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Dnid und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei K Lange. Schnftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulftraße 1.
die Abrüstun
der
12. Juli. (WTD ) Den „Mün.
München
chener Neuesten Nachrichten" zufolge findet in dal die E tscheMungen der Mr t l igu g - den nächsten Tagen die Gründung einer Aktien- durch Ben s ng aufgehoben und rev.drerl v- . g e l e l l s ch a s t statt, die den Ausbau der Groh- können. Ebenso mutz das Ar-ungS- tnnfferftraße Rhein—Main — Donau ordnungswelen reformiert werden B iott ® durchführen wird. Die bayerische Regierung legte I und Gewerbesteuer darf Die Dauhutte kein
endgültigen Frankreich
u r es
Präsident Harding gesandt worden seien. Diese amerikanische Initiative sei eine direkte Folge der Dominionskonferenz. Eine günstige Antwort sei schon von China eingetroffen. Lloyd George glaubt zu wissen, daß Japans Antwort ebenfalls günstig ausfallen werde. Das britische Reich begrübe die Konferenz sehr lebhaft und werde sein bestes tun. um den liberalen Geist, der sie inspiriert habe, zu fördern.
so dürfen wir doch auch China nicht vergessen. Was die Bereinigten Staaten betrifft.
Aeußerungen des Reichskanzlers Dr. Wirth.
Kreditvperationen der Reichsbank.
Berlin, 1. Juli. (Wolff.) Die Reichsbank teilt uns mit. daß es ihr gelungen ist, durch Vermittlung des Hauses Medeslohn u. Co. in Amsterdam sich einen Kredit von 150 Millionen Goldmark zu b-schiffen, und dal Derhandlun en über weitere Kredite gl icher Art schweben. Die von der Regierung getroffenen Maßnahmen werden durch di.se Kre itoperct oren ergänzt, |d "baß die Erfüllung der am 31 August fälligen Revarationsvervflicht mge' als gesichert anzusehen ist. Wei ere Re^xirations a luncei sind alsdann während des Jahres 1921 in Devisen nicht mehr zu leisten.
orge gesagt, oay Emtaoungen an sranrreicy, Großbritannien, Italien, Japan und China von
Sicherheit führen werde, auf die Anrecht habe.
Jahren einen treuen "Bundesgenossen. Vieles Bündnis war nicht nur uns, sondern auch der Sache des Friedens im fernen Osten von grobem Nutzen. China ist ein sehr grobes Land mit einer glänzenden Zukunft. Wenn wir unsere Interessen auch in erster Linie berücksichtigen müssen.
Aus dem Reiche.
Der Rhein - Main - Donau - Kanal.
aus diese Weise z
Die Verhandlungen in der französischen Kammer.
Paris, 12. Juli. (Wolff.) Bn der Beratung über den Trianonvertrag stellte der Berichterstatter fest, es sei ganz unmöglich, bei den Staaten zweiten Ranges die Bestrafung der Schuldigen durchzusehen, wenn Deutschland fort-
Paris, 12. 3uri (WTB.) R-ne Gaur et, ___ Sonderberichterstatter Des „Oeuvre", hatte eine Unterredung mit dem Reichskanzler Dr. Wirth, der ihm sagte, da Deutschland sozusagen keine ausländischen Werte und keine intematio-
Weltfrieden herbeiführen und
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fciffctner Anzeiger
der 'Dienstagsbeilage zpert-Umfchau- er. Leint täglich, anher Sonn- und Feiertags. M,,atlicheve;na«vre'fe: Vork 5. - einschließlich xrSgerlohn, durch die «ost bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Fer niprech -Anschlüsse: für die Schrift leitung 112; für Druckerei, Verlag und Ge«chafisstelle 51. Anschrift für Drahtnach. rid)tfn: Aineiaer Ziehen.
poßscheSkonlo:
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fahren könne, der Welt ein Theaterspiel vorzu- spielen. Ministerpräsident Briand erklärte, das Kabinett Wirth stehe zwar auf schwachen Füben., - ------- ----------
aber nichts deute darauf hin, datz es sich seinen so sind wir heute wie gestern fest überzeugt, dab Verpflichtungen zu entziehen suche. Die Kontroll-1 unsere idealen Zwecke mit den ihrigen eng ver-
Eine Rede Lloyd Georges.
