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•Der •(tfter.-r Snjelftt «schein» laylich. anker 6cnn. uni) AereNo *. Hoeatli*<B<)eg»irede: tRii 6-50 einschl Iräqfr. ahn, durch die Volt Döl 7JO einschl ®t|t«L ßeld, auch bet Dichter sch ei- ire einzelner Dummern .«folgt höherer Gewalt. Atrnfpr.q.Anfchluste: f&r6ieSd)rif»kttnnq 112; •ür Drncherei, 'c. erlag end (6e|d)4flt>fttQc 51. Ünschrifl für Drahknach- 'tchten Hajciger »letze».
patzfcheLanlo:
Xreeflerl a. M. UfcU.
Erster Blatt
M. Zahrgang
Mittwoch, 7. vezemder 192|
EiehenerÄn;eiger
General-Anzeiger für Oberheffen
t>rud und Verlag: vrßhl'fche U>iv.-Vuch. ind StetHäriderei R. Lange. $d)riftldting, -efchäftrftelle und Dridcrd: Zchnlftratze 7.
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Die (Eröffnung des amerikanischen Kongresses.
Washington. 6. T*^. (WTB) 'M der ®röffmino«1ü>ung des Kongresse» am heilig« Olinng waren die Deteg erien aller an der TDcfbinatoner Konterenz teUncbmmbea Otaalen «gegen Der Otntritt bet Präsidenten $ a t • ding wurde mit langan bah entern Beifall be- grübt Dte 7Jct(e*u:i<j brr Eröffnungsrede Hat- ding« nahm 50 Minuten in Anspruch und wurde von den TUlmMtonem mil wieder hol tem Lei- faß aufgcnl'mmen, währen b die Demokraten sich schweigend verdielten.
Die Botschaft drS Präsidenten.
Washington, 6. Dez (WTB) 3n seiner Botschaft an den Äongreh sagt Präsident Har - ding Die Republik der Bereinigten Staaten ttt von Mnem Krieg bedroht und erfreut sich eines Friedens, der, tote es Immer den Bnschetn hat. von Dauer zu sein verspricht angefichtS der Wadrschetnvchkett des Erfolges der Adcüstuvgs- tonferena *2Mbvenb einer Sauer von 10 fahren hade man Krieg geführt, und dies batte Dcr- twrungen angetichtet, die zu Schwierigkeiten führten, deren Gröhe nur von denen richtig cin- geschäth werden könne, die sie au« nächster Bähe verspürt hätten und die an verantwortlicher Stelle «i Laden. Diese Schwierigkeiten werden noch Det» schiimmert durch die Tatsache, bah sie nicht nur nationaler, sondern Internationaler Statur find, die über die ganzen Grdteile verteilt sitzd: Schwierigkeiten aus dem foacnann- t en mvra l if chen und politischen De- biet die in dem gleichen Matte die *lkreinigten Staaten wie die ganze Menschheit angeben. Der Präsident sagte, er deabsich:ige nicht ein Programm für die Wiederherstellung der Welt bar- zulegen Da« sei die 2Lngclegenbett der am meisten tnterefflerten Rationen. die mit frischem Mat an die 'ISMeberberftctlung geben mühten Ader die Bereinigten Staaten können daran mitbelfen. Vie hätten auch die Absicht es zu tun in be> wuttter völliger Llederzengtheit; denn Handel und tnternattonaler Warenaustausch seien nur möglich wenn die 'Hattoncn aller OrbtHIe wieder in eine normale und stetige Lage kommen. Der Hilfe der ameriLanischei Republik müsse die Initiative ODlhieben- ber Gewalt zu fallen 2Qx?r sie könne nur wirksam lein mtt der (Zustimmung und der Mitarbeit des Kongresses Der Kriegszustand, so sagte Har- btng, bat auhetvrdentlich hohe Machtbefugnisse in die Hand des Präsidenten der 'Republik gelegt. Diese Machtbefugnisse haben mit der Proklamation des Frieden«zustande« aufgehört, und