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Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchen)

irf)dt( aber muh ein

lern

d« Pakei

Da die Geriete aber nicht bis

»rin toarttn töimen, legen

wir dem Lause zuu

xu Grunde gehen. Cs sei ein Lohn, das» sich das

lächelte ftc.

Ader nid): yx Orden

dem den plötzlichen unb möge das Volk und die '

Tüificrt, Beifall.

eioiltfarnen Umsturz, rlschast auch darüber

'aubc, tänbe

Bürgertum dasJunkertum br Ar eit nick fallen lasse, die in verblendetem Lochmut das Volk allein mit Ausschuß aller artbnvn

sind im Gauge zu jener großen

iugendgrupp, °°n Tsingtau

morden. Tie drei Arbeiter sind obgeurteüt raorben rcil ihre <-ack? crttärt mar. Tas Kammergericht

Parlament, daS nicht nur

sondern mitarbeitet unb müregim

fchen ihrer vier geworden Benchard Falkner ging voraus, aus bat Arm feine:' ältesten Lohnes gc> stützt; Gerda und Tr. Germermg schritten hinrer-

rnte sic gegangen -Pircn

Darum und als was sollte ich beim I drem. Als sie in den Hauptweg einbogm, trat

, . . eine Entlastungsresorm wegen ber Ueberlastung der Gerichte vor. Ich

Erschütlcrungen unferer Zeil Marc t alles Versöhnende und Aus.ilrick icke er sei ein ausgesproclrner Prediicr

genossen ankündigrc.

Sie kamen in der Tal

9ll9lleb erf»^fberm«

ximmen. Ein Zuviel ber Gesetze muß vermieden »werden. Die Angriffe gegen di? Praxis ber Gerichte ^-ckste sich kaum gegen bi? Ziviljustiz, fonbent Eigentlich gegen die Ltraimstiz. Der Fall Marloh Ä. ^^richtsurteil zurückzuführen.

0e0cn General Ludendorfs hat sich nichts Belasten- 'M ergeben. 6kgen den Leutnant Bogel ulw ist

r~ Verein LJ

Mter Linie den Wiederaufbau der Rechtspflege. Deuau wie wir nach außen hin den Kamps um nier Recht führen müf.en, müssen wir auch im Innern das Vertrauen zum deutschen Recht wieder Dtfidlen. Die Kriminalität ist gewachsen und »is Volk bat sich dem Rechtsbewuhtsem entzogen, veil wir während des .Krieges eine Uebermrobuftion w hatten unb die einzelnen Bestimmungen dem Volke en tf rem bet wurden. Die Gesetzgebung »ruß weniger kompliziert gestaltet und zum Teil ain% abgebaut werden. Die Moral muß gehoben werdai und das Rechtsbewußtsein dem Volk' wieder

Abg Dr. Düringer (T.-Natl.) weist den '-orwurs deutschnationoler Hetze gegen den Abg. Erzberger zurück.

Abg Dr. Pfeiffer (Ztr.) stellt fest, baß ter Mg Crzbe.ger selbst die Untersuchung ge­wünscht hat im Interesse ferner selbst vor seiner siaktion Er hoffe, daß die Untersuchung bald die aHgemern g wünschte Klärung schassen werde.

Abg W a l d st e i n (Dem.) svidcrsprichl der Ansicht, daß das Haus mit seiner Stellungnahme iufj zugunsten des Abg. Helsferich feftiege. Die Mehrheit habe übrigens nicht den mindesten Grund, ich für Herrn Helsserich einzuseyen

Rach dem Schlußwort des Berichterstatters Dr. Kahl |D. Vp) erteilt das Haus sodami mit allen Stimmen gegen diejenigen ber Kommunisten mb Unabhängigen die Oknelrmigung $ur Straf­verfolgung des Abg Erzberger.

Die Genehmigung »ur Einleitung eines Strafe ) tri obren-5 geyn den Abg. Bruhn (D.-Natl.) wird aicht erteilt.

