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London. 25.

achenbe Miele abwerfen, sollen nleirfnalk Marlin E mm er I i n g hier auf fm 'JUdx niL unterftil&t »etben. $tr irmgeänbertt $2 *!

uorap» l »ito mit grober Mckrbe,, angc- Ä I

XUMnmen I au Tarmstadl ernannt

Amtliche Dersonalnachrichten. '?lm 15. Februar b. 3- wurde der Cberrgicrung^ rat Marlin Emmerling hier auf s in Nach-

Aur

Die Landtagswchlrn.

rm. Darmstadt, 25. Febr. Zu den hes- sisKen Landtagswahlen teilt derTagt. Anz." mit, datz der Vorsitzende des hessischen Bauernbundes, Dr. v. 5) e l m o l t, bei einem Vortrag in Alsfeld eine Erklärung ab­gegeben habe, wonach der Bauernbund mit einer eigenen Liste auftrete, ohne irgend eine Partei zu unterstützen.

Die Schulgrsctznovrlle

ist, wie wir ersayren, soweit fertiggestellt und soll dieser Tage dem Landtag vorgelegt werden.

B e r l i n , 25. Febr. (Wolff.) Der W o h - nungsausschuß des Reichstags erörterte $feute ?cn *^ntrQ9 des Abgeordneten Bahr (Dem.), Der eine Kombination der Wohnungs- Vorlage der Regierung und der Vorlage des Reichstags versuchte. Rach § 1 des Antrags merben bie Länder vervflichlet, zur Förderung ^^ohnunasw-sens für 1921/22 mindestens 30 Mark aut den Kopf der Bevölkerung auf. -uwenden. Die aufgewendeten Beträge sollen durch eine von den Nutzungsberechtigten zu er­hebenden Abgabe erhoben werden. Mit Hilfe dieser Abgabe dürfen nur solche Wolmungs. bauten gefördert werden, die der öffentlich» rechtlichen Kontrolle untersteben. Bauten die eine über die ordentliche Verzinsung hinaus

Die Beratung dtS Wehrgezetzes.

B e r l i n, 25. Febr. (Wolff.) Der Aus­schuß oes Reichstags zur Beratung des Wehrgesetzes nahm mit großer Mehrheit Den § 1 in folgender Fassung an: Die Wehr­macht der deutschen Republik ist die Reichs­wehr. Sie Wirb gebildet aus Reichswehr und Re chsmarine, freiroil.igen Soldaten, die aus nicht im Waffendienst tätigen Militärbeam­ten stehen und ergänzt werden Zu den Sol­daten gehören Offiziere aller Gattungen,Deck­offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. Alle Angehörigen der Wehrmacht müssen die deutsche Staatsangehörigfeit besitzen. Die all­gemeine Wehrpflicht im Reiche und in den Ländern ist abgeschafft. § 2 ist folgendermaßen gefaßt worden: Die Zahl der Soldaten und Militärbeamten des Reichsheeres beträgt höch­stens 100000, ein'chlicßlich 4000 Offiziere und im Offizierrang stehende Miritärbeamte. Hier­zu treten 300 Sanitäts- und 200 Veterinär­offiziere. Reu eingefügt wurde als § 5: Die Zahl der Soldaten und Militärbeamten der Reichsmarine beträgt höchstens 15 000 ein­schließlich 1500 Offiziere und Deckoffiziere.

Schließung der Vulkanwerft.

Berlin, 26. Febr Rach einer Blätter- meldung aus Stettin wurde gestern die V u l- kai. werft geschlossen und die ganze Arbeiterschaft ausgesperrt. Der Grund zu dieser Maßnahme ist Hie passive Resistenz der Schiffbauer, die sich gegen die Ernennung eines Vorarbeiters richtete, der dem Hirsch-Dunckerschen Verband angehörte. Es kam wegen dieses Vorfalles bereits zu Schlägereien.

