Gießener Anzeiger (Gen ral-Anzeiger für Vberheflen)
Dienstag, 7. Juni |92|
Nr. f30 Zweites Blatt
preußischer Landtag.
Berlin, b. Iran.
Auf ber Tagesordnung sucht bic erftt Beratung de» Haushaltsetats für ba* Jahr 1921.
ALq. Braun (S.- pole mi irrt gegen Dv RechESparteiai, denen er bic Schuld am Rtiegr zu schiebt und betont, bau *ba dem Etat gwu er- deblich gespart werden könne. Tie Xianbttn rtidtari müsse fäfng sein, uns vorn Auslände unabhangri *u machen. Die Steuern müütrn restlos ein kom men, and) bei der 3nbuftnc und Landnnrtschafl Ter Redner vrrlmigt sd-ließlich fosortfie Borlegung Der BermaltungSresorm und fordert schiiesjlich, aus der Entschädigungssumme für btc Hohen.wllern eine Milltarde als Beitrag »u den 5kriegSlchten hu beschLaqiurhmm.
Ter YTbq. von Papen (Z.-"verlMigt, bau oie GrundIteuer den (itanctnbai verbleibe und macht BoridLäge ttchöhter Ei.matzmen, so u a. meilere Holzverkäufe. Redner verlangt schließlich Äenderung des Achtstundentages für die Landwirtschaft und begründet einen >entrumsantcag bett, Unter stützmig der oberfiDk- srschen Ctrer durch da- Reich.
Der VÜ>(|. von der O sten (Dn.) erklärt, daß rum sich nicht auf Parteiovlemik einlassen könne Tie Poodultion-guellen der Industrie und Land- ivictschasl dürften glicht ertötet werden. Der Ber> bläh des ungeteilten Oberschlesiens sei Borbedin- ounfljür unter Gedeihen.
Wrg v. R i ch t e r (D. Dpt.) erklärt, daß seiner Bartei wegen ilyrcr Llbl^dnimg des Ultima tum» nicht die Regierungssähiglcil adgespwctien werden könne SadJidjv Arbeit müsse geleistet werden, die Zeit dürfe nicht in nutzloser Prvpagrmda ver> geubet werden. '
Mch einer langen Rede des Sonivrimistitchen Äbg Meyer-Ostpreußen, der wegen des Aus- drucke-, man müsse dem Minister des Innern ins Gq'ictit spei.ni, zur Ordnung gerufen wurde, und roerterai Rck-en der Äbgg. fiefb (USP- und Orser i Dcm.) erHärt
Ministerpräsident Steg er Wald, daß er cheftn Reichskanzler energisch in her ober schle- 's i s ch e n Frage vorstellig werden und gleidp «ittq ftflftrileit würde, daß die Entente in ihrer Schutzverpslichtung versagt habe. In der Frage der PerrvaltungSresorm würden die gründ legenden OWew über die KttiS^ und Gemeindeverörd», lemgen vis >zum Herbst fertig werden. Erveri- mentt könne man vorher nickst gut machen. Die Grundsteuer mü,fe Den Ländern und Gemeinden NUfluteTymmcn. Dic Umbildung der Regierung! halte er angcsidstS der großen Umwälzungen, die unS noch bevorslehen, für erwünsdst und wirtschaftlich notwendig. Angesichts der ao- lehnenden Haltung -der Sozialdemokraten bei ferner zweiten Wahl -um Mini cecprä i? iiv.cn könne er icbo'-h die anderen Parteien nt.l)t vor den Kopf stoßen. Wenn die Frage geklärt sei, wer der zukünftige Ministerpräsident sein werde, werde er arm seine Ausgabe als gelost betrachten und -u- । udtreten, nicht aber vorher, da er der Welt nicht' wieder das Beispiel einer fünnvöchigen Zänkerei um die Frage der Regierungsbildung bieten werde. In der jyrage der Amnestie könne Preusten kerne andere Stellung emnelhmen als das Reich.