London. 11. Juli. Heute hat Lloyd George im Unterbaute auf mehrere Anfragen geantwortet und wichtige Aeuberungen gemacht: über die Unterhandlungen zwischen General Harrington und Kemal sagte er, dah die Nachrichten nicht erfreulich seien, doch lei ein Angriff der Kemal'sten gegen d e ncutrcle 3one nicht zu befürchten Ueber die o b e r sch l e s i s ch e Frage sagte der Premierminister, dah diese wahrscheinlich in der nächsten Sitzung des Obersten Rates geregelt werden würde. Unterstaatssekretär Harmsworth bestätigte, dab unter den Persönlichkeiten, die unter dem Verdacht einer Verschwörung gegen das Geben Sir Harringtons verda tet sind, sich cln Mitglied der russischen Handel d legat.on befindet. Gloyd George machte endlich folgende Er- llärung über die Erneuerung des Dünd- nifses mit Japan:
Wir sind bei unseren Beschlüssen in der Domrnlons-Konte enzvon drei Haurtgedanken geleitet worden. In Japan haben wir seit 20
Mittwoch, (3. Zull 1921 Hnmipnu von Anzeigen für die lagesnummer bi« 5um Nachmittag vorher ' ohne jede Verbindlichkeit. Preis für I mm höhe für Anzeigen v 34 mm "Brette örtlich 40 Vf, auswärts 50 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite 180Pl Bei Platz.
konnnission hätte bedeutende Fortschritte in der Entwaffnung feststelken können. Er, Briand, glaube nicht, dab die von den Richtern in G e i p - zig gefällten UrteilSsprüche den Wünschen des deutschen Bolkes cnt präsiei. Deutschland sei selbst seines Glückes Schmied und werde für seine Handlungen einsteben und bezahlen müssen. Weiter erklärte Briand, der Vertrag von Trianon gebe Ungarn jede Gebensmöglichkeit, wenn es darangehen werde, ein normales Geben zu organisieren. Vriand befürwortete sodann einen Zusammenschluh der Staaten in Mitteleuropa gemäß dem Plan der Tschechoslowakei und der Klemen Entente.
Die Kammer nahm die Kredite für Syrien und ©lllclen an. Das Amendement der Sozialdemokraten, die Kredite um 100 Mill, herabzusehen, wurde mit 438 gegen 140 Stimmen ab- gelehnt.
Der Konferenzvorschlag . Hardings.
Die Konferenz in Washington, die der Präsident der Vereinigten Staaten den großen Ententemächten vorschlug, wird zustande kommen. England stimmt, tote aus der Rede Gloyd Georges, die wir heute mitteilen, hervorgeht, bereitwillig zu. ES handelt sich in der Hauptsache um die Machtfragen am Stillen Ozean, wo zwischen Amerika und Japan seit langer Zeit sich bedeutsame und ge- fährllche Ee ensähe entwickelt ha.ei. Die Vormachtstellung in China gehört besonders zu diesen Streitfragen. England steht vor einer Erneuerung des Bündnisses mit Japan, das fett 20 Jahren in Kraft ist, und die neue Gage, die der Weltkrieg geschaffen hat, erfordert auch eine Regelung der Fragen des fernen Ostens. England freut sich darauf, zwischen Amerika und Japan das entscheidende Zünglein an der Wage spielen zu lassen und hofft, auf diese Weise seine Vormachtstellung zu stärken. Harding wünscht jedoch ein offenes Programm, eiten klar zu überblickenden Weg. Darum schlägt er die Konferenz vor, die entscheidend sein wird auch für die künftigen englisch-amerikanischen Beziehungen.
