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Gietzener Anzeiger ^General-Anzeiger für Gberheffen)

Drittes Blatt

M. 6

Samstag, 8. Januar 192t

718 fonft geschäftr-

nannl: Benz Motoren 296

bis 298. ManSfelt<r

1108,851111,15 1118,851121,15

und

n und Umg.

189,50

186,20

227,

329,

425,

435, -

423.

23,25

8.1.

RonnefeldtsTee

beeinflußt dee Wohlbefinden

^Nachdruck verboten.)

Fortsetzung 78.

Anerbieten beantwortet hat. Und wenn ich fein kommen, als ich auf den Tod darnuderlag?

Davauf wird er dir freilich selbst antworten

ich'

185,

190,

450,

337,

255,80

282,80

71,70

433,45

566.

448.

331.

Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen

181,50

189,

auf mit

6.1.

77,50

535,- 368,25 380,75

542,

qcn ohne Bcrmittli die Beihilfe ouszuz«

) der Post, so hat sie mich .en.

j der Aufwendungen für die

6.1.

77,50 66,25

67,75 63,10

187,50 332,-

254,50 228,- 209,- 184,- 188,- 190,-

548,75 370,- 387,- 545,- 325,- 300, -

müssen. Ob eS für einen Menschen vom Falkner­schlage leicht oder schwer ist, ungeruten ein Haus zu betreten, aus dem er einmal hinausgewonen wurde, bannst du vermutlich besser beurteilen.

7.1.

77,50 66,15 67,50 63,30

188,- 322,50 253,50 228,- 209,- 187,50

367, 383, 543,

328,

217,25

255,20

262,20

71,54

434,55

7.1.

8,90

4,85

8,65

72,-

438,-

15,60 15,64

81,GO 81,80

12,68 12,22

die über das Haus und ein entsprechendes, mäßiges Kapital verfügen soll."

Nun gut. So mßgen die anderen vorläufig ungeschrieben bleiben. Gegen deine Advokaten- Beredsamkeit kommt unsereins ja doch nicht aus."

Es nxrr gar nicht ingrimmig geivrottzen. Und plötzlich, mit einem Lächeln aus den Lippen, reichte Bernhard Falkner dem alten Fremide die Rechte

Es waren etliche Unverschämtheiten in dem, was du gesagt hast. Aber meinem Herzen hat es doch wohlgetan. Aus eines nur wirst du mir schiver- lich antworten können: Wenn er ein so makel­loser Mensch ist, wie du behauptest, warum kommt er nicht zu mir? Warum ist er nicht einmal ge-

mehr aus. In zahlreichen Dörfern tun sich dte MÄchen zusammen, um die selbstgewonnene Wolle zu spinnen. Ter Januar und der Februar waren von jeher die Monate, in denen die Spinnstube blühte.

Du hast ja eine überraschend günstige Mei­nung von ihm. Aber die Beweise?"

Ich lese seine Artikel und ich beurteile ihn nach dem, was die über ihn sagen, die ihm übet# wollen. Tas sind in einer gewissen Hinsicht klassi­sche Zeugen, mein guter FaUner: Aüheriem sind mir zufällig einige Einzelheiten aus seinem Leben bekannt. Zum Beispiel, daß man ihm, der von seinem schwer um die Existenz ringenden Blatte nur dürftig besoldet werden Barni, einen fürstlich be-

215,62

151,70

263,45

73,04

431,30

tz 5. Zur ...

Beihilfen werden die Beiträge zur Invaliden.

Marknotierungen.

Datum:

6,75

924,-

2,62

23,25

1,38

Züricher Devisenmarkt.

7. i.

954,- 956,

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin .Abend- Abend- Schluß- Schluß-

Kurs KUrS Kurs Shirt

954.- 956,-

15*85 15M

81,77 81,97

12,10 12.14

Bernhard Falkner schlug mit der Faust den Tisch. Aber seine Erwiderung Barn Lachen.

fjelfingfors Italien London

New-Pork

Paris.........

