Hoehschtilnachrrchterr.
Zwei Philosophische Preisauf^ geben. Tie neugegründete „Bereinigung der Freunde und Förderer des Positivistischen Idealismus" (in der Richtung der Philosophie des AlS-Ob) veröffentlicht soeben in ihrem Organ, den „Annalen der Philosophie" Band II Lest 4, zwei Preisausschreiben. Thema der ersten Preisaufgabe: „Tie Rolle der Fiktionen in der Erkenntnistheorie von Friedrich Nietzsche". Preis 3000 Mk. Preisrichter: Professor Tr. Bergmann, Privatdozent Tr. Brahn und Reichskommistar Bibliothekar Tr. Oehler (bekanntlich ein Verwandter des Philosophen Nietzsche), alle drei in Leipzig. Thema der zweiten Preisausgabe: „Tas Ver^rltnis der Einsteinschen Rela- tivitätslchre zur Philosophie der Gegenwart mit besonderer Rücksicht aus die Philosophie des Als- Ob". Preis 5000 Mk. Preisrichter: Professor Tr. d. Aster in Gießen, Professor Tr. o. Laue in Berlin und Professor Tr. Schlick in Rostock. Die näheren Bestimmungen der Preisausschreiben erhalten die Interessenten kostenfrei zugesendet durch drn Zchristleiter der „Annalen der Philosophie" Tr. Raymund Schmidt in Leipzig, Fichtestraße 13.
rm. Darmstadt, 10. Jan. Am Samstag den 8. d. M. übergab die Ernst-Ludwigs-Hoch- ichul-Gesellschast das von ihr eingerichtete Institut für Cellulosechemie an der hie- ligen Technischen Hochschule der hessischen Regierung. Die Arbeiten in dem Institut sind aus- nahmslos durch hiesige Handtverksmeister ausgeführt worden, so daß die nicht unerhebliche Bausumme Darmstadter Bürgern zugute gekommen ist.
Handel.
Erweiterung der Leipziger Textilmesse.
Leipzig, 10. Jan. (Wolff.) Nachdem die Leipziger Stadtverordnetenversammlung einstimmig den Königsplatz auf sechs Jahre <für eine dort M errichtende Tertilmeßhalle zur Verfügung gestellt hat, ist die Gründung der gemeinnützigen Textilmeßhäuser G. m. b. H. gesichert. 'Die Gründung wird in diesen Tagen 'erfolgen und die Halle auf dem Mnigsplatz wird bestimmt zur Frühjahrsmesse fertig sein, so daß damit eine bedeutende Erweiterung der Leipziger Textilmesse in Erscheinung tritt. Ein weiterer Ausbau der LeiMger Textilmesse in dem neuen Meßhaus „Sazonta" (dem früheren Universitätsreitinstitut) und hodi in mehreren anderen Meßhäusern wird zum Herbst 1921 erfolgen.
*
Berlin, 10. Jan. (Wolff.) Vom Börsenvorstand sind für den Januar die Mittwoche 12., 19. und 26. Januar als Börsenfeiertage bestimmt worden. An diesen Tagen findet nur Tevistn-, Metall- und Produktenverkehr statt.
Berlin, 10. Jan. Börsen st im mungS- b rld. Der günstige Eindruck ber Ratifizierung des deutsch-holländischen Kreditabkommens wurde an der Börse geschwächt durch die wiederum starke Steigerung des Notenumlaufs in der letzten Woche des Vorjahrs. Immerhin zeigte die Börse nmnent- lich für Spezialwerte rege Kauflust. Chemische Papiere wie Aktiengesellschaft fürÄnilinfabrikation, Badische Anilin, Th. Goldschmidt, Höchster Farbwerke und von den Elektrizitätswerten insbesondere Licht und Kraft, Felten u. Guilleaume und Sachsenwerk erzielten recht «Ähnliche Erhöhungen. Ferner gewannen Deutsche Waffen etwa 23, Hirsch Kupfer 10 und Dynamit Nobel 7 Prozent. Am Montamnarkt ging es xecht lebhaft in Phönix- aktien zu, die 20 Prozent gewannen,! während Rom- bacher Hütte 11, Rheinstahl 9 und Lothringer Hütten 35 Prozent höher waren. Infolge weiterer Realisierungen verloren dagegen Lösch 35, Bismarckhütte 15, Bochumer Guß 10 und Buderus / 31 Prozent. Besonderes Interesse bekundet« die Börse für Schiffahrtsaktien, namentlich Paketfahrt, * Norddeutscher Lloyd und Hansa waren namhaft gebessert. Die Devisenkurse zogen mäßig an, was
ohne besonderen Einfluß blieb. An der Börse nahm gegen Schluß im allgemeinen die Geichäftstätig- keit ab. Lebhaft blieben aber Phönix und Mannesmann bei steigenben Kursen. Nur die zu Einheitskursen gehandelten Judustiiewerte stellten sich wiederum vielfach wesentlich höher, da den neuen Käufen kein genügendes .Angebot gegenüberstand.
