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Nr. 119 Svelter Blatt Gießener Anzeiger (Gen?ral-Anzeiger für Gderheffen) Mittwoch, 25. Mai 1921

Staatspräfiöent Ulrich über die Annahme de; Lntentedillat;.

reifen. 25. M-n 1921.

OtmoM He SanbtaptfroaWen erst für 9bt*m6cr tn st^rii, bat die ©onaYbcm j fro*

tische Partei bereits gestern abatb im 6af*- ßeib ihre erste Wahl Versammlung ver anfiattrt.

Staatspräsident Ulrich sprach Lbe^ Die 9otnoi der Verweigerung der Unterschrift de4 EiitentediktatS für das deutsche SkrtF'. Als die Gcschtage en seien wir gezwungen, die Bedingun gen der Sieger anMnehmen unb dürsten uns über deren Forderungen nicht wundern. Wir müßten aber «le« tun, irm ta* ju verhindern, was die Feinde eigentlich wollten: Bmnfetmn der deutschen (5inhrit. Cs gelte unter allen Uvrstmiden den Versuch ru machen, das Ultimatum au^ti kühren, de-sen Unterreichnung im Interesse des deutschen Volkes geschehen sei. indisch sei es, die ?L.clmung nnt der Furcht vor jalwrehntelanger Bindung mi beiründe-i. In bratfcrt Jahren könne »CT irirf ae'ch den. Wir müht n immer d^denken, daß wir den Feinden anSqeliefert feint: die Politik der (frohen Worte sei heute eine Gefacht fürs Vatvv- land. Nach irm er er Ablehnung hätte Frankreich Doilflommnt sie « Spiel geitadt. In btefem Zv' lammen bang müsse auch die oberschlesische Frage betrachtet werden. Der Ausstand dort sei ja nicht polnische, sondern französische Mache. Abschnü­rung M Nndr.-ebiets irib der odeschlesischen §vh- l.iv ir> Er fel e. Wit ihre i imm ttekbarcm ?olg m: Lalnnlegung der beuneben Indunri^ und unsagbare ÄrbeitShoiiäkeit und anderes Elend, das sei das Zid Frankreichs. Durch den Versuch, das Ul­timatum yu erfüllen, zeigten wir der Welt, daß nicht wir, sondern die Feinde cs gewollt haben, wenn Elend und Chaos doch ein treten.

Die Deutschnati-malen hätten die Ablehnung de- Ultimatums betrieben, weil sie das Chaos mr/ntrn, um hernach den Boden für ihre m>onar> chisiilchen Zide bereitet &u finden. Die Deutsche Lolkspartei sei in der Frage Ja oder Nein nicht «einig gewesen. Obnvhl die Richtung Stinnes die Katastrophen Politik der Teutschnat'onalen vertreten habe müsse anerkannt werden, daß die fähigsten tfötne bieder Partei ssir die Annahme eingetreten seien. Tas Zentrum sei ssir das Ja gewesen, irm für den Augenblick das Schlimmste zu vermeiden Die Svzialbeuwkrattsche Partei sei ybxrr für die Unterschrift, aber erst nach vielem Ueberlegen bef­reit gewesen, die volle Kvnscguen-z auf sich zu nehmen und in die Regierung einyutreten. Es sei feine dankbare Aufgabe, den Murren, ben erobere in den 'Dreck gefahren hätten, wieder herauszu /ziehen. Tie USP. sei in der Sache zwar rtns ge­wesen Mit der Sozialdcm-) kralle. Bei ihr habe sich «aber noch nicht die Erfenntnis burdxrerimgcn, ßdaß rm packlcrmentari'eben Staate das Parlament «auch die Verantwortung tragen müsse.

3um Ergötzen der Zuhörer ent'txum sich hier ein Pnva nmtum mit dem unabhängigen Land- tagsabgrordneten Kiel. AlS die et da^wischenrief: ,^Ja. wenn die Eteheimräte nicht wären!" sagte bet Staatspräsident u. a :Mein lieber Freund Kid, Sie sind eigentlich viel fdilimmer als mancher Geheimrat!" TieGeheimratwirtschaft" könne nicht von heute aus Morgen be'eitigt werden. Tie 'sozialistischen Parteien Müßten bei den Wahlen Huwkmmenstehen, um den demokratischen Staat in »den sozialistischen Staat umwandeln »u können. iDie nächste Wahl komme vielleicht schneller als Mancher annehme.

