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NN wird btf Bastienne"

Programm auszeichnen. Au Vegi alte Mvzart-OperBastion und

21m» Stadt rind <and.

G i e ßen, den 21. 3unt 1921.

Die Veranstaltungen der «inderhilsrwoche.

Mittwoch den 22. Juni, 3 Uhr nachmittags: Lichtspiele Seltersweg Möve-Film". 4 Uhr:Rosenfestim Casä Ästoria. 6 Uhr: Fußballwettspiel auf dem Sportplatz an der Rodheimer Strotze.

Donnerstag den 2 3. Juni, 7 Uhr, im Stadttheoter: Theaterabend der Gießener Frauenvereine.

Freitag den2 4. Juni,7 Uhr,im Staottheater: Turn- und Svortabend.

Samstag den 2 5. Juni, 4 Uhr: Wassersportfest an der Lahn. 8 Uhr: Ein­horn-Festsaal,BunterAbend".

Sonntag den 2 6. Juni, 'M Uhr: Kinderfest im Philosovhenwald.

Tie Beran st altung der Gießener Frauenvereine im Stadttdeater am Donnerstag abend um 7 Uhr wirv sich durch ein sehr abwechslungsreiches, künstlerisches

von 6d)ülcrhitren der Gcsauasschul« Therese Kübel zur Ausführung gebracht. Die Oper war ursprünglich von Professor Bernbeck zur Aus­führung aus der Waldbühne vvrgeselien, ist aber nunmehr zum Besten bet Kinder Hilfe dem Rahmen dieser Deranstaltursg eingefügt kvorden. Der zweite Teil zeigt lebende Schat­tenbilder in einer Art, die bisher in Bietzen noch nicht geboten wurde. Einen besonderen künstlerischen Genuß versprecl)en die Tanz­darbietungen zweier bekannter Frankfurter Tänzerinnen Dolly Wernecke und Fknni Gra­del aus der Tanzschule von Manny Hilden- hrandt. Zwischen den einzelnen Darbietun- Igen finden längere Pausen statt, in denen zu mäßigen Preisen Erfrischungen geboten wer- .den. Nach Schluß der Vorstellung ist bei ge­selligen Zusammensein Gelegenheit zum Tanze gegeben.

Bei den. Turn -und Sportabend, der am Freitag abend, ebenfalls zugunsten der 'Kinderhilfe stattfindet, werden tde Gießener Turnerschaft (T.-B von 1816 und M.-T.-V), Freie Turnerschaft, Erster Kraft- und Sportklub txm 1893, und die Radfahrer- VeveineGermania" und 1885 Mitwirken.

Der Bunte Abend zum Besten der Kinderhilfe im Einhorn-Saal am Dam-stag abend wird in der Hauptsache von Mitgliedern des Gießener Stadttheaters bc- ftritten werden. Richard Hellborn wird heitere lieber bringen, Eläre Türk lustige Borträge, «arla Keller Rezitationen und Heinz vech- Dein Lieder für Bah. Außerdem werden mo- derne Tän»e vorgesührt. Die Verlängerung der Polizeistunde bis 2 Uhr ermöglicht »um Schlüsse ein gemütlirl^eS Zusammensein Kur- ttu sind tm Vorverkauf bei E. ChalUer er­hältlich.

Wie wir HSren, findet bei dem am Sonn­tag tm Phllofophenwald gep anten Kinder­fest ein« Wiederlwlung der M a s s e n ch ö r e, »ie am Sonntag bei dem Cänaersest« gesungen tootbrn waren, durch die hiesigen Männer- gesangvereine statt.

In Gedern ergab die tn der Schule vorgenommene Sainmlung für die K i n d e r h t l f S w o ch e die wegen der Ferien schon jetzt zum Abschluß gebracht werden mußte, den Betrag von 246.40 Mk.

Lanzelot und Sanderein.

EelsiuS unter Null Schnee. Auch im hohen Schwarzwald sank die Temperamr bis aus 0 6hxib. In Gießen schwankten die Tempera­turen zwilchen 17 und 10 Grad Celsius Es ist mit Fortdauer der unbeständigen, kühl.n Witterung zu rechnen

In Gi-ßen betrug die Niederschlagsmenge gestern 2.8 Millimeter, in Lauterbach ü Mülimeter.

