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Das

nUfibrucf verboten.)

Fortsetzung 24.

wir ia »rr nicht. Ich iverbe aber doch noch kleinen Gang um daS £xm# madicit: halt

einen

Hanen wir nicht i nnr DcrNtnbcn.

9?a, allo/' saqte Fridttos befriedigt,mehr wollen wir in-----f'i** *c~ k i

GS« Umftnrr in Teheran.

Paris, 23. Febv. (WTB.1 Nach einer ImEcho de Paris" veröffentlichten Nach­richt auS Teheran soll der persische Gene­ra! Reza Chan von stzoSwin an der Spitze von 2500 Kosaken in der Nacht vom 20. auf *XV Februar vor Teheran eingetroffen fein. Er bemächtigte sich der Stadt Tel-eran. vhne einen Schuß ab zu geben, stürzte die Regierung und bemächtigte sich der all­gemeinen Verwaltung und trat sofort in Verhandlungen mit dem Schah von Persien ein. Reza Chan hat dem französischen Ge­sandten die Versicherung gegeben, daß er die Garantie für die Sicherheit aller Franzosen übernehme.

schließlich, bevor er mich verlieh, noch an da# Fenster ju treten und den Vorhang beiieite zu ziehen. Das yrnve Saud lag im timten Dunkel; demnach war also auch der Alte zur Ruhe ge­gangen.

südöstliche 2Bb.bc.

Die Wetterlage hat sich nicht verändert, heitere 2Bctter wird vorerst nod) andauern.

Veranstaltttn^en.

Der neue prenstisch^ taitbftm.

Berlin. 23. Febr. (DTB.I Nach den amtlichen Berechnungen des Lanbesivabl- leiters wird sich der neue preußische Sanb- ta g aus 4 28 Ab geordneten zusammen- setzen Davon entfallen auf die svzialdemo- >kra"fche Partei Deutschlands aus den .<hret8- Mahlvorschlägen 97, auS Ker D-vechnung der Reststimmen 10 und aus Oberschlesien 7. zusammen also 114 Abgeordnete. Auf das Zentrum 64 vluS 6 vlus 11 zusammen 81, auf die Dentschdenrosratische Partei 14 plus 11 plus 1 zusammen 26, auf die Deutschnatio- nafe Dollspartei 62 plus 12 plus 1 zusam­men 75, auf die Unabhängige Sozialdemo­kratische Partei Deutschlands 18 plus 9 pluS 2 zusammen 29, auf die Deutsche VvlkS- vartei 48 plus 10 zusammen 58. auf die Deutsch-Sanrwversche Partei 9 plus 2 zu­sammen 11, auf die WirifchaftSpartei des deutschen Mittelstandes 1 plus 3 zusammen (darunter ein Abgeordneter auS dem Landes­pahlvorschlag). Das islind also zusammen 428 Abgeordnete.

Das Geheimnis des Alten

Roman von Sven Elve st ad.

du Lust, mit^u geben?"

Gewiß!"

Ucbrgen#, habe idj brr schon meinen Re­volver gezeigt?"

Nein!"

Ta ist er!"

Er zeigte mir die jchan geladene Watte und fügte nachdenklich hinzu:

Tie habe ich beute den ganzen Tag über bei mir getragen, und die lost mich auch nicht eher wieder verlaßen, als bis wir bitte Affäre hinter unS haben .

Wir traten in- Freie und gmgen, absichtlich ohne miteinander zu spreckien, rund um daS HauS AlS wir an der Gesinde stube vor bei 5a men, gmg btc Tür leise am und eine dinkle Gestalt kam zum Vorschein. Ter Verwalter Recht |o! Er war also am feinem Dosten'

. . . Nirgmd, weder im Garten noch in der Allee, noch am den Feldern, konnten wir. ioweit dos Slug? reichte, die Stnir von etwa? V -dlch- k gern entdecken. Als wir itdoch zum £-<nipt vtgentg zurückgekommen waren, mbm wir zu unterem Staunen, Kay im Spei^Himmer Licht brannte. Wahrscheinlich alfo die sSr^bäfterrn, die ab­gestanden war, um dem svät JieimreteTirten dis

Aste- bas erzählte mir Fridtfol fotort bet seiner Rückkehr, und er fügte noch hinzu, daß er auch beim Vater ferner Verlobten, dem AintSmann, einen Be- i'uch abgTstattet habe, woraus denn vermutlich auch lerne gute Laune ^irückzu führen war. Er war holler Bewunderung für leine Braut . . .

