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mittags^M Sfr6rmt«. M- Snrrüa, ,ut ChuxUü^oJ

Der TniH einti unabhängigen Blutte« Der d SrÄr Sm i & 1

L>»«bNch wn Cffliieren in Orafenmört» erfolg: ,

der

eitner embc?,ieovn müjen Wenn da- Reich teine Mtitel für die Zentner hat. ift baa von den ®c-

2R>g. Stretens (Dem.): Die ^tüfung der Bedürf tigtstt mutz un bedingt beließen blewen. Mit der £inan*,i?rung des Gesetze« durch das Reich kann ich mich nicht einverstanden erflurvn, da

geordneten Andre (Zentrum) auseinander, der ihn persönlich angegrif en hatte 3n der nun folgen- iei A stimmung wertet die Anträge dcr ab­hängigen und Kommunisten zu § 1 abgelehnt und diele mit der AuSichuf-sa'sung. also mit Sin- bezichung der Angeslelllenver icherun i. angenom­men: ebenso § 2 über die Höhe der Renten unter Ablehnung der kvmmunisti chen und unubhänaigen Anträge, aber mit einigen r- tahionellen Abände­rungen ötn tmnierer Zulay des Zentrum- und der Volkspartei. die Reine für jedes Kind bis zum vierten Kinde auf 500 Mark, für das fünfte und sechste auf 600 Mark ftstzu setzen, wird an- genommm, ebenso der Rest des De le Yes nach den Ausschihanträgen 3n der sich sofort anschließen­den dritten Lelung sagt der Arbeitsmtnister eine möglichst treitgete d Au-legung d s @cct)ed zu

Die Vorlage wird sodann nach ten Be chlüssen

Itus dem Neiche.

©r<?f V<Td)rnfi*fb fiber die KuitdgeLun.p N't>prcchts von Bayern.

tote er auch von der bayerischen Vvlkspactei ver­treten rvird.

Die Crtoerbflofenfürforge.

Berlin, 18. Rov. (WTD.) Der Volks- tvirtschastliche AuSschuh des Reichstages nahm den Zentrumsantrag, sich grundsätzlich mit der Erhöhung der Erwerbslosen- r sorge um etwa ein Drittel einDerftan- den zu erklären, an.

zw-i e.i £e ung etnfil nmig angmommen. Morgen mtttai 12 Ahr. Kleine Vorlagen. Schlub- 8.15 Uhr.

Deutscher Neichstaq.

148. Sitzung, mittags 1 Hbr. Berlin. 1& Rov. 1921.

3m Reistage wu de hcu e nach Erledigung einer Reih.' kl in r Anfragen das @-efeb übe- die Weltpost veeinsverträge und den strafrechlichen Schutz te $ isicm.elnbdrucke auf P ft! ndungen in allen drei £e u gen anoenomnvn und sodann in die zw rite Beratung de; ® setzes über Rolstands- maßnabmet zur Urttflütjung der Invaliden Ren­tenempfänger elngetr len Der Cnttrurf will die Renten auf 2000 Ma k jäh'lich. die Witwenrente auf 1500 Mark und die Waisenrente auf 830 Mark fest fetzen Der Ausschutz erhöht- bie'e Lummen auf 30C0, 2100 bjto. 1200 Mark. 3in kommunistischer Antrag fordert Erhöhung im ersten Falle aus 500 Mark monatlich, im zweiten auf 400 Mark und im brttten auf 3'0 Mark monatlich, faui einen monatlichen Kinder?,utolaa von 330 Mark. Der Au-schnh will den Gemeinden 80 Prozent der ver- autic i:cn llnlorstützungs eiträge ersetzen, ein deutsch 7a'ionaler Anlrag 90 Prozent und ein kvrn- munlfli cher Antrag in ganzer §>5he.