Im Spiel um die Macht erscheint auch das von Harding eingeladene Frankreich, un$ man erkennt an der neuesten Kammerrede Briands, tote sehr er die Gelegenheit begrüßt, in Washington den französischen Einfluß nach dieser oder jener Richtung in die Wagschale zu werfen. Natürlich wird die Pariser Politik Gegenleistungen verlangen, und man kann sich denken, daß dabei auch wieder die deutschen Interessen verschachert werden. Die Macht wird eben einmal wieder das Recht zurückdrängen und verdunkeln.
Aus dem besetzten Gebiet.
Ein neuer UeberfaH.
fpd. Wiesbaden, 12. Juli. 3m Fennekbachtal wurde abends ein In den 30er Jahren stehendes Mädchen von zwei französischen Soldaten überfallen und so schwer mlh- handelt, dah es sich in ärztliche Behänd- lang begeben mußte. Auf die Hilferufe herbei- ellendeSpaziergänger konnten leider dieAebel- täter nicht festnehmen. Arff Anzeige hin der- folgt die französische Behörde die Angelegenleit.
Hessische Volkskammer.
102. Sitzung. .
8t. Darrnstadt 12. Juli.
2lrn Regierungstlsch: Staatspräsid. Ulrich, Finanzminister Henrich und Regterungskom. ""^Präsident Adelung eröffnet die Sitzuna um 9.40 Uhr. Es wird in die Ve ung des Staatsvoranschlags bei Kapitel 11. L a n d e s« Arbeits- und Wirtschaftsamt fortge»
bereits dem Gandtag einen Gesetzentwurf vor, durch den sie ermächtigt werden soll, einen entsprechenden A teil der 21 Alen zu übernehmen. 3m HaushaltungsauSschuß werde auch der Entwurf eines mit dem Reiche abzuschließenden Staatsvertrages erörtert werden. An dem Kapital des Unternehmens solle daS Reich mit 45 Proz.. Bayern mit 26 Proz. beteiligt werden, während die übrigen 29 Pro;, von sonstigen Interessenten, u. a. von verschiedenen rheinischen Städten, übernommen werden sollen.
Die Diäten im preußischen Landtag.
Berlin, 12. Juli. Die Abgeordneten deS preußischenGandtagS wollen dem Beispiele der Reichstagsabgeordneten folgen und ihre Diätenerhöhen. Die Parteien halten heute der „Kreuzzeitung" zufolge eine interne Besprechung' ab und wollen einen dahingehenden Antrag noch diese Woche verabschieden. Begründet wird die Diätenerhöhung mit den steigenden Hotel» und Reisekosten.
Verlobung des Reichskanzlers?
Wie dem .Karlsruher Rcsidenzanzelger" von parlamentarischer Seite mitg:t ilt w rd hat sich Reichskanzler Dr. Wirth mit der Tochter des Freiburger Holzgroßhändlers und Fabrilanten Kommerzienrat Htmmelsbach verlobt.
Ein Einbruch bei Adolf Hoffmann.
Berlin. 12. Juli. (WTB ) 3n der Stadtwohnung des in seinem Gandhause weilenden RcichstagZabgevrdneten Adolf Hoffmann wurde ein Einbruch verübt. Es wurden Klei- dungs- und Wäschestücke sowie Schmuckfachen Im Werte von annähernd 700 000 Mark geraubt. Die Täter wurden anscheinend gestört, da sie noch viele Wertsachen zurückließen. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß es sich um einen Racheakt handelt.