Fmanzmmister S ä m i sch erklärt sodann, daß in der Frage der ReichSsteuergeseve noch Tn dieser Loche ein Ausschuß von sechs Mitgliedern der Länder mit dem Reichs rnanzminister zuiammen- tveten werde.
Nach weiteren AiiSeinandersebungen deS Abg. Biester (Welfe) und deS Abg. Le inert (Soz.) über die Bestrebungen zur Errichtung eines selbständigen Wclfcnstaates vertagt das HauS die Weiterberatung au) TienZtag, vormittags 11 lltzr.
Schluß nach 6 UHr.
Au» Hessen.
Parlamentarische Anfragen.
Ein dem Landtag de- BvlkSstaateS Hessen zu- aegangencr Antrag des 2ll». Tr. Osann betreffend : .Hanptooranschlag 1921 (Kapitel 58, LandeS- unioersität und Kapitel 59, Technische Hochschule) besagt: Ick beantrage: Die Regierung tu ersuchen und vu veranlassen, die Bezüge der A s s i st e n t e n so zu gestalten, wie sie in Preußen, Banern, Sachsen nstv. testeten.
Ein-' Anfrage der Dbg. Bauer und Genossen, frtteffcnö: Di. BorgängeanderGießener Hochschule betagt: Das rüpelhafte Verhalten qjötnffcT Studenten kreise in Gießen und das unerhörte halten der Senatsbedördc in Gießen bei der im Ausfluß an den Fall des fübifdxn Stuben* ttn fvalTrntl^n in Gießen gefrohenrn disziplinären Entscheidungen ist geeignet, das Ansehen der Gie- Reiter Hochschule zu id^ibinen. Das gedenkt die Regierung zu tun, um diese Mißstände zu beseitigen und damit eine weitere od)äbvjung des Ansehens her Gießener Hochschulezu verhindern?
Erne Anfrage deS M'gaordneien Kiel, betrifft die Festsetzung einer Entschädigung für die Hinterbliebenen deS am 17. D.-zember 1920 in der Gemarkung Rrmmelhau'en (ttreid Büdingen! von grüner Polizei erfdDp'enen Weißbinders und Landwirts Ivltann Konrad Strauch aus Rommelhausen. .
(Nachdruck verboten.)
29. Fortsetzung.
Herrn Collins Hbenteuer
Roman von Frank Heller.
Tas ist gewiß eine gottverfluchte 2ügc,'( fdrru Mr "Johns und sprang au-5 dem Fauteuü auf Aber lassen Sie mich nur 1 r ums, dann schwöre ich. daß Sie ti fünf Mrarien mit Handschellen dasitzen roerben." ____
Philipp betradtfete ihn vorwurfsvoll. ,Tnn, Mr. ckdh.is, 9iad) ucht ist Ihrer unwürdig. ich Sie fetzt hi cauSlasse, will ich nicht, datz Sie irgendeine üEcrrilie Handlung begehen. Lai^-n Li« mi» <m Ihnen ctu arag« itrtlen: »aam «« die Details bemerkt, alS Ste ... nM stört wurden ?
