Einzelbild herunterladen

jabaxriPten TJertrrter wurdefol^enbe« öomunt- aut verösteirtllcht: Balfour. Baron 5t a t o unb HugheS haben fid? gestern Nachmittag im 6taatÄb<bortfmcnt getroffen unb sich lange über die Bor schlüge bezügl. der Flotten anur- hallen Bach Schluß der Besprechung setzte sich der japanische Delegiert^ unverzüglich mit Zof n in Verbindung. Wan ist der Nnstchk. da»; die 'Berbanbümgen üi ein günstiges Olabtu m getreten sind.

Washington. 4 Dez. lWolst.) HavoS 3n dem AuSschust für den fernen Osten erklärte Dtvian i bei der Besprechung der chine- tIschen Pachtgedtete. das) die französisch? Regierung bereit sei. sich einer Gesamtresiitutron der chinesischen Gebiete, die durch Pachtvertrag den verschiedenen Mächten über (affen wurden, an- znschlieben. Da die Grundbedingung angenom­men ist und die privaten Rechte sichergestellt sind, sollen die Einzelheiten der Rückgabe tm Ein­verständnis mit China und den daran interes­sierten Begierungen geregelt werden. Frankreich würde danach Kwangtfchu zurückgeben. England und Iapan brachten Einwendungen in bezua auf die L labte vor, an denen sie Anrecht besitzen Die Beibehaltung deS Status quo scheint daher wahrscheinlich.

Die Pachtverträge in China.

ParlS, 4. Dez. (WTB.) Nach einer Ha- daSmeldung cmS Washington erklärte Bal­four im Zusammenhang mit der Besprechung der Pachtverträge in China, die Deutschen hätten Kiautschau seinerzeit er- IvvrLen. um sich eine wirtschaftliche Borherr­schaft zu sichern. England dagegen habe einen Widerstand gegen die wirtschaftliche Herrschaft der Mächte in China schaffen wol­len, als es Wei-hai-wei erwarb. Es habe dem verheerenden Dorgehen Deutschlands und Rußlands Einhalt tun wollen. England habe sich in Wei-hai-wei keinerlei Handelsvorteile gesichert.

Line Pariser Orientkonferenz?

Paris. 3. Dez. (WTB.) Dach der ^LibertS" wird tm Ministerium des Aeuheren bestätigt, das) Lord Eurzon eine Konferenz zu dreien (England, Frankreich und Italien) zur Regelung der Orientfragen borge- schlagen habe. Die Konferenz soll einen vor­läufigen Charakter haben und in Paris statt­finden.

PartS, 5. Dez. iWTB.l Wie derMatin" mitteilt, steht eS nunmehr fest, bah Lord Cur­zon im Laufe dieser Woche in Paris mit Briand und einem Vertreter der italienischen "Regierung Aufammen treff en wird, um über die Lage in Klein-Asien zu verhandeln. GS fei noch unbekannt, ob fich an diese Diskussion eine De­batte über die allgemeine Lage, insbesondere über die Reparationsfrage anschliestcn werde.

Paris. 5. Dez. (WTB.) 3m Ministerium des Auswärtigen wird bestätigt, dah die 3u- fammcnfunft zwischen den Ministern des Aus­wärtigen Englands. Italiens und Frankreichs zur Besprechung der Orientfrage in Paris stattfinden wird. GS ist sehr wahrscheinlich, bah die Mitglieder dieser Konferenz die Gelegenheit benutzen werden, um einige der anderen Fragen zu prüfen, die ihre Länder mit Besorgnis erfüllen, besonders die Frage der Reparationen.

