werden.
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zeige.)
denjenigen Zeitungsbetrieden, in denen die M
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ein der Berliner Buchdruckereibesiher beschloß
gleichfalls zur Bekundung der Solidarität mit den Hihler in einer Gesamtzeit von 39 Minuten 12 Sek. Zeitungsderlegern die Kündigung der tech- mit Kopfgriff aus dem Stand. Der Kampf wurde
bemerk«.
(Bachdruck verboten.)
(8. Fortsehung.
Krautze Turnhalle ein Sohn Festredner
mit dem Herrn Baron noch ein Hühnchen zu rupfen, überlatzt den getrost mir!"
Ein Liedchen trillernd, verliest sie das Zirn-
Verschärsung des Druckerstreiks in Berlin.
Die amerikanischen Truppen am Rhein.
Washington. 21. Olt. (Deuter.) Man erwartet, datz die amerikanischen Truppen am Rhein mit der Räumung des besetzten deutschen Gebietes innerhalb 14 Tagen beginnen werden. 3m Staatsdepartement wurde heute erklärt, datz der Räumungsbeginn dem Austausch der Ratifikationen des deutsch-amerikanischen Friedensvertrages folgen werde.
„____ , _____ . „ Entfchei-
dungslampf Hitzker gegen Christensen. Altmeister
Nischen Belegschaften mit der tariflichen achttägi- gen Kündigungsfrist. Für die Zeitungsverleger war der Entschluß der Entlassung schwer, nicht
mer. Der Oetonomierat aber kratzte sich hrn- term Ohr.
..Das, ist's eben, was uns fehlt. Henner, der bewutzte Schutz im Blut! Wir kommen über dergleichen Lagen nicht mit dem leichten Handgelenk hinweg! Ebensowenig als wir über Parkett gelassen laufen tonnen, da sind wir gleich wie die Ziegenböcke! Latz Maria freie Hand, damit wir ohne Krakehl Ruhe vor Züschen bekommen!"
Der Henner reckte die Brust heraus, seine Augen glänzten.
„3d> sage dir. Bater, in Wiesbaden hatte Maria immer gleich die ganze Gesellschaft in der Tasche! ilnb abends siel sie mir um den Hals und tagte: »Es war heute wieder sehr schön!"
Der linke Zeigefinger Christoph Warhahns fuhr hoch.
»Da siehst du's wieder einmal, dein Bater kocht jede Suppe richtig, dir bleibt nur übrig, sie mit Genus) auszulösfeln!"
tlnd das tat der Henner ausgiebig, denn sie schmeckte sehr gut — und richtig satt wurde man nicht vor ihr . . .
Die Schelnlenlieder. dvrgrtragen von Frau Maria Wärhahn. wurden d.e Glanznummer des Wohltätigkeitsse'tes. 3n einem kostbaren Spitzeu- kleide, dcö sie ihrem Henner yi Wiesbaden ab-
Aus Stadt und Land.
Dietzen, den 22. Okt. 1921.
* Die Ausstellung zur Bekamp- sung der Geschlechtskrankheiten ist noch bis einschl. Sonntag. 23. Oktober, geöffnet. Eine Verlängerung ist trotz des verspäteten Beginnes nicht möglich, da die Räume anderweitig benötigt werden.
** Wochen Marktbericht. Die Zufuhr an Obst. Gemüse und Geflügel war reichlich, die Preise durchweg hoch. Gefordert wurden für Weitzkraut 90—100 Ml., Rotkraut 120—150 Mk., Wirsing 110—130 Mk., Spinat 140—200 Mk.. Butterkvhl 140—150 Mk., Blumenkohl 150—800 Mark, ^Interkohlradi 40 Pf.. Meerettig 200—250 Mark. Zwiebeln 100—120 Mk., Gelbe Rüben 130 bis 150 Mk., Endivien 100—150 Mk.. Rote Rüben 80 Pf, Aepfel 120—250 Mk.. Dirnen 120—150 Mark, Gänse 7.50—8.00 Mk., Hahnen 15—20 Mr. das Stück, Käse 50—80 Pf.