. , . . m - Frbr. (Wolff.) In $5infi(fit

daraus, bah VcnifeioS hier nachdrücklich dafür ein trat, daß der Vertrag von Stores nicht ab- geänberf werde ist die Reutermetmng beachtenS- wert, daß VenifeloS heute früh von London ab- gereist ist und nicht die Absicht hat, wahrend der ffonferent hierher zurückzulehren

Die ©rfenffonferenj.

ParrS. 25. Febr. Wo Ist.) In einem ton fcaroas. verönentfichten amrTilien Be iln über Die Dachm-ttagssitzu. g der Orient-Ko nferen z heißt eS:

Tie Kon seren; trat na'hmittag? roie'er zu­sammen, um d e Darlegung dr grierii'hen ßzrio-n ü n: die et nog ap ischen £ti i t1- b - tref erb de B z r e von Smnrna u b O st - thrazien ent egeuzu e mc i Ter gr e ii 1>e Mi nisterp osidenk Kalogerovulor err meite ra* ron. Da hi eie Freae herei s grimh ih ron der Friedenskonierenz fhfiert fei, vor her Deniiclos die grie i che Aunassw'g vo ^tragen hi e u d baß die damals getretenen Eut ch idimgen tn Den Frieden Svertrag ron S' vres aufcen- mm m torrben seien. Er setzte voraus, daß man nicht fceib'tchhae, die Frag" im ganzen nrirber aufzunolbm, doch fei die griechische Tefegation in Dieicm Falle l>e- reit, alle I formationen zu oe'tn. Li rau» gab Gunarakis eine b u(ama1Tfdx Tarstrl u ig n deren Verlaus er verschriene, sowohl aus- kischer als auch aus griediiicher Quelle hergeleitete Statistiken aus den Fahren 1912, 1917 und wlche noch iünneten Tatums zitie t", um zu ben>. f en, daß der griechische Aestai deil der Bevölkerung der Bezirke von Smhrna und Thrazien größer in als der türkische Er beantwortete hierbei verschie­dene Fragen ürer diesen urb andere Punkte be- -üglid, der gricrfrfrffen Forderungen, vier bei ridv tete Kalogerovulos einen Apnell an die Konferenz, sie möge eine baldige und endgültige Entläirloung trefren, durch die brm Orient der Friede gegeben werde. Nachdem sich di" Griechen ,iu fi-fgeAnqim hatten, beidioft die Konferenz, die türfifdy Dele­gation für morgen vormittag 11 Ufr 33, Die grie­chische Telegatirm für 12 Uhr vorznladen

VariS. 25 Febr. (Wolff.i In ihren Er­örterungen über die Londoner Konferenz stellen Figavo" undPetit Journal" fest, baß die gestrigen Tarlegunien der Türken durcha-is ge­schickt gewesen feien und einen günstigen Eindruck gemacht Häfen. DasPetit Iournil" sagt, aus d"N ersten Blick scheine allerdings ihre Forderung wenig Mäßigung und Bescheiden l'rit zu verraten, und die Art und Weise, wie sie die Räumung Siliziens durch die französischen Truvpen gefordert hätten, sei zumindestens unangebracht Aber diese über- tieibenbe Art der türkischen Forderungen könne nur Westeuroväer überraschen Tatsächlich seien die türkischen Forderunnen viel maßvoller als die griechischen Ansprüche Es ste'ie fest, daß die Türken eine galante Lösung vorgeschlagen hätten. Die Konferenz schlage bann auch entschieden den Weg einer Abänderung des Vertrages von Sövres rin. Briand ziehe aus dem geschisten Vor­gehen der Türken Nutzen, um seine Aussafsung znm Gelingen zu bringen, und lasse so den gefähr­lichen Plan einer gemeinsamen i-iterno^onafm Regierung in Smvrna von der Bildfläche ver- schw'nden. Die Franzofen schienen befriedigt, die Italiener ftänhen mit iriumDl.ierenber Bescheiden­heit abseits. Llond George müsse sich schließlich der Logik und Vernunft beugen.

