Uns dem Reiche.
Beratungen beS Reich-srobinellS.
Berlin, 25. Nov. DaS Qteid)3!obinett Hal sich gestern abend, bem , Vorwärts" zufvlqr, mit der Erledigung der Reparationsver- p f l i ch t u n g e n beschäftigt. Deller bewilligte ba£ Reichs kaoinett einen Zuschuh von 100 Millto- fl'-n OHarf an die Quäke rstlftung für bedürftige deutsche Frauen und Äinber. Schl^eftlich wurde eine Notstaudsaktion zur Milchverso r- a u n g der Städte und weitere Mastnahmen zur Bekämpfung de« LebensmittelwucherS beraten. Diese Fragen sollen am Samstag nochmals mit der preußischen Regierung besprochen werden. Dem Blatte zufolge steht aber heute schon fest, lxi6 die Notstand sallion zur Mllchversorgung durchgefuchrt und daß in den nächsten Tagen neue -Maßnahmen zur Bekämpfung des Wucher« be- Lanutgegeben werden.
Entstaatlichung der Gisrnbcchneu?
Berlin, 25. Nov. Der Großindustrielle Direktor Tremer erklärte gofletn In einer Rede, die er Im Der ein der Berliner Kaufleute über da« Kr^itargebot der deutschen Industrie hiell, bah schon in den nächsten Ta "en ein Reich Leisenbahnsinanzgeseyv röf'ent- lbchk würde in b-ra die LoSlösung der li enbahn-m aus dem Reich-etat vorgesehen sei. Gleichzeitig werde ein Dienst geseL erlaisen werden, da« mir der bisherigen Dienst reaelung und der schematischen Ruffassung deS 2lchtstundentageS aufräu- men werde.
Beschlüsse de« Reichsrats.
Berlin. 24. November. (WTB.) Der ReichSrat stimmte den Beschlüssen- des Reichstages zu dem Gesetz über die Notstandsmaßnahmen zur Unterstützung von Rentenempfängern aus der Invalidenversicherung zu. Der bayerische Gesandte von Präger hatte beantragt, gegen oie Reichstagsbeschlüsse Einspruch zu erheben, well durch die Lastenverteilung in 6 7 die Gemeinden unerträglich belastet würden. Gegen die Stimmen Bayerns und Bremens wurde dieser Dn- trag abgelehnt. Angenommen wurde auch die vom Reichstag beschlossene Novelle zum Der- stcherungSgesey für Angestellte. Die Grmäfti- nungcn derTarifeim Ei s enba hnvorvrtSV er - kehr wurden vom Reichsrat entsprechend den Beschlüßen seiner Ausschüsse in der Form angenommen, daß daS ReichSverkehrSmini- sterium ersucht werden soll, die Frage der Personentarife für den DorortSverkehr namentlich im Amkreise von Großstädten und für den AuSfluaS-. Ferien- und Bäderverkehr, erneut einer Prüfung im Benehmen mit den Vertretern der Länder zu unterziehen-
Erhöhung der Mrhlration.
Berlin, 24. Dov. (WTB.) Imvolks- wirtschaftllchen Re ichStagSauS- schuß wurde ein Antrag der Frau Agnes (M.), die tägliche Mehlration auf 260 Gramm zu erhöhen, abgelehnt. Dagegen wurde ein Antrag von Schlack (3) angenommen, der die Deichsregierung auffordert, mit den Or^ ganstativnen der Landwirtschaft zwecks Erwerbung einer Mlllion Tonnen Brotgetreide für die Erhöhung der Mehlration zu verhandeln.
Dom deutsche» Industrie- und HaudelStag.
D e r 11 n, 23. Nov. (WTB.) Beim deutschen Industrie- und HandelStag sind folgende Personalveränderun- qt n eingetreten. An Stelle des als Präsident zUrückgetretenen Dr. F r e n z e l tritt der Präsident der Berliner Handelskammer Franz Dt)n Mendelssohn. An Stelle des am 1. Mai 1922 In den Ruhestand tretenden Generalsekretärs Dr. Soetbeer wurde der Geschäftsführer ter Düsseldorfer Handelskammer Dr. Brandt zum ersten geschäftsführenden Präsidialmitglied gewählt. Stellvertretendes geschäftssühi endes Präsidialmit- alied wird Geheimer RegiernngSrat Dr. Huber. bisher Geschäftsführer des Landesausschusses der preuhßchen Handelskammer. Frenzel und Soetbeer wurden lebenslänglich in den HauptauSschuh des deutschen Industrie- und Handelstages zugewählt.