(Eine deutsche Protestnote an die Interalliierte Kommission in

Oppeln.

i Oppeln. 3. Dez. (WTB.) Der beut- 1 die Botschafter in Oppeln überreichte hevie der Interalliierten Kommis­sion folgende Note: Die staatliche Forst- behSrde in Oppeln wurde von der Interalli­ierten Kommission durch Derfügung vom 20. November 1921 angewiesen, die Ober- förstereien Schwarzwald undRyb- nik gewissen Persönlichkeiten zu übertragen, welche nachweislich im Dienste der polnischen Insürgentenbehörden standen. Die Anordnung widerspricht dem FriedenSver- trage, sowie dem Pariser Abkommen von 1920 und stellt sich ferner als Eingriff in schwe­bende Derhandlungen dar. welcher geeignet ist. die loyale Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Polen zu verhindern. Wenn von der deutschen Regierung vorausgesetzt wird, daß sie das Wirtschaftsleben in Ober* schlcsien bis zur endgültigen Grenzfestsehung durch die Beamten aufrecht erhält, dann darf erwartet werden, dah die Interalliierte Änm- inlssion sich einseitiger Eingriffe enthält. welche geeignet sind, die Bereitwilligkeit der Beam­ten zum Derbleiben in Oberschlesien zu beein­trächtigen und die Durchführung einer geord­neten Uebergabe der Derwaltung in Frage stellen. Der deutsche Bevollmächtigte legte im Auftrage der ReichSre^ierung gegen diese Mahnahme Derwahrung ein und bat die er­gangenen Anordnungen wieder rückgängig zu machen.

Rücktritt deS serbischen Kabinetts.

Belgrad, 3. Dez. (DTB.) Die von den Demokraten aufgestellte Forderung, das Priditschewitsch das Portefeuille des Innen, weiter behalten soll, stich bei den Radikalen auf entschiedenen ''viderspruch. Da die Demokraten weiter auf Schaffung eineSparlamentarischen Ausschus­ses für Aeusteres und Neubesetzung des Außen Ministeriums und auf einer gesetzlichen Regelung der Agrarreform beharrten und die Erledigung des Wahlgesetzes an die letzte Stelle des Regierung^programms stellten, überreichte der Ministerpräsident Basitsch heute nachmittag dem König die Demission des GesamtkabincttS.

folgende neun Herren: Den Präsidenten der RetchSbank, Etz Dr. Havenstein, den Präsi­denten der Berliner Handelskammer und des Industrie- und HandelStages, Franz von Mendelssohn, Inhaber der Bankfirma Men­delssohn u. Co.: Dr. Karl Melchior, Mitinha­ber der Bankfirma M. M. War barg u. Co., in Hamburg: Franz Urbig, Geschäftsinhaber der Diskontogelellschaft in Berlin: von Stause, Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bank, Berlin: Geheimrat Dr. Kreuter, Dele­gierter des BerwaltungsrateS der Treuhand­verwaltung ^ür das deutsch-niederländische Finanzabkommen; Geheimrat Dr. Hugenberg. Mitglied deS Reichstags, Präsidial Mitglied de« ReichSverbandeS der deutschen Industrie: Hans Kracmer, stellverttetender Vorsitzender des wirtschaftSpolittschen und des Auhenhan- delSkontrollauLschusse« des LeichSwrrlschaftS- rateS: Geheimrat Bücher, geschäftsführendes Präsidialmitglied de« ReichSverbandeS der ckeuttchen Industrie. An den Beratungen und Verhandlungen der Kommission nehmen fer­ner die Vertreter der zuständigen Ressorts teil. In der Reichskanzlei fand mlltagS eine Sitzung zur Einberufung der Kommission statt.

Em neuer Etatentwurf bet ReichSeisenbohnen.

Berlin, 3. Dez. fPriv.-Tcl.) Den Blät­tern zufolge wurde im ReichSverkehrSmmiste- rtum ein neuer Etatentwurf der Reichseisenbahnen auSgearbcitet da der zuerst vorberettete Etatentwurf durch die neuen Beamten- und ArbeiterbesoldungSbe» timmungen und erheblichen Tariferhöhungen achlich überholt worden war. Der neue Etat­entwurf wird balancieren. Er wird demnächst dem Reichskabinett voraelegt werden. Die Fragen der Eisenbahnrefvrm werden im Or- gani ationsausschuh des ReichSverkehrS- ministerlumS gemeinsam mit den Vertretern der Eisenbahnverbände bearbeitet.

Die Deamtenforderungen.

