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'ir 1>rxAcre, T erlag I* e<.<buh*ttrar 51. tilchsstzt ftr vrahwach. *6tm Hatclftr »itfcei.

entart e. M. litte.

Erstes Blatt

M- Jahrgang

Sreitag, |8. Marz 1921

GietzenerAn;eiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Dra< «nt Verlag: SrLhllchr Unia. Bud), und Jtetn»r«de«l H. £a»ge. SchriMeWin«. 6ef*äf1sNtlt und Druderel: Schnllkratze 7.

linüvt MB für b« letcaeneeirr btt pn Ole** -tea 90 l<r her |<b« örrbtnbnAbrit. Preis ftr I mm -öde ter Tlnyrigrno 34 mm Prrile örtlich 35 VI. aeemArtt 45 Vf.; ter fttklaat i«)elfen een 70 mm Vtette 150 VI SeiVlaV orf*r h 20'. R»s chlag, fiaep IdtrihlriUr 31*0. V oef Verantmortltch ftr VolHib 1u<3 »<xf; flr be* tbrifen Teil: Dr. Ver*5olb 3enj; fftr bet l»)eiaentftl : f>. Beck, sämtlich in «testen.

lieber bas englisch-rusfische Handelsabkommen

i3er das bereit- kurz berichtet worden ift, urb der R W 8 über Stotlerbam aedrahtet:

englisch-russische Handelsüber ei n- mimen ist Mittwoch morgen zwischen bau qlifdm Handelsminister Hörne und Sriaf- lj i unterzeichnet worben. Die Einleitung zum ..ertrage bZagt, baß es wünschenswert und i Interesse (»ciber Länder sei, bas; die Han- e sbeztehnngen sofort nieder ausgenommen erden würben, und baß man daher dieses 'Trläustgc llebereinkommen getroffen habe 't Erwartung des Abschlusses eines sov- lellen Friedensvertrages zwischen beiden Lidern Der Vertrag werde geschlossen zwi- «chei, der Regierung des vereinigten Wnig- * dk? und derrussischen fozialislisckien söde- itiDot Sowjetregierung^' ein Passus, in «schon die de facto-A nerkennung der -.awjetregierung durch Großbritannien liegt.

Das liebereinkommen ist abhängig von terÄuSsüh^ung sorgender Bedingungen: : Beide Parteien müssen sich aller feindlichen Wandlungen und jeder feindlichen Haltung der rittn gegen die andere Partei enthalten, eben- o aller Propagaiida außerhalb der Grenzen l*t'4 eigenen Reichs, die direkt oder indirekt q^gen das britisel-e Reich und dessen Einrick- unigen oder gegen die Sowjetrepublik gerich- rt sitrd. Insbesondere verpflichtet sich bic Lowjelregierung. aller Versuche sich zu enlhal- fcn, durch militärische, diplomatische oder ir- icntnveUbe ander« Art von Propaganda ein iriatisckes Volk gegen das britische Reick und i e britischen Interessen aufzuhetzen, insbe- rudere in Indien und Afghanistan: 2. daß i(le brilitoen Untertanen in Rußland fofort ie Erlaubnis erhalten, in ihr Land eätückzukehren und dah alle russisäien Miiatertaiten, die sich in irgendeinem Teile be* britischen Äeltreud.s aufhalten, ebenso ach Rußland zurückkel/ren tonnen, wenn sie jtt wünschen. Ferner kvmma, die beiden Par- eien überein, keinerlei Blockade in irgend- *Idxr Form geaeneinander zu beginnen, vfc von beiden Parteien alle Hindernisse Zeitigt Iverden, welche bisher der Dieder- iifnohtne deS Handels zwischen den beiden Lndern im Dege standen

Die britischen und die russischen Handelsschisse ; »Jen in den Hüten Großbritanniens undRußla.idS erau so bebanbelt werden, wie die Schifte anderer enbeltreilmben Länder, mit denen regelrechte wnbctefrMfbungen beiteten Ferner übernimmt U die russische Regierung, die angrenzenden Teile 'm Meere in denen noch Minen liegen, sofort von <ien zu säubern. Jede Partei soll das Recht «xn. eine no nde Änzol'l ihrer Unt r-

uwn zu benennen welche bereit ist. die B.bin- »ngen und Anordnungen die es Vertrages durch- rübeen und diesen Untertanen soll erlaubt sein, tu Gebiet des anderen Landes zu bleiben und uenbel zu treiben Aber e- soll icber der falben Ugierunxn iteifteben beftimmte Grenzen «»zuweilen, innerhalb welcher diese Leute ver­gäben mieten. Ferner teil jeder brr beiden Zdeqie- nuten geftattet sein, solchen Personen den Ber- V fi» zu verbieten, welche die Bestimmungen diese- (3temmm5 nicht halten, ober die Vorbedingungen richt erfüllen.