Mr Johns ftieB em Rauo.i rbmrren aus, das Philipp veranlaßte, rasch ! mzuzufügen:
,Lch meine, haben S« tiisäckiz aur dem Twte Vir vis-L-viS bet Löhnung Ihrer entzückenden Freundin einen Mann mit einem L-mtiv und einer Kamera gestehen, ber eine kleine Kurbel drehte Mit einem Worbe, einen stinematogramxn / eie wissen, einen ststchrn, der Suber für Ännotheaier aumimmt, in die bte Leu« so gern gehen .ui, es gehen so viel Leute hm, und alle wollen tte aufregende Sachen setzen, l'e auttegender, de'to besser. Eindruck?, Mord, Brand, das geht alles glänzend — und warum nicht eine Entnlnrung r Eine Entführung mit dem Titel „Aus den Armen
* Srranfcfurta. M , 6. Juni. Der Verein mittlerer Iustizbeamten Hessens hiett unter Geltung seine» Vorsitzenden, Oderlandesgerichtsoberjekrctär Koch in Darmstadt, in Frankfurteine aus allen Canbe*» teilen sehr stark besuchte auherordentlichcchauploersamm. lnng. an der auch der Vorsitzende des Hesi Veamten- bnnde», £!anbqerid)tsrat Müller-Darmstadt, tcilnahm Da» Sondervorgehen einzelner Dercinsm tglieder bei der Vesoldungsregelung. Organisationsfrayen^ die Frage der Personalreform in der Justizverwaltung und die Desolkungsreform bildeten die Hauptpunkte der Tagesordnung. Der vom Beamtenbund vor- geschlagenen gewerkschaftlichen Organisation der Be- amtenschaft stimmte man einstimmig zu. Bezüglich der Besolduugsregelung kam eine Resolutio i einstimmig zur Annahme, die die unterschiedlich« Behandlung von Lokal, und Ientralbeamten ablehnt, und bas Besoldungsgesetz infolange nicht anerkennt, al» nicht die mittleren Iustizbeamten mit den mittleren Finanzbeamten auch in den über die Grundstellung hinausgehenden Besoldungsgruppen vollständig gleichgestellt sind Line durchgreifende Pcrsonalresorm in der Justiz- Verwaltung, bte nicht bei der Uebertragung von Arbeiten auf geringer bezahlte und weniger vor- gebildete Beamte Hall macht, sondern auch derzu übergeht, besser bezahlte Beamte in allen Gruppen ein- zusparen, hielt man im finanziellen Interesse des Staates für unerläßlich Für alle m t tlerenFustizbeamten wurde ohne Rüdrsicht auf ihr« Beschäftigungsart vorläufig die Amtsbezeichnung bei entsprechenden Besoldungsgruppe gefordert, grundsätzlich aber an dem «Justizamtmann" festgehalten.
yochschulnacvriLhten.
100-JahreSteier an her Wiener Universität.
Wien, 5. Juni (WIB). Die evangelisch- theoloaisch« Fakultät in Wien, die in diesem Fahre ihr hundertjährides Jubiläum begeht, leitete heute bte Feier, für die mehrere Tage vorgesehen sind, mit einem Gottesdienst und einem anschließenden kirchlichen Festakt ein. An der Feier in der Dorotheen- Kirche nahmen außer Vertretern der Regierung und der geistlichen Behörden auch der deutsche Gesandte Rosenberg und zahlreiche Mitglieder der deutschen Gesandtschaft sowie der schwedische Gesandte teil. Ferner hatten sich in großer Fahl Professoren und Pfarrer aus Deutschland, den nordischen Staaten, der Schweiz, den Niederlanden und den Nachfolgestaaten eingesunden, um ber Wiener evangelischen Fakultät die Grüße der Schwesterfakultäten aus den prote- stantischen Ländern zu überbringen. 3n Beantwortung mehr facher, mit der Ueberreichung von Ehrengaben oeibunbenen Ansprachen wies der Dekan Prosesior Wilke mit herzlichem Dank auf bte besondere Stärkung hin, die die eoangelifch-theologifche Fakultät durch bas außerordentliche Interesse und die rege Beteiligung der protestantischen Länder an dieser Jahrhundert- feier erfahre.