Berlin. 3. Dez. (WTB.) Der ZeitungS- dienst des Deutschen Beamtenbundes teilt mit: Die von sämtlichen Spitzen­organisationen der Regierung unter­breitete neue Eingabe umfaßt folgende De- vldungSfvrdcrungen: 1. Aenderung >er Grundgehälter im Sinne der Verringe­rung Der Abstände insgesamt, sowie zwi- chen den ein-,einen 'Besoldungsgruppen. 2. Aenderung der Höhe des TeuerungSzu-- chlagcS unter stärkerer Anpassung deS Ein­kommens an die Teuerung, uni damit der Notlage der unteren und mittleren Einkom­men 6 gruppen gerecht zu werden. Ausserdem wird eine Verbesserung der EinlommenSver- hältnisse der Diätare, der Beamten im Vor­bereitungsdienst und der im VettragSverhält- nis stehenden Beamten und der Pensionäre gefordert. Für die Arbeiter und die Ange- tellten wurden entsprechende Forderungen er­hoben. Zur Durchführung der der Reichs­regelung entsprechenden Erhöhung der Bezüge der Beamten, Angestellten und Arbeiter der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände wird die Bereitstellung von Reichsmitteln für Die Länder und Gemeinden verlangt. Die rascheste Auszahlung der Mehrbeträge noch vor Weihnachten wird für dringend erforder­lich gehalten.

Die ReichSinderzisfer.

Berlin, 3. Dcz. (WTB.) Nach Berech­nungen deS Statistischen RcichSamts ist die Re ichSindex Ziffer für die Lebenshal­tungskosten, durch welche die Ausgaben fün Ernährung. Heizung, Beleuchtung und Woh­nung ersaht werden, von 1146 im Oktober auf 1397 im November, also um rund 22 Prozent, gestiegen. Gegenüber Januar beträgt die Stei­gerung 48 Prozent, gegenüber dem November deS Vorjahres 58,4 Prozent. Die Indexziffer für Lebensmittel allein ist stärker als die Ge- samtindexziffer, nämlich von 1532 im Oktober auf 1914 im November, also um rund 25 Pro­zent gestiegen. Zu der Steigerung trugen aus­nahmslos sämtliche von der Erhebung erfaß­ten Lebensmittel bei. Besonders stark waren im Berichtsinonat die Preiserhöhungen für die von der Einfuhr abhängigen Waren, insbe­sondere für Fette. Die Aufwärtsbewegung setzte sich tm BerichtSmonat überall im Reiche durch. Das Ausmaß der Verteuerung war auch in diesem Monat innerhalb des Reiches ver­schieden groß.

Ausschreitungen in Düsseldorf.

Düsseldorf. 5. Dcz. (WTB.) Nachdem am Freitag nachmittag der Streik In der Düsseldorfer Metallindustrie be­endet war. ging der größte Teil der Arbeiter wieder in die Fabriken. Am Nachmittag dran­gen dann größere Trupps von verschie­denen Leuten, unter denen sich auch Polen und Russen befanden, in die Betriebe der Düsseldorfer Elsen- und Drahtindustrie in Oberbilk ein. Der Belegschaft des Werkes ge­lang es, die Eindringlinge zu vertreiben. Spä­terhin aber wurden die Ausschreitungen in Oberbilk fortgesetzt. Größere Trupps drangen in dir verschiedenen Betriebe gewalt­sam ein, um in einigen Fällen das Feuer un­ter den Kesseln herauszureihen und die Kabel zu unterbrechen und andere Störungen zu verursachen. Durch diese Ausschreitungen wur­den folgende Werke stillgele^t: Das Oberbilker Stahlwerk, die Düsseldorfer Eisen- und Draht- industrie, Hantel und Lueg. Hohenzollern, Lasonhausen und das Deltawerk.

Aus Hessen.

Regierungsbildung und Demokratisch« Partei.

Mttgitevern Der Kre- und der Regierungsbildung in Hellen Halbing bei der RetchSregierung | zu nehmen. Das hiesige Organ ter Deutschen De-

dttkommissivn

B e r l i n, 3. Dez. (WTB.) Der Reichs kanzler berief zu Mitgliedern der Kre

Mainz, 3 Dez. (Wolfs.) Am 1. Dezember tritt in Frankfurt der 5 e f f i f d>e Landes-

Aus dem Reiche.