heute muh die Arbeit der gesehgeberischen und vollziehenden Gewalt miteinander in Einklang gebracht werden Die Spaltungen inner- halb der Parteien, die während des Krieges verbunden waren, dürfen nicht wieder cntflcben, denn sie bilden Hindernisse für die schnelle Lösung des FriedettS Der Präsident würdigte die von dem lebten Kongreh geleistete Arbeit und kam auf da« Budget zu sprechen. Heber die den ausländischen Staaten geleisteten Vorschüsse sagte er: Die vollziehende Gewalt ist nicht imstande, die Frage bei Schulben zu behandeln Da« blldet ein Hindernis für die schnelle Orbnung unserer Angelegenheiten mit unseren Schuldnern Es ist Sache des Kongresse«, der allgemeinen Politik und der vollziehenden Ge- walt hi dieser Hinsicht feine Zustimmung zu erteilen Aber es gibt einzelne Probleme bezüglich der Anleihen und be« Schuhe« der amerikanischen Interessen, die die vollziebende Gewalt nur mit Genehmigung des Kongresse« In Angriff nehmen kann Denn die Konsolidierung und Regelung der gestundeten Schulden ermöglicht werden kann, wird das für die Amerikaner selbst von Borteil sein, und es wird die Beziehungen verbessere die die Schuldner gegenüber den Bereinigten Staaten eingegangen sind Der Präsident ersuchte den Kongreh. der vollziehenden Gewalt zu gestatten, die Kündigung der Handelsverträge einige Dochen hinauezuschieben. bi« der neue Entwurf über die Ausdehnung der amerikanischen Handelsmarine eingebracht fei.
Der Präsident kam hieraus auf den Gesetzentwurf über den Zolltarif zu sprechen. Er erklärte, dieses Gesetz sei notwendig, um der any rikomischen Industrie Stetigkeit zu verleiben, und müsie schnell angenommen werden: denn es sei unvermeidlich, um mit der Auhenwelt sichere Han- delsbeziebungen herzustellen Auherdern bandele es sich auch darum, zu verhindern, dah die zahlreichen Industrien Amerika« zu Grunde gingen Der Präsident fuhr fort: Denn man sich auch Rechenschaft von allen Berpfllchtungen In der Frage der Menschlichkeit, des Handels und der Finanzen ablege, so könne doch für die Bereinigten Staaten nicht die Rede davon sein, sich selbst zu vernichten, um anderen zu helfen. Er wünsche von gamem Her» zen die Dieder Herstellung der von dem schrecklichen Kriege sv schwer betroffenen Böller ES ist befRr der Delt da« Beispiel einer guten Aus- balanzierung des Budgets, einer strengen Sparsamkeit und einer energischen, erfolgreichen Arbeit xu geben. Heber Ruhland sprechend sagte Har- ding. Dir erkennen die Eowjetregie- r u n g nicht an. Dir dulden ihre Propaganda nicht, aber angesichts der Leiden und Todesfälle können wir alle politischen Erwägungen bei Seite lallen. Ich empfehle mit Vorbehalten die Anna.' ne ausreichender Kredite für die Verwaltung bei amerikanischen Hilfsorganisation, damit sie bn Stande ist. 10 Millionen Scheffel Getreide und 1 Million Scheffel Saatkorn zu liefern.
Zum Schlusie feiner Rede sagte Harding über , die Abrüstungskonferenz: Die Augen
der ganzen Delt seien nach Washington gerichtet, und es sei wahrscheinlich, dah ein höchst mnu-igen- der Erfolg für die ganze Menschheit herdeigefuhrt werde
Aus dem französischen Parlament.