London. 25. Febr. sWolffJ Wie der Lon­doner Berichterstat er desMan<l)ester Guardian" von einem Mitglied der sranzö ischen Tefegation erfährt, erhielt die französische Delega- .[Itipn zur O r i e n t k o n f er e n z vom Quai w'Orsgy folgende Instruktionen: Die ethnogra­phische Türkei muß nicht nur erbitten, son­dern im allgemeinen gefördert werden. Die Smyrna-En llove ist der BevölkerunaSwhl nach lnach der Ansicht der Franzosen) zweifellos nicht (überwiegend griechisch. Die Franzosen wollen, daß den Griechen ein beschränktes Smnrna bleibt, daß die Türkei jedoch eine größere Souveränität-- gemalt als der Artikel o9 des Vertrages von SövreS nor'icht erhält. Für Armenien ver- Tanaen die Franzosen eine Unabhängigkeit inner­halb sehr beschränkter Grenzen und die Stellung «unter die Autori'ät des Völkerbunds, bis das Land in der Lage sei. der KaukafuS-Kvnfvderalion beizutre'en. Zum Schutze Konstantinopels gegen die Möglichkeit eines griechischen Ueberfalls wird vorgeschlagen, das türkische Gebiet wenn möglich bis «tur Linie EnosMidia auszudebnen. Der übrige Teil Thraziens soll unter griechischer Herrschaft bleiben, vorausgesetzt, daß die bul­garischen Interessen in Dedeaaatsch 0rfi(frrt werden Die der Türkei mrrch den Vertrag auferlegten mili ärifdien, administrative'i und finanziellen Be'ckuänkungen sollen so weit wie möglich erleichtert werden, damit daS vatriotiscln Gefühl der Türken nicht verletzt und damit die Auferstehung der Türkei gefördert werde.

Aus 5taM und Land.

© t e feen, Djn 2b Febr. 1921.

Vergeßt nicht unsere Toten!

Schwer lastet lalymenicr Druck auf Deutsch­lands Volk. Durch hin^beure Leistungen ermattet, erschüttert durch wirtschaftlfehen und politischen Kampf, läßt es Selbstsucht, Habzier, Genußtaumel unter sich au Reimen. Dankbarllcit ilt zu c ncr näterifthen Tugend sei vor den. Diele, allzuviele, versunken in ANtagSgcschäften und Werktoassrim- mung, erinnern sich nicht mehr derer, die für sie starben, starben, damit die (eben, die heute ihren Geschäften und ihren Zerslieuungen gruhsam nach- gefom, als verstände es sich von selbst, daß sie da oben wandern, sietund nicht her ruber im kühlen Soldat en grab. Ist eS ihr Verdienst, daß es nicht umgekehrt kam? Dr-ingl nicht aus jedem! dieser Gräber eine Stimme zu uns, die ruft:

^D as tot ich.s ü r dich!

Was tust du für mich'^'

Sofien wir tx>r dieser ernsten Frage schamrot werden, weil wir bekennen müssen, daß wir bei bescheidensten Dcmkeszoll verabläumt haben, d'e Gräber unserer Toten ru e.hallen und zu schmücken? Niemand glaube, er Lnne dies ruhig den Angehörigen der Gefallenen üle lassen. Gerade wem Opfer erspart iblir be i. ist doppelt und dreifach den toten verpfliM''t. Pflöge und Erhaltung der bis in weite Welttznle verstrnilen Gräber ist nur möglich, wenn eine Organisation plaum^ß g forscht, Nachriclsten sammelt, mit den Behörde' des Aus­landes in Serbüibung tritt und so die Brücke zur Heimat, von der fernen Grabstätte zum Hause der Angehörigen fcNätjt.

Diese Ovgai i ation ist in Deutschland der Bolksbund Deutsche ftri ?g >gr älter für,"or ge An ilym mitzuarbeiten ist icter be.ufen, habe e. selbst An- tgehörige im jkriegc ve loren ober nicht. An al e ergeht ihr Ruf zur Mitarbeit und Hüfe. Auch in Gießen ist eine Ortsgruppe gegründet worden. Doch ist die Beteiligung der Eiiuvohnecschaft noch be­dauerlich Gering Auch draußen auf kern Land flehen viele, ja die meisten noch abseits.