Frankfurt a. M., 10. Jan. Börsenstimmungsbild. Tie Tendenz gestaltete sich trotz des mittelmäßigen Geschäftes weiter befestigt. In der Hauptsache allerdings war die Kursbewegung nach oben in Kassaiudustriexapieren zu beobachten. Stärker gesucht zu höherem Kurse roaren Spiegel und Spiegelglas. Sowohl Bergmann wie auch Licht und Kraft konnten ihren erhöhten Ztiirsstand an der Mittagsbörse voll behaupten. Fest lagen Hapag und Norddeutscher Lloyd. Unter den Nebenwerten schwächten sich Daimler 6 Proz. ab. Benz-Motoren schwankend ca. 303. Montanwerte lagen nicht einheitlich. Phönix wurden höher bezahlt, während Oberbedarf mäßig nach unten neigten. Mannesmann angeboten, verloren 14 Proz. (695). Chemische Werte fest. Scheideanstalt gesuchter 915. Unter den Auslandswerten waren Deutsch Uebersee 1075 15 Proz. höher. Später Bergmann 405 plus 5, Lahmeyer 275—278 bei regem Geschäft 8 Proz. höher. Hirsch Kupfer 440, 442. Spiegel- und Spiegelglas stiegen 24 Proz. Ferner blieben gesucht Pinselfabrik Nürnberg, Preßheft Bast. Mexikaner sehr still. Der Schluß gestaltete sich fest.
mc. Frankfurt a. M., 10. Jan. Auf dem heute abgehaltenen Getr^idemarkt war wiederum keine Kauflust vorhanden. Tie Preis: gingen abermals zurück. En bl-oc wurden 484 000 Kilo Zuckerst^ritzel versteigert. Dar Zuschlag rrfolgtr zu dem Höchstgebot von 280 Mk. pro 100 Kilo.
Frankfurt a 9JL, 11. Jan.
Börsenkurse.
Frankfurt Berlin
Schluß- Abend-Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs
Datum:
5 '/. Deut. Kriegranl. 4e/e Deut. Reichsanl, 3e/0 Deut. Reichsanl. 4e/e Preuß. Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationaldank f. D. . Mttteld. Treditbank. f>.« Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D.> Luxemb. Bergw. Gelsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschl.Gisenb.-B. . Oberschles. Eisenind. . Phönix-Bergb.Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Glektr. A. E. G. ... Schuckert- Werke . . Felten- Guilleaume . Daimler Bud.« Gisenw.- Akt. . Adlerwerke......
4 "/„Hess.Staatsanl. . Electron Griesheim.
8.1. 10.1. 8.1. 10.1.
77,50 77,50 77,50 77,50
66,40 66,30
67, - 67,60
63, IC 63,30
193,- 190,- 190,50 332,50 332,50 254,- 255,60 227,75 229,25 230,-
209,75 215,- 188,- 187,- 189,- 193, 204,50 194,60 201,50
191,- 204,- 197,75 202,-
-,- 515,- 524,- 370,- 370,- 376,- 375.- 370,- 385,- 332,50
540,- 556,- 554,-
330,- 336,50 339,- 337,50
-,- -,- 303,50
641,- 690,- 657,-
580,- -,- 580,- 590,-
45.,50 470,- 456,- -,-
326,50 341,50 334,- 340,- 208,— -,-
503,- -,- 505,- 498,75
335,- 339,50 345,- 347,-
712,- 707, - 689,- 349,- 352,- 350,50 353,50 436,50 450* - 440,- 446J5
Marknotierungen.