Die Gesetzentwürfe über die weitere vorläufige Regelung des ReichShauShalts für 1920 und ber "rgänyung hierzu werden debattelos an den Ans­chuß verwiesen.

Es folgt die SBeiterbcratung des Rerchsjustiz-- tats un> ber dazu gest.llten unabhängigen und kommunistischen Interpellationen wegen des Am- iTtstroerlasses.

Reichsjustizminister Heinze.

stehende Perfönlichkridrn entgegen stellen? Han- dell es 'ich tn al.en diesen Fällen wirklich nur um unglüd selige Mißverilandniife? Waren wirk

in allen diesen Fällen nicht zu er­

mitteln? Der Fall ber Marburger Studenten wird uns Anlaß geben, bei der Beratung des ReiclrMxchr- etat« eine Neuorbnuna ber Beftimmmungen über brn Waftengebrauck unb eine Ergänzung brr Straf- Prozeßordnung batnn zu verlangen, daß mehr als bi>ch?r auch die Angehörigen von Getöteten unb Vorletzten als bkbenkluger zugelassen werden Wir torbmi, daß die Berufung brr Schöffen und vAt- schworenen durch V^rhältmswabl erolgt. Tas öi'enthdx Recht muß den Vorrang vor dem Privat- recd: haben. Tas volkswirtschaftliche unb Justiz- frubium muß dcrnnhcitlicht werden Reben ber ^trarreform brauchen wir auch bringenb eine .-* t r/t i Y\n11 tu nm« Ow ---r

bitte, biesem Entwurf ohne Parteivücksichten zuzu- Himmen. Tesglciäzen wird ein Gesetz über Iug^nd- pflege dem Hausc zugehen. Tn: R dner befpi irfrt fobtnrn die Tätigkeit ber SWjcrgerühte unb weist bann ben Vorwurf zurück, baß die Amnestie die Linke benachteilige. Rach ber Statistik besReickfs gcrichts sind die Prozentzahlen ber amnestierten Linken ,oeit höher als bic ber Rechten. Tas Reichsgericht ist von ben Bahnen des Rechts in keiner Weise ab gewichen. Auf Lochverrat achtel daS Reichs,ustrzminifteriurn genau. Sobald es sich nur um geringfügige Delikte handelt, setzen mir den Reichsamvalt nicht erst in Tätigkeit Auch die Bezielmugen zum Auslande, die Aus lieferungsverträge und so werter werben Sache des Reichsjustizministeriums sein. Namentlich wr- den wir unsere Gesetze ber österreichischm Justiz anzupassen haben. WaS die Kriegsverbreck-er an^ belangt, fo sind in 32 Fallen bereits im .Aus­lände Ersuchen um belastendes Material an bte fremden Regierungen abgegangen. Sobald die Aus­sagen vorliegen, werden erst neue Schwierigkeiten erwachsen, die wir heute noch gar nicht übersehen können. Nur England hat bislang seine Fälle er-- Icbigt. Tie englischen Zeugenaussagen sind aber nicht so abgesaßl, daß sie gerichtlich verwertet wer­den können. Wir haben uns nun bereit erklärt, einen Vertreter des Reickxianwalts ins Ausland zu senden, um die dortigen Regierungen über die Cn> fordernisse unserer Prozeßführung aufzuklären.Nach England reist ein Vertreter bereits in den nächsten Tagen ab. Ter Vorwurf ber Verschleppung trifft uns also nicht. (Beifall.)

Abg. Rabb ruck (SozI: Ein Zug tiefer Erbitterung gegen unsere Justiz geht durch unser Volk. (Lebhafter Widersprach rechts), insbesondere durch die Arbeiterschaft. Die Klagen, die aus unteren Kreisen kommen, richten sich gegen die Strafjustiz. Die Strafrichter werden leider als Richter zweiten Grades angeseh.-n. In der Straf rcchtspflege werden zum großen Teil die Richter beschäftigt, die in der Zivilrechtspflege nicht ge­nügend Scharfsinn bekunden. In allen Fällen, in denen ein Abgeordneter als solcher beleidigt wird, muß die öffentliche Klage erhoben w-rden. Die Aufnahme einer entsprechenden Bestimmung in die Strasprozeßordnung werden wir bcant aaen. Redner möchte vom Reic^justizminister roif'en, ob denn überhaupt schon auch nur ein Kappver- brecher verurteilt worden ist. Können Sie, meine Herren von ber Recken, ber langen Reihe un­geahndeter politischer Bluttaten gegen links ge­richtete Politiker ufro. eine Gegenrecknimg von ungesühnten Verbrechen geg n rechts-

