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Nr. 34

Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Donnerstag, (0. Zcbruar (92|

betnarnglkn BerhLI willen, unter der Jbrutr iw

au'

bei einem eventuellen Wechsel der Regierung im- fBanbe fein werden, mit derselben Sicherheit mir bisher bie FrvedenFliebe der deutschen Politik in

mag es mir den armen, bedauernswerten Menschen in Tvarnfmcf) gehen, die noch lange Jahre unter

Aussicht |u stellen n vier Hai der stanMer pvileden 22" ,und der Untrrfdxut geschrieben Ss nmitr ein Unglüd sein, wenn

_ D.lh lm,

vronvrinH des Deutschen Reiches und von Preußen

tln Brief -er Kronprinjen Wilhelm an BismartL

Ter von Bismarck am Schluß des 10. Kapitels icüier h.s er un gedrucktenGrdonken ui2> Erinne- cimOMch rgegchene Brief d. s bamali rrn# r o n- Prinzen Wilhelm vom 18.'M« 1888 lautet:

Berlin. 10 Mai 1888.

..Euer Turchlaucht'

wtch, Msmnrnen rmt dem Glichen Bundesgenossen tonui -** so ent-

H? uns vc mich len [»nnn Unter

loldj -n Umlodert nimmt der Wer: uns rer *i d». ttTrrA W binden Birmane In b-T Er-m dcs vandels n 'ieigehenden Cinfluß

S5S sollte die -rohe, und

®u ^be einer Vorsicht geil h^22l^cJ?Ilh2J5tn Jr4 muh allerdings darau ?rorTt^n- d-ß ein Teil dieser Bundes- (Knollen romanr^chen Stammes ist und nur bu-d l!Cu4 gebunden ü, melde nicht fo wLrtdjiin9f <-tcherl^r: gewähren ivie be. uns ul'b kaum <rui eure Bundesgenos>enfcha't von euier l«rgen Tmier ,u rechnen hin nnrX muh der otTT "bsuwe^crn sj- tri bUen mufien, besser eher als ,Väter gefüh t werben .n!!3<2 -JTx Rmch ern grobes Fragezeichen, unterstreicht das Don besser und fe&t ein ^raic- »"lven hinter da« Dort ebr. Unser.- Feind.- wer den natürlich alles versuchen, um uns zu ii'oli.-ren und um unscve Bundesgenossen von uns abiuinci-

.. m sl artenbrtese wu 40 Pf. hat setzt dte Retchsdruckerei hergestellt, n<uf*x*m der neue Gebührensatz seit 8 Monaten m Geltung ist Der neue fiartenbrief dürste aber nicht lang.- unbeflebt bleiben, da bekanntlich eine GebührrnerhShung be­vorsteht. In absehbarer Zeit wird er auch n«h einem Entwurf au- dem Wettbewerb des vorigen JahreS ersetzt werden.

Den Brei vom 9. d M. habe ich erhalten und mu großem Intcrrsle ge e en Aus dem Inhalt bri.tfben gla ive ich irdoch entnehmen zu tnüiien, cart Euer Durchlaucht meinen Randd.-merk mgen 's dem Bericht vom 28. April eine über tri. bene Bedeutung Heimes en und dadurch zu der Ausfas ung gcümgL-n daß ich ein Gegner d.-r sriebli.-bendcn und abwartenden Politik geworden bin die Euer Durckjlaucht mit soviel DeiShci» und Vorsicht ae rührt haben und wahrscheinlich zum £kiI des Vaterlands noch (ehr lang« rühren werden Wied.rholt bin ich für bieie Politik in die Bresche Ktrrten St. Pe ersburg, Brest Liiowsk. und ich bat* mich stets aus bie Sei e Euer Durch­laucht gestellt Die durch mich gemach en Rand- xmirfunyn batten nur den Zweck daraus hinzu- weisen, baii über die Notwendigkeit oder Nützlich­keit des «krieges die politischen und milttärtichen Meinungen auseinanderge!>en. Ich wollte Euer Durchlaucht daraus binrorifen. nicht aber die Au-

Jini Stadt und kand.