Der Kreditausschuß beim Reichskanzler.

ausschuh der' Deutschen Demokrati­schen Partei zu einer Cihung zusammen, um zu dem Ergebnis der bellilchen Landtag ^wählen

mvkratckchen Partei, der .Mainzer Anzeiger", schreibt dazu, daß rach Ansicht führender Perfön- lichkciten ber Partei diese nach dem Ausfall der Wahlen sich nicht verpflichtet fühll, die Lasten der Verantwortung weiterhin au tragen, die fie auf sich nehmen würde, wenn fie sich wieder an der Regierungsbildung beteiligen wurde.

2ün Freitag versammelte fich der Vorstand und die Vertrauensmänner der Deutschen Demo­kratischen Partei Rheinhessens, um die De­legierten Der Provinz für die Tagung zu in­struieren In der au^gebebnlen A^'prache er­gab fich die einmütige Austastung. dah der Aus- fall der Wahlen der Demokratischen Partei nicht mehr die Pllicht auferlege, fich an der Regierung zu beteiligen, denn die Arbeiten ihrer Vertreter in der Regierung und der Kammer feien von der Wählerschaft ablehnend beant­wortet worden.

Aus dem besetzten Gebiet.

Die Reichstreue Aachens.

Köln, 3. Dez. Alle politischen Parteien AachenS (mit Ausnahme der kommunistischen Gruppe) nehmen mit folgen­dem Aufruf Stellung zu den längsten Be­tätigungen der Sonderbündler:Rhein­länder! Deutsche Männer! Deutsche Frauen! Dunkelmänner sind an der Arbeit! Aus nack­ten GeldsackSinleressen planen Dertteter die Loslösung von Deutschland! Der Augenblick der Gefahr wird verfassungSttcue Männer finden. In der Abwehr dieser verräterischen Bestrebungen sind wir einig."

Aus Stadt und Land.

Dieben, den 5. Dez. 1921.

Don der Briefmarke.

Früher galt das Briefmarkensammeln vielfach als eine Spielerei, aus der man mit Den Kinderschuhen herauswuchs. Heute ist die Philatelie nicht nur zu einer wirtschaftlich wichtigen Industtie geworden, in der riesige Summen umgesetzt werden, sondern auch zu einer eigenen Wissenschaft, mit der sich ernste Männer gründlich beschäftigen. Aeber diese Entwicklung der Briefmarkenkunde spricht Re- gierungSrctt DoengeS in dem soeben erschiene­nen Sonderheft vonReclamS Universum", )aS der Kennerschaft auf den verschiedensten Gebieten gewidmet ist. DaS clacntlicke He.mat- land der Briefmarkenkunde ist England, denn Dort beschäftigten sich schon im AuSgabejahr der ersten englischen Briefmarken und Brief­umschläge Zeltungen und Zeitschriften mit der Beschreibung dieser Wertzeichen, und dort gab eS schon in den 50er Zähren deS vorigen Jahrhunderts Männer, die nicht nur leiden- chaftlich Marken sammelten, sondern auch wissenschaftliche Grundlagen dafür schufen. Seit Anfang der 90er Icchre übernahm dann die deutsche Firma Gebrüder Senf die Füh­rung und schuf in ihrem Katalog einen Mittel- mntt der Driefmarkenkunde. der dem deut­schen Namen mit einem Schlage auf diesem Gebiete Geltung verschaffte. Heute, wo das Briefmarkensammeln über die ganze bewohnte Erde verbreitet ist, besteht eine eigene Wissen­schaft von der Briefmarke, und dies Gebiet hat eine so ungeheure Ausdehnung gewonnen, dah der ernsthafte Briefmarkensammler sich spezialisieren muh. Es ist heute bereits völlig unmöglich, im Sinne der früheren Zeit zu sam­meln, also alle Länder der Erde einzube­ziehen. Dazu bedürfte man eines solchen Riesenvermögens, wie eS kaum je.mand be­sitzt, denn nicht nur die sog. klassischen Marken, wie die berühmten Mauritius, erzielen ge­waltige Preise, sondern auch unter den jüngsten Erscheinungen der Postwertzeichen befinden sich Seltenheiten von größtem Wert. Sodann aber sind auch zum ernsthaften Brief­markensammeln Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten notwendig, die das frühere sog. Allgemetnsammeln" unmöglich machen. Die Wissenschaft der Philatelie aber wird nunmehr durch den Spezialsammler erst richttg auS- gebaut. Wer allgemein sammelte, konnte höchstens die gröberen Unterschiede der Mar­ken, also Wasserzeichen, ZähnungSverschieden- heiten usw. berücksichtigen: die feinen Warten der Papier- und Druckeigentümlichkelten, der Fehldrucke, der Duflagenunterschiede usw. sind nur dem Sondersammler zugänglich. Ihm ist in erster Linie die Vertiefung der 'Brief- marken-Wissenschaft zu verdanken: er hat dem Briefmarkensammeln die ernste und würdige Form gegeben, die ihr jetzt täglich neue An- Hänger zuführt.