** Volkshochschule. Das neue Semester beginnt am kommenden Montag. 24. Okt. Eine ausführliche Stundenüdersicht enthält eine Anzeige in dieser Rümmer. — Don der üblichen Eröffnungsfeierlichkeit mutzte dieses Mal a^esehen werden. Als solche kann aber die D a n t e f e i e r gelten, die am kommenden Samstag. 29. d. Mts., stattfindet und über die Rä° heres noch bekannt gemacht wird. (Siehe An-
Der Schutz im Blut
Roman von Hör st Dodemer.
überaus ernsten politischen Verhältnisse. Aber alle Bedenken mutzten zurücktreten hinter der Rotwendigkeit, nicht durch einen wilden Streit einer geringen Minderheit den Tarifgedanken vernichten zu lassen, um dessen Durchsetzung das gesamte Buchdruckgewerbe, Arbeitgeber und Gehilfenschaft, ein Vierteljahrhundert vo bildlich für friedliche Entwicklung aller anderen Gewerbe gekämpft hat. — Da die technischen Belegschaften sämtlicher Betriebe der Vereinigten Zeitungsverleger Groß-Berlins den Druck des Mosse- Blattes verweigerten, wurde ihnen sämtlich gekündigt.
Er spricht dann über die Konferenz t n Washington, die die erste internationale Konferenz fei, die das schwere Problem der Entwaffnung anschneiden wolle und dasPrv- blem des Stillen Ozeans. Frankreich werd« dort zeigen, datz es fein Störenfried sei. Es unterhalte nicht aus Vergnügen Tausend« von Mann unter den Waffen. Die Frag« seiner Abreife nach Washington sei eine Vertrauensfrage.
Lieber die Lage in Deutschland erklärt Briand ferner, die Politik, die die Regierung verfolge, sei gilt. Frankreich hoffe, datz diese Politik fortgesetzt werde. Wenn Frankreich das Ruhrgebiet allein besetzt hätte, wäre ihm das teuer zu stehen gekommen. Es hätte eine Lage herbeigeführt, die dem Kriege nahe gekommen wäre. Aber wenn die Regierung Wirth gestürzt worden wär«, wenn die Gegner ans Ruder gekommen wären unb erklärt hätten, ie wollten den Vertrag von Versailles nicht mehr anerkennen, dann hätte Frankreich mit allen seinen Alliierten vorgehen können. Er hoffe, datz man niemals zu diesem Aeutzersten. schreiten müsse.
Der Ministerpräsident spricht alsdann über die innere Lage Frankreichs. Er erinnert an die republikanischen Konzeptionen und sagt, das Land habe einen guten Sinn. Die letzten Wahlen hätten auf einer breiteren Grundlage stattgefun- den. Die neuen Deputierten, die in die Kammer gekommen seien, wünschten eine solide Regierung, ie wollten aber keine inneren Kämpfe innerhalb der republikanischen Familie. Die Mehrheit der Kammer müsse ein Resormprogramm haben in wirtschaftlicher und sozialer Beziehung. Die Republikaner achteten die Gewissensfreiheit, aber ie wollten nicht nach rechts gehen und nicht nach der reaktionären Seite. Werur er feine starke Mehrheit erhalte, werde er nicht nach Washington reifen. Er werde bann einem anderen die Sorge überlassen, die Staatsgeschäfte zu führen. Er habe seine Verantwortlichkeit übernommen, jetzt müsse die Kammer das Gleiche tun.
Der Präsident verkündet, datz der Abg. Puoch zum Vizepräsident der Kammer gewählt wurde.
Hierauf wird die Weiterberatung der 3nter- pellationsdebatte auf Dienstag vertagt.
ralle“ gegeben.
— Zum Turnerischen Kun st abend am Samstag. 29. Oktober, im Stadttheater haben weiter ihre Mitwirkung zugesagt auch die besten Fechter des Mittelrheinkreises Zimmer- mann unb Stöhr - Offenbach, ferner Kreis- fechtwart ©taffen- Hanau. Das 3ntereffe an der Veranstaltung ist sowohl in unserer Stadt als auch auswärts ein außerordentlich großes, dies zeigt schon die starke Rachfrage nach Eintrittskarten: ein frühzeitiges Bestellen in der Musikalienhandlung von S. Challier empfiehlt sich. Em« zweite Ausführung wird sich mit Rücksicht au! die technischen Schwierigkeiten unb die hohen Kosten vorerst nicht ermöglichen lassen.