fer hatte nämlich den EirtsckLutz «saßt, ihnen die volle Vahrluit zu sagen: da sein Vater in unglücklichen Spekulationen sein Vermögen ver­loren habe, und daß nun er. ihr Bräutigam, in* -solgedefien gezwungen fei, wieder von Grund aus anjnfangen. Aber sie war nicht einmal wnderlich erstaunt gewesen: tin Gegenteil, sie hatte rhm frisch inS Gei'iht gelacht und geiagt. nun werde gerade möglichst bala «heiratet m'd das Geld wache ihr weiter keine -sorg», sie freue sich nur daraus, bald selber tüdjt:q mitfcbaficn zu fditnen.

^L>a," sagte FrHchoi, indem er mich kräftig aus die Schulter stopste,siehst du. daZ laste ich nur gefallen! Nun bin ich bereit, wenn es lein mutz, mit der ganzen Welt aufzunehmei: Urb werde ich auch Klarheit in die ganze Gefctu'chte bringen und -sollte der Teufel m persona dahin ter stecken!"

. . . Ich sehe, daß e^ schon spät ist und bte'e Notizen, die ich nur für Asbsörn 5t ui mache, damit er alle Vorgänge in lonTdjet Re'hcnw''ge überblicken kann, hiben mich ein wenig ermüdet, 4ch wist sie a'ter dennoch iortietzen.

Ich sprach mit 'Fridchoi etwa eine halbe

** Dm tliche .Personalnachrichten. Uebertragen wurde am 17. Februar bent Schul­amtsanwärter Wilhelm Siegfried aus Großen- Buseck die Lehverftelle an der Volksschule zu Bo- benhausen I, Kreis Büdingen.

L U. Von der Landesuniversität. Forstossessor Tr. H. W. Weber, A'sistent am Forstinstitut, der sich an der Lundes Universität für Forstwissenschaft zu habilitieren wünscht, wird Freitag den 25. Februar, 12 Uhr c. t., in der Heinen Aula seine Probevorlesung halten über: Der Austenhandel Deutschlands

Zum Tode von Prof. Dr. Hans H a p m in Elberfeld wird uns ergänzend mitpeteitt, daß der Verstorbene nicht nur Dirigent de- Kirchen- chores in Öftesten war, sondern vom Ende de- Jahres 1888 bis August 1890 auch Dirigent des hiesigen Sängerkranzes. Tas Aufblühen des Sän- gerkrawLs in jenen zwei Jahren ist allen alten Sanyesbrüdcrn noch wohl im Gedächtnis. Zur Beveinsgcschichte ist es von Interesse, daß Dr. Haym zum Abschluß feiner Tätigkeit auf Einladung des Ehrenmitgliedes Eugen Fath im frurfaaf zu Wildnngen ein stzonze^t veranstaltete, das dem Ver­ein und feinem Dirigenten auch außerhalb Gießens einen geachteten Namen erwarb.

Im Verein der Freunde des humanistischen Gymnasiums sprach am Dienstag abend Professor Dr. Wrebe aus Mar­burg über die Antike und die deutsche Sprache. Gegenüber den phantastischen Anschau­ungen von der Originalität der deutschen Shiltnr führt eine genaue Kenntnis der Sprache zu einer richtigen Bewertung des großen Einflusses, den Da8 auf der Kulturwelt deS Hellenismus beruhenoe Römerreich seit seiner ersten Berührung mit den Germanen auf diese ausgeübt hat. Ein untrüglicher Gradmesser dieses Einflusses ist die Sprache, auf brren verschiedensten Gebieten sich zeigen läßt, wie die Einwirkung römischer Zivilisation die Wano- lung vom Natur- zum Kulturvolk hervorgeruseu bat, ohne die das germanische Volk spurlos ver­schwunden wäre. Ueberaus groß ist die Zahl der Lehnwörter, die in alle Zweige d"s täglichen Lebens seit jenen Tagen eingedrungen sind imb die ebenso das Kriegswesen, den Handel, das Bauliandwerk, den Acker- und Gartenbau, wie die Körperpflege,

5ftt* dem Ueicbe.

Dom RelchSwirtschaf^rut.