Sturz des braunschweigische» Ministerpräsidenten.
Braunschweig, 21. Nov. (Wolfs) In der heutigen Sitzung der LandeSversammlung machte der Abg. Kaefer (LandeSwahlverband) einen Borstoft gegen den Ministerpräsidenten Oerter, indem er ihm Bestechlichkeit vorwarf. und »war auf Grund eine« von den „Neuesten Nachrichten" veröffenllichten Briefes; einem solchen Minister könne man £e/t Vertrauen ent- gegenbringen, Oerter müßte Zacher von seinem Posten jurü(ftreten. Die Fraktionen zogen sich daraus zur Beratung zurück.
Nach Wiederaufnahme der Sitzung erklärte Ministerpräsident Oerter, dah er sowohl von seinem Ministerposten AUtüdtreten, als auch sein LandtagSmanbatniederlegen wolle. Für die gegen ihn vorgebrachten Behauptungen fehle bisher jedes Beweismaterial: solches werd« auch durch die bevorstehende gerichtliche Darhand'ung nicht bergÄ>racht werden tonnen.
In der am Freitag vormittag stat'findenden Sitzung wird die Neuwahl des Ministerpräsidenten hOLgenommcn.
Bayer sche Etrc fmdrohuagen für Derschiebung von Lebensmitteln. München. 24 Nov (DD) Der Wirt- Schaftsauzfcvutz des Landtages beschäftigte sich mtt dem Antrag aus Einführung von schweren Zuchthaus st rasen, im Rückfall aus Ein- führung der Todes st rase, bei Verschiebung von Lebensmitteln ins Ausland. Der Tcrtrelcr des Iustizministers teilte mit, datz für die Verl chiedung von LedenSmittein nad) dem Ausland bereit» test vÄrchthauSstr.i. von 1 bis 5 fahren und Eeibstraf« von 20 000 nTTnrf b.S zu unbegrenzter Höh.' sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte vorgesehen seien. 3n einer Aussprache wurde die Einführung der T o d e s st r a s e als nicht zweckmäßig bezeichn« Bon so'ialdemotratischer Seite wurde als av- schredendes Beispiel ZwangSarb^tt von 10 und mehr OaVicn empfohlen»
Die Vorschläge der britischen | Industriellen zur Revision des
RepcrrationsabLommens.
London, 24. Nov (Wvlst.)^In der Denkschrift des Sonderauöschuf >es deS Bundes derbritischenIndustrien hellst es weiter: Wir sind der Ansicht, da) die Eintreibung der Leparatwren die Indutrie Gwydrttanmens ernstlich erschüttern würde, sofern nicht besondere Maßnahmen getroffen werden, um die Form der Zahlungen zu regeln. Wrr stimmen darin vollkommen oberem, datz Deutschland bis zum äucerftcu Matze seiner Zähigkett zahlen soll. Wir sind jedoch ter Ansicht, dah, um unterer Industrie Den geringstmöglichen Schare.! $u,u üren, die alliierten Regierungen neue Vereinbarungen such« sollen, um die Bedingungen in verschiedenen Richtungen adzuändern, und. wenn mog.ich. d i e Last z u erleichtern, die Deutschland auferlegt wurde. Im gegenwärtigen Augenblick toirfr die gesamte wirtschaflliche Zukunft der Welt überschattet von der riesigen Last der Schuld, die während des Krieges u.td der Nach'negs- peciode zwischen den g.otzen Nattonen euigegongen wurde, und es ist unmöglid) zu erwarten, datz der internationale Handel in die Bahnen wie vor dem Ärtege zurücSehren wird oder neue Beziehungen auf einer dauernden Grundlage erreicht werden können, bevor nia-t die Methoden, durch die diese Schuld liquidiert werden soll, auf einer vernünftigen Grundlage erreicht werden können.