Handel
Berlin, 6. Juni. Börsen st tmmungs- bild. Sbt ber Börse neigte man der Ansicht $u, öaR btc drohenden Struerprofckte noch nicht fobilb ins Wert gesetzt rverden bunten. Daraus hin regte sich wieder einige Kauflust, zumal auch die neuerliche Geldentwertung zum Erwerb der Jndustriepapiere anreizte. Das Privatpublikum trat gleichfalls alS Käufer dafür auf. besonders die nur |u Einheitskursen gehandelten Werte stellten sich viel fach namhaft höher. Im freien v-n-kehr interessierte man sich b.fo d rS für Kvhl n^ktien und chemisch.- Werte, die in nicht wenigen Fallert über 10 Prozent hm- ausgehende Besserungen erfuhren. Pl-önix gewannen auf bic Kapitalserhöhung über 20 Prozent. Har- pener stellten sich 25 Prozent höher. Badische Austin und Elbttsclder Farben stiegen um 11 Prozent. Im freien Verkehr endjlaffte nach Erledigung der an> sangs vorliegenden Kaufaufträge das Geschäft, was teiltvcife leichte Wbbrödchmgen zur Folge hatte. Banken zeigten feste Haltung aus die schon bekannt- gegebenen und die noch zu erwartenden günstigen Fahresabschlüsse. Der Slnlagrmarlt behauptete lx-i ruhigem Verkehr feinen Kursstand. Valutapapiere etwas ged.-fiert Die Devisenkurse konnten die lebhafte Steig.rung vom Vormittage später nicht ganz aufrecht erhalten.
Frankfurt a. M., 6. Fum. Börsen- stimm ungsbild. Die Abendbörfe zeigte mut wenig AuSnalnncn eine burdtveg günstige Strö- mung. Lebhaft wurden chmrsche Attien gehandelt Bevorzugt waren ftixbfter, Babt'che Anilin, Elektron Griesheim. Sck>.tde<mstalt bis 579 bezahlt Elberfelder Farben 472, wurden 12 Pvvz. gesteigert. Holu?erlohlung fanden ebenfalls regere Beachtung 7f-ür Lickst und Kraft »eilte sich großes ^ntereifL Sie eröirnrtat 210 unb ftiezen tm Vertäute auf 216 unb blieben bis 217. Gslb gesucht - Teutfeh-Uebmec Gert, 1177, tnrntm ihren Kurs- j stand um 7 Proz. verbessern. Deutsche Petroleum 800, 805. Deutsche Maschinen waren w.eder leb- I haft gefragt. 346 Ehemr che Rhenania 751. PH. Lwlzmann 301. Der BanLcktienmarkt war sehr ' lebhaft. Deut'che BwE W fest, 324, plus 9 Pra». Dresdner Bank 226,75. MontamckN-Tn lagen ruhiger Hurpener, für welche <rrö)xtt Kauflust vorherrschte, trm 8, Buderus um 3 Prvz. an. Ter KwffaindustrvnurrL nxn günf.t] dtSpniien In Spiegel und Spiegelglas entwickelt-, sich lebhastes
Geschäft, mit 640, plus 27 Petz, ferner waren bÄer Maschf. Tleck u. Henkel *imwu)ant -aiserS- lautem Erwähnenswert sind noch Lokmwtivf. 5hmo, bet regen Umätzen 431 M em lauer mtexr, ater frf. Valtwwre 180 br’efngt Tie Adrnd- Mrie fdjfiefet bei lebhaftem Geschäft sehr feft