Schweiz Spanien Wien (altes) Deutsch-Oesterr. . . . Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . .

7.1.

77,50

VieKalkner aufLinüenhöhe

Roman von Reinhold Ortmann.

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252,30

264,55

72,20

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M ftitaite fflr Pierbe und Suhbeivaaiu

jelträger, Schleif- in, Pflöge, Eggen, kselmaschinen, ektromotoren.

>r in Erlatz'elle«. .VrümriunbbW Niederwalgern.

6.1. 8,90 4,40 8,65

ttrsus.

Anm UUnUl An- Anmeldungen entgeg Tanzlehrer, rwee 31. 242

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ß, nachm. M Uhr

& v. 1012 Uhr

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Wechsel auf: Holland . . Deutschland Wien.... Prag.... Paris ... Loudon. . . Italien . . . Brüssel . . . Budapest. . New-Pock.

Agram . . .

bcvgs.

Starkenburg und Rheinhessen.

mc. Non der Bergstraße, 6. Jan. alte Sitte der Spinnftuben lebt mehr

Hessen-Nassau.

Marburg, 5. Jan. Die Raiffeisen- vereine des Kreises Marburg hielten heute im Seebode'schen Saale ihren Unterverbandsbag ab. Ten Vorsitz führte Unterverbarü>sdirektor Psarrer Törr (Michelbach). Als Vertreter des Landesver­bandes Kuihesseu gab zunächst Pfarrer Morgen­schein (Cassel) einen Bericht über den Stand der kuchessischen Raifseisenveveine, deren Zahl jetzt auf 463 gestiegen sei, dazu kämen noch 39 Betriebs- genohenschaften. Ferner sprachen noch die Psarrer Schmidt (Zimmersrode) überTie zukünftigen Aufgaben der Raisfcisenvereinc" und Lehrer Töll (BetzieÄwrf) überVichversicherrmg". Es wurde be­schlossen, demnächst einen Rechner- und einen Buch» führungskursus abzuhalten. *

Stockholm Wien . . . Loudon. . Paris . . .

New-Pork

Wettervoraussage

für Sonntag:

Trüb, zeitweise leichte s)hebt*ri<!xaflc, rempv- natur wenig geändert, südwestliche Wind'

fandet.

Berlin, 7. J«n. Börsenft immungs- b i ld. Bei überwiegend fester Tendenz, aber ziem­lich nervösem Auf und Nieder in der Knrsbrwe- gung traten an der Börse mehrfach Schwankungen ein. Anfangs war bei uneinheitlichen, überwregend niedrigen Kursen keine ausgesprochene Haltung er­kennbar. Tie Einbußen gingen jedoch nirgends über 10 Proz. hinaus. Im Zusammenhang mit der Befestigung der Devisenpreise, besonders des zur Zeit richtunggebenden Tollarkurfes und der Fon­setzung der starken SCäufe ein einzelnen Spezial- papieren setzte sich die feste Grundslimnnmg dann ausgesprochen durch. Hierbei spielten mit einer zeitweise stOprozsntigen Steigerung Mannesmann die führende Rolle, doch auch Bergmann, Oren- ftem u. Koppel und Weser stiegen um 20, Taim- ter um 25, Zellstoff Waldhof um 30 und Teutsch- Uebersee um 35 Proz., wobei lOproz. Kursbesferun- gen für Teutsch-Australier, Phönch und Katw- witzer noch nebenbei erwähnt seien. Feste Haltung zeigte auch der Bankenmarkt. Valuta- Unb Renten Papiere veränderten sich aber nur wenig. Als lüttfjrenb der amtlichen ZLrrsfestsetzung die Tevisen­preise wieder noch unten neigten, traten in den oben erwähnten Spezialpapieren ziemlich heftige Schränkungen ein, so daß beispielsweise Mannes­mann 40 und andere Papiere 10 Proz. verloren und die Börse wieder einen ziemlich nervösen Ein­druck machte. Tie Kauflust des Publikums in den zu Ernheitskurfen gehandelten Jndustriepapieren war noch ziemlich bärächtlich.