Paris. 6. Dez (WTB.) In der brütigen Sitzung des Senat« erklärte sich Ministerpräsident Briand bereit, die vorliegenden Interpellationen au beantworten: wenn sich jedoch die Debatte auf die Ergebnisse der D a s h i n g - toner Konferenz erstreiken würde, wäre er vielleicht geneigt, um einen Aufschub zu bitten. Erster Interpellant ist Senator D i a n g i c r. frei über die RichtauSführung des F> ieden-vertrages von BersailleS und über die Richtau-sührung de« ministeriellen Programms interpelliert. Briand Hube gesagt. Frankreich werde alle ’cinc Rechte geltend machen, damit Deutschland seine L^hulden bezahle. Er frag.. ob der Senat mit der Ausführung zufrieden fei. Ein Senator habe jüngst erflärt, in Deutschland Hebe e- ein Gesetz für die militärische Borbereitung Das dulde man! Din Senator ruft dazwischen: Ds gebe Zwar kein Gesetz. aber eine militärische Dorbei-eitung Senator Brangier sagt, man habe gezeigt, bah Deutschland In wenigen Dochen 6 oiS 7 Millionen Menschen mit den erforderlichen Quadies aus- steilen könne. Sei das eine loyale AuSsührung bei FriebensvertrageS? Die Kontiollkvmmisiion entbede jeden Tag neue Dassen. Die Regierung habe auch von der Loyalität ^Deutschlands gesprochen. Deutschland habe nichts bezahlt und noch nicht einmal den zehnten Teil deS tnegge- führten BieheS zurückerstattet Die französifche Kapitalflucht habe man verbinden, die deutsche aber nicht. Denn die Regierung nicht die genügende Autorität besitze, um Deutschland zum Zahlen zu zwingen, dann müsse sie sich zurückziehen.
Venator be Lamarzelle befragt alÄbann den Ministerpräsidenten über die Entwaffnung Deutschlands. Diese Frage fei besonders ernst nach den Dorten, die Briand in Washington gesprochen habe: Deutschland besitze die erford.rlichen QuadreS, um ein Heer von 6 — 7 Millionen Mann aufzustellen. ES habe alle kine Fabriken zur Verfügung und alle notwendigen Rohmaterialien zur Anfertigung von Kriegsmaterial: die Gefahr fei also vorhanden Briand habe auch gesagt, es gebe nicht nur eine materielle, sondern auch eine moralische Gefahr: denn Deutsch- Umb fei von einem Revanchegeist beseelt, der leben Tag wachse Aber es gebe eine Hoffnung, das fei bas Deutschland Der mutigen und räsonablen Leute, die den Frieden durch demokratische Einrichtungen befestigen wollten. Die.eLeute weide man ermutigen. SS cebc zwei Deutschland: das habe man 1917 und 1918 gesehen Rach seiner Ansicht gebe eS aber kein weises Deutschland, sonst würde es die Bewaffnungen verhindern, die von allen Seiten in Deutschland vorbereitet wurden. Man habe den Reichskanzler Wirth ge lobt, aber er wolle nicht ober er könne nicht bie Entwaffnung Deutschlands sicherstellen Wenn er nicht könne, bann sei eben baS zweite Deutsch' lanb ohnmächtig Frankreich habe im Augenblick des Friedensschlusses feine natürlichen Grenzen verlangt Die Alliierten hätten sie ihm nicht bewilligt, ihm aber dafür eine Garantie versprochen, die nicht zur Ausführung gekommen sei. Frankreich sei also allein, um seine Grenzen za bewachen Ss habe nicht nur bie militärische Sicherheit, sondern auch die finanzielle Sicher- beit nötig Aus dieser Lage müsse Frankreich heran«foimnen. deshalb müsse Deutschland bezahlen. Die Sitzung bauert sort
Pari», 6. Dez. (WTB.) Rach Schluh der Rede Briand« nahm der Senat die von der Regierung genehmigte DertrauenStageSord- nung mit 2 49 gegen 12 Stimmen an.
Paris. 6 Dez. (WTB.) In der heutigen Kammersihung fragte Präsident Peret den Ministerpräsidenten Briand, wann er bereit fei, die vorliegenden Interpellationen, namentlich die Interpellation deS Abgeordneten 6 e m b a t über die Konferenz in Washington zu beantworten. Ministerpräsident Briand erwiderte. eS wäre sein Wunsch, vor der Kammer zu berichten. waS er in Washington getan babe. aber die Kammer werde zweifelsohne der Ansicht sein, die Budget- diSkusiivn ^ortzusetzen, umsomebr. als die DiS- kusiion einer Interpellation über die Konferenz von Wasbington für den Augenblick zu feinem nützlichen Ergebnis führen könne. Tatsächlich könne er jedoch nur die Rede wiederholen, die er in Wafhington Zehalten habe. Es könnte Erstaunen erregen, bah ein Parlament sich mit einem Problem befasse, bevor bie Konferenz zu Snbe gegangen sei. Marcell S e m b a t widerspricht und erklärt, er wolle nicht über die Ergebnisse der Konserenz in Washington. sondern über die Ersiärung interpellieren, bte M oisterpräsident Briand vor dieser Konferenz abgegeben babe. Der Borsitzenbe des Finanzaur chu'fe^ tritt daür ein, die Debatte über daS Budget nij>: zu unterbrechen. Der Reaktionär Bauern d A s s o i verlangt ebenfalls die sosortige DiSkullion der Interpellationen desgleiHen der Royalist Daudet, der erklärt, man müsse sofort und öffentlich sich über eine Politik auseinanderletzen, die nach Ansicht der Organe Lloyd Georges Frankreich zu einem Bruch mit England unb su einer W-cder- aufnahme der Feindseligkeiten mit Deutschland führen würde. — Die Vertagung de. Interpellation Sembats wird alsdani mit 4 60 negen 100 Stimmen ausgesprochen.
