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Nr. HO Zweiter Blatt

Lietzener Anzeiger (Gen-tal-Änzelyer für Gberheflen)

Samstag, 18. Juni 192|

Dcutfcbcr Ueicbtin«^

» 116. 6tsung, nazhm :tt<ig3 1 Uhr. Bert i rt, 17. Juni 1921.

£wu* und Tribunen irnb tu 'Beginn der Sitzung wiederum nur schwach besetzt.

Lui der Tageeo Ebnung stehen zunächst ®n- ffagen

Marokkanische Greuel.

Eine Anfrage der flbicerbnrlcn Adam (D > und Genoi en (rtnfit die Erschießung eine? Srbeittrs und e:ne3 Sdritzmannes in Elchweiler am 2 3um durch marrk.'an.scch? Soldaten.

Minsrerialrat Gkaf o. Adel mann: Ein wurrrf anifdyr 'Ikfirn bat hort einen norilbcT- Gebenden ruaenblid» n Arbeiter namens Iek'b Noch BHflehalten und in eine umzäunte Baustelle ge- eera Bald öaranf iie£ ein Schuh und einige Stunden später wurde Koch erscfo'sfon aufgetun* den Nach dem Sdxi6 eilte b*r Posd-n m grober Erregung zur Wache. au4 der drei Soldaten her- mifcrraten, von denen einer laut schreiend einen Sdmß abftnette, durch den er sich anidrincnfi sei Ich verletzte Zw i in der Nähe btfmblidx Poli- teibcamtr lraten mit dem Nus:Lalt? Polizei?" vor. Daraus ienertrn die Soldaten aus bie Poli-

zeibeamten, (dörl. hört?) und einig: Zivilisten, wodurch der Polizriwachlmrister Schmrtz ich ver­letzt und der Arbeiter Pannes ».-rrounbct wurde W-gen des unerhörten Borsalles, an dem die b k-agen-werlen Dpi r völlig unschuldig waten, ist der Reich:tommissar bei der Rlxinlandkom- miffion vorstrll.g geworden Auhetdem ist der deutsche Boticlzaster in Pari- angewicsen worden, bei der ftunzösiidzen Regierung Bestrafung der Täter und au3reidmbe marerxlle Sicherstellung bei $>intrrb(iebencii zu fordern.

Es folgen zwei Anträgen der Abgg. Erke­lenz (Dem.) und So llmann cSoz.) betr. die Pläne auf Errichtung eines französischen Spititus- nwrwrv U im b setzten Nheinland.

Mi ifhr io bi cftvr Dehn ha rdt: MSbold nach Thrrrtfüh m'g der Sankt ouen sind aus An- orb ung der 9ib iiLanbfionimif ion von dein Aus- hilramt in Ems in erheb! idem Umfange Einfuhr- ben'illignngen für ausländiidyn Alkoliol erteilt worden. Die roe t die Einfuhr tatfä.llüb erfolgt ist. steht nicht fest. Nach einer Erklarimg der Söhicr Handelskammer sollen ange «bene deutsche Firmen ba an nl.iN beteiligt sein, ondern nur auelöi'disdx und toint Teil völlig unbekannte deut­sche Firmen, deren Namen teilweise nicht einmal tm Adresidud» *u finden sind Bereite Anfang Mai lwt die infeml.'i erte Nbeinlandkomminron tv B anntmeinix) rote ber Mviwp^rwaltung im besetzten ü^biet liesdlonnahmt und ben Pdonop'l- bienft ih er Sürifidjt unterstellt Tie Spi iws ver­brauchende Industrie bat bv RbeinlandVommis on uni Fieigabe deS b s.lilagnahmten Brminlioeins erhidit. In der zweiten valste bei Mai hat die Rlxinlandkommissu'n angereiit. alle deutsdyn Svi- titusiuteres enten im besetzten G3ebiet, Erzeuger und Berhraudxr, *u einem Shndäkat zur Bera­tung der Nhi laibtzommi'"ion tzusammenzusdilie- jen Unter Dritwi htng der Handelskammer in Ä8ln Ul ein Aussdxch von 15 Vertretern gebildet worden. Nach einer Vernednung ber R'.einland- tzommis ton nun 9 6 ist die Erzeugimg von Alko­hol unter die fibnl nfle der Nhvi äandbommisiion arilHTl irnb ch tie Bestimmung über Berwe dnng linb Drrissefu'etznng tvrbrlkrlten. Ierner darf der gesamte Vorrat an 9IfMx>T im Be itz der Mvnonol- verwaltnng im bcfctitrn Gkb i?t nur mit Gen eh. trimnn d S AllkobolAowitees verkauft werben Auch die Feslsenung der L>ö!ie be? MonovolausgleidS bei der Ei ifnhr von Mk'hil aus dem Auslände lsl dem SUfrdrnhmüet übertragen worben. Tie bnrtjdrn ®ertrctimgen in Loudon, Paris und B üfirf haben Weisung erhalten. gege;i bi? An- ordi ungen der Iiein!anbhommif:on nadtbrütflith Einsp:-ndr '*u erlr(u*n und die Wie^riersieUung b*r RridiSmonoMlverwaltung fan besetzten Ge­biet *u erlangen.

