gezahlt:
hingen gespannt.
W.
Ein schweres Eisenbahnunglück
4. OKI.
6.O6L
ouS.
459,50
490,50 499,E0
462,50 463,50 471, —
6. 10.
Schweizer Franken
Fr = 184.-
100 L.
124,13
890,90
125,74
894.10
im Tunnel heute morgen
100 100
100 100
100
1 100 100 100 100
100
123,87
879,10
Mandanten Einwohner 9 Offiziere Haus- und
Kr. flr. fir. Sh- Fr-
Kurt 5.10. 77,50
von Le Tateau, weil er 1914 fünf ohne Urteil habe erschießen lassen und Mannschaften wurden zu Zucht« Gefängnisstrafen verurteilt.
Dom Kasseler Turutag.
r =
Kr. =
4.60
0.35
5.90
40.80
21.42
22.75
40.20
0.80
572.-
2.45
4.80
KurS Kurs KurS
69,20
88,8)
117,80
88,80
117,80
97,80
125,40
23,80
ML. =. Är. = Är. =3 Fr. = £ =» L. -
Die Durchschnitlssteigung Beträgt 9,8 Prozent. 3n Agram. .
Abständen von je 100 Meter sehen sich 16 Fahr- Bukarest
autogene Schweißangen. in Butzbach und deS Be- trrebsratSvorfitzenben und zweier weiterer Arbeiter deS Dausterfchen Basallwerkes in Lollar gegen fristlose Ozttlaflung tonnte nicht fuutgegeben werden
18J.25 4.60 0.35 5.95
41.25 21.39
22.60
40.35 0-825
560-- 235
♦76
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
Französisch« KriegSgerichtSurteUe gegen deutsche Offiziere.
Paris, 5. Ott. (WTD > DaS Kriegsgericht hat eine ganze Reihe von deutschen Offizierenin Abwesenheit verurteilt, darunter 3 zum Tode. Unter diesen den einstigen Kom-
183,20 500,60
472,- 126,- 895,90
Wechsel auf Holland ...... Deutschland .... Men Drag ....... Paris London ...... Italien Brüssel Budapest Neuyork. .....
3976,- 3984,- 4043,454051,55
864,10 865,90 881,60 883,40
1503,45 1508,55 1496,- 1499,-
2237,75 2242,25 2322,65 2327,35
1.7,1 L r. 125,40
Kirchliche Nachrichten.
Israel. ReliaionS- Gesellschaft. Sabbatfeier. 8. Ott. Freitag abd. 5.20. Samstag vcrm. 8.00. Predigt. Nachm. 4.00. ©abbat- ausgang 6.35. — Wochen gottesdienst. morg 5.30, addS. 5.00 Uhr.
4. 10. 4,62
2,49 4.60 77,-
3 65
Datum: Zürich . . . . Amsterdam . Kopenhagen. Prag Stockholm . . Wien London . . .
Varis .... Neuyork. . .
DOrfenknrfe.
Frankfurt Berlin 1-Uhr- 1-Uhr- Sch tust- Anf>
2762,20 2767,80 2814,66 2820 35
182,30 183,70 182,80 ----
Datum- 6*, Disch firiegsant 4 •/. Disch. Beichsanl. 3*. Disch Reichsanl. <•/. Preuh Konsole Darmftätitei Sank . Deutsche Sank . . . Disconto-Desellschast Dresdner Sank . . . Naiionaldank f. D. . Mitleid, drebitbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. SochGuhstahlwerk . V.-Lu^emb. Sergw.. Belsenkirch. Sergw. . Sarpener Bergbau . Oberschles. Eisenb.-B. Oberschles. Eisenind. . Phünix.Bergb -Akt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. E. D Schuchert-Werke. . . Felten-Guilleaume. . Daimler Sud.- Lisenw.» Akt. , Adlerwerke 4°/. Hess Staatsanl. , Elektron Grreshei».
Marknolierungen.
Für 100 deutsche Mart wurden
Vermischtes. •
Der AuSdau des Mannheimer Industriehafens.
Mannheim, 5. Ott. (WLB.) Der Bür- gerauSschuh bewilligte heute 25,7 Millionen M a r k für den AuSbaudesMann- heimer Industriehafens. Der Ausbau soll sofort in Angriff genommen werden.
zeuge für die Klasse I. vier für die Klasse III, dreißig für die Klaffe II, ie^ehn für die Klasse IV unb sechs für die 5Nasse iVa in Bewegung.
