Einzelbild herunterladen

Die Settntftaltitnq her Gießenerl ^-en auf bu taljdr ^awVaic $uru<fiu.,*it, cxi5 .upnbtrtint im Stabttheater am Baden im srourn Sticme ier, m freiem Jahre der

von ter Reichs-

rocit üecbrdtet ift tmb fcfrr viele verleitet, hm Saom schwimmend oder gar hxitcno *u durch- qi.erni, iuu lid) später freier ^at üi^iuu »u toHIWRL

** Kurze Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. An der in Zronhausen abgcbaltenen Bersammlimg deS Bezirks Marburg des Hessischen Bienen züchterver- einS wurde der diesjährige Honigerzengungsmin- destpreis auf 12 Mk. das Pfund festgesetzt. Zn Lauterbach wurde dieser Tage aus unserem A'riebtofe eine Frau vom 9Iu fieber beim Entwen­den von Blumenstöcken von den Gräbern ertappt und zur Anzeige gebradst. In Bad Salz­schlirf hat die Fremdcnziffer nach der heutigen Kurliste bereits 1700 erreicht.

bcai iciyr mcoiigcn Wasscrst<md mctst m;t Ge- labr verbunden, ttne ^mal/nre, btc heute sehr

Unterscheiden sich mithin die Münzen bin# irckrtlich ihres MaterialnxnteS nicku tue entlief) vom Satncrnelb, so auch nicht hinsulZtlich ihrer Wett- beslLiidi ckcit. Es nvrv ehe st) vc fehlt, die Münze ctiva deswegen jmikfiiibdten und zu Hause cnis- Wustave<n. rocil man Wertveränderimgen bei Pa­piergeldes bekürcluet, von heicn das Metallgeld versdwnt bliebe. Daß eine Absdearpelung tes Pa- Viergeldei nidrt beabsichtigt ist, ist " ' ccgienrtg muderh lt imd lateavrisch erlläri mürben.

Grötzer und eins-l«neidender als die Nacksteile mr ben Gtwlneu sind die aus der Hamsterei der rktnen Münzen sich für die Gfrfamttxit er Sdenden SEi iu i.ww Nirr menn das (Mb um ust. erfüllt es seinen Zweck Trfe Regel trifft namentlich für bie kleinen SRüitoU zu. Sie ge­hören ui den Becke-r.

S1iiibcvbi(f<tood)e.

Gesangverein hat nch

bereit erklärt, durch Geiangnnlagen zur Ve.,chöue mng des am Freitag, abends 7 Uhr, im etabtt bester stattsindenden Turn und Sportfestes beizutragen. Während de sportlichen Aullühniiigen toiumi.'ri dir Karel le e^rCft fast sämtliche hiesigen Srortvereiu. tnre besten Kräfte für diesen Svorlatend zur Sc. fügung stellen, verspncht die Veranstaltung einen sliwnen und genußvcidsen Verlauf. Der Äorver- vaui der Eintrittskarten fintet bis sinschlleßlich Donnerstag bei Ehallier, Neiienw«g, ftatt. Er durfte sich empfehlen, nch rech.zeitig (innvhrt karten zu sichern; eine Wiederholung der Verarm stottung kann nicht ftaltfinbeiL

Frauenvereine im Stadttheater am nächsten Donnerstag beginnt nicht um/s7 Uhr. wie es in den Anzeigen hie», sondern erst um / Uhr. um vor allem ben Geschäftsleuten tue Möglichkeit

14. Mai 1921 (921.353) erweckt, wv^e» heißt: Als einer der betätigten jüdiichen Studeitten seinen Gegner forbert?, fragte dieser Tapfere, üb man sichmit iaidrfwürftt'n cdcr Sdxt-la£«n# Pistolen schiosten walle". Der andere antwortete darauf mit einer Ohrfeige, benn danach hat cs den Anscl>eiu, als oo der Verletzte Fa.ketr- fteiii frühentad)? OKnugtuuni verweigert und dieser .hn in uum.ttelbarem cknich. daran nur geobrkngt bube. Das ist beifrs nicht richtig.

