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Nr. 218 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (Gen?ral-Anzeiger für Gberhefsen) Samstag, 17. September 1921

Fäden zwischen hüben und drüben.

Don W. Kleeberg-Aurich.

3n den Vereinigten Staaten von Nord- amerifa finden sich ausgedehnte, teilweise so­gar geschlossene Kolonien von Ostfriesen, die in Ben 60er und 70er Jahren nach dort mis- wanderten, als die schlechte wirtschaftliche Lage In der Heimat sie dazu zwang. Ein wei­terer, erheblich mitsprechender Grund zu die­sen Masse naus Wanderung en war, daß nach der hannoverschen Höfeordnung die zweit- usw. geborenen Söhne zugunsten des ältesten Vru- BerS von der Erbfolge auf dem elterlichen Besitz ausgeschlossen waren. Wenn nun auch viele die chnen zustehende Abfindung be­nützten, sich irgendwo selbständig zu machen, andere durch Einheirat selbständig werden konnten, so blieben doch sehr viele junge Leute übrig, die ihr Heil in der Neuen Welt zu erproben in Versuchung waren.

So wanderten sie in den damaligen Zeiten tn großer Anzahl nach Amerika aus, zogen den Mistouri und Mississippi aufwärts und siedelten sich tn den Territorien Iowa, Illi­nois, Nebraska, Wisconsin, South Dakota an, wo auf diese Weise die ausgedehnten Ost­friesensiedlungen entstanden. Die guten Be­richte dieser ersten Pioniere riefen bald wei­tere Landsleute herbei, und heute erstreckt sich die Gesamtfiäche, auf der in Nordamerika Ostsriesenstedlungen sich befinden, auf ein Areal, das größer als ganz Deutschland ist.

Zwischen diesen Ostfriesen in Amerika und ihren Landsleuten in der Heimat besteht ein Band, das so fest und unzerreißbar ist, daß es In seiner Art allenthalben Nachahmung ver­dient, wo geschlossene Kolonien Deutschstäm- miger sich befinden. 3n Breda (Iowa) er­scheint eine Zeitung, die diesem Zwecke vor allem dient. Außer einer politischen Plauderei ist in diesem Blatte, das den NamenOst- friesische Nachrichten" hat, nichts von Politik zu finden, dagegen wird ausführlich über alle Kleinigkeiten aus den heimatttchen Städten und Dörfern berichtet, auch die Todesanzeigen aus den tn OstfiteSland erscheinenden Zei­tungen werden auszugsweise veröffentlicht. Sodann sorgt ein Korrespondent in jeder Ko­lonie dafür, daß auch aus diesen alles Wis­senswerte mitgeteilt wird. Durcft das Auf­zählen aller Heinen Einzelheiten, wie Hoch­zeiten, Anfälle, Krankheiten, größere Reifen usw. gewinnt man den Eindruck, als feien die sämtlichen Ostfriesen in Nordamerika eine ein* zige große Familie, in der sich jedes Glied für die kleinsten Angelegenheiten des anderen interessiert, und so fühlt sich keiner der Kolo­nisten als Fremder in fremdem Land, son-

Aus Stadt und Land.

Dieben, den 17. Sept. 1921.

Aahrplanändcrungen.

Am nächsten Montag, 19. September, treten auf den Strecken Gieße n K r a n l f u r t a. M. und FriedbergEchzell fvgvide Fahr- planänderungen in Kraft:

Der nur an Werktagen vor Sonn- und Feier­tagen verkehrende Vorzug 7 9 4 wird früher gelegt. Er fährt nicht mehr um 4.52, sondern be­reits um 4.35 nachm. von Gießen ab.

Vorzug 794 verkehrt von Montag bis Frei­tag jeder Woche auch zwischen Butzbach und Friedberg und zwar Butzbach ab 5.10, Friedberg an 5.32 nachm.