2Irbeit3mi istrr Vra u n ke oit, daß daS neue in diesem Gommer geschaffene De etz auf die Alt- rentn^r nicht in Anwendung kommt. Deshalb sei getoi s irmafien eine Rotstandsmatz'iahme e forder­lich Cine Erhöhung der Tel träge zur OLifbeffe- rung der AI r en hier werde Arbeitgeber und Ar- beitn hrer in unerträglicher Wie belaßen. Für die 11 nf Trntner werde l inn-m weniger Tage eine besondere Vorlage kommen, ebenso für die Klein­rentner. Die Regierung werde sich mit dem Aus­schußantrag befreunden, lehne aber alle weiter­gehende Anträge ab

A g Dr Koch (Deutschnatl.) begründet den deutsch-rationalen Antrag Den Gemeinden, die schon kaum den Aiford.-rungen der Arme'pflege gcrxxbt werden könnten, mutzte entgenengefommen

2lbg. Schwarzer (Bahr. Bolksp ) stimmt der Vorlage nur zu mit Rüäsicht auf die gegen- tt>ärtige Totlage. Bisher sind von der Reichs- ceglerung sur Fürforgezwelle Milliarden Wk. flegelx> worden, eine Summe, die zeigt, datz wir schon bis an die Höchstgrenze des Möglichen ge­gangen sind und nicht mehr tun können

Abg Frau W a ck w i tz (Komm.) begründet die Anträge ihrer Partei und protestiert gegen den Vorwarf, dah diese Anträge lediglich auS Agi- tationsbefchlüssen gestellt seien.

Abg. H o ch (Soz.) protestiert bargen, dah die Volks Partei einen Unterschied zwilchen An­gestellten» und Arbeiterschaft konstruieren wolle, als ob die Angestellten ettoa» besseres seien

2ldg B a ch m e i e r (V hr B-aiernbuiud) gibt eine kurze zustimmende Erklärung.

Arbeitsminister Braun erklärt sich gegen den Antrag der Unabhängigen Di? V-rwendung öffentlicher Mittel mach, die Frage b?r Bedürftig­keit notwendig Die OrqanUation muh allerdings weiter auSgebaul werden Jedenfalls kann ote Organisation der Armenpflege nichl als genügend angesehen We den. Zch eifenne an, dah die Mah­nahmen des Defetzes nicht aus reichen Das war in Friedenszeiten aber auch schon d?r Fall Dem Anträge des Zentrums und der DolÜpartei stimme ich zu.

Abg Adrlf Hoffmann (Komm. Arbeits­gemeinschaft) seht sich des längeren mit dem Ab-

sich die Freude am Geben legen und sie werden in der Furcht, ihre eigenen Angehörigen nicht ge- lügenb gesichert zu sehen, danach ftrebeo, sich privat zu versichern.

mtneX» teÄÄÄl ®r se'-d-ng .« TUn«n ton-mm n.ü*'en unb ! en SfeÄriKlÄÄ S d°b«i an dner o.-rmeliton » aw .g ixr L«.

lt^^einZ>flebun9 1 9t« ei ttcherungst ilnehmer nicht vvr-eirommen. Bis da» fchen und bayerischen Vaterlands ab doh de'm UrPW j Angestellten hören

^e ST ^dai

Der Ministerpräsident erklärte wörtlich: Wenn S4? Rentenempfänger zu lindern, wird

ich geschichtlich denke, frage ich Gibts einen ver» j nünsligen Deutschen, der das gewonnene Gut i leichtsinnig durch eine Katastrvphe-ipoli ik gefähr­den würde? 3ch glaube nein. Dieser Standpunkt ist mit ge urch m 562.e alismus völlig vereinbar.

AuSlö ch UN üS?. i A i 2lbq Bartz (5romm.) begründet Anträge

G e b l e c u n ti <h t i a ift^ mLei,*r ^an*< kie rb m alls et ie Prü.ung der 2Be»

ouna au«. Latz ^inftia mehr als msyer stre.ag , ^^nabhän^^h^u^' ^«n noch üb^r bei der Wahrheit zu bleiben. Zur Proklamativ /D 'M

MMÄti ÄS,1 .AS S&Ä. Ä MC

*u oer Proklamation keine Stellung nahm, die

Regierung betrachte sich als die Hüterin der Ord-

toerben. auch trenn sie gerade nicht als notleidend ai^n'eben ex

Ql^q Karsten (Unabh ) beantragt namens ferner Partei, den Rentn -rn 330 Mk monatlich, den Witwen 200 Mk. und den Waisenrentnern 15u Mk. monatlich zu gewähren und die Kinder- üula :e auf 153 Mk monatlich fest mfetz.m Den In­validen rentnem mutzte zum mindestens daS zu- ge''il2igt werden, was den Arbeitslosen gegeben we.d?.