Niemand in StadtlundLandüber- höre diefen Ruf?

Ter Bund benötigt Mittel, um auf die zahl­reichen Anfragen Hviterbliebcner nach den Gräbern ihrer Lieben N^sorschungen ans t len und Aus' fünft erteilen zu können, um helfend einjuareifcn, wo Verfall ober Verwahp.osung Der Grabställen Unbekannter oder Einsamer tnr.'bt.

Eintragungen zur Mitgliedschaft, Mitglieds- beitrage und Spenden nehmen alle l iesigen Banken entgegen. Tie Geschäfts.efie ist Gießen. Garteii- firaffe 2. Auf den Aufruf im Anzeig^mteÜ wird hingewiesen.

VeranfraltttUsten.

SarnStag: Hotel Prinz Carl, 27 Uhr Vortrag über ,.Spa- sames Kochen und Heizen". Stabtttratcr, 3Vs Uhr,Tornröschen" Großer Hörsaol der Unioe fität. 8 Uhr. mufikclisch-l t rar- ischn Abend Der Literarischen Getfellscha i Hotel Großherzog. 8 Uhr, ö.fentlicher Vortrag des Bun- des iür Trrigliederung des sozialen Organismus Gai6 Lrib, 7>/r Uhr. Konzert und Vorstellung der Chiemseer. Licht pielthxi.'r wie g stern.

Sonntag: Rebstock Wcst-Anlagest 9 Uhr. Hauptversammlung der freimfiigeu Sanitäls- folonne jaom Roten Kreuz. Hotel Prinz Carl. 11 bis 7 Uhr, Borträge überSparsames Kochen und Heizen". Stadttheater. 3 Uh ".Götz von Berlictnngen", 7 Uhr,Tie Fasct ingSt'ee". Turnhalle (Nori^AnkagLl, 7', 11 b Vortragsabend deS evangelischen ^Irbeikerverrins. Casä Leib, ?v; Uhr. Konzert und Vorstellung der Chiem- seer. Lichtspieltheaier, wie gestern

zttt* bem Nelche.

Der natwtrole Trauertag.

Berlin, 25. Febr. (WTB.) Die Reichs- retferung zog den En tWnrs wegen Fest^tzung dcS 6. März als nationalen Trauerlaa zurück, nachdem im Reichs­rat seitens der Mehrheit der Länder er- Übliche Bedenken gegen die Dahl dieses Tages erhoben worden und gleichzeitig emp­fohlen morden war, die Trauer mit Schntz- 'befHmmungen gegen die Abhaltung geräusch- voller und unziemlicher Veranstaltungen zu Umgeben.

AuS dem Drhrung7ausschutz des Reichstags.

** Bor der Gießener Hochschul-Ge- f ell scha s t sprach am Mit woch a «ib Herr Tr Th. Metz, Svrdckns der Nnd.-riä:chisck)enHandels­kammer in Frankfurt a. M, ü-<t:De u11ch- land und 6oiIa nix ihre gemeinsame Arbcu beim Diederausbau." Der Red. er sk^z tertc zu­nächst kur; die starke wcchielieiN^e wi.ticdaltllche Abhangigktit, die vor dem 5'mege zwischen Deutsch­land jmb HollMch bestand, u;tb die Kci'e, Oie in­folge des w.r:fchast.i Zusammcn^ru lTeufidy Imvds auch ta? hollä- d i'dje DirtschastSfelen er­schütterte. Aus eigenstem Zn.e.ele muß:e dahe Holland an den SBicberauffcau Teutkha ds de - angehen. Wie der Resner zeigte, beste, e.i Dirk Möglichkeiten zu gemein amer Arbeit, tvenn aud) mfotoe der unzu.eriäs igen Be ierrung durch deutsche Firmen und d s lalti chen Felrlers einer deutschen Einkuufs.iefech'dafk die Begehungen ge­trübt worden sind. Be oicders i tcrriia. t waren die Ausführungen üxr die Maß ia men der bollän- dlschcn Unternehmer gegen die U.Tiger arbeitende ocursche Koikurrenz. Nicht Ant^uwving-Getetz- aebung, sondern Ausnutzting der b llncn teutid.cn i&neiqneiie durch Er i. llmg ro:i Ver aussstellen iür Dieie ist der Weg, den die holländiidic Industrie befdmtten hat. Zu erwalmen ist auch der Stant- punkl, den der Red if zum Ausrerkaus Teutüt* lmws emnimmt. Er *\ bt bann kci ten Sdxiöen mr Deu schland, weil die Industrie dadurch ui 2kcmd geietzt worden sei, sich Ausla b.gut oben zu verschallen, und über die erste Zeit nach d.'m Striege mit großen Gewllii en n*g u onnren, ii e Ansicht, Die im Gegensatz zur allgemein herrschen­dem Beurteilung von hiesigen Natwnalökonomeu seit langem vertreten wurde. Der lehrreiche Vor­trag des gruubitdieii Xfenners bet deutsct)-nieder- ländischen ivirtidjaillicben Beziehungen fand leb­haften Veiwfi.