L. U Bon der La n deSu niversi ta t Der ordentliche Pr o fes s o r an de r Uni» versität Marburg, Dr. Schultze-Jena, wird für den Rest des Semesters die Borlciungcn und Uebungen des vor kurzem verstorbenen Gc- f/timfn Hoirats Dr. Sievers balron. Beginn Mittwoch nachmittag 3 Uhr, Geographisches In­stitut.

** Zum Direktor der Gießener R ei ch s ba n kste l le , . sowie zum ersten Vor- st^nts.eamten wurde dr flvitt Vo^w-rd?beamte bi der Fwnkfurk r Reichst tk. D veftot k l i v - stein, ernannt Bekanntlich wurde bet letzte Di­rektor der hiesigen Reiärsbankstelle, Direktor Müller, vor eurem Jahre an di« Reidtsbank- hauptstelle Dortmund versetzt, so daß der Gießener Tireklvrpostcn seit dieser Z it verwaist war.

** Ernennung. Die Sb r^lljekretäre Eckhardt aus Ulsa uitb Noll aus Gießen, zur Zeit beim Hauptzollaml Mainz, wurden zu Zollinspektoren in der Reichs- finanzverwaltuna ernannt.

*^Die ZuckerbezugSscherne für Mo­nat Juni können txr.i den Gewertet n ibaiben morgen auf dem Lebe isnntte. amt, Zimmer 8, in Empsanq gei Emen werden.

** Lberhesjiicher Kunstverein De fetzige Ausheilung iit nur noch morgen M.tNvoch von 111 und am Nachmittag von 35 Uhr gcösmet. Von ToivecSag an bleibt die Ans- slellung wegen 5'orfr-i« trnig «tner SondrrauSslel- lung des V«nbcoü»es der büdenden Äürrstler Le.seuS einige Tage aridsten.

* Gesangverein Harmonie- Gemütlichkeit Auch der letzte Tag des Festes verltes 'm bester Weis«. Dm 4 Uhr nachmittags ab fand Konzert, Tanz u.ib Balksbelustitung un Freien statt, n-o.on ledpckz, nvlst 'N folge der kithlen Witterlmg, verhältnismäßig nti iq öiebra.ich ge» madil n-urde Ter Abend hin egen, an d'm srch dre Tarbrrtrmgen tm Saal abivickelten, bra^äe tnc» der emen auserordenUrch guten Beuch Tas Pro­gramm des Abends ertifrieh vor allein Gesangs- Vorträge deS Ge «rigverernsF cfy inn" taiw des sestgebenden Bei eins. Ans« dem taub aal be­sonderen Wunsch eine Wiedelhotang der beiden am Sonntag natfrnittag gesungenen Massen- chöre statt. Znnfchen durch erfreute dre Tumer- sct'ost mit turnerischen Ausführungen am Barren und gut Ivirkendeu Marmor- gruppen.

Bornotizen.

Ta ges kalender für Dienstag: Postkeller, R'/i Uhr Versammlung des Berlins für das Tnitfdjtum im Ausland. Lirhtspielthvater, wie gestern i

AuS dem Stadttheaterbureau: Das nächste Gastspiel des Bad-Nar,Heimer Kur­theaters findet am nächsten Sonntag, abends 7 Uhr, statt und bringt KopebuoS LustspielDie deut­schen Kleinstädte^'. Aus den Wirrnissen unserer Tage führt und das Stück in die Zeit unserer Urgroßväter, in einer Aufmachung und Darstellung, die jüngst in Vad-Nanheim mit anßer- arbrntlidrm Beifall auigenommen worden ist. Vorbestellungen bittet man im Brief Vasten des SladttheaterS nieberzulegen.

Die Gießener Ortsgruppe des Bundes für Treigtiedernng bcabficbligt, wie sie uns mitteilt, m den kommenden 58odm eine R rille von öffcnt'ilicn Sind «nabenden zu vermi- halten. Dr. H. Poppel bäum aus FrMikfurt wird zunächst eine Einführung in die Grund­gedanken der Drei gl Äderung an Hand des Buches von Dr. Rudolf Steinen:Die Kearpunkte der sozialen Frage in den Lebensnotw-'nbigkrikm der Gegenwart unb Zukunft" p?ben Ter 1. Vortrag finb't am Mittwoch, den 22. Juni, afrmdS 8 Uhr