Lloyd Georges (Erfolg in der irischen Frage.
London, 6. Dez. (DTV.) Der König hat Lloyd George telegraphisch seinen herzlichen Glückwunsch zu dem erfolgreichen Abfchlutz der langwierigen Unter- Handlungen in her irischen Frage auSgesprv- ct-en. Dieser Erfolg sei der Geduld und dem versöhnlichen Geist zu danken, die Lloyd Ge» orge ohne Unterlatz gezeigt habe.
London, 6. Dez. (DTV.) Die letzten Verhandlungen in der irischen Frage wurden von Lloyd George. Ehamber- Iain, Birkenhead und Ehurcttill auf Seiten der Regierung und von Eollins und B a r t o n S auf Seiten der Sinnfeiner geführt. Dte Bedingungen des erzielten Hebereinkommens werden dem Parlament und dem Dahl Eirean zur Annahme empfohlen werden.
Der Lordkanzlcr Birkenhead gab in einer Rede die Einzelheiten de« Hebereinkom- mens bekannt. Die Hauptbedingungen der Regelung find folgende: Mit einem einzigen Vorbehalt wird Irland in dieselbe Lage versetzt wie Kanada und Australien, Reuseeland und Südafrika. ES wird den Hamen „Irischer Freistaat" führen. Südirland ist darin im eigenen Hause. Man wird einen Versuch in sehr weitherziger Weise auf derselben Grundlage machen, wie sic in Südafrika mit Erfolg angewendet wurde. Die Vertreter SinnfeinS lind bereit, dem irischen Parlament zu empfehlen, daß der neugebildete irische Freistaat nicht einen Vertrag deS Verbandes mit dem britischen Reiche ab- schliehl, sondern in das britische Reich eintritt. Die Treue des irischen Freistaates zur britischen Reichsgemeinschaft und zum König Georg wird in klarer unzweideutiger Sprache in seiner Verfassung erklärt.
In Ftnanzfragen hat das südirische Parlament die Führung. Irland übernimmt einen angemessenen Teil der nationalen Schulden und KriegSauSgoben. Der Betrag wird durch Schiedsrichter festgestellt. Wenn Ulster innerhalb eines Monats nach der Annahme des Gesetzes entschlossen ist, dte bisherigen Vollmachten beizubehalten, kann sie sie beibehalten. Wenn Ulster beschlietzen sollte, die Vertretung im britischen Unterhaus zu behalten, würde dieser Beschlutz geachtet werden. Wenn Ulster nicht bereit ist, die Vertreter in ein alliriscbeö Parlament zu entsenden, wird eS berechtigt sein, diese Haltung weiterhin einzunehmen und dabei geschützt werden. Diese Bedingungen werden beiden Häusern deS britischen Parlaments im neuen Jahre unterbreitet werden. Wenn diese nicht zustimmen, wird das englische Volk baldige Gelegenheit zur Entscheidung erhalten.
Lloyd George geht nichr nach Washington.
London, 6. Dez. (WTB.) Lloyd George ist wegen der vorzeitigen Einberufung deS Parlaments gegen feinen Witten gezwungen, seine Absicht der Washingtoner Konferenz betzuwohnen, auf zugeben. Gin englischer Wohftätigkeitsbafnr.