E- sollen ferner offizielle Vertreter ernannt morden, welch? dieselben Rechte genießen sollen. vr die divlom atis chen Vertreter sie Jfrrall besitzen Der Poft- und TcBnTai'tKnttrrfirbr r?ifdm beiden Ländern wird wieder aurgerwm- em, ebenso wird dir Benutzung her Funkstationen sb brr Poüvaketdienft wieder ringen (teet, wie er xx 1914 bestand

Tiefer Bertrog tritt tetort in Ätaft und soll x firirt bleiben, bis er durch einen Friedotever-

am 18. Februar 1921 in Moskau von den Beauftragten des Auswärtigen Amtes und des Volkskommissariat- des Aeuhern unter- zeichnet nwrben ist. Tas Protokoll enthält neben einem Zusatzabkommen über die end­gültige Abwicklung der ^kriegsgefangenen. Angelegenheiten ein Abkommen über die Rechte der beiderseitigen Bertvetungen und der Staatsangehörigen. Dieses zweite Ab- kommen nimmt die bereits bestehenden gegen- eiligen Vertretungen jur Grundlage und er­weitert ihre Rechte tn konsularischer und handelspolitischer Hinsicht. In bezug auf bic Rechte der beiderseitigen Staatsangehörigen inb in beni Abkommen Bestimmungen ge- Toffen worben, bic ben ungehinderten trrirt- ckaftlichen Verkehr zwischen ben beiben Län­dern ermöglichen und sichern sollen. Tas Protokoll bildet gegenwärtig ben Gegenstand einer Prüfung bei ben in Frage kommenden Regierungsstellen. In Berlin und Moskau besteht die Hoffnung, daß beide Abkommen aus dieser Prüfung im wesentlichen unver­ändert lxrvor gehen werden und baß darauf­hin die Unterzeichnung unb das Inkrafttreten nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen beiber Länder baldigst erfolgen wird.

Die Revolution in Russland.

London, 17. März. (Wolff.) Ein aus H e l s i n g f o r s an denDaily Expreß" ge­richtetes Telegramm meldet, daß auch am 15. März der A r t i l l e r i e k a m v s zwischen Kronstadt unb den Küstensorts anbauerte. Die Verluste der roten Truppen hätten 8000 Mann betragen. Außerdem seien 5000 Boi schewisten zu den A u f st ä n d^ s ch e n ü ber­gegangen.

Stockholm, 17. März. (Dolff.) Nor- diska Preßcentralen melden aus Helsing- fors: Die Forts von Kron stabt Nr.4, 5 und 6 fribeit sich ergeben. Aus ihnen sind etwa hundert Flüchtlinge in Terijoki an­gekommen. Sie teilten mit, daß sich Kron­stadt noch in Händen der Revolutionäre be­finde.

Stockholm, 17. März. (Wolff.) Aus Riga wird telegraphiert: Der bevollmächtigte Vertreter der Sowjetregierung in Lettland erhielt ein Telegramm vom Volkskommis­sariat für auswärtige Angelegenheiten in lau, monad) Kronstadt von den Sowjettruppen eingenommen wor­den ist.

Kopenhagen, 17. März. Wolff.) DerBerlingskc Tidenbe" wird aus Hel­l' i n g s o r s telegraphiert: Das Nevolutions- kornitee in K r o n st a b t nahm eine Entschlie­ßung an, in der Lenin als der einzige ehrliche Idealist unter den Moskauer Machthabern be­zeichnet wird: Trotzkij, Sinowjew unb die (übrigen seien Elemente, die nur den eige- n e n V o r t e i 1 erstrebten und für die Zukunft Rußlands schädlich seien.

lieber Terikoji wird aus Petersburg ge­meldet, daß die Gärung unter den Arbi­tern mit jedem Tage zunehme. Die meisten Fabriken ständen infolge eines Ausstandes still, der trotz des strengen Verbotes der Volks­kommissare gegen Arbcitsetnschränkungen er­klärt worden sei. In den wenigen Fabriken, in denen noch gearbeitet werde, kämen so viele Fälle von Sabotage vor, daß die Betriebe in Wirklichkeit ebenfalls ruhten. Die chinesi­schen Soldaten seien täglich in Tätigkeit und schössen auf Befehl der Volkskommissare hunderte von Arbeiterführern und andere Personen nieder, die sick den Haß der Volks­kommissare zugezogen hätten.