Oie Zalkner auf Linöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann.

(Nachdruck verboten.)

(Schluß.)

Ter Iuftrzwat ist ttbgetrift?"

,La, er jammerte schm genug darüber, baß er »ich durch fein Interei>e an dem Fall Germering fo lange habe hier festhaltcn Iahen, llebngenä em orächtiger Herr, bat mm notwendig lieb gewinnen muß."

Das will ich meinen. Er ist in allen politi­schen Dingen man Feind; aber ich wäre froh, wenn alle meine Gegner von seinem Schlage wären."

Er wollte Ackrm das Versprechen abnehmen, nach Berlin zu kommen. Und ick war »ehr erneut, ihm dein Bruder erwiderte, baß du bereits lerne Zusage hättest."

Tie habe ich zwar eigentlich noch nickt. Aber wenn er sia, mzwischen entschlossen hat, meine Ern- kadung anzunchrnen um so bester Trr wird er ja, wie ich hoffe, in Berlin nicht wieder gefährlich werden."

Mm in Berlin?" fragte ftc verwundert. 3a, ick gehe doch gar nicht dahin."

..Nicht morgen vielleicht oder tu ber nächsten Docke; -aber dock wohl in drei Monaten .>dcr längstens einem halben Jahr."

»Aber davon weiß ich nicht das Germgste,"

Detitfcbcr Ueicbstag.

Berlin, 2o. .Jan.

Der 'PräsDeut eröffnet ök Sitzung um 1 Uhr nllags. Laus unb Tribünen ftnb toaxidi ben refet

Am Mmistertisch: Reickis ur:ivmtn:|trr Hernie.

Abg. Meerho l» D1SP - f aqt roegni der kanorbtrg mehrerer färberter in T. Ingen vurck f -ichsweh^oldlüen im März des oorizen Ialms r. Reg ermmsstirig nnrb erllärt, datz btc llntcr- k d ur.g noch schwebe

Aus eaie An'tage ber Abg. Frau Dr. Matz : Vp) wegen Herbeiführung ei ter Einleitltck- .1 ber Batenrrui.g ghilyr Schulsgttungen und :tiefer Lehrkräfte zwisct^u den einzelnen beut* Mm Ländern unb einer wri g.I^nhjn gegen,ei­gen Anerkennung der Zeugnif c e. ändert Gehetm- II: Pellengan, daß t-as Reick-smiilistenum b s rncrn die Herbeisühru g einer Veremtzert.ichung den falls befürroorte, even,o wie der Ausschutz u Re.ckSsckullonseren». In der Zeugnislrage soll- t bte b rritJ bestehenden Vern iba u gm über < gegerf.t.ige AneNennung ber ^eugntste er» rizt werden

T:e Genchmiggotg zur Strawertolgung des i.vell (Kommunlit) wirb nicht erteilt.

Zur Frage, ob dem Strafverfahren gegen ben ±g. Erzberger (Z.) stattgegeben werden soll, teilt lg. Dr Kahl (D. V. als SBcridxterftattcr mit, rtz der Ausschuß sich einstimmig für Aushebung r Immunität ausgesprochen habe Ter Ausschtis; eint, daß der Grmidsatz ber Ausrechterhaltung der Immunität nicht schablonenmäßig angcioanbt w-'r 4 dürfe, fonbent unter Berücksichtigung des Ein l!alles unb daß bie Immunität nicht Sacke des rinzelnen sei, sondern daß das Hans an sich Träger r Immunität sei. Nacktem der Helsferichprozeß ergeben hatte, daß fünf Fälle auf die Frage hin nZchzuprüfen wären, ob grundsätzlicher Meineid «r sahrlässiger Falscheid vorliege, nsordere die Jütbe und Ebre des Hauses die Auslieseruna. Auch

Zentrum sei sür Genehmigung der Strafoersol- mg eingetreten. Tas Verfahren solle aber un- ntzüglich ausgenommen werden.