— Der Gladiatorenpreis-Sieger Wallenstein im Besitz von Frhr v. Oppenheim hat sich alS Vierjähriger erst richtig entwickelt. Aachdem er feinen Besitzer alS Zweijähriger 21 120 Mk. und als Dreijähriger 146 100 Mk. verdient hatte, tonnte er in diesem Jahre nicht weniger als 387 003 ML an Preisen einheimsen, so da» sich seine Gesamtgewinnsumme auf 559 220 M. beläuft. Der Dark Ronald-Sohn lief in allen feinen diesjährigen Rennen, zehn an der Zahl, mit fdtener Treue nach vorn, fiebenrnal tarn er als ^teßer ein, endete zweimal als Zweiter und einmal als Dierter im Hammonia-Preis zu Hamburg, wv er sich vor Romanze, Gras Ferry und Trumpf beugen muhte. Auch im Drachenberg» Hennen unterlag er gegen Romanze und im Frankfurter IubiläumL-Ausgleich gegen Graf Ferry, öen er aber bei anderen Gelegenheiten verschiedentlich hinter sich lieh Seine Erfolgserie begann mit den Kölner Frühjahrs-Ausgleich, denen sich die Siege im Preis der Rachligall. FrühlingS- Rennen, Goldene Peitsche. Preis von Westfalen, Hoppegartener Ehrenpreis, Wilamowitz-Rennen und dem Gladiatoren-Rennen anschlossen
- 5.10.
! 4,56
। 2,50
। 4.40
76 36
> 3.65
2197,-
Turnen, Sport und Spiel.
Ein Länderkampf im Schwimmen Dorwegen—Deutsch land.
Die sportlichen Beziehungen Deutschlands zum Auslande breiten sich immer mehr aus. Dach den Fuhballern und Leichtathleten sind es jeyl die Schwimmer, die zum Länderkampf ins Ausland geladen werden. Der „Äreftianta Svömmekrcds" 6at an die deutschen Schwimmer eine Einladung zu einem Länderkampf ergehen lassen, der im November m der norwegischen Hauptstadt entschieden werden soll, Die Erfolge unserer deutschen Meister, der siegreiche Kampf mit den alten Höchstleistungen, hat in Cbristiania den Wunsch reifen lassen, unsere Techniker im Kampf mit Norwegens Kämpen zu sehen. Vorher werden die Vertreter des nordischen Vereins in Berlin die näheren Bedingungen mit den Vertretern des Deutschen Schwhmn-VerbandeS festlegen.
d>en aber glücklicherweise nicht beging. Auch auf andere Weise bat Hellhoff das Mädchen auf das schamloseste mihbraucht, dah es schweren Schaden an seiner Gesundheit litt Schltehlich versuchte er eS in die Nidda zu flohen. DaS Urteil steht noch
Hühn erd uejen
Hornhaut. Schwielen u Warzen
1 KuS^iroi
SdwMI^aeAocMenJIrogtnenertirtdi Drogerie Voll, Bahnhofstraße 5L
Märkte.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 5. Olt. (Amtlich.) Bei langsamem Handel verblieben bei Binder und Schweinen Uederstand, trotz des geringen Auftriebes. Von Grohvieh zogen die Preise auf dem heutigen Markte nicht weiter an. 3m einzelnen ist zu bemerken: Ausgetrieben tvaren 1389 Stück Grohvieh, davon 241 Ochsen, 73 Bullen. 965 Färsen und Kühe: ferner 140 Kälber, 344 Hümmel und 574 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Ochsen 550-900 Ml., für Bullen 500—800 Mk., für Färsen und Kühe 250—870 Mk., für beste Kühe 800 Mk.. ferner für Kälber 600-1000 Mk., für Hämmel 300—500 Mk., für Schweine unter 80 Kilogr. Lebendgewicht 1000—1300 Mk, 80—10V Kilogr. 1300—1550 Mk. Am Montag- Schweine- markl waren 1433 Schweine auf getrieben. Alle schwereren Sorten, einschlietzlich bester Qualität, 1400—1550 Mk. Sauen und Eber 1100-1250 Mk. Vom 8. Oktober an findet ein wöchentlicher Spanferkelmarkt von 8—12 Uhr vormittags am Samstag statt. Die Marktpreise liegen um so viel über den Etallpreisen, als sie die nicht un erheb- lichen Gewichtsverluste, Spesen uird Händler gewinn in sich schließen.
Frankfurter Fruchtmartt.
