Nr. 251 Zweiter Blatt Sietzener Anzeiger (Sen:ral-Anzeiger für Gberhesscn) Mittwoch, 26. Ottobcr 1921
Der Dollar 200!
Es hat wohl jeden Beteiligten, ebenso wie jeden Laien in Deutschland in einen riesigen Schreck versetzt, als am 17. Oktober abends die Kursmeldungen ter Danken für den Dollarland auf 2(X) lauteten. Macht man sich klar, daß 6arnad) die deutsche Mark in Amerika nicht mehr als etwa mit 2 Pfennig bewertet wird und dementsprechend alle anderen Länder mit ihrem Devisenkurs folgen, so wird niemand geneigt fein, ohne weiteres die Tatsachen einfach yinzunehmen, sondern eS ist er- ' ordertich, die Möglichkeit eines solchen Er» ianisse^ überhaupt, sowie deren schleunigste .'Wweudung. zu erwägen. Wenn auch inzwischen dieser höchste Stand längst wieder er* -eblich reduziert worden ist, so ist immerhin folgende Betrachtung heranzuziehen. Doch ,)U ^Beginn dieses Jahres bewegte sich der
dem Kriege konnten wir etwa von einem Gleichgewicht sprechen, in welchem die Stabilität der verschiedenen europäischen Länder in der Dalutafrage gestanden hat. Unsere Baluta ist aber zunächst der Ausdruck dessen, in welchem höheren Maße, gegenüber den anderen Ländern, wir namentlich durch den Krieg und schließlich durch den Friedensvertrag wirtschaftlich in Anspruch genommen und belastet sind.
Soweit die vorher besprochenen Momente für die Dalutabildung in Frage kommen, wird auf eine Dauerhaftigkeit solcher Devisenkurse nicht gerechnet werden können, aber wir wissen, welcher Schaden schon an einem einzigen Tage dadurch entsteht. ES bleibt dahingestellt, ob unsere Börsengeseygebung mit ihren ständigen Ausnahmebestimmungen den richtigen Weg zu einer Besserung geht. Ein -nar;-» x.« Xm-nva
Der Abg. Hub beantragt, der Oanbia^ wolle die Regierung ersuchen, unverzüglich in Verbindung mit der Reichs reg ierung und den Larrdee- regicrungen in Bayern und Baden in geeigneter Weile dafür Sorge zu tragen, dah die durch die Oppauer Katastrophe verursachten Sach chä^en unter allen Umständen von dem FiskuS bezahlt werden.
Ava. Zilch (3tr.) beantragt, um gegen derartige Schäden in Zukunft ohne weueres gesichert zu sein, das Branbveriicherungsge ey entsprechend abzuändern.
Adg. Dr. Osann Hpt.) als Berichterstatter/ beantragt, die Anträge für erledigt zu erklären, soweit ihnen bereits entsprochen, sie im übrigen der Regierung zu Überweisen als HlateriaL
Zum Antrag 11 r ft a t> t und Gen., bett das Siedtungswelen. da trugt der Aussch ttz, der Regierung ta* Mnt r.al zu ubeiw.ifen, in übrigen aber das S.e.lung w.sen nach Möglich- leit zu fördern. Der Antrag wird angenommen.
allgemeinen Unterricht teilncbmcn so hat die Schull'ehördc e.ne den c iehungsledürfnissen des entsprechende e.Eichung zu veranlassen" Artitel 26 Aos. 1 erhalt folgende Fassung: .Der Staat ist verpslichlet, den Bolts' und ^ot'bildungslchülern die Lernmittel kostenlos zur ‘Beifügung zu stellen
Zu Artikel23 'M ä dche n s o r t lr i l d u » g S- sch " le) wird der Antrag Hieran (5Y Dp.) angenommen. nach dem für Mädchen, die bereits eine fortgeschrittene Bildung haben, Zortgeschrittenen- Kurse eingerichtet werden. * .
Abg. Köhler (D. Vp ) stellt se'', das; dielet Artikel nicht mit dem Artilel SO i.b r.i mimmt, und baß er auch dem Reich: qe,?n nicht entspricht. Redner ü.. d.t sich b i. b r.i gegen die Bestimmung, ta* bi- (Scnuib n wenn d.e eitern sich trx g.r.i, Lcrnm.ttel deschrss n und de Gelder dafür bei den Eltern eintr.Iben sollen. Das muh za unerträglichen Zu ä den und zu einer Ucb;rlaflung der Grm.i >bc, führen. D..S Geaebene wäre die Uibcrnabmc der Grsam.kosten den Staat, ter sich scinerseits w.eder an das > zu halten hat.