Auch dieses altslämisckie Sviel, daS am Sams­tag abend auf der Gießener Walobilhne aufgesuhrt wurde, bat, wie manch anderes E elgut flSnuictser Literatur, die vielfach äußerlich.' Flam enbegeiste- mng der Kriegsjahre überdauert. Wie in den Bücltern TimmermanS und anderer Hämhrfrr Meister klingen auch in diesem Verkckcn naive Derblteit und grhrnbe Sinnlichkeit, sowie zarteste Keufchlreit und Poesie fein ineinander zu einer dunkeln unb gar süßen Melvoie auS weitem Kin­der- und Tratimlano, da man noch die sckwne Märchenvrin^essin zu finden lwffte oder den Zau- bcrwald, darinnen in der Dunkel nacht alle Blät­ter lu Golde werden.

Fürst Lanzelot frevelt an der reinen Liebe zur srlrönen Magd Sandeoein, oi« von der raffi­nierten Mutter ins Gemach des Sohnes gelockt wird »damit sie ihm als Buhle diene. Sanderein flieht voll Scham in den Wald, wo sie durch einen untadeligen Ritter aus Schmach und Ghmitori- frung erlwben wird. Bon ergreifender Innigkeit tst diese Waldesszen«, da Sanoerein mH symboli- scher Poesie ihre Bergangrnlteit kündet: ob auch der fürstliche gälte eine Blüte raubte, es blieben dem blütenprangenden Baume San>rein noch un­zählige, die den Verlust.ersetzen. Als Rittersfrau gibt sie dem Boten des reuigen, ihre blürftcbr erstellenden Lanzelot im Svmbol des Blü.enzwei ge» und Edelialtcn di« verdiente Absaie. Weil er me vrstigkeit der Liebe in sich selbst mochte, stößt fcch Lanzelot dawui den Dolch in die Brust. Da­mit konnte das sinnige, symbolisch so durchsichtige Smel nilng ausNingen: für die einfachen Men- fchen des Mittelalters magDies epische Ikrfon", int tue Moral ici Geschichte predigt, vielleicht nötig fltrocien sein.

aic Waldbübne mübtr sich mit gutem Erfolg um den poetischen Duft des Spieles, ver natürlich nicht m eine dürre Jnlwltsaugabe zu bannen ist. Warmi Beck war schlicht und rührend als sch.anke, gold'.warige Sanderein. Kurt Knreper ein lc.densckaiUicher Lanzelot, und Dr. bans Kling ein Ritter voll gütigen Verstehens. Shi Ne- benrollen wirkten Ria vochstetrer, Gisela vorst, Karl Straft und Dans Arbeit Wolfgan, Mikter maicr fang zu Beginn alte Land.'kuechtlieder zur Laute. g£

kvcttcrvai-anoiage für Mittwoch:

vorwiegend kbeeft, zestw.-ise schwache Nieder- schkäte. kühl, nordwesttichr Winde.

Dv Wetterlage hat sich nicht geändert Tas Loch liegt noch vor den brüifch-n Jnieln, wähnmd ein stationäres Tief über Skandinavi-ni und der nördlichen Ostsee lagert. 3nfoLrbeiieu wrcd der Kontinent dauernd mit kalten, när^idum Viiüsan Lberstutet. Auf dem Brocken fiel bei 1 Grad

pünktlich, im Bavariazimmer des S>otel Gwß- IXTM>g statt. Gegenüber den immer dxwtifrirr sich gestaltenden Verhältnissen ganz Europas dürf­ten die Anregungen von biefet Seite nicht ohne weiteres von der Hand gewiesen werden.

Arris Schotten.

f. Laubach, 20. Juni Gestern fand im großen Saale des E>astwirlS D.'sch eine Generakversammlung deS Kriegsbeschä­digten- und Hinterblicbenen- b un deS, Ortsgrupi»e Laubach, ftatt. Bei landwirtsrlmftlichen Arbeiten ver­unglückte die Frau eines hieji-ien Land­wirts schwer. Sie stürzt« von einem £)ctt» gerüst ab und brach den Arm. Wnßrscheinlich l)at sie auch schwerere innere Derletzuttgeu davongetragen.

j>effrn.Nnssgu.

Ei» Nnnbüberfgll.