Da nach dem Gesag:en die Enlsch »düng des Senats über zwei Monate nach bem Vorfall und nach arü-'dlicbr Untersuchung eryny und über­dies Tva.f-iutein das die Unlerfitdiung führende Mitglied des Senats um Deschlcuniaung ge­beten hat, so kann von einer ..schn llen AuS- fdliebunq" (Frank, urter Zeitung" Nr. 379) oberüberraschender Eile" (Frank, uner Lei­tung" Nr. 419) nicht die Rede sein. Ti« «ncht- liche Entsck^erbung abzuwarten, lag in bi cf cm Fall t ine Veianlassung vor. da in der Diszi» vlinaruntersuchung der Tatbestand völlig ge­klärt war.

2. Am 10. Juli 1920 fand ein Zusammenstoß des Falkknstein mit mehreren Studenten statt. In ter vom 15. Juli 1920 datierten und am 16. Juli 1920 bei dem Nck orat etitgegangenen Anzeige ist von fünf Stubenlen die Rede, Dort denen drei mit Namen genannt sind, wahoenü hinsichtlich der übrigen tn der Anzeige allein auf die bei ihrer Vernehmung zu cnvavteiiba Angaben der mit Namen genannten Br schuldig« ten verwiesen wirb.

In derFra, Turfcr Zeitung" Nr 379 und insbesondere Nr. 419 wird nun gegen die Uni« versitäts^hörde ein Vonvuri daraus frrieleitet, das; Fa.k nstein fd>on IV2 Stunden nach dem ersten Vorfall seine (Ermatt;t 1 geipcrci gefun» den habe, während der Hauptb-teiligte bei dem zweiten Vorfall 11 Tag« nach erftattder An- xrge und 13 Tage nach dem Ueberfall lenu Ermatr t1 ausgehänbigt erl>alten habe und da­mit vor jedem Scl-aden beivahrt worden sei.

Dazu ist zu sagen: Bertils eine batbe Stunde nach dein ersten Lo.fall HU ein Bekannter de- Berletzten in befen Auftrage auf dem Rektorat Anzeige liegen Fallenstzin erftottet; de-halb konnte diesem, als er eine Stunde 1 Väter dort- bin kam und die Ermatrikel verlangte, diese satzungsgernäß nicht ausgclstii frgl werfen.

In dem »lueiten e-all ist nach erstatteter Anz-.'ige alsbald tes Tisziplinarr^riah t 1 gegen die. darin benairnten, in Gies,en ituuiere-nben Studentm eröffnet und ich e Erinatrikck gesperrt worden. Davon bat angci ifdriirlid) einer der in der Anzeige nicht mit Manien genormten Be­teiligten Äennwis crlralten wie firfrr zu venmilen ist tellarch. bab die fci der Üloiiew nmmten inzwisckien er amllicke Drittei trug vm der Erösfi.una des Dis-,iplinarvetlaIrraU gegen sie und sie Vorladung eihalte.i hatten und er d'at alsbald das getan. >vaS auch Faikew- stein getan chat er frtt sei re Ezmatrikel dci> legt. Nur war in dem letzteren Fall btc ®e« tedigung des betreffenden in der Anzeige nicht benannten Stnbeickm an dem fraglifan Vorfall den Universitätsbchörden nickit befarati und ei ist ihm deshalb die Ermatrikel ousgehLndigt worden.

Die Entsck»idimg des Engeren Senats in dieser Sacke wirb ergeh n, soba'd die evbetenrtt Äerickstsakten und Urtci e dem Emgeren Senat Mgäng ich srnb, ohne w.lche in t*ie e n Fall der Tatbestand und hidbi fonl^ere bie Bctcckigima der einzelnen Personen ntdjt festgesuellt werden kann.