Abg. Geyer-Leü^ig (Komm.) sieht in dem mzen Vorgang den Abschluß einer infernalischen etze der nationalen Parteien gegen ben Abg. Erz- ttget unb erllärt sich sch'ießlich gegen ben Antrag h« Ausschusses, da politische Motive nicht mit« 'incdrn dürsten.

Öraem. otrfflU 'ätnfnPrrW VIfielet»

ÄnflCflfc

Vrvfesßnr Tr Hornesfer überDas Gebot der Stunde" Er fübrte u a au-5, daß die fwtolutimt nock lange nicht ihr Entv «reicht hatte, unb was mir bisher erlebten, s i nur eilte politische Revolution, aus der erst die soziale Rerv« lution hervergehcn solle, die nicht so hirmloS wie die polt.inhe Revolutwn verkaufen m rbe To* Bürgertum müsse gewarnt werden, damit es fidi nnhtjum zweiten Male iiberraf.-fm lasse

. V-r ^.^ole Ge^nsatz. aus dem a le Wirrnisse unb Komme ber Zeil bermgthen, grü:tbe fick auf Marx. Em iteter Widerspruch fmbt sich aber in besten Gedankenwelt: auf ber einen Seite ber Ge­danke einer langsamen, gesetzm.ißjgen Cmnvidlung unb aus der anbetvn Seite bei Gedanke einer p ötz- lüften und radikalen Umwälzung Treser Wider- spruck bedeute bie letzte Ursache alle Knien unb

Vibe aber and)

regieren zu können. Was wir t?eute in d«, deutschen Arbeiterscl-ast fdyen, sei nichts anderes als der Suu- dikalismus, der vor dem Kriege in Frankreich und Italien gezüchtet worden sei, der sich gegen jeg­lichen sozialen Frieden richte und für ben der ba& das einzige sei, das dem Proletarier zieme. Dor dem Kriege habe die deutsche Arbefterschaft noch nicht einmal nftt Ibem Gedanken des 6knem(fltvifü gespielt, diesem Zerstörer der gesamten beiitfdjcn Wirtschaftskraft. Heute triefe ein großer Teil bet Arbeiterschaft von pazifistischen LiÄesreden, wenn es sich um die Auseinandersetzung »wischen ben Völkern handle: denselben TZmi'dxm sei aber Mord und Totschlag rin heiliges ReH, wenn es sich um Deutsche handle. Und dieser Kampf könne jeben Tag losbvechen.Tie Entdeckung brr kommunistischen Armee im Ruhrgebret habe bas La-brechcn nur etwas verzögert.

WasfeiindieferLagezutun ?

Alle, bie die Ordnung und die Gesetze mifrecht erhalten wollen, müßten sich zusammenschtießen. Es bandele sich biet nicht um bas Wvh' einer Partei, sondern um die Würde unseres Bolk^, bas burch jahrhundertelange Bildung und Erzieh mg ein ort* rrungslicbendes Volk ward. Auch die sozialistisch« Parteien müßten vor bie Entscheidung gestellt wer­den: Ordnung ober Vernichtung Tas ganze beutfche Bürgertum sei einhitlich zu organisieren. Mit dieser Drganifation müsse auch die Arbeiter­schaft rechnen. Sie werde bas Bürgertum nicht mehr tnrannisieoen können unb bann könnten beide Teile des Volkes ben Staat wieder gemeinsam ausbauen. Alle Kraft sei einheitlich, aber auch mit der nötigen. Einschränkung, gemeinsam einzusetzen und Kampf bis aufs Messer ben Kräften angufagen, bie die ordnungsmäßige Entwicklung stören unb an bet Vernickwng bes Deutschtums und des Staates ar­beiten. Dazu gehöre zkrast, Mut und Zufamin«- schluß das sei das Gebot ber Sluntre.

