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Mittwoch, 14. Vczem'ver 1921

Lietzener Anzeiger (Gencral-Anzeiger für Gberhesfen)

Nr. 295 Zweites Blatt

Deutscher Reichstag.

148 Sitzung. najfaiuiag» 3 Uhr Berlin. 13.

2Ud brr Xageiorbnung stehen über 33 Deine Anfragen

L»f eine Thfragc bei ^georbnelen Adam D Bpt. über bie ®rünbe, die zur Begnadtgu-g oer dreimal «um Tode oeturtetilen Gebrüder le scher geführt haben weift ei» JUgterunge- , crtreler darauf hin fa'1 die Begnadigung durch btz zuständige preuhifche Staalsregterung er» i ol gi lei

3htt Anfrage der Abgeordneten Schirmer and Leicht (Bayr Hpt verlangt QUiltunll rb tye von der Presse verbreitete Aachrrch« auf Dahrhril farube, wonach von den Mitteln der <_'udendorsssrxnde nur 50 Millionen Marl bet ürlorge -ugefuhri worden seien und die reit» lichrn 100 Trillionen Marl für die sozialbemokra» »ilche Wahlpropaganda zur Rationalveriamm. lang verwendet worden seien. 2tcgtcrung*fehtg n tro diese Meldung als aus der Lust gegriffen !>.* sei ebnet Die Lude ndorff spende habe im gan»e.i 1flO Millionen Mark betragen, von denen 140 Millionen Mark den bestehenden 32 deutschen ^nuptfürsoraeftellen zur selbständigen Derwal» iung und Derwenbuna verblieben lind Stwa 40 Millionen Mark Beiträge von Armen und faÄ <3rgebnU der Heereslammlung wurden seiner» .'lt der unter Beran-worlang btt TiciJjAau«- 'chusfes der Kriegsbeichadigten und Äricgtblnter- bitebenen-S^dorge stehenden Zentrallarnmelstellr in Berlin überwiesen Don letzterem Betrage wurden 30 Millionen Mark den Hauplfüriorge- stellen der Länder und Provinzen überwiesen Der Ttefi von 10 Millionen Mark wirb als Reichsausgleichsfonds vom Reich ber

Kriegsbeschüdigten- ri' rge verwallet und ver- menbet. ®tn weiter onen

Mark wird als preussischer AuSglrichssond- ver­waltet.

Sine Anfrage der Frau Astg Lüders (Sem ) wegen ber Ausschreitungen ber farbigen und weiften Franzosen im belebten Gebiet und wegen ber unerträglichen Höhe ber Quartier­lasten. wird regierungsseitig dahingedend erwi­dert. daft eine Zusammenstellung über derartige Ausschreitungen ber französischen Regierung übermittelt worden ist. und daft über die Quartier- lasten in zahlreichen Fällen Erörterungen mit der Rhdnlandkommillion slattgefunben haben. Die Borstellungen gegen die Liebergriffe der Be- (atzungstruppen seien bisher erfolglos geblieben 3n einer Denkschrift habe die Regierung diese Fälle nur öffentlichen Kenntnis gebracht

Aus dne Anfrage ber beutichnationalen Ab­geordneten Philipp und Genossen wegen der Absicht, die sämtlichen Proviantämter des Reiche- an einen ÄoTtsem ab.su treten, wird von einem Regierungsvertreter erwidert, daft bei ber Ver­wertung der Proviantämter im einzelnen ein Teil unverwundbar bleiben würbe desh^-isb schweb­ten mir Zeit Herfa n bl u i gen mit einem Konsor­tium wegen der einheitlichen Verwertung sämt­licher Aemter.

Aus dne Anfrage des Abgeordneten von Schoch (Deutsche Dpt..) wegen der Entschädi­gung des am 8 Februar dieses Jahres in Mainz durch einen Marokkaner schwerverletzten Post- lekretärs scheel wird von Geheimrat Gras von 2 d e l m a n n erwidert, daft die Gntlchädigunqs- verband'.ungm noch schwebten und daft die be'll'che Regierung gebeten worden lei, Vorschüsse aus die zu erwartende Entschädigung zu gewähren

Aus eine Anfrage des Abgeordneten 5>r. 2 eifer «Deutsche Dpt.) wird realerung-feitig eriptberL eine pflegliche Fürsorae für den beut» 'chen fteldcnfricdbvf bei Belgrad durch bk deut­sche Gesandtschaft und die fugoslawiiche Regierung stehe in Aussicht