— Bank für Handel unb Industrie (Tainv:a:t-r Bank) Ter 9uf ictiti feiner heutigen cijung, ber General Versammlung für das Jahr 1920 bte Vertrllwig einer Dividende von 10 Pro» aus bte alten, von 5 Prv». aui die neuen VTftüm vor-^i'ckla en Ter Vr-iiwnupen beträgt 193i< in(I. 628 80 > 64 Mk Vortrag aus 1919 263 674 036.1b ^f.; hinwon geben ab die Hand- lungs'Nlkvsten, die Gratisi.ationen und TeneningS- zulagen an bic Beamten, bte Havendunge i an deren P.-n'ion. 'onb^ und tilr wdlsttätige Zwecke mit 177 415958.67 Mk, claiern 20 759 991 Hb. -ldschreibmig au* Bankgedäude und Mobilien mit 6 4b*9 317.äb Mk. unb Talonst^ier-Re eree mit 304 000 Mt, zu'ammen 20516.» 295.29 Mk. E-.'- verbteibl al io ein »ert;i oarrr Reingavii n von 58 504 710.89 Mk. Tor Reingewinn soll ’olaen» dermaßen verteüt worden: Einlage m die Ic jnbcrc Reserve 18 000000 Mk.. RückitellungSlent^ für Bauzweck 12 0K) 00(i Mk., Fo idS lt für Ält- Vi-niimäre 2 000 003 Ml., Rückstostttng für den Pen>innsversichornngSVerein für ködere Beamte 1500 000 Ml., Junv: tning an die Penst?nokafse ber Angestellten 1 000000 Mk., Tünbenbe 10 Prozent aui t>K alten Aktien in £>Äe wn 160000000 Marl 16000 000 Mk unb > Trjjmt aut bi>* nmgen A(tum in Höhe um 60 000 OCO — 3 000 000 ' al o insgesamt 19 0 )0000 Mk., Tantiöme des Varstand-S, deS stellvertretenden Varslandes und der am Retnaenmm ber Bank betri intm Ti- reftvren 3 226 800 Mk., Tantieme deS Äuf.ütx.S- ratv 1 110000 Marl, n-älhre. d der Rest van 637 940.89 Mk. auf neue Rechnung übergefjt. — Tic Generalversammlung findet am 27 Junt statt
Frankfurt a. M., 7. Juni.
Berliner Devisenmarkt-
Geld Brief Geld Bries Tatum: R. Juni. 6. Juni.
Amsterdam. Rotterd. 2192,80 2197,202217,76 2?^,25 Brüssel-Antwerpen . 527,95 529,05 532,95 534,05 Thristiania 974, - 976,- 983,- 936, -
Kopenhagen 11 <3,851136,15 1146,85 1149,15 Stockholm 1466,- 1469,- 1486,- 1469,-
Aelfingfots 120,35 120,65 124,6b 125,15
Italien 334,65 335,35 331,15 331,86
London 247,50 248,- 250,70 251,30
Reuyork 63 «S 63,82 65,55 6 ,69
Paris......... 528,55 529,65 533,45 534,55
Schweiz 1116,351118,651130,35 1132,65 Spanien ..... 829,15 830,35 846^65 848,35 Wien (altes) -
Deulfch-Oefterr. . . . 14,68 14,72 14,78 14,82
Prag......... 92,90 93,10 93,15 93,35
Budapest 26,72 26,78 27,72 27,78
Bulgarien —,
Konstantinopel. ...
Börsenkurse.
Frankfurt Berlin
Schluß- Adcnd-Schluß- Schluß- Lu rZ SurS Lurs Äurs
Tatum: 5 e,e Dtsch. Knegsanl. 4°/, Dstch. Reichsanl. 3e/e Dtsch. Re'chsanl. 4 °/, Preuh stonsol« Darmslä.Uer Bank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank s. D. . Mitteld. Lreditdank. H.-Arnerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Bergw.. Gclfenkirch. Dergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Lisenb.-B. Oberfchles. Eisenind. . Phönix-Bergb -Akt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Llektr. A. G. B Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaum». . Daimler Bud.- Ltsenw.- Akt. . Adlerwerke 4°,. Hesi.Staatsanl. . Elektron Griesheim.
4. 6. 6.6.
77,50 77,60
76,50
73,12
4.6
313'-
254,-
226,75
185,-
-,- 164,-
165,50
145,- 147,-
306*- 308* — 314,- 314,-
_ _ 4QQ _ 315*— 313*50 275,- 273,76 730,- 723,- 526,- 642,- 424,- 437,-
—,— 293,-
663*— -I-
-'- 695*-
416!- 43?!50
6.6. 77,50 75,60 73,25 69,90
181,60 314,50 253,- 225,25
164!-
166,-
145,25
470,- 304,-
313,—
483,-
313,25
275,-
724,-
644,-
434,-
290,-
240,50
565,50
195,26
692 50
241^0 72,-
Marknotierungeit.
Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt!
Latum: 17.11. 4.6. 6.6.
Zürich Fr. 125.10 8,97 8^0
Amsterdam ....... Fl. 59,20 4^6 4,49
Kopenhagen ....... ttr 88,83 8^0 8 90
Prag Kr. 117,30 -.- 106,25
Stockholm Ar. 83,8) 6,85 6 85
Wien Ar 117.33 -,- 942,-
London Sh. 97,8 ) 9,43 7,77
Paris Fr- 125,40 18,84
NeuyorK $ 23,8) 1,50
Züricher Denf»enmarkt. 6. «. 7.6.
Vechtel aef: Schweizer Frank»
M« 100 Fl = IBM 19
Deutschland 100 Mk. = 8.925 8.75
®ien.........10(1 Rr. - 1.T2S 145
Praa 100 Ar. ■ 8.325 8.25
Vans 100 Je. = 47.25 46.40
London 1 jB = 2 i
Italien 100 L. - 28.60 >9.50
Brüssel 100 Fr. - 47.26 46.40
Budapest 100 At. ■ 2-40 '2-35
NeuyorK 100 S = 676 - 586.-
’Ägram. 100 At. = 4 33 A 25
Bukarest 100 C. = 9.60 9.86
• .v SNarht
Frankfurter Schlachlvikchm.irkt
Frankfurt a. Ä. 6 F.mt. Amtlicher Br richt. Bet rdfjiicbrm Auftrieb beifet« Qualitäten zogen btc Gwhtti,hr>rnu cm. Halber gaben int Preise etwas nach. Sck^^vte unb S.'iämmd (ticUcti die uormMigen Brei < Dei Markt verlief in allen Vlchguttutuu-n rulng und : imcrliel Uc der stand A u ig c t r icben nxnn 1166 Grosvieb, davon 20ü Ock n 60 Bullen. 901 Färsen und Mübt; ferner 342 5l alber, 203 <)äinmd und 882 SdZtxftte An Preisen nnuben mtge- legt per Rentner Lebendgeivickt: für Ccb'en tun öäO—850 Mt., tür Bullen tun .’»<>.) . 2 > ML, für Fällen und Milbe von 260—85t, Mk für beste ,\dticn, unb bis 800 Mu für beste Milbe; ferner ffl: 5Tälbrr von 500—850 Mk, 'ür vämmtl von 360—500 Mk., für odwuewe unter 80 Än. Leberch- gewicht von 10 )0—1150 HRL, für alle -dirotictai Schweine einidi i stltch bester Qualitäten 1250 M
। non Mk. — Äußerem wurden 6j ge cküackfte.e Schtv.ine liefter Cualiläteu auS .Rolland jut 1475 Mk per sentit sowie .30 ameriiari ctr Gefrierschrvetn vi 1150 Mark per Zentner S.ftlachtgovicht gebanML — Tie Marktpreise Ivgen um sa viel über iVn 3tnII* prrisen, als ftc die nicht unerde 'li heri '^ivichtA- verluste, -speien unb HLt.blergewimt ut li b ichlw» feen. Wegen der i übt scheu Fen rtage iinba in ber nächsten Woche der Hauptmartt für Rinder, Kälber und vämmel am Aenstag, 14. Jtmt uait Am Montag, 13. Juni, werben also nur Srtjroeme gr»
Frankfurter Fruchtmarki.