2lmt$Dcrfünöigung$blatt
für die provinzialdirettion Gberhefsen und für dar Kreisamt Gietzen.
Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich.
9ir. 151 25. Cftobcr 1921
ZnhallS-lleberftcht: Bekanntmachung über Höchstpreise von Zement. - Auslosung von Obligationen. - Erwerbslosenfürsorge und Gewerbe, aussicht. - Erwerbslosenfürsorge. Gebühren der Schornsteinfeger. - Hauptkörungen. - Straßensperren.
Bekanntmachung
über Höchstpreise von Zement.
Dachstehcnbe Belanntmachung des Reichskommissars für Zement in Berlin teile ich zur öffentlichen Kenntnisnahme mit. Die staatliche Baustrffbeschaffungsstelle für den Volksstaat Hessen, Sitz in Frankfurt a. M., Obermainftraße 51, Telephon Amt Hansa 7734, ist in der Lage, bei etwaigen Zweifeln in der Preis- geflaltutfg ober Beschaffung sämtlicher Baustoffe kostenlos Auskunft zu erteilen. Bei etwaigem Mangel an Baustoffen hat die genannte staatliche Stelle Interessenten günstige Dczugsmöglich- keiten kostenlos zu benennen.
Darmstadt, den 22. September 1921.
Der Staatskommissar
für die wirtschaftliche Demobilmachung in Hessey.
3. D.: Dr. Bernheim.
Bekanntmachung über Höchstpreise für Zement.
Auf Grund des § 1 der Bunbesratsverordnung vom 25. Januar 1917 (Reichs-Gefehbl. S. 74) wirb bestimmt.
Die burch Bekanntmachung bes Reichskommissars für Zement vom 5. Huli 1921 (vergl. Deutscher Reichs- unb Preußischer Staatsan,',eigen Dr. 155 vorn 6. Juli 1921) festgesetzten Preise werben mit Wirkung vom 1. September 1921 an durch Zuschlag infolge der am 1. September 1921 eingetretenen Kohlenpreisver- tcucrung in nachstehend angegebener Weise erhöht: die Preise gelten für 10 000 Kilogramm Zement ab Werk ohne Verpackung und für die Gebiete sämtlicher deutschen Zementverbände und find Höchstpreise im Sinne des Höchstpreisgesetzes vom 4. August 1914 (Reichs-Gesehbl. S. 339) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1914. vom 22. März 1917 unb ber Berorbnung Dom 17 Januar 1920 (Reichs-Gefehbl. 1914 S. 516, 1917 S. 253, 1920 S. 94). Zement im Sinne biefer Bekanntmachung sinb Port- la ib.’.cm nt Ei'envortlanbzeire it .Hochofenzement. Schlackenzement unb zementähnliche Binbemittel, bic in einer Mischung von 1:3 bei Wasserlagerung nach 28 Tagen eine Druckfestigkeit von mehr als 140 kg qcm haben. Die Umsatzsteuer ist in biesen Preisen mitenthalten.
A. Für Lieferungen an private Zementabnehmer.
a) 3m Gebiete bes Dorbbeutschen Zementverbanbes: Höchstpreis vom 1. Chili 1921 ab..... 3470,— Mk.
neuer Zuschlag für Kohlenvreiserhohung . . 146,— Mk.
Höchstpreis vom 1. September 1921 ab . . . 3616, - Mk.
b) 3m Gebiete bes Rheinisch-Westfälischen Ze- rnentverbandes, einschließlich ber Berkaufsver- einigung Rheinischer Hvchofenzementwerke: Höchstpreis vom 1. Juli 1921 ab..... 3280— Mk.
neuer Zuschlag für Kohlenpreiserhöhung . . 146, Mk.
Höchstpreis vom 1. September 1921 ab . . . 3426,— Mk.
B. F ü r Lieferungen an bic Staatsverwaltungen für Staatsbauten gelten bementsprechenb f o I g e n b c Preise
a) 3m Gebiete bes Dorbbeutschen Zementverban
bes .......... 3100 146 — 3546 Mk.
b) 3m Gebiete bes Rheinisch-Westfälischen Ze
mentverbanbes ...... 3210 4- 146 = 3355 Mk
c) 3m Gebiete bes Sübdeutschen Zementverban-
3493 146 3c39 Mk
3n Zukunft eintretende Koblenpreiserhöhungen bedingen eine Erhöhung ber Zementpreise bcrait, bah jebe Kohlenpreiserhöhung für 10 003 Kilogramm mit 55 v. H in Anrechnung zu bringen unb den Zementpreisen zuzuschlagen ist. Hierbei sind die vom ReichSkohlenverband für den Bezirk des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats für Fettkohlen festgesetzten Höchstpreise (einschl. Kohlen- unb Umsatzsteuer) zugrunde zu legen.