** Oberhessische Gesellschaft iür Natur- und Heilkunde $n rascher Auf­einanderfolge fanden in die cm Walter die Sitzmi- gen der Gesellick'aft (statt. Der starke Besuch zeigte, welck> großes Intc-ws e den da-gebo enen Ausfüh­rungen entgegengebraclrt wurde. Auch die Sitzung mn Donnerstag abend brodle rvvder zwei sehr anregende Vorträge. Zuerst fiKjrrte Plof. Ientzsch einige Neukonstru kt tonen von Lampen porz die in der Art der Lichterzeugung einen prin- 5Wiell neuen Deq der Tockmik darstefiea. Hilfe etned veickchalligen Demonstrationsmaterials ging er eingehend auf dfe mannigfackvn VerwOi- dungsmöglickckeiten dieser £i<blque :en ein. Die allerdings für reine Beleuchtung.^ivecke vorenst nur in besonderen Fällen braudchar sind. Im zweiten Vortrag: ,,U e b e r Zonen und Schichten de r V eg e t a t io n in ®en>äf fern" ließ Herr Dr. Funk die Zuhörer einen Blick tun in die Lebeusverhältnii e pslm'zlid/er Orgim'smen in den Tiefen der Gewässer, wobei er einerseits das Meer, andererseits Süßlvasserteuhe in den Kfeeis der Bi.'- tracktung zog.

" Bon drrTeutschnationalenVolkö- partei wird uns mitgcteilt: In der Hauptver­sammlung am 7. Februar sind in den engeren Vor­stand gewählt ivorben: 1. Vors: Obi-rpostsekretär Hermann Kohlhase, 2. Bors : Professor der Land- wirtschaft Tr. Adolf Walther, 1. Schri tfübrer: Mehrer Georg Kling, 2. Schriftführer: Proiesior ^.r. Emil Heuser, Oberbibliothekar, Rechner: Kauf­mann Hans Hickel. Beisitzer die Herren: Land­gerichtsrat Eugen Funk, Landwirt Heinrich Gott­mann, Hans Verwalter Johannes Loh Frau Ottilie Kowarzik, Kommerzienrat Adolf Noll, Tr Artur Roßberg, stick», jur. I. Zimmer. Ferner gehören zum engeren Dorstand Tr Blank (1. Bors der Jugenv- aruove), Fräulein Emmy Dinaeldein (1. Bors der Frammgruppe), stud. meb. Alfred Bossius (Dors, der beutschnotionalen Stuoentengruppe).