Frankfurt a M., 6. Juul Trotz bea lebhafteren BesucsteS des lrentiaen Getretdemartz- t c s wickelte sich da» Gefchatt nrtni ab. Fn Futter- hstlsenftüchsen ist ber Verkehr febe still «worben Gute Ware ist noch untertzu'onnAen Tufirretb^n fmben au u »wer ändert en Prei,en Abnehmer. Auch iür Lckerbobnen beftrbt iwch vereinzelt ’öegebr. Wicken für Futterzwecke sonne Lupinen üi gtluer Ware sinden Kciu.er. Cdtiufen unb Bitttinber lagen fest. In 2aalen ist das (Geschäft still Etwa» 9?ad frage stellte sich noch für fcrbfen ein. Mat> ruhig Heu und trotz zetatcn Ut unveränderten lies Geschäft — Hie Aussichten der Getreideernte in Deutschland werden als gut bezeichnet Ter wcktzltätiye Gcwitteneaen der letzten Tage dürste bawu beitragen, daß >tch die Futterpslan^en unb die Diesen kräftig frt)jien
fa Fulda, 6. Juni Der Schweinemarkt hatte eine Zufuhr von 315 Ferteln unb 3 Läufern zu oerieidrim Bi ck^eppendem Handel wurden für Ferkel 400, 320 .unb 240 Mk für Läufer 650 Mk gehabte
(In einem Tell ber Auflage nneberboft)
Die Xtmobiliftcrung der Fohre-klasse 1919.
Pari-, 5. 3um (Smem JBerteetrr bet Havas-Agentur gegenüber gab der MncgAminiftn Barthou nach Rückkehr von seiner In.pektöns- reife in den Rtzciickanden ber absoluten Uebererv gung Andruck, daß, nvmi Teutidjlanb fortiatzrr, guten Willen au -eigen, noch vor (htoe des laufenden Monats Die Fohres klasse 1919 bemobilrtert sein werde. Entlassungen in gewissem Um ränge seren bereit- ins Auge gesaßt.
Die Tragödie der FamNie Wasden.
Berlin, 6 Funr. (Prio^Tel.- Fm Krankenhaus 29c)ier2> ist gestern mittag auch dv Gattin Harry Waldens, die frühere Schau»p^lenn Frieda Waagen, gestorben. In ber Wohnung Sah» bene nmrbe ein ^rici ‘ton in vor gefunden, rx dem sie schreibt: Ich weiß genau, dafe mein Geliebter Mann unheilbar krank ist unb ich roul, daß wir alle drei aus dem Leben idrCen Nach dem Ergebnis ber Untersuchung hat 'Stau Walden chren Mann unb Svlm eine Morphiumeinspritzung gemacht und baraui sich bte tödliche Bnlctzung bcigcbradX Bei Auffindung lieft kie noch das Slaftermeffer in ber Hand
Hivqerichtrt.
Koblenz, 6. Juni WTB, Ite Im Avril vorigen Iobres vom Stohlenjet Sckm?nrgcrrcht wegen verschiedener gemeinftbaftitdjer Morde, bannt» ter an dem ameritan neben Soldaten Pegg zum lobe verurteilt^ Klavierbauer In« Hayn ans ftjbleni und Kontoristin FranzisL Ackermann aus Äberfeld sind laut Ito bl enter Zeitung am Morgen des 4. Jun, in Köln durch Enthauptung hingerichtet worden.
der Geliebten" oder „(Beraubt von den Banditen"? Fch persönlich glaube, daß das ftchr z'.etzen würde, wenn man sich mir einen guten Lanptdarilecker verschafft, ForbeS 9bbertvn, Hemm Frvmg ober Lewis Waller $um Beispiel — ja, »der eie. Ma. Johns?"
Philipp verstirmmle, wi-, in Grübeleien ber» funken. Mr. heftete einen glühenden B.rck auf Sm und sagte.
„Also w gelang eS Fkmen, muh wrttubrrngen Dar am Ende gar ruxh die Bolltzi baJet?"
„Allerdings, Mr. Ja, ein Polizist
lab tzu." f
Eine Paule entstand, betrat tagte Mr. Fdhns mit heiserer Stimme:
Tie Aufführung eines pichen DramaS wurde die Polizei nie zulassen."