Frankfurt a. M., 5. Ott 3nfolge der hohen jüdischen Feiertage wurde die Getreidebörse heute abgebalten. Der Markt war gut besucht, doch blieb Die Umsatztätigleit bescheiden. Vielfach hängt die Zurückhaltung mit der Devisenbewegung zusammen. Für Futtermittel besteht rege Nachfrage, und die Preise lagen fest. Getreide war sehr gesucht. Biertreber anziehend. Hafer finbet schlank Aufnahme. MaiS, Weizen und Roggen gingen zu unveränderten Preisen um. Sommergerste blieb gefragt. Heu und Stroh behauptet. Sämereien blieben vemachlü^ gt. RetS lag fest. Hülsenfrüchte finden zu höheren Preisen Aufnahme.
Datum:
Amsterdam- Sottet!). Srüsjcl.Ailtwerpen . Chriftiania Kopenhagen Stockholm helsingsor» Italien........
London Neuyork Pans.........
Schweiz Spanien Wien (alles). .... Deutjch-Oesterr. . . . Prag Budapest..... •
Bulgarien Konstantinopel. . . .
— ..Volk in Not". Unter diesem Motto ladet der Deutsche ReichSauSschuh für Leibesübungen zu einer groben Werbeveranstaltung für den Sport zum 20. November, vorm. 11 Uhr, im Sportpalast zu Berlin ein. ES soll eine Riesenkundgebung für die Turn- und Sportbewegung werden, wie sie bisher noch nicht da war. Die Veranstaltung, die unter Leitung des 1. Vorsitzen- den des Reichsausschusses, Exzellenz L e w a l d , vor sich geht, bringt neben turnerischen und sportlichen Darbietungen verschiedene namhafte Persönlichkeiten auf die Redner-Tribüne, die über die Notwendigkeit und Nützlichkeit der Leibesübungen für das deutsche Volk sprechen werden. EintlitttS- preise werden nicht erhoben.
— DieReichsfahrtdeSA. DA C . die anschließend an die Dcuische Dutomobilausstellung in Berlin veranstaltet wurde, hat am Dienstag früh in Zehlendorf ihren Anfang genommen und führt am ersten Tage von Berlin nach Leipzig (rund 185 Km.), am Mittwoch von Leipzig nach Eisenach (190,3 Km.) und am Donnerstag von Eisenach nach Heidelberg (299.4 Km ). Zwischendurch finden Berg- unb Jlachprüfungs ährten statt, und den Beschluß bildet am Freitag die Bergprüfungsfahrt auf den Königsstuhl bei Heidetoerg. Siele Rennstrecke ist 4400 Meter lang, der ©tariert liegt 120 Meter, das Ziel 543 Meter hoch.
Gießener Stadttheater.
„WaS ihr wollt." Von Shakespeare.
'Dieben, 6. Oktober 1921.
ES war ein glücklicher Gedanke, die beginnende Spielzeit mit Shakespeares „Was ihr wollt" einzuleiten: Sin llassisches Stück eines der Lustspiele der Weltliteratur, unerschöpllich an bedeutsamen und ergötzlichen Szenen, reich an Gestalten, die jederzeit und allerorts zeitgemäh sind. Unb das Ganze überfonnt von schönstem Humor, der mehr ist alS nur klingende Schelle, von jener ..unschuldigen Heiterkeit" Shakespeares. über die Goethe und Gckermann in ihren Gesprächen irgendwo einmal sich freuen. Man mutz sich nur einfach von dem liebenswürdigen Geist dieses Stückes in jene echte Lustspielwelt hinübertragen lassen, wo man gar nicht mehr fragen kann nach Warum und Wie. wo alles ist, wie es gefälst und wo alles gefällt, wie eS ist. Die .Handlung"? 3st es die Liebe deS Herzogs Orsino zur Gräfin Olivia? Ober die Leidenschaft, in der Olivia zu dem vermeintlichen Pagen des Herzogs entbrennt zu Viola? Oder die Siebe ViolaS zum Herzog? Oder baS Schicksal der Zwillinge Viola unb Sebastian, das plötzliche Auftauchen des Bruders, das den Knoten verwirrt und schliehlich löst? Oder die Überschlauen 3ntrigucn des saftigen
mc. Frankfurt a. M.. 5. Oft. Der Kaufmann Hellhoff, der seine Geliebte in die Nidda zu stoßen versuchte, erhielt vom Schwurgericht 3 Jahre Zuchthaus, außerdem wurde auf Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt.