^^Abg. Knoll (Zentr.) betont die Wichtig« text der sozialen Fürsorge für die Arbeitnehmer Die Erfüllung der Ententeforderungen wird gerade für unsere Arbeitnehmerschaft von weit- tragender Bedeutung sein. Hier muß für Verhütung von Härten und Angerechtigkeiten gesorgt werden. Eine weitere Aufgabe für dieses Amt ist die Wohnungsbeschafsung. Die Arbeit der Mieteinigungsämter hat in lehter Zelt auf beiden Seiten ein weitgehendes Mißtrauen hervorgerufen, and die nächste Aufgabe des Gandes-Arbeits- und Wirtschaftsamtes wird die Schaffung von Richtlinien fein. Auch der gemeinnützigen Rechtspflege muß mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wir fordern ferner Maßnahmen, das Handwerk wieder mit allen Mitteln zu heben. Es sind in letzter Zelt Ver« aebungen im Werte von Millionen erfolgt, wobei das Handwerk vollständig übergangen wurde. Redner tritt sodann für paritätische Vertretung der Arbeitnehmeroraani a Ionen beim Gandcs-Ar- beits- und Wirtschaflsamt ein. 3m weiteren Verlaus seiner Ausführungen wird der Redner mehrfach von der Ginken unterbrochen, als er für die christlichen Gewerkschaften eintritt und es scharf kritisiert, daß diese zweite große wirt- schastliche Organisation von den sozialdemokratischen Gewerkschaften so scharf bekämpft wird. Es wäre doch das "Naheliegende, daß die beiden Organisationen sich nicht bekämpfen, sondern zusammenarbeiten. Vor allem muß.en Vertreter der christlichen Gewerkschaften mit in das Gandes- Arbests- und Wirtschaftsamt einbezoyen werden.
Abg. Sarnes (Dem): Auch wir finb mit der Zusammensetzung des Gandes-Alb iti- und Wirtschastsamtes nicht einverstanden, weil die Pa- rität nicht gewahrt ist. Herrschend 'ind arsschliev- lich so i Demokratische G w.>-kscha tse emrnte. «Widerspruch links.) Vei dem wichtigen Arbeiter- schuhgcsetz hat kein Unternehmer mitgew.rkt. 3n Wölfersheim hat man klar geleei. biß die Bestimm mgrn der Anfallve hü ungsvo f hnff überhaupt nicht durchgeführt wrr)en könne. Die Verordnung it berrra ei „8 limmergsitcb'Kt , daß sie sich dauernd widerspricht und zum grpen Teil undurchführbar ist. Die Zahl der A.beus- losen kann nur vermindert werden, wenn die Vau- täncteit g h brn w r). Ti Miet ii g ngSam er sind d i gend refo mbebürt g Vi b antrogen, daß die E tscheidungen der Mi t i igu gs mtex
gramms der Zahlung in natura werden im Gaufe der Besprechungen, die zwischen den beiderseitigen Sachverständigen fortgesetzt werden und einen günstigen Verlauf zu nehmen scheinen, festgestellt. Diese Besprechung begann gestern sofort nach Schluß der Vollsitzung, die bis 5'/-, Ahr dauerte. Nach einer weiteren Havasmeldung sollen die deutschen Sachverständigen den Wunsch der Der- Itner Regierung zum Ausdruck gebracht haben, rasch zu einer Regelung der Frage der Gleferun- gen in natura zu kommen. Goucheur habe erklärt, daß er dielen Standpunkt teile, daß aber die neuen Vorschläge, die Rathenau nach Paris habe überbringen lassen, erst in ihrer Tragweite geprüft werden müßten durch die Sachverständigen, die sich darin teilen und sich direkt mit den deutschen Sachverständigen in Verbindung setzen würden. — Eine Vollversammlung wird voraussichtlich am Mittwoch vormittag stattfinden und es ist, nach Havas, wahrscheinlich, baß man alsdann in der Gage fein wird, die bei dieser Besprechung erzielten Ergebnisse zu werten.
Aus Oberschlefien.
Ratibor, 12. Juli. (WTB.) Bei Reu- Hof (Kreis Ratibor) fand gegen 4 Ahr früh ein Gefecht der Polen mit der deutschen Ortstoehr statt, wobei fünf Polen erschossen wurden. Rach Meldungen von Flüchtlingen sollen die Ortschaften Olsau, Obrau und Buckau nachts von den Insurgenten besetzt werden. Soeben sind gegen 200 Flüchtlinge aus Orzosche, Nikolai, Pleß und Czer- wionka einqetroffen, die infolge deS polnischen Terrors flüchteten.
Die Leipziger Prozesie.
Zwei Marineoffiziere des Mordes angeklagt.