Nack dem allem weist ba5 Nektovat die in Nr. 3 9 derFraiikfurter Ztg." entl.xMtcue Bo- schu digu!ig. baßUe 3ubaillx'X auf bi z vlinara EntscheidunMn und das amtliche V.rhalten der Hocl'schulbchörben Einfluß genommen habe unb bie Taten eines Mcnscl)cn nur deswegen schwerer ff.-abnbet ivürsen, weil er ein Jude ist" mit aller Entschiedenheit als unb-prünbet zurück-

Daß das Rektorat vielmchr auch g"grn anttz« semitisci»e Anssckneitungen im Diszipl norverfah. reu einzusckneiten gewillt ist, beweist solgenbes:

In Nr. 360 der Frankfurter Zeitung ist in den Bemerkungen bie Schilderung eines Vor­falls enthalten, der sich in Eießen zu getragen haben soll. ES wirb bovt von dem angeblich w troffenen selbst m tgtte lt, daß er, am Bahnhoi angekommen, von 3 bi 8 4 Studenten unter dem Ruf ..das ist auch ein Jude" angefallen unb mit Stocksclilägen schwer mißhandelt worden sei; er sei zusammengebroclien unb von Leuten bewußtlos in ein Hotel gebracht worden. Liner derSelben" sei von der Pol »ei gestellt worden. Darauf sind aldbalb von oer Universitätsbehöche Erkund gungen bei dem hi sigen Po!i,^iamt ein­gezogen worden, die aber ergab n. daß p®< einem dcrait gen Vorfall, an dem Studenten be­teiligt gewesen wären, nichts bekannt geworden ist unb b c8 ist auch letzthin von dem Polizeiamt auf erneute Anfrage wiederholt beftät gt worden.

Tas Rektorat Hal unter dem 30. Mai an die Redakt.on der Frankfurter Zeitung das Ersuchen gerichtet, von ihrem Berichterstatter, der ja selbst der Betroffene sein w ll, nähere Angaben einzu^ holen unb diese dem Rektorat mllzntei'.en. damit die Angelegenheit verfolgt werben könne. Es müssen ja doch von dem angeblich Betroffenen leid): Angaben zu erhalten sein übet ben Tag des UeberfallS, das Hotel, in das er gebracht wurde, den behandelnden Arzt usw. Bis jetzt ist aber eine solche Mitteilung nicht cingeganaen, vielmehr wird in Nr. 405 der Frankfurter Lei­tung nur gesagt, daß die Unteriudninq des Poll« zeiamts doch wohl noch der Ergänzung bedürfe. Von diesem konnte aber, wie schon erwähnt, ein Ueberfall burd) Studenten iridjl ermittelt wer« den obwohl doch einer der Studenten von der Polizei gestellt worden sein soll. Es hat danach bi-3 letzt ben Anid)ein. als sei die Zritung einer falschen Beridsterstaltung zum Opfer gefallen. Bei dieser könnte, wie in dem Polizribericht vermutet ist. angeknüpft sein an einen Vorfall, der allerdings ein Einschreiten der Polizei ver« anlaß.e: bicfer Vorfall bat sich aber nur zwischen einem Zahntcdm kec unb einem Geschäftsreisen, ben abgespielt unb nach den polizeilichen Fest­stellungen sind Studenten dabei in keiner Weise beteiligt gewesen. Es handelte sich dabei übrigens auch nidit um Mißhandlung eines für einen Juden gehaltenen (wie nad> dem Bericht in der Frankfurter Zeitung)- es hat vielmehr nur der Zahnlecimiker wegen tubenfcinblidttr Aenßerun- gen von dem Geidzaftsreisenden eine Ohrfeige erhalten. Wenn der Berichterstatter ni*t noch präzise Angaben macht, so kann man sich be- EindruckS nicht erwehren, daß es sich bei seinem Berich über den angeblichen Studenten übersäst uni eine tendenziöse, von Uebelwollen diktiert^ völlige Eni stell ung des fraglidm Vorfalls zwi­schen Zahnte ckmckrr und Geichäftsreuenbem handelt.

Ares StöM nnd Land.

G ie ßen, den ld. Junt 1921,

Gegen die Uleingeld-Hamsterei.