Frankfurt a. M., 7. Jan. Börfen- stimmungsbild. Die Tendenz an der Abend­börse war bei ruhigem Geschäft nicht ganz ein­heitlich Etwas Kaufaufträge lagen für Kassa- industrie-Aktien vor, woimrch die Haltung zeitweise eine lebhaftere Färbung annahm. Da sich die Devisen nur wenig veränderten, blieben Aus­landswerte vernachlässigt. Mexikaner lagen etwas

WW ich in bet Lage, wirklich n für den Handdrlrird den.

MkMAlk .ch leicht oertauftn. greife von Thansen,Taunus tWnenU«. 25

2l«O Stadt nnd Land.

Gießen, den 8. Zan 1921 Zur Linderung der Not der Empfänger von Renten aus derFuvalidenversicherung bat der Reichstag am 18. Tezember 1920 ein Gc> seh über eine außerordentliche Beihilfe für diele Rentenempfänger eintjebradt und beschlossen. Nach- dl-m der Reicksrot dagegen feinen Einspruch erhoben hat, ist am 26. Tezember 1920 vom Reichspräsi­denten die Ausfertigung des Gesetzes vollzogen icorbcn. In den ersten Tagen des Januar 1921 luuö das Ersetz im Reichö-Griehdtatt veröfsentlichl wewen.

Tic wesentlichen Borschriften des Ge,etzes fnü^ 013e^ Empfänger von Renten, denen auf Grund des Geietzes über Abänderung der Leistungen und ner Beiträge in der Involidenversicheruiig vom >0 'ijkv. 1920 .Reichs-Gesetzbl. S. 1091) eine luftige gewährt wird, erhalten vorn 1. Januar i921 ab bis auf weiteres eine Beihilfe. Tie Bei hilft steht nicht zu Personen, die aus Grund des Reichsversorgun^gesetzes vom 12 Mai 1920 Reichs-Gcs. kbl. S. 989) ober anderer Militär- verforgunqsgcsetze eme Bersorguna evhaLlen.

§ 2. Tic Beihilfe beträgt für Empfänger einer >^nvaliden-, Alters-, Witwen- ober Witwenrente »umatlich 40 Mk, für Empfänger einer Waisen­rente monatlich 20 Mk.

8 3. Die Beihilfe wird monatlich im voraus gezahlt. Sie wird im vollen Betrage gezahlt, auch wenn der Empfänger nur einen Bruchteil der Rente erhält. Die Beihilfe wird nicht länger als drei Dtonatc rückwärts, jedoch nicht für Zeiten, die vor dem 1. Januar 1921 liegen, gewährt

8 4 Die Beihilfe wird durch die Post aus- gezcchlt. Die oberste Postbehörde bestimmt das Nähere. Leistet eine Sonderanstatt ihre Zahlun-

Bater wäre, unter Glas und Rahmen hätte ich mir eine Abschrift dieses Briefes über meinen Schreibtisch aufgehängt."

Bernhard Falkner räusperte sich.

Für einen unanständigen Menschen habe ich ihn pa auch nicht gehalten."

Daß er bei aller scheinbaren Kantigkeit feines Wesens einer der barmherzigsten und mi3*ätigften Menschen ist, weiß ich von der Vorsteherin eines strüvvelheims, das einzig durch seine unermüdliche schriftstellerische Werbetätigkeit ins Leben gerufen worden ist unb dem er regelmäßig fast die Hälfte i eines bescheidenen Gehaltes zuwendet. 'Ich denke, das bedeutet noch etwas mehr, als wenn ein Mil­lionär seinen Ueberfluß zum Schaden der eigenen Nachkommenschaft für Kinderasyle und dergleichen aufgewendet, um sich am Ende seines Lebens den Ruf eines Menschenfreundes zu sichern."

Ta wären wir also glücklich bei der Grobheit angenommen. Tu weigerst dich also endgütig, ine Schenkungsurkunden aufzusetzen?'