Berlin, 23. Febr. (WTD.) Der vor- Tfluffae RkichSwirtschgftsrat nahm 4>ie Vorlage betreffend M ietsteu er mit einem Antrag Wisfell (keine Zuschüsse zu Spekulationsbauten'' und einem Anträge Henke (Beseitigung der Steuerfreiheit der ge­werblichen Zwecken dienenden öffentlichen Ge­bäude an. Morgen vormittag nimmt der ReichSwirtschaftsrat Stellung zu den Pariser Beschlüssen und der Londoner Konferenz.

Deutsch amerikanische Mfe.

Berlin, 23. Febr. (WTB.) Heute vor­mittag Tarnen aus Dresden 15 deutsch-ame­rikanische Farmerföhne an, die Milch­kühe von Bremen brachten. Es find junge Leute, teils Studenten, die von Bre­men. Essen, Heidelberg, Frankfurt a. M., Stuttgart, Nürnberg und Dresden reisten, um sich von der deutschen Not und deutschen Friedensarbeit persönlich zu überzeugen. Die - Farmersöhne bleiben voraussichtlich 8 Tage tn Berlin, um dann die Heimreise nach * Amerika anzutreten.

Verband mitteldeutscher Industrieller.

Frankfurt a. M., 23. Febr. (Wolfs.) Im Frankfurter Hof fand gestern nachmittag die V e r sch m e lz u n a der beiden großen Jn- dustrie-Verbände des Frankfurter (hessischen) Wirtschaftsgebietes, des Verbandes Mit­teldeutscher Industrieller und der Industriellen - Vereinigung von Frankfurt a. M. und Umgebung statt. Der neue Verband wird den Namen des älteren der beiden Verbände,VerbandMittel- beutscher Industrieller", tragen. Die Leitung wird in den Händen eines Prä­sidiums, bestehend aus Herrn Fabrikant Theo­dor Böhm, Herrn Generaldirektor Landsberg, Herrn Kommerzienrat Haefsner, Herrn Dr. W. Braun und Herrn Remey .Etißen ials Schatzmeister, liegen. Die Geschäftsführung bleibt bei Herrn Tr. Linse, während Herr Dr. Frhr. v. Droste, Stzndikus der Handelskanv- mer, feine Arbeitskraft dem Verband alsSyn- dikuS zur Verfügung stellt. Der Zusammen­schluß, der als Vereinfachung der Organi­sation zu begrüßen ist, bringt zweifellos eine Stärkung der Interessenvertretung der In­dustrie mit sich und wird auch die Bedeutung unseres Wirtschaftsgebietes in gesteigertem Maße geltend machen können.

Donnerstag: Saal 30 des alten Justrz- gebäudes, 5 Uhr, Mitgliederversammlung! des Ver­eins gegen den Mifrbrauch geiitigec Getränke. StichttHeater, 6'/ Uhr, Künstlertest. Pvsckeller, 8 Uhr, Oberschlesier-Versammlung. H-tel Prinz Earl, 8 Uhr Vortrvg über sparsames Kvckxn und Hei'en Pbv ikal sckres Im ittit 8>', U' r D"r- t agsa en> * e ob he srs e < c ellsch f Na ur­uni) veilkurwe - Hörfaal 44 der Universität, 8'/c Ulyr, Vortragsabend des Oberhesfifchen Ge- schickp'sverei.is. (Saf6 Leib, 7'/-Uhr, ytonyertimb Vorstellung der Einern feer Lickrtspielhaus, wie gestern. Licht spicke, Seltersweg. ,,Das Helden- mäbd)en der fßräiie" undMaulwürfe".

Aus Statt und Sand.

Gießen, den 24. Febr. 1921.

Raubüberfall.

Gestern abend gegen 7 Uhc wurde ein junger Mann der Firma Rinn u. Cloos in Heuchelheim kurz vor Waldgirmes von einem noch Unbekannten, der aber Bescheid gewußt haben muß, überfallen, mit dem Revolver bedroht und beraubt. Dem Täter fielen dabei 73 000Markin Scheinen, die zum Auslohnen bestimmt waren, in die Hände. Wie aus einer Anzeige der Firma her­vorgeht, setzt diese für Angaben, die zur Er­mittlung des Täters und zur Herbeischaffung des Geldes oder eines Teiles desselben fuhren, eine namhafte Belohnung aus.

Von der Fremvenlegion.