* E 'n treuer Blindeniührer. Vom Tiersckrutzverern Gießen wird uns ge dnteben: Ter ArtikelVerschleierte öunie" hi der Samstag- Nummer Ihres geschätzten Blat.es ist wieder etn neuer Beweis, wie diese klugen und treuen Tiere dem Menschen nützen. Wie triefen Soldatw haben sie alsSanitätShunde" im Weltkriege das Lc'eu gerettet u:tb w eviefe im lkriege Erblmdete iu b aus die treue Führung eines Hundes angenneien: Auch in den Mauern unserer Stadt weilt feit einiger Zeit etn solcherKrngsuli ider", bet von lernem Hunde sicher durch bie Strafen geführt wird. Ta ist es denn Pflicht aller Mitbürger, dem treuen Blindenführer seine Arbeit nickt zu erschweren, iljn nicht durch Zurufe von seinem Wege abyulei ken oxer ih l gar zu ne.len. In - besondere ufitrn Eltern ihre ÜXnber oui bie Treue dreies Tieres aufmerffem madxn und ihnen strenge lebes Necken des Hundes verbieten.

** Sparsames Kochen und Heizen. Unsere modernen Koch- und Heizeinrichtunaen ge­hören einer Seilreriobe an. it der die Kohlen- vreüe im Vergleich zu heute so lächerlich niedrig waren, daß 'man sich dm Luxas (eisten konnte, bis zu 80 Prozent des Brennmaterials ungenutzt zum Schornstein hinauszu agen. Heute und auf unabsehbare Zeiten ist das anders Und es ist nicht nur aus Sparsamkeitsgründen für den einzelnen Verbraucher, sondern auch aus allgemein volkr- wirtschaftlichen Gründen ein dringendes Gebot, mit dem Drennstoif so haushälterisch wie möglich umzugeben. Hier fetzt nun eine Ausstellung ein, die bis einschließlich Sonntag nachmit ai im Hotel Prinz Carl De.ani'baliet nrirb Es wird in ihr ein Kohlenivaravparat vorge.ührt, der den Namen Küchenschatz" trägt und in den Handel gebracht wird. Ter Apparat scheint in hohem Maße ge­eignet. das Problem der Ersparnis an Brenn- material bis zu einem aeroiifen Grabe zu lösen Er kann auf jedem Kochherd, der ja heute fast in allen Wobnungen anzutreifen ist oder in Cfefen ohne die geringste Mühe au aestellk werden, aber auch sonst bietet seine Aufstellung mit Hrfe einer einfachen Dorrichtung, deren Anlagekosten nicht entfernt an Die emed OfcnS ober Herdes heute heran reichen. Keine großen Schwierigkeiten. Er- staunlich ist die LeiitunaS Shtzkeit des Avpara'es bei denkbar geringstem Drennsto sve b a ich Man konnte sich überzeugen, baß ein Emailletopf mit l'/i Liter Waiier Inhalt innerhalb 67 Minu en -um Kodien gebracht würbe und bas mit einem solch geruuyn H^lzderbroucki. ter tm SLodfl.erb nickt einmal zum Anzünben des Feuers ausgereicht haben würbe. DeSbalb^rickteink ber Avparal auch febr geeignet, in den Sommermonaten ben GaS ferner 'ast völlig bereite zu schieben und sv bie ie&t ju unheimlicher Höhe anschwellenbc monat- liche Gasrechnung ganz bebcutenb ab;u chra -ben Das Gtbeimn-.s bes hoben Nutzeffektes bes Avva rates hegt in ber sinnreichen unb boch so einfachen Ausnutzung bes Br-mnno fes.

** kleine Mitteilungen Ober- hessischer Sun stveretn. An Stelle ber Münck'ener ^rcis"-An-'?ellung botri «ich nun- mehr die , Jl a H e I e r J^ü n ft l c r" z m e.ftenmal gestbloi en un Kunstvevem mit ch en Arbeiten ein- j^efunben. Unter ben 59 aud c e.Ittn Derk.n be- inbea sich solche mm $njf. vantzcr, Prof Baum,