— Wegen der großen Wichtigteit der Sache sei an dieser Stelle nochmals auf den heute abenb 8 Llhr in der ZohanneSkirche flattfin- denden Vortrag des Direktors Winkler vom Deutschen Verein für christliche (Sv- ziehung in Haus unb Schule aufmevlfam gc- macht Er wird sprechen über das Thema: „Vor- wärtsi Aufwärts! Linser« Forderung an Erziehung und Schule der neuen Zeit".
— Der Wartburg-Verein, welcher morgen sein 34. Iahresfest feiert, teilt unS mit, datz beim Festgottesdicnst in der Stadtkirche dec Orchesterverein unter Leitung von Musikdirektor ' mitwirkt. Für die Abendseier in der ist «JJfarrcr Strack- Wallemhausen, des hiesigen Kirchenrats Strack, als gewonnen. Siehe auch 3nferat
sehr temperamentvoll geführt: Christensen rang diesmal sehr fair. Bei dem freien Ringkampf Ach- ner gegen Zilch siegte der dicke Achner durch nur wegen des bisher guten Verhältnisses zu f Scherengriff. — Heute Samstag ringen im Stich» dern Personal, sondern auch in Erwägung der i kampf der 250 Pfund schwere Daher Achner gegen
„Haben Sie gehört, datz sieben Heine Lcule aus meinem Dorfe gänzlich abgebrannt sind'«' Ha, Sie nicken, denken, nun kommt er um hundert Taler schnurren. Keine Ahnung, liebe Frai Marie! Bei solcher Gelegenheit greift man still- sctüoeigend in die eigene Tasche. Aber das Langt nicht! Da bin ich aus den Gedanken getommen, unter Deistand des Herrn Landcats ein Wobl- tätigkeitssest in Fritzlar in die Wege zu litten. Unb überall hat man mir Verständnis entgegengebracht, wo ich bisher angeklopst habe. Immer hörte ich nur die Bedenken: „Wunderschön, aber wie wollen Sie ein abendfüllendes Programm zustande bringen ?“ — »Kleinigkeit," hab ich geantwortet. Unb dabei hab« ich natürlich in erster Linie an Sie gedacht. Richt wahr. Sie verschönen das Fest mit ihrem künstlerischen Spiel?"
.Selbstverständlich! Von Herzen gern! Unb wenn Sie es wünschen, finge ich noch ein paar harmlose Schelmenlieder für Ihre Abgebrannten!"
„Tausend Dank! Ich hab's ja gleich gewutzt. bei der lieben Frau Marie hol ich mir feinen Korb! Bitte, kommen Sie nächsten Mtttwoch um fünf älhr in die Kaiserpfalz in Fritzlar, bu werden die Herrschaften, die mir ihre Unterstützung zugesagi haben, anwesend sein! Ich möchte, Ihr .guter Geschmack wäre ausschlaggebend bei der Aufstellung des Programms! And für heute bitte ich. mich zu entschuldigen, ich will noch weiter. Sonntags trifft man die Herrschaften ßu Hause anl**
Der alte Wärhahn rieb sich vergnügt die Hande. Da zeigt« es sich was der „Schutz un Blute" wert war. Rasse stand da oben! Unb der Henner leckte die Lippen! Allen Grund hatte er dazu! „Herrgott nein, was. haben Sie für eine Frau!" sagten die Herren mit dem Brustton der Ueberzeugung zu ihm. Unb er lachte, wie einer lachen kann, der das bewunderte Kleinod besitzt.
Der Baron Adalbert Züschen aber sah mit vrrgestrecktem Kinn, die Spitzen der gespreizten Finger gegeneinander gedrückt, auf feinem Stuhle. Donnerwetter, war das ein Weib! Bei den Proben war sie gar nicht so aus sich beraangegangen, ihm war's auch, als habe sie ihm soeben ein paar ganz raffiniert verstohlene Blicke zugeworfen. D«r Lebemann meldete sich in ihm. So etwas lag in harten Bauernstuben! Das wollte gestreichelt fein. Die Klaue von Henner konnte das gar nicht. Er schielte nach seiner kühlen Frau zu seiner Rechten, die hatte ihr gelangweiltes Gesicht aufgesetzt, das ibm_ so über die Rerven ging. Ein müdes, fast verächtliches Lächeln fhielte um ihren Mund, während sie die schöne Frau durch ihre Lorgnette musterte. ES hatte ihm früher einmal ein guter Freund gesagt: „Du, zum Ehemann taugst du nicht!" Cs war bei einem gemütlichen Umtrunk zu zweien gewesen. Er- hatte gelacht, noch mit keinem Atemzuge daran gedacht, sich unters Ehejoch *u beu-r
Aus Hessen.