Zwischen Friedberg und Echzell und zurück wird ein neues Zugpaar eingelegt und zwar Pz. 4161 Friedberg ab 5.40, Echzell an 6.25 vorm., Pz. 4162 Echzell ab 6.25 Fried­berg an 7.00 vorm. Pz. 4162 stellt den Anschluß an Pz. 777 in Friedberg her. (Friedberg ab 7.07 vormittags).

iteter die Zeiten auf den Zwischenstationen geben die Bahnhöfe Auskunft.

Verein ehem. Hessischer Leib- Dragoner im Kreise Gießen. Am 17. Juli wurde der Verein, mit dem Derwaltungsousfchuß m

I dem als Glied einer gmßen deutschstämmigen Gemeinschaft.

Während so drüben in dieser Zeitung fast alle Fäden zusammenlausen, die nach der Hei­mat hingehen, sind die anderen Enden der Fäden auf alle in OstfrieSland erscheinenden Zeitungen verteilt. Regelmäßig veröffentlichen sie ihrerseits wiedemm Auszüge aus der Ost- frieseuzeitung in Amerika, so ihren Lesem immer wieder Nachrichten von den Ver­wandten und Bekannten in der Fremde ver­mittelnd. Auch längere Aufsätze aus der Feder irgendeines drüben wohnenden Landsmannes dienen demselben Zwecke.

Neben diesen durch die Presse geknüpften Fäden laufen noch unzählige andere, so die des familiären oder fremdsprachlichen Briefwech­sels, einer ausgedehnten Liebesgabentätigkeit für die Nolleidenden in der Heimat, der reli­giösen Beziehungen (der Ostfriese ist bekannt» lich sehr kirchlich gesinnt), u. a.

Alle diese Fäden haben sich zu einem starken Bande vereinigt, das die Gewähr gibt, daß Die Ostfriesen In der Heimat mit denen tn Amerila dauernd eng verbunden bleiben. And so sollte eS allenthalben sein. Hat man uns auch große Sttecken deutschen Bodens rechtswidrig entrissen und so Deutsche zu Aus­ländem gemacht, leben auch in aller Welt zerstreut noch so viele Deutsche, laßt es nicht dahin kommen, daß sie sich als Ausländer fühlen lernen, daß sie die Heimat vergessen, well sie sich von ihr vergessen wähnen!

Gießen gegründet. Der Verein will, wie er uns I mitteilt, unter Ausschluß aller politischen Bestrebungen die (Erinnerung an das Hess. Leib-Dragoner-Regimcnt ®ad)halten und ohne Rücksicht auf das religiöseBe­kenntnis alle die In treuer Kameradschaft zusammen» fassen, die dem Hess. Leib-Dragoner-Regiment ober deren Ersah-Eskabrons, sei es als Offizier, Sanitäts. offizier, Veterinär oder Beamter, sei cs als Unter offizier ober Dragoner angehört haben, sowie die Äameraben ehren, ble im Hess. Leib-Regiment »hr Leben für bas Vaterland gelassen haben und ihre Namen in Stein ober Erz verewigen. Eine G e« düchtnisfeier in Darmstadt ist in Aussicht genommen. Der Verein dem bereits eine große An­zahl Mitglieder angehört, richtet im heutigen An» zeigenteil an die ehern. Hess. Leib-Dragoner des Kreises Gießen, bk bem Verein noch fernstehen, aber gewillt finb, biesem beizutreten bzw. sich an ber Gedächtnisfeier zu beteilen, die Ditte, ihre Adressen bis zum 1. Oktober an den Schriftführer H. Keitzer, Gießen, Goethestraße 52, cinjufenben.