Bros. Bm-mester unb Tref Dstte. Wir* qi-arhilchv -rbeiten anderer Jtimidcr, m von Munde. sLlbe und Hegenbauh werden zweifellos Inte esse fi i- dm. Jxgcnbartb zeigt noch rine Anzcch iQuarrlle, rie sich durch rin fein kultiviertes äoftmt au«u veitnen. Die A S tellung ist Sonntags, Montags. MittnwckS und Samstags ron 111 UhrXnffnct Tie WareuauSgabetabelle des Siebt, ßfebensmütelcm es ist aus den Anze'gnreil un­sres heut gen Blattes ^u frieben. Da- nmanw amt dal laut Bekanntmachung die Ei.ispruct>-fnd 'enen die Erhebung des Reichsnvtopfei- aus die Zeil vom 131. März fesigß-tzt. - silberne Hochzeit feiern am 28 U Mt^ Sattler und Tapezierer Friedrich Zirnme» mann unb Frau. Eine öifentlüfc Au ford» nntg zur Abgabe einer Kapitalertrags* st euererklärun a für die Zeit vorn 31 Mär, bis 31. T<y*mbcr 1920 ist im Antzeigeuteü unsere- bnirigen Düll les em Hilten.

VonDfreid Gießen.

fr. L i ch, 25. Febr. Heute wurde durch bit Genvarmerie die Sck>vä,ie in ees Ponleikunnsauf- seliers L. in Lick, rodetet be eits w gen Tiebüabl und Beraubung mm Poßpaketen sich mit feiner Frau in Haft befindet, in UntmiMfrun<rtrt»h ae- nvn'men. Sie hat Gegnstände. Äleiberitoife, Wäsche, Uhren, Silberb.s'.efe und derglerchen mehr, von denen sie wußte, daß biefe g-stvhei waren, h-rborgm imb txrfferfen hellen unb somit stch Der Hehelrei schnldii gemacht Der Wen trr mr**» funbenen Gtgenstände beträgt 8 00P(T0 ML Wie uns von anderer Seite noch berichtet wirb, ist rin großer Teil der Waren Derbrmrnt ober in ben Schloß tri ch geworfen worben, wo fie jetzt irriebrt hwauSgenscht werden. Ter unnetreue Beamte fofi auch OfePnmtcriif tagungen verübt haben.

Starkenbiirq und Rheinhessen.

Abtmu des L/benSnrittelamte^ in Darmstadt.

rm. Darmstadt, 24 Fehr Ucber den Ab­bau des Stabt LebensmittclamteS verSsfenllicht Bürgermeister Mülfer ristr Reihe von Mitteilun- gen, in welchen er Einzeshrilen über die Auf­hebung von SHfen unD Aemtern, ionrir wichri« 'Jfenhenmgen dv kannt gibt Darnach ist vor allem bei dem Lebensmittelamt du^ch dir Aufbrinrng der ZwangswrrtfchaN für Fleisch und Ktartolleln, sow:** bri d-r Bekleidungsffelle eine Berminderung dm: Hilfskräfte unb Arbeiter Dorgefeben Durch nne Verein facknmg des Kartenspftems nach dem Vor­bild von Franllu'-t und Mannh*im sollen wesent­liche Kost-n erspart werden. Durch br Abstoßung her vorhandenen Vorräte an Hüllensrücht-n, ReiS und Schmalz, di? durch eine Kommission jetzt imterg^bTadit werden, sowie durch Auflösung ber Kartoffelstelle sollen elx-nsallS Hil'skräfte und Ar­beiter vermindert roerbm Ebenso sollen dfe Mar- fenzählkontrolle vereinfach' unb die Nord»fertel- küch? aufgelwben roerhei. Die PreisprüfuTigsstelle, bie zur Zeit ihren Zweck vollständig verieblk, wich man an die Polizei an gl federn Die Milchver­sorgung und der Molkereibetrieb vertragen zur Zeit noch keinen Abbau. Unter Berücksichtigung all dieser Umstände hofft man jährlich außer einmaligen Ersvarungeit auch eine jährlich, Ersparnis von 671 280 Mark für persönliche unb 5000 Mark für sachliche Kosten. Im gnn<n bleiben am 1. Avril 1921 noch 55 Bureau Hilfs­kräfte unb 29 Arbeiter bei dem Lebensrnittelamt

In Gießen wird mit ber Verlegung br* Lebens mitte l a rn tes aus dem re-urn Amts rerichts- flebäube m die alte Bürgermeisterei ebenfalls ein Abbau verbunden fein, über den wir noch Mit­teilung machen werden.