Hessische Landtagskaudidaturen.
Der Landesausschutz der Hessischen Zentrumspariei hat in seiner am Dienstag in Mainz abgehaltenen Sitzung für die Landtagswahl die folgenden ersten 14 Kandidaten ausgestellt: Lenhart, Domkapitular, Mainz. Iustizminister v. Brentano -Darmstadt, Ministerialrat U e b e l - Dieburg, Arbeitersekretär Knoll- Mainz, Rechtsanwalt Ruh- Worms, Landwirt Blank- Gaulsheim, Gewerkschaftssekretär Felder-Mainz, Frau Hattemer- Darmstadt, Weirchändler S o h e r r - Dingen, Fabrikant Hofmann- Seligenstadt, Landwirt Wagner- Kl.-Dreitenbach, Rechnungsrat Herbert- Darmstadt, Seminarlehrer Hofmann- Alzeh, Rechtsanwalt Dockius-Mainz.
Aus dem besetzten Gebier.
Desatzungsbauten.
fpd. C o b l e n z, 21. Oft. Die auf Reichskosten hergestellten Wohnhausbauten für die amerikanischen Desatzungstruppen sind soweit fertiggestellt, dah sie in den nächsten Lagen bezogen werden können. Alle Wohnungen sind aufs „komfortabelste- eingerichtet: Sammelheizung, elektrisches Licht, Warm- und Kaltwasserleitung usw. Jede Wohnung hat ihre eigene Küche und eigenes Dad und ist vollständig abgeschlossen.
fpd. Strahburg, 20. Oft. Die französische Rheinflotte wird im Frühjahr 1921 durch zahlreiche neue Schiffe v e r st ä r k t. Ein Teil der von Deutschland an Frankreich abgegebenen Schiffe wird der Rheinflotte zugeteilt. Auch werden künftig besondere Patrouillen- und militärische Transportschiffe in den Dienst gestellt werden, die ihren ständigen Standort im Straßburger Rheinhafen erhal-
imb Duisburg neue PsLnber nehmen wollen, damit Elsen im Bereich der französischen Kanonen liege. Es sei eine sehr lange Debatte nötig gewesen, um mit den Alliierten zu einer Einigung zu kommen. Vor dem Verfalltag vom 1. Mai habe Frankreich feinen Alliierten gesagt, wenn Deutschland sich nicht unterwerfe, dann werde Frankreich eine Geste mehr machen, und zwar wirtschaftlicher und militärischer Art. So hab« man die Iahresklasse 1919 mobilisiert. Cs sei leicht, jetzt zu kritisieren. Aber wenn man die Verantwortung trage, dann durchlebe man ernste Augenblicke. Einen Augenblick habe es den Anschein gehabt, daß alles zu End« sei. Sogar eine befreundete Intervention sei nötig gewesen. Frankreich sei stark: es sei sogar an einem Maximum der Kraft angekommen. Aber es müsse sich auch um die Imponderabilien der Weltlage fünnnem. Die materielle und moralische Kraft Frankreichs berechtige zu allen Hoffnungen. Wie könne man behaupten, dah Deutschland bis an die Zähne bewaffnet fei, wenn es fast sämtliche Waffen ausgeliefert habe? Zweifellos bleibe Deutschland immer eine Ration von 70 Millionen Menschen und eine beständige Gefahr. Es könne die zerstörten Kanonen wieder fabrizieren. Gewiß! Aber es sei doch ungerecht, der Regierung vorzuwersen, dah sie noch nicht die „Kanonen von morgen" zerstört habe. Der Ministerpräsident spricht als» dann von der Aburteilung der Kriegsbeschuldigten. Frankreich sei bereit, sie in contumaciam aß- juurteilen. Die Regierung von Angora habe etngetoUllgt, gemeinsam mit Frankreich die Grenze von Cilizien festzusetzen. Das sei ein Vorteil für Syrien. Rachdem Ministerpräsident Driand dann noch kurz von seiner Reise nach Washington ge- sproch^n hatte, verlangte er, sich einen Augenblick ausruhen zu dürfen. Die Sitzung wurde deshalb um halb 6 älhr unterbrochen.