Wettervoraussage für Dienstag.

Dunstig und wolkig, ftrichweise leichte Schnee­fälle. kalt, wechselnde Winde.

Der Hochdruckrück en. der fich von Rutzland ber nach der Nordfee erstreckte, bat fich infolge der Randwirbrl der atlantischen Deprellionen südlich verlagert Bei fallendem Barometer werden wir mit Bewölkung und leichten Schneefällen rechnen können.

Der Ankauf von Gold für das Reich durch die Reichsbank und Post erfolgt in der Woche vom 5. bis 11. Dezember zum Preise von 720 Mark für ein Zwanzigmark­stück. 360 Mark für ein Zehnmarkstück. Für die ausländischen Goldmünzen werden entsprechende Preise gezahlt

fpd. Die landwirtschaftlichen Löhne. Die inlrrefficrten landwirtschaftlichen Ardeitgebecveretnigungen von Preutzen. H e I »c n und Bachern haben bei einer in Frankfurt stattgefundrr.en Zusammenkunft die Lohnsätze für Saison-Arbeiterinnen aus 4500 Mark nebst freier Verpflegung Unterkunft und rraa'-na der ge­setzlichen Lastet, feftgelegt Im Beraleich -um Vorjahr tomrnt die Zulage einer ungTsähr 50- proientigen Erhöhung der Barlöhne gleich Eine Hcitc von Arlx-tSvertrügen wurde auf dieser Grundlage bereits odaeschlosfen,

" Die Gedächtnisfeier des R. S. X 222 am gestrigen Sonntag nahm einen wür­digen Verlaus. Wir lammei morgen ausführlich auf die Feier zurück.

" Der zweite Dichter-Abend der Literarischen Gesellschaft fand gestern in ber Unineri u lt statt. Der Dichter Will Vesper verstand eS, mit dem ausge­zeichneten Vortrag feiner eigenen Dichtungen Die zahlreiche Zuhörerschaft stark zu fesseln. Die einzelnen Gedichte und Märchen zeugten von einer tiefen Beobachtungsgabe und cinei lebhaften Phantasie. Dadurch, daß der Dich­ter nicht nur vorlaS. sondern den Stofs äutzersJ dramatisch wieder gab, waren die Zuhörer gezwungen, das Ganze mitzuerleben. Die Ein­leitung bildeten einige Gedichte ausBriefe weier Liedenden". Auch aus der Fonfetzuna dieses Bändchens Gedichte, aus ^Mutter und Kind" gab Vesper einige Proben. Sehr -um Erfolg des Abends trugen die humorvollen, aber tiefe Wahrheiten bergenden Märchen aus dem Buche®utc Geister" bei. So könnte man den Grundgedanken ausKönig der Tiere" sehr gut auf die heurige Zeit anwenden. Der Vortrag des MärchensDie Hausgeister^ rief Diederholl bei den Zuhörern Lacherfolgo hervor. Man konnte virkllch mit dem Gedan­ken nach Haufe gehen, etwas Schönes und gut DvrgettaaeneS gehört zu haben und man hatte wieder einmal herzlich gelacht. Di<7 Zu­hörerschaft freut sich sicher darauf, recht bald wieder einen solchen emst-frohen Wend ver­leben zu dürfen. K.

Vornotize».

Tageskalender für Montaa. Astoria-Lichtfpiele: .DaS DeheimnlS ber Spiel­hölle von Sebastopol" unb .Das letzte Abenteuer deS T.-K-Klubs". vichrfpielba^S Babnhvf- ffrabe: Heute bis einfchllefrlich Donnerstag .Der Marquis bOr** unb .Dir Eiertänzer".