Ter Abgeordnete Vetters berichtete dann .über die Tängfeit der Soziaildemokratiscben Partei tm Hessischen Landtag, ohne viel Neues zu sagen Er kam auch auf die demokvatische Versammlung deS 8k)rabenb5 zu sprechen. ES sei unerhört, datz 'Senator Petersen den Sozialismus als ! Schwindel be-^ftchnet habe. Dadurch sei erwiesen, daß dieser Mann auf kapitalistischem Standpunkt stehe. Ein schlimmes Zeugnis habe sich der erste Mann brr Demokraten ausgestellt, als er sich so .tnrmm hinsdellte und svgte, er wisse ni-ftt, was 'Sozialismus sei, zu dessen Erklänmg doch Hun­gerte von Bücher geschrieben seien.

Zur Aussprache meldeten sich zahlreiche Redner, die erst kurz vor Mitternacht ausgeredet hatten. Sämtliche Linksparteien, von den Kommu- misten bis zu den Demokraten, waren vertreten. Die Diskussion, an der sich auch die Zuhörer durch Zwssclicnruse, lauten Beilall und deutliche Ablehnung ausaiebiA beteiligten, wurde oft sehr temperamentvoll gerührt. löste sich oft auch m Zwiegesprächen und persönlichen Auseinander- -setzungen auf.

Herr Mohr vertrat bvdenresormerische Ideen. Pssicht d-s hessischen Staates sei es, aus seinen großen Wäldern Baumaterial für Woh­nungsbau t en zu liefern. Auch die produktive Er- wervslosensürsorae möge sich mit der Herstellung von Baumaterial befaßen.

Aba. Kiel behauptete, daß die USP. die trei­bende Kraft zur Unter^ichnuna des Ultimatums gewesen sei. Er erinnere nur an dieverdorrende

Hand" Scheibemann-. Für die USP komme nur eine rein sozialistische Regierung in Frage. Seine Partei sei in den kritischen Tagen zu Beginn des Monats bereit gewesen, in eine Regierung auS den sozialistischen Parteien und den Cferoerks chatten einzutreten. Die USP. werde niemals mir einer bürgerlichen Partrt zusammen geben, für die bei Sozialismus Schwindel sei. Bei seiner Kritik der beffifeben Zustände brachte Herr Kiel wieder feine beliebte Gegenüberstellung von Ministergehalt und Einkommen einer armen Schreiberseele.

Ter Kiömmunist Haupi wrarv sehr tem- peramentvoll über die bekannten Zi le deS Kvm munismus, der berufen sei, das Weltall zu rei­nigen". Er richtete dann -charse Angriffe gegen die derzeitige Regierung. Wilhelm II. hätte es wohl nickt gewagt, den Arbeitern mit dem zehn Prozents gen Lohnabzug zu kommen, wie es fetzt eine Regierung tue, in der auch Sozialdemokraten säßen. lZuruf:Tann hol' ihn doch aus Ame- rongen!")

Der mehrheitSsozialistische Stadtverordnete Mann gab dem kommunistischen Vorredner aus­führlich Antwort.

Rektor Fischer von der demokratischen Par­tei bedauerte, daß sein Parteivorsitzender den So­zialismus als Schwindel bezeichnet habe. Der um­strittene Begriff sei aber weder am Diontag noch in dieser Versammlung geklärt worden. Der Redner sprach dann über Schulfragen.

Als letzter Red,ter trug Herr De tree Wünsche der Gießener Beamtenschaft vor.

In seinem Schlußwort beschäftigte sich Staats­präsident Ulrich hauptsächlich mit den Angriffen der Radikalisten.

Landwirtschaft.