ng ersetzt tv.rb oder teUntat die in der Einleitung ,-teilten Bedingungen rrült werden Nack, zwö'.s fonatai haben beide Pannen das Reckt den B r nag zu X ünbiqen. der darm i.xM Mvnare Docker *u Ende fommt. Ferner wird bestimmt, xri. fall» m britiftüer GenckEZbo' em Urtri.' i^iiredtn sollte, benrzutel -« t .genbwlrtx Frr V? ter (?i x tum tefüag-. rfr-1 n»c£c -, md*e iii< ick Gi r:tirn briti (her llnterta. e: ixr» »d txm der Sow.ctregieru.lg in D rleickvng von ksrpflicdtur.gcn an daS leOTtr.V ^'5mgre*d) Eer von einer früheren rusUscken Re- r.Timfl ror Untr.> idiumg bvnes _ ker- 2nqe4 Lebt agen worben sind, die 3üftre- nicumg das Reckt bahnt soll, den Vertrag teixt dk beendigt anjuidrn. Ferner soll nder Bruck tei BertrageZ tnr.tb eine der Barteten atme wer- t»rt die anberr rwrt ihren ^vftrckau:gm ent- Hhbm. B"ioe Parteien erftemt, daß alle Ior- l/rungen tez rötet Parte an die andere ober !er ibiimanen des einen 2anbe? an wtoe des «berrn ati fribe.-er Zeit bet dem Fn-rrmcnbai p-vben*ötrtrag billig und gereckt bchartdelt wer- ) sollen.

Drotsch-rusfilche Dcrljanftlungtn.

Berlin, 17. März. Dolff. Tie^Ver- fenbfungen über den Ausbau unb die 5tabi- iiierung bet bereits zwischen Deutsch­land und Rußland bestehenden Be- i ehungen haben zur Aufstellung eines Mrläufigen Protokolls geführt, das

verzweifelte Lage polens.

Berlin, 1b März. Rach einer Mellxmg der Breslauer Schiesiscken Zc.tung hat bu polmiche Regterung in Sarichau i tfotgf be» Sin kens der polnischen Valuta bu* Warschauer Vörie «eich lost en. Tie groben Firmen ui Warschau we.gern nck, 3«lximgen in polnischer Mark asijundnnen. ^nfeigebnen steigt bi e deu ticke Mark weiter. Tte in 50-70^6 ersckernende , Gajetta Ludowo" r<rf ftmt.'itt eine Bekanntmachung der polnischen Bank Lud.'n, brfc die Bank bte Gnt.-ieoennebme von Tepostten üi poknücker Sahna eimtelle Tte P^lmsche V^lV- bar.f .n Gleinntz bat schon tur vielen Docken fern polnisches Geld mehr enttgmgr. ommer und sick geweigert, bantr deutsch^ erTjinredw lein XlamTeglidxr Ztundr'chau" h l der polmicke Minister für b.e t-eienswirrere lorauna in Dar- schan brr Schließung aller Srir«t3«5re.en ar ge- edxiet und den freien Hamdri Bro' verboten Alle freie Meüamgen xnori-er, nn- fre ..lägt. Rundschau** bemerk:, da, sich bce Ber^tni> in Solei mit Riefewchriteen dem Ztoammenbrück nähern.

Pari-, 17 März -^STB.'» Rach einer Ha- vaS-Meldung wurde brr fron teil(fr Botchafter in Berlin Laurent beauftragt, bei Dem deutschen Ausenmmüter in Berlin emen S-ckr.t. zu untet- nrbmen. um gegen fre Truppen a nsamm - lungen anderoberschlesischeu Grenze Einspruch zu erb.'ben unh_ die deunche Regierung barair" hinzuweisen, daß sie für alle daraus ent- frfrmbai llnri.fr» acautwnlli4i gemadx werde.

Ein Vertrauensvotum für Brianö.