Geipzig, 12. Juli. (Wolff.) Unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Dr. Schmidt begann der Reichsgerichtsprvzeß gegen die Oberleutnants zur See Ludwig Dithmar und John Boldt. Der Lberreich^anwalt erhob Anklage wegen vorsätzlichen Mordes mit der Begründung, daß sie gemeinsam mit dem Führer des A-Bootes 86, Kapilänleutnant Patzig, nach Versenkung des Lazarettschiffes „Glan- dovery Castle" die in die Rettungsboote aufgenommenen Schiffsbrüchigen vöckerrechtswidrig beschießen ließen, um die Zeugen der völkerrechtswidrigen Versenkung des Lazarettschiffes zu beseitigen. Der Angeklagte Dithmar verwciiert die Aussage gemäß einem Versprechen gegenüber dem Kapitänleutnant Patzig. Doldt äußert sich allgemein über die äußeren Amstände. Patzig habe sich in der Wahl seiner Mittel bergriffen. Öfter er habe den heiligen Willen gehabt, die Hungerblockade zu sprengen und Deutschland zum Siege zu führen.
Die Haltung Englands.
London, 12. Juli. (Wolff.) 3m Unterbaute fragte Dottomleh die Regierung, ob Frankreich sich von den Leipziger Prozessen ohne jede Fühlungnahme mit der britischen Regierung zurückgezogen habe, und ob England nicht dasselbe tun tonne. Der Generalstaatsanwalt erwiderte was auch immer Frankreich in dieser Angelegenheit getan habe, habe es ohne irgendeine Fühlungnahme getan. Er selbst fei nicht unterrichtet, ob eine Zurückziehung erwogen werde oder durchgeführt worden fei-
nalen Zahlungsmittel mehr besitze, könne es nur durch Lieferungen und Arbeit bezahlen. Es sei notwendig, daß die Produktion sich auf ein größtmöglichstes Ergebnis organisiere. Die große Masse des deutschen Volkes habe auf alle Abenteuer verzichtet und wünsche nichts anderes, als in Frieden zu arbeiten. Das deutsche Volk habe den Weg zur Demokratie gefunden, und in diesem Geiste begebe es sich an das Werk der Reparationen. Deutschland habe die wirtschaftliche und politische Anterstützung des Auslandes, besonders aber Frankreichs, notwendig, um seine Verpflichtungen zu erfüllen. Es wäre eine wesentliche Anterstützung für Deutschland, wenn vor allem der Haß verschwinden würde. Der Reichskanzler trat lebhaft für die Aufhebung der ^Sanktionen" ein. Auch das oberschlesische Problem bedeute eine große Gefahr für die deutsche Demokratie. Eine Entscheidung, die dem demokratischen Geist und dem Selbst- bestimmung^recht der Völker entgegengefeßt wäre, müßte tödlich sein für den Geist, der heute das deutsche Volk beseele und darauf ausgehe, das Ultimatum zu erfüllen.
Vorschrift20 „Aufschlag. Haupischrisileiter Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigente,!: Hans Beck, sämtlich in Gießen.
Was für die QI 6 r ü ft u n g der Völker, die ja in zweiter Linie ebenfalls auf dem Programm HardingS steht, auf der Konferenz herauskommen wird, kann man sich nach dem diplomatischen, beinahe ironisch anmutenden Redespiel deS französischen Präsidenten ungefähr denken. Er ist der Qlbrüstung, wie er sagt, „heiß ergeben". Olber nur dann, wenn vorher Deutschland zur Sicherung Frankreichs vollständig abgeschlachtet wirdl
ES ist am besten, wenn die deutsche Politik gar nicht auf die angekündigte Konferenz wartet und hofft, sondern ihren Weg so einschlägt, daß auch s t e wieder zu einem kleinen Bestand an nationalem Ansehen, um nicht zu sagen an Macht, gelangt 1
Briand Über btt geplante Washingtoner Konferenz.