Aus eine Anfrage des Abgeordneten Soll» mann (C ). betreffend die Verurteilung einer aröfteren Arizahl ehemaliger Offiziere des 3n- santerie-Regimmts 56 durch daS Kriegsgericht der T Behörden in Xifan wegen a sicher Teilnahme an militärischen Dingen, dmd. bdreffenb die fetzt durch daS Berufuna-vedahren erhöht^' Strafen, erwidert ein Regierunqsvcr- treler. es handel« sich »ach deutschem Chni>fint:en bei dem Urteil um einen unglaublichen Fehlschlag. Tk Teilnahme ber Offiziere dzw der Verrinigun- gen. denen sie an gehörten, an militärischen Din­gen sei nicht erwiesen Ts handele sich lediglich um private Kundgebungen zweier Mitglieder in einer Rede bzw in dnem Zeitungsartikel, was die Besayu^gsdehdrden als die P^ege bei Tie- vanchegefankens also einer militärischen An» gdcgenbdt, 5cy4 ebnen

Auf eine Anfraoe des Ada Kaffer (voz ) betr Entschädigung Der hinterMt b'nen des von zwd Marokkanern ermordeten ÄeufmannÄ Burg- ntaim in Höchst erwidert ein Tkgteru ng-Vertreter, das Auswärtige Amt habe bereits im 3uli 1921 von bei sranzölilchen Regierung eine nambafie Ltntfchäbigur.g für die Hinterbliebenen gefordert Otnc Antwort der französischon Regierung ist ''vch nidit etngetraffen Flk eine vorläufige Unter- 'l änung ber Hinte rbliedenen des Ermordet en werde erforderlichenfalls Sorge getragen werden.

Auf eine Anfrage des Abg Schmid t-Stettin erwidert ein Regierung-Vertreter, die von der Reichsregierung zageiagte Gleichstellung der Pensionäre des Reiches mit denen Bayerns und PreuftcnS sollen mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 in Kraft treten.

Der Entwurf über Lenderuna der Dervrd- ming über Lohnpfändung, der die BfändungS- acenze der Lohnempfänger auf 8000 Mk. sestsetzt. wird in allen drei Lesungen angenommen, ebenio das Gesetz über Aendcrunq des Börlenge'eies und die Verordnung übet die Adgellung von An­sprüchen gegen das Reich. Der Snttourf wegen Abänderung des GewerbegerichtSaeletzeS und des ftesetzes über dir Zkaufmannsgericht? durch Zu- lassu.tg von Frauen zum passiven Wabirecht geht an den soztalpolltischen Ausschuft Das Gesetz über btc Aufhebung vorübergehender Zollers eich- rerungen gehr an den Zollausschuft.

Der Ge'etzentwurf über btc Entsendung von Betdedsratsmitgl edern in ben Aussicht-rat werd an den svzialp.-'litrfchen Ausschuft neid en

20>g. Molden Hauer (D Vpr.) scheldort die Demonstrationen radikaler CScnunte Speyer am 31 August und 8 September, die auf den Sturz der dayedschen D.'dörden abzief- ten und )um Sturm au* daS Rathaus and Re­gierung sgedäude führte" DaS Derdalbtn des franse fil-ten ÄrdÄbdcg erten ®eneraß> Ot Metz und ferner Offiziere lasse «kennen, daft biete Vor­fälle sich der wshlwvllenden Förderung der Zran-

9*ra «formten. Xebnrr tragt 2S4e will Nc Äe- iferxng uns gegen solche Ber gewalltgmngen schützen? Wtze enfl 1* bi? Bet: auHldnen über den einigen Stdrnrfded ii ümrapa. aber Smai- rdch?