mc. Frankfurt a. M.. 4. Oft. Dor dem Schwurgericht hatte sich heute bet 23jährige Kaufmann Hans Hellhoff wegen Mordversuchs an einem Mädchen zu verantworten, das er in die Nidda zu stoßen versuchte. Die Anklage stützt sich auf Indizien, doch kam im Lause der Verhandlung die ganze Verworfenheit des Angellagten ans Tageslicht, der das aus anständiger Familie ftanunenbe Mädchen in den Sumpf zu ziehen suchte, indem er eS zu Verbrechen anleitete, die das Mäd-
2155,30 2159,30 2197,80 2202,20 1610,851624,151633,351636,65
7^53 7,57 7,08 7,'12
129,60 129,90 131,35 131,65 17,48 17,52 17,93 17,97
erhalten wir folgende bedeutungsvolle Meldung, deren Tragweite vorläufig noch nicht adzusehen ist-
Kassel, 4. Olt. (WB.) 3n der heutigen Vcrmittagssitzung des hier tagenden HauptauS- schusfes der Deutschen Turnerschaft wurde über die Regelung des Verhältnisses zwischen der Deutschen Turnerschaft und den Sportverbänden der nachstehende Beschluß gefaßt:
Der Turnertag beauftragt den Vorstand, sofort mit den Sportverbänden in Verhandlungen über die Aenderung der Verträge einzutreten; sollten die Sportverbände unsere Vorschläge ab- tebnen, so sind die Verträge bis 31. 3. 1922 zu kündigen unb auf ihre vorzeitige Aufhebung hinzuarbeiten.
Ueber die neuen Vorschläge der Deutschen Turnerschaft war noch nichts in Erfahrung zu bringen; sie können erst nach offizieller Bekanntgabe an die Unterverbände der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Verhandlungen deS HauptauSschusseS wurden im übrigen unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt.
in Frankreich.
Daris, 5. Oft. (WT2.) H ute abend gegen 6 Uhr stießen imTunnelvonDatignolles zwei Dorortzüge zusammen. ^ Der Zug hatte soeben den Bahnhof von 6L Lazare verlassen, alS der Lokomotivführer einen Bremsbruch bemerkte. Gr verließ die Maschine, um den Schaden audAubeffern. Wenige Minuten später stieß ein aus Moulineaur kommender Zug, der dieselbe Strecke benutzte, auf den Versailler Zug. dessen letzte Wagen besonders stark zu leiden 'hatten. Die Reisenden der vorderen Wagen konnten sich zum Tell retten. Der beschädigte Zug geriet infolge der Explosion eines Gasbehälter- in Brand. Bisher wurden 4 Tote. 18 Schwerverletzte und 50 Leichtverletzte geborgen.
Daris. 6. Olt. (WT2.) Bei dem Unglück von Batignolles wurden bis rund 16 Tote fest gestellt.
76,90 61.20
298,- 405,. 362,- 310,- 290,- 254, — 415,- 420,- 890,- 790,- 798,- 975,- 700,- 670,- 995,- 595,- 610,- 645,- 599,75 940,- 475,- 928, - 571.50
63,30 570,-
11,36 11,50 — ,81 0.78
3®nferÄ Tobias von ? Ober die lammer- dollen Geschicke des edlen Andreas von Bleichen- wang oder des geprellten Maloolio? Die schon gesagt, wer fragt, geht irre. Wir müssen uns ohne zu fragen genügen lassen an der Auskunft, die unS der Dichter zu geben für nötig hält. Dann wird unS schnell die Musik dieses köstlichen Spiels ergreifen.
Die Aufführung, die unter persönlicher Lei- tung von Hosrat Steingoelter stand, wurde allen Seiten des StückeS gerecht- den ernsthaften und den törichten, den närrischen und den behag- ltchen. Karla Keller verstand es, Olivia. du trotz der Trauer um ihren Bruder sich io schnell in den vermeintlichen Pagen verliebt, und Hres Stolzes nicht ohne Neigung auf ibreÄ ^Narren Spässe eingehl, sicher und maßvoll zu gestallen- Else Koop als Viola war alS Page keck und einschmeichelnd, als Liebende zart und gefühlvoll. DaS Kammermädchen Maria ' E l ä r e Türk) war eine Zierde ihres Standes. Karl Huhnke gab den phantastischen Musikfreund Orsino überzeugend und unausdringlich, FredyDöring fand sich trefflich In die wenig aktive und deshalb nicht ganz dankbare Rolle des Sebastian. Malvolio hatte an Advls Teleky einen Darsteller gefunden, der alle Seiten dieser Glanzrolle auSzunützen verstand. R u d o l s G o 11 stellte in gewohnter Meisterschaft den Junker Tobias breitbeinig auf die Bretter. W o l s L e u t h e i s e r als Andreas von Bleichenwang war gleich zwingend in Spiel und Maske K a r l V o l ck alS Fabio vervollständigte würdig das etle Freundestrio Der Narr Richard Hellborns wußte wohl, daß er gescheiter war als alle die klugen Leute unb ließ es mit Bedacht jeden anders merken. Auch die kleinen Rollen lagen durchweg in besten Händen.