Herchenhain bei Schotten, 23. Mai. Sehr gute Erfahrungen hat man mit der Einführung des ostfriesischen Milchschafs gemacht, das hier und in verschiedenen Orten der Umgegend Eingang gefunden hat. Ls liefert eine vortreffliche, fettre che und wohlschmeckende Milch; ein frischmelkendes Schaf gibt täglich gegen 4 Liter. Außerdem liefert dieses gegen 6 Pfund Wolle alljährlich; diese Wolle ist viel feiner, als die der Landschafe. Sehr geeignet zur Mästung sind die Hämmel; sie erreichen ein Gewicht von gegen 1'/, Zentner. Die Hütung ist einfach; man hann sie zur Herde treiben ober in Einzelhut auf einem Wiesenstück weiden lassen. 3m übrigen ist dieses Schaf bescheiden und gegen Witterungseinflüsse sehr widerstandsfähig. Der Preis stellt sich Kaurn höher, als der des Landschafs. Ein dreijähriges ostfriesisches Milchschaf Kostet gegen 1000 Mark. - Der sogenannte Walbersrnarkt (11. Mai), ein Diehrnarkt, wurde in diesem Jahre wegen bet Maul- unb Klauenseuche nicht abgehalten. Dagegen wirb in biefem Jahre ber sog. Iakobimarkt (23. 3uni), ein Vieh- unb Krämer» markt, stattfinben. Diese Märkte find jebenfalls auf bte (Erteilung ber Sta btgerechtigkeit burch Karl IV. an Herchenhain im Jahre 1359 zurück- zuführen. Der Iakodimarkt bauert drei Tage; auf ihm soll alljährlich ein Handelsjude erfrieren. Früher waren hier Verbrecher fttaflos, wenn sie auf einen Obftbaum flüchteten. Dieses Vorrecht ist jedoch seit 1902 aufgehoben worden, wo von Pfarrer Koller die ersten Aepfel gezogen wurden. Mehr und mehr verschwinden die Sttohdächer, da das Gesetz die Er. richtung neuer Strohdächer streng verbietet.

handel.

Berlin; 24. Men. rsenfttmmnngs- bild. Unter der Derftintmatbcn Wirkung ber fraa> zösffchen Tvochungen wegen Dberfdflefien und tm Hinblick aut "bie heutige französische Kammerntzung eröffnete bte Börse tm Zeichen hochgradiger Lust- losigtell. Tee .Kursgestaltung war bet geringen Umsätzen zunächst unregelmäßig, tm Verlause wickelte sich aber in den eüiytnen Werten recht lebhafte Gefchäftstätigfeit ab, vor allem tn Lösch- Aktien, bte aul Fusimsgerüchle hin durch Inter­essenkäufe sich zeüwetlig 70 Pvoz. chber den gest­rigen Schlußkurs hoben. In Mannesmannröhren' fanden gleichfalls große Umsätze bet schwankenden» Kursen statt, btt fdjlieR/t f) zu geringfügigen Al> sckevächimgen führten. Auch Phönix-Attten konn­ten sich bet angeregtem Verkehr tn ihrem Kurs­stand nicht voll behaupten. Stark begehrt hxrren noch Rbeinmetall-Aktion, iK sich zeitweilig 16 Pro­zent hoher stellten. Bochumer Gußstahl gewannen etwa 12, Buderus 7 Proz , im ft Überwegen tn Tividenbenvarreren ÄbsckIvächungen, du einen mäßigen Umiang von ausnahmsnxnse nur 5 Proz erreichten bzw. überschritten Th. Golbschmidb- Aknen verloren 9 Pro». Teulsche Anleihen er­litten weite« kleine Ermätztgcungen. ilngarischc' Anlerben gaben nach der gestrigen ftr tihit ent­schieden nach. Bankaktien waren ran unbebeutenb verändert. Ter Devisenmarkt war aufrrort>enh* lieb unregelmäßig. Im allgemcinen erfolgte nach erheblicher vormittägiger Steigerung eine Ab­schwächung.

Frankfurt a. M., 24. Mai. Börsen- ftimmungsbild. Ter Verkehr vollzog ssch

auch an ber Adendbörse mit großer Zurückdalllmg und Geschäftsstelle, mfxHgcbefien bie Kurse nur ßermge Veränderungen er tu b een. Fn dieser vor- sichtigen Haltung machte Hei) tk-r Einfluß ber politi­schen Lage bemerkbar. Ilm freien Verkehr hielt bie Kauflust für Sndxuitnm an. deren stUrssland

zeitweise 600 überschritt, sich später auf 598 be­wegten. Rege war das Interesse ftr stasfeler Faß 450. Aus dem Montanmarkt waren neben Buderus auch Pbänft abgeschwächt Dos Geschäft in Aus­lands wert en war unbedeutend bet meist behaup­

teten Kursen. Ungarische Anleihen logen fdniHid'fi,

Deutsche Petroleum 790, 795. 5proz. Goldmer. befestigt. Unter den Industriellkticn sanden Hanl- nvrte Füssen vagere Beacküuna, sie stiegen um 10 Proz. enn 380. Cha motte 'Jbmaiverf 590 ge­wannen 5 Proz. Pinsellabrik Nürnberg sowie Dogtländische Mascbinenf. verloren 5 resp 7 Proz. Chemische unb Elektrovapiere vorn-r genfr be- taubtet Der Schluß gestaltete fick ziemlich fest. Julius Sichel zogen erneut bis 607 an. Heimische Anleihen konnten sich ziemlich gut behaupten.