Mdust« Köster: Bor emtgra Wochen hat uns ber fvantzästfche Borkarnpse: einer aftWee Politik. Barr es. geflogi über der. Mangel an ictbctDBft^rn und Ätmitmtietlubleit. Das Rvetn- lanb hat bide Komimiüriichtett am eigenen Leide tarnen gdcnrt Diellech: ist dis Zte! Briands oder des Herrn Xirarb. dne tontrnu»erliche Jtbem- landPollUk w treiben. VieNdcht 1kg: es in ihren Wunsche-!, aus den Rhein! tnd. rn em isoliertes Dvrwert zu machen, um tp»b>.-T wie d-ist über .nzelne unebbängige deutsche C au len dominieren zu können Die frrdijndlc tn brr Pfalz sind der Regierung bekannt Auch He stehl sie als Glieder in einer Kette von Dorkomnunsten an Gs lind hier iwdsellos «Hemmte am Derk. de.i flammen- halt der Piakz mit Bayern zu lodern Die Tran- zöfischen Bel.6rt«n haben sich sogar m l frmnui» nist Ischen Sl.menten eingelassen Sie nu-cn alles rächichtslos zum dge-c» l^ortril aus Di Ai- beiifddxift der Psalz hat Im allgrmeii en eine kühle Ruhe und fetie G tfchlossenhett gezdgt. So ist lie auch tm August für die 'Regierang ein» getreten, ohne daran zu denken, daft sie n<m einigen Elementen, die sich Kommunisten nannfn gegängelt wurde. Als bi* grafte Moste aber sah. um was es sich handelte, war sie Hart gemifl sich frei zu machen 3d) will keinen Haft säen zwischen unteren Arbeitern und einer frem­den Macht, aber ich möchte ihnen doch zu einer geur.bcn Dosis Mifttrauen raten Wir haben selbswcrständlich bei ber Rheinland- ommkission Drötest erhoben. Wir erkennen aern an. welche Mühe sich General de Metz gibt, nie Ar­beiterschast in ber Pfalz p.u einigen Aber das lieht doch fo aus. als ob alles im Jnlcreffe nicht der Arbeiter, sondern einer anderen Macht erfolgt Die Delegierten der Rhrinlanbkomm.'''ion i- den Deschäslsrerkehr »,:r * len zu vermitteln, sich aber jeder innerpolltischen Agitation zu enthalten, öbenfotneniq ist bat Ver­halten der Speyerer Besatzung zu billigen. Qlatür- lich soll daS Anrufen einer fremden Macht nur tm äussersten Falle erfolgen. Ader hier in diesem Falle hatte daS Rtchleingreifen der lranzöstschen Rhein- Politik Gründe Die Rheinlande befinden sich seil drd 3abren in schwerem Ringen Frankreich bat die Macht ber Bajonette und Sanktionen Wir haben nur unser Recht und die Treue unserer Bür­ger. Der französische Angdss auf die Rheinlande verzögert den Ausbau <8urob< und wird ibn dau­ernd bindern Rur eine deutsch-franzölische Ver­ständigung ist die Vorbedingung für dne Gesun­dung Europa-. Aber die französische Rheinland- politll schdnt dner entschwundenen Epoche anzu- gcböten Aufhören müsten die falschen Instruk­tionen an die Beamten, aufboren müssen die mili­tärischen Maftnabmen, aufboren die Schwarze Schmach. Erst dann können wir weitersehen Die Leiden aber, die die Rheinlande bis dahin er­tragen muffen, sollen Gemeingut des deutschen Volkes werden. Will Frankreich nicht, daft die Rhdnlande dn Bindeglied zur Versöhnung wer­den. dann wollen wir wenigstens dafür sorgen, daft fie ein Bollwerk Deutscher Kraft und deutscher Treue Mdben. (Bravo)

Abg. Ao ff mann - Kai'erslautcrn (S.) schildert die Vorkommnisse tn Speyer Die Ver­bindung der Kommunisten mit den Franzosen sei notorisch. Aber ebenso klar sei es daft die Kom­munisten in der Pfalz sich deshalb um jede An­hängerschaft gebracht hätten.. Dte bayeritche Rr» grtrung trage aber selber mit Schuld daran, weil lie der Forderung der Arbeiter auf 3ntfcrnjng der Fürstenbilder auS den Amtsräumen nicht entsprochen habe. Das fei al- eine Provokation empfunden worden. Unser Kampf darf nur na­tional. nlb« nationalistisch idn

- Ä ' mann- ftibirigftaen (Z ); 3n der Pfalz lotgen wir für die Wahrung des Deutschtums selbst. Wir fordern aber von der Regierung, daft sie endlich dnmal dafür sorgt, daft die mit den Mächten getroffenen Llbmachun- gen auch tatsächlich eingefallen werdeu.