Aut die ergänzende Frage des Abg. Goll mann, ob die Regierung zu Unter­handlungen über die Wiederherstellung des Monopolbetriebes bereit sei, erwidert der Re- aterunnöbertreter, datz alsbald Vertreter der Monobolverwaltuna in das besetzte Gebiet teilen werden, utn Informationen einznholen.

Das Gesetz über die Beschränkung des LuttlahrzeuAbaues wtrd dem Ausschutz über- toieicn.

Die Ermordung Garcis.

ES folgt dte Interpellatton der U S. P. wegen der Ermordung des bayerischen Land- tagsabgeordneten G a r e t s.

Abg Untericttner (U. S. P.) begrün­det die Interpellarion. Es handelt sich' hter nicht um die Tat eines Einzelnen, sondern um dte Bekundung eines politischen SpstemS Lteier Mord habe eine Reihe von Morlautern, und alle dietc Schandtaten sind bisher noch nicht gesuhiir worden. Garcts mußte zu viel. Er führte den Sambl gegen die bayeri|che Justiz und die Poltzer. Er räucherte in die QtebetmburraiLÄ hinein. Er wurde darum un- trauern und mußte beseitigt werden. Er hat bir Körbe neutrale fest gestellt, die seinerzeit die Arbeiter in München meberacmadit hat. Ii5enn |e,nerzeit einige Studenten ber Form Halber testgenommen worden sind, so ist doch brr Minister Poebner trie Bestrasung «r Wirklich 3diulbtflen His heute schuldra geblie­ben. Garcis bat die Funktionen des Ge­heimdienstes aufgedeckt. Er hat die Gebeun- zrmmer, die Spitzel und alle Machenschaften aufgedeckt, die mit der banerueben Zhmgs- partei zuiarnmenhängen. Die Presse bat ge­gen ibn gehetzt und ihn Landesverräter ge­nannt. GaretS bestand energisch auf der Lurchsübruna des Ultimatums gegen die Or- gesch und die Einwohnerwehren Er kämpfte geom, bic Absblttterungsabfichten Bancrns, aber er tncb keine sogenannte nationale Pol, tu. Er ivar der Gegner des Abgeordneten beim, vor allem war er gegen dessen Ber ständigungsabsichken mit Frankreich, um sich mu Frankreich gegen die Bolschewisten zu verbinden. Ter Abgeordnete Heim roih Bayern auf Kosten des Reiches stärken, daher leine Berbinbuna mit Dorren, daher sein Fest­halten an der Einwohnerwehr, und daher seine vielen Zusanuncnküntte mit ten Fran- iojen. Wer ist nun der eigentliche Lan- esverräter? Dasselbe Sailern, das je­den Deutschen als Ausländer behandelt, ist ein Herd für die Shrbentwn.ffe und Ehehardle geworden, Feinde der Repuvlil. Ga.iz offen unrö in Ba:>ern für bi? 9)?onardt:e geworben- D:e Arbe.rer- tewegmia igffb wedergehaüen. UeberfäHe und