Wie wir erfahren, hat die Französische Regierung bisher die Entlassung aller über 18 Jahre alten Personen, welche sich freiwillig zum Eintritt in die Fremdenlegion verpflich­tet hatten, grundsätzlich abgelehnt. Hierin ist jetzt eine Aenderung emgetreten. Nach einer Verordnung vom 21. Juni 1920 dürfen noch nicht 20jährige Minderjährige nur dann an­geworben werden, wenn sie eine schriftliche Eimvilligungserklärung ihres gesetz ichen Ver­treters vorweisen. Anträge auf Entlassung sol­cher Legionäre, die vor Vollendung des 20. Le­bensjahres und ohne die erwähnte Einwillv- Aung nach dem 21. Juni 1920 angcroorben find, dürfen somit Aussicht auf Erfolg haben.

Wettervoraussage

- für Freitag:

Heiter irtb trocken, tagsüber milde, Nachtfrost,

Stunde, während welcher Zeit er, eifrig gesd-, viiien u kpl'.ervw, im Zimmer au? Inti) ab ging, um! gemacht.

(Fortsetzung folgt.)

X Hanau, 23. Febr. Der neue Kreis­tag des Landkreises Hanau wird sich zusammen­setzen au5 8 Soz albemo traten, 5 Kommunisten, 1 Unabhängigen. 1 Demokraten, 2 ZentrumSmit- gliebem und 7 Mitgliedern 0er hessischen Arbeits­gemeinschaft. Es stellen also den bürgerlichen Abgeordneten 14 sozialistische gegenüber Der alte Kreistag zählt 17 sozialistische und 8 bürgerliche Abgeordnete. Der neue Kreistag hat nur 24 Ab­geordnete.

Kurze Nachrichten auS Hessen und den Nachbarstaaten. AlS Grenzspende für die Volksabstimmung in Oderichle ten wurden gesammelt in Atzbach 33.50 Mk, in Dorlar 114.30 Mk., in Dutenhofen 142 Mk., in Garbenheim 44.50 Mk, in Kinzenbach 252 Mk, in Krofdorf 67 Mk., in Lavns- bach 157.50 Mk., in Obenbaufen 141.60 Mark, in Salzböden 129 Mk., in Vetzberg 56 Mk., in Wißmar 199.95 Mk., insgesamt 1657.25 Mk. Die Maul- und Klauen'euche ist in sämtlichen Gemeinden de- Kreises ® e£l a f erloschen. Die erste die-1ädrige Nutz- und Werk-

nach ferner Vermögen-lage erkundigt Ich Hofe, du bist in der Lage, ihm W bestätigen. t»tz temr Vermutung aus einem Ir-tum beruht" (Ich glaubte nämlich^ Fndtsvs Qibc Idbft die Nachsvr- schungen angestellt.)

Mein Freund sah mich erstaunt an tat» schüt­telte den Kvpj.

,In den Banken . . ." nurnntüte er. ^Ia wer sollte denn gewagt haben . . ."

So warst alte auch du es ntdyt?" fragte ich

AllerdrngS nicht. Ich würde mir etwa- der­artiges nie ertaubt hiben."

Ter Alte sah ratio» von einem jum andern

Nun gut," sagte er, .Jpemt rt denn also ferner von euch gewesen ist, io mutz er woht ober Übel ein anderer, ein Tritter. aewesen sein . .

Fridtivs schlug mit der Faust am den Tisch.

Sehr richtig!" rin er grimmig.So muß eS toof)( ein Dritter gewesen sein: Und wenn ut diesen Dritten setzt hier hätte, fo wahr ich lebe ...!"

Ter Alte lächelte spöttisch ganz als wolle er sagen:Du irrst, mein Sohn, berjentge, an den bu vielleicht denkst, ist es nicht?

Und plötzlich fragte Fridtjof:Sag mir, Vater, wer ist eigentlich HowkeS?^'

Die Veränderung, die bei dieser unerwarteten Frage mit dem Alten vor sich ging war w Mötzlich und verblüssend, w:e für ihn die ge'ommen sein mochte Er war vorher bereit- aufrallmd kkatz gewesen: mm aber wurde er kreidebleich Und er ging drohend auf den Sohn gu, indem er mit heiserer Stimme fragte:

Wo hast bu diesen Namen h-r?"

.Da- kann ich dir caigen&lüfitd) leider nickt sagen."