Sieben, den 10 Febr 1921 Entrichtung der Skapital.Ertragssteuer. « n^01^ dlbsatz 7 Satz l der vorläufigen ^ollzug.^nweiluiig zum Lapi.alettiaissteuergeietz sind bte vopold ken- und sonstigen Darlch,-schuld ner, sonne biepnigen Personen, die vererb.,dx* Ren- ten -M'zuzahlen htben, oerV lichtet, für Rechnung cti G-subigers 10 vom hundert der Zinsen ein- lubciNlien und binnen einem Monat nach bet Zins­zahlung an daS Finanzamt adzuiühren Sie buben 'bnen vom ,Finanzamt erteilte Cutunf an den G äubiger zu Obe,senden Tie ^erp hdvunr

Übersendung der Quittung an den Gläubiger, jeftebt mcht, wenn das Reich, die Länder. Ge meinden, sonstige S'fentliche Scrbänbe, Gestllscha - l£n der im 8 2 Nr 1,1 bezeichneten Art, Hnpo- ihekenbanken, Schi fSv ondbriesbaiitzen, öi'ent ich. rechtliche Kreditanstalten, Kheditgenosfenschasten, -barkasien ober Unternehmungen der im rj .3 abi 1 Rr 3 3<x8 2 beteidyieten Ar! bte Zmd- Schuldner sind Daß txr Sdiulbner seiner Perpslick»- tiinp zur Ueberfenbuno der Quittung nachkommt, ist für den Gläubiger von grobem Interesse. Denn weil dieser nach 8 9 Ahs. 2 für die Entrichtung her Steuer neben dem Schuldner g-samtschuldnerisch haftet, mu6 er in der Lage sein, sich zu vergewissern, ob der Schuldner die Steuer tatsächlich abnefübrt bot. Zudem wiich er auch bie Quittung in den ,v<ulen benötigen, in denen er nach § 41 des Ein­kommensteuergesetzes Anrechnung bzw. Erstattung der stapitalertraassteucn aus bie Einkommensteuer kkeanspnicheu will.

Nach * 377 her Reichsabgabenordnung steht brn gtnaniämtem daS Recht zu, gegen Schu'dner, die ihrer Berp^lichkung zur lieberf nbung der Quit­tung nicht nachtommen, durch Festsetzung von Crt>* nungsstvasen bid zu 500 Mk. oorzugehen

" Avignon Tie Bereinigung ehern - .fkriegs- qeiangener Oberh ssens (Sitz Giebenl hat mts ge­beten, zwei Ausnahmen au4 dem Strafgefangenen-* lager in Avignon Frankreich) im Aus dang des vnebenec Anzeigers auszustellen. Ter Geschäfts­führer der Bereinigung, berr Peter tz e ß, schreibt unS hierzu:Tas eine, ein Gruvvenbild, zeigt im* ler der Schar brefer Dulder sogar einen Invaliden ohne Beine. Stenn man sich etwas schrecklicheres denken als ohne Beine in der Gewalt grausamer mnnbe 12 Iah« Zuch hiuS absigen zu müssen? Ich glaube kaum ctroaS schlimmers auSmalen zu können. Und unter welchen Umständen diese tauferrn ^ufsclten BriWer zu diesen furchtbaren Sfafen ge- kommen >ind, ist wohl bald ebenso haarsträubend, wi-' die Strafen selbst. Zur Erläuterung ein kleines Beispiel. Ein (Mart gen er versucht sich durch die Flucht seiner Fesseln zu entledigen. Er hat aber das Berh. nntenv'gS aufgexrriffm zu werden Bei seiner .Festnahme entdeckt man nun an s inem Rock einen 'ranzösi'chen Waf'enrvckknops, wae genügt, um ibn zu sieben Jahren Zuch:Haus wegen Aneignung fron rösischen Militöreigenkums zu verurteilen. Man er- ieht daraus ohne weiteres, auf welche Art unb Weise diese bedauernswerten Menschen zu ihren fckNvercn Strafen gekommen sind. Tas aller- traurigste ist jedoch, das; sich die deutsche Regierung diesen Tatartxm gegenüber, trotz allen guten Wil lens, als machtlos erkennen muhte, und nichts zur Beireiung der unschuldig und wider alles Menschen­recht Leiderchen tun kann. Ein Bolk, das solche Grausamkeiten verübt, nennt sich nun ,La granbr Natron" wlb wagt es, und den Namen Lunn«, zuzulegen. Wer bie dünnen sind, beweisen uns am besten die S rasgefangenen in A imon. Tie zweite Photographie zeigt den P.G veiinch Falk aus Landen hausen bei Lauterbach, der jeftt noch 12 Jahre Zuchthaus vor sich bat. Seine a!te Mutter ernährt sich kümmerlich durch Botengänge Man kennt sie in Landen Hausen und Umgegend als bie Bolenlene" tz. Falk ist meines Wist'enS nach der einzige Ober Hesse, bet sich in Avignon be­findet. Lieber Leser' Geht eS Tir einmal recht schlecht, dann denke in der größten Not an die armen Gefangenen in Avignon und sage Tir dann, wie