Mvrbanschräge fbib an ber Tagescnhnung imb rin Täter wird nie gefunden Auch die Märdei non Garris roeiben nicht gfhalben roerlcn Redner OTrift Cnt Regierung Lahr imb beu Mandaner Dolize. t » tm eui b> s idxuerftr an und nrntu rie Tu.tutrjfiänDe m München fine ShuhnkfxEibt. Poh ei gayöie ms Zuchtsuuis Äctuer po?c tert gpgei ha.' Verbot des .Jhanot". baS roeqei ft* e» ui.]! tten imb aus nerfjnhdru G.ioicen iej Lernt P"h et erlo gt sei unb Drr.iril Ai t kei des Bol­iden De-'bad»t«". bet inner be.n ten e.-i i.rmi- tiikhen 9lud;ü!nrmtgm ben Rki^-sp <i identen und dir Repub il brfdxmyfte, aber nvIM '.e'.C.ut wurbr DerMi.s.a »«c Vüryurr" hirtrre tnreft jnm Mvrbe auf. doch ihn gchhehe nilitö D«ee Satt habe dazu aufgriorde l. ben Hund Ga ei.« tz)tru- id£agm. Den, Ent mass ums'vmn t sor habe ci tnigerotm, sich für bi? fnürfixi < gieul) einen Zmk- ara mityibiingai. Das leien bic Leute, die .ven P-'hver )di tzr. Deshalb habe kf) bie banenfdr Arbritrrsdvst gegen u>i erhöbe > pimol er auch in grietztoidriger Wei e bie Teilnahme an bem Trauerzug verboten HU .Rufe re'.LS: Da hatte er recht., AS Regier batxyi ipirfü. baß man in Bayern erst 5OOO fiommuiti tnt an btr Wmb s!<lru nk'Ilte. ha sie fei e Teilt dv seien und faltgrmadN werden müßten, ruft ber Ab-oord> etc Miltrimaun f*2)eutfdx olksv >:To h ben 6 e redM!" Sofort hrvigcn mehrere OJTtMctr ,.<Tommnniifcn) aus ch > los und greifen ihn tut.ich an. Es nitiicUni roüitr Szenen. Mehrere Abgc- orbnete swingen bayvi dyn. ohne Ruye ftiftet zu können. Tie roeiblilxn Mgevrbuerai Frau B hm iTnt.) und Frau Agn<*s S.> beiiüipm üch. dir iiämyfenbm ai.dcmanScT ubr ngen, tod) ver. ebenö

Präs deut Voebe verlä >t Iciiei Sitz und bie Sitzung ist damit aufgelzoden.

Tu erregten Szenen gehen auch nach Schluß ber Sitzung weiter.

Saäutz 3 Uhr.

Bei Wiederaufnahme ber Sk'nmg um 5 IN r 30 Ui brüten sllllen immer noch erregte Gruppen den Saal.

Prä iVnt Lobe: Ter Ael e?.«,cmSsdritz Im! verflMbt, den Zwischnscll cruf'u läitn. Redner »er­lieft den ftmogr<iy:n]djen Be i d und wnüatiert, das;, rocim ber Seegang 'ich so zugekrage-.i szrle. Hütte er dem 9Hm. M tdlmirin zn» "se.los et t Rüge erteilt. Aber ber Abg. Mittelmann h,ibe fest- gestellt datz ferne Bemerhmg nur den Wonen - Tu Ävmmunisteii i td freie Deitsthe.i", gegelten Iwbe mit» dos, er die Worte vom .(Mtmtiririt gar nidit veiribnrden fxik;. Nielpsdesloivei t er müsse er aud) von bieier Stile d e Worbe des Ab-eord- neten Mittelmami als durchaus Nicht ämxbradn bezeichnen und erteile l>jl)er dem 'Abge.iwneten eine Rüge. (Fb.it fo aber auch dem Abg. Remmrie, brr sich zu einem tat t ren Angrin habe h nreihen lassen Redner amvllieii an das tzaüS. dufür mi sorgen, das; "bie Beichindlungen fidt t anstän­digen Balmen benagen, sonst fömiten mir it wacken. Er bittet daher den Platz vor der Tribüne ri Zu­kunft frei yi bilrm, um cur WHeoerhotung d.i- arttger Znn'd» f Ile vu vermeiden.

Ter Abgeordnete Unter le, vier führt mm in seiner Rede fort imb schildert bie empörenden Sdiandtaten ber bayerischen Regierung, bic überall im gifidK. besonders aber in Baden, grohe (irre- aung hervorgerufen hätten Auch dieFront für Ur Zeitung" verlange die Beseitigung ber Re­gierung Kabr.