Hvgiene, M«di;rn, fttoie die AechtSlLlege. daS staat­liche und kirchliche Leben an gehen. Hierher gehören Wörter wie Bieil, Pfahl, Wall, Kamps. Zoll, Spei­cher, Kaufmann, Münze, Pfund, Mauer, Half, tünchen, Kohl, Kappus, Rettich, Psau, Fofan, Mühle. Koch, Spiegel. Beck-n Arzt, Fieber, P la ster. Büchie. Forst, Meier, Bi 18, Kirche, Dsafte. Bischoi, Teufel, Engel uht». Neben diesen steht <Lic zweite Kloße von Cebniudrtcrn, bei txmen man nur die Bedeutung entlehne, während man ihnen durch möglichst cetreu; Uc ersetzuug wrmal b u scheS Aus­sehen verlieh, wie Gevatter, daZ dem lateinischen compater, Gewiffen, das conscientia entspricht. Don den 48 000 Ein^'lwörtern, die man in 6er deutschen Smache annimmt, sind 78000 Lehn­ober Fremdwörter, von denen allein über 6000 dem Lateinischen und Qhiedrifdrn entßammen. Faßt man die stammverwandten Wörter zu Wort'ami- lien «rsammen, so entiallcn auf die 2700 Wort- samiRen ibec ÜKatifdjen Sprache 950 frembe, wovon wiederum 720 lat.-griechisch sind. Außer einzel­nen Wörtern sind es zahlreiche geschlossene Aus­drücke und sprickmwnliclie Redensarten, die heute im Munde aller Gebildeten sind, ohne daß man sich ihrer anttken Hcrkunst bewußt ist. So sind ins Auge fallen, genugtun, kinrzerhand, strhenben Fus^s, einen Mohren weiß waschen, Uebersetzungen gleichlautender gried iftfin und lateinischer Aus­drücke, und die Sprickiwöner: sich mit fremben Federn schmücken, ein l>omerisches Gelächter ei heben, aui'fletoärmten Kohl vorsetzen u a. sind uns als griechische und römische BolkSweish.it bei den alten Schriststellern erhalten. Aber noch auf einem an­dern Gebiet der Sprache ist der antike, besonders lateinische Einfluß, lahchundertclang wirksam ge­rn sen. dem des Satzbaus. Ja, man kann die Ge­schichte des deutsckten Stils als eine Geschichte der allmählichen Emanzipation vom lateinischen Stil bezeichnen, eine Entwicklung, die auch in Miseren Tagen noch nicht abgeschlossen ist. So zeigt auch die Betrachtung der deutschen Sprocke ebenso wie der anderen Seiten der deutschen Kultur, daß ein Verständnis und eine gerechte Würzung d 'selben nur aus der eingehenden Kenntnis Ixt Antike be­ruhen kann, und nichts ist, nach Ansicht des Red­ners, unwahrer, als der in neuer Zeit konstruierte Gegensatz zwischen fyumaniftitoer und germanisti­scher Bildung, der im Grunde nichts anderes sei, als ein Deckmantel für die Angriffe gegen daS Giimnasrum, beffen Eigenart in Wohrhnt gerade in der engen Verbindung von Deutsch, Lateinisch und Griechisch besteht.

* Einbrucksdieb stahl. In brr ver­flossenen Nacht w 'rde mittelst Einbruchs aus einem Zigarcengeichäst cino^s o'ss L.ln^xchl Ztearren^ Ziga­retten, Zigarettenetuis wib ein MaSkafuchSp.lz geftohlen. Vor Ankauf nnrb gtroanU.

** Kleine Mitteilungen. Das Lebe:'-- mittelamt läßt nochmals auf di? heute und mor- en cvou 8'/t bis 12 Uhr und von 2 bis 6 Uhr) statt- finbenben Markenausgabe Hinweisen. Ein öffentlicher Jmvf lermin ist auf Mitt­woch den 2. Mär;, nackrmittags 3 lllyr, in der Turnhalle der Stabtmad<s>eiisch.ile anberaumt. Tie 'BekWmtmackumg über Ddaßnah neii gegen WohnungSmaiigel, deren neue B stimmun- gen vor einigen Tagen in unserem Wnte übex* sichtlich zm'ammongesaßt waren, ist jetzt im An­zeigenteil der heutigen Nummer veröfsentlicht.