X. © a n a u , 18 Juni Auf den Großkaus- mann Karl Frohwein in Lwnau ist kürzlich aus dem Wege zwischen Eichen unb Dftbeim im Lano- kreise Danan ein Raubüberfall verübt wor­ben. Er tmirbe nicoergeschlagen, schwer verletzt und seiner Barsckwst von etwa 13 00) Mk beraubt Vom Regien,ngspräsidenten in Kassel ist für die Ermittlung der Täter eine Belolmung von 3000 Mark ausgesetzt worden AlS verdächtig erscheinen der Dienstkivcht Karl Ecklmrdt aus Wols im Kreise Büdingen und der D:enstku«cht Adam Kämmerzell aus Mittelsinn in llnlerfranfen, gegen die ein Steckbrie, erlassen worden^ ist.

Frankfurt a. M., 19. Juni. Der vom Deutschen Bankbeamtenrerein nach Frankfurt a. M. einberufene Deutsche Bankbeam- lentag wurde k-eute erösfnei. Nach einem Meferat von M. Perret°Münck)«n, der über das ThemaDie Tarisidee und die Bank- Nngestellteu" sprach, wurde eine Ent- schließung angenommen, in der eS u a IriBt:Der erste Deutsch-? Sa-tfbeamtentnq hält an der Id« des Reichstarifvcrtrags für das deutsche Bantgcworbc fest. "Namens der deutschen Banl^aintens.choft gibt er die feier- liche Erklärung ab, auch vor einem stainpfe nicht zurückzuschreckten, rociui versucht werden sollte, bie n» ttere Berwirk.i.chung des Rei.chs- -arisaedanöenS yi v^rhindem,. Der erste Deutsche Bankdeamtentag bedauert d^ von der Derbiiidlichk.i.senläiun > be Reiche, tgrij. Vertrages bi« B^rufSgenossen bet den Hupo- I Lhekcnbaltten ausgcfchlos.en wurden.' Die

Vankbeamien schäft Deutschlands ist ent­schlossen, sich mit allen Kräften an dein wirt- scyaftlichen Wiederaufbau D.u.sch a.ndS zu be­teiligen, sie erblickt aber in der Erfüllung ihrer Tarisfvrderungen eine wesentli he Bor aussctzung, um ihre Mitarbeit auf di fern G? biete zu ermöglichen." K. Decker-Frankfurt sprach überDie Bankangestellten und der Rätegedanke".

st M a r du r g, 19. Juni. In der Nähe von Mickeldrch traf hmte früh ein Forstschutzbeamter mit zwei Wilderern zusammen. Bei der Ge­legenheit wurde ein Wilderer angeschossen, woraus sich sein Genosse ebenfalls ergab. Deute früh stürzte hier ein Zunge aus einem Fenster und Mg sich solch? Verletzungen zu, daß man ihn in die Klinik bringen mußte.

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' " KVrze Nachrichten aus Dessen

nm b ben Na rttva r staa te n. Jv Lang- Göns v^-rve unter dem Vorsitz von Albert 3d)mibt cm Nod'ahrerverein gegründet. In Bellersheim Mert morgen Sdx Nngermüller sein 25)jäbriges Jrchiläum als Gastsvirt unb Ver- trtcr der Brauerei Mclclmvr Butzbach Ans T rais-Dorlosfzvird gemeldet, daß di' Grube o-riebrid) von der G03 Manu zähl eichen Beleg sdwl't L',0 entlassen hat. In Oberursel i Tm^ius erkletterte ein Srluljunge ben Mast ein t tt-.ktrisdpen Z>od kspanwungslcitioig der Ucbrl anbient rate und mad-.te sich dort zu scktaffen. Er wurde vom elektrisden Slvom b.-rührt und erlitt so schwere Dranpnmnben, daß er stimm Verletzungen nach kur­zer Zeit erlag. Zwisdfm Svrendlinge^ nndWolssheim stieß drr35^ährige verh.iratete Arzt Dr. Baumeister ous Sprendlingen an einer steilen Stelle der Landstraße mit einem andevew Radsabrer, einem Landwirt aus Wvlsshcim, mit svidxr Wucht zusammen, daß der Arzt sofort mit gcbrodienem Gmick liegen blieb und der Landwirt am Tage daraus ebenfalls stacd.

<Serid>t»faaL

Neviston grgen bas Urteil im Prozeß Tnlait Pascha.