Rächste Sitzung morgen nachmittag 2 Uhr Postgebühren, Kohlensteuer. Sinkornmenste ter and Deilerderatung. Schluft gegen Z Uhr

Kirche und Schule.

& Drvften-Bused, 13 Dez Mit dem Bau unseres neuen Schulhauses wurde be­reits vor dem Äriege begonnen.. Rachdem wäh­rend des Krieges die Arbeiten ruhten, ist jetzt der innere Ausbau so weit fortgeschritten, daft das Gebäude In Kürze In Benutzung genommen werden wird. Der stattliche Bau enthält vier Schulläle und tm Grdgeschoh dne Volksbade- dnrichtung.

W Liftberg. 13 Dez Unser Ortsgeistlicher, Pfarrer Lic Ctto Herpel, wurde zum 1. Jan. als Religion-- und Oberlehrer an die Höhere Mädchen- und Frauenschule nach Offenbach berufen. St war feil Herbst 1913 in unterem Städtchen tätig. 3m Kriege war er längere Zeit Feldaeisllicher in Metz und im Osten. Der Wunsch der Gemeinde gebt dahin, daft die P^arrd rnög- lichst bald wieder mit einem eigenen Pfarrer be­setzt wird Die Stelle soll vortäufig von dem Dachbargei st l ichen perwa llet werden

bg. Feldkrücken. 12. Dez Die hiesige Lehrer stelle ist nunmehr wieder endgültig besetzt worden. Sie wurde unterem seitherigen Schulvcrwalter. & Orth aus Frankfan a. M. übertragen. ----------

Turnen, Sport und Spiel.

Rü11 Zwei ter im Deuyorker Sechstagerennen Westmerster Walter R ü 11 hat auch in dem nunmehr beendeten Rcu- Dörfer Sechstagerennen geeeigt. daft er twch nichLs vvn feinem Äörmcn emgcbül*t bat Der Rhein­länder vertrat wiederum die deutschen Farben gegen schärfste auständitche Ärnfurrcni mir bestem Srfelge und belegte mit feinem amerikanischen Partrier 6 o b u r n unter 16 teilnehmenden Paa­ren den zweiten Platz Roch m der letzten Dacht gab es einen gewaltigen Dorstoft. bei dem nur Rüit-Soburn. Drv.co-Goullet und Lawrie-Tho­mas tn der Spitzengruppe verblieben. Dir aust.a- lisch-fraTtzösisch' Mannschaft Brocco-Gc-uUrt die in den letzten Wertungen an besten abschnitt, tiegte nach Zurücklegung von 39Z6374 Kilometer mit 1232 Punkten vor Rüll-äoburn <431 Punktet und den Amerikatvrn Lawrence-Thomas '331 Punkte». Eine Runde zurück endete bte bei- gi'che Mannschaft van Hevel-Buyfte auf dem vierten und zwei Runden zurück ra? Kempen- Deruyter ^Holland-Belgien) auf dem fünften Platz.

Madden-Mac Damara (Au» nfa- Australien). bte bu* tum letzten Tage an der Spitze lagen, »oben, zwei Runden zurüMfegeT-ch. kurz vor Schlaft auf.

Bon den btsher auagcTragerwr: 2'cuoc rfer Sechs tage rennen hat Rün drei gestalten

Rrrner. und »war 1907 mit bem Holländer Swl. 1909 mit dem Australier Llark unb 1912 mit dem Amerikaner Fogler Sein erstes Xerawn in Reu- Dorf tm Cfefae 1906 iah ihn als Dritten mit dem Anunkaner Mac Zuriand hinter Rool-Fvaler 1906 wurde er mit Stol ^netter hinter Mac Farland-Moran und 1910 belegte er mit 6 la rf ebenfalls den zweiten Platz hinter Motan-Root Das noch in aller ®mncrung befindliche Rennen tm März dieses Wahres sah ihn mit seinem Lands­mann Lorenz als Dritten hinter Egg-van Kempen und Brocco-Eoburn

Die Ausschreibung der Kunst- laufweltrncisterschaften vom 3nter- nationalen Sis!au*fengrrft in Amsterdam für 1922, ragen tixiren. wird jetzt befanntgegeben Die Weitbewerbr kommen im Rahmen der Rordifchen Spiele in den Tagen vom 4 bis 12. Februar auf der Sprntz-tJisbayn des Stockholmer Stadions zum Austrag Ver­teidiger find bei den Herren S Sandahi «Stock­holm i und bei den Damen Frl Opika v Merav- chervath <Budapest!, die die Meist'-rfchaflm 1914 gewannen Alle. Voraussicht nach wird der Ber­liner Schllttschub-FIub zu den Mdsterlchasten einige feiner Mitglieder entsenden

Wcihnachts-Vüchcrtisch.