In der Au Sspr a che begrüß e Bäckermeister Löber zunächst, daß die Mäniier der Wissenschaft den Weg wiesen, ben bas Bürgertum gehen müsse, baß sie bte Initiative ergriffen hätten zur Grün­dung des Wittschastslartells. An dem Bürgertum, dem Handwerk vor allem, liege es aber, diesen Weg auch mit Taten zu gehen und endlich auS ber SÄapphrit, ja Feigheit h.tauszutreten. Herr Krumm sagte, daß man vom Gegner lern« müsse, allen Zwic'palt und alle Panriklüfte zu überbTÜden. Tas Wirtsckiaftskartell dürfe keine

noch in ber Tiefe ihrer Herzen Derftf/ohcit bleiben. Tenn Gerda wat an einem ber Roienstöcke fiel)« geblieben, als knnmberc sie zum erstenmal die Pracht seiner späten Bluten, und ber jungt Arzt stand stumm cm ihrer Seite Ta nach einem sckier allzulangen schweigen kehrte sie thm rtößfid ihr Gesicht zu:

Unb nun cur Ehre imb Gewissen? Sie fmb mir wirklich nicht mehr böse, Herr Toktor?"

,^Am Ehre unb Gewissen, Fräulein Gerda, ich bm Ihnen uncmssprechtich gut"

Sie lächelten sich an, imb gteirfram ohne ihr Tazutun batten ihre Hände sür ^-fanden. Sie blieben auch Laub in Hand, als li: br* Treppe emporstiegen, unb es machte ihnen oftenbar w.mig Sorgt, baß man sie von jedem Fenstrr des HaufeS aus )chm konnte. Gedachten sie bock, ben ganzen langen Lebensweg, ber noch vor ihnen lag, w Hand in Hand zu gehen.

AlS das Mittagsmahi sich fernem Ende nä­herte, erhob Bernhard Tftrlkner fein Glas.

Ihr wißt, meine Kinder, welcher Besrmimrma dies Haus fortan geweiht jein soll. Für uns ist es m allen Winkeln voll düsterer Schatt-n, die uns wohl nie mehr zu rechter Freudigkeit bitten auf» leben lassen. Vor htllen kuidetstimmen a'ter unb vor glücklicherem ftüi>rrlay-en werten be Lchatten weichen. Und es wird nri ber Sonne fern in all bieten Räumen Ich trinke au* bas Blühen unb Gedeihen des Fallnerhau'es aur Li.che.ihöhe."

Arts Stadt «nd Canfr.

G ie ßen, den 26. Jan. 1921

Tav Gebot der Stunde: Zusammenschluß de» Bürgertums!

Tas Wirtschaftskartell Gießen Hessischer Schutz- und Wirtsckpftsbund^ entwickelt neuerdings eine oerftärtte Wetbekraft. Die Aus­deckung einet bis ins kleinste organisiert« kom« munistischen Verschwörung, die den Umsturz ber be» ftebertben Verfassung zum Zweckt hat imb mit Waf­fengewalt herbeifübrtn will, beweist eindringlich, daß die innetpolitiscken Gefahren für TeutscÄand noch nicht beseitigt [ini>. Tas Bürgertum muß in einheitlicher Geschlossenheit die Anmaßungen un» oetontwottlichet Hetzer und Umstürzler znrückdam- men, unb daß dos Interesse an dieser Aufgabe gewachseii ist, bewies der Vortragsabend, den das Wirtschaftskatteil am Montag abend veranstaltete: der große Einhorn-Saal war bereits vor Beginn des Vortrages bis auf den letzten Platz gefüllt.

Nach einer kurzen Ansprache des Kartell- Vorsitzenden, Prvsessor Tr. Kraemer, sprach

nad) Berlin gehen?"