Abg. Andrs (Z.) stellt fest, datz die Be­dürftigkeit erst bei einer ®renze von 1100 Mk angefetzl sei. Wenn heute in der Zeit der Rot ne^nm die Versichn-ung auch die soziale Fürsorge gestellt tre de. fo 'ei bxb M ter Der'uch. zu Helsen, zu begrüß n D e Versich-rten sollen doch neben ihren Bezügen auS der M:ersrente noch die Für- focge^elder erhal'en, autz de n rerilenien die mei­sten von ihnen noch immer ihre regelmäßigen Löhne Somit erscheine das vorliegende Gesetz als ausreichend.

Aus Stadt und Land.

Dietzen, den 19. Dov. 1921.

ToN «tag.

Von Erich B o cl e m ü h I*).

Run sinken die letzten Blätter im Sturm. -- Run blüht keine Blume mehr. Und die Welt lvird schwarz, wenn der Rächte Schat­ten wie grotze Trauertücher in die Tage hängen. Unb dann Haden die Menschen ihren Totentag.

Wenn der Abend dünner seine graue Stille wölkt, wenn der Wind in allen schwär-

*) Aus dem Gk^zzmibuche .Die Jahres­zeiten" (Verlag E M itthe^, Hartenstei' l Da), in dem Grich D o ck e m ü Ij ( die Tage b?3 H'hres durchschreitet und die Stimmet der Landschasts- feeie ihre feine Sprache rede.« lafjt

3en Bäumen schläft. Dann vollen auch vir leise und heimlich gehen üderS Moos der Friedhofswege in die grotze Ruhe, da die Kiesernzweige ihre weüyen L.eder singen...

Alles schläft .. . sv wie au unserem Kin­des Beuchen stehen wir erschauernd still in Liebe. So tat Hann die grotzen Augen zu. Rur wenn du stille stehst und tief den Atem h llst, i ö st du cod Atmen aller »ause.'.d Seelen, die vor dir starben, da sie dir entschwanden. Hörst du den Herzschlag Gottes letse pochens das ist der Herzschlag aller tausend Toren der Herzschlag alles Lebens, denn es ist eins, ob Leben oder Set): 3in Herzschlag alles Seins in Gottes Tiefe

Dir starb ein Kirrd? O, wie dein Lächeln weinend in dieser Rächt aus deinen Augen glüht . . . Dir starb ein Ktrkd tn Gvt- tes weiter Seele. 3n Gvncs Lebens-Sein ist aller Seelen ein Beieinandersein. Und ist nur. datz wir Menschen alle nagen des Lebens Rot und aller Seelen Pein . . . Denn Gones Seele ist Unendlichkeit des ew'gen Werdens in die Gwigkcit.

O, Herbstes Früchte säten tn die Rächt der dunklen Leere, der grotzen Fülle, dah ein Keimen sei, ein Wachsen, Blühen in das weite Land des anderen Seins... O. dieses Leben ist nur eine Saat. Ist nur ein Samenkorn dies ganze Leben der Erde und der Menschen all- zugleich, ein Samenkorn in aller Welten Fülle, zu keimen in das grvhe Wissen Gottes, auf daß Gott selber sich erfülle an seinem Tag der Reife, da allen Endes neuer großer An­fang ist . . .

Weicher Wind weht durch den Toten­garten. Auf allen Gräbern blüht der Aller­seelen-Frühling .... wir wollen heimwärts gehn ins Ächt der warmen Stube, da in der Seele stiller Landschaft Frühling blüht.

* Amtliche Personalnachrich*en. Am 3 Rooem?er L2I wurde der F^r.trefe.en^ar Hermann Diesenbach ,u Darmstaüt 6um öd ft* assessor ernannt Ernannt warde am 16 Ro­vern ber 1921 der Lehramtsa seifor Fritz Koch aus Forstel zum Ätud.enrcu an der höheren Bürgerschule zu Rtmaach Usbertraren wurde am 1Z. Oktober dem Schulamtsanwürter Fl.wtz Rösch aus Wöllstein eine Lehrer telle an der Volksschule zu Appenheim, Kreis B ngen.