" Die Bekämpfung ber Geschlechtskrank, beiten. Auf Veranlassung bes städtischen Wohl­fahrtsamtes wirb das Deutsche Hygiene-Museum tn Dresden, bas bie wesentlichen Gegenstände ber berühmten Hygiene-Ausstellung von 1911 enthält unb den Fortschritten ber Wissenschaft gemäß ausge­baut wirb, vom 16. bis 23 Oktober in Gießen eine Sonberausftellung über bas Wesen unb die Gefahren ber Geschlechtskrankheiten vorführen. Es ist bekannt, welche außerorbentliche Verbreitung biese Krankheiten feit Kriegsenbe leiber erfahren haben. Nicht überall ist bekannt, wie ungeheuer bie Gefahren für ben (Erkrankten unb seine Familie finb, wenn bie Krankheit nicht rechtzeitig erkannt unb ärztlich be- hanbelt wirb. Es ist zu wünschen, baß jeber (Er- wachsene beiberlei Geschlechts bie Ausstellung sich an- sähe. Aerzlliche Führungen werben regelmäßig statt- finben. Bestimmte Tage werben weiblichen Besuchern vorbehalten bleiben. Bei dieser Gelegenheit sei auch darauf hingewiesen, baß sich eine Beratungsstelle in ber Klinik für Haut- unb Geschlechtskrankheiten, Klinikstraße 40, bepnbet, bie für männliche Personen Montags von 2-4 Uhr, für weibliche Personen Donnerstags von 2 4 Uhr geöffnet ist.

Kveis Büdingen.

Nidda, 15. Sept. Gestern wurden hier die städtischen Aepsel versteigert. Die Stadt er­löste 53 000 Mark. Der ganze Erlös für städti­sches Obst beläuft sich auf etwa 60 000 Mark, obwohl in diesem Jahre die Emte in Aepfeln unter mittel, an Zwet scheu und Birnen gering war. Heute beginnen die Qbstversteigerungen an den Krcisstraßen.

»)(- AuS dem Ridder 1 al, 15. Sept. Der am Montag herrschende orkanartige Sturm hat an den Obst bäumen großen Schaden ange- richtel und die Obsternte wesenllich verringert. Privatbesitzer, Gemeinden, Kreise erlitten sehr große Verluste, allein an der Straße von Liß- berg und Eckartsbvrn lagen über 200 Zentner feinster Goldbarmänen. Natürlich trieb der Scha­den bei den am selben Tag überall beginnenden Versteigerungen die Preise sehr in die Höhe. Dazu kam die Anvernunft der Steigerer, die sich in blindem Eifer gegenseittg Überboten. Auch einzelne, die mit dem Obst Geschäfte machen, und

ihr Obst dadurch frei haben wollen, sich zu die­sem Zwecke hinter kleine Leute oder gar Witwen stecken, die für sie steigern müssen, treiben die Preise unnötig in die Höhe. Einzelne Gemeinden lösten 15 000 Mark und mehr für das Gemeinde­obst. Sehr bedauert muß werden, daß die Obst­ernte durch die frühen Berit eigerungen der Ge­meinden und der Kreise viel zu früh eingesetzt, wodurch das Obst in seiner Düte wesentlich be­einträchtigt wird. Die meisten Sorten dürften ohne jeden Schaden noch 23 Wochen hängen bleiben. Allenthalben wartet man auf einen durchdringenden Regen, damit der Boden erweicht und das Kartoffelausmachen erleichtert wird.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, 18. Sept., 17. nach Trinitatis.

3n der Stadtkirche. Borin. 8 Ahr, zugl. Christenlehre f. d. Neu ton firm. a. d. Matthäus- gcm'einöc: Pft. Mahr. Torrn. 9'?: Pfarrassist. Ramge. 11: Kinderkirche f. d. Martusgemcmde: Pfarrassist. Ramge. Montag, 19. Sept.. abdS. 8 Ahr. Qlcrcingunq d. tonflrm. männl. Zagend o Matthäusgemeinoe. 3n der ZohanneS- tirche. Torrn. 8 Ahr, zugl. Christenlehre f. d Nenkonsirm. a. d. Lukasgcmeindc: Pft. Bech- tolsheimer. 9i/2: Pft. AuSfeld. 11: Kindertirchc f. d. ZohanneSgemeinde. Pft. Airsfeld.