Technische Rvthilse. Am Dienstaa, dem 6. SkAembcT. abends 8V< Uhr. findet tm (Hohen Hör(aal der Landesuniversltät eine öffent­liche Mitqlicherverfammlung der Ortsgruppe Die­sten statt. Auster kurzen Referaten über das Wirken dieser lediglich dem Schutze der lebens­wichtigen Betriebe dienenden Organisation ist die Vorführung von ^Lichtbildern geplant, unb es ist zu hoffen, dast der 2tocnb der hicflgcn Orts­gruppe, die bereits über 1200 Mitglieder aus allen BevöEerungv schicht en nmfaht reue fr.cunbe und Anhänger tat Dienste der Allgemeinheit zu- führen wirb. Man beachte die heutige Anzeige.

Landkreis Gießen.

Leihgestern, 5. Dez Das Fest der silbernen Hochzeit feiern morgen Jakob Lilienfeld und seine Ehefrau Zettchen geb. Maier.

ar. Röthges, 3. Dcz Wie in Velen Ge­meinden. fo hat man sich auch hier entschlossen, den auS der hiesigen Gemeinde imWeltkriege Gefallenen ein Denkmal zu setzen. Glnt auf den Totensonntag von DureeTmeister Metz­ger eirtberufene öffentliche Versammlung. DU leider sehr schwach besucht war, kam su bern Ont- schlust, das Denkmal auf dem Friedhof zu er­richten. (Se wurde ein vorläufiger Ausschutz, be­stehend aus den Herren Bürgermeister Metzger, Heinrich Metzger Ifl., Heinr. Ludwig Meckei und Wllhelm Möll H. gebildet. Sine Orts- sammlung ergab die Summe von 4342 Mk. Leiber beteiligten sich manche Kreise an der Sammlung wenig oder gar nicht, was wohl auf deren n* nanziellen, schlechten Geschäftsgang während bei Krieges -urückzuführen Ist Hcffentlich tut der Gememderat seine Hand noch auf, damit die A-decken bald in Angriff genommen werden können.

Kreis Atöseld.

gda. Alsfeld. 3. Dez. Einrichtung einer Jugendsterberqe. Einem in Wänderkreifen längst gefühlten Bedürfnis ist jetzt Rechnung getragen. Dank dem Entgegen­kommen der In Betracht kommenden Stelle» ist eS gelungen, auch in Alsfeld eine Zugend- herderge einzurichten. Der Raum für die Mäd­chen befindet fich in der Höheren Bürger- (Mädchen-)Schule, derjenige für die Knaben in dem alten Realschulgebäude im Schnepfen­hain (jetzigen Ackerbauschule). Don der Zen­tralstelle für deutsches Zugendwandern bi Frankfurt a. M. wurden 24 Betten (für jede Abteilung 12) kostenlos zur Verfügung ge­stellt. Die Frachtkosten bis hierher sollen durch eine öffentliche Veranstaltung aufgebracht werden.

Krei- Büdingen.

X Ortenberg, 4. Dez. Der Sonntag war für unter Städtchen ein rechter V H C. - Tag Di.» Vereine Frankfurt. Gelnhau­sen, Büdingen, Stockheim, Dir»en- h a i n und Gedern gaben sich teils veabllch- tigt. teils zufällig hier ein Srelldich'in: selbst­verständlich hatte der hiesige B H C mll Rück­sicht auf die auswärtigen Gäste feine Wanderung nach Selters verschoben und traf sich mit den D. H. Lern in der . WC deren Räume kaum aus­reichten. um die Zahl der Wanderer au fassen. Bei flcmemlamcm Äafl*. Mulck unb Gesängen. Vortrag von Gedichten unb entsprechende An­sprachen vergingen die Stunden sehr rasch, so dah olele Frankfurter statt des voraesehenen Zuges um 1/16 Uhr erst den 8 Uhr-Zug benutzten. Sin allen Dellnehmern unvergeßlicher Augen­blick war wohl der. als nach einem Vortrag eines den Vrgelsberg unb die Heimat verherrlichenden Gedichtes durch den greifen V H S.-