Wie das Berl. Tageblatt erfahrt, hat der Staatsanwalt gegen tM5 Urteil im Prozeß gegen den Ntörder Talaat Paschas Revision ein­gelegt.

f] Marburg, 17. Juni. Die hier schon so viel umstrittene Frage, ob bie Vereins- Häuser der Studenten als öffentliche Wirtschaften unter die Bestimmungen der ^reierabenbftunbc fallen oder ob sie, wie immer wieder behauptet wird, als Privat- tyäufer gelten, beschäftigte heute daS Land­gericht. Der erste Chargiert« der Studenten­verbindungWingolf" war wegen ziveimali- gm Uebcrtreten5 der Feierabendstunde mit trafmandaton in Höhe von 200 Mk. bedacht nyorben, und auch das Sd)öijcngericf>t hatte dies für richtig befunden. Die Verteidigung Ivar der Ansicht, daß es fraglich sei, ob die Verordnuna noch Geltung hab«, ferner gingen bie in den Studenten Häusern verab­reichten Speisen unb Getränke auf eigene istechnung, unb außerdem liege auch eine MeichsgerichtSentscljeidung vor, daß diese Däuser als Privatbefitz zu betrachten seien. Werm di« Stuben len um 11 Uhr nach Hause gingen, verbrauck-e jeder einzelne Licht unb Feuerung. Dies zu sparen, sei doch der Zweek der Bestimmung. Das Gericht war «anderer Meinung und erkannte auf Ver­werfung der Berufung. Ob die Verordnung zweckentsprechenb sei ober nicht, darüber habe das Gericht kein« Entscheidung ^u treffen.

Mainz, 18. Juni. (Wolff.) Der zum ^Tvbe verurteilte Schuhmacher Roth, der (Nörder des Ehemanns D ö r r r a p f, hat gegen das Todesurteil Revision beim Reichsgerick^t ang'meldet, wie bekanntlich auch die El)«frau Dörrzapf.

Essen, 18. Juni. (Wolff.) Dor dem außerordentlichen Gericht wurde der Dort­munder Komnrmnstenführer Adolf Wein­berg wegen Hochverrats, begangen in Äußerungen bie er anläßlich einer Rede in Buer getan hat, gestern zu drei Jah­ren Zuchthaus verurteilt.

Gießener Strafkammer.

Gießen 18. Juni 1991.

Die gestrige St-afTamnrTf.pung bn 11? mit einer kurzen Mittagspause fast zwölf Stun­den. Die fcaiLptyit iKibnt ri « ißitbanKimg we­gen Steuer hinterzteduug in Anspruch Der .'Taufmann W. S. m Gießen war mmeklatt. xu Gießen im Laufe deS Japres 1920 vorsätzlich rih Zündwaren Ht Steuer ga^ »er t t.Weife I.i-itnrygen und habet in her Abstdit her Steuer- biiiterjiclmng br^nibc c Dorf hrungen zur Täu- fdning der Steue fr börte get offen yi haben. Er hatte im Iadr 192-.) d en Zmidiva^egrhersidlunas. betrieb gegi'ünb.-t. in te.n Vlatin^ü dn für Gas rrgrugt wurden Er will das Ges Irift im August an d ien gew s en Isidor G. ve kauft haben, im Sevtcmber ist es ab« von ihm auf eine G m. b d überncna'igen nni G. ab 0>ef toft füly er: tm November wurde G. als Geschäftsfüh «.- ob gesetzt und an serne Stelle kam der AnyAagte, der üb- ligenS na taveislich seit Gs Ab e e (nach Argen- H ien) Enfr- Oktober talsäckilich bie ®e diiftsfilb* mng inne hatte imb in dem Ges hast norf> Gut- büiiten fdxt tde und waltete Nach der von ande­ren Zeugen unterstützte.« Aussage rinn Kvnw- risttn | nb nimmrb » n brm Angeklagten Tau ende von Züridmi ni.lst TNTftf*vrt und zum Teil jur Täus-,ung ber Fr a 1.6 tv b i «rte geschgsft wor­ben, auch wurde rin Po rt 1 eteruNg-buch ver- nidrtet Der von zwei V« te fr gern unterstützte Angeklagte sudse tv Haupr e gti als tmglaub- tvürbii hi »«stellen: er le r.tt :«> s Ve.schulden unb will für ben Bet reo nidM ocranttivrllirf) gewesen inn. Die StaatSanwa tsdnsi naVin fre Aus age al« erwiesen an unb heant a it eine Geld^ strafe oo i füirtiigtaiifmb TOcrf vwte te i Neben st a en nnb dien Ndon tt Gefängnis: die tiger vrten au) Frnsv elumg <d r eine g«- ringe St ate. Das llrtfi ergebt in enter STodr

Der ugentTi he Tac.e.öh e W G. O aus S. erhielt lötgen ei «4 a einem [Lernet Kinde be 8$ «'.e en Stttlichkeits»erbi«chen bin Mo nte GcfänssniS.