18. Sept. Wieseck. Torrn. 91/ : Gottesdienst. 10' <: Kinderkirche. Nachm. 1: Christenlehre (tonst weibliche Zugend). (25. September Feier d. hl Abendmahls.) - Sonntag, 18. Sept., vorm. 10 Kirchberg 11: Christenlehre f. d. männlrche Zagend. Nachmittags !>/,: Lollar.

Katholische Gemeinde.

Samstag, 17. Scpt., nachm. 5 u. crbds. 8 Ahr' Gelegenh. z. hl. Beichte. Sonntag, 18. Sept. 18 Sonntag nach Pfingsten. 'Dorrn. 6 >: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: HI. Messe. Kommunion d. Jung­frauen 8: 'Anstellung d. hl. Kommunion. 9: Hoch­amt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2. Sakramental. BruderschaftSandachst 4> _>: Oung- srauen-Kongregation. Kathol. Go11rö­dle n st. 18. Sept. Lich, vorm. i/38, nachm. 7^3. Hungen, Dorrn. l/»10 Ahr.

Ruch u. si­cher wlrknd. Erhllllich in Apotheken.

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Behördliche Anzeigen

Stöbt. Arbeitsamt Giesfen

Liebilistrafie 16, Teleph. 2054.

Es kSnnen elnnefteflt werben:

*. bei biefinen Vrbeitacbern: 1 Schreiner, ein Kuoterschmieb. 1 Tilberschmieb. 2M"nrer, 1 Steno- tvvilt, 1 Eiekironionieur, 2 ProvistonSreisenbe, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Schneiber.

Lehrlinge: 1 Automonleur, 1 Frisenr, 1 Schuh­macher. 1 Glaser. 1 Schlosser, 1 Kaufmann, ein Schreiber, 1 Lackierer.

b. be» auSwärtiae« Vrbeitnebern: 2 Eisenbeton- Arbeiter, Vkanrer, Siminerlcute, Einschalev, zwei Provision-» ciieube, 1 Polsterer, 1 Müller, jüngere lonbroirifdjnftL Knechte, 2 Schneiber, 5 Friseure. 2 Ka'ienmacher, 7 Schreiner. 3 Anstreicher, ein Srenaler unb Installateur, 1 Dreher.

Ledrlinae: 1 Glaser, 1 Schmied, 1 Schreiner, ein Friseur, 1 Schlosser.

E- Indien Slrbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker, Kaufleute. Schreiber unb Rettende, Vacker, Hausburschen unb Ausläufer. 2)kasch!itenschlosser. Bauschlosser, Schubmacher, 1 Kranken v'tener, 4 Sattler u. Polsterer, iBäcfet u. Metzaer, mehrere Kellner. 1 Former. 1 iüna. Schmied. 2 ^sttchbinber. Mechaniker. I -freuet, 1 Wanner. 2 Treber, 1 verb. Knecht, 2 Schäfer, 1 oerbetr. Hofmeister, 1 verb, Schmelzer, 1 Tapezierer, 2 Gärtner, 1 Drechsler, 1 Handschuhmacher. Beraarbeiier. Autoschlosser, 1 Schmelzer. 1 («olbnrbeiter, 1 dnftnllntenr unb Svennler. 1 Monteur, 1 Banda,n't. Masäilni'ien und Heizer. 1 .stonditor. 1 Möbelzeichuer. 1 Werk­meister für Korkentabrikation, 1 Tieibautechniker.

GeleaenbeitSarbciteu werden ebenfalls en.'geaen- flenommen.

Lebrliuac: 2 Mechaniker. 1 Friseur. 1 Elektromon- teur. 1 Elekrotechntker, 1 Sch-hmacher, 1 Weiß­binder. 1 Gärtner, 3 Autoschlosser, 1 Maschinen- schlosser.