Paris, 17. März (Dolff.) Die hm m er lat dem Ministerpräsidenten B r i a n d mit 491 gegen 70 Stimmen ein Ver­trauensvotum bewilligt

Vie derzeilige tage im besetzten fablet

Berlin, 17. März Wolfs.) Heute vormittag sand unter dem Vors.p bei Staatssekretär» Le wald eme Beratung der Vertreter b r indu ftriellcn. wirtschastlichen unb sozialen Fntevessen verbände des neubefeßten und de» besed len Gebiete», des parlamentarischen Beirates für die fr setzten Gebiete unb der rheinischen ^r waltung»betterden statt. Tte Beratungen galten üiSbesondere der durch die bevorsdeh-nbe Errich­tung der Zollgrenze in ben R bin landen gefdyiik- nrn Lage Ter Reich? kommissar für die bei eilten Gebiete, v. Slarck, gab zunächt einen umiaiien- den Bericht über die der zeitige Lage im besetzten Gebiet. Er führte ungefähr fol­gendes aus: Als erste Folge der sogenannten Lank honen erließ die interalliierte Rheinlandkommission zwei Berordnmigen Nr. 76 unb Nr. 77. Nach Vcr- ordnung 76 wurde die Telegramm- und Teleplwn zensur zunächt aus 8 Taae verhängt, bie durch eatc neue Verordnung vom 16. März w.eder um 8 läge verlängert wurde. Bei der Aussuhr auS dem be- setzten in das unbesetzte Gebiet soll ein mäßiger Zollsatz, vielleicht nur eine sogenannte stati­stische Gebühr erhoben werden. Als Grenz- bewaclnmgvpersonal werden ausländisch Zoll beamte unb Soldaten die Ostgrenze befetten. Tas Absertigungspersonal in ben .teUänitem toirb deutsch bleiben. Mit der Turchsüfrung der Z o 11 - linie ist in etwa zivei Wochn tu rechnen Richt beabsichtigt ist bic Beschlagnahme von Steuer­einnahmen, fiskalischem Besitz» BergwerkS- luitcmebmen unb dergl., da derartige Maßnahmen nicht Mi ben jetzigen Sanktionen gehören. Auch ist eine Beschränkung der Verkehrüsrei- beit zur Zeit nicht aeplant. Tie Besürch rung auS den Kreisen ker W e i n p r o d u z e n t e n, bafj sie durch die Zollgrenze besonders schwer ge- fdtebigt werben, dürfte nübt in dem gefürdXcten Umfang zutreffen. Voraussichtlich können die im besetzten Gebiet erzeugten Weine ohne beträcktlicken ZolUmsschlag ins unlnn'etzte Gebiet ausaest'chrt wer­den. Tie ein schneiden ste Folge der Zollgrenze wird ohne Zweifel bie fein, daß brr Absatz deutscher Er­zeugnisse im besetzten Gebir stark eingeschränkt unb ben auvländischen Waren ba$ Eindringen in- be­setzte Gebiet erleichtert wird

Nack den ^lusfüdru: gm deS ReichSftmrmrssarS nrnrbe in eine rötgebatbc Aussprache einge­treten, m her Vertreter der Industrie, deS Handcks und der Landwirtschät mtb die '?ll>gemckneten der besetzten Gebiete bie Dünsche ihrer ftrci'e vor trugen. Tie Aussprache gestaltete sich mehr und mehr zu einer ei nnütiqen Kundg-bung gegen die ^'.-angsmaßnahmen unb zu einem Protest gegen die drohende Renaufteißung des Loches im De'ten To-ad) gab Mi vtenalrat Tr Claussen b im ReicheiEr nrnrissar J t die de etzten Gebiete einen

'Werten, den Folgen der Wiederaußei'amg des Loches im Weste.i wirksam ent gegen treten zm Lirnen Alls Vertreter des Mi­nister? des Aeustern gab öiiifteriatSrefbur von Simfon die Erklärung ab, daß eS die erste Pflrckt der Rei'i« egierung fei, ben Rlieinlariden $u Helsen, den (5dx#">en wieder gut zu macken, den bie Feinde an gerichtet hadert em.nn noch maligen TreubckewUnis zum Teutichtrnn und zum Reich fäüoß bie Bersarmnlung

Au- öcm Ueich«.

Verlängerung der deutschen Handelsverträge.

Berlin, 17. Mär, (Wolff.) Presse­nachrichten zufolge beabsichtigt die Regierung, die Ende dieses Monats auflnuienben Han­delsverträge vorläufig zu verlängern, um für eine ruhige Ausarbeitung deS Zoll­tarifs Zeit zu genmnten.

Ein Beschluß deS deutschen Großhandels.