Der Umlauf deS von tzahlreichm ©täten aus- toegebenm Notgeldes in Sri einen imtrc 1 Mk. 6t(bet eine Anomalie im bcutfdjen ZahiungSwcsim Hub hatte fiiiic Bececktzigima nur lauge, als die Müuiistattai uidit in der ßage waren, bai durch bie besonderen Deihältuisse ter KriegS unb Nach­kriegszeit be vorgerufenen Me.ngelbman.rel zu be­seitigen. Jnizwisaren i[t eS nach einer Mitte lung des bt'sllseljeu Staatsrnmisleriums durch eine Rehe von Maimahmeu golinigcn, die MünizauSpr ä- gungen erbeblid) ru steigern und Klrin- aclld in 5^, 10- unb .'^Pseirnig-Stücken in ver- tläcktem AnSmaß denr Ve k^hre zuzusüh.-en. Gkeid" wobl wollen die Klagen über Mangel an Kleingeld nich verstrunnnen, unb nach wie vor laufen bei txm fianbcdregifnmgen Anträge von fibmmunat Und anberen Stellen auf GJeneijnrigicng zur Aus­gabe weiteren Notgeldes ein. Während das Be­ttreben doch sein muß, nicht nur neue Ausgaben tzu Dermciben, sondern bad noch umlausende Not­geld auszumerzen.

Der tnotz stärkster ©teigratng der AuSpvr^ nun gen immer noch in die Erschrinung tretende Mangel an Kkerngeld läßt sich nur >0 erklirren, daß bie Vtünzen rv i einem Teil der B-Völkerrmg in rrbebfiiiicm Umfange drin Veckchr entzvgen itnb »utHcfgcbalicii werden.

Dic Hamsterei dieser Münzen ist zwecklos, da sie einen dem Newnverl auch nur einigermaßen nahe tommenben Materialwert u 1 dH tc flpen. Tas b-Pfennig-Stück aus Eisen fr.it einen Materialwert von etwa l/i Pfemng. de 10-Psg.- Eisenmünzc einen Wden v?n raxti nicht 1 Psg., die 10-Pfcnnig Z nkmünze einen golden ivn 2 Psg. itmb bai Alumi. i nn-^0 fBfeienig Stück einen Ma­terialwert von etwa- über 4 Pfennig. Eine Mög- lttchkeit, sich etwa durch Einsdunelzen der Münzen für den Nemuvert be^alllt zu machen, bezlrht also nldrt >

zu geben, ven Aixmb pünktlich zu besuchen, tveucrvuiu usiaqc

für So nntag unb Montag:

Wechselnd bewölli, 9riedersch'äge nur vor- ibergchenb, ttll)l, Winde aus nörhltcl-en Rich- tumgen.

Tas stanbinavische Tief ist nach Süden vorgebrungan. Dadurch wurde das groß- britanni)d)e Hock)bruckgebiet stärker zu- ammenge^ogen. ^lÜTbütfi Irlands erscheint eine neue Dchression, bie bebcutenben Ein- lnß auf unsere Wetterlage gewinnen wirb Die Bewölkung wirb durch kurze Aufheite­rung unterbrochen unb in ihrem zweiten Teile vereinzelte Meberschläge bringen

Vefsen-Nassa«.

* Fran kfurt a. M , 18. Ium Aus An- latz seines 10 jäfrngcn Lc'tei^.iS la.et bet Ver­band M ittel deut sche r Industrieller. E. D. die nnrtschaftspvli7isd)e Jnteresienvertr?- tung der Industrie im Lt t chastSgcb et Hesien unb Hessen-Naslcu, feine M.tg ribec zu nner am 25. Iu-u nachmittags 4 Ilfrr in grasten 'sMsa.n M Hotels Fra. Vmrter Hot **n Frank^ürt a. M. sla'^isl^'.b^^^en 'JastsleShauptversamml'ing em Zn Tier Hanvt'versamml 1 ng roiYb der ^cki - uegiünt^f b s Verbandes, Neidetigsabgösrdnr.er Dr. Gustav Stresemann fvtedx.i. B.mer­ken-Swert ist mich ein Vorrrag über bi winsthast- liclvn Folgen des Ultimatums unb bie dettticke Industrie, van D r. Rudolf Schneider, Syn­dikus des ReichäderfrmbeS ter beutidxm Industti.