nähme erwecken daß ich bie politi eben Rücklichten den m lltärischen unterroer cn wollte. Um i i Z- Zunft jeb.^ Mihverbültnis zu vermeidm werbc ich künftig alle Randbemerkungen auf Staa sboku* menten sortlasien aber ich werde mir Vorbehalten, Eu" Durchlaucht in andrer Weise von meiner Auffassung in Kenntnis zu setzen. Bei der Wichtig­keit der von Euer Durchlaucht zur Sprache ge­brachten Fvaaen sehe ich mich genötigt, nöl-er auf dieselben emiunehen. Ich teile vollkommen die Meinung E D., daß es unS selbst bei einem glücklichen Verlauf eine« SriegeS gegen Rußland mcht gelingen wirb, bt- russischen Stretifrähe voll­kommen zu vernichten Aber trotzdem glaube ich, daß nach einem unglücklichen Mriegc Rußland mfolae d.-r inneren Mißstände in eine ganz andere Machtlofiakrit verfallen wirb, als irgenb ein anderer Staat EurovaS einschließlich F.ankreich. v* erinnere daran, daß Rußlandach dem <him- Fnege k-tnabe 20 Jahre machtlos war. ehe es sich reietk-r soweit erlwlt hatte, daß es imstande war, 1877 vom Leder zu sieben. i°BiSmorck schreibt hier an den Rand: ©alienee ) Frankreich-Streit- Ird te wurden im Ialme 1871 nicht vollständig vernichtet Unter den Augen, ja mit Hilfe des wohlwollenden, triumphierenden Gegners konnte ein neues »eer auf die Beine gebrach: toerden, um die Kommune zu überwältigen unb ba< Land vor dem vollständigen Untergang zu ret en Die Befestigungen von Paris in den vänben des Siegers wurden nich: dem Erdboden gleich­gemacht unb die Flotve blieb dem nicht vernich­teten, fontrm nur politisch entmutigten Frank­reich erhalten Diese Tatsachen beweisen wohl, baß wir, weit davon entfernt, den Feind voll - ständig zu vernichten, den S'amm stehen ließen Bismarck schreibt an den Rand: 40 Millionen! Und EuropaDie Folgen davon sind die heu­tigen ansehnlichen unb bedrohlichen Streitkräfte der Repudiil *u Wasser unb zu Lande Dies war, vom militärischen S anbpunkt aus beirachiet, völlig ungerechtfertigt, aber bte Politik in Verbindung mit den herrschenden Zu standen in Europa war für den Augenblick richtig. Je stärker nun die Nermbllk wurde, desto mehr Neigung zeigte Ruß­land, trotz der tonalen Haltung unb der Ziele des Zaren, unS in Bunde- renofsenschaft mit bet Re oublik zu überfallen. sBiSmarck fetzte die Worte ,,unS zu überfallen" in Anführungszeichen unb bahinter ein Fragezeichen. Am Rande bemerkt er dazu: Um den Bosporus zu erlanget.) Tiefer drohende Zustand ist entstanden durch die ge- mtmfarnen Inte reffen der Panstawisten und des republikanischen Frankreichs um Deutschland als Bollwerk der Monarchie nieder zu werien Zu diesem hrotd haben die beiden Nationen ihre Streit- fräfte an den in Frage stellenden Grenzen ver­stärkt. und obwohl sie zu diesem ungualifizierten Auftreten muererfeit« in keiner Weise provoziert waren. Brm diesem Gesichtspunkt ausgehend, brachte die durch E. D. geleitete Politik meines hochieligen verrn Großvater- Bündnisse #uRaube, bte dazu betgetragen haben, uns gegen lieberfälle unseres gebotenen Erbfeindes im Westen zu schützen Auch hatten diese »ur Folge, daß guck' die Herrscher Über Rußland für unS eingenommen würben. (Da- Dort: eingenommen" bat der ffanjler unterstrichen.) Dieser Einfluß wird be- fteben Klange der gegenwänige

