf mgtoncr Kon­

ferenz vorgebracht werten wird Die meisten fian- zölt'chen Delegierten glauben. Innerhalb ro > drei Wochen abreilen zu können Rach An'lcht des Berichterstatter« ter .Daily Etpretz In Woshing-

Käufer bewilligten die erhöhten Forderungen ungern. In Hülsenfrüchten war dar Geschäft rcgelmäbtg. Trotzdem hält die Rachfrage nach fast allen Artikeln an. Rauhfutter war infolge

Alt- und Neuösterreich.

Eindrücke auf der Studienfahrt reich«deutscher < Prrs.evertreter.

Bo« Dr W R. Doerkes-BoP pa rd

II.

3n den AlpeulLuderu

Paris ist Frankreich. Berlin ist abei nicht Oeutfchland und noch viel weniger befreitet Wien ganz Oefterr ich Zwar umfatzt die Bundeshaupt- ftadt Vie man jetzt sagt mit ihren 1J Millionen Einwohnern beinahe ein Drittel ter Eefanubevölkerung Oesterreich«, dir nur noch 67, Millionen beträgt, jedoch führen die einzelnen Länder ihr eigenes Lebet, intern fie fich von den Wiener Einllüfsen. die fich nach der Re.rolution Port nicht zum besten entwlkelt haben, unab­hängig zu hal'en verfuchen. Für den .Wasser­kopfs an her Don tu in dem die fremde Einwan­derung ihr Unwefen treibt ohne bah Ne sozia- Nstisch« Stadlregierung ihn zu st-uern tragt, Fa man in den deutschen Ländern Oe terreich» nicht mehr riel übrig zumal auch al« politische Zen­trale Wien brüte längt nicht M? au Ischia ige' ende Xolfe spielt wie srüher Das wirtschaftliche Echwerge' l (ll liegt auhertelb W en« wenngl. i ch die Sta istik nachweist, datz 70 Prozent aller in Ii,frust Ze Handel und Gewerbe Silben auf die Aauptfiabt entfallen Mete noch al« ftklher lAei- de, der Semmering die ÖDoenlänter oon Wien Aber e« Ist von Vorteil, diese Scheidewand zu Überwinden um zu sehen, tetz Wirtfchtst und Wiederaufbau g*rabe im Süden Oesterreichs keine feeren Begriffe find. Auf der Fahrt über den Semmering eröffn t sich eine andere Welt. Die grohe Zahrmarktsstabt Wien ist vergef en. Die ruhigen, arbeitsamen Provinzstökte der ehe­maligen Kronländec mit Ihrer echtrassigen deut­schen Bevölkerung dir von dem Mi ch ingStretden In Wien und In Budapest vor und nach dem Kriege gleich unangenehm bemerkbar so gut Die vollständig verschont geblieben sind, erwecken nicht nur durch die yerbe Reinheit be*- 2,hen(ult ein.n b ppe t ang nehmen Eindruck Da« herr­liche Era, an der Mui von Ripoleo t I. du.ch ein mir im FratAösischen mög iches seinslnniges Wortspiel la Ville de» Grace« aur borM de l'Arnour genannt entzückte die deutschen Be­sucher nicht allein durch die Herzlichkeit deS Emp­fange« (verschiedene Dastbiuler prangten sogar tm Schmucke schwarz-weitz-roter Fahnen), son­dern auch durch die echt deutsche Traulichkei' de« Städtebilde«. Eine Garten- und Handelsttadi heitzt Graz die schönste Blume der grünen Steier­mark. inmitten de« Kranze« der Hochwälder, denen die silbernen Bergcgueilen entspringen, frisch und sröhlich wie der Eharakter der Be­wohner Die Tage und Stunden in Graz. In den Döhlerwerken bei Kapfenberg. In dem bergteu- beflissenen Leoben, der Besuch der Donawitzer Eisenhütten und des berühmten Erzmasstvs von Eisenerz umschllehen nicht nur unvergehliche Ein­drücke und Erinnerungen, sondern auch die ör- fenntni«, test diese« Land überreich an natür­lichen Schätzen und ZukunslSmög'thk Uen ist und tron einem werktätigen Volke bewohnt wird, da« auch ter Aeitwelllgen Rot zu trotzen vermag, hart wie da« Eisen feiner Erde und unbeugsam wie die Riesen bei Berae. Kreu, und quer durch Oester­reichs Alpenländer führte un« die Dahn. Heber die lauern hin und zurück, von der Stadl Mo- tirt«, dem festlichen Salzburg, wo ter Fürsterz-

Ischos Dr Rieder die buntgetoürfelte (ehenlv Heterogene wie beterobore) Reisegesellschaft mit allumfassender Liebenswürdigkeit empfing, und am Tische abend« im kleinen Kreise kluge wohl­bedachte Worte mit seinen Gästen wechselte, nach Kärntens Hauptstadt K'agensurt und vom Wör­ther See (teilen Liebllchk.i! ter AbstimmungSsieg tm vorigen Jahre für künftige gern gesehene Sommergäste au« Deutschland bewahrt hat) nach Innsbruck, wo Andreas HoserS Grabmal und Kenkspruch den leitenden Deutschen dieSseit« und jenseits ter Grenzen Mahnung und Trost bedeutet.

Brüssel-Antwerpen 192 <,06 1931,96 1946,55 1949,(5 Lhristiania 3>96,- 4PO4,- 4185,4 41 4,23 «openhagen 5219,75 52 0,25 5(54,50 54*5 50 Stockholm 6J4:'^5G6 6 65 6*93,10 656 ,50 Heistngsors 539,45 540,5-» 5>l«,l5 55» ,55 Italien 1161,30 1163 70 1! 38, 0 1191,2 London 113/5 113 ,15 ll7t»,80U8 ,30 Reuyork 2 4,46 2<5X)4 294. 0 29 ,30 Pari« 1983,- 19.97, 2037,95 2342,60 Schwei,.......5104,45 5-«'5,4» 6 >69,1055*',60

Spanien 3J2b,O5 3933.95 4030,'j5 4039,05 Wien (alles) . Veutsch-Oesterr.

' rauchen noch wie vor UUEMt IKON GOLD ZIGARETTEN

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