Reichskanzler Dr. Wirth:

Ter Abgeordnete Unter Leitner bat die Inter­pellation ber U S. P mit Leidenschaft b.gründet Ich versteife manches, was er in seine Rede em- gevslödsten bat. Ich verstehe die gcofn* Erre­gung. die weide Sfreik der baiifchcn Bevölfrrung erfaßt hat darüber, daß in der Nacht vom 10. Jnm durch einen feigen hinterlistigen Dlord der Ab­geordnete Gareis aus dem Leben atf(hieben ist. Tiefer Mrw muß seine Sühne nnben. Jede Stt7a:s<MIorität. btt überhaupt den Anspruch er­bebt, eint Autorität zu fein, mutz sich alle Mühe geben, diese Tat ber getedr.en Strafe und Sühnt cntgtgtnuiführen. Düse Cmtmd!ation wird in wenigen Tagen mich im bunt t chen Landtag, wo auch eine Jnlerpellatwn ty*r U S. P. tingcbradst worden ist. ihre Fortsetzung finden. Ich hofft, hab man die gvohe Gargimg. dit ,rh dts deut- fthen Volkes bemädstigt Hai, durch eine kare und ruhigt Ausiprache abgclöfl wird Ich unteridy it>c bei ber Inttrprilalion troatrld Ti.ige, folche Dingt, bie ber Kompetenz der ReidfSrtaierung unterstehen imb solche Tinge, bit her stomix­ten; ber baisenschcn Regierung imitrjtrbcn. Ich habe den Mord genügend gekennzeichnet. Ich lxzeichnete ihn als cm foiyes hiiuerlistigeZ Ber- bredrn. Tie Leitmotive buseS Mordes bedürfen aber noch ber AuiVörung Wir halben eS stets als eine Eure mi xe..en, in tzlftv« b.itct Bcrhanb.u.ig.n nicht ciniugnt cit. Tas fen wir auch in Zu- frnift tm. Tie Derr dx Re i ung hat ter Pr.-sic und -uns einen amtlichen Bc t lst -ugeben lasten über ben bi5jcn'tn Gang ber Unte. udxmg. Ich bars daraus mitteilen: Tt? Untersuchen?. t<s Moc- xs ivird mit grobem Ei er fortge.etzt. Leider feien bisher alle Beinü>u-igeii, zu ber Aiisf.n- tnmg emer 3ixir des MSrixrs vergeb, ich flenx^i Zeuge der Tat war nur der eini ge Mann. tKt iich bem Abg. Garris zur Begleitung angebown Datte. Er Bann keine Angaben morden, bie ht: Nach^orsdnrngen nach dem T-trr unxrftiiBcn kon- nen Es kann frui b*ftimmtv4 du je es JT?n: v t en des Marders «v-geg' ben werben. Tie einzigen An­gaben über die Kleidung des Möcvers u) Ml- kommen ungenügend . Ein Tvnsrm dchen Hut nur gesehrn. das; kurz nach dem Schutz ein Mann über bte Stralje gdau ei ist Je'l steht nur, datz der Schutz au nädi>r Rüde abgegeben worden i-*, und zwar auS cniem Revoloer jbafiber 7. Ttr Tat gefrfr* 613 nach 2 llbr in ei tet dunklen, menschenl.e.en 5t «je. Tie nächste breire br La­terne war ziemlich n<i e.iteml. Ter Mörder war auge b i^lich ver dx-Jiml-ni. Tu un.voNskän- digen Angaben des Mannes und des Tim tmeb- chens bi.den einzigen Angaben, mit denen die Polizei a ikiten mus. S aats.egierung, Polizei und polnische Parteien haben em gleich groses Interese bar an, datz die Tat reftfcH aufgeCart wirb. Eine Belohmmg für bt? Erm tt ung teo Täters ist ausgesetzt nroriiei und sie wurde letzt au» 30000 Mark r'bdjt. An bt-'er Stele nr.L ich auch bas M tl t > mit der Fami re rit) ben Freunden des Ce.ü?ebenen im Namm her Re.'us- regierung $um Ausv.uck bmgen, aber mit diesem Bäxmern und mit bte em i1 1 lech ist für ein fol^ues Verbrechen ernt Sühnt noch nicht gegeben. Sehr währ links.) Die'er Mord^ aus nxldm Mo ro« ei auch immer geschrchoi fern mag, U ein Zeichen i