* Ter Schatz im Bürgermeister- acker. Aus dec Schwalm wtrd u gefdtneben: In dem Torfe Wasenberg mackte m?n d e.r Tage bei AuSschackstil igsarbck eit cur dem 0>run^ stück des dar neu germei e s eiten nickt al> tiglid^n Fund, ter ein beredtes Zli l>en dafür ist, nnc gern se Krei'e in jenenfait bergenenen Kriegstagen aus txm Nm, bas Gold und Si her z.ir Ncic^bgnk zu bringen, reagi?rt ha du Beim Gra­ben stieß nämlich ei t Arbeiter plötzlich aus einen eisernen Kaste n, der bis an den Rand m u Gold- unb Silber münzen gefüllt mar und eine Auisdn.'ft trug, aus b°r zu ersehen war, daß die Kassette im Iältre 1917 11 die Erbe ver­senkt warben ist. Ucber ben (Juymtümer des ge­weckt.gen Mstnzcnsdiatz s. ter freu e in Zeicknm der schleckst txiluficiieu Papier mark einen immensen W<rt i-arfhrt, f.'hlt ieber Anlmllwunlst. Frei­willig frat er sich bis setzt nicht gemeldet, unb so bat der Bürgermris.er, auf dessen Grand unb Boden bie hutsche Sammlung gcf.inbai wurde, sie diS truf weiteres tn Verwahrung genommen.

♦♦ Die Heuernte hat nunmehr be- ;ouneu. Begünstigt von dem sckchuen Wetter, 1 >as feit etwa einer Woche eiugetreteu ist, ;eht die Arbeit gut voran. Der Gesamtertrag »ürfte einer guten Mittelerute ent- precheu. Während bas Gras auf den heide- ähnlichen Bergwiesen des BogelsbergeS aft recht Dünn gewachsen ist, so darf man dock) in den wiesenveichen Talsohlen, besonders in denen, die öfters Regen erhalten haben, mit bem Heuertrag Mfrieden sein.

* Städtische B e k a n n t m a ch u n - a e n. Die Warenausgabetabelle des Lebensmittelamtes [ür die kommende Wock>e ist im heurigen Anzeigenteil veröffent­licht, ferner die Wvchenbekanntinachuug des V r e n n st 0 r f a m t e s. Unter den heu­tigen amtlichen Dckanntnmchungen befindet ich auch die Steue rm a h n u n g der St a d t ka s s e für das dritte Ziel Gemeinde- tJeuer für das Rechnungsjahr 1990. Die Zah­lung faitn noch bis zum 2. Juli ohne Kosten an die Stadtkasse erfolgen. Am 4. Juli be­ginnt die Beitreibung, uwbei die vorgcschrie- ijenen Psändungskosten erhoben werden.

** 3ur Auslegung des Reichsver- vr g u n gs g ese tze s hat der R<ick)sarbeitsmi- nister eine Reihe von wichtigen Enticheibungen getroffen. Haben Eltern (ine Beihilfe zu ben Be- russausbilbnngsloste.i erhalten unb wird ihnen die Elternreille beiuilligt, sio ist bie Beihilfe aus die Elternrente rnt all gern inen nickst mviurechuen. Nur inerm die Bewilligung der Beihilfe in bie Zeit fällt, für bie Eiternrente gewährt wirb, ist )ie Beihilfe auf bie Elternrente anzureckmen. Wer­den Siricgdbefchal'igte von einer Versorg»ngsbe- hörde einer Ver vrgungsckrankmanstalt zm P^s.'b- acfrtung iiberlvuv;en, so sind bie dadurch entstehen­den Perpstegungs'iofhen b'i der (rinlcttmig des entgangenen Arbeitsverdienstes nickst in Anrech­nung au bringen. Die Lehrer an Taubstumm n- imb ©djroe böri^enWutlen l)aben hn allgemeinen Anspruch auf bte einfach.' ÄuSgleichszuwge von einem Viertel bei Gcbührnisse, da ihr Bwuf er* beblidje Stenntnii'fe unb Fertigkeiten erfordert. Die bem Besckstidigieil gezahlte einmalige Abstnbmig ist auf später zu gciuäljrenbe Hinterbliebeneuvor-. sorgung nicht anzuieckmen, roeini der Tob des ^eidjäbigten innerhalb des brnüti/rigen Zeitraums ein getreten ist, fr.*T ber Anrechnung oer einmaligen Äbsinbmig tzugrimbe liegt.

Bornotizcn.