«Leibliche Abteilung:

ES können einaestellt werden:

»-bei biesiacn Nrbeitaebern: Mädchen für taaS- über, Dtennmadchen. Vauffrauen und -madchen für einzelne Tage, nicht. Silleinmädcheit. 2 Köchinnen, 1 Lehrmädchen in Llumeuneschäst, 1 Berkansertn. t». bei auSmärtigen 9lrbcitncbern: 3 landmtrt- schaitliche Tlenstmädchen. 4 Dienstmädchen, Allein, mädcheu. Zlmmermädchew 1 landw. Haushälterin, 2 Kllchenmädchen, 1 Stütze, 1 Stenotyostin.

TS suchen Slrbeit: 2 Verkäuferinnen. 1 Flicke­rin. 3 Waschfrauen, einige Lauttratien, auch für Rachiniltagsbeichaftigung, riiädwen für tagsüber, 2 Haushälterinnen, 1 Büglerin, 1 Fräulein erteilt ftanzäsischen Unterricht, 1 Gesellschafterin, eine Schneiderin als Beihilfe, 1 Kontoristin. 1 Kranken- vffeaerin.

Die Berufsberatung und ArbcitS-Bermitt- l»»s kür Mnstkcr findet werktags von 10 bis 12 Uhr statt.

Stadt. Lebenzmittelamt.

Warenausgabe für die Woche vom 19. bis 25. September 1921.

Nicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt.

1. Brot: Wochen menge 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl.

2. Sonderausgabe des Lebens- mittelamtS: Trvckenmilchpulver 90 Gramm 4,25 Mk.

Stabt Brennstosfamt.

1. Berkaus von Brennholz: Abgabe in Mengen von V, Zentner an vom Lager tn der Gabelsbergerstraße. Bezugscheine werden im Brennstoffamt ausg^g b n. Preise: Hartholz ge- schilltten 15 Mk. für den Zentner, Weichbvtz 13 Mk. für den Zentner. Kleingehacktes Hotz 1,50 Mk. für den Zentner mehr. Bei Abnahme von mindestens 50 Zentner wird ein Preisnachlaß von 1 Mk. für den Zentner gewährt.

2. Ausgabe von Brennstoffen: Marke 1 der Kohlenkarte für Kleingewerbe (rote Karte) wird mit 3 Zentner Kohlen und Marie 2 mit 2 Zentner Briketts beliefert.

Die Kohlenkarte für Einzelpersonen kann in unserem Geschäftszimmer in Empfang genommen werden.

Auf Marke 1 entfallen 1 Zentner Kohlen, auf Marie 2 1 Zentner Briketts.

Gießen, den 15. September 1921. 100366

Der Oberbürgermeister.

(LebenSmittelamt und Drennstossamt.)

Bekanntmachung.

Betr.: Die Anfallversicherung der in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftig­ten Personen: hier: Dettragsleistung für 1920.

Die Heberolle über die Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Beruf sgenossenschaft für das Zahr 19 20 liegt von heute an während zwei Wochen auf dem Dersicherungsamt der Stadt Gießen, Asterweg 9, Zimmer Nr. 3 zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Osienlegungsftift, kann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch Genommene gegen die Deitragsberiech- n u n g bei dem Borstande der land- und forst­wirtschaftlichen De-ufSgeno'senschaft Ein'p -uch er­heben (siehe § 10211023 ReichSvarsicherunas- ordrmng). 100498

Gießen, den 17. September 1921.

Der Oberbürgermeister. 3.03.: Dr. Frey.

Bekanntmachung.

Städtische Fortbildungsschule.

Der Anterricht in der städtischen Fortbil­dungsschule beginnt Montag den 10. Okto­ber. nachmittags 2 Ahr. im Schulhause West-Anlage 43.

Fvrtbildungsschulpflichtig sind: a) alle Knaben, die zu Ostern 1919, 1920 oder 1921 aus der Volksschule entlassen worden sind,

b) diejenigen ehemaligen Schüler höherer Lehr­anstalten, die in derselben Zeit aus der Schule ausgetreten sind und nicht mindestens 1 Zahr der Obertertia angehört haben.

Die Fortblldungsschulpslichtigen haben sich am Mittwoch den 21. oder Donnerstag den 22. September von 1112Va Ahr bei dem Rektor der Schule, West-Anlage 43 anzumelden.

Die Eltern oder ihre Stellvertreter, die Gefir- herren und Arbeitgeber der Schulpflich.izen haben diese zum Besuche der Fortbildungsschule anzu­halten und ihnen die zum Besuche der Schule erforderliche Zelt einzuräumen. Zuwiderhand­lungen werden mit Polizeistrafen von 20200 Mark geahndet. (Artikel 25 des Bolksschulae- setzes vom 16. Zuni 1874 und Gesetz, die Abände­rung des BolksschulgesetzeS vvm 16. Juni 1874 betr. vom 13. August 1920 Abs. 5). Anentsckml- blgte Versäumnisse unterliegen den gesetzlichen Schulstrafen: 2 Mk. für jede Versäumnis, im Wiederholungsfälle 4 Mk. 100506

Gießen, den 16. September 1921.

Der Vorsitzende des Schulvorstandes: ______3. D.: D r. Selb. Beigeordneter.______

Aufgebot.

Das von uns ausgestellte Einlagebuch Nr. 17918 für Johannes Schmidt II. Witwe ist abhanden ge­kommen. Der Inhaber bes Buches wirb hierdurch aufgeforbert, basfelbe binnen 6 Wochen uns vor- zulegen, wibrigenfalls es für kraftlos erklärt unb ber Einlegerin ein neues Einlagebuch ausgestellt wirb.

Gewerbebank zu Gießen

____________________e, G. m. b. H.____________10022V

Acpfclvevfteigernng.

Montag den 19. bs. Mts. von vormittags 10 Uhr an sollen bie Aepsel ber Demeinbe Lauter an Ort unb SteDe versteigert werben.

Der Anfang ist am Ort, an ber Straße Lauter- Grünberg.

Lauter, den 15. September 1921.

Hessische Bürgermeisterei: Ass. 100320

Tanz-Lehr- Institut

Wolf- Straße 21

Th.Bäu/ke

Geprüftes Mitglied des Bundes deutscher Tanzlehrer.

Zu den Anfang Oktober beginnenden

Winterkursen

für Anfänger und Fortgeschrittene nehme ich noch Anmeldungen entgegen. Aliae

Privat-Einzelunterricht Einstudierung von Aufführungs-Tänzen jeder Art. KeltepHepfel häuft jede Menge, auch durch Aushäufep,

Wal!ei!ftls,Vrlilll!lisse Hd.W PcrBllllß von Akichimarhcilkn. Die Lieferung von 1047,71 Isd Mtr. Rahmstücken aus Dasaltlava oder Kunststeinen zur Herstellung von Einfassungsgräbern und Erbbegräbnisplätzen auf dem neuen Friedhof soll

Donnerstag den 2 9. September d. I. vormittags 10 Ahr

öffentlich vergeben werden.

Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedin­gungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Ange­bote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 100486

Gießen, den 15. September 1921.

Stadtbauamt Gießen. I. V : Köhler.

Billiges Brennstolz.

Wegen Auflösung der ReichSvermögenSstelle Wetzlar find in der ehemaligen Anteroffizier- schule daselbst einige tausend Zentner auf Ofen­länge geschnittenes trockenes Buchen-, Eichen- und Birkenholz, gemischt, um schnell zu räumen, der Zentner zu 10 Mark abzugeben. Der Ver­kauf findet den ganzen Tag über und in jeder Wenge statt. 10063D

_____________ReichSvermögenSstelle._____________

vullen-versteigerung.

Nächsten Mittwoch ben 21. September, von mittags 11 Uhr, versteigert bie Gemeinde Rupperteu- tob einen erstklassigen prima fetten Dullen.

Ruppertenrob, ben 15. September 1921.

Die Bürgermeisterei. 10014