London. 6. Dez. (WTB.) Gestern wurde von Lord Weardale ein mehrtägiger, vorn Save tbe Ehildren-Bund veranstalteter Basar eröffnet Sämtliche Länder, in denen notleidende und hungernde Kinder leben, waren durch Der- kaufSstände vertreten. Der deutsche Derkau's- stand stand unter der Leitung von Frau S t b a - m c r. der Gattin des deutschen Botschafters, die unter anderem von zwei Damen der deutschen Botschaft unterstützt wurde. DieS ist ber^erftc Fall nach dem Kriege datt Deutschland aus einem öfsentlichen Basar in London vertreten ist. Die Berka uiSg eg en stände, die vom deutschen Roten Kreuz, von ber Bereinigung für Kinderhilse unb vom deutschen Zentralans- schuh für AuSlandShilse zur Berfügung gefiel!I wurden, umfaßen deutsche Spielzeuge. Erzeugriffe der deutschen Kunst und des deut'chen Gewerbes, die allgemein grobe Anerkennung fanden.
sogar dauernd, haben. Diese Fragen müllen vor allen Dingen der japanischen Regierung zur Prüfung vorgelegt werden, bevor eine endgültige Entscheidung getopfte i werden kann Oelber gibt es gegenwärtig grvfie Derzögerung In der Hebermittlung der Telegramme und selbstverständlich können Derhandlungen mit Tokio über ein so wichiiges Problem in kurzer Zeit nicht ocll- ständig erledigt werden Auf jeden Fall bin unb war ich immer fest davon überzeugt, bat", bie Konferenz zu einem Einvernehmen über die Hon- fchlägc kommen wirb, bae für r
gend)t ist. und nicht nur den interessierte:! Rationen. sondern auch der ganzer Welt Dienste leisten wirb
(Eine Rede des britischen Schatzkanzlers.
London. 6. Dez (Wolsf ) In einer Rede in Manchester über bie finanzielle Lage behandelte der britischeSchatzkanzlerSir Robert Home ci:iget>-nb die Frage der beutfchen Reparationen unb sagte, in Frankreich scheine -ine gewisse Besorgnis zu bestehen über die Unter- rebungen. die er mit Rathenau aehabt habe. Man scheine unter den Alliiert.'n Englands zu befürchten, datt hinter ihrem Rü fern ein Heber- etnfommen getroffen werde Sie sch.e-wn her Ansicht zu sein, dafi England q?toil(ermahcn eine Tendenz 'eigen könne in solchen Unterredungen, an denen H? selbst feinat Anteil hätten, Deutschland Zugeständnisse zu machen. Diese Haltung auf feiten einiger der Alliierten beruoe vollkommen auf rinerft Mistverständnis. England werde natürlich kein Hebereinkommm eingehen, ohne sich mit feinen Alliierten darüber zu beraten, und zwar nicht nur mit Frankreich. sondern auch mit den anderen Alliierten. England erkenne, datt eS feilte von eben so grof.er Wichtigkeit fei als jemals, bah bie Al - lianz so fest bleibe wie möglich Richts wäre im Augenblick für die Welt von gröberem Schaden, als ein Bruch der Allianz E« fei daher selbstverständlich, datt England nicht im Traum daran denken könne, ein Abkommen in trg. nbeiner Weise ohne angemessene Beratung und Entscheidung abzufchlietten, was seinen Freunden nachteilig sein könne.
Home fuhr fort: Die Personen, die England kritisieren, könnten jedoch nicht verkennen bah sie während de« letzten Jahr S. als Lvucheur mit Rathenau verhandelt habe, au« England zu keiner Zeit den geringsten Einwand dagegen vernommen hätten Tatsä.l>lich seien jene Erörterungen sogar weiter gegangen, denn sie hätten ihren Au«gang in dem Wiesbadener Abkommen gefunden. Dieses Abkommen würde, wenn es in feinen Bedingungen burchge- führt würde, Frankreich gegenüber den anderen Alliierten bei Bezahlung der Reparationen Prioritäten gebe-' Diele Frage liege jedoch der Reparationokommitfion vor und daher wünsche er nicht« darüber zu lagen. Er hege nicht den geringsten Zweifel, datt bei all diesen Fragen England in der Vage Mn werde, mit feinen Alliierten unter Bedingungen der größten Freundlchafl zu einem Einrxrsiändnis zu kommen.