Diese Frage, so heiftt eS in der Denkschrift Vetter sei von besonderer Bedeutung für die Fabrikanten und Arbeiter Englands, die zum gcof.-en Teile englische Waren erzeugten, dir die Deutschen und sie nach denselben Märkten ausführten. Deshalb sei es von arötz.er Wichtigkeit, dah der Charakter und der Umfang, der dmttschen Warenfabrilate zur D^ahlung der Reparationen den Bedürfnissen der alliierten Industrien angepatzt werde und ihre Entwickelung fördere. Es sei wesentlich, dah die Bezahlungen über einen weit gröberen Zeitraum verteilt würden als in dem augenblicklichen Abkommen vorgesehen fei Das Memorandum der bri.i chen Indust reellen schlägt eine
Revision des Reparationsabkommens auf folgender Grundlage vor:
1. Ansehung von Forderungen an die deutschen Industrien und Unternehmungen '/i Stelle der augenblicklichen Derbindlich- teiten an die Regierungen;
2. schärfere Anordnung der Klallen von Waren und Arbeitsleistungen, die Deut.chland liefert, um dadurch soweit wie möglich eine Schädigung ter alliiert« Industrien zu vermeiden.
Alle bcutfdei industriellen Unternehmungen konnten beispirlSweise angewiesen werden, dne besondere Klasse von ersten Bor'uns arbeiten zu schassen als eine erste Forderung (First Charge) an das Geschäft. Don den Inhabern von Grundbesitz könnte ebenso vc * gt werden. Last sie ähnliche erste ForderuNo-u bis zu einem festgesetzten Verhältnis des Wertes ihres Desirs schaffen. Dringliche Hvpotheteu oder erste Vorzugsaktien sollten geschaffen werden für Unternehmungen. wie deutsche Eisenbabnen, banale, Schiffahrtsllnien usw. und möglichTrweise sogar für die deutschen Tanken und Drost Handels Unternehmungen. Diese Sicherheiten soll.« dann von der dculschen Regierung den alliieren Regierungen ausgeh and igi werden, die sie, wenn sie es wünschten, Privatpersonen verkaufen tonnten.
Das Memorandum fügt hinzu: Ein Plan in der Art wie der eben erwähnte, sei in verantwortlichen Kreisen In Deutschland tatsächlich erörtert worden. Als Vorteil für diesen Plan wird angeführt: Ec würde bis zu einem gewissen Maste eine automatische Anpassung der jährlichen Lasten an Deutschlands Leistungsfähigkeit ermöglichen. Nach dem vorgeschlagenen Plan würden die Zahlungen eine erste Sorberung für alle privaten Unternehmungen werden. Zinsen würden jedoch von keinem Unternehmen in keinem Iahre gezahlt au werden brauchen. Durch Umwandlung einer Schuld, die innerhalb eines beschränkten Zeitraums bezahlt werden must, in eine Dauerverpflichtung wurde dieNotwendiglett der jährlich« Sorge für die Amortisation for.fallen. Die vorgeschlagLne Mah- nahme würde austrrdem denA l ierteu eine gewisse Kontrolle über die deutschen I ndustrien geben, die grvst genug wäre, um sie in den Stand zu sehen, einen beträchtlichen Ginflust auf die Entwicklung und Leitung des deutschen Handels auszuüben. Schliestlich würde, wie in dem 'Memorandum her- vocg: hob en wird, eine wett bessere Sicherheit für die Bezahlung der deutschen Schuld gef^r f en werden, indem eine Vereinbarung zwischen den Regierungen, die letzten Endes von der Tätigkeit der Allii ilen abhänge, ihre Forderungen durch militärische Mittel zu erzwingen, verwardelt werde in eine groste Zahl von geringeren Dervslichtungen zwischen Privatversonen Deutschen. All ier:« und Neutralen. Diese Be ps ichmngei wlr ei mit dem deutschen finanziellen und kvmmerz>el.en System so eng verknüpft fein, datz eine Aich tone ckennung unmöglich würoe. Es würde ungeflhc aussehen, als wenn Deutschland ein unentwickelles Land wäre, das mtt H.lsr ausländ schen .^api'als eit- wickelt worden sei und weiterhin Zinsen für d e es Kapital zihle.