hiffit, datz wir in der politischen Entwich- lunp cnif einem tteten Niveau angelangl sind Tiefe Tai ist em Beweis dafür, bah uniere politischen und wiruchaftlichen Zustände durchaus noch rnaiigekhau genannt werden müiien. Ich begreife bie Erregung, bie sich ber Arbeiter TeutfdjlanM und wett über dn Grenzen des Landes hinaus bemachiigt hat ^ür die Mitglieder der Reichsregierunp n b»e Tat em Ansporn dafür, alle ffraite einzu lkyen, um zu Zuständen zu gelangen, bie frei oon solchen Zwich>enfüslkn sind Ich will voll kommen offen sp cdrit Man hat brr Wcnnari- Idjen Vcrlafsung mandjmal den Sonvuri ge nia^rt. hon fic ben s^Ocratiotii Reuch.'gc- danken verwischt habe. Ich glaube bas nicht Gerade txird) btt Dcimm.sche iefaiiung ii: 'in Bestehen her Länder tm Rahmen des Reiches ermöglicht. Wir müssen unS hüten, irgendwie in die Velbständigkett ober in bte innere Verwaltung eines Landes einzugreifcn Gerade im Einblick aui bte Derfasfung von Weimar müfien mir uns hüten, tn bte recht­mäßige Vetsassuna eines Landes einzugreifen. solange sie versassungsmäßia tjt uni) solange fie von der Mehrheit des Laubes getiaaett iic. Ich bitte Sie also, mir es nicht nafnu- trauen, wenn ich, waS bte Stritir des B» ink rin es LL -beS angrbt, mich nur nut Vorsicht äußere. Ich darf Tiber eines lniizufügen, tu V« xrn füll man sich darüber f.at itin it den Kreisen, dag das. tvas tn den letzten 5Bodxm mtb 9.ramiatm_aii riuyen Plötzen n ist, bas Reckst tttdrt svrbern kann i'Stjr ruhi g). Irh wiN von persönlichen Be unglimt-fungen ab st Heu, die in riuscTnen süddeutsch rt Organen tn d?n letzten Mfonaten zum Ausdruck gefoimncn sind. Ich bchffurc, eS sagen zu müden, in einigen lüb- beutsdieit Ländern, nicht nur iii Bauern alle n. haben sid» einige L>evoramtr beme Tbar g -madst. die poiiie.'to? mit ihren imenvü schien £*c(crctrn gro- Itcrt Po itische Ziele erstreben, als allein damit die ftilirenhen Mäimer in brr ReiclB eiicr.ini mit Schmutz zu betvrrien. Das ist dach ttut ei t Mittel Ich Ixibe schon aus mmuhem Mmibe gehört, was ha erstrebt werden fotti um bei Süden vom Nvrben pi trennen. u^| jm polit.scheS Wirrwarr berbri-vuführen imb ooiul Silhe.i her ber Mieaftion z-um Siege in veihelsen. (Sehr roabr. Widerspruch redsts) Ich kann Ihnen noch aus beit letzten Taren aus Ifoien sehr naheftehmhcii Z itun icrr B soiele ha für gel»eii. Nthineu Sie bas Stutt­garter Organ, baö die Inteeef en her Tentidv- > aifo ialen oert i*L ES Jieuct ok o jeglicher Be- fdicribung, was ha grici itt worben ist an fdxinu losen Beld»nivfu>men ,Sehr wahr.) gegen Män­ner, die in ber Stunde her Not an biefett Platz getreten sind ES ist. nicht fo. wie Sie (nadi rechtö) auf Ihrem Parteitage pnnri.it haben Der tzcrr Kollege Türinger hat ja doch fonft manches ge­rechte Urteil auSgespodren. ES ist nicht so, haft wir uns hierher gestellt haben, um für uns fette Pfründen zu erwerben. Nein, wie ho dm uns forr- Ikt gestellt, wie die Männer bet heutigen Regierung, um miser Vatrrland und im erf iireiben netten zu brifcn (Beifall.) Mir ist ba non einem sehr vernünftigen und ruhigen Manne ein Flugblatt ber Deutscheationalen in bie öanb gebrückt worben, ein Pamvblri der allernichrigslen Art (Gwtze Unruhe und Lärm, Zurufe rechts: Was bat denn das mit MavriS zu hm? Lautes brmonstrotives Bravo links, tmbair-m.te grobe Un­ruhe? Ich will damit nur feststellen, batz in Süddrutfchland, und zwar nicht nur m Bayern, von allen Presseorganen bauemb W<inrv-r, die sich hier in die politisch? Venantwortlidk it be- grben, verhöhnt und verunglimpft werden, m einem Mas», für doS mir jeder parianwniarifdy Ausdruck fohlt. Ich habe daraus bingeroiefru, datz auch Organe, die Ihnen (nad, rechts) Partei- volitisd» na he Heben, imb bie Träger ihrer Be­wegung sind, sich von derartigen Dingen nicht fombnlten und batz. wenn biefe Art imb Weist einzelne Personen öffentlich beemtteesure'tzen, fort- geführt wird, wieder ber in Sutinit an veront- wörtlicher und deoorzugier Stelle die volitisd^ Tribüne zu Betretende befürchten mutz, sofort in ben Mittelpunkt eines Kesseltreibens gestellt zu werden. Wir sollten uns davor hüten, datz doS Treiben ber politischen Kämpfe zu einem Kampf d's Raffos gegen Perfonen ro:rb Ich habe selbst Beispiele erlebt, wo. das will ich an bfoier Stelle einmal sagen, die Person, die ben Reichspräsi­denten posten brkl ibet, in einem Matze verunglimpft wird, bie jeder Staatsautvrirät abträglich fein mutz. (Sehr ridjtig! links.) Es könnte eine Zril ein- treten, die in ber Qteidrehte jeden Bo.k S, wo brr ReichSpräfibent, jenril? Uknn die Wahl kimml einmal nach redstS. nach In k ober nach der Mitte orientiert fein Ium. In Deutschland mutzte es heilige Sitte werden, datz der ReidiSPräsident aulVrbalb beS vohtrfdrn Kampfes ft ht, datz er gefdient wirb. Niemand in ganz T>utl<Hland wird dem ReilhSpröfidenten Eh rt nachsaaen k'Mien, datz er mdst vom ersten Tage ferner Am's'chrung an, nidst ferne Pffidst in einem Matze getan hat. bie ihm ben Donk des ganzen beutfdyn Velkes für fein Leben lang sichert. (Lebhafter Beifall. Zu­rufe eedxS: Was bat bas mit Gave s zu tun?) Ich wollte sagen, batz in Süddeutsch!and derartige Pamphlete losgefossen werden. Ich Habe in diesem Sufammenbong griagt. batz schon vor Jahnen Ver­unglimpfungen oon Personen ftntta-funbcn haben, in einem Pamphiet. das von rechts kam, worin der Reichspräsident in bem berühmten Vhifter von Auerbachs Keller von einem anderen Pol tiker mit Toppclichwem bezeichne: wurde. Tiefe Ver­wilderung gebt durch Deutschland feit zwei Iaforn, und wir erleben es. datz eine Atmosphäre geschaffen ist, die fcblietzl'ch $ur Entladung füboen mutz. Cb d e Lernen in Süddeutschland das uriprüngl ch beebfiditigt haben, weitz ich nicht (Große Un­ruhe und Zurufe.) Ich begrr.fc die Lernen von rechts nicht. Ich meine, datz meine Kritik bie Auswüchse im mindesten ebenso Wünschenswert erscheinen müßte, rtre den anderen Parteien. Sie fohen, welche Atmosphäre in Süddeu:schland tun einzelnen C'rganen allmählich b theigeführt wor­ben ist. Tarin sehe ich eine tzfoiapr für die Ein­heit des Reiches, der ich begegnen will. Darum wende ich mich mit fdxirfon Soren gegen diese Auswüch'e. Wenn Wir dr vvCrische Atmosphäre in Deutschland einer Gesundung artnegenfübren wollen, so müßten w.r ben Mord, der dort verübt wurde, nicht behandeln von der Frage der Schuld und ber polit.>'chen Motive, sonoren wir müßten bie politische Atmosphäre knnjoduen. in der der Mord geschehen ist.