Rach Wiederaufnahme der Sitzung fährt Ministerpräsident Driand in seiner Rede fort, indem er sagt, die Wiederherstellung des Gleichgewichts des Wechselkurses müsse die ganze Welt besorgt machen, aber man dürfe trotzdem die Realisierungen nicht aus dem Auge verlieren, die man von Deutschland erwarten müsse. Den ersten Verfalltag habe Deutschland eingehalten. Der lange Krieg habe sämtliche Staatskassen in Mitleidenschaft gezogen. Für das Individium sei dies nicht der Fall, sie hätten sich im Gegenteil mit dem Gelde bereichert. Die Lage in Deutschland sei nicht anders. Die Regierung des Reichskanzlers Wirth habe den aufrichtigen Wunsch, ihre Verpflichtungen zu halten. Sie habe ernstliche Anstrengungen für die Entwaffnung gemacht und auch in finanzieller Hinsicht. Deutschland müsse in ausländischen Devisen zahlen. .Unter den Gegnern des Dr. Wirch besinden sich die groben Finanz- Heute und die G r o h i n d u ft r i e l l e n. Sie exportierten in Waren und in Kapitalien, kauften Fabriken und Zeitungen im Ausland und bereiteten indessen den Vankerott Deutschlands vor. Dieser Bankerott wäre nicht aufrichtig. Ganz Deutschland sei solidarisch und man werde sich nicht täuschen lassen (Lebhafter Beifall). Man müsse Deutschland die Erfüllung feiner Verpflichtungen erleichtern. Die Mittel, die zu diesem Ziele führen könnten, seien verwirklicht. Man hab« Lvucheur vorgeworfen, dah er Fühlung mit Rathenau genommen habe. Er habe in vollem Einverständnis mit allen seinen Kollegen gehandelt. Das wirtschaftlicheAb» t o m m e n würde gestatten, das Deutschland zu entlasten, mit dem man in Frieden leben könne. Die Deparationskommission und die Alliierten seien loyal von den Verhandlungen unterrichtet worden. Das Abkommen verpflichte Frank» - r e i ch n i ch t. Es sei gewissermaßen eine Option. Derartige Verhandlungen hätten bei dem gesunden Teil der deutschen Bevölkerung den besten Effekt gemacht. Cs gäbe in Deutschland, wie in Frankreich Leute, die schrecklich durch den Krieg gelitten hätten und den Versuch machten, den Frieden zu stabilisieren. (Deifall auf zahlreichen Bänken.) Der Ministerpräsident spricht alsdann über das Saargebiet und über die Rheinland e. Im Rheinland, in dem eine tiefe Verwandtschaft mit Frankreich vorhanden sei, wäre es ein Irrtum, zu glauben, datz die Bevölkerung ihr Daterlano verlassen wolle, aber wenn man dahin gelangen könnte, daß die Rheinlande nicht mehr von Preuhen regiert würden, hätte man schon ein grobes Ergebnis erzielt. Driand erinnert daran, dah die Zo l l - Iin i e am Rhein durch eine gemeinsame Entscheidung der Alliierten aufgerichtet wurde unb daß sie darauf verzichtet hätten, sobald si« ihren Zweck erreicht hatten.DieAlliierten wolltenDeutsch» land helfen, feine Verpflichtungen auszuführen. Was hätten sie Deutschland antworten sollen, wenn es gesagt hätte, ihr verlangt viel Geld, aber ihr paralysiert unfern Handel durch di« Zollgrenze? Driand gibt der Kammer die Ver- ficherung, dah die Kontrollkommiffion funktioniere.
den Altmeister Michael Hitzler bi» zur Entscheidung: für den Sieger in diesem Kampf tourben gestern durch einen hiesigen Sportsmann noch 100 Mark gefoenbet. Ausserdem ringen Christensen gegen Zilch ebenfalls bis zur Entscheibung. — Morgen. Sonntag, ist Abschiedsvorstellung des Varietes unb Entscheidungskämpfe der heutigen Sieger. Rach Schlub der Kämpfe erfolgt die Preis- verteilung.