Als meine Fvau natürlich. Oder hast du keine Lust dazu ?"

Erika mußte eine seht ungeschickte Bewegung gemacht haben, beim mit einem Male lag tie Hälft? der Ros«, btc ihren stiorb gefüllt hatten, auf dem Boden Sie bückte sich stumm, um sie wieder einzusammeln und Erich tat ein gleiches, um ihr behilflich zu fein.

Nun'?" sagte er.Mit einem kurzen Ja oder Nein könntest du mir doch wenigstens ant# warten."

Ach. Erich, es ist gar nickt dem Ernst." , So! Meinst im? Na. dafür ließe sich !« zur Not noch der Nachweis erbringen."

Er hatte ihren zierlichen Kam schon zwischen fernen beiden Länden, unb er küßte sie, daß ihr gon* schwindelig wurde. Da mußte sie wohl in bet Tat nicht länger an ber Ernsthaftigkeit «eines Vor- Icklages zweifeln, Mio sie hatte, wie es sckten, auch nichts Besonderem gegen ihn einzuwenden- Dmigstens war Erichs Arm nock um sie geschlun­gen, und ihre Dange tag noch an feiner Schulter, ate der Klang von stimmen aus bei Richtung ber Gartenpforte her bie Lrimkehr ber Laas-

bisher sckon miteinander gesprochen hatten, für leben von ihnen roll tiefer, beglückender Bedeu­tung gewesen: aber das letzte, entfcheckenbe Dort

5alle 'ich dock noch nicht hevausuagen bürten. UnbI Und hell wie silberne Glöckchen Hangen hie

fast hatte es Öen Anschein, tus» lalle es auch wtzt | Gläser zusammen.

Abg. Tr. Bell lZentr.'» tritt besonberS für bie Reform ber Reicksvatentgefetzgebung em An Nelle des Reichspatentamles sollte ein Reicbsaint für gewerblichen Rechtsschutz geschaffen werden Der Et'indcrichiitz muß erweitert werden. Nach zuverläffigen Mitteilungen ist bei dem Berufungs gcricht in Landau em Negerofftzier als Beisitzer tätig. Wir müssen schärfsten Pwtest dagegen er­beben, daß ein Angehöriger der fchivarzen Raffe üb'L Teutsche zu Gericht sitzt. Vom Reicpsminister des Innern und vom Miniister des ^leußern ver­lange ich dringend, bei den Gesandten der Entente die nötigen Vorstellunaen zu erbeben Was die Landhabmig des Amnestiegeietzes angcht, so lüün- sckrcn meine politischen Fremidc vollständige 11 n» Parteilichkeit. Jeden Verstoß gegen diese Grund- lätzc mißbilligen wir. Mit Voll- imb .Halb» amneftien muß man sehr vorsichtig fein. Daß Richter auch Menschen finb, daß auch einmal Fehlurteile Vorkommen, leuchtet ein. Von einer Klassenjustiz aber wie von einer bc» nmfeten Zurücksetzung der Arbeite-cklasse kann keine Rede fein. Man solle lieber dafür sorgen, daß unser Justiznackwuckis der modernen Ze t cm gepaßt wird. Unsere deutsckie RockUfpvecknmg kann jeden Vergleick mit dem Auslande aushalten. Was bie politischen Pw-esse anbelangt, so drängen sich die Gerichte nickt dmiack 'Widerspruch links.) In Bele.diguu'sjach'M kommt es dein Beleidigten m<v stens ünnriflet um die Bestrafung, als um die Fest­stellung des Totbeskutties an. In diesem Punkte versagt aber unsere Pro^es^rdnung. Arn besten märe cd, wenn alle gieplanten Resormen uns zu­sammen vorgelegt rveideu könnten.