^Eudgrltrg unb rrmoDerruflich. Bis auf die.

Na, hör mal, Teuerster, was das betrifft, toollen wir den Mund lieber nicht gar so voll nehmen. Wir Haden unsere Ansichten und lieber» zeugungen, so wie wir sie uns in einem bangen "eben auf Grund unserer Emchrungen und Beob­achtungen gebildet haben. Es ziemt sich, datz wir an ihnen festhaliOi und daß wir, wenn es nottut, auch für sie kämpfen. Ob es darum die allein rich­tigen sind, können wir armen Sterblichen nicht wissen. Darüber entscheidet der Lam der Ge- schdchte, nicht unsere llnfehlbarkertsdünkel Darunter, daß sie sich aus einem mit ehrlichen Waffen ge­führten Kampfe ehrlicher Gegner entwickeln muß­ten, haben die Geschicke der «älter noch niemals Schaden gelitten."

Mein Sohn verleugnet seine Herkunft und seine Erziehung. Das ist es, was ich ihm nicht verzeche."

Gar nichts verleugnet er. Im Gegenteil, Ehre macht er ihnen. Ober hast du ihn nicht basu er- ziehen wollen, daß er aufrecht unb gerade, mit blankem Ehrenschild und reinem Gewissen als em wahrhaft freier Mann durchs Leben gehe? Daß et fernes Weges so daHcnschreitet, dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Es mag ein falscher Weg ietn auch ich halte ihn dafür: aber er wird darum nicht anders enden, als, so Gott will, deiner unb meuter enben wird. Nämlich mit dem Nach­ruf: Er war ein ganzer föeri, und ein Ehrenmann vom Scheitel bis zur Sohle."

Der tiefe Batz klang nicht mehr so dröhnend und polternd wie vorhin:

Datum:

6/, Deut, flriegsanl. 4*/e Deut. Reichsaal. 3*/0 Deut. Reichsanl. 4*/0 Preuß Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank s. D. . Mitleid. Creüitbank. H.< Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Boch Gußstahlwerk . D- Luxemb. Dergw. Gelsenkirch. Dergw. . Harpeuer Bergbau . Oberschl. Eisenb.-B. . Oberschles. Eisenind. . Phönix.Bergb. Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. A. E. G. . . . Schuckert- Werke . . Felten- Guilleaume . Daimler Lud.» Lisenw.. Akt. . Adlerwerke 4 */.Hess Staat»aul. . Electron Grierdet» .

vernrl Achtes.

* Zigarrengleichnisse. Die Tadaksach- schrift Zigarren- unb Zigaretten Spezialist ver­öffentlicht in ihrer Neufahrsnummer eine Reihe von Zigarrengleich niisen, von tenen nur die folgenden wiedergebeu: Zigarren sind wie gute Ehefrauen: sie hängen glühend am Mund des Mannes. - Zigarren sind tvie Bühttcimruheiteu: man bezahlt sie toter unb halt sie für flut, wenn sie von einem bekannten Lieferanten herrühren. Zigarren sind wie Hausfrauen: sie taugen nicht viel, wenn sie immerfort anSgehen. Zigarren sind une Fecrien. die Äusstatlima ist ost pracht­voll, aber der Fnhalt taugt oft nicht viel Zi­garren sind wie wichtige lsiitschlicßungen: sic müssen abgelagert unb fühl behandelt werden Zigarven werden meist so beurteilt, toie man Frauen beurteilt: noch der Außenseite: innen steckt ost der beste Tabak, aber wegen des Teck- blattes verschmäht man sie oft. Zigarren und wie Menschen: so schwer zu behandeln, so leicht zu verletzen. Zigarren sind wie Bülmenftinstler: man muß ihnen die richtigen Formen beibringen, solange sie noch juna und grün sind Tie Zi aarre ist wie eine Geliebte: wenn man am hört, für sic anziehend zu fein, erlischt ihre Mut sehr bald.