8ar wirklich dte Macht in der Land haben nttb, seinen Dillen durckuuletzen. Gebt tiefe oer- lorm urch Mfür Hnt^ oklt Anzeichen vorhanden

- bann ist « kbt wabrschern!tch, daß Rußland nicht länger zögern

.. E tür bte k> bemnxllig überlassene»

b t * VJrAV n 0 f V m * n iger

Zu einer ans nnbmj rnen Äerfammlp..- ! -b« rrcldortckleristen bitten sich i.S

1 6:*' und ft.e.j Güßen eiigefen-

1 Sun|d) w .iw Pnetnifluei

»W^nerr des Großd . rtilleriefoipf

V m lDmrwrvd). Bernhard!. Schneid- üL 9»iLfre 6 srrwättt. Für .eben rt des grelles Gteß u w itx rin ^er- trauenjmann befiimn.t dem die En tg.-,en nähme brr tm dloril 1. Is ftait ixbenben <negrment#!tier übertragen wurde.

flrrid «lüfrö Der Tod auf den schienen.

ark^ ®ü(fe. H Aebr £>eutf mo^it ianbe« »rbnter auf dem Giektc zwischen hier und ^rün- bevg. ganz m der Nähe unserer -toiwn bte tetröe eine- Mannes, der vom Zuc> überfahren worben war Der stopf war vollständig lom Rumrn getrennt und bie Brust ein^d.Ück

TJLao< 1 au# Clet<bmni.

Ct war während des fl'rwgc.' mtbiCLC Iabre in Monoba interniert. Gesten, aäenö iveiNc e. noch u» cmer hiesigen »irtfdwh ^bter unb erzählte den Gästen, daß er Arbeit suche bi» da hm uler not! keine grfuiibni habe Tte r

ben Zügen erfunbi.nt. so :u--m: niau an, daß öcIbOmorb oerlir^ Er gm-i gc m atrnb no® einmal nach Cber Qhmen zuiück und hat bann orr Latledm fall- heute morgen b

be4 ersten Frühzuges bedangen Cs ist bi s seu tiinem id»n der zweite Fall, das- mand am-

M 'n bei

brn CtienMmrädern den Tob sand vor einiger Monaten mürbe da- ditwige Sölnuhen eines Vanb- nnttS aus Ober-Ohmen überfahren

LchlichtunflSautzschns; der Provinz Cbcrt)cf)cn.