DaS Memorandum fährt fort: Da es klar sei, dah selbst, wenn durch dir Arnahme dieses Bewahrens die jährlichen Zahlungen wesentlich vermindert werden konnten, Deutschland immer noch bet rächt iche Iahreszahlunge i zu rerrid en habe und Waren au8fü.)r:a müsse, sei es sehr wichtig, dah die deutsche Produktwnslraft soweit wie möglich in einer Richtung gefördert werde, die sie entweder für die britische Industrie unschädlich oder ihr sogar dienlich mache.
Das bestehende Repara.ionSabkommen sehe bereits die Leistung von wesenttichen
Zahlungen in Waren
vor, und dieser (SamMag sei erweitert worden durch besondere Aomachungen. i L rv i den a lii r- ten Läirdern separat mtt Deutsch an) aba sch ossen worden seien Dieses Berirhern fd jedoch nicht fian\ einwandfrei. Er vederlich sei ein umlallendes Abkommen zwischen allen Alliierten, tat Waren und Leistunaen je tsetze. die Deutsch and zu Ii *ern habe, unb oie Richtung fe'tlege, i.i der sich die deutschen x nOuftrien entwickeln könnten, ohne i.gendwie den Industrien der a3l ert.m Rationen ernstlichen Schaden zuzufügen. D.u schan'' könne den Xluertcn liefern; Stof e die nütz tu) seien zur Emwillung der Industrie oder Land.virtlchaf.' in den alliicr.cn Ländern wie zum Be ioicl .^aü, Holz unO Kohle: außerdem ßmc der ta sächliche Wiederaufbau des zerstörten Debie- tes Deutschland noch i.nmcc ub.tajet werden. Das Memorandum schlagt als wettere Art der
Betzahlung die Ausfühimng von Bauwerken in den alliierten Ländern oder in anderen Ländern un.ee alliterter Lettung vor. Die Bauten müstcen selbstverständlich unter der Gewähr, ausgefüarr w« den, dah Deutschland sie dazu benutze, um du Lä d.r. in denen sie untetnoaunen würden, fried »ich zu durchdringen. Zu bleiern Zwecke mühten sie u.tter ausschüeulicher ßeitung und 2UH ut>t von Ingenieuren und anderen alliiert« technischen Sachwtrudchcn ausgeführt rxx_-en. Als Beb' 'Piel für eine solche Konstruktionsardett fuhrt das Memorandum an erster Stelle an die Wiederherstellu der E.fe.Bch'.e.l und andercr Beroindu.igswege in Mitteleuropa und mögltztzerweise in Zukunft auch in Rutzland. Deutschland fei viel näher gelegen und viel besser geeignet für diese Arbeit als dte
Alliierten, und, wenn Deutschland nccht diese Arbett verrichte, so bestehe keinerlei Aussicht, datz irgend jemand in den anderen Ländern fein mürbe, diese Au,gab« in der unmckieLbaren Zukunft zu erfüllen.
In dem Memorandum wird zum Schlutz ausgeführt, die Durch, ührung dieser "Vorschläge würde umfass«: Abänderung des Friedens- Vertrages unter Mitwirkung Deutschlands. 3n Deutschland gewinne die ^Überzeugung Boden, datz die deutsch« Finanz« auf eins gAunde und dauernde Grundlage gestellt werden mühten. Die deutsche Regierung sei daher berett, eine Revision der Reparationsbestimmung n des Fri densvertcagsauf ve iriti i er Grundlage anzunebm«, da sie beurebt sein müsse, die Mlttoirkung deutscher finanzieller und Wirt- schafllicher Inter ess« für die Durchführung des abgeändert« Lleberett.kommeus zu gewahr«. Wenn ein solches Uebercinfonxmcn eine dauernde Ermäßigung der alliiert« Forderung« an Deutschland einschlletze, so wäre die notwendige Derzichtleiftung gerechtfertigt, ttxmn sie zu einer rascheren Rückkehr der Welt zu annehmbaren
Derhaltniss:n
beitrage. Ilm jedoch diese Ergebnisse zu erziel«, sei es weseittlich. datz jeder Derartige Ausgleich geschehe unter der nachdrücklich« Bedingung, datz te deutsch« Finanzen in Ordnung gehcllt« wür- Den und datz Deutschland die Bedingung« auferlegt würd«, die die fortgesetzte 3nflation der deutsch« Währung und die daraus folgende Entwertung der Mark unmöglich macht.