Abg. Tr. Barth (D. Ntl.): Die Zeit scheint ims für bie Tirck'ssbriung bet großen G.bunken deS Ministers nicht recht yeignet. Dos trifft auch für bie gestellten 'JLtträge zu. Die Angriffe aus ben Minister und die Justiz sind so uner­hört, daß der Schmutz, b?r in diesen auSgesprockien wurde, unsere Justiz nicht erreichen kann. S« bi-schirnpfen die Mariu ger Stuben en ur.b te.» geff«, doß sie nur in restLoier Vaterlandsliebe dem Aufruf ihrer Minister gewlgt fmb. Aus Bauerns Veranlasfung sind in das Amnestiegesitz btejeiligen nicht eingcfchlos.en Worten, bie gegen Landesgesetze verstoßen haben, ferner diejenigen, die Röhl-eiisverbcechen begangen haben ober die politische Lage zur Vortiahrne eigennil&igtr Tefilte benutzten Rebner spricht 'ich gegen die Schäftung gehobener Richterstellen aus unb verlangt ein­heitliche Richlli. im. Die Mitwirkung der Lmen ist norroetbtg, aber nur beim StaarrafM. Redner spricht sich für btc Betbchattung ber Snckergerichte aus unb verteidigt die baperrsch« Volksgericl«e. Dte Lmzuzlehung von Frauen als Schössen und Geschworene billige er. schließlich tritt der Red­ner für ehre Enveiterung ber Amtsgerichte em. Hieraus vertagte sich bas Haus Wtorgen 1 Uhr Wefterberalung, kleinere Vorlagen.

Schluß nach 6yL- Uhr.

ihnen Erich entgegen, mit dem Hut in ber Hand, aber freu und sererlich, als wäre er wirklich Cer hervorragenbe Fremde, ben man aus Anfrrtids- rüdfrdUen zur 'Tasel geloben. Tie Versöhnung zwischen Vater und Sohn vollzog sich ohne stür­mische Umarmungen und ohne den lieberfrhmang zärllicher Worte Bernhard Fallner ließ AckimS Arm los unb streckte dem Jüngling feine Hand entgegen.

Grüß dich Gott! Es freut mich, daß du da bi fr. Loftentlich hast du nicht zu lange warten müssen "

9hm, bs geht an, Vater! Tret Jahre sind immerhin eine recht hübsche Zeit."

Tas mernte ich eigentlich nicht. Aber wenn wir nun einmal von diesem Warten reden: s« sind für mich nickt kürzer geweien als für dich. Und mm können wir, wie ich hafte, gleich zu Tische geben."

Jetz' mar es Erich, der tfim zeinen starken Arm als Stütze lieh. Und er sah doch sehr glücklich aus, als cr den Vater vorsichtig über die Sturen ber Freftrepve en.porgeleftete-

Gerda unb Tr. Germering waren hinter ben anderen zurückgeblieben. Zum erstenmal sahen sie sich wieder all ein. Wohl war auch bas, was sie

kanipfes, be» Masscichasses gewesen Rack Marx seien ber Klafsenkampi unb bie Klasierft'iftalur naturgesetzlilhes Vfrsch-hen, gegen das r? ferne Diderstanbe gebe. Tie EnNvickl-ing th-r Tinge Ube aber bie Lehren Marr' fti»n heule Lugen giitrafi iic Klein- unb Mittelbetriebe seien ,UKh lange mebt pcrfdmninben, in ber Landwirtscho i sei br. Groß betrieb übertaimt noch nicht vorgediunaen Auck die anbere Prophezeiung Marz', dvss; die Massen durch bic Emtwicklung deS Kapitalismus immer mehr verelenden würden, sei nick . ingetroffrn Marx habe wohlweislich nie bestimm! von der Turckführung seiner Ideen gcfinodint. E sei ia immer am schwersten, eine Idee in b r Wirk ichkeit dlirckzuführm. Ten richligen ?l ig n lick bazu hafte bte sozialistische Bewegung jetzl für g kommen und das gebe lx*r 0kgnm>.rrt ihre außerordenllickv fri tisch' imb gesährliche Spannung. A!-er obn»b! bie sozialistisckre Partei mehr als ein ^tahr lang ?lnieil an ber Regierung gehabt habe, sei von bem sosia- listiscken Pro gram in so gut itnc nichts in die Tat ümgesctzt, und das Paradies, das man niedre.e Mensckxnalter hindurd» den Massen versprodien habe, sei nicht gekommei». TarmiS sei die uiigebemr Enttäusckmng der Massen entstanden und in dieser Enttäuschung sei der Mensch zu allem fähig und der Bürgerkrieg könne jeden Tag wieder loc-drechen. Tie Verirrung großer Teile unseres Vvlk'^ sei so groß geworden, oaß sogar der Masfe-'morb für bei ii erklärt werde. Große Massen brr Arbritersdoafl wollten feine langsame Enftincklung, toi sie untere kranke Wirtsckxist nur allein vertragen kömie, son-