Behandlung vom K. THmear 1921 (^egm die oberchesfischen Bau i'gruben hatte ber Berl« id der Beiga b,- tr

Nachzahlung des den Ardi'item ikird» ArbeitS- tredu g attna en Serben es u d W.edenr - führimg der ackU,kündigen Arbeitszeit Ter Eck ich- timgsausschutz gab den Parteien aui, btnren |.vct Wochen durch unbeteiligte Sachverständige ei en Arbeitgeber und einen Ar>itt«chmer eine schrtstttche Brgu achtung ta:über z, hermt, ob lur 3rrt der Anochmu-g der Arbeitsstreckung nach den Betrrei»sverl>äl missen, wie vor'aiteie Be- 'tfintk und vorliegeiche Aufträge, die Bo a sietzung für etne Arbertsstzreckuna gegeben waren.

In bet AntiagS a.s>e des Teutichm Tobt* arbertrroerbjitbe» g.-gei die Firma Gg PH G-.ick, Zigarrenfabriken, aui Wredererökhm g des Sor- tierlx-triebes in Dieber rntb (f tf-i i- t-nrng unb Werterbeschästigung ber H*mgcn Sorhnertnne» als solche erklärte ber S<tzlichem^.'<ruS chutz feine örrlikste Unzustärrdigtzrit

Ter Betrrebs at der Lollarer 4mmrrertfahrt! ber Firma Gg PH C^ril ba.tr durch dm fafut- arberterwtfario Crnstmuch gegen bt* Ino'dcmng ber Firma eibobeti, datz etiie vom Betrieb »rat tnr sie gekochteve Mitteilltng ber TogrArtnrung einer Betrieb-:a'ckfitzung pmädrfl dem Werl sichrer d.s Lollarer Betriebes vorgelegt werken io he. Ter Scdhd\hrrgSauSlchitz erklär» die unmittelbare lFi reidxung der Ttezeso dnung beim A röntge brr für zulänrg, enwfat« ick:och dem Berniebsvat mit Rück« fick« am bie Betrreb-vechLLliste zur |dnrHerrn

geschäftlichen Ersedigung bie Tagesoch rung hn dem von ber Firma berüertm Bnalm cht gm Werkführer) erngureidm Tiefe bi irri 1n? g gi.t alsdann als eine ort» uingftnäfege Bnattr i littau"» des Arbeitgeber- Tie & itdribung ist nah K 9.4 Ziffer 3 des 'Betriebsrätegesetzes -mbaültig. Ter SchlichtungSau-schuß war btrr an Stelle eine- noch nicht errichteten Beii'k-anrtt'chaitsra:rs tätig

Im Auftrage des Betnebsnates der 3frmc Änoreas Euler, Z gurrenkiftmtatn ik in Grützen, bram kragte Oer Teilt dx Ta bat ar bet terrerbanb d.e Bezahlung de- vollen Tarislohnes an innen Ar­beiter, der vorn der Firma wegen »eines Alters als rnmbnlni"hmg4fäl,ig bcwidjnei nmrt# Zur Feststellung, ob em Anspruch des Arbeite- aut den Tariflohn besteht, bzw zur FesNetzunq eines feiner Leistungsfähigkeit «itivrechenden Lohnes mürben die Parteien aut ben och.-nt.ichen ReckLSweg ver­wiesen. Jedoch wurde ihnen eine Berständ:grmO empfohlen.

Zwischen den gLeisten Parteien war fheilg, ob bte fristlose &nLa fung der Arbeiters Fiedler

oen. Je»rr dreier, den wir mach n. unb jede frfmwirfie Stelle, bte unsere Politik zeigt, wird oon Urnen ausgenutzt werden Zu einem solchen Fehler rmiche t(f) cutr Protektion d-r Paltenbener rechnen.

Bismarck unterstreicht das Won und setzt ei i Ans ru ungs eichen an den Rand. Ceftmri 1» kann dari eine Berletzuny feiner Int ressen sehen unb Ruß­end würde die Gelegenheit benutzen, um unsere Bundesgenosien abtrünnig zu machen Man muß auch nicht tx-tgefien, daß ein für di: Battenberg, r imtenwmmener strieg in Teutschlmip nicht populär WM würde und daß der notwendige Furor teiltoni cu« fehlen würde Rußland kann leicht Zufälle h?r- bniühnen, die ben ÄYieg entstehen lasten müffen.