Defoes Robinson 6rufoe ist tn einet unserem heutigen Deutsch angemessenen Uebcifebung (nach dem Urtert) von Hans Rei­siger tn Franz Hansstaengls Verlag in München neu erschienen. (Mit 60 Zeichnungen von Ernst Penzoldt ) Der llebersetzer betont in einem Rach- wort ganz mit Recht, daft die Idee der lebens­länglichen Vereinsamung eines Menschen und sei- furückversetzung in Urzustände gerade heute wieder die Gemüter sesteln nx-ibe .

gestattete Buch, über die verstümmelten 3ugenb- aubgaben weit hinausiagend. den moralischen Ab­sichten des allen Ddoe restlos folgend, ist ein aus­gezeichnete- Gdchenkwerk für 3ung und Alt.

ft a n n 0 Gunther. Buttbct in uns Sin Buch vorn* menschlichen Körper für jedermann Mil Beiträgen von Dr H Dekker. Dr. Fr Kahn. Dr. A. Koelsch und Pros. Dr T. Schleich - 384 Seiten gr 8° mit zahlreichen Abbildungen und 16 Tafeln. 1921. Leipzig. Rascher <& Tie. Sin B.-ch von uns selbst, das uns den Innern Dau und die Tätigkeit unseres Körpers erschlieftl. Dinge und Vorgänge, die für vielzuviele noch unbekannte Wunder find! Unb zwar ein Duch, das nicht in ber Sprache der Lehrbücher und Leitfäden geschrieben ist. vielmehr fesselnd, unterhaltend, geistreich, jedem verständlich und trotzdem bis zu den neuesten wissenschafllichen Aufsaffungen und Tnideckungen fübrenb Dazu reich illustriert und auch in den Bildern zum Teil ganz neue Wege gehend

Heini. Wölsslin, Kunstgeschicht­liche Grundbegriffe. 5. Aufl. (Verlag von Hugo Bruckmann. München.) Wer sich mit ber neueren Kunstforschung beschäftigt, wirb eine Fülle von Anregungen schöpfen aus diesem Buche Wölfs- lins, dessen Zweck unb Bedeutung er selbst meister­lich in seinem Vorwort darlegt und gegen Mift- Verständnisse verteidigt. Der 2Iuh>r verfolgt durch­aus lebendig anschauliche Ziele, bricht etwa un­fruchtbares Theoretisieren Wölfflin geht dem Problem der Stilentwicllung mit ber Gründlichkeit und dem Trkenntnisreichtur.i des erfahrenen Histo­rikers nach, und feine Untersuchungen, die mH zahl­reichen Abbildungen veranschaulicht werden, bieten bem Kunstfreunde eine absolut reine Quelle des Genusses und der Belehrung

Grotescher W e i h n a ch t S - 2 l m a nach 1921 Ollav. 80 Seiten. Mit 8 Doll- bildern (G. Grotesche Verlag-buchhandlung, Berlin.) Die Verleger-Almanache sind In den letzten Jahren sehr beliebt geworden, da lie in knapper Form über Art unb Ziele ber Verlage Auskunft tvben und m.r:'.ch' anziehende Proben ber in den Verlagen vereinigten Schrift­werke barbicten. Der Grotesche Almanach gehört zu den ältesten Unternehmungen dieser Art und hat sich auch in dieser - Adventszdt wieder pünktlich eingestellt. Das Bändchen entfalt Er­zählungen unb Aufsätze von Heinrich Federer, Gustav Frenlsen, Ludwig Ganghoser, Qvseph von Lausf, S> W Seidel. Th-rador Fontane. Ernst von Wildenbruch u. a. Bildnisse und Crtluftra-