Versicherung (§ 1392 der Reichsversiäterungsovd^ nung in der Ftossung des Artikels II des Gesetzes über Abänderung der Leistungen und der Bei­träge in der Invälidenversicherung vom 20. Mat 19Ä), Reich^Gesetzül. S. 1091) zum doppelten lßeldweri berechnet. Die Borschriften der Reich-- versicherungsordnmig über die Entrichtung her Bei­träge durch die Arbeitgeber (8§ 1426 ff.) finden entsprochc-nde Anwendung. Zusatzmarken (§ 1472 der ReichSversicherungsorämung) weichen, wie bis­her, zum Rennweri verbruft.

8 6. Bei Erstattung und Umtausch von Bei­trägen miri> lediglich der einfache Geldwert zu Grunde gelegt.

4 7 betrifft die Zahlung von Vorschüssen durch das Reich.

§ 8 behandelt die Mitteilungen der Post über die Beitvagsernnahmen und über die Aufwenduiv- gen für die Beihilfen an die Bersicherungstrager.

89. Die Vorschrift des t? 5 tritt mit Wirkung vom 20. Dezember 1920, die übrigen Vorschriften treten mit twm 1. Januar 1921 in Kraft

Amsterdam. Notterd. 2315,15 2319,85 2322,65 2327,35 Brüssel-Antwerpen . 455,50 456,50 456,25 457,25 Thristiania 1158,801161,20 1168^61171,20 Kopenhagen 1151,80 )153,70 1176,30 1178,70 Stockholm 1488,501486 50 1503,45 1506,51 ' -----217,75 -----------

** De r «erein derGie ßener Kun sb- freunde" veranstaltet am Frestag, 14. Januar, pünktlich abends 8V, Uhr seinen 2. Vortragsabend im Physikalischen Institut (Eingang Stephanstr.). Geh. Rat Prof. Dr. König spricht über Ost- toa lds Fa rben theo r ie . diesen becheutfamen neuen Versuch, das dunlle Gebiet der Farben in rm wissenschaftliches System zu schäften. Wie be­kannt, hat sich auch Goethe mit der Erforschung der Farben und ihrer eigentümlichen Wirkung beschäftigt. Für den Künsller, für den Kunstfreund, überhaupt für den weiten Kreis aller derer, die mit Farben zu tun haben, ist deshalb der Vortrag von größter Wichtigkeit. Um wiederum die Teil­nahme allen zu ermöglichen, ist der Eintritt frei. Gäste willkommen.

** Volkshochschule. Die Weihnachts­ferien sind nun zu Ende. Am kommenden Montag, 10. Januar nimmt das Se­mester in gewohnter Weise seinen Fortgang. (S. Anzeige.)

** Oeffentliche Bücherhalle. Im Dezember wurden 1591 Bände ausgegeben. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 990, Zeitschriften 115, Juaendschriften 86, Literaturgeschichte 18, Gedichte und Dramen 35, Länder- und Völkerkunde 78, Kultur­geschichte 16, Geschichte und Biographien 60, Kunstgeschichte 17, Naturwissenschaften und Technologie 71, Haus- und Landwirtschaft 8, Gesundheitslehre 3, Religion und Philosophie 47, Staatswissenschaft 15, Sprachwissenschaft 10, Fremdsprachliches 22 Bände. Nach aus­wärts kamen 59 Bände.

,Zch gebe es auf Soviel jedoch weitz Wenn «y schon als verurteilter Verbrecher aus dem Blutgerüst stände, mit dem Scharfrichter neben mir, mir würde noch immer nicht im Geringsten um mem Leben bange jttn, sofern ich dich zum

Rechtsbeistand hätte."

Sehr schrneichelßaft: aber leider etwas über­schwenglich. Staute ich selber mir solche Fähig­keiten -u, ich würde mich aur der Stelle um d.e Serteiingung des jungen ArMs bewerben, den man hier als vermeintlichen GistmSrder verhaftet hat. "

Nun erschien boch wieder die tret eingeschnit- tene Flllte tuq Bernhard Falkners ©tim.

schwächer. 5proz. Goldmex. - .

los Bon den im freien Verkehr gehandelten

Jndustriepapieren wurden iolgmbr Kurs-? ge-

Landkreis Gießen.