Öffenthcbe Meinung würde aber Deutschland al« bat U^bn- des Krieges ans h-n Ich gebe zu, baß botnird) bte nltzegsgeiahr noh^gerückt wäre, aber, um w lch-n Preis? Ihm nachzustreben, liegt mir fern, ^ismard bemerkt: .Aber Waldersee.^ Wenn ein Rrieg nach dem Westen in Aussicht märe, unb bie notwendigen Vorbereitungen g trosfen wer­den. und dieser auch, wie E. T. bemerkt haben, im Westen in jeder Beziehung große Vorteile bietet, "der .lkanzler macht ein Fragezeichen), als im Osten, so würden die Militärbehörden dankbar sein für eine Politik, welche, sobald der stchieg als unver- mndlrch angesehen wird, imstande w.re, die Mög- ichknt, denselben im Westen zu führen, wirklich fieberte. lBtSmarck: An.crS nichts? Aler auch ich bin ber Meinung, daß wir den Krieg auf beiden Fronten haben werden. Denn wir im Osten be- o* 1^71,bcnn n>üü>e Frankreich nur dann nicht vom ^.eber ziehen, wenn es sich im Innern in einer außerordentlich schwierigen Lage betäube, oder wenn fick» mtlilärische Schivieriglei en zeigten, tri sie im vergangenen V erb ft vorhanden waren (Nichtfunk- tionirren der Meleniipatrvnen, Unb rauchbar feit des neuen Gewehr-, und der gewaltige Eindruck, den die Deschnßung von Sperrsorts bei Jüterbog machte , Dagegen ist nicht mit absoluter Sich rheit ju erschrn, ob Rußland sich eo ipso passiv unteren Gegner^ verhalten würde. (Tie Worte:mit ab- soluter Ncherheit" sind oon Dismarck unterstrichen worden. Weiter schreibt er an den Rand.. Sicher nicht, aber eher als umgekehrt.) In allen solchen Zeiten, insbesondere unter solchen Umftäi.bcn. wie fie im vorigen L>erbst beftanben, ist es bie Pflicht des Großen Generalstabes, den eigenen mllitärischen Zustand und den der Nackütarstaatcn scharf unter bie Lupe zu nehmen (BiSmarck unterstreichtGroßer Generalstab" doppelt unb schreibt barüb t : Dalber< unb sowohl bie Borteile und Nachteile, bie tu» in militärischer Hinsicht zeigen, mit aller Sorge ju Überlegen Tie dadurch erreichten Ansichten be­züglich der militärischen Maßnahmen, die hn zur Verfügung ftrfrm, und welche mirch die mlliloiischen Lage des Awrenblicks bestimmt werden, müssen durch den «h-f des Generalstades dem Leiter ber Politik mit aller OffenbmigTeit unb mit bT Auf- rcdüerhalhmg des militärisckien Standpunktes zur Kenntnis gebracht werden. Hierin liegt m. E. eine vollkommen erwünschte Hil e für ben Führer s lbst der friedliebendsten Politik. 'Bismarck bemerkt am Rande: Da Ibersee' Wer soll Reichskanzler wer­ben?) Ich bitte sie, in diesem Sinne meine Raub- bemerkungen vorn 28 April ansehen zu wollen. Sie ollen ju gleicher Zeit darauf himni'm, baß, wenn die deutsche Politik auch auf die fr.edl ebendfieW i e geführt wird, die militärischen Beh'.rden von Deutschlatrd und Oesterreich mit dem loHftänbtjen Recht im gerbst des vergangenen Jahres aus bie günstige winichastliche La»' autmerffam machen mußten (baö Wortgünstig" ist oon BiZmarck dop- p.lt unterstrichen und mit Frage- und Ausrusungs Zeichen versehen), welche in militärischer Hinsicht tür bie beiden Länder bestand. Troy meiner so viel Aussehen erregenden Randbemerkungen h fie ich da­von überzeug: sein zu könnar. baß Eure TurcfKauctt

Das Geheimnis des Alten.