3n Zukunft auf den deutschen Reichseisenbahnen eintretenbe Kohlenfrachterhöhungen sollen ebenfalls eine Erhöhung der Ze- mentpreife bedingen, die auf ähnliche Weise berechnet wird.
Zu A wird bemerkt.
Die Zementverbände sehen für ihre Privatkundschast in den einzelnen Verkaufsstellen Stationsfrankovreife fest, bic nach den tatsächlichen oder den Durchschnittsfrachten bemessen find. Bon der Reichsstelle für Zement werden diele Stations-
frankvpreisberechnungen vor ihrem 3nlrafttreten auf die Zulässigkeit der angewandten Berechnungsarten geprüft.
Berlin, den 12. September 1921.
Der Reichskommissar für Zement.
__________3. B.: Deddersen, Regierungsbaumeister.__________
Bckautttttialknlttft.
Bon dem zur Deckung der Geländeerwerbskosten für den Bahnbau Grünberg—Londorf durch den Kreis Gießen im 3ißrc 1895 aufgenemmenen Kapital von 80 033 Mk. sind auf 1. März 1922 zur Rückzahlung ausgelost: Die Obligationen I it. B Ur. 36 500 Mark, Lit. C Dr. 15 unb 18 zu je 200 Mark und Lit. D Dr. 11 unb 50 unb 96 zu je 100 Mark.
Giehen, ben 17. Oktober 1921.
Kreisamt Giehen. ___________________________Dr. Usinger.__________________________ Betr.: Erwerbslosenfürsorge unb Gewerbeaufsicht.
Au 0»r Würarrmriftcrricn brr Vmibflcnifiiibrn hrö Qrr
Das abschriftlich nachstehende Runbschreiben deHerrn Reichsarbeitsministers vom 7. Oktober 1921 III. C. 11630 21 teil n wir 3hnen zur Kenntnisnahme unb unter dem Empfehlen mit, uns gegebenenfalls Bericht zu erstatten, damit wir uns mit der Ge- wet-beinspektion wegen Begutachtung des Falles in Verbindung fetzen können.
Giehen, ben 22. Oktober 1921.
Kreisamt Giehen. 3. V.: Dr. Hetz.
Abschrift. § 9 Abs. 2 ber Reichsverorbn ing ü'ier Erwerbslosenfürsorge vom 26. Januar 1921 (RGBl. 6. 98) sieht vor bah bei vorübergehenber Einstellung ober Einschränkung ber Arbeit (sog. Kurzarbeit) ben bavon betroffenen Arbeitnehmern ein Zuschuh zum Arbeitsverbienst, bie Kurzarbe'ternnterstü ung, gewährt werben kann. Voraussetzung bafür ist, bah bie Kurzarbeit aus rein wirtschaftlichen Grünben. welche sich als Kriegsfolge barstellen, eingeführt wird. Die Erwerbslosenfürsorgestellen ber Gemeinden klagen neuerdings in zunehmendem Maste darüber, dost sie bei Anträgen auf bie Gewährung solcher Unterflühung nicht in ber Lage seien, bie Dotwenbigkeit unb bie wirtschaftlichen Voraussetzungen ber beabsichtigten Arbeitsstreckung ber bie Anträge stcllenben Betriebe zu beurteilen. Häufiger wirb über ben Versuch berichtet, auch bei regelmäßig wiederkehrenden Betriebs- stillstänben, z. B. in Glashütten unb ähnlichen Betrieben burch Ofenreparaturen, wie sie auch schon im Frieden notwendig und betriebsüblich waren, Den Arbeitern bie Kurzarbeiterunter- ftüf.ung zu verschaffen Es erscheint baher ersorberlich. für Zvei- felsfälle bie Möglichkeit ber Heranriehung einer sahverstänbigen Stelle zu haben, an welche sich bie Erwerbslosenfürsorge um Begutachtung entfprechenber Anträge wenben kann. 3ch halte bic Gcwerbcausfichtsbcamten, welche bie Betriebe ihres Dienst- bczirks in wirtschaftlicher unb betriebstechnischer Hinsicht so genau kennen, dah sic auch ohne Vornahme befonberer Dienstreisen oder Besichtigungen sich ein Urteil über berartige Anträge bilden können, für bie einzigen in Frage kommenben Stellen, unb würbe bitten, sie mit einer Anweisung zu versehen etwaigen Anträgen nachzukommen. Mir ist bie auherorbentlich: Belastung bei Gewerbeaussichtsbeamten burchaus bekannt 3ch qfaub? aber trotzbem biefe Anregung geben zu mässen, ba voi der Herbeiführung derartiger Gutachten unter Umständen in größerem Maße Ersparnisse für das Reich unb bie Länbrr abhängen können.______________________________________________________________
Bctr.: Erwerbelesenfürsorge: hier: Dachweisung für den Monat
Oktober 1921.