Frankfurt a. M. 25. Mai.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Brief Geld Brief Tatum: 23. Mai. 24. Mai.

1090,90 1083,10 109°,65 1094,85

809,15

810,85

Börsenkurse.

Berlin

Frankfurt

73,50

183,50

304,50

168,50 168,76

147,60

enind. .

Obe

242,20

398,

399,75

Züricher Devisenmartt.

L.

Amsterdam- Rotterd. 2145,35 2149,65 2167,80 2172,20

Brüssel.Antwerpen . 516,95 518,05 514,45 515,55

570, 193, 581, 247,

126,15

330,65

241,50

61,18

514,45

126,65 331,35 242,-

61,32 515,55

100 100 100

100 10U

1

100

100

100

19,25

1,65

88,8) 117.88

97,8)

125,40

23,89

9,25

4,62

9 40

113,50

7 25 950,-

14,58

89,00

27,57

23. 5. 77,75 80,24

100 $

100 Kr.

100 L.

125,10 332,85

240,50

60,12

518,55

. Kr . Kr . Sh . Fr.

* I

705,- 519,- 432,25

286,- 285,- 715,-

516,50 432,- 296,-

,76 571,-

199.- 9.10

1.375

8.15

46.70

22.17 30. -

>,.70

2.575

660.-

4.60 9.05

125,10

332,15 240,-

59,98

517,45

14,60

80,20

27,63

9,15

4,62

9,25

111.75

7,15

940,-

8,05

19,50 Ml

804,15 805,85

15^28 15^32

88,10 88,30

27,37 27,43

Phönix-Dergb »Akt.. Lad. Anilin» u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. A. E. D Schuckert-Werk«. . . sselten-Duilleaume. . Daimler Bad.» Eisen».. Akt. . Adlerwerke 4*/. Hess.Staatsanl. . (Elektron Griesheim.

24. 5. 77,50 78,50 74,60 70,-

182,50 304, -

252.50 221,50 185,- 168,-

162,75 146,10 432,-

305,25 321,- 458,-

285,25 284,75 708,- 518,- 434,50 297,- 240,- 573,- 191,- 575.50 249,50

73 75 400,50

919,05 950,95 954,- 956,- 1091,40 1993,601096,40 1098,10 1413,55 1416,45 1418,55 1421,45

70,- 181,50 305,- 254,50 222,- 185,25 16«,- 163,75 148,- 432,50 308,- 326,- 462,- 285,50 286,- 714,- 518,75 434,50 295,- 244,50 669.75 193,60 675,- 238,

74.24 399,75

t gezahlt:

23. 5. 24.5

Wechsel auf:

Holland

Deutschland ..

Wien

Prag

Paris .....

London ......

Italien.......

Brüssel.......

Budapest .....

Neuyork. ......

Ägram ..... .

Bukarest

Ehristiania. .

Kopenhagen .

Stockholm . .

Helsingforr. . Italien....

London....

Neuyork . . .

Parts

Schweiz. . . .

Spanien . . . Wien (alles). veutsch'Oefterr Prag Budapest. . . Bulgarien . .

Konstantinopel

24. 5.

Schweizer

Kurs

24.5

77,60

23.5. Franken 199.50

9.40

1.40

8.20 48.55

22.SC) 3X60

48 40

2.60

554.- 450

9.70

Kurs

23.5.

77.75

79,50

Fl. =

ML. = Kr. --- Kr. --- Fe. -

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prao .... Stockholm. Wlen. . . . London . . Pari» . . . Neugork. .

Tatum:

5/, Dtsch. Kriegsanl. 4e/e Disch. Reichsanl. 3*/, Dtsch. Reichsanl. 4% Preuß Konsol» Darmstädter Dank . Deutsche Bank . . . Disconlo-Besellschaft Dresdner Bank. . . Rationalbank f. D. . Mitleid. Creditbank. H.-Amerik. Paketf. . Norddeutscher Lloyd. Doch Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Derqw. Delsenkirch.Drrgw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Eisenb.-D.

Fr. 125.