Sius Stabt und Land.
Dietzen, den 25. Nov. 1921.
Winke für die Landtaqswayl k
1. DaS Wahlgeschäft beginnt um 9 Uhr vormittags und endet um 6 Uhr nachmittags.
2. Schiebe die Wahl nicht bis zur letzten Stunde auf.
3. Ehrleute gehen möglichst mit ihren wahlberechtiglen Famllie7.a..gehöckgen gleichzeitig zur Wahl. Dies erleichtert das Wahlgeschäft autzerordenilich.
4. Steäe den richtigen Stimmzettel in den Umschlag.
5. Stecke keine zwei Stimmzettel in den Umschlag.
6. Unterschreibe den Stimmzettel nicht.
7. Gib keinen leeren Umschlag ab.
8. Versuche nicht den Wahlumschlag zuzukleben, denn er ist nicht gummiert.
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" Amtliche Personalnachrichten. Am 15. November 1921 wifde der Regierung r. bauführer de5 chochbausachs Dr.-Ing *an Söder aus Berlin und am 18. Novembei 1921 der Reaierungsbaufuhr.'r deS Hoy'aufah^ Peter Schönberger aus Rodau Kreis Dieburg, zu RegierungSbrumci>.ern ernannt — Erna.nt touroe am 19 Novrrnbrr 1921 der Äanzl ig hi se Georg Philipp Kaiser in Darmstadt zum Kanzlisten bei dem Ministerium der Justiz. — Er.rannt wurde am 21. November 1921 der Lch-anus- assessor Franz Ott aus Main) zum Stu ten at — Am 17. November 1921 rourxit die Forstwarte: Ludwig Diehl zu Rüsselsheim (Ob.>rförie ei MLnchb.uch). Hermann Eckert zu Wolf (Ober- sörsterei Büdingrn), Heinrich Karl <i) ra f zu Mühlheim (Oberförüerci Grotz-Steinheim) Io- hann P^i.ivp Hartmann zu N u adt (Obcr- fbrfierd Höchst), Georg Hildenbeutel au Weschnitz (Oberförsterei Lörzenbachf, Georg Keil zu Brandau (Obetförflercl Ern!hof«), O:to Klös zu Ob'r-WidderSheim (O)erför' e ci Bi - ae beirn), P jUlpb Krämerzu Ernst o e.i (Oberförster ei Srnschos«», Wichelm Lotz zu Wi.seck (Obettörsterei Dietzen). Iohanre> Pfaff ?u ForsthauS Wri;«stein (Oberförsterei Aluy), Heinr. Rasch III. zu Freiensteinau (Obarförfterd Dceb«hain), Ivhanu Eeorg Schäfer zu Fallenyesäh (Oberforsterei Be-rfelden), Xam Schmitt zu Cb r-Sch^r ach <O> r ör'tereiWall - Michelbach) Johann Grora Sief er t z^r Dan- melsbach (O-erför te ei Rothenoera). Heinrich D i l l h a r d zu 'Wald-Amorbach (überföriierci Höchst), Leonhard Walther au H'ttt n hal (Obeckörste ei Teer^e'bm). Peter Ailmann Steinau /Oberförftemi Ern:hof«) unter der Amtsbezeichnung „5er"ter“ vom 1. Aprll 1921 ab in den Staatsdl«st übernommen.