Nicht ort," gab Philipp zu. ...Mer $mei Dorftellungen roürbai ja genügen^ ypn Bon e - tun gen nur gutlxlrpten Hau ent. Segen rmr mal eine in London, in Albert Hall, nril Crati5entt«‘, und eine rn Datiord, bcifvielÄvei e mi: dem Tittt: Warum die Dahlmänner vergeblich au* i ren .'tun* bitaien werten mußten. Fabelhaft komisch! Natürlich habe ich mir ftfpn die Bewilligung ver- sck^if't, mein Leines Trama aufruftthren. Ster VI ' Er nxrrf Mr. ein Pavrer bm, ber ti durchlas uni dann mit einem schadenrroben Lächeln in taufend Stücke zerriß.
„Sic fcLrn vermutlich nistt beachtet/' tagte Philirr, „daß btc Bewilligung in drei Exemplaren ausgeiertigt ist?"
„Ei e Stunde nach der Lung nntrbe bte Polizei'i i ter .Fhnen her fein/' ii dxe Mr. Johns.
„Er . halbe Stunde nach der Vorstellung wäre ich in Sichcrch-til. Ich kann die Polizei mü Le-'ch- tigfcü Dcmubfli."
vermute/' sagte Mr. IchnS nach emer Paufe. „baB es aus'ichrsLrs wäre, nach dem Preise der Bilcktie ftrr die'Vorstellung yi fragen — aller Vil^lle?"
„Gewiß nicht. Ter Preis ist die Sanftwn meiner ticuriien Abmachintacn/' Mr. JotznS fhzB ein aus, und Ptzcki w fuhr^tatt: „Mans,
Mr. Iite'Z, feien Sie vernünftig Sie würden sich ia bxli schwer aus dieser Sache tzerauSziehen kön- - rn, — dazu ist fte M (tut geführt, ich könnte saqen in einer Wei e geführt, die sogar mich be» frwbigt Unb was verlieren Sie? Einige 3dm» tausend, vielleicht nicht einmal so viel, oatn etne .(enge Aftienbeffder werden 6re B<tinore iw Ver-- rrauen auf Fhre edblaufreit behalten. Tu haoen sich den Schaden scl>'! zuzu'chreibcn. Aber was ^-winnen Sie? Alles, ev haben bte Tigamma- .■"tenidxrit gerettet, eie sind ti aller Well Mund. South Watwrd gehört mü fliegenden »yabnen Syrien, und in eivirm Iachr<m heißen Lte Ätr Ernest. Und unterer eits. tvenn ich nurte Bilder Kige, was ist das Resultat? Gelächter <n gan-
Watford. Gan» Lontem. Ganz EnglMid. Sfm ParlamentLtdatz, keine Geliebte, frei Adel für Mr. Fvhns. sehen eie, Mr. )ohn», fthr Zaudern ist Ihrer unwürdig. Tas iit bufmeß, dusmetz im großen "
In bem Innern des großen Börferanannes spielte (ich ei' deutlicher Scnun ah. Ein paar Mreuten verftosen unter Sck»oeigen. Dann sagte Phllftw: „Ist es also achzemacht, daß Ste meine Transaktion gucheihrn?"
Mr. John- erhob sich schwer aui fernen Fauteuil. „Es ist abgemacht," sagte er.
„Bartrefflich, ,#fagtt Vstilivv (5oTrtn „Lassen 2k uns in mein Zimmer gehen und bte Sache schriftlich machen."
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Mit Mr. I^hnS schriftlicher StnErferanmg Der* sehen, saß Philipp eine balbe Stunde später bet einem Wlßskn-Grvg in cirier Bü-lrotbek, als ei klopfte. Au' 'fein „Herein!" er'cbm in der Tür« der triefe ältere Mann vom Bortage. Seine drückten die neffte 9itd>ergeftlagen6ett toxi.
„Guten Tag, Gvabam, tagte ^Philipp. „St# haben sich "eitern fern gehalten, ev, und überhaupt ihr alle. Setzen eie sich und nehmen S« einen Whisky."
(Fortsetzung folgt)