Berlin, 17 März <Dolfs.) Das Prä­sidium unb der Gesamt vorstand des Zentral- VerbandesbeS deutschen Großhandels beschlossen in einer auS allen Teilen des Reiches stark besuchten ZentralvorstandS- fihung, bie BezirkSqruppen unb die ange- fcb(offenen Fachverbände des deutschen Groß­handels au^uforbem, in ihren Mitgltcder- freifen dahin zu wirken, daß eS alS eine selbstverständliche patriotische Ehrenpflicht eines jeden deutschen Kaufmanns angesehen werde, von dem Bezug aller für ben deutschen Markt entbehrlichen Waren aus denjenigen feindlichen Ländern, die lick den Zroangsmast- rühmen anschließen, abzusehen.

Recht«! unvrbnxbm Nur dadurch, daß mit die Schuld am Kriege auf u n nähmen, könnten wireine Ermäßigung tzcr . n- tenieforber ungen erreichen 2 tür» inifdte Ruse rechte > Die Soualdemokra v irpte ihre Hoffnung aui bie iitteniatunule Arbeuerscha't. welch, ten Beitrag zerre.ßen iwrbe

Adg Tr Breitfcheid MSP.) führt aus. bie mor alif che Schuld Deutschlands ba- ttrre freilidj nicht au» ben Fullta ten 1914, lonbern auS früherer Ze t Redner spncht bann Über bie Haltung Baoern» m der Frage der Eum>obner- roebrvn. Die Reicksregierung falle sich nkf idit5lol aui bte Arbeiterschaft Norddeutschaubs ftüjen unb Die baoerifdr Regierung zur Ranon bringen.

Adg Schulz- Bromberg (D.-'J? tz .-auert ^re lebhaften Angnf e auf Mahr. Die große Mehr- t frS Hauses stehe in der schu 1 bfrage auf anderem Boden wie die beiden Vorredner Selbst Itervorragende Engländer hätten aj.vrlajuU, daß wir in den Äxüg buun.l,teswlpert fr.e:i

Abg. Tr Rießer «2. Vvt i wild mit dem tdikjcn -'izAt an '.Viith'.iu. \ -r:

unb feine Tokumente für unsere Schuld am Strifge erbracht worden. Da3 deutsche Volk bat keineSchuldarn Kriege (Zurufe und Larw kn den Sozialdemokraten^

Abg. Petersen (Dem.) bedauert, daß über diese Frage nur unter parleipoli iichen Gaichts- vunkten herlxinbelt wird Es seien b.-i Ausbruch oeö ZkriegeS viele inldleftiullc Fehler begangen worben. Der Wunsch brt j eutschland, Seegeltung zu gewinnen, sei nicht mehr röte moralische Schuld als der Drang Englands zur Wellherricha t ober der Renanl^egedanke tn Fra .k» reich ?ie Arbeiter sollten erst !r gen.einbeit zu dienen, ehe sie das deutsche Voll in dieser An angriifen.

Abg Stöcker O.) erklärt, daß Geschrei der Rechten werbe den Tatbestaick nicht txrroi ch n daß ba.< kaiserliche Drul!d).a;u) un3 in t<n hruj hincingehctzt habe

fübg. Müller (S.l betont, die schönsten Reden über bie auswärtigen Fragen hätten keinen Zweck, da sie an der Tatsache nichts änderten. Unsere Flottenpolitik habe uns in btr gleichzeitige Feindschaft von England und Rn land bmnn- gczogen, dank dem Gegensatz zu Btstnarck» be­währter Politck

Abg. Dittmann (US): Vir hoben ftetl auch den Militaristen im AuSlande bie Mitfarild AUjjefcboben, nicht einseitig bm frutfthen Milita- riften Ter NatwnaliSmu-i läßt sick nur durch die Arbeiterschaft in internationaler Ju ammcnarbcti befeitigen.