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Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 25 Oktober 1920 (Amtsverkündigungsblatt Dr 155 vom 28. Oktober 1920) sehen wir der Einsendung ber Dachweisung bis spätestens 6. Do- vembeV 1921 entgegen.
Gießen, ben 21. Oktober 1921.
____________Kreisamt Gießen. 3. V: Dr. Heh.____________ Bckan ntntachunft
bie Gebühren ber Schornsteinfeger betreffenb. Vom 13. Oktober 1921.
Auf Grund des § 43 der Schornsteinfegerordnung i>om 4. März 1921 (Reg -Bl. S. 48) wird hinsichtlich der Gebühren für die Schornsteinreinigung das Folgende bestimmt:
liupy xuuit^xyu -auiviu an itmie -uvuji, iivyjie sie auf ben RütÄn und sagte:
.Die größte Freude hast du mir heute gemacht! 3ch danke dir! Unb nun will ich mich eine Stunde auss Ohr legen nach den Anstrengungen. An solchem Tage spürte man doch, baß man älter wird!"
Den Blick sach er nicht, ben Maria mit ihrem Manne wechselte . .
Erst gegen Abend wachte Christoph Wärhahn auf. Verdutzt sah er aut seine Uhr. So hatte er noch nie bie Zeit verschlafen . . Den ge° wohnten Gang durch die S.älle während dc4 Futtersch'ittens machte er. Heute abend feierten ferne Leute im Gasthofe, da wollte er mit Maria
ici gen reuet, ure (yeniicu in {jnyiur iiunuen une in Glut. Wenige Minuten nocy, unb die Glut war auS den Fenstern verschwunden, keine Halde Stunde mehr, unb der Gold^aum war von ben Bergen genommen. Dann standen noch ein paar Federwölkchen am Himmel im Purpurfchein — und dann kam die Dacht. Mit lechzig Jahren stand auch sein Leben im Abendglühen Heute war ein solcher Sonnentrg g w fen Doch k rzc Zeit, dann kam für ihn die Dacht, bie letzte Purpurglut am Himmel war nichts anderes als das sreundliche Erinnern oder die Dankbarkeit der Mitmenschen. Auch das sank bald in die Dacht, in Vergessenheit. Den es Leben ging im Osten auf und wirkte, solange es Tag war . Schwer
lug lyiem -tauiute tuiuiet uzioa-i ut ven u-iytoi.
-Ein hoher Dreißiger bist du — unb nicht selbständig! Wenn wir einmal t>ermfei wollen, müssen wir Großvater erst um das Geld dazu bitten!“
Der Heimer versuchte sich wenigstens schwach zu wehren.
»Aber er gibt uns doch immer, um was wir bitten — meistens mehr!“
Dann tanzten Maria die Derven auf ber Stirn.
.Fühlst du denn nicht, w.e peinlich es für einen Mann in deinem Alter ist, ben Vater um Geld zu bitten? 3ch muß ja den Mund halten, weil ich nichts mit in die Ehe gebracht habe!
Adg. Kaul (Soz.) meint, das Vorliegend; die einzig möglich.- Form, alle wib,r 1 reden- Meinungen in das eing.sch ag.mc Kompro- zusammenzllfassen. 3m Gru,.b.- wird fein
•r gezwungen tue eben können, Lernmittel zu Dien. Adg. D. Dr. Diehl (Heft. Vp.) stellt baß der Antrag 26 I. ausgenommen werdni weil wir sonst bic Verfassung g vrochen m. Daß man die Kosten, da ber S aat sie tragen kann, den Gemeind-n auferlegt, tft Vergewaltigung ber Gemcinben unb stcbt ber Verfassung im Widersp-uch. Der Ar- 90 ist auch unsozial. Es bleibt nur übrig, der Staat die Kosten für bie wirklich armen >er übernimmt.
2Ibg. Schorn (Ztr.) erflärt, in Mainz habe eine Schwierigkeiten gemacht, die Gelder von Eltern einzutroiben.
Abg. Kohler (D. Vpt.) stellt nochmal- fest, die Gemeinden eine weitere Belastung nicht igen können. Der Staat muß so ober so bir ei zur Verfügung stellen. Der Artikel 26 angenommen.