Kurze Nachrichten uu» Hesie» und den Nachbarstaaten. (Erne a S Schieber bekannte Periönlichkrit aus Gambach markierte, als sie dieser Tage in das Butzbacher HafNoka! emgeherrert wurde, ten mf.ben Mann, zeriwkug alles, was sich ch der Zelle befand irnfe brt>roh*e leben, ber ihr nahen wollte, mit dem Tode Svöttr ergab sie sich in ihr Schi llal. Ter B u tz« bacher Schutzpnl^'n ist eS in letz>r Zeit roieoer» hott geringen, Sdutf»ere ri und ähnliche B'raeden zu entdecken. Tas hessische La'deswa"deefino veranstaltet ziur Zeit viel e'ulcke frinotoriüTiin- gen in den größeren Orten des Kreise- Schot­ten. In Michelbach bei Schotten wurde ber Anschluß an bie elektrische Uc -rrfa beträte durch einenLicht'-afi" nefrieri Ter Mar­burger Kreistag fetzt sich nach der neuesten Wahl Mfanrmrn ans 14 Beri-et-nn ter SSr ? f.tm Arbeit^aemechsckiari. 5 Sonia bererraten. 3 Tem> frotm unb einem Bertrerer des Zentrums An dem m Marburg unter Leitung d^s Va'-bnnrt# schef'S'chulhrektorS Schlicht abie^afecnen Dünger» lehrkurius nahmen 85 runae La idwirte teil In Winterberg bei Franfen''erg ging das Lanb^riche Sägewerk, ba*< 80 Arbeiter beschäftigt, in Flammen auf. Bri Rieberschelber- hütte lS eaenl.stürzre ein Au'omobil dis etnrrn spielenden Kinde auSwrichen wollte, fib überichla- aenb, in bie Sieg. Bon den Insassen wurde bet Prührer schwer verletzt, ein Junge erritt einen dovvelten Beinbruch, die übrigen Mi fahren de« kamen mit leichteren Verletzungen davon ToS Kind, dem da- Auto auSgewichen war erlitt eben­falls f'frorrr Verletzungen. Tie Be wo hier der Krumbacher Mühle bei Heidelberg wurden nachts im Schlafe übrefafien von drei 9Mubern geknebelt und mihfxmbrit Di? Räuber ech achen olle Be' ä ter and ranbt*n da- vorhan>ne G ll». AuS Simmern im Hunsrü^ wirb berichtet, daß dort bic Eferprrise bei großem Angebot cd 1.20 biS 1 Mk. gesunken sind.

Turnen, Spiel und Svorr.

"Militärsport Tas erste Bataifion be4 Inf.-Reals Nr. 15, Gießen, bat unter Leitung srines Sportlehrers, Frtbioebcl Schneider, eine Svorlabtcilung in« Leven gerufen, bie ?- sich zur Aufgabe macht, alle Zw.riae des Söorel wie Fuß­ball, Handball. Hocken, Leichlathelik ustv. zu be­treiben Bereit- am 13. Februar 1921 führte diese Abteilung ein Preoaganba-Haribball-Svlel vor, welches als erstes in dieser Art in Gießen ert* gemeinen Beifall fand

(ßeridfeiladk

Starkes Ansteigen der KriarinaNritt.

Bor ber hiesigen Strafkammer kamen im ver­gangenen Jahre 78 3 Straffachen in öffent­licher Sitzung zur Der Handlung, von denen 690 durch Urteil erledigt wurven. In nichtöffenllichet Sitzung wurde in 1069 Fällen Entscheidung |O* tro int Ter Dera!eich mit brm letzten vollen Frte- bcn5jabre 1913 mir 569 Hariptoe hrnhungen und 4<4 Urtrilat zeigt bas starke Ansteigea ber Kriminalität. Zu diesem Anwachsen haben besonders bie Bergr-m und Verbrechen gegen daS Eigentum beigefragen unb bi? große Beteili­gung Jugendlicher an Tiebstöhlen unb Detrügerrien ist eine sehr bedauerliche Folge de- Kriege-. Däd-