Tv allgemeine Besprechung schließt. ES folgen bie gestern auSge etzten Abstimmungen Der Titel Technische Notbilfe wird gegen bie Linke geneh­migt, desgleichen bet Tit-.l sckn ückung frs Reichstages sowie her Rest deS Etats mit ben Entjchliestungen. Der Etat des Reick^kaii<F.-rS wird bew l.igt, le» Jei xit tec des 'Vd^nüriftmumg tntü brr fa. »ei, ebci* io des auswärtigen AmteS: auch mitt» n.ie Ent- fd<:efiung des Ausfck i i s an-K n-m c , bet i^entvAt für Heimatbtenst ein txHameritirUrfrr Beirat beigegeben werden fall. Der $>au«Mlt bei ReickStages wuck ohte AuSspra.be !v. i.Iigt

Es folgt der Hau<>a't des Nri^ rrtebrs» .i'eröims Ter RrickS'erkeh --mn iürr krö­net l-eip.ickrt ben Etat-as Re orte ai S udv» hd). Tex Etat von 1921 bedeute das Pr>grarnm der Wiedergefurbunq des Elfe-bcch-we e S Tet (HciamtMtitanh der Ei en ab e- b i i <e in' zu der lle'.>erjeugung, baß ihre llebenalnn, cut Reich Siuht nur txnitifd), sondern auch Wertschast ich etn l<ortdi wat Tu DiebftäWe tJÜr ei immer mrchr eingeschränkt Dieser Riefen betrüb läse ick nur tuiamnter.baüen, weil in den deutschen Eiien- bochnern der Sinn für Dtfrumq unb 5<njt3» autontät bereite wieder im Xtiodjuci kt (Bei­fall.)

Abg. Brunner kSotz > tritt für eine Er­höhung bet Einnahmen ein um eine Gesundung Oer Eyenbabnverwaltuna terbe^nrüfren.

Abg $tt offner Ztr.) tritt für Erparnistr beim kbotztenverbrauck em

Abg Reiche rt ^TtsckmA mrou, an der Er­höhung der Danfe fei wider nicht oor^-l'uk'm- nrat Ter Redner rx>. t,t rnr.:etr Gxiuamile.

Äopite. 1 des tftet? wnck gei:*migt. 7er An­trag der Linken aut eine grunb^ge. b- 32r gröal- tung der 'le-ckrivertzehroerwa-'tung mtr a <t* lehnt Em Ant.ag Schiffer und rin äNtlityr - trag Trimern, St-esematm, Le»:g aut B rXd». ck-rigung des Handwerks .necken ar.c^er-oarmen, em stÜntrao der Adg Questet, fre io xn für cc: babn 2*rnft um zO Mill, zu er­

höhen, wird abaefefrtt, <rr< Errttckließung des AuS- fckuf-eS über ber)e'ben Gegenstotü» a g-rommen; erriet wrt> em Antrag Scheele (Tt ch V.) o."ge­kommen, für den Bau von ttrir.bafru-n ev en höheren Bcrrag als 5 W firmen ii ren Nach- tra'teetat emppetzen. In föder Alte bsturrfr V* -rinnt frte Haus sodann fre Beratung frs Postctete.

t>rM*fd>er

87. Sitzung

Berlin, 17. Mär» 1921.

Tie Ivette Beratung des Ergan-vngserats r<3 ReichswirtschaftSrates wüt> 'vrtgesert Hierzu begründet Abg. Körner D -S einen Intr^, £>r Einfuhr billiger auslänoi'cher Ditne S etickroeren. Der Antrag Äontrr mb nadb nrr Änssrnackc angenommen, desaleicken :-rr Rest des Haushalts des Reichswin'chastsmtnls! ri.nte Ter Etat des Reichska- '-.s unb der te3 Lutzenmtnistrtüuns werden miteinander oerbutu^n.

Abg Bernstein So«, erörtcr. ausrübrluf) fre Sckuldf r ag e und wird, als er Wil­helm H. oorwirft. ben Ausbruch des Krie­ges hechergejührr zu babat durch Scotettok bet

Sitzung detz NeichSraletz.

Berlin, 17. Mär, iDol'l Der Reicks- rat hielt gestern abend eine ö »enllucke ung ab. Tte Sktötbramn tu Gunsten der BesLä t-.quna s chwer beschädiater trieg 6 t eil n t b« m er. deren Geltungsdauer am 1. Art-st 1921 ab- gdmtien ist, wurde bis zum L Avril 1922 oro» xmgrtt 'Swarnmen wurde ein- Senrfrmn< über bie Verlängerung der Arntsdauer brr Bristp« Sri den Gewerbegerichten und Stau i« mannSgerichten im oberschlesiichen Absnm- uuingSgeLust, ferner eine ErIäuzungjum Haushalt des Rei cks oetkehrSm in u leruun s. 8ut uno für Dasierstraßen. für das RecknungS abr 1921, *<nxe I bte Vetorbnung berrefieno die An rirderunk oon Lristrrngen iirr Ausführung frs JriL-e-s - 'traget I büx LuSttahwe bet Anforderung von Buh.