•• Die Rrichsbanknoten zu 50 Mark dvm 30. November 1918 (kenntlich an dem Oval auf der Vorder fette und an der hellbraunen Farbe — sogenannte Bilderrah- men-Note -—) sollten von den Reichsbankstellen bis zum 31. Ianuar 1921 eingelöst werden. Trotzdem die Reichsbank sett letzterem Tage zur Einlösung dieser Banknoten in keiner Beziehung mehr verpflichtet ist, hat sie doch
neu, so ist eS der 50-Erm.-Schern (5 Tff.) der Go f angenengemeinde Llvignon-Zlanckreich. Ueber 60 deutsche Brüder fronen dorr noch als olla- Den eines fremden DolleS und lassen hier ihre Anaehörigen, alle Eltern, Frauen mtt 3—5 ÄinöCTn größtenteils in traurigften Verhält- nissen .zurück. Im Auftrage des HllfsauS- sch. sseS gibt das Avignon-Kornttre N.-uhauS L Westf. (Dr. Huestedde, leit. Arzt des St. Andreas-Kranckenhau es, Q. eg.-Medizinalrat Dr. Walz, AmtSrenlmeister Ioh. Dee) den Notgeldschein heraus. Kein Geringerer als Rudolf Herzog hat auf Bitten der Gefangenen dem Scheine einen flammenden Appell in Gedichtform beigegeben. Dieses Gedicht ziert die Rückseite des Scheines und die eigenhändigen Unterschrif^n sämllicher Avignon-Gefanae- nen. Dies dürfte schon genügen, dah er oct erste und der Ehrenschein jeder Notgeldsamm- lung wird. Llber auch der Nichtsammler wttd gern diesen seltenen Schein erwerben, um dazu beizuttagen, Len 2Icrmflcu der Armen eine WeihnachtSfreude zu bereiten und das Komitee in den Stand zu setzen, da überall in den Familien zu helfen, wo Hllse dringend not tut Man wende sich rasch an daS Avignva- komitee Neuhaus L Wests, oder an bie Ge« msindckasse.
•• Die Ergebnisse bet Haupt- kvrungen deS Iahres 1921 werd« hn Amts- verkündegungSblatt in Nr. 169 und den fo^enben Nummern veröff«llicht Jnterefknten, t>w auf daS AmtSvertünoigun^sblatt nichl abonniert sind, können gegen Erstattung der Herstellungskosten Abzüge der Lift« von unterer Geschäftsstelle
** Zahlung von Vorschüssen an EmpfängcrvonMilikärversorgung^- gebü br n issen P. u n b H 0 urchdasPost- a m L Alle ruhegeh^llSberechrtg:« f über« aktiven Offiziere unO Beamte iei H ereS. ber Marine und der Schutztrupp« sowie Die W.twen ber früher« aktiven Of^Uierc unb Beamt« bes Heeres, der Marine unb ber tzchuytrupp« er- hott« alS Dors Huß auf die aus cer später« Umrechnung ber Dersoigungsgebübrnisie insoigr der Atnberung der Bes.l ungSorbnunz lly er,lebenden Mehrbeträge Die für November 1921 nach der Stammkarte fälligen laufenb« Beträge noch ein- mal. Die Zahlung deS Bo. schusseS ist von ber Vorlegung eines NuSwrlses (M.ttellung der Per sw s- abteilung deS Reich^ministeriums £eJ Iu er» ober ber Kownial-Zertralverwaltung des Reich mini-
>:is für Wiederaufbui) abhän ig Die Empfänger, bie den Vor schuft bar ab hebe.*, leg« eine Quitamg über d« Novemberbetra^ uid Den Ausweis vor: dir Dagegen, bie Den Vorschub auf ein Dank- oder ScheLonto ubsrw^sen hi ei wv'l«, werden ersucht, den Ausweis at ber Rer-.teizalck- ftcKc oder auf Dem Amtszimmer des Postamts (Dahnhofstrahe) abzugelen. Die abg«omm«« Ausweise werd« den (Jm.fingern von ten Ver- sorgungSbehord« später zurückgegeben.
tt Der Verband e van gelikch-kirch- licher Frauenvereine hielt gestern seine Herbst Versammlung für Oberhessen im Gasthof .Hindenburg" dahier ab. Nachdem Dekan Vu tz- mann- Kirchberg die Derfammlung mit einer Begrünung der Anwclend« eröffnet hatte, bei sich Frau Kindt hier im Namen der hiesigen Zrauerrvereine ansckilotz» berichtete die Vertan ds- Idretürtn Frl. Storck-ttederau über die Tätigkeit deS BerbandeS, der durch Neu gründu ng ton Vereinen zugenomm« hat. Darauf hielt Pfarrer Schneider -Offendach a. M. ein« eingehend« Vortrag üb*r de Frage .Was können die evangelischeri ^rauap unb öle eoan- gelifchen Frauenvereine für irre Kirche tun?“ Die Antwort war eine Dcwissen^schärfung für bie evaMgelifch7 Frau, mit ihrem Glauben nach all« Seit« rechten Ernst zu mach«, und damit sowobl ihrer Famllie wie ihr« ^kachdarrnn« gegenüber mit gutem Beispiel voranzugeh«. die Ee- mütSwerte, christliche Sitte und .Zucht und christliche Liebestatigk^tt zu pfleg«. Die Tätigkett ber Frauenvereine soll daS leibliche unb geistige Wvhl der ganyrt Gemeinde im Auge friton und eine ©cftnnungÄ- und 2rb?tt-gemeinschift fein, bie eine KerTtttnppe ber eoangelischen Gemeinde bildet 2tn ben Vortrag schloft sich eine lebhafte Aurache an. In ber noch manche Anregungen für bie Verein-leiterirm« gegeben wurden. Fri. Storck wirb au y in blc|«t Winter in den DelanatSgemeind« Vorträge hall«.