Watzenborn-Steinberg, 6. )an 3m abgelaufenen fixtlatberjahr sind in hunger Gemeinde 51 Geburten zu verzeichnen, unb zwar 29 Knaben und 23 Mädchen. Getraut wurden 29 Paare, und zwar bewegt sich das heirats­lustige Alter zwischen 18 und 38 Jahren. Tie jung verheirateten Eheleute bleiben in den meisten Fallen bei ihren Eltern wohnen, da infolge der Wohnungsiwt, die hier wie überall herrscht, die notwendigen Wohnungen nicht zur Verfügung stehen. An Todesfällen weist das verflossene Jahr 38 auf.

x Watzenborn-Steinberg, 7. Jan. Morgen nachmittag findet hier im Lokale zur Ludwigshöhe ein Zitherkonzert statt, das von einer Frankfurter Zitherkapelle ausgeführi wird.

Kreis Alsfeld.

Up. Bon der Ohm, 5. Jan. Allgemeines Interesse besteht für die Schäftung eines wür­digen Tenkmals für unsere gefallenen Helden. In allsi Gemeinden werden Samnilungen veranlaßt, unb die Gaben fließen reichlich. So betrug die Sammlung von Groß-Felda, die über die Feier­tage erfolgte, wohl an 15 000 Mk.

Kreis Schotten. '

B. K au l sto s, 5. Jan Der Gesund- h e i t i h u ft a n b in unserer über 200 Seelen zäh­lenden Gemeinde ist so günstig, daß hier seit 14 Monaten niemand gestorben ist, also int Jahre 1920 überhaupt keine Beerdigung stattfand. Daß so etwas trotz der schweren Berufsarbeit unserer Gebirgsbauem vorkommt, mag manchem Städler unbegreiflich erscheinen, spricht aber für das kräf­tigende Klima des oft als rauh bezeichneten Bogels

Müie 3200. Deutsche Petroleum 2240. Am Montanaktienmarkt lagen die mittags bevorzugten Werte, wie Mant«Smann mit 720 5 Prvz. nied­riger. Tie Kursbewegung der übrigen Werte dieses (?'ebietes waren bescheiden. Elektro Bergmmin waren mit 395 bis 392 minus 6 Pro^ gehandelt. Lahmeyer 265 bis 267 gesuchter. Deutsch-Uebcr- see 1018 jo^en 18 Proz an Chemisch' Aktien vereinzelt belfer, so u. a. Bad Anilin 575 plus 5 Prvz. Hydrometer, Schuhfabrik Herz waren zu höheren Milden gesucht 262 plus 14Vi Proz. Adlerwerke Kleyer 350. Daimler lebhaft 15 Proz. höher 335. Eisen handel wurden mit 385 rationiert. Hoch- und Tiefbau 191 wurden 5 Prvz höher. Bingwerle notierten 325. Maschf. Krauß 410.

Frankfnrt a Ul., 8. Ian.

Berliner Dkvifenmarkt.

Geld Brief Geld Brief Tatum: 6. Ian. 7. Ian

zahlten PostM angeboten hat, mit keiner anderen Bedingung als der, datz er sich verpflichte, teure politischen Artikel mehr zu schreiben. Man bat mir den Brief zu lesen gegeben, in dem er dis

Sprichst du von dem Mörder meiner Schwiegertochter, Bennewitz?"

9tan, nicht von dem, )onbem von dem ix Germering, der sie ebensowenig nm gebracht hat wie du oder ich Der Fall zeigt wieder crrrmul aut erschütternde Weise, was dabei herauskommt, wenn seelenkuntstge Kriminalisten und ein mittel­mäßiger Amtsrichter daran gehen, einen wunder­schönen Indizienbeweis aufzubauen."