T ageslalenber für Samstag: Walbbülme, 7*/e Ufrr, , La-n-elot unb (Sinverern" Liebigshöhe, 8 Uhr, Beginn ber 75. Jubelfeier des Verein'gten ML ne chus Hcinrrnie-GemüL^ lichkeit, Moniert unb Massenchor mit Orchester. Lichtspiell)aus,DaS Öelübbe" unbSchatten einer Stunde".

TageSkalenber für Sonntag: Kin- berhilfc: 11 Uhr, Prymsnadenkvnzert in der Süd- Aickage. Oberhesjische ^lestllschast für Natur- unb Heilkunbe, 11 Uhr, Fülirung durch ben Bota­nischen Charten. Jubslfeier ber Harmonie-Ge­mütlichkeit: Bon morgens 8 Uhr ab, Empfang ber auswärtigen Bundes vereine am Bahnhof unb Ein­zug in die Stabt mit Musik: 8'/, Uhr, Hauptprobe im StabttlKoterj 9V, Uhr, Ehrensingen ber Bun- beSvereine im Stobttbeater; I V, Uhr, Ausstellung des J-x'stzugeS am OSwaldsgarten: 1 Uhr, Konzert und,Mcssend)öre auf ber LückigLhocke: 8 Uhr. ldonzerl. turnerische Aufführungen, Tanz unb Volksbelustigungen. Leichlatbletische Meister­schaften bes LahnkreiseS, Sportplatz an ber Hardt, 9 Uhr vormittags, Borkämpfe; 2 Uhr. Entfchei- duugskämpfe; Gasthof Hindenburg, 8 Uyr. Sie>wr- befauntgabe unb Preis Verteilung. Lichtspiel­theater, wie gestern.

Aus dem Stcbtlheaterburcau. lud nächste Gastspiel des 3Vurtfreater3 Bab-Nuuhnm findet am Sonntag, ben 26., statt und zwar ge­langt tkotzebues betianmeef Lust vielTie Deut* scheu Kleinstädter" |ur 9luf üfrruug. U^r- bfMIungtv bittet man im Brrrskasten des Stadr- cheaters nidDei-yliegen.

Oberhessischc Gefell schäft sür Natur-und H^il künde. Morien rormifag wird durch Pwf. Tr. Küster und Gar;eninsp <^)r sJM)iidt eine <x ühr u n g im B0 t a n z> cye n Garten pemnstclteck Um 11 Uhr ist Tiesspuntt im Hörsaal des Botanischen Instiuts.

Starkenburg und Rheinhessen.

Opfer des Rheins.

hl. Aus Rhein Hessen, 14. Juni. Di.' Unglücksfälle ins.Igo Ertrinkens beim Ba­de n i m offenen Rbein ström b.iufcn fid) in diesem Sommer wieder in ganz uebenflidxr Weste. Tag lag. ick» fcmimc.i Meldungen von sol- ckcn Todessa len auf der kurzen Nlucknsttecke von Worms bi3 Bi 'gen; in ten letzten Di.13cfri Tagen Ponnten über ein Duf«id ioldxr Fälle für das dcssiscke O)cbict fcktgestellt werden So muLte auch am -Snnotag wieder ti e Mainzer Familie die traurige Fahri rach Wvniis an treten, bei ber ckr 28iainiger Sohn beim Baden im Rbein er­trank. Sie öüimten mir iwcv bu- Üleib.*r ihres Sohnes als letztes Anden.'en mit na b Hau e bringen. Weit ihm ist in der letzten fhtod» bei s.emp en tni Sohu deü bortigm Laudmi ta Som­me.' im fHfr-ti citanifrit unb bei Badrüiheim fanb ein junger Ehemann aus pintlwn genau am eiiton Aafrevtagc feiner Öcrtjei atung ben Tod buid» Ertrinken mt Rrinn In all bi-ien stall« ist bw Tod iWgr Badens im fr «entixw »c total

* Man geht rowM nicht je 11, mh wum txeie unb bie Wfrlvien andeven MWtdjwi Umgl*tifMle beim

Das Heftoral 6er £anöesuniocr|ität zum gall Saifenftein.