Fl. 59,20

Kr 88,80

Kr. 117,30

Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden tatum: 1.7.1 L '

(Nachdruck verboten.)

22. Fortsetzung.

£)crrn Collins Abenteuer

NomQN von Frank Heller.

Einige Tage vergingen, während deren Mr. John^, der nun ein ganzes Jahr lang bas Börsen- foiel entbdyrt batte, sich aut die Trento- und Qua- rontetifefc stürz c nrnhrond Mrs. B.-ll das Geld, das er ibr gab, bei der Roulette verspielte

schönen Ta^ws bekam Mr. Islws bam Lunch einen 9 rief von fernem Kvntorchet, der für etnen SUgenblid sein Glück trübte.

Dm Tage vorcher, ydxrieb der Nvntvrcker, batten bie ersten ^perimente mit Mr. Maxwells Appa­raten stattgerundett und ra.rren. wie er mut eilen ftrnnte, nicktts weniger als günstig ansgesallem Zur Kemimis des Pu. ll^.-ms batte man dies bringen lassen, ater tt.vtz mdi errolgter Pub t- faSST oba ÄeHedU gerade ütfcfgebefien, bare bie Börse sofort reagiert. 2.« Aknen, bte man <u 6 Pssmd b Schillmg bmaurgetric.-en hatte, waren aus 6 gesunken. Zevchigende ArE st7arvi itoprt rwmFinancial, ^ader" Mr Jrchns ioo- riellem Organ, Derorciit.r.-t rauben, -^a- b mit den 500 Allein yi tun, bte Mr. Johns njd? nrne hatte?

Das damit zu tun fei? fluchte Mr. Iobns, .verkaufen, re.k u en, ve kruten! Und wemi- ganz >England erführe, das: er verfaulte! Obgleich, dm Tas englifdr Pnblillim war -o hebantneb, wer weiß, am was für Gedatten es rammen kannte, wenn es erfitbre, daß Mr. Ivbns os e.ttetch dte Ischere Pracht der -Iijajnmachten abnxnr, nach­

dem er zuerst b;e Gesellschaft gtifartt hrlle das mußte befracht werden. Tiefe Ertvägung ver­ursachte Mr. Ivhns einen Augenblick der Unnche; und feine Entschlosien-eit wurde wn des Ge­dankens Bläffe angekränkelt. 3 er wer wettz Vrcl- leicht konnte nxf) irgend etwas einrrefim! Mr. I>vhns beschloß» die Sache enrmal dem Zufall |u überlassen. Das war im Notfall ein Verlust von 1000 Pfund? Mr Föhns blies eine illuitta.rve Rauchnwlle vor sich. Am Naännitt-rg machte er bi-* Bekanntschaft Herrn Philipp Colli::-.

Herr Collin hatte Frühling unb S.'mmer rn England verbracht, mit rendnebe: en Qeineren Unternehmungen beschäftigt, die mdrr oder we­niger fein gegangen waren. Im Herbst hatte ibn plötzlich bie Wanderlust gepackt: und bte Unruhe, bie früher $u vollen Studenteneslavaben nute Zlvpenhagen unb Berlin geführt hatte, tneb ihn ietz. aur eine Zigeunerwur durch den Kmttnent, mi: erneut Soaiienaxf als einzigem Eepäck. Unter dem verschleiert blauen ober Üartiefot Herbsthtmmel war er einige Tage durch die Normandi: geirrt, hatte sich bann von der k -ll.-A -Gesellschaft bis nach ber Bvurgognc hi:tunterfcfxe ibern la sen, und irneber eine Woche später wandelte er tn ber alten Provence, an den Gestaden des Mittelmcers^imter Oliven- und ''Birnenfroren durch Fiet e qeL* Städt­chen. Endlich war er ss> wie Mr Johns in Dem feptemberltcb leeren Monte Catlo im $X)td fre Paris gelandet.

Am besagten Nachmittag fhmb f'err Gontn mit der Hand in ber Hosenttt'che m neugierige BerrackEu''.g eines Hau'e::s Lo i bor re.funken, ben er bei einem Treiueet Qua ante isch ujT Schwarz gesetzt hatte, als er plötzlich eine weiche

Hand auf ferner Schulter fühlte unb hörte, wie eine fletetbe Stimme in ber Nähe fernes Unten Öhrs flüchtete:

Tarlmg, gib mir doch ein bißchen Geld! Ich hake so gräßliches Pech gehabt!"