Die Inszenierung lieh die ganze Mannigsal- tigkeit der Vorgänge unter geschickter Vermeidung von Wiederholungen im Rahmen eines.einzigen eindrucksvollen BildeS sich bewegen. Dadurch wurde die Harmonie des an Einzelheiten so reichen Stückes auch äußerlich sehr glücklich betont und gewahrt.
ÄlleS in allem: Der schöne Auftakt der Spielzeit macht mit Recht auf die kommenden Darbie-
Sanbel.
Berlin, 5. Oll. Börsen st immungS- b 11 b. Unter dem Einfluß der anhaltenden Verschlechterung der deutschen Valuta, wie sie durch die enorme Vermehrung deS Notenumlaufes der Reichsbank im Ausweise vom 30. September und die anhaltenden Preissteigerungen für hochwertige Aus'andSdevisen, obwohl der Neuyorker Mark- kurs hierzu nicht berechtigt, zutage tritt, hielt auch der UmwertungSprvzeh für Diricendenpaviere an der Börse an. Das Geschäft nahm auf allen Gebieten, besonders aber in den zu Einheltskursen gehandelten 3ndustriewerten unb in umwllerten Papieren einen solchen Umfang an, daß nach den Aussagen der zuständigen Stellen alle bisher in dieser Hinsicht dagewesenen Rekordtage weit übertroffen wurden. 3m Grobverkehr, der heute bereits um 11 Uhr begann, war die Kursbilüunci anfangs uneinheitlich, allerdings überwiegend scharf nach oben gerichtet. Doch trat im Verlaufe unter Schwankungen eine nachdrückliche Befestigung bet starken Kurssteigerungen ein unb es ergaben sich solche durchschnittlich von 10—50 Proz, für eine ganze Anzahl Papiere sogar von 50—9) Prozent. Deutsche Mali 100, Hammersen 140, Stöhr-Kamm- qarn 230. Julius Pintsch 300 Proz. höher. Realisationen in Dynamit Nobel, Köln-Rotta>eUer, Ohrenstein u. Koppel und Deutsch-Atlantische Telegraphen, sührten zu lellmeife an ehnlichen Kurs- nachläsfen für diese. Von der allgemeinen Aufwärtsbewegung zogen auch die Bankaktien bei Steigerungen von 5—15, für Darmstädter Dank von 35 Proz. kräftig Nutzen. Heimische Rentenwerte waren wenig verändert. Oesterreichische und ungarische Valutarenten waren überwiegend fester. Am Einhcitskurs-Industriemarkt, an dem sich die Kursfeststellung wieder sehr lange hinzieht, kam es für eine ganze Anzahl von Papieren zu großen Kurssprüngen. An der heutigen Börse waren 3>/rproz. Posener Stadtanleihe gegenüber dem letzten Kurs von 83 mit 5 Proz. gehandelt, ebenso wie am Montag 4proz. Bromberger Stadtanleihe einen ähnlichen Kurssturz verzeichneten.
Frankfurt a. M., 5. Ott. Börsen- stimmungsbild. Die Börse eröffnete fest bei ziemlich lebhaftem Geschäft. Zu großen Umsätzen kam eS wieder in einzelnen Spezialpapieren. 3m freien Verkehr waren besonders Gebr. Fahr gesucht, 1040 bis 1050. Denzmotoren fest, bis 466. Rhenania 796, junge Ufa 220. Der Devisenmarkt war ruhig bei festerer Stimmung. Ausländische Werte hatten deshalb nur geringe Kursbewegung zu verzeichnen. Deut'che Petroleum bis 1170 gehandelt. Elektrvaktten lagen weiterhin fest. Der Kassamarkt lag wiederum recht fest. Bankaktien unb Echifsahrtswerte verkehrten in fester Haltung Sehr gesucht waren Badische Anilin. 3m Verlaufe wurde daS Geschäft ruhiger. Doch erhielt sich die feste Grundstimmung bis zum Schluß. Privatdiskont 33/< Prozent.