Zur Five der 6"bnafnnmg nrig yi), b st Opfer auS filre trat baneir'chen St.ei',en n.t der 6unrcfiuitoft hubcu gebaut umxcv müssen. Ich

meih bas n»W zu tr^tbiflen. Ich tzabe frincnnl [ metner Änfia nini tkl ai AuSv u! gtiKbru ES 1'^2. 071 .^I richeS Omer. mW ich 'reue mich, i Ihnen mitteilen ui können, n*u den t>jr ixseiN ; den Zahlen, bnft bir (hthwe ungAifhon l > Hiuem durchaus günstig fort.)e<iiri;tm i: 5.e ist vsch iidx abarichioj en (dnri.e: abci gut ncmt-'iT!* me wir es txrunxxfxn Haden, tt (fctiüllujiq ba .lliimatum-.

Dann bie zweite <nvfr Frage über bi? 'Üu'Nm fomg des Au Sn Hm-Zustand Ich uni ch

mit meiner ?luf a fimn i i ?x )y üfuln Ich

will mlt^oller Knast "bem Tage niiir l*en /u bie letzte 5mrr beS AuSnah nez i imdes ch Tvut <t>* l.rib nendimnibmi ill Ich vit.e mir um n i >; iii-te dieS aui ttunal und #tt einem Tage be­treiben zu wollen. Dir bah n im Süden noch I. adle bm dir Entwaffnung, die Aüi1ö,ung <ie- im*|er Crga* i ah dien und ferner Kaden wir die iv'Lr.tdx Frage W AuS:iahme»u'fo?»tte- zu rr» lebigen. In der jmeiten ^vage Huffen wir in *itr*e zu er.em guten Ente zu bunen Bavern «macht, ist es leider nach > t möglich, die dritte Frage heut tu et tem befciitfren Ab- dsu>> mi brrgvn 3d) fonn ben £wnvn a er 'erfidrm, batz tmeh meiner ersten t<ertxntMung im Reid^tag. nn d e Berbiiibang mit den Län­de en au'flHummm hoben, um a en Ablau M AuSnahmeur^'nnkes ntdn nur mit W'Nen, km» r^ni Ifltiädii.b du d>^iführen Tie Ver«

Hnbimg mit Pneusien bat zn bnn Ergebnis geführt, bag tn einem geosten Ten ber Provinz Sachfen ber Belagemngszuflanb lotort aitsget)odeii werben foll W-rner tft feine Aitshebitng m Ostpreußen tm Gange unb ich hoffe, daß in kurzer Zett der Aiwnahmeziu- ltand tn Preußen felvst oerlduminben fern wirb Nach dieser Richtung bin wirb jetzt bie ReichSregierung eine durchaus deinokrattsdm posikive Polltit betreiben, um auS binrnt Ausnahmezustand heranSzukommen. (Lk bna|- ter Beifall lintoj Wir hoffen, daß lelblt- verslänbltch in btefer Zeit, wo unfep. Be­strebungen tm Gange sind, unsere Beratungen mit den Ländern nicht gestört werben durch sinnlose Akiionen von irgendeiner Seite. Solche sinnlole Aktionen stauben tn bedroh­licher Nähe. Ich kamt nur nicht denken, rote Teulfdrtanb gerettet roerben sollte unb Ivie mir eine Politik ber Erfüllung des Ultimatums beginnen sollen, und wie wir b-e ringrirrtHic internationale Entspannung weitersüdrrn k unen. wenn unser Vaterland von neuen poLMdxn Wirrnissen heimaeiucht toerben sollte. Ich glaube, unsre bi Ölten fle Arbeit roar nicht vergebens, unb "ich b tte alle, tue guten ®ifo lens find, unS in unserem Bemühen zu unter­stützen. Ich hotte aber aud). daß (n bei! beutschen Ländern, roo eine fehr große poli- tifdx Spannung vorhanden roar, au« den unteren Kräften dieser Lrinder heran- eine gennste Gesundung Herbeigeführt wird Ich sagte, die Polttt». die mir seit Wochen be­trieben haben, in-besonbere Bayern gegen­über, war auf ben Wrunhfoh eufnebant, baß die innerpolttischen Kräste Bayerns selbst eine Reinigung ber «nnerpolitischeu Atmosphäre berbeirühtrn müssen, unb bi 4 ist auch mt aeroissen Sinne geglückt Leten Sie die auS Bayern zu unS gekommenen Stimmen an8 ber Vkihrriidm VolkSpaitei gegen brn R,dnS- radikalistnuS Sie werden mir Auftunmerv baß eine Wendung dort eingetreken tlt. bie int Interesse der ReichSeinheit nur zu bearüßen ist. (Burufe linkS: Diese ttriobrunnrn sind fohr teuer erfauft.) DaS mag sein (hfahrungm finl oft schmerzlich. Aber Sie wiffen. in brr poli- tifdKn Welt ist eine Umkehr erst nach einer bit­teren Erfahrung möglich. (Sehr aut ) In bet Korrespondenz her Bayerischen Volkspartei la­ich Ausführungen, bie mir tatsäch'ich »riaen. auf rotltbem geidbrlidm Weg wir uns befunhag haben in ben letzden Wochen Es beißt oort: ES gibt leider f>xintaimtr Anhänger ener starken Staatsaulorität. Die in ©itfiidfru nülnS anberef als UnterroilWer des Staatsaufbau» find Ei harf iridjt verkannt weiden, batz tatsäch'ich m Bayern 9tidihmgen unb Eia en beftefjen. ne- ei bte öiu^ tmrlimg zu langsam rtrvi unb bir mit orriaffuna6- ro bnger Grwa't bie Aufoechteri^'tung e er ficrhit Staotsauivri ät mrotigen nx»( tm. Weiter legt eS, datz eine Regierimg und Partei, ben oberste- P her legale Staatsardanke ist. tnefo ilffaale Strömung cm redSS. ebath wir txm links mit allergrößter Aufmerksamkeit betrachtet unb ihr nrit fdkrrfm Mittelii entgrgent ticn muß. ist 'efMfo verstäubkich. Sie sehen m bie en '/Li^foi'limaen, bi? hod) naneiamt:*(rn E^rookter haben, gct> beutlich. haß in ben Kurilen her BaveriicHen Volk-. Partei »e^brt ber Möglichkeit vvi Oforoa' id)*n von m Pa iem gererhr d nrorhei ist. Wenn ich bo5 gesagt bitte ost e Beiiignahmr auf bi Je fliDTrefir*nbnit, roüifi da- Pte'lcidv kbilaß pi gD'her Erregung geg ben habet jx tt bat sich birle (htrowf mm Mim legalen StaotSnebcmfrn in gair> Sstddeutl' l-a d bemerkbar gmrnchl Wir werben diele (EnOrnzflung mit allen Kräften fördern. Dadurch ist b« Gefohr Tür *t>ie Algrrnrinheü bes Reiche; gebannt, her wir