Rouge pera et coulear," sagte der Croupier.

Philipp heimste seinen Gewinn ein unb drehte sich um, um Ku sehen, wer da so rührend ichZn um Gelb bat. Ihm begegnete ein erstaunter Auf- niT, zwei au «geriffelte bläue Augen enfin Mrs. Tassy Bell.

Pa . . . Darben," Ttammelle ne, Ver­zeihung .. ich habe mich geirrt! Was werden Sie "non imr benfen? Ich baje Sie für jemanb artbers gehalten. Sie sehen ihm fo netg ähnlich von rückwärts meine ich ich . aber oa komm: er!" unterbrach sich und eilte aul Mr Iofets zu, ber eben aus dem Roulettesaal berem» kam.Ernie, kannst bu dir denken, ich habe dick mit diesem Herrn verwechselt, unb ich hole ihn um (Mb gebeten!"

Philipp, der sogleich zu terter nickst geringen Ueberrafdiung Mr. I-l^ns aus den illustrierten Zeimngen erfaratt hatte, beriltc sich, en twar artige Phrasen $u sagen: unb während Mrs Bell an Mr. Jom- Zelle sort'laterte. wart er ihr einen langen Blick nach, berat sie war wirklich lebt idjön. Aber was zum Teu'-el. tat Mr. Johns in Monte Carlo in dieser Gesellschaft r

Er hatte die ganze Evssode beinahe vergessen, als er am Abend plötzlich wieder nrit dem großen Ffttanzmann in ber Halle des Hotel de Jims zusammen sveß-

Bttchcrttsch.

Kleines S? anber bud) für Rvrd< titel unb Cbttbaoern nebst öjaimec* frischen 1921 als Er lanzung zur XI. Auslage oonDie reist man tn D.-ertanern unb tirol" «m Pros Tr ftarl »in acL 1921. Lvt^nnerr 10 Mk. Verlag von Friedrich Bahn tn ^chmerv» l M.

Müller'sche Badeanftntt

Dass erwärme her Lohn cm Mittravch. 18° R

0n einem Teil ter Aussage wiederholt.) Franzüsisckic Wünsche an England.

Paris, 24 Mai sWTB./ Havas mdbrt, das» die fvanzöfischk Rc.rerung geflmi durch Ben- mi.rmig bei? frmizösifchen Bott'änfters tn ff jt- eign C (| ic c zwei Noten bterreicht habe In ber entert ersuche ftr Darum, datz der bri- tische Botschafter (n Berlin M mit dem französischen Bvlschofter bereite umentjmnre* nm Schritt uittenrütze, um von ber de»tchen Ree gierung die Zusicherung zu erhallen, baß ne utd> nur die Sperrung ber deutschen Grenze nach über- scküesien sicherstelle, sondern auch hlr bte Bev- sorgrmg btffro 0>ebicte6 unb bu? ?Ibi1-ni>uig her Gelder zur Entlohnung der Arbeiterschaft sorge. Tic andere Note Murunte, daß die ,.deutschen Ängrine" in CberfdMciirn nicht nur von den in Oberschlesien lebenden leutsckroi berrülrrtm, for­dern von w ' r 11 -

korps, die tu dnses Webtet eingerückt leten. Englische Blatterftiinmen über OderschlesiL».

London, 24 Mai. sWTB.» TeeT t - rneS " nennt den Beschluß der britischen Ren re- rung, Truppen nach Oberschiesten zu entienbea, richtig. Trier Bcs<14uß fei ein sichtbares Zeichen dafür, daß die Wiiirrten ',usantmenft.chrn und ihre

Autorität f.nv.chi gegenüber den To'.nt als au.tj den Teutfnxm auftechtethniten werden.

Da 11 y Ch ron t cl e" fdjnbt, eS sei Mn wünschenswert, daß die Alliierten stark genug wären, um bie Doll schm unb Pe*len autetnanbe»« zuhalten Sie könnten auch weiter trnen Truck sawM auf Warststm als auch aur Berlin anwew- freu, damit bie volnisckie, b»ro. bte deutsche Grenze geschossen bleibe. Tas Blatt bat den Einbruch daß s-owM bie pvwifche als auch bte deutsche Re­gierung setzt in bezug aus bte Grenze aufrichtig handelten, daß jetod) beide nicht genügende Lvn- trolle über btewütet Männer" an Ort und Stelle hätten.