Roman von Sven Elvestad.

'Nachdruck verboten.) Fortsetzung 12.

Wir waren inzwischen in den Stall ffitgetreten In einer große Mulde lag der tote Hund "Sein Schädel war in der Tai völlig zerschmettert.

Britt.oi untersuchte bte Wunde genauer.

Ter Sditag muß mit einer Art geiübrt wor­den fern/' sagte er.Oder aber mit einer Esten­stange. Sdnu nur mal her, welch eine unglaub­liche Wucht . . .!"

Gut." antwortete ich, .-aber me denkst du dir daß der Täter vorerst emwM in die Nähe des Hwides gekommen ifl?"

,Ljo . . . da hast du eSrtbmy* reche . . So muß der Hund ihn doch allo mott gekannt ha­ben . .

t»m . . machte ich .Das wäre anch eine Erklärung

Eine andere wüßte ich nämlich nicht."

Tarrn kaufst du mm also einen neuen Hund?"

Er aber antwortete nicht, sondern schüttelte wrr den Stopf.

Er gab Befehl, den £nntb ein§»ar»tden und ymg sodann aut die Felder hinaus, ivo gerade öte erst« Frstl> ahrsarbeitcn in Angrist genommen waren, ich aber ging in mein Zemmer hstnutt, um meine <mg.'c:igti;e Arbeit wrtvuietzert.

STber wie dem auch nur war, ich kam immer wieder am bte Begebeirbciren der legten Nackt unb bte ErrLblung mnnos ?rreundes von inner nächt­lichem Begegnung zurück.

Ich schrieb and strich au? unb sckrnch aneber rrnd strich wieder anZ, bis ich fchlreßtüh eiusah,

daß ich so doch nicht roriterfommen würde unb beflxilb den Bogen kurzer!a d beiieite legte unb im Zimmer auf- und ab»ugehen begann.

Te war Io ein Bild, weiche- ich m'cht au- dem Gedächtnis loswerden konnte: der alte Bugge, ber gnauboange, grtrücftr Mann, der vor dem großen vfronba:rrnter stand und wehmütig in den kom­menden Frühling ttnau^fdxmtr. Ich konnte mich wiederum eines errtnäen Mitgefühls mit i nn nickt mrdjren. Sollte er etwa in irgeirb-tner ge­he'nutz «vollen Beziehung ;u dem leltiarnen Seien uchen, bas dem Haufe vor Monatsfrist den nächt­lichen Besuch abgeftnrtrt batte . . .? Ter Junge war so leltiam Kurstckhaltach aeweien, als ich itm barum grf ngt ba:tr . Ob er etwa ahnte, i baß der Barer ihm etwas verbarg?

Und ich dachte an mich letbnL Bas für emr merkwürdi« Rolle batte ich doch be.ite eigentl:d) gqmrtt! Oder batte iti nicht am F.ü' stückstttch mit Borbedalt gtx , taltölütig gelogen? Der Hu. d war gegen 2 Ubr, oder »oqar etwas vor 2 llbr umgebracht worden, und ich batte bebau tret, tefc bitte ihn noch gegen halb bm llhr aut brm Han hm- und herwachem sehen. Mein: Abibt war ia eigentlich gerne>ai, iehen, wichen Eindruck

da- gut den Alten machen werde: aber wrrum barte ich bann eigentlich dem voon nicht erzählt, datz es der Altt war, der ben Hund getötet batte . . .?