Bornotizen.
— Tageskalender für SamStag: Geschichtsverein, 3 Llhr, Führung durch das Altertumsmuseum im alten Schloh am Brand. — Io- hanneskirche, 8 Uhr, Vortrag des Deutschen 'Bun» des für christlich-evangelische Erziehung — Post- keller, 8 Ufcr, Mitgliederversammün i des Vereins ehemaliger 116er. — F« senkeller, 8-Ubr. Oeffent- lich« Versammlung des Bundes deutscher Boden- reformer. — Hotel Einhorn,' 8 Uhr, Ringkämpfe unb DarietS.
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater, 3 Uhr, „Die Lokalbahn" unb .Erster' Klasse": 61/. Uhr „Die Postmeisterin". — Gewerk- chaftshaus, 31/» Uhr, Generalversammlung des Konsumvereins Gießen und Umgebung. — Aeuc Aula, 5 Uhr, Konzert des Schorg-Quartetts als erstes Konzert des Konzertvereins. — Turnhalle am OswaldSgarten, 8 Uhr, Familienabend des Wartburg-Vereins. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Ringkämpfe und Varietö. «•
— Aus dem Stabttheaterbureau Cs sei neben der morgigen Abendauf ührung der „P o st m e i st e ri n" auch besonders auf die Rachmittagsvorstellung hingewiesen, die des jüngst verstorbenen Ludwig Thomas köstliche Werke .Die Lokalbahn" und „Erster Klasse" bringt. 'Beiße Stücke gehen hier in einer von Publikum unb Presse als vorzüglich anerfannten Darstellung in Szene und das letzter« Stück hat noch befonberen Reiz durch das Szenenbllb, bas ein Eisenbahnabteil in einem fahrenben Zuge darstellt. — In Abänberung des SpielplanS wirk am nächsten Mittwoch statt „Die Postmeisterin" ein Gastspiel des Reuen Theater- in Frankfurt mit Georg Kaisers »Ko-
Als der Baron gegangen war, lachte Maria geschmeichelt hatte, flanb sie ganz vorn an Der hell aus. Ihr Schwiegervater unb der Henner Bühnenrampe. Wie drollig si« die Lippen aufhatten sich geradezu tollpatschig benommen. Der werfen und den Kopf ein wenig zur Seite neigen
Baron aber hatte getan, als ob 6r es gar nicht konnte, wie der ®d>aü auS ihren Veilchen lüauen
bemerke "'':gen blitzte! Di« schönste Frau im ganzen
Ist es euch vielleicht nicht recht? Ich hab ' S ale fta. b ta oben auf 'der Düh..e I des Li b
” * — u,iifte, unb doch ging keins bis an bie Grenze
des Erlaubten. Rach jedem tobte der Beifall.
Küertervoraussage
für Sonntag:
Vorwiegend wolkig und trocken, strichweife Riederschläge, Temperatur nicht verändert, Winde aus westlichen Richtungen.
Tiefbeuckwirbel bes über Rvrdeuropa ziehen- den Tiefs beeinflußen unsere Wetterlage unb bringen uns Bewölkung unb Rieberschläge.
Hessen-Nassau.
Um die Hauptwache
" sd Frankfurt a.M., 21. Okt. Der Barmer,Bankverein hat der Stadt für die Ueberlgssung der altbekannten Hauptwache zu einem Bankgebäude einen jährlichen Pachtpreis von 200 000 Mark geboten und fein Angebot, als der Magistrat darauf nicht einging, auf 300 000 Mark gesteigert. Der OKagiftrai steht aber jetzt auf dem Standpunkt, daß der Bankverein ein noch sehr viel höheres Pachtung« bok machen mutz, wenn ihm die Hauptwache als Dank- gebäude überlassen werden soll.
mc. Frankfurt a. M., 21. Oft. Der Magistrat hat die von der Stadwervrd- netenversammlung für die Hungernden in Ruftiand^cwiHigtenMittekin Höhe von 50 000 Mk. wiederholt abgelehnt.