Deutscher Ausstieg Worte für Deudeutlchlands Jugend von FriÄrich Lienhard. Ausgewählt und dngeldtd von Dr. Paul Bülow. ^Verlag von ®reiner 1 Pfdfser. Stuttgart ) DaS Büchlein bringt neben dnem kurzen Lebens- abrih des Dichters Auszüge au- seinen Werken unb aus einigen in Zeitschriften erschienenen Beiträgen

Friedrich Lienhard. Wer zu­letzt lacht Sin Schloftidyll. (Ver­lag von Greiner L Pfeiffer. 5a'.tgart) Sine le­bendige. heiter gestimmte G<scht<fae. die den Zu- lammenstoft zwischen einem lauten luftigen Schloft- farrn und einem stillen, strengen Pfarrer be- handelt, wobei aber am versöhnlichen Ende eigent- lich weder dieser noch jener .zuletzt lacht", son­dern dn feines und reifes drittes Paar, das bie Zügel in die Hand nimmt Die lebhafte Handlung ist burchllungen von Fragen der un­mittelbaren Gegenwan

G. A W. Schlipköter. Das Buch der Mutter Ern Wegwrifer zur Grziebung, Bildung und Unterfaltung u uferet Kleinen Band II: Für die Sechs» bis Zehnjährigen. 320 Selten (P. (Agentur des Rauhen Hauses, Ham­burg 26. i ----------

Handel.

Derhaitdltmgen der Reichsbavk mit der Dicderländrschen Bank.

Berlin. 13. De^ Die ^Vost'.fche Zritung" r eibet, der Präsident der Rrichsbank Havenftrin und Gehdmrat Äaufhnmm verhandelten auf der Rückreise von London autf. mit t-en Präsidenten ber D.ederländllchen Bank Mstering. über die 5*hing eines Kontos der Rrichsbank bri der - .eberländischen Dank. Die Verhandlungen find roch nicht abgeschlossen, werden jefach voraussicht­lich zum Erfolg fuhren.

»

Berlin, 12. Sca. (DTB.) Die Grvh- hanbel6tnbcf gif fer des ftariftifefan Reichs«ntts ist von 2460 tm Durchschnitt des Monats Oktober auf 3416 oder um 38,9 v. H.

gtfr.cccr 3m Durck»'cftni:i des Monat» Rv- Demi*, uderfchrilt fie das Kataftropdennipoau

vom Februar 1920 tn allen Waren gruppe« veil Gegenüber dem Vormonat fliegen öe« kreide unb Kartoffeln von 2380 auf 3197, Fleisch. Fische und Fette von 2325 auf 3154, Kolonialwaren von 3099 auf 4923, landwirt­

schaftliche Erzeugnisse und Lefansnüttel zu- ammen von 2417 auf 3308, ferner Häute und Leder von 4539 auf 6077. Textilien von 4176 auf 6518, Metalle von 2965 auf 5123. Kohle und Stsen von 1385 auf 2380. Robustriestvffe zusammen von 2539 auf 3618. Die vorwiegend im 3nlanh er-eur.len Waren (SSdretbe, Kar­toffeln, Fleisch, Zische. Fette. RoMc und Gisen) stiegen von 2235 auf ^>67. die vorwiegend an­dern 21'asland eingefühnen Waren von 3585 auf 5662. Der Dollar stieg tm Durchschnitt des Monats Rovember gegenüber dem Oktober in Berlin um 75.1 v. ch. 3bm kommen bte Otn- fudrmengen mit einer Pretssieiacruna von 57.9 v. >Y gleich, während sich das Preis­niveau der Inlandswaren gleichzeitig unt 32,8 v. H. hob

Frankfurt a.M. 14 Dezember.

Berliner Devisenmarkt. Seid Brief ^db Brief

Datum: 12 Dez 13. Dez.

Amstcrdam.Rotterd 614a,R5 6l53,li 671S.26 6731,78 Brüffel-Antwerpen 1268.70 1271,30 147:1,50 1476 60 Shnftiania 2c07,45 261 V*-» 283?,5 2637,4 Kopenhagen R16',Hi 3166,20 362',33 36X,65 Stockholm 4)7ü,'X) 407t# 10 4625,46 4834,6$ i

Stallen 769,20 760,HO M^IO 889,90 London 68»,3 ' 690,70 ? i4,'.D 7 '5,80 Oleuyvrk 168,33 165,66 188,81 IM,11 Paris 1313,651136, 5 151^,4515 ,1/5 Schweiz 3246,76 >25.'.25 3 ' ,53 ,

Spanien -, - 287?flC2877,90

Wien (altes) ....