Boruotizen.
Tage-kalender für Freitag. Stadt- tbcater, Z Hör: .AU-Hcndeld.-rg". — GrvY« Hörsaal be*- Ilniver'ttät, 8 tthr: Dortvag ber Gie- Yener Hochschulgesellsch — Hotel Eitchorn 8>4ilbr- Wahldettammlung ter Deutsch atio al« Docks- bartel — Hotel Oroftherzog. 3»/, cklhr: Oeffcai- liche Beamtender'amm'u g ber Demokratisch« "Hartei. — Lich tspieltzaus, Bahn hofft va**, heute diS einschließlich Sonntag: .Lederstrumpf unb .Zwei GvLbsisch^.
Wettervoraussage
für Samstag:
Dorwieaenb heiter unb trocken, Frost, we-ch« felnbe Winde.
Das über Ruhlanb gelegene HochbruckgeLiet wirb von einem übtr Nordsbweben erschienenen Tief sädllch gebrönat Uc6er Mitte'eurora herrscht unregelmäöiger Luftdruck Wech'elnle Winde auS Nord« unb Ost« haben stärkere Ablühlung gebracht.
Landkrei- Gietzen.
x W i e s e ck, 24. Nov. In dem Bericht über ben Xotrn'ormtaq ist infolge Druckseblers bk Zahl unserer Kriegstoten mü fall 150 angegeben. eS rauf’ richtig 100 heihen.
noch m besonderen AuSnaymefällen, in denen die Unmöglichkeit einer rechtzeitigen Vorlegung ber Noten — wie z. B. in GrbschaftS- angelegenhetten — nachgewiLsen wurde, einen Unnau sch dieser verfallenen 50-Mark-Noten bei ihrer Berliner Hauptkaste vorgenommen. Sie macht nunmehr darauf aufmerksam, daft auf eine Fortsetzung dieses Gmgegenkommcns über den 31. Dezember 1921 hinaus nicht zu rechnen sein dürfte, und empftrylt dringend, die Geldbestände sorgfälttg nachzuprüfen und etwa noch vorhandene 50-Mark-Noten genannter Art unverzüglich der Reichsbank- Hauptkasse in Berlin unter Nachweisung ber Unmöglichkeit einer rechtzeitigen Dorlegung zum Umtausch einzureichen.
♦* Das Notgeld der Rot. Denn
ÄrcU Alösctd, ohz. Homberg. 24. November. Sine 22 Pfund schwere Kanonen kugel wurde unlängst im Gebüsch des SchlohbergeS versteckt aufgefunben. Sie dürfte aller Dabr- scheinlichkeit nach von ber Beschießung 6er Stadt im Jahre 1Q6 unter den Generälen Götz und Holzapfel herstammem Die Stadt lltt damals sehr, so dah fte am Ende des Krieges aünalkf» verarmt war und langer Jahre bedurfte, ehe sie an Wiederaufbau den- ken konnte.
Arci- Friedberg.
• Münzenberg. 23. Nov. Die hiesig« Ortsgruppe berLigazumSchuyederbeut- schen Kultur cer-n caltiU gLitera ein« Vor- s ttagSabrnd, auf dem Dr Brönter (Darm'mbü le ein Notgeld Berechtigung harre zu erschein ‘ über den .£taatAbanferpuM Iprach. Der 2ax *