^en. Wenn er's in^Ruhe überdachte, hatte der Freund recht Satz man aber allein auf einem großen Gute, so wurde daS langwellig auf bte Dauer Und feinem eigenen Fleisch und Blut seinen Reichtum vererben wollte man doch auch' Da hatte er, als die liebe Frau Alane ihren Jungen erwartet«, kurz«n Proz«tz gemacht. Zu Reichtum gehörte Reichtum, unb in eine Familie einzuheiraten. die gute Beziehungen nach oben hatte, war nie eine Dummheit gewesen. Wenigstens war das fern Standpunkt. Rur Züschen lag für eine junge Frau, die das brausende Leben gewöhnt war, etwas abseits von der Welt. Und in einem halben Jahre erwartete sie ihr erstes Kind'! Angehend« Mütter waren leicht reizbar. Das hatte er in den letzten Wochen recht oft zu fühlen bekommen. Ra, eS kamen auch coicber einmal anbere Zeiten. Aber, Herrgott nochmal, er hatte Temperament l Unb diese Frau aus bei Bühne würbe schöner mit jebem Tage. Tüchtig klatschte er zu ihren Schekmenliebern Beifall. Und sagte chr nach bet Aufführung allerlei Artigkeiten.
„Die liebe Frau Marie" hört« sie lächelnd an Sie hatte sich vor ihrem Auftreten nicht sehen lassen. Eindruck hatte sie aus Adalbert Züschen machen wollen, unb das war ihr glänzend gelungen. Auch die Baronin Züschen merkte das Sie wurde erregt, führt« bi« Lorgnette immer wieder an die Augen unb sagte fchlletz- lich recht laut zu einem Hauptmann ber Reitenden Artillerie:
„Mein Mann fällt anscheinend in eine Kinderkrankheit zurück. An Chansonetien pflegen bie Herren in ihren Iugenbjahren nicht immer achtlos vorüberzugehen!"
1 (Fortsetzung folgte
Berlin, 22. Okt. (WB.) Die Bereinigten Zeitu ngsverkeger Grotz-Ber- lins erlassen folgende Erklärung: Der Kamps für den Laris im Zeitu.igsgewerbe unb ber Konflikt im Druckereibetrieb der Berliner Zeitungen erfuhr mit dem heutigen Tage eine sehr bedauerliche Verschärfung. Seit Dienstag lieben die Derliner Zeitungsverleger ihre Zeitungen aus Solidarität mit ber Firma Mosse. deren Personal unter Tarifbruch in den Streit trat, nicht erscheinen. Sie taten das, obwohl sie in der Hoffnung auf eine Verständigung ihr ganzes Personal unter voller Bezahlung in den Betrieben hielten. Die damtt verbundenen sehr erheblichen Kosten nahmen sie auf sich, um die Absicht der tarifbrüchigen Belegschaft des Mosse- Verlages zu vereiteln, unb diese durch die Konkurrenz der anderen Zeitungen unter das Joch zu zwingen. Vergeblich setzten sich der Reichsarbeitsminister und die Gewerkschaft in eindringlichst er Weise für die Wiederaufnahme ber Arbeit des Mossescken Personals ein. Das Personal verblieb jedoch bei der Ablehnung. Daraufhin unternahmen die Zeitungsv.rleger einen erneuten Versuch, di« Solidarität mit ber bebrängten Firma dadurch zu 'bekunden, datz das „Berliner Tageblatt" in anderen Zeitungsdruckereien hergestellt werden sollte Von einer Streikarbeit konnte dabei nicht die Rede sein, da die Wvssesche Belegschaft durch das paritätisch besetzte Schiedsgericht ein« stimmig, also auch mit den Stimmen der Arbeit-; ** Konzertverein. In der gestrigen nehmer, als tarifbrüchig erklärt worden war. In Vorbesprechung haben sich einige Druckfehler ein- denjenigen Zeitungsbetrieben, in denen die Ad» geschlichen. Es ist richtig zu lesen: Zelle 34 lchnung der Arbeit erfolgte, wurde daher wegen „K a i m orchester", nicht Kaiserorchester. Abfchn.II unberechtigter Arbeitsverweigerung bie fristlose ' Zeile 18 „Primgeige", nicht Primageige. Entlassung der an der Herstellung der Zeitungen ' ** Entscheidungsringkämpfe
beteiligten Personale ausgesprochen. Der Ver- Hotel Einhorn. Gestern siegte im En
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