Degen ben Artikel 67 c Absatz 1 (Aushebung Schulgüter usw.) erhebt Abg. D. Dr. Diehl f. Vpt.) nochmal- schwere Debenkcn, boch wirb Artikel angenommen.
Der Artikel 81 a wirb nach bem Antrag K a u I rr Fassung ber ersten Lesung bes Ausschusses »berherstellung ber ersten Fassung) angenom-
Er ist eine Einigung aus ben Artikeln 26 90.
Das gleiche erfolgt mit Artikel 83. dessen ■m 7 und 8 gestrichen werden.
Abg. Reiber als Mitunterzeichner hält Antrag aufrecht, der nur den Zweck haben ben Uebergang zu erleichtern. — Abg. Din bet) hätte gewünscht, baß sich ber Schill- chuß mit bem Antrag befaßt hätte. Wenn Antrag Härten ausgleichen soll, muß man über formelle Bedenken hinwegsetzen. — Der trag wird angenommen.
Artikel 90 Abs. 2 erhält folgende Fassung. Di- zum 1. April 1924 sind die Gemeinden weniger als 3000 Einwohnern von ber Beratung entbunben, Fortbildungsschulen für >chen zu errichten. Die bestehenden erweiterten -schulen nach Artikel 18 de- Volksschulge- i von 1874 sind jahrgangweise abzubauen, t des Artikels 26 gelten bis zum Erlaß -gesetzlicher Vorschriften, jedoch längstens bi-
Beginn des Schuljahres 1926. folgende Bettungen. „Soweit die Gemeindevertretungen allgemeine Lernmittelfreiheit für Bolls- Fortbllbungsschülcr cinsühren, sinb bie El- ober bereit Stellvertreter üerbunben. ihren >em bie nottoenbigen Lernmittel zu affen Leisten sie dieser Verbind- :it nicht Genüge ober erscheint eS zweckmäßig, so können bic Lernmittel von Gemeinde beschafft unb bie entstehenden Kosten ben Eltern wiebererhoben ober auf bem oaltungswege beigetrieben werben. Für bie er unbemittelter Gcmeinbeeinwohner find bie mittel auf Kosten ber Gemeinbe zu beschaffen, zum Erlaß rcichsgesehlicher Vorschriften über Lehrerbildung, längsten- jedoch bis zum Zahre kann die zur Aufnahme in die ßehrer- ingsanstalt nottoenbige Vorbildung durch bc- »re Prüfung nachgewiesen werden. Schul- die nach den Bestimmungen dieses 0c- ■ abgetreten werden müssen, aber für diS cjahr 1922 besonders angebaut sind, werden 3nhabem biS nach eingetaner Ernte belassen. Das Gesetz wird im ganzen an- o m m e n.
Darauf wird die Sitzung auf nachmittag- hr vertagt.
Dach solchen Worten zog ber Henner die Klippe zwischen die Zähne. Maria hatte bann » lang mit ihm umzugehen, bic. ohne daß e- heftigkeiten kam, doch unausstehlich war — kd sie allein waren. Befand sich Groiwater .hnen, war f e von glcichbleibender LiedenS- rigkeit. Er merkte nichts.
Eines Tages kam der Henner wütend nach e. 'Warf die Mütze auf den Tisch, ging mit chter Stirn im Zimmer auf und ab. Maria c nicht. Sic faß auf dem Austritt unb bel- Kinberwäschc aus. 3hr Mann behielt leinen ier ja doch nicht lange bei sich.
-Dr'.“ polterte er endlich los. ,ich habe heute hcft-.gc Auseinandersetzung m’t Vater gc- 'N«!-' Maria hov den Kops, legte lr«_. nv Ochvß, sah ihren Mann fragend .Denke bir nur, meine Einteilung auf den _-rn hat der alte Starrkopf zum Test über den en geschmissen. Er wird norglich, es ist nicht igen!“
CHlaria zuckte mit ben Achseln, sagte trocken: ,Er ist der Herr!"
Det Hieb faß! Die Fäuste stieß der Henne? m die Hackentaschen, ftetlie sich breitbeinig vor seine Frau, seine Mundwink.l zuckten.
.Und ich hab's satt, den dummen Zungen zu spielen. Ein Wori gab das and re, schließlich meinte Vater noch, wir sollten die Kinder etwas ß raff er halten, vor allem Hänschen entwickele sich zum vollkommenen Rüpel, wenn wir bie Zügel nicht fester anzögenf“
(Fortsetzung folgt)