Der Schatzfanzler erflärte weiter, soweit bie deutschen Repan»ion-zahlungen in Betracht kämen. habe England st.ts den Grundla t> rtoigt, lein Budget ohne Bezugnahme auf irgend e wa«^ zu machen, wa« von feiten Deutschland« kommen könne. Wir wollen ttKlter bei bie!em Grundsätze bleiben. Wenn Deutschland jci-od) erkläre, bah es bie Summen nicht bezahlen könne, die im Januar unb Februar fällig wären, unb es umAusIchub erfuche so wäre da« eine 2 n- gäbe, bie alle Alliierten gemeinsam erörtern unb einstimmig beantwrrt n mähten. Der Zusammenbruch Deutschlanb« — sollte er unglädlkberlDeite burch irgendeine Aktion von leiten der Alliierten herbeigeführt werden — wäre ein U ngt ü cf, nicht nur für Deutschland, fondern fürSuropa 'and die ganze Welt. Man leibe heute haupt- lat lich daran, bah in Europa so viele wrack' gewoidepe Länder leien Oetterreich unb Ratt» land, die Kunden Englands genasen feien, feien nicht mehr in fiter Lage, die englischen Waren zu taufen. Komme nar^ j diesen Ländern ein gebo- chei:eS Dculfchland hinzu. 1o würbe die Katastrophe sür Europa sunbefchreibllch fern. Es würde eine Katastrophe sein.Die nicht vom wirtschaftlichen Standpunkt au« gesehen, sondern a ich vom politischen Standpunkte auS won ingeheurer Rückwirkung auf die Wett fern würde.
Die Washingtoner Konferenz.
Washington 6 Dez. (HavaS.) DerHntcr- ausschutt hat da« vorige Woche von Root vor- gclcg!? Projekt ber Einrichtuno drahtloser Telegraphie in Ehrna angenommen Der Hnteraa«» schütt bat eine Sntschlietzung vorbereitet, die dem Aueschuh für den fernen Oft en t>Dtge(cgi werten wird unb sich auf die Post und drahllole Telegraphie in China bezieht. Die Enllchliehung beiht den Grundsatz der Berwaltung bie*er Stationen durch China gut, behält jedoch bie durch den Benrag von 1901 (nach dem Borerausitand fest- gelegten Rechte vor. lowie die Sonderrechte, die verschiedenen Privawntemehmungen gewähn werden waren, besonder« einer französischen Gesellschaft für die Poh in Schangrai
Washington. 6 Dez (Wolff.) Havas. Der Sv aber beruh terfl atler der HavaSagentur meldet: Baron Kato gab folgende Erklärung ab: Die Frage der Belchwänkung der Flottenrüstungen umfaht Fragen, die eine grobe Rückwirkung auf das nationale unb internationale Leben Japan« und für die Politik auf Jahre hinaus, vielleicht
Hörne sagte weiter, wenn man einen Druck auf Deutschland auÄüben würde, sv würde Deutschland vielleicht in der Lage fein, ^u zahlen, vielleicht aber auch nicht, und die« sei die unmittelbare Frage, die untersucht werden mühte. Werm jedoch Zugeständnisie gclucht werden sollten. so mühte man zunächst ein Ding in Betracht ziehen: Deutschland sage jetzt. eS könne die geschuldeten Reparationen nicht bezahlen. Deutschland tue jedoch verschiedene Dinge, bte gegen die Möglichkeit wirkten, bah eS seine Derpsitch-' tung erfülle. ES leiste Beihilfen für den Brot- prciS in Deutschland DieS gehe auf Kosten des Steuerzahler- DieS führe zu einem Fehlbetrag der Staatseinkünfte und dazu, dah die deutschen industriellen Hntemeh-. mer in der Lage seien, ihre Arbeiter mit nichtigeren Löhnen zu bezahlen, infolge der BrotpreiSbeihil'e. die ber Staat zahle Aach in. anderer Hinsicht subventiere Deutschland den Unternehmet. Die Sifen-' bahnen würden vom Staate mü Berlust betrieben Dies hätte einen neuen Berlust für, den Staatshaushalt zur Folge und setze ben