Das Roktwrat der Uniinerfität Gießen bittet uns, folgendes zu veröffentlichen:

Aus Anlaß der Angelegenfrckt bes jübischm Sllibenten Falknistriu ljat bicFrankfurter Zei­tung" rnehrfack-e unbegründete Angriffe gegen die Universitätsbelwrven in Gi.chen gerichtet. Diese Angriffe haben offenbar in den Kreisen t>?r hessischen Landtogsabgrordn/ten Bcimruhi- ming ereewt unb eine Anfrage bes Abgeordneten Bai^r unb Genossen an bie Regierung hervor- gerufen, worin ber SenatSfr:h5rbe in Gießen der Vorwurf einesunerhördcn Verhaltens" ge- rnackil wird, das geeignet seibas Ansehen S*r Gießener Hochschule zu schäbigen". Das gibt bem R-1 oral Veranlassung zu folgcnbm J-est- stellungen. bamit nicht weitere irrige Vorstellun­gen in der Dcffüitlictit it aufkommen.

1 Am 28. April 1920 bat Fa kmstein einen anberen Studenten schwer körperlich mißhandelt. Er ist deswegen am 9. Juli 1920 dnrd) ein­mütigen Beschluß des Engeren Senats' wegen tädkvec Belli-1 nug eines Kommilitouen b rrch schwere Körperverletzung dauernd von der Lan- deSuniversität auSgeschlollen worden. Diese Ent­scheidung ist auf Grund einer eingehenden Diszi- vlinaruntrrsudmng gefällt lüorben. Dabei war der Tatbestand zweifelsfrei festqestellt, wie er sich in allen wesentlichen Puufen in gleicher Wrife auch aus den Urteik-n dir beiden Ge- rid* ergibt, d e Falk.nstrin darauf wegen dieses Vorfalls in erster Instanz zu vier Wochen Ge­fängnis, in zweiter Instanz statt dessen zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt haben. Wenn das Urteil ber »weiten Instanz in ber rechtlichen Würdigung dieses Tatbestands von ber ersten In­stanz insofern abweicht, als eS einen hinterlistigen Ueberfall nicht annimmt, so betrifft bieS einen Pu> k., ber für die Ent sehe ibung bes Senats nicht in Betracht g kommen ist. Für diesen war bie Schwere unb Roheit her Miuhanblung unb bie grobe Verletzung ber afabemtfefrm Sitte maß- nebenb. Ter Verletzte war im Gesicht furcht­bar zugerichtet unb befanb sich längere Zeit in ärztlicher Behandlung; beide 2üigcn wäre verletzt unb »war das eine so erheblich, ba die Gefaln sei eS Ve.luslx-S bestand. Eine ganz unbeteilitite Zeugin, bie ben Vorfall beobachtet hat, b.tinbcte vor Gericht unter Gib:

Daß der Ang klagte ben anderen mit der Faust in das (beliebt schlug. Er hielt ihn dabei am Genick feft unb schlug sehr heftig auf ihn ein. Meiner Ansicht nach hat bet Angeklagte nich.s in der Hand gehabt, beim bei ber Anzahl (es sind mindestens 30 gewesen) unb Wucht der Schläge müßte er ben anfrzan ja zerfleischt haben."

Ter Verletzte, ber infolge deS ersten Schlags sckwn ziemlich kimviunsähig war, hat sich, ivie auch in ben beiben gerichtlich.m Urteilen fest- gesüellt wurde, auf Abwehr deS Angriffs bc- fdr.änft. Daß i^xtiTenftcin bmch ellie ttorier- gegangene, mehrere Dachen zurückliegende Aeuße- rung des Verletzten schwer bcleibigt worden wer, ist von bem Engeren Senat voll b:rücksich:igt und beshalb auch nid>t auf bie strengste Stra>e eiTmnt worben. Andererseits mußte aber anc) in Betracht iX'ogen werben, baß ber von Falkcn- slein Mißl>andctte sich bereit gejetot batte, bic Angelegenheit auf studentisch.» Weise zu erledi­gen iiiw baß beShatb Fa^knistein abgesehen davon, daß diesem der gesetzliche Weg an die otOeutlidKrt Gerichte offen stand auch nach studentischer Aufwistina von seinem Gegner in bk-fei* Su.wlum k.» ne Beronl isiung gegeben war, sich an ihm tätlich »n vergreifen

Aus bem SkrrgeüflUn «»gibt sich, welch irrige V»rstLllung ». flß. b* Schilderung deS Vortoltä in derFrankfuiter Bciums^ vom