Datum:
Zürich
Amsterdam Kopenhagen .......
:::::::::::::::
Wien ..
Loudon ......
Paris
New-P ork .............
8.1. 10.1.
9,- 8,90
4,35 4,27
8,55 8,40
6*75 6^70
-,- 920,-
2,61 2,63
23,25 23,25
1,37 -,-
1520,95 1524,05
930,95
954.
929,05
956,-
9.1.
Schweizer Franken
100 Fl. = 207.75
208.
100 Mk.
Ehristiania. . Kopenhagen . Stockholm . .
234,75
250,70
264,76
72,67
430,55
1201,25 1203,75
1510,451513,55
100
100
100
1
100
100
100
100
100
15,28
81,97
12,14
15,62
81^85
12,17
15,28
81,77
12,16
235,25
251,30
265,30
72,83
431,45
15,58
81,65
12,07
226,25
249,75
262,95
72,12
43C.55
Kr. Kr. Fr.
£ ß.
Fr- Kr. r Kr.
226,75 250,25 263,25 72.23
431,45
1.45
7.35
38.80
23 65
22 65
40.75
1.10
649.-
4.-
London
New-Pork. . .
Daris......
Schweiz
Spanien . . . . Wien (altes). . Deutsch-Oesterr. Prag......
Budapest. . . .
Bulgarien . . . Konstantinopel.
8.975 1.425
7.25
38.625 23.60 22.50 40.70
1.05
650 -
4 10
Wechsel auf: Holland
Deutschland Wien.........
Prag.........
Paris London. Italien Brüssel Budapest New-Pork Agram
Züricher Devisenmarkt.
io. i.
Amsterdam- Kotiert. 2305,16 2309,85 2330,15 2334,85 Brüssel-Antwerpen . 452,50 453,50 452,50 453,50 . 1186,30)186,70 1200,75 1203,25 ------------ 1223,75 1226,25
1109,851112,15 1115,851118,15
Berliner Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Brief Datum: 8. Fan. 10. Jan.
Märkte.
Frankfurter Vichm-arkt.
Fd. Frankfurt a. M., 10. Jan. Ter Markt zeigte heute folgenden Auftrieb: 156 Ochsen, 49 Bullen, 428 Färsen und Kühe, 140 Kälber, 56 Schafe und 761 Schweine. Tas Geschäft war von Beginn an ruhig, da die Metzger sich sehr zurückhaltend verhielten und aur die Nachricht hin, daß die Stdat Frankfurt 'm den Ochsten Tagen abermals größere Mengen Gefrierfleisch auf den Markt werfen würde, sich lungerten, zu den bisherigen hohen Preisen einzukaufen. Infolgedessen verblieb bet Schweinen ein Ueberstand. Bezahlt wurden: für den Zentner Lebendgewicht ausgemä- ftete Ochsen von höchstem Schlachtwert, 4—7 Jahre alt, 950 bis 1050 Mk.: junge fleischige, nickt aus- gemästete und alle ausgemästete, 850 bis 950 Mk.; mäßig genährte, 750 bis 850 Mk.: vollfleischige, ausgewachsene Bullen, 850 bis 950 Mk.; voll- fleischige, jüngere Bullen, 750 bis 850 Mk.; mäßig genährte junge, und gut genährte ältere Bullen, 700 bis 750 Mk.: vollfleischige, ausgemästete Färsen, 950 bis 1050 Mk.; ausgemästete Kühe, 850 bis 950 Mk.; wenig güt «entwickelte Färsen 800 bis 900 Mk.; ältere, ausgemästete Kühe und gut entwickelte, jüngere Kühe, 603 bis,703 Mk.; mäßig genährte Kühe und Färsen 450 bis 600 Mk.; feinste Mastkälber, 1000 bis 1100 Mk.; mittlere Mast- und beste Saugkälber, 803 bis 1000 Mk.; geringere Ware 700 bis 750 Mk.: Mastlämmer und Masthammel, 750 bis 800 Mk.; vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Klgr. 1600s bis 1700 Mk.; vollfleischige Schweine unter 80 Klgr., 1300 bis 1500 Mk.; vollfleischige Schweine von 100 bis 120 Klgr., 1600 bis 1700 Mk.; vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Klgr. 1600 bis 1700 Mk.; Fettschweine über 150 Klgr., 1600 bis 1700 Mk.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
©ine Rede Erzbergers.