3r r an ftj u rt a. 30t, 6. Oktober. Berliner Devisenmarkt.
Geld Brief Geld Brief
Gerichtssaal.
ÄaS Urteil bn Köthener Hochderratsprvzetz.
Leipzig, 5. Oft (Wolff.) Das Reichsgericht oerfünbete heute vormittag Im Köthener -HochverratSpr ozeß daS Urteil. Deaen verfchtedener Straftaten, wie Hochverrat. Beihilfe dazu, Freiheitsberaubung, Desangenenberaubung, Verabredung eines hochverräterischen Unternehmens unb Aufforderung zum Hochverrat wurden insgesamt 17 Angeklagte zu FestungSstrafen von eineinhalb bis sechs Jahren, ein Angeklagter wurde wegen schwerer räuberischer Erpressung. Beamlenbeleidigung und versuchter Nötigung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafen, welche vor dem außerordenllichen Gericht in Dessau seinerzeit verhängt waren, fallen weg. und werden auf die jetzt erkannten Strafen im Verhältnis von acht Monaten Gefängnis gleich einem Hahr Festung angerechnet Desgleichen .wird einem Verurteilten ein Teck der Untersuchungshaft auf die Strafen angerechnet Fünf Angellagte wurden freigesprochen.
3n Der Urteilsbegründung wurde u. a. auSgeführt Die umstrittene Frage, ob die außerordentlichen Gerichte ohne Verletzung der Verfastung etngefeht wurden, wird bejaht Die von jenen Gerichten erkannten Strafen find daher zu Recht ergangen. Da aber in ihren Verhandlungen der Tatbestand nur unter dem Gesichtspunkte f>cr verbotenen Truppenbildung beurteilt wurde, war eS nach der bestehenden 'Rechtsprechung möglich. dieselben Handlungen noch unter dem Gesichtspunkte deS Hochverrats abzuurteilen, doch waren die indessen erkannten Strafen In Anrechnung zu bringen.
Ein Freispruch.
dz. Berlin. 5 Oft Wegen Mordversuchs war der Werkzeugschlosser Otto Dohrmann angeklagt, welcher nach feinem eigenen Geständnis auf seine Ehefrau mehrere Revolverschüsse abgegeben hatte. — Der bisher unbescholtene Angeklagte hatte im vergangenen Iabre geheiratet unb war gezwungen, vorläufig in der Wohnung seiner Schwiegermutter zu wohnen. Dieses Zusammenleben von .all unb jung“ störte bald die Eimracht der jungen Eheleute, da die feit 16 Jahren von ihrem Manne getrennt lebende Schwiegermutter sehr selbständig geworden war und ziemlich stark .die Hosen anhatte“. Schließlich wurde die ganze Ehe nur noch zu einem Kampfe eineS Mannes gegen zwei Frauen. Den Höhepunkt deS Streites bildete eine Handlung der Schwiegermutter, weaen der vor Gericht auf einige 3eit Die Oeffentlichkeit ausgeschlossen werden mußte. Der Angeklagte behauptete nämlich, daß die Schwiegermutter in unerlaubter Weise dafür gesorgt habe, daß sich kein Familienzuwachs einstelle. Die Sache spitzte sich schließlich zu. als die Schwiegermutter dem Angeklagten die Wohnung kündigte, so daß dieser gezwungen war. zu seinen Eltern zu. ziehen. 3n dieser Situation beschloß D., durch Selb st mord bet Qual ein Ende zu bereiten. Nach einem erneuten De^söhnungsversuch gab er auf offener Straße auf seine Frau mehrere Schüsse ab. setzte sich bann die Waffe an die Schläfe und drückte ab. Die Patrone versagte, außerdem wurde ihm die Waffe von Passanten aus der Hand geschlagen. Obwohl der Staatsanwalt zum mindesten einen Totschlagsversuch für vorliegend hielt, kamen die Geschworenen laut „Deutscher Ztg." xu einer Verneinung der Schuldfragen, so daß Der Angeklagte auf Kosten der Staatskasse freigesprochen werden mußte.
Züricher Devisenmarkt.
5. 10.
3.10.
5. 10.
3.10.
77,50
77,50
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750,-
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730,-
788 -
650,-
705,-
960,-
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600,-
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550,-
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Man fordere ausdrücklich ...Pfei/zSpar- Glühkörper und
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