Skg«. ben Leutnant Vogel für un#uI a11 rg erklärt Tie Gerichte müßien um- ^daui werben, bamit sie fn eine enge Verbrn- Vollsempftnden kommen «oll.- richtrr halbe ich nicht für geeignet, beim em Rick» ter owß bod) das E.netz lernten. Au /-rdem muß n - "worrrngenommen jeber ^oche gt» getruberiteben. Tas ta.m nur bet geschulte RickKer ^iete Reform muß schon beim Studium b-gnmen .'Samentlick mufim die neuen Ret< ge i- e ber lojur^n Ackriternag-n beim Studium b.-nlcki l- Das Eormis juris barf nid?: oer- gciien werden. Wir konnten aus innere Recktt>e- mung itol^fcrn, namentlich auf die d?s Reicks- scrickts.^Scftie Ueberlastung ist uns brr glän- Äenblte Beweis des allgmieineii Vcrt au.'i 4 Ttr Tätigkeit des R ii* ustizmi i criu : 5 erstreckt sih auch aus 'alle Gebiete der Rechtsvflev io auf beu Entwuri 'zur Umari:<t'tmg b s St u red,t -, bas feit 20 'Jähren sich nicht weiter en rwibelt lat und der neu« Zeit entsprechend in Evilltrig mit ben s tnasbefri rnmun gen geb nacht werden kann. Auch auf den Entwurf eines neuen Reicksstrawollzi-gs-- ^fetzeS rechnen wir gleick^irig. Tas bürgTr.'iche Geietzbuch nnri> crnfdmcibc b*. Ae ide.ni gen e - fahren. Vcreinsr^ü, Miels eck;: Tie ft e - trag, Mobiliarhypct.-ekcn erb.iidxn lalligstr IhngriMtung. Die Gesetze über die llnta- lialtung der unehelichen Kinder, über die Voi> legung der Bilanzen an die Brtriebsräte und über ihre Vertretung in ben ?lussicktsräten werden dem Hanse demnächst zugehen. Im Sttafvrvzeß muß mit dem Prinzip der Sondergerichte ge­brochen toerben, bann lassen sich bie Kvmpetenz- irreitigfeitcn vermriberr. Enge Verbindung mit dem Leben der Arbeiterschaft wird auch unsere Gc> ridjtc zu einem näheren Verständnis der Materie bringen. Deshalb möchte ich vor der ?üircgimg. für die Arbeiterschaft Sondergerichte zu schassen, cnsschieden warnen. Zwischen Prozessen undRechts streitigkeiten muß ein Unterschied gemacht werden. Für minderwertige Angelegenheiten dari kein arv^ tzer Jnftanzmweg zur 9üm>cntnnig gebracht roeroen. Daher muß das Cinzelrichlertum mehr ausge­bildet und von allen 9lebcnarbeiten e.ulaitet wer­den. Auch das Rochtsmittel der Neoisioii muß imigeftoOet werden Die Revision liegt nickt im Interesse des Einzelnen, sondern der Nesstspslege. Mer aurf bei der Zivilrrchtspsleyc wollen mir ge- wisse Aendermigen treffen. Cingehenbe Vorarbeiten

aar, vorm. 1012 Ubr, HcrmeS, Qjabnboiitr. 60 er Ziisichsff. iMIÄW!

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