Deutsch-Oesterr.. . . 6,48 6/2 6.78 6/2

Prag 202,75 203,25 2 ,78 227,28

Budapest 23,72 .'3,78 28.47 2 ,51

Buenos Aires . . . 51,40 5I/O 67,40 62,60

Dulgarien Zfenstantlnopel ...

Marknotierungen.

Für 100 beutsche Mark würben gezahlt: Datum 17 11 1212 1' 11

Zürich St. 125 40 3,45 2/0

Amsterdam Fl. 59 20 1,69 1,45

Kopenhagen Kr 88 80 3,30 2.88

..........Sri. 117 80 olm Kr 88 80 2,40 135

Wien Är. 117.80 L'onbon Sh 97 80

Pari« Fr 125 40 7,- 6,54

Acuyork........I 2180 -.60 -.53

Züricher Devisenmarkt.

13. 12. 14.11

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 All = 18 .25 187,-.

Deutschland 100 Mk- = 3.15 235

Wien 100 Kr. =* 0.20 0.29

Prag 100 Kr- =- 6.40 6.10

Paris 100 Fr. 42 76 41.30

London 1 4 11.70 21.50

Stallen 100 L. - 24 - 23.50

Brüssel 100 Fr. - 40.80 3M0

Budapest 100 Kr -= 0.70 0.70

7(euhork 100 $ = 515.50 616.-

Agram 100 Kr. = 2.10 2.-

Warfchau 100 Kr = 0,17 0,16

(3n einem Teil ber Aullage wiederholt.) Die Frage be< Moratoriums für Deutsch land

London, 13. Dez (WTB ) Die .Morning« post" erfährt: Obgleich RaIhenau von Lon­don keinerlei Vorschläge über irgend ein Heber- einkommen mitgenommen faste, bestehe alle Au-- sicht dafür, bah die Alliierten dnen Plan ent­werfen werden, ber ber tatsächlichen Leistung-» fäbigfeit Deutschlanbs Rechnung trage 3n gewis­sen amtlichen Kreisen herrsche die Anftcht, fast die geplante Erleichierang für Dcutlchland it» Gestalt eines Moratorium - festgesetzt werde, in dem Sinne, wie dieses Wort im allgemeinen verstanden werde

Die Zusammenkunft -wischen Brianb und Lloyd George.

London, 13. Dez (WTB.) .Morningpost* brrtchtet. Driand habe feine Ankunft in Lvn» dvn auf nächste Woche festgesetzt Heber den Zeitpunkt seiner Rückkehr ist noch nichts beschlossen worden, da Briartd und Lloyd George die Wirt­schaftslage der Weit unter besonderer Berück» 'ichtigung der Lage Deutschlands erschöpfend er» örtern wollen

Die französisch-italienischen Zwischenfälle.

Paris. 12. D«^ (Havas) Sine Havas note besagt, fast ber italienische 2utzr.i- minifler der sranzö st scheu Regierung mUgtieCt fade, fast btt infolge ber fetndllchen Demvnftra- itoncn inTurin geforderte Genugtuung ge­währt worden fei unb daft alle wünschenswerten Wiedergutmachungen geletftet würben. Dem fran­zösischen Konsul in Turin fei das 'fabauern aus- gesprvchen und das von ben Mainseslanten ent- ernte Konsulat-schild in fderiicher Weife an Ort und Stelle gebracht worden. Jümn Schul­dige feien unter Anklage gestellt worden Di» maitritL'en Schäden des Konsulat- würben ver­gütet werden unb gegen das Blatt .La Fiamme" sei wegen eines beleibtgtnfan Artikels Straf­verfolgung etngeldlet. Die fafIagen£HKrten Zwi- fchenlälle feien fo in feeunblchchtlicher Weile zwi­schen ben beiden Regierungen geregelt worden

Gasvergiftung.

rm. Mainz, 13. Dez. 3ra hiesigen Männer- farm wurden heute früh 7Psrfcnen an Cbatoer» giftur.g erstickt aufgriunben. Einige von ihnen ftn6 Mitglieder ber 5>ci[fcjr-.rec. W'ederbelebuirgs- veriuche hatten fernen Erfolg.

Husten u.Heiserkeit