Daily Telegraph" meldet aus Berlm, merm bie FreifewS, CrtmfdyüitrLirngm ->ber andere ttö wer schäften noch so große Tummheiten begehen würden, so sei es vvllfemmen unrecht, die deutsche Regierung hierfür zu tadeln. In führenden Cm# tenteTroifen werde anerkannt, daß Herr ®hlb eine vollkommen ausrtchttge Politik verfolge DaS Blatt erwartet bei dem heutigen Zusammentritt des Pav» lementS eine meitere ErTlärung der britisch« Regierung über Obersch!esten.

Die franjöfifdje Hetze.

Pari-, 24. Mai (WTB.) HavaS. Gestern abend wurde versichert, daß der Abg. Gallt die Absicht habe, in ber heutigen Kammersitztma die bHcgierung auftufvrdeni, zur Besetzung de» Ruhrgebiets zu /durften als Antwort auf das Eingreifen deutscher Streitkräfte in Ober­schlesien.

(ttn neberdntommm mit China.

Peking. 83 Mai. (Havack) Eftr chine­sisch-deutsches U < ber e i nTc ttrm f H wuchst am 20. Mar m Peking untenridmet, das als WrunMage für den Separatfrieden zwilchen diesen beiden Ländern dienen soll, da Clräia bat Vertrag von Versailles nicht unterzeichnet hat. Deutsch­land verpflichtet sich, China die Vorteile des Vev- tragcs von Versailles zu gewahren.

AuS Sowjet-Nutzland.

Helsingfors, 23. Mai OBoHf) Tie Mos kauer Regierung bereitet ein Dekret vor über bte Freigabe unb Förderung ber Klein- unb Hausindustrie, sowie über bie Rege­lung unb Verpachtung von einzelnen Betrieben an Privatper'onen, Arbeitsgemeinschaften, und ko­operative Genossenschaften, da die Industrie- und Verwaltungszentren von Lebensmittelvorräten vollständig entblößt sind. Ferner ordneten bie Moskauer Behörden eine weitere Erleichtern» frei* Personenverkehrs auf den nach Süden und Osten führenden Eisenbahnen an.

Auto-Unfall.

Groß -Ge ra u, 24. Juni. ^DTV.) Öd dem Automobssrermen auf ber L^ckbahn in Rül- selsheim hat sich am Santetag ein i'chwe re» Unfall ereignet. Ein Auto, das deS

Rennens eine Probefahrt unternahm, stieß bei der Einfahrt zur Rennbahn mll einem von vier Personen besetzten Perfonenauto «rsamnnm. Beide Fabrteuge wurden gare, erheblich bechadigt urt) seck»s Personen, darunter edt Kind, zumtell lebens­gefährlich verletzt.

Sie sind allo wieder daheim kn Europa, Mr. Johns'?" sagte Vstlipp tm Bonck»«gehen mit einem artigen Lächeln.

Pst? steinen Namen," flüsterte Mr. Ffrhn- Sie sind em Mann von Well . . S« ver­stehen/'

3d» verstehe," sagte Philipp mit einem unter­drückten Läckeln.

Mr. IohnS schien noch nicht beruhigt 8teh leicht war es besser, diesem Herrn, der ihn kannte etwas nachdrücklich den Mund gu schließen - bte englischen Wahlmänner sind so überaus nt> ralrsch.

..Verchen Sie," sagte er,frnb Sie allem> Dollen Sie mit mir . . . mit uns biniean? Es märe mir . uns ein großes Vergnügen/

Taufe," sagte PhilippSw frnb zu liebens­würdig, aber ich bin sicher, daß ich nur stören würde."

Aber nein, gewiß nicht. Sie sind herzllck willkommen. Hier kommt Mrs. Bell. Tarsy, dort ich dir meinen Freund vorstellen ..."

Professor Pellnard," sagte Pstilipp mit em* Verbeugung, unb sie gingen in ben Spei e'.

Tas Mittagessen war vortrefflich, die Weov nicht mmber, unb bte (E^ung war bald 0» teile. Philipp erzählte ben fetzten Klatsch am Lonbon, seine Reiseabenteuer raib bie Gefchrchi» aus seinerPraxis", wie er 'ich ausdrückte. MrL Belt sprack' ihre ©ennrifrerung für die Wissen­schaft aus, unb man redete eine Weile text Mn» cmi, ben Mr. Fpchns kannte.

iF^rtsetzung folgt.)