** Vornoti»en. Die Litera rische Gesellschaft wird nächsten Samsteg abenb im großen Hörsoal der Unroerfitä einen nrusikalisct>« literarischen Abend geben. Das Pix>gramm wird eingetalmit durch emo Sonate von Bach unb eine Sonate von Bvahnis Datznnschien wird Frl. Inga Russell aus Bonn aus ihren Tirlitlingen vorlesen. Von beutsch-demokr Seite wird uns geschrie­ben : Der Vortrag von Pfarrer Ko r e l l am Frei­tag abend im Hotel Gvoßherzog wirb bad Interesse aller Parteimitglieder aufs Höchste anspannen. Unser Abgeordneter, der eben von Ostpreußen beim* feint, der vtelfache Erfahrungen im besetzten Ge­biet gesammelt bat, ist in der Lage, die augcnblick* licke politisch^ Situation wie kaum ein anderer, au beurteilen. Wir empfehlen allen Freunden, an oer Hauptversammlung rvl.zälilig teiljunebmen. In der Hessischen Bereinigung für Volkskunde wild am nächten Freitag beit 25. Februar, abends 8 Uhr, Professor Dr. Gundel über das Tl)ema:Die Sternwelten und ihre Be­wohner im Sternglauben des Altertums und der Neuzeit" üroericn. Tie Frage, gibt es in bcn Steinen Lebewesen, (jat die Menschen zu allen Zeiten lebhaft beschlftigt. Unsere modernen Volks- tümlijrfxm und plnbvsophischen Idcen sind ebenso wie die religiösen und gelehrten Ansck'amingrn' größtenteils als Wei.erbÜdungen oder Umformun­gen antiker Vorstellungen anzusprerl-en. Der Vor­trag wird m großen Zügen bartun, mit welcher Zähigkeit sich geivine tbinidjc Gedanken reihen durch Jahrhunderte und Iahl Zausende l indiirch in Volks­glauben, Religion, Philosopl ie unb Asttunomte er­halten haben Der Vorttag findet tm gnoßeii Hör­saal der Universität iftxitt unb ist auch Nichtmilglie­dern zugängig.

Smrkknburg und Nbeinhesfen.

rni Darmstadt, 23. Febr. Der Mörder Utz chmidtmer. der im vorigen Frühjahre oie

ledige K. Schneider, mit der er nerTobt war, mtJ einem Rast ermess er durch eitlen Schnitt durch een Hals tötete, ist nach längerer Beobachtung in der vmiian''iait Heppenheim für geisteskrank er­klärt worden, und wird dementsprechend außer Ber» foicamg geketzi. Sckpni.dk mer htt schon Brüher Spuren geiftiger Minderwertigkeü gezeigt, bu sich jetzr verstärken. Er wird wohl dauernd in einer Anstalt untergebvacht werden

Heffkn-Naffau.

Auflösuns deS LedenSmittelamlrS^ hi Frankfurt.

fpd. Frankfurt a. M 23. Febr. Unter Führung dcS Frankfurter Kon u nverein- über- nimmt ein Konsortium von Großliändlern ben Ver­kauf der noch beim städtischen Le^ensmittelamt lagtrnden Restbestäube üo:lLeden-niit.eln. ES lagern bei bem Amt u. a noch ca 2000 Zentner Reis, 7300 Zentner Scbcn, 1600 Zen nxr Bohnen, 1600 Zentner Re slocken, 1180 Zenner Rci.^mehl, 400 Zentner Ha erflocken. 30 000 Pakete Kerzen, 200 Zentner Kafseemifchung, unb 4000 Li er Kognak. ba5 Liter 46 Mk. Die geämte Ware stellt nach ober lächlichen Schätzungen einen Wert von etwa 1 500 000 Mk. bar Dte Ware wirb vorerst auf 14 Tage her stäbtischen Beoöllerung zum allgemeinen Verlaus angelvten. Die Stabt mußte nach ben M i l l i o nen v erl u sten. He vor einigen Monaten beim Lebensmit ela nt erlitt, «im schleunigen Abbau des Lebensmittel am les schrei­ten, wenn sie nicht weiteve neue ungeheure Re&l» b'tcä ie infolge bet schwankenden Valuta aufbmifen will.