Dein 40. Dienstjubiläum begeht morgen der Arntsgch lfe Hotz M ö f e r am Phy- siologi'chen Institut der Landes-Universität

** Der neue Milck) preis. Von zustän­diger Leite wird uns mitg te lt D i einer gernein- schastlichen Desplechung ^u.Leben Vertretern Les Slädicr-undes und der landDirtschakllichcn Or- gamsa:ionen wurde nach langen Verhandlungen für das fc'amte Wirt^cha'ts<,e. itt ein einheitli^er MilchtzallpceiS von 3,50 Mk. (seither 2 63 Mk.) mit Wirkung ah 20. Rovernber d. Z. seügefeyt Hie-zu kommen die Vergütung für die Molkereien einsch i tz'vch Ve.teilungsll^fe m.t 0..5 Mk. (filt- her 60 Ps.) und die Milchausträgergebühr mit 0,50 Mk. Ceiib.T 40 Pf ) Ferner ©ebn erhoben am Cüer vom Cebendmitteiamt 0,25 Mk.. die dazu bienen, den Mehrpreis für die von auswärttgen Molkerrie' (G ilshauen, La g önS Ostb-im) be­zogene Milch, die sich we'cntlich t-urtr stellt. auS- zugleichen. Der Verbraucherpreis ab 20. ds. MtS. beträgt tn der Stadt Dietzen 5 Mk. Diejenigen.idler. die Mthch direkt vvm <3r- »mger zum Verl räucher brin en, baden den oben angeführten Qtallpivid unter allen Umständen keim Einkauf der Mi ch d*iyzhalten, andernfalls rückfich'slos Ne Ausschaltung als MLchhändlcr inne h l' des Stadtce'ie.es eifil ;t Falls durch die Molkereien in e.hald d S Wtrt'ch.f sgebietes der V.-ruch gemach', werden sollt>. bet D allpcris zu überbieten, fo totrb seitens des Dtädteaundes 1 mit allem .Rachd utt bafüi Sorge get anen, datz für die e Mo^e.eien .11 Terboi d;s Te butternd und Te ens unverzüglich bebLtb.iJ,< s iJt ver­fügt totrb.

* UmfatztzeuerpfNcht deS Dtra- tzenhandels. Fn un'e em heutig n Aizci en­teil totrb eine Bekannnnachung ü e die äenue- rung der Bestimmunaen betreffend die Umfaiy- fteu.rpflich des DtrahrnHandels v raffe tlichL aus die wir auch an dieser Stelle verweisen.

* Diebstahl. Ein Handllüecwäqelchen ist abhanden gekommen. GS ist mittelgroß, qebTaucht. jedoch noch in gutem Zustande: die eine Hintere Sproste ist g2broch?n. ber Hand­griff an der Deichsel unfachmühig angeschnitzt. Dor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche

Borttstlze«.

Mitteilung nnnru die Kr.mtnalabteidmg ent­gegen.

TageSkalen der für Samstag ^Hotal 6.nbm". S Upr: Wobllerfamml^ng der putschen BvliSvarteu Kath. l^remobaui. 8'/« Uhr: Dach dertamm'.un t dea De noknutfche» Part«. Lia-t.p e.hans .Za.falo Bll'. 2. Teil, unb .She ®ebm von TordiS".

T a ge S k a 1 e n b e r für Sonntag. Stadtthcater. 7 Uhr .rülarxM 6uane - G o*>« Höriaal der Unax-rfität, 8 U»c: DnatE-Gapäw^ nis-Feier.

AuS dem Stabttbeaterbireau. Eduard Kümteke, hier be tens tKlanni als Kom­ponist von .Wenn Liebe erwacht bat mti feinem neuen Werk .Der 'Beiter aus Dingsda" schnell die deutschen Operrttendühnen erobert DaS Tuerf hat üDerall ganz aujerorbentliib adalkn unb vor kurzem tn Berlin am Theater am Avllen- dvrfplah ferne ISO. Aufführung erlebt Um irrtü.nlWjen Auffa'fui-gen entgegen^u treten, die durch die Ll b. lnottz mir Jn erat ü.»er die .Dante- feier" entftebgi tonnten, fei biermik auch iw 'Hamen der 2Stglicbcr. ft ft gestellt datz Srduleb Wif'endvrff hier nicht als ®ah vecpfllwtet ist, sondern für die Umgibt Spelzeil bi feilem En­gagement steht.