Radolfzell, 10. Jun. (MDB.) In einer Zentrumsversammlung sprach hier der Reichs- finanzminister a. D. Erzberger unter besonderer Betonung seiner Mitwirkung an dem Zustandekommen des Waffenstills.audes. Erzberger benutzte die Gelegenheit zu einer eingehenden Recht
fertigung seines damaligen Verhaltens und sagte, cs sei tm Jahre 1917 versäumt worden^ über die Wiederherstellung Belgiens ent osten es' Wort zu sagen. Ludendorft habe rwch im Oktober 1918 die Bereitstellung von 603 000 Mann inner- halb eines halben Jahres gefordert, was aber unmöglich gewesen jet. Niemand habe gesagt, daß der Versailler Friede gerecht fei, aber dennoch iet die Unterzeichnung des Wafsenstillstaudes und des Vertrages von Versailles eine nationale T a t gewesen, weil dadurch das illuseinanderfallen des Reiches verhütet wurde. Das deutsche Voll besitze auch heute noch zahlreiche Freunde. Auch der heilige Stuhl sei von Wohlwollen für Teutsch-- land erfüllt. Fast alle Staaten unterhielten mit dem heiligen Stuhr diplomatische Beziehungen, was für die Bedeutung der römischen Kurie spreche. Ohne das Eintreten des heiligen Vaters hätten sich manche Erleichterungen nicht erreichen lasten und auch heute noch sei Rom bieientge Macht, die fortgesetzt, wenn and} nicht in die Augen springend, auf die Unmöglichkeit der Ausführung des Versailler Friedens Hinweise. Dre Revision des Friedensvertrages sei keine parteipolitische Frage, sondern eine Volksfrage rm besten Sinne des Wortes. Erzberger forderte, daß das Reichsgericht mit der Aburteilung der Kriegs- Verbrecher endlich beginnen möge, um auch am 'diesem Gebiete den Willen Deutschlands zur Erfüllung der Vertragsoerpllicktungen kundzutun. Nur dadurch, daß nnr uns bemühten, den Vertrag zu erfüllen, fömtten wir Erleichterungen erlösten. Wenn anderseits die Alliierten kein genügendes Beweismaterial beibrrngen könnten, so solle man das vor aller Welt aussprechen. Eine Besserung unserer wirtschaftlichen Lage verspricht sich Erz- berger von der Einführung einer einjährigen A r- beitsdienstzeit für alle jungen Männer. Einen sehr erheblicksen Teil des jetzigen Defizits könnte Die Landwirtschaft aüfbringm, allerdings unter der Voraussetzung einer Verbilligung der Düngemittel durch eine intensivere Produktion. Parteipolitisch hält Ercherger den Weg Steger- walds nicht für richtig. Er fürchte, daß vrer Gutes zerstört und nichts Besseres an seine Stelle gesetzt werde.
«Die Senatswahlen in Frankreich.
Paris, 10. Jan. (MTB.) In dem Ausfall der Senatswahlen meldet Havas noch, datz im ersten Wahlgang u. a. noch gewählt wurden: tue früheren Ministerpräsidenten Combos und Tou- mergue und der frühere Minister Clieron. In den Bezirken Aube imb Cher sind die Kandidaten der Kommunisten vernickftend geschlagen worden. Tie Reckte verlor int Norden mehrere Sitze.
Die Verbohrtheit französischer Gelehrter.
Berlin, 8. Jan. (WB.) Ter italienische Ausschuß für 6cn internationalen Pathologenkongreß, der demnächst in Rom statt- Habet, unterrichtete die ftanzöfischen Kongreßteilnehmer davon, daß die deutschen Pathologen ein geladen seien und bemerk e dazu, datz der Ausstoß zurücktreten werde, wenn die Fvau- -.osen unter diesen Umständen die Teilnahme am .Kongreß ablehnen sollten. Tie französischen Pathologen beschlossen einstimmig, die Zu ammeuavbeft mit den Vertretern der dmtsckea Wissenschxrft ab- zu lehn en, solange die deutschen Mediziner nicht öffentlich jede Solidarität mit der d:utschen Re- gtcntng und Heeresleitung von 1914 verleugneten.