Urb nun .nutzte ich auch, wie der Hund ge­tötet worden war: ich batte es ;cTitian tm »elden Augenblick, in dem ich ins Frühstück: jimmer h. a- kam und entdeckte, ba^ der schwere Bumerang ver­schwunden mar. Mit bte>er MrckLbaren Da''< hatte der Altc sich alfo nicht erst an bei Htiid heran# juptridjen bnuu^n, soudecn .euer b.at) oguiz etc:

weiteren Laut in sich zu am men, nackDem der töd>

l che Hieb ihn getroften hatte

Warum aber batte ich all das dem Sohne nid» erzählt '<

Ich hätte diese Farge selbst nick» zu beant­worten vermocht, aber ich denke mir beute, MB 'ch damals vielleicht etwas rote hne Borahnung gehabt haben könnte, datz zu viel Chen beit von meiner Seite in diesem Falle nicht? als Unglück bringen würde. Und das eine fühlte ich fo in» stmktio, MB das Berchältnis zwischen Bater und Lohn, obwohl sie einander fickulich -ugetan waren, ein ganz autzergewöhrUiches war.

Las aber konnte ich nun eigentlich tun? ES rcar erst 11 Uhr vormittags, und bis zum Mittog- efien war noch lange bin. Ich stand einen Augen- bllck stille und überlegte, und im nach len Augen­blick hatte ich schon meinen Befchlutz gefaßt

Ich sckob meine Manuskripte zu einem groben Stofe -irammen und legte sie alreit? aut den Schreibtisch, dann nahm ich Papier und Kuvert auä der Schublade und schrieb rrnen langen Bnei.

Ich erzählte jt bteiem Briefe alles, was mtr während der legten Tage begegnet mar: oon mei­nem Zu ammmtresten mit 5 Kt or ui der Srndt, von der nächtlichen Fahrt aur das Gut Hinaus, dem scheuenden Pech dem »eit arten Benehmen des Alten, dem Mord an b-rr. Hu tbe unb ber Er- läblung Fridtiofs stur, alles was ich über lnes merftüjrb-ge Haus wußte. Dann aa5 uh euren ckückt gen Plan des Guns und ewe knaove Ueter- ficht über bie Angestellten heu

..fimnmoi Sie bald. Aslbörn stvaa.'" stbtofe td) mein Schreiben

Und ich berecmete ber mtr, "bafe "ber Detektiv, sofern ihn dir Sache intercfiierte, m ^ver Tagen

zur Stelle feckr könnte, worüber ich mtr tefetma fchische Nachricht erbat.

< stapitel.

Ich batte den Bries noch tatm txr1(b(o{>en unb adressiert, al- ich drunten bie Mittagsglocke läuten hörte.

Ich schob den Bnes in tne Tasche und ging ms Speisezimmer hinab, wo der Alte unb lein S-chn mich zur Mahlzeit herzlich willkommen htrhen.

Sehen Sie, diesen Mouton Rott-sdild h-.er habe ich einzig Ihnen zur Ehre aus dem stell« holen lasten, und ich möchte eine jebe Wette bi raut eingehen, öafe der Frau Evesen auch ber Deut- bahn^heutt bnanders gut gelungen ist.

Tte HauS>älterin, F au Ebenen, stand an der äirndjic und lächelte g-ft>mäMt unb verleben uiglficr. Beim Anblick 1>e- guten Tropen- und des jungen Trittlahns, der vermutlich auch mir zur Arre aus dem Geflüg^lhvi m- Srrj'nmmer h mau'gekommen war, merkte ich an meinem Appe­tit datz es in der Tat schon Essenszeit wir, und auch meine Laune war befer nxe vorher, ins- beiandere, nachdem ich gemerkt hatte, l»tz auch dreien^ Fridtiofs sich geledert .alte.

Setter war vräck« g, bt* Arbeit aor ben -rrlbetn war flott oon stet en gegangen und et üfctrtnt* auch gute Nach i '»e , erhallen zu haben. Es wurde g toai'trt unD leb.all geola drrt, und -ch merkte g.nrau, wie >ehr es ter ter Bater tteutej ben Sohn bei gn er Laune zu 'eben.

Ler Altt war um einen Ge p.ächsstvst Fern* weg- verlegen. Er t.schce alle mögnck.'n Schnurren unb Geschickten auf, erzählte Ze-rungsn^igkeiteU vnd kam aur taafenberlet laudmirt-'chastiiche inM laetHidx Tinge $u sprechen

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