Ist dieser Beweis nicht schon beinahe tozten<* los?" f

Redensarten! Eine Anzahl mühsam zu- sam mengetrngener Belastungsmomente, die ebensv- noht verhängnisvolle Zufälllg^eitcn sein können, sind noch Bange kein lückenloser Beweis Ich kenne den Beschuldigten nicht, und ich weiß von ihm weiter nichts, als was ich hier im Hause von ihm gehört j)abe, und was mir heute vormittag der Bürgermeister, der ja ein alter Bekannter von mir ist, über ihn erzählt hat. Aber bas wiegt für mich schwerer ccks sein abenblicher Bestich in der Apo­theke und das angebild verschwundene Eoniin Tixmrm genug, datz der Bürgermeister hier m Dierenbrunn der einzige zu sein scheint, der ri die schuldlosigkett des Doktors grimbt Er lagt, Ger­mering sei rin Menschenfteund von lauterster Ee fimrung und in erfreulichstem Gegen'atz zu dem Sanitätsrat Barenthrn, der übrigens mir berfänftd) van Anfang an höchst widerwärtig war, ein ärzt­licher Wohltäter der Armen im höchsten Sinne des Wortes gewesen. Er ist tief empört über die Un­dankbarkeit des Gelichters, das setzt aus reiner SkandaliuchL gegen ihn Partei nimmt. Aber das ist freilich immer die gleiche Erscheinung. Auch dir hat er ja, wie ich mir habe sagen tasten, dasl Leben gerettet"

(Fortsetzung folgt)

67

rech-Nunwiff. M ff achten fl *

M6X

,ich

!

F, »LS-

r. Seilet'

(In einem Teil der Auslage wiederholt.) Die oberschlesische AbstimmungSfrage. Paris, 7. Ian. (WTB.) Noch einer Mel» düng des Londoner Ävrrespondenten desPetit Parisien" ist man in englischen politischen Kreisen der Ansicht, daß die Frage der Abstimmung der außerhalb Oberschlesiens toobt nenben Oberschlesier noch nicht gelöst sei und daß es infolgedessen fefwoierig ist, das Problem der Wiedevgiitmachnng endgültig zu regeln.

Eine Botschaft des Königs Künstantin.

Athen, 7. Jan. (WTB.) In einer Bot­schaft an die Kammer drückt König Konstantin seine Freude darüber auS, unter den Vertretern seines Volkes die Ver­treter seiner Armee wieder zu finden und spricht dann von der tiefen Dankbarkeit, die das gesamte Griechentum den Alliierten für ihre Unterstützung schulde. Die Botschaft spricht bami von den für die Entwicklung des Landes notwendigen inneren Reformen und drückt nreiter die Ueberzeugung aus, daß der Hellenismus mit Begeisterung den Kampf in Kleinasien and führen werde. Der Hellenismus fei fest entschlossen, loyal mit den alliierten Großmächten zu­sammenzuarbeiten, um ihr Bei> trauen zu gewinnen und bessere Beziehungen zu ihnen herbeizuführen. Weiter behandelt die Botschaft die Aufrechterhaltung desBünd-- nisseS mrt Serbien und die Heiratsprojefte, die die Herrscherfanrilien in Griechenland und in Rumänien eng miteinander verknüpfen sollen. Tste Botschaft erfleht schließlich den Segen des Himmels zum Gelingen der Auf­gaben, die sich der Wnig gesetzt l-abe.

Eine griechische Anleihe in England.

Paris, 7. Jan. (WTB.) Nach einer Blätter­meldung ans London kündigen die englische» Blätter an, eine englische Finanzgruppe habe dem griechischen Ministerpräsidenten Rhal- lrs angeboten, in England eine griechische Anleihe aufnehmen zu lassen.

Ein Bergunglück in Spanien.

Madrid, 7. Jan. (WTB.) Amtlich wird gemeldet: In einem Schachte eines Berg wer ke­in der Provinz Ja em brach Feuer auS. 23 Arbeiter vermochten sich nick tmehrzuret- ten unb befinden sich noch im Schacht. Die Rettungsarbeiten sind im Gange.

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