Brandunglück.
Köln, 10. Jan. ^-WTB.) In einer Schokoladenfabrik in Köln-Mühlheim ist gestern vormittag ein Brand ausgebrochen, wodurch ein in dem Fabrikgebäude wohnender Angestellter mit Frau und Kind den Flammen zum Opfer gefallen ist.
Grubenbranb.
München, 9. Jan. lWB3 In der Kohlengrube von Nausham bet Penzberg brach in der vergangenen Nackst ein Grubenbrand aus. Sieben Personen, nämlich drei Beamte und vier Bergarbeiter, sind ums Leben gekommen.
Während der Ausverkaufs-Woche gewähre ich auf sämtliche Artikel einen
Für Minderbemittelte liegt ein nimniininiiiniii.iininiiininiininiinniinliin.iiiiiiim.iininmi aus, die zu Engros-Preisen :: :: :: abgegeben werden :: :: ::
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Durch Gesetz vom 18. Dezember 1920 sind die -Beiträge für die Invalidenversicherung verdoppelt worden.
Tas Reichsarbeitsministerrum sowie das Reichsversicherungsamt haben den in dem Gesetze enthaltenen Worte „Fälligkeit" der Beiträge eine Auslegung gegeben, die die Landesversicherungsanstalt veranlaßte, uns zu verpflichten, die erhöhten Beiträge ab 29. November 1920 zu erheben. Tiefe Verfügung haben wir erst heute erhalten.
Zur Vermeidung von Reklamationen bitten wir dies zu beachten. 3956
Gießen, den 10. Januar 1921. _____________Tie Kassen Verwaltung.
Vergebung von Sauarbeiten.
Zn sechs Wohnhausgruppen mit 26 Wohnungen in unserer Siedelung an der Licher Straße sollen die TUncherarbetten und die elektrische Lichtanlage im Ganzen oder getrennt vergeben werden. Angebotsformulare können gegen Erstattung der Abschreiber kosten bei dem Archftekten Hamann, Bergstraße 11 bezogen, die Bedingungen dort eingesehen werden.
Verschlossene, mit entspr. Aufschrift versehene Angebote sind bis zum 24. ds. Mts., abends 5 Uhr daselbst einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Baugenossenschaft 1894, e. G. m. b. H., Gießen. :j|D
Versteigerung.
Nächsten Freitag, den 14. Januar 1921, nachm. 1 Uhr, soll ein der Gemeinde Albach gehöriger
Ziegenbock
im allen Schulsaal wegen Inzucht an den Meistbietenden versteigert werden.
Derselbe ist zur Zucht noch geeignet.
.Albach, den 8. Januar lv21. 408D
Bürgermeisterei Albach.
Arnold.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen:
Am 3. Jan. 1921: a) Tie Firma Jakob Theise- bach, Gießen. Inhaber ift der Kaufmann Jakob Tl)eisebach in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Darm- und Gewürzgroßhandlung, b) Bezüglich der Firma W. Theisebach Söhne in Gießen: Der Jakob Theisebach ist am 1. Januar 1921 aus der offenen Haudelsgesellsckxrst ausgeschieden irnb diese erloschen. Das Geschäft wird von dem seitherigen Mitinhaber Simon Theisebach unter der bisherigen Firma weitergeführt. Der (Sbefrau Paula Theisebach geb. Gassenheimer ist Prvfttra erteilt.
Am 4. Januar 1921 bezüglich der Firma C. Enders Söhne, Reiskirchen: Die Firma ist erloschen.
Am 6. Januar 1921: a) Die bisher nicht eingetragene Firma Ludwig Feige, Giießen (angegebener Geschäftszweig: Kurz-, Weiß- und Wollwaren) ist mit Aktiven und Passiven auf dessen Ehefrau Margarete Feige geb. Cbristmann zu Gießen übergegangen. Dem Ludwig Feige in Gießen ist Prokura erteilt, b) Die Firma Friedrich Wernem, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Friedrich Meinem in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Eisen-Industrie und Elektr.-Bedarf, c) Die Firma Fritz Graß Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Fritz Graf in GießÖi. Angegebener Geschäftszweig: Technische Bedarfsartikel und Sä- Niereien. 390B
Gießen, den 7. Januar 1921.
vessjickes Amtsgericht.
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