AH tftewftK Damm franbefn, bett Ocfrcfton ber frSTCren Sckalle start auf 9 Jafrre <vck 8 zu ver- tllen, roub.i veracht ronben muß, durch ftrengc küis'ckMburia allen Stostes von geringerem Bill fruitodnxTt bas sthl'Nide eine Jahr auZzugleichm Gan-z wird das alle längs mdxt fidütg 31, caaibei bin ich mir Car. Aber dies muß mit in Kauf ^eon men werden

Hier brängi sich dem nüchternen Beurteiler ivte- Her bte Frage auf, ist bas, was an ibcetlen Werten mit ber Einführung bet Grundschule ymonnea wird, diese Opfer bet Herabmiudermig ber allgemei neu Bilbungsböhe wert. Wie man biefe Frage fr - anttvorren will, ist Ansichtssache, nickst, ivie Herr Rektor Fischer meint, WeltonschauunaSsache, unb mit Herrn Fischet werbe ich wohl nicht einer An­sicht 'werben Ich frobr auch nicht bas Bebürsnis, den tiefem meine Ansicht aufzubtangen. Tie Leser mögen selbst hierüber Nachdenken und sich ein Urteil bilden. Dabei werden sic gut daran tun, sich zu erinnern, welches die treibenden Kräfte unb Beiveg stünde im Stamm um bie Einheitsschule nxiven unb firtb. Die Einheitsschule wurde etlämpfl durch die Sozialdemokratie unb die Lolkssckullehrcrichaft. Für bie Sozialbemokratie folgt bie Forderung ber Einhritssdmle auS dem Gletchbeitc-gcdankcn. unb ihr ist bte Grunbsd.ule eine kleine Aölch agszah umg aus diesen (frebanfm an die Massen. Die Volksschal lehrersckiast wird dagegen in ber Hauptsache durch Stonbesbestrebungi n geleitet. Bon dieser Ansicht können mich auch die von Herrn Rektor Fisck>er im Oießencr Anzriger Vorgcfrvaditcn Eiuvendüngen nicht abbringen. Daß meine Ansidst bei einem Teil der Horten von bei Völls chulc wenig Beifall finden würde, wußte id) hn voraus Ich möckste die Herren inbcfiCTi nur bitten, einmal in die tiefsten Falten ihres Herzens hinrinzuleuchten, vielleicht wird bann die Heftigkeit ihres Widersprud)s gegen meine ?ln- sicht ettva-s herabgebämpst.

Ich mddite fricraui jeboefr nicht weiter eingehen, ba derartige Auseinand rsetzungm meistens nur den Erfolg frilrn, auf ber anbenm Seite zu verstimmen |inb Gcgensätzc zu v rschSrfen, bie besser gemildert iverben sollten. Ich übtilaife daher alles iveitere dem Urteil dec Leser. Den in diesen Dingen weniger Unterrichteten möchte ich nur noch) ben Anfang des Beschlusses hierher setzen, ben die Deutsche Lehrer­versammlung in Kick, auf ber mehr als 132 000 deutsche Lehrrw Vertreten waren, am 2. Juni 1914 tzllaßt hat. Der Anfang bes B schlu ses Lautet:Die Deutsche Sefrcerveriamnilung rorbert bie organisch taegHebcrte Einheitssdmle, bic einen einheit­lichen Lehrer stanb zur notwendigen Bora us se tzu n g bat."

Ich habe an diese Dinge nur mit innerem fiöiberihvfrm « rührt. Ich tue es, um bas Bürger- tum aufmerksam zu machen, iwvauf cs frck dem 'Sditogwori mi der Einheitssickule h reinm-fallen ist, bmt> um es dadurch für die Zukunft vielleicht vor* isidstiyer gegen anfr're ähnliche Sckckag'worte, bic noch m Menge frTumicfrnnrrtn, zu madien. Es sind banmter soldie, bie gitadczu verlierend auf unser Sckmlloesen wirken würden, wenn sie in die Tat -imaesetzt würben. Mit ber Eiuhcktsschule ist cs noch ^verhältnismäßig gut nbgegangen, osj hätte viel fchlunmcr kommen können-