in den letzten Monaten so oft »egenvoll ent- grgenarfthmit heben. Die Serinn^arm mit bet Länbern rotTT ich gern übernehmen E- liegt mir ?ern. Inen bi frier en zu wollen. Länder. Gern sen­den imb das Reich haben in ber Heu'nen Lage al fei Anlaß, «rammen sri-chlich banibrr nartN zu de" km, wir sie irie Dvobene mei "tem wollen, bv sich aus ber heutiten Lam ergehm, t<imü bet Zu anrmerb nch des vaterland's :erm een mrt>. In die'em "Snrne Fire ich allen, hr mifen Willens inh, bi Süd m3) Noch fre»uchstchrt.'ih b e'fmnb. Mir l eoeri fr 3e hmgen vor de ungeheuerlich: 9e rfxmphmgm nrrabe rwh Norden rix*tn Ich mif, iritfM. wer lt*t Pamtchleie in grirf en rotx bnit'djen neriafo tjat Ich würde ?/bm

Künstler, jeden Liteeatn aui ba3 Tiefte brba- -m, wenn er feine Jeder m-tzb-muffen rool'e jtj er em brrrrh eneneSekBlkS eno' e

rnander aurscheyen Bene-'en und verge sen, da- ist die Parole, br ich air twefern Gedietr venolge. In den letzt-n Wochen hch? ich Brie r voll des ichmunach^ Inchrltes Erfommei. Wir müssen aus bie em SumM des e^äs igen polit schm Stamm?* 6erau5fonnnen. Es ist fföch'te Se t. Das R<ffch braucht wieder feine Kräfte. Versöhnung zwischen Lüden und Norden ist nötig, nrn rot- übeichr^ot uns retten wollen. (Sieffxfter Vei a". ind £)Ärde- klatjchsi ItnS und tm Zentnim. Zechen cechtS.-

tvrxmr wird dte Seiterberctnig am morgen 1 Uhr vertagt. Außerdem Leute Dorlagc»,

Schtub Uhr. .