Wgen Fahnenflucht unb militäri­scher Unterschlagung hatte ixf) ber Reidp-

rodytibThat D D von W ttrrantwrtet. Er war durch seine Ge chtvätzigkeit »u seinem Ver­gehen gekommen. Zufä.lig war e Z uge eöieS Ferngcsp.ädjs gerat ei, m d m ein höherer Vor .e- letzter ungünstige tlrute uugtn über einen ande­ren Borg setzten getan hatte. Ties hatte er in der Mani s.«astSsüibe Weit, .erzählt und etz war dem vorgesetzten, ter H. Aru ßt i ung getan bat re, yigetraaen nwrbett. Tie Folgt ivar n.i tüdxifitt Rüssel für ben Angeklagtt-n. dee in bem Gefühl, baä ihm der Boden zu heiß geworden si, durch- biannte und s ine Uniocm^üch ve.kaui?. Wegen ^al) enflucht in einem minder schwer Fall und Ui.terfdyagung cifriet er nie GesäugniSserare von sed?s 9)uo aten: zwei Monate Unter,uch»ngshiift wurden aufgerctfriet

Bott zwei uod) nrngeit, aber be-eits bestrasttn Einbrechern, bie ans dem Sahnet in Gießen itoutf mc4knc Decken se'.vhl n hatten, erlddt ter wt tiger bela.'Yte £>. Sch neun Monate der zur Zeit t i PreUngeSheim ©traf« V.rbüßenot S. R. eia 5Zahr drei Monate Gesänanis.

Ein paar k eine B e r u s u n g s sa chen ver­dienen keine btponbert Erwähnung.

AitS dem NmtsverkuttdsllttNgSbkalt.

** DaS AmtsverkündigungSblatk Nr. 8b vom 20. Ium enthüll: Verordnung über die Derjorgungsregelang. Gesetz über tue Erhebung roiläujtger Grund- und Gewei bei teuer >ür ba» Redmungsiochr 1921. ©t i bradMtrieb., Jmrfungen gegen SckZvtLnerotlaui. Gesiuwen, verloren.

Glcfnnben otrlorcn.

In der Zeit vom 1.15. Juni wurden tn fro* f gcr Stadt g efuti btn: 4 P^rlenr miaies. 1 Z>l- luloidpuppe, 1 STortöcrfctien, l Ltttck.aat, 2 ul« bcrne ^alsllettd-en, 1 Marktförbd< , einige Geld­scheine, 1 Nickel biill«, 1 Regen sdnrm, 1 ginoer- KbuT): verloren: 1 rote Leit.tajdjt mit 79 P.'f. Inhalt, 1 Paar Turn sch kf;e. 1 golbere SxTtenuhr* fette, 1 Podimonnaie mit 5-Maik,d)ein, l gjfbme Damemihr mit Kett«, litt Mk. dabei tm dnnderd- maikichtm, 1 rotbraune Br res tu sch mit 50 JTQb Mark, 1 goldener Manscht en knöpf, 1 Biie'tasch» mit 25 Mk, und einer Stadentenauswi'iskarf. 1 braune Lodednsch mit etwa 43 'MIT., 1 idberit Armbanduhr, 1 Nadel (Ruderrerem W.R.V.), eut Fünsmarfichin.