Dante-Eedüchtnisfeier. 3n An­betracht dar Bedeutung der Veranstaltung fei be­sonders aus btt am Totensonntag im chrotzen Hör­saal der Universität ftaitfvibenbc E^dächt 'Istrler der Literarischen GefeHsch ft biiigeöiefen W»t? heutige Anzeige edebe i Labt, toirb tne Gedächtnis­rede Dr. von Faber du Faur halten und weiterhin Stellen aus dar Vita nuooa in der Gött­lichen Komödie verlesen. Zur seierlichen Um­rahmung werden allttallenische Musikstücke zum Vortrag gebracht werden, für die bekannte und gute Musikkräfte gewonnen worden find. Üs ift der Literarischen Desellschaft zu wünschen, datz immer weitere Kreife sich ihrem idealen Streben anschlietzen und mithelsen, datz ihre, unserer Heu» tigen Zeit unbedingt notwendigen Veranstal­tungen weiter unserer Stadt erb-dten bleiben

Liga zum Schuhe der deutschen Kultur. Der Finan>poli ikrr Dr Ho eph Brün­ne.- (Darmstadt) hak schon vedch edentlich über Den Dtaatsbanke.ntt mit grobem Erfolge gesprochen. Er behandelte diese Fr-ige In populär wi ftnfchaft» kicher Wei e. und es ist deShalo zu begrüben, datz auch tn Cberbdfcn Gelegenheit gegeben ist, ihn Hi hören Wie wir erfahi-en, wird er tn folgenden Urten Vorträge ballen: in Langsdorf. Moniag. 21. Rovernber, abends 8 Uhr im Deutschen Htius. Münzenbera Dienstag. 22 Rovernber, abends 8 Uhr bei Volk. Eambach, Mt'Novch. 22. Rovern» 6er, abends 8 /, Uhr tei Wei'el.

Oberhesfifcher Kunstverein. Infolge ver Fractztsperre In Karlsruhe und München Ist ein Teil der für dl« neue AuS» stellunq anaemeldeten Kunstwerke noch unter­wegs. Die Eröffnung der Ausstellung mutz sich infolgedessen noch um einige Tage verzögern.

Wettervoraussage

für Sonntag:

Wollig, meist trpden. kühl, stellenweise Racht- frvst. füdöstNche Winde.

Die Wetterlage hat sich nicht verändert Wir können mit Fortdauer der bestehenden Witterung rechnen.

e

Landkreis Gissten.

Klein-Linden 19. Rov. Zugführer Heinrich 3 r b und Frau Äarollnt 2rb gtj. Zakob feiern morgen das Fest der Silbernen Hoch­zeit.

Starkenburg und Rheinhesten.

dta. Erbach. 17 Roo. Erstochen auf­gefunden wur^a nach vorhergeganoeue nS reite oer ledige 28jährige Bergmann KarlVo a e.ilbra, D.e Leiche geigte 14 Stiche. Vier Personen wur­den verhaftet.

Hessen-Nassau.

mc. Fran kfurta. M. 18 Rov. Unter dem Verdacht des Verrates wichtiger poli­zeilicher Matznahmen an die E tente war seinerzeit der Schutzpolizist Afsekdom verhallet worden. Rumnehr Hal sich lelie Unschuld her- ausgestellt und er wurde auf B f chlutz des Straf- fenatS des Reichsgerichts aus Der H ifk entladen.

mc. Frankfurt a. TL. 18 Roo. Eine originelle ErabfchrifL Auf dem Haupt- friedyof wurde ein ®rabmil für eine Frau er» richtet, auf dem folgender Vers steht: .Hier ruht in Gott mein treues Weib, fle hat das beste Herz im Leib, doch dieses ward ihr zum Verderben, denn daran mutzt sie sterben l"

Peter Tornrlius unb Der Darb er von Bagdad".

ZumDastfpieldeSHesfifchenLandes- t h e a t e r s.

Don scher ist dem Germanen unb insbesondere dem Deutschen an Stelle des blendenden, dafür aber auch oft schneidenden und verletzenden Witzes, über den der Romane Derfüll die Gibe des aus dem Herzen kommenden, ve-löbncnben Humors zu eigen gewesen als ein feiler Bestandteil deS Ge­fühlslebens unseres VolkstumS. Die besten und echtesten unserer deutschen Humoristen wurzeln lies in diesem Boden, In dem unverfälschte, manchmal auch derbe Komik sich mit ticfinniger Lyrik und zartesten G f ihlsregungen innig verbinden Richt ein höhnisches Drimen oder zynischer Spott, son­dern e. lösendes, befreiendes Lachen, bei dem einem warm zu Mute wird, ist das Sbalatteriftitum der deutschen Fröhlichkeit

In Indern c^weige unserer Kunst treffen wir auf Blüten d des deutsche i H imocs In der Poe le wie in der Malerei und Dclüh-iuerci. vor allem aber auch naturgemib In der edrl'ten und lief ten aller Künste, der Musik. Hier verfügen wir außer einem Schah von mit echtem Humor getränkten Liedern und Sinfonien über einen unocr l jchlich wertvollen Straub komischer Opern. Zwir i t ihre Zahl nicht allzu grob. Mir aber ihr Wert umfo bedeutender. Reben Ri Hard Wagners .M e i- ft c r f t n g e rne. die die gigantisch.' Sch ssenskrnst ihreS Lchö fers hoch über alles stellte, wrz je für die Bühnenmusik geschrieben ist, und bem .Rosenkavaliev von Richard Straub, der bei aller humorvollen Feinheit doch wohl schon zu sagen wir artistisch ist. um rein hierher ge­rechnet werden zu können, find es namentlich ,L o c tz i ng S ewig schöne Spielopern, In denen toir

daS goldene deutsche Lachen finden <33 reihen sich an ein köstliches Trio Götz mit .Der Widerspenstigen Zähmung". Ricolai mit s. lnen.LustlgenWeibem" und Peter Cornelius mit dem .Barbier von Bag­dad''. den daS Hessische Landestheater für fein nächstes Gastspiel am kommenden Mitupoch aus- gewählt hat.

Peter Cornelius ift geßorner Rheinhelle: am 24 Dezember 1824 hat er in Mainz das Licht der Welt erblickt, als Dvhn deS Schaulptckerpaares Karl und Friederike Cornelius unb Reffe des groben Malers, dessen Tarnen er trägt In Berlin studierte er Musik und war h^ec ein Schüler Debns, den neben anderen auch Rubinstein. Kullack und der Kirchenmusiker Kiel zum Lehrer batten. Das Jahr 1853 brachte in d'm Leben des Komponisten das entschei. ende Erlebnis Mit Liszt, an dem er mit verehren der Lied« hing, reifte er noch B fei u-d lerrte dort Richard Wag­ner kennen. Peter Cornelius wurde in der Folgtest einer der oegctffcrtRen Anhänger der neuen deutschen Richtung in der Mu ll un> einer ihter hervorragend ten Schil träger In Weimar, wo Lifzt dte Stellung eines Hoffavellmeisters bekleidete, lleb sich Eornellus für mehrere Jahre nieder und hier war eS auch, wv fein .Da r 6 i e r zum ersten Male ie S ene ging Mit welchem Er­gebnis, darüber nachher mehr. G-frgt sei jetzt nur. datz ränkesüchtige Feind: und Reider Li'zls Be­streben, der Oper zum Siege zu verhelfen, ver­eitelten, und datz ihr SchL.ller wie fein Meister Weimar verlieben. Rach einem kurzen Aufenthalt in feiner Vaterstadt und in Prag, ging Cornelius nun nach Wien, wv er die nächsten fünf Jahre in Docgc und Müh« um den Erwerb des tägiiben Brotes lebte. 1861 wurde er dann auf Veranlas­sung Richard Wagners, beu eine treue Freund- {

schäft mit feinem .Peter" verband, von dem Fun ft- ltebenden Bayernkö .ig Lu^wi.g II. als Lehrer für Rhetorik und Harmonielehre an die Musikschule in München berufen. Auf diese Weift bekam er eine gesicherte Stellung, die es Ihm ermöglichte, seine Iugenstliebe Berta Jung, die Tochter eines Mainzer Juristen, beimsufübren. mit der er In glücklichster Ehe gelebt hat. unb sich ganz seinem musikalischen Sch. fien zu widmen. Zehn Jahre lang war es Cornelius noch oergönnt zu wir­ken 3m Sabre 1874 erkrankte er plötzlich in feiner Vaterstadt Mainz schwer und verstarb am 24. Ok­tober in nahezu vollendetem 50. Lebensjahre.

Von unvergänglichem Wert lind die von Peter Cornelius gefchaf e itn Werft Zu nennen sind zunächst seine Chöre, von denen nur daS färben- prächtige Tvnwerk .Der Tod das ist die k ü h 1 e R a ch k " genannt fei. Trotz der starken Ein- Hüffe, die Liszt und Wagner auf ihn übten, steht der Künstler hier durchaus eigen da und knü: s gerade in feinen Chorwerken bedeutsam an die Alten an. Eine hervorragende Bedeutung hat Cornelius ferner als Liederkomponist, wobei er sich üfaigeni auch als feinsinniger Poet bt­to" h tr. Seine .W elhnachtSlleder' unb d.e .B r a u t l i e de r" vor allem gehören zu den schönsten Perlen in der modernen Liedertonkunst Als Schöpfer von mufikalifchen Bühnenwerken endlich fand Cornelius zwar in ferm ernsten Oper .Der C i d" (erfrtn rllg 186^ in Weimi^ ae» aeben), wennschon auch sie p<d Dchänes enthüll, ctM nicht ganz den rrchtigen Ton, die genügend kröstige Dramatik und heb leider ein« Over .Gun 1 öd" (nach der Edda ardichtetj infolge sei­nes plcyllchen Todes uitooLenbet, dafür aber schenkte er uns ein Meisterwerk feinster musi­kalischer Komik unb zugleich zartester Lyrik mit fernem .Barbier von Bagdad".

Das unstre'tig bedeutendste Werk bei Künst­lers hat ein eigentümliches Gefchik gehabt Die schon oben gesagt wurde, setzte Franz 0 < f 41 ba Gegensatz zu dem Intendanten Diagelstebt bunb. dab die Over am 11 De zemder 1833 am We.marer Hofttzeater zum ersten Maleefpielt wurde. ®3 kam zu einem re-gelr«bten Tb>altr» rtanbaL D e Feinde und Rttd r. dir Liszt batte, wollten i h n treffen unb bereiteten daher feinem Schüler und Schltzling etiwn M.bertolg Sie er reichten, bah fowahl Lifzt. der ftin Amt als Hvfkapellmeister nieberlegte wie Cornelius Weimar auf immer oenieben Auch s.'ätrrhln blieb dem .Barbier" ein b rch-grtift' der E Vota versagt, trotzdem Felik Mottl, damals Hoft kapellmeister In Karlsr »he, im Thretn mit Her­mann Levi, einem Gi.tz.ner Kind und langjäbi-l- gern Generalmusikdirektor in M nch.n das Wert in eine veränderte Fassung brachtrn und sich für seine Wiederbelebung ei.rse.rton. Wohl wurde u In dieser neuen Form an einer gan,en Re he von Operobühnen gegeben, aber dev rdiente Wlrküng bll^b aus. Dem Cornelius-Forscher Mat Hasse ist es zu danken, datz der .Barbier* In ftmer Urgeftalt w ede^ h ryestelll wurde unb in dieser Fassung an btrklben B ihn», auf der er ernst abaelehm wurde, in Weimar arlützttch der Cor- neliusftier im Zähre 1901 einen e iS galligen Sieg errang Seitdem dann weiterhin ote Original- Instrumentierung nach den Lif,tsch:n Bor4<6 ägen toirkungsvoll-r gestalte, worden ist. gehör, jetzt .DerTacbiec von Bagdad" zu dem blei­benden Bestandteil des Soie<plan3 unserer deut­schen Opern unb nimmt nun bei Ehrenolatz em. der ihm als einem der mufikgrlchicht ich wie tünft- lento bedeutsamsten Werke der deutschen Ton­kunst für alle Zeit gebührt.c.