Riesen schwindel mit gefälschten Saa rgedietS- marken.

fpd. Frankfurt a M., 23. Febr. Ein Mil­lionenschwindel mit gefälschten Saargebiet-marcken nxurix1 hier aufgedeckt. ES hrndclt stch um Saar- gebietSrnarken zu 15 Pfennig, die als lieberbmtf das Wappen deS Saargebiets mu> die Prri-angabe 10 Mk tragen Tie Oberpostdirektion Saarbrücken hatte die Originalplatte, die «um Uebetbcurf her Marken verwendet werden sollte, bei der Saar­brückener Klischee abrik Burgard u. Schneider an» fertigen laffen. Ohne Mikwifsen feines Teilhaber- ließ Schneider eine »weite Platte Herstellen unb verschaffte sich große Mengen unüberbrueftet 15 Ps.-Marken. Diese überdruckte er und lieft sie durch einen gewissen Hans Maas für 10 Mk. da- Stück umfcftcu. Maa- fuhr nach FranEurt unbVev« lin, wo er die Marken absetzte bzw. an HelferS» h-lser abgab. Schneider wurde in Saarbrücken ver­haftet. Er bitte bereits für 20 000 Mk gtfä schter Marken an einen Bankbeamten wrfruft Ferner Wurden in Frankfurt große Mengen der Folsch- marken beschlagnahmt. Auch MaoS wurde unmitteb bar nach s iner Rückkehr aus Berlin sestgeiiommen. Er hatte in seinem Besitz noch große Mengen un­überdruckter Marken.

Gin GrohskadtbUd.

fb. Kassel, 23. Febr. Z wei Schüle­rinnen begegneten in ber Witt ich straße einer gu taekke i deten Schülerin, überwältigten das Kind, zogen eS bis auf# Hemd aus unb verschwanden mit den Ktek em. Die jugendlichen Straßenräubeginnen sind bereit# ermittelt unb ber Polizei zugeführt worden.

In letzter Minute gevettet. t

mc. Fulda, 24. Febr. Einem hiesigen Uebenvachungsbeamten gelang es nach länge­rer Beobachtung, in Frankfurt einen Trans» von von 5 jungen Mätzchen, die au» Berlin stammten und die in französische Freu­dei.Häuser verschleppt werden sollten, $u be­freien. In ihrer Begleitung befanden sich auch einige junge Burschen, die anscheinend für die Fremdeulcaion bestimmt waren. Die jungen Leute mawten recht erstaunte Gesichter, als sie erfuhren, was man mit ihnen vor hatte Der Führer des Transportes wurde verhaftet

als wir die Tür zum Speisezimmer öffneten; vor un# stand, mit ber einen öaub am die Tisch­platte gestützt, in feinem langen, grünen SchUi- rock, ber Alte.

/r3d) habe euch um ba5 Hau# geben hören," jagte er Langsam.Wo bist bu |o lange ge­wesen ?"

Ich habe mehrere Besuche gemacht," ant­wortete Der Sohn ruhig.Beim Amtmann, beim Doktor und scÄießlich auch bei bem alten Major, den Du ia wohl auch kennst. Uebrfgm#, haben wir dich etwa aus dem Schlafe geweckt?^'

Turckzaus nicht. Ich (aq ohnehin ivach Ich konnte wieder einmal nicht ich'aten."

Jo. du siehst auch recht al'ge^pannt au#/'

Ich fabe heute öiti gnrteitet Aber nun habe ich, gottlob, alle# soweit in Ordnung ge­bracht." _

Wo# host bu in Ordnung gebracht?"

Das wirst bu vielleicht jchon ichr bald er­fahren. Jedenfalls liegen alle meine Papiere an ihrem Pbatz."

Ter Sohn trat mir ben Vater ju.Du sagst da# so sonderbar?" fragte er.Ist womöglich gar ein neue# Unglück gesch Heu?',

Nein, axr ich habe einen schwerw-.egenden Entschluß gefaßt. Jnneihalb von gtoet Tagen werde ich alles zu Ende führen."

Was au End-: führen?"

Alles. Mehr kann ich dir in diel em 2lugen- blick nicht tagen."

Er machte Miene, sich in tetne Zimmer zu­rückzuziehen, al# ich e# für rat am tieft, ernzu- greifen. Ich wandte mich an F ibt.or

Fridttof, sagte ufx, ,chein Vater hat mir bm Seorn rr gemache ich HLwe »ich in ben Banken

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