Paris, 12. Juli. (WTV.) Die französische Regierung hat die Einladung der amerikanischen Regierung zu einer Konferenz in Washington aig nommen und Ministerpräsident Vriand hat davon der Kammer und dem Senat Mitteilung gemacht. Er erklärte in der Kammer, er glaube sich zum Wortführer der ganzen Kammer zu machen, wenn er dem Staatschef danke, der diese edle Initiative ergriffen habe. Präsident Harding habe den pazifistischen Gefühlen, die Frankreich gezeigt habe, Anerkennung gezollt dadurch, daß er bei der Einladung sofort an Frankreich gedacht habe. Die französische Regierung habe sich beeilt, die Einladung anzunehmen, da sie darin die Möglichkeit sah- an einem Aebereinkommen teilzunehmen. das den Stillen Ozean betreffen werde und das Frankreich nicht gleichgültig fein könne, da auch Frankreich dort große Interessen zu vertreten habe. Frankreich habe auch in der Konferenz die Möglichkeit, noch einmal zu beweisen, daß es der Friedenssache heiß ergeben fei. für die es fo viele Opfer gebracht habe. Frankreich gehe zur Konferenz ohne Hinter- Sedanken und es fei besonders erfreut, daß diese !onserenz unter dem Vorsitz des Präsidenten Harding stattfinde. Frankreich werde jedes Mittel versuchen, das geeignet erscheine, die Rüstungen zu beschränken und die ungeheueren Gaften zu vermindern, die auf allen Völkern ruben, allerdings unter Wahrung aller Momente, b i e für feine nationale Sicherheit notwendig seien. Vielleicht finde man auch ein von allen Völkern begrüßtes Ziel zu erreichen. Ministerpräsident Vriand sprach die Hoffnung aus. daß die Konferenz den
Die deutsch-franzöfischen Verhandlungen.
Paris, 12. Juli. (Wolff.) Havas berichtet: Die deutschen und die französischen Sachverständigen traten gestern nachmittag 3 Ahr unter dem Vorsitz Goucheurs zusammen, ©uggenheimer brachte die Antwort der "Berliner Regierung auf die ftanzösischen Vorschläge betreffend die Reparationen und insbesondere die G i e f e r z e i t e n der auf die deutsche Schuld während eines bestimmten Zeitraumes zu verrechnenden Getftunge z ir Kenntnis. Die Modalitäten der Ausführung dieses Pro-
gedient. Wir wünschen aber auch unsere Freundschaft und Urtiere enge Zusammenwirkung mit Japan aufrecht zu erhalten. Das größte Verdienst dieser Freundschaft ist, daß sie die Ve- ziehungen dec beiden größten asiatischen Staaten in harmonischen Einklang zu Bringen bestrebt ist. Die Stellung Chinas soll aufrecht erhalten und dem chinesischen "BolTe Gelegenheit gegeben werden, fortzuschreiten auf dem Wege des Fortschrittes. Qllle Vertreter der Dominions waren darüber einig, daß alle strittigen Fragen des fernen Ostens in größtem Vertrauen zusammen mit den Vereinigten Staaten, mit Japan und China erörtert werden sollen.
3n seiner Mitteilung an das Unterhaus über brüstungskonferenz hat Gloyd ©e- geiagt, daß Einladungen an Frankreich,
Kunden sind. Anser Wunsch ist. die besten Mittel zu finden, um diese gemeinsamen 3deale zu fordern. Gloyd George stellte weiter fest, daß, um den englifch-jiparttschen "Beitrag mit den Statuten des Völkerbundes in Einklang zu bringen, es für notwendig befunden wurde, diesen Vertrag um einige Zeit zu verlängern. Es wurde dem Völkerbund kundgegeben, daß In allen Punkten, wo der alte Vertrag gegen das Statut des Völkerbundes verstoßt, der Vertrag im Sinne des Statutes geändert werden soll. Der erste Grundsatz unserer Politik, sagte Gloyd George, ist ein freundliches Zusammenwirken mit den Vereinigten Staaten. So wird dem Weltfrieden am besten
Erstes Blatt 17b Zayrgang
GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen


