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DtenStag den 20. D^ember, nach der letzten lehr- planmötzigen Unternd>t4ftiinbe beginnen.

Kreitz Büdingen.

K 'Bübingen, 14. De-. Don SarnStag bis -um Montag fand im Fürstenhof dahier die unter dem Protektorat des Fürsten Äarl -u QJfenburg und Büdingen stehende 9. P r o v i n z ia l» K a - n inchen- und Geflügelausstellung -tatt. Die Ausstellung wurde von dem Leiter Hugo Schneider mit einer Ansprache eröffnet und hxrr von über 120 Ausstellern mit 498 Hummern beschick, 38 Preise waren allein von Büdingen und Ihngegenb -ur Verfügung' gestellt worden, so datz die Preisrichter eine zwar schwie­rige, aber lohnende Aufgabe au erfüllen hatten. Unter den Kaninchen waren besonders zahlreich die verschiedenen Ttlberkaninchen, die Hasenlanlo­chen und die Schwarzloh vertreten, bei dem Ge­flügel waren dis Rassen der Whandottes und der Italiener ftarf beschickt, ferner verschiedeneTauben- orten, vor allem Hessische Kröpfer und Brieftau­ben. Unter der groben Anzahl verteilter Preise können wir nur einige hervorheben. Von Aus­stellern der Kaninchen erhielten Adam Schäfer (Lich) einen Siegerpreis (B. R. R.); Ehrenpreise: $). Reuter, Sieben (Kanincden-uchtoerein ©ie- wn), Philipp Hasser- Hicbertocifel; 1. Preise erhielten: Ludwig Uhl IV. aus Ridda, Jean K r a n z - Sf-vtken, Zoharrnes Braun-Fried­berg- Fauerbach; Staatsehrenpreise erhielten: Kaninchenzuchtverein ® i e b cn, Philipp Has ser - Riederweisel. 3n bet Abteilung Hühner wurden mit Ehrenpreisen bedacht: Samuel- Gedern, Ma? unb ^uliuS Rothenberger- Öebem, Bogt- Lich, Diehl- ©ebcrn, Beckel- Sclters; in Abteilung Traten: Diehl- ©edem Ehrenpreis; bei Enten: ß i ft m a n n - Ridda Ehrenpreis; Abteilung Zwerge: Baer- Ridda, © e r b i g - Schlitz, Ostheim - Echzell. Den StaatSehrenpreis für Tauben erhielt C O. Sch ä- f e r - Bübingen (silberfarbige Schilb'auben), ferner > chren preise für Tauben und 1. Preise Kolter- Bab-Rauheim, O st h e i m - Echzell, Max unb 3u- iuS Rothenberger- ©ebem, Baer- Ridda, Acker- Ortenbcrjr Wegen beS prachtvollen Ma­terials, das zur Ausstellung kam, hätte man der Schau einen noch besseren Besuch wünschen können. Der grobe Saal konnte kaum die Menge der Tiere fassen; leider kommen bei solchen Ausstellun­gen wegen Raummangels die in den unteren Reihen ausgestellten Tiere nie zur rechten Geltung.

Äreis Alsfeld.

ohz. Alsfeld, 14. Dez. Stadt-Ju­biläum. 3n gemeinsamer Sitzung besprochen gestern abend Vertreter der Stadt Alsfeld und Vorstand und Beirat des Geschichts- und Altertumsvereins - die Grundzüge des Pro­gramms für die nächstjährige Feier des 700- jährigen Bestehens der Stabt Alsfeld. Die Feier soll stattfinden am 24. und 25. Juni 1922 iSamStag den 24. Feier des 25jährigen Be­stehens des GeschichtS- und Altertumsvereins, und Sonntag den 25. Feier des Stadt-Iubi- läums). Zur Bildung der Arbeitsausschüsse für die Vorbereitung der Feier werden die Vorstände hiesiger Vereine und Körperschaf­ten herangezogen werden. SS ist in Aussicht genommen, mit der Feier eine lokale 3nbu* strie- und Gewerbe-Ausstellung zu verbin­den, für deren Vorbereitung ein besonderer Ausschuß gebildet wird.

tz TÄl ü ck e, 14. Dctz. Kürzlich verlor an hiesiger Bahnstation ein Mann aus der Um- qegenb, der zum Einkauf »ach ©nmberg wollte, leine Dries lasche mit 1 000 Mart 3 n - halt. Trotz elf eigen Suchens tonnte er sie nicht Dteberfinben. Eine Anzeige über den Verlust in der Zeitung blieb erfolglos. Die redlichen Finder werden immer weniger

tz 3 l S Dorf, 14. Dez Aus Der ® i jen- ^steinwäsche »Louise" mutzte die Arbeit u n - freiwillig eingestellt werden, weil es an Wasser fehlte 5Xid Wasser wurde aus dem Schürmmteich entnommen. Durch die immer noch bestehende Trockenheit und den starten Frost ver­sagte aber Der Wassarastflutz und der Betrieb formte nicht fortgesetzt werden

, Handel«

Die Daten der nächsten Frankfurter Messen.

Wie uns das Metzamt Frankfurt a. M. mit- teilt, wird die nächste Frankfurter Herbstmesse nicht In der Woche vom 24. biS 30. September, sondern vom 8. bis 14. Oktober 1922 stattfinden. Der Zeitpunkt der Frühjahrsmesse, 2. biS 8. April, ist unverändert geblieben.

«

Berlin, 14 Dez. DörsenstimmungS- b i l d. Die gestern eingetretene starke Erholung der Devisenpreise hat anscheinend da- Publikum zur

Einstellung feiner Verkäufe und zur Vornahme von Rückkäufen heran labt, so bah die Kurie überall träftige Erholungen gegen den jüngsten Tiefstand um durchschnittlich 50 biS 75 Pro», erfuhren. Die in Den Vortagen besonders stark mitgenom­menen schweren Industncwerte stellten sich bis 100 unb vereinzelt bis 150 bzw. 200 Proz. höher, tote 3lfe, Angelo-Guano, Vogel. Stöhr, Riebeck Montan. Hammersen und Deutsche Petroleum. Die Börsenspekulation machte bie Bewegung über- totegenb aber nicht mit, sondern benutzte bie geftiegenen Äurfc wegen der am Vormittag ein­getretenen neuen Verflauung der Devisenpreise zu weiteren Realisationen. Die Devisenpreise unterlagen heute vormittag ziemlich unvermittel­ten Schwandingen, so Reuhork von 170 biS 180. Die Unsicherheit lähmte angesichts der noch immer bestehenden llngewitzheit über bie Deutschland in der Reparationsfrage zu gewährenden Er­leichterungen bie ttnlemehmungslust, so bafj bie bei fleinen Schwankungen und stiller werdendem Ge­schäft erzielten Besserungen der Kurse sich nicht überall aufrecht erhielten. Die Kursbilbung hatte Daher Wetter etwas llngleichmähiges. Kräftiger gebessert waren auch Valutawerte. vor allem Mexikaner und Baltimore. Auch türkische An­leihen waren wesentlich erholl, wogegen unga­rische überwiegend Wetter abgeschwächt tonen. Heimische Anleihen lagen unter Bevorzugung der alten Reick-sanleihen überwiegend fest. Auch für die zu Einheitskursen gehandelten 3ndustrievapiere ist mit überwiegenden Kurserholungen zu rechnen.

Frankfurt a. M., 14. Dez. Börsen- stimmungsbild Auf die Ruckwansbewe- gung Der ausländischen Z-ahlungsmittel machte sich zu Beginn Der Börse etwas Zurückhaltung geltend. Die Kurse waren bei erster Rott- gut behauptet, in vielen Fällen sogar mätzig fester. 3n Den Wer­ten, die im freien Verkehr zur Dotierung gelang­ten, bestand regere Rachfrage. Die Stimmung war hier entschieden freundlicher. Man nannte unter anderen Zunge ilfa 220, Hansa Lloyd 400, Benz 550, ©ebr. Fahr 810620, Chemische Rhe- narrta 790, Deutsche Petroleum 13251375. Der Dollar nahm eine stark schwankende Haltung ein, 180; er senkte sich in Den Frühstunden bis auf 170, bei Abgang Der Berichts 175178. Da von leitender Spekulation Äaafncigung bestand und Kaufaufträge zu ermätzigten Kursen Vorlagen, so trat auf den meisten Gebieten eine sichtliche Befestigung ein. 3 ndu st bewerte Der verschieden­sten Gattungen fanden rege Beachtung. Auf Dem Markte Der variablen Po Piere setzten Montan- papiere befestigt em. Besserung trat auch bet chemischen und Elektro werten ein. Dantaktien la­gen ruhiger. Zu regeren Umsätzen tarn es in Zproz. Reichsanleihe. Der Schlutz gestaltete sich vorwiegend fester. Privatdiskont 4t,s Prozent.

Zentralhäuteauktion In Mainz. Die Zentralhäuteauttion brachte 15 000 Grotz- viehhäute, 10 500 Kalbfelle unb 5000 Schaffelle an ben Markt. Beteiligt waren bie Häutever­wertungen Bingen, Ems-Lahnstein, Kreuznach, Mainz, Oberstein, Oestrich, Saarbrücken, Saar­louis, Schierst ein. St. Goarshausen, Simmem, Trier. Das Angebot kam in 535 Losen jur Ver­steigerung. Schaffelle fanben keine Ltebhaber. Kalbfelle 1 notierten 38,05 Mk. biS 40,05 Mk. auber Dem Saargefälle. Für Kalbfelle II wurden 36,05 Mk. erzielt. Äalbfelle mit Kopf kosteten 34,15 Mk. Fresserfelle fanden keinen Absatz, ©rohtriebbäute ohne Kopf erzielten je nach Ge­wichtsklasse und Gefälle 16 bis 20,15 Mk.. Groh- viehhäute mit Kopf 14 biS 17 Mk Dullen haute wurden mtt 12 bis 20,25 Mk. bewertet. 3m allgemeinen war bie Ten benz flau und der Rückgang gegen bie Preise der vorigen Auk­tion zirka 40 bis 50 Prozent.

Frankfurt a. M., 15. Dezember. Berliner Devisenmarkt.

Geld Dries Geld Dries

Datum: 13. Dez. 14. Dez.

Amsterdam-Rotterd. 6718,25 6731,75 6468,50 6481,10 Brüssel-Antwerpen. 1473,50 1476,50 1393,6» 1396,40 Lhttstiania..... 2832,15 2837,85 2697,30 2702,70

Kopenhagen 3621,35 362865 3426,55 3433,45 Stockholm 4625,45 4634,65 4440,55 4449 45 HelstngfvrS 333,65 334,35 329,65 330,35 Italien 888,10 889,90 834,i5 835,85 London 794,20 795,80 759,20 760,80 Reuhork 188,81 189,19 18J,06 180,44 PattS 1548,451551,55 1453,50 1456,50 Schweiz 373-,25 3743,75 3 >1 \45 .3518,15 Spanien 2872,10 28.7,90 2712,25 2717,75 Wien (alte!) ....

Deutfch-Oesterr.. . . 6,78

Prag......... 226,75

Budapest 25,47 Buenos MreS 62,40

Dulgatten

Konstantinopel . . .

6,82 6,98 7,02

227,26 214,75 215,25

2\53 25,97 26^)3

62^0 60,16 60,35

Qb6t1eef»1e.

Frankfurt Berlin 1-tthc- 1-Ubr- Schlutz- Schlutz- KurS Kurs KurS Kurs

Tragikers gestaltet er ergreifend unb lebend^ Aufs glücklichste verbinden stch in Der Kleist» monographte WittvpS wissenschaftliche Forschung und ktzchterisches Darslellungsvermögen.

Datum: 12.12. 14.12. 12.12. 14.12.

S'/.Dtfch.KtteaSanl. 77,50 77,50 77,50 77,50

4* Dtlch. Rttchsanl. 86,50 85,« 84 60 86,40

3*/.Dtsch. ReichSanl. 102,- 106,- 105,- 106,-

4*, Preuh. KottsolS 76 ,- 75,26 74.75 74,60

Hamburg-Pafetf.. . 390. 381, 390, 395,

Rorddeuttcher Llohb 402,- 408,- 415,- 426, -

Eomm.u Privatbank ''20,- 320, 325,- 320,-

Darmstädter Bank . 305, 310, 305,- 310,-

Deutsche Bank . . . <70,- 470, 470, 495,-

DiSconto-Gesellschaft 405,- 405, 410,- 420 -

Dresdner Bank. . . 375, 359, 385,- 395,

Mitteld. Ereditbank. 300, 300, 300,- 305,-

Rattonalbank f. D . 290,- 300, ,300,- 310,

Boch.Guhstahlwerke 775,- 840,-

Bud.-Sisenw.-Akt.. 690,- 680,- 652,- 619,-

D.-Lußemb. Bergw.. 690, 740, 685, 735,

©elfenkirch Bergw. 721,- 760,- 70ü,- 790,-

Harpener Bergbau. 930,- 970,- 760,- 990,

Obettchl. Sifenb^B. 687,- 630,- 596,- 643,-

Ooerfchlef. Sifenind. 662 - 693,- 660,- 730,-

Phönif-Bergb.-Att. 930,- 950,- 935,- 997,-

Bad.Anilin-u. Soda 590, 590, 585, 610,

Höchster Farbwerke. 575, 576, 554, 573,-

Allg. Slettr.-Gef. . 655,- 670,- 637,- 687,-

Felten 5 Guilleaume ll>X),- 940,- 860,- »05, -

Hchuckett-Werke. . . 560,- 550, 500, 561,

Adlerwerke 603, 589, 580, 582,

Daimler 465,- 475,- 479,75 493,-

4'. Hest. StaatSanl. 75,- 75,25 76.-

Glectron ©tteSheim 650,- 675,- 700,- 710,-

Dtfche. Vereinsbank 520,- 242,-

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(3n einem Teil der Aullage wiederholt.) Französische Beurteilung

der Haltung Englands zur Moratoriumsfrage.

Paris, 14. Dez. (WTB.) Der französische Finanzsachverständige 6 beb f f o n hat einen Re- datteur Der »Chicago Tribüne in einem Jitter- View über die Haltung der englischen Regierung zum französischen Standpunkt tn der Moratoriums frage getagt: 3n London fei zum mindesten unter ben DrnkierS die Meinung verbreitet. Dah England au3 der kommerziellen und finanziellen 1£ieDcrbe-f!ehurg DeufchlandS größere Ttartctle zicven könne alS aus der 'Be­zahlung Der Kriegsschulden; und diese Meinungen hakten möglicherweise auch einige Verteidiger tn der gegenwart gen englischen Regirrung. Ader es iei sicher, datz die englischen Politiker beson­ders bemüht seien, jeden Konflikt mit Frankreich in bieler Frage zu vermeiden. DeShall» sei der Gedanke, für Deutschland ein Moratorium-» verlangen, niemals im Ernst gefabt worden

Pari-, 14 Dez iWTB) Zu der Reuter­note, die englische Regierung denke nicht daran, eine Revision des Abkommens vom 13. August hinsichtlich Der Verteilung der ersten von Deutschland gezahlten Goldmilliarde Der- zunehmen, schreibt Der »Petit Parisien". er habe gute Grunde zu der Annahme, datz diese Frage während Der Anwesenheit LoucheurS in London

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14. 13.12. 14.12.

Züttch Fr. 125.40 3,70 2,87

Amsterdam Fl. 59.20 1,45 1,55

Kopenhagen Kr. 88.80 2,85 3,

Prag Kr. 117 80 -,- 48,-

Stockholm Kr. 88.80 2,35 2,40

Wien Är. 117.80 -,- 3697,-

London Sh. 97.80 -,- 7,42

Patts Fr. 125.40 6,54 6,90

Reuhork $ 23-80 -.53 -.66

Züricher Devisenmarkt.

14.12. 15.12.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 Fl. = 187.- 187.-

Deutschland 100 'M = L85 2.90

Wien 100 Kr. = 0.20 0.20

Prag 100 Kr- - 6.10 6.20

Patt- 100 Fr. = 41.30 41.90

London 1 £ 21.50 21.60

Italien 100 2. = 23.50 23.90

Brüssel 100 Fr. 39.60 40.10

Budapest 100 Kr. 0.70 0.80

Aeuyork 100 J 516-- 516. -

Agram 100 Kr. 2.- 2.05

Warschau 100 Är. = 0,16 016

Weihuachts-Vüchertisch.

Honor4 de Balzac: Zesus Ehri- stus in Flandern. Der graphischen Bücher sechster Band. (Gustav Kiepeuheuers Verlag, Potsdam.) Mtt 12 Holzsch-tttten von Carl Rv'- fing. Datzac charakterisiett tn feiner Legende sehr lebenswahr das innere Leben unb Ver­hallen mannigfacher Typen während eines Stur­mes auf dem Meere und regt zu tiefem Rach- denken an.

Sterne über bir. Ein Sehnsuchtsbuch vom Frauentum von Helmuth M Böttcher. (Verlag von ©reiner L Pfeiffer, Stuttgart)

WilhelmIensen,Tage berHansa'. historische Srzädlung aus Dem 14.-16. Zahr- hundert (H Haessel. Verlag, Leipzig.) 3n drei Bänden (1- Dietwald Wemerkin, 2. Osmund Wemeking. 3. Dietwald Wemelen) schuf Zen- |<m wie Gustav Frey tag eine Art Ahnen-y Illis, in Dem leine Phantasiegewalt das Bild Dreier ()ahr- bunberte im allen Lübeck, WiSby, Bergen, Rvw- gorvd dar-ustellen vermochte.

Wilhelm Bode. Ohm Christians Verwandlungen. Heun heitere Erzählun­gen mtt 18 Bildern und Buchschmuck von Hans Friedrich (H. Haessel, Vertag Leipzig). - Der Weimarer Goethesorscher Wilhelm Bode schildert in gemütiüiefen Erzählungen in enger Anlehnung an persönliches Erlebnis Den Werdegang eines frischen ehrlichen Jungen von frühester Kindheit bis zur Verlobung.

Philipp Witkop, Heinrich von Kleist. (H. Haessel, VeNag, Leipzig) Philipp Wittvp lätzt aus dem Leden und Werk Heinrich von KleistS die überzeilliche und üderpersönliche Gestatt herauswachsen: Schaffen und Schicksal deS

geprüft worden sei. und datz diesem nicht ei» derartiges .Ron post'umuS" von Llohd George unb Sir Robert Horre entgegen getagt werde. 3n der City fasse man das Abkommen anders aut all die Reuternote. Man erhärt, datz Frankreich tn Anbetracht seiner Opfer und feiner materiellen Verluste eine weniger harte Behandlung verdiene, und Dah man Der öffentlichen Meinuna tn Frank­reich dadurch eine SynParhickundg^ bung gebe, datz man daS Abkommen vom 13 August alS ein einfaches Element des ReparationS- Problems betrachte, daS nicht bedeutender fei als die wittichaftliche Wiederherstellung *irr- paS Man solle sich allo über die Reuternvke nicht erregen und mit Vertrauen uni) Ruhe der Unterhaltung BriandS mit Lloyd George entgegensetzen, ohne sich oCau genauer Voraussagen über die Form zu überlassen, die ge- fu irden werde.

Harbing übet ben ©tfolg bet Washingtoner Konferenz.

PariS. 14 Dez (WTB.) Rach einer Mel­dung des .Rew Bork Hrrald" auS Washington nimmt Präsident Harbing an. datz inner­halb eines IahreS eine neue inter­nationale Konferenz ftattfinben werbe. Rach seiner Ansicht sei ber Erfolg Der gegen­wärtig tagenden Konferenz bebeutenb für zukünftige Zusammenkünfte. Das Blatt bezieht sich für biese Mittellungen auf Aeutzerungen im Weitzen Hause selbst. Die Frage einer besonderen wirtschaftlichen Kon­ferenz, fügt berRew Bork Heralb" hinzu, werbe im Laufe ber Abrüstungskonferenz nicht in Erwägung gezogen werben, wie aus derselben Quelle verlautet.

©ine englische Stimme ber Vernunft.

London. 14. Dez. (WTB.) 3m .Dalltz Ehronicle" tritt PolitikuS für bie Einberufuna einer europäischen Konferenz durch Llohd George unb Hrianb urfler Teilnahme Deutschlands und der übrigen vormals feind­lichen Staaten und Ruhlands ein, um bie Grund­lage für ein europäisch^ Hcl'creinfommen zu er­örtern. wie dies durch bie Washingtoner Konferenz für die pazifischen Fragen geschehen sei. PolitikuS schreibt, ber Friede Europas beruhe augenblicklich nicht auf Vereinbarungen, sondern auf Gewalt Man müsse Dereinbarunaen anstellen, der bis­herigen Methode ein Ende setzen unb sich einen Weg für den Frieden ober Abrüstung und den wirtschaftlichen Wiederaufbau ebnen 3n ber Re- parattvnsfrage mülle sich Deutschland verpsllchten, angemessene Reparationen zu zahlen. ES sei jedoch klar, datz DeutschlandnichtdaSzah- l en könne, was man erwartet habe oder waS der Vertrag von Versailles vorsehe Sine Regelung der Reparativnsfrage ist PolttikuS zu­folge sinnlos ebne gleichzeitige Regelung ber- stnngsfrage. Es habe keinen Wert. Milliarden von Deutschland zu bekommen, damtt Frankreich sie für fein Heer ober für ben Bau von Unterseebooten oerwende. Gs würbe baher ein wesentlicher teil jedes Ilebereinkommens in ber Reparationsfrage bedeuten, datz Frankreich unb bte anderen europä­ischen Mächte ihre Streitkräfte herabsetzten.

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