Vorläufige Grund- und Gewerbe­steuer für Vas RechnuNgsiaht 19 2 1. Durch Art. 1 MH. 2 des Gesetzes, das and) ber Fmanznvt der Gemeinden Ne.imung tagen soll, ist besttmmt, daß wenn d te Gemei.tde bte «rrte- tnmg von Grund- und Geratrbeslentr für oai Rech nungsicrhr 1921 btsdiießl, btt Vorsdpist des Ad 1 Abs. 1 sinngemäß auch aus dies« Gemci ibeumlagtn Ainvendung zu finden l-ai. Öterju bemerkt bii KreiSamt, daß ent Beschluß in Sinnt des Art 1 Abs. 2 sdion dann als vorliegend anzus«hen tfl, wernt bei der Berotting und De.diußiassung über ben Gemeindevoranschag für 1921 die Erhebung von Gtm rinden m la gen bri<Wcfen wo btn tfl diestm Falle können sonach die für 192U erhobenen Gemriicheumlapen von G.Hlndbesttz unb ©enrrbe m. gleicher Höhe und otyne weite ros auch für 1921 als vorläufige Zahlung aul die 19 2 1er Grund- unb Stwertesventr eriwbtn werden. Mach rin Steuer» Pflichtiger glauKxift, bah sich ber Steuenvttt be# Grundvermögens soncke des ttnlagt* unb IttcTnef* kapibnls itadi bem Sband am 1. AprÜ 1921 tnblge vm Vermögensabgcmgen um m«hr als teil vierten Teil mtbriqer berodtid, alS für bas NednningS- lahr 1920, fo ist ber aut ben nNfhTfdrmlidien Bo- trag ber Bermö-beruna des SteuerntnS eii tsallenv« Teil der »otläuhgrn Steuer für bas Ri. 1921 di- -nr cnbgülhgm Veranlagung aut Antrag nutzer Erchlmng zu fetzen.

Impfungen gegen Schwtinerot« laut ind Wtamll bri gefcb.'idxn Entsdiäbigun- für gefallene Sdrrarine. Da ber Sdmrinew rotlaut in den Sominrrnunnttn meist eine grötzero 5.1er breihntg erlangt, ist bringend xu tat*n, bte Schutzimpfung im Monat Juni vorndmi-m pt las­sen. Tie m bieper Zeit geimpften Schveine nrtb m ber gtsckhrlid/'ten Rotlautzeit, in ben Somm't» unb Herbstmonatirn, vor Ansteckung sicher.

furchtbare Schlaawetker-Lxplosion.

Hern«, 20. Juni. (Wolff.) Auf bet Zech« Mont Cenis" ereignete sich heute mittag gegen 12 Uhr «ine schwere Schlagwetter»- Explosion. Bis 3 Uhr nachmittags wur­den 22 Tote und eine erhebliche Anzahl DerleHter »utaa« gefördert. Das Unglück er­eignete sich auf ber fünften Sohle. Die Ge- h>nft der Exp'ofton war so stark, daß auch tne dritte und vierte Sohle erheblich In Mit­leidenschaft aezogen wurden. In ber Grub« befanden sich zur Zeit der Erplosion 300 Mann, von denen erst 1 20 t a g e ge­fördert sind. Die Rettungsatbeiten ftnb f'hr erschwert, weil ein großer Teil bet Strecke zu Bruch gegangen ist.

Herne, 20. Juni. lWTB.) Eine amt­liche Mitteilung von 7 Uhr abends besagt: 23 Tote uno eine große Anzahl Verletzte, vorwiegend Leichlverletzle, sind geborgen wor­den. 14 Mann sind noch v e r m i tz t.

Herne, 21. Juni. ,'WTB.) Bon den 6d der Schlaawetterexp'olivn auf der Zeche Mvnt Cents Verunglückten sind nach einer amtlichen Meldung bis gegen 2 Uhr nacht- 6 8 Tote unb 73 Verwundete, darunter 26 Schwerverletzt«, geborgen.

verrniscHte».

* Wttzenhausen (Werra). 19. gurrt (Dolfs.) Die erst vor einigen Jahren mit allen modernen technischen Einrichtungen er­baute R i tz s ch e Mühle ist in ber letzten Obacht bis auf die Grundmauern nieder- gebrannt. Der Ausbruch deS FeuerS wurde von vvrüberzieheuden Wander­vögeln zwischen 2 und 3 Uhr nachts ent­deckt, wodurch es gelang, den Brand auf oie eigentliche Mühle zu beschränken. Der Scha­den ist sehr groß. Viele Tausende Zentner Mehl unb Klei« Ittb verbrannt 70 000 Ztr., bie abseits der Muhle lagerten, konnten ge­rettet werden- Die Entstehunasurfache de- Brandes ist noch nicht festgestellt.

fpd. Würzburg, 19. Juni. Bei ein« Hochzeitsfeier in Untmkben in Bayern sind nach dem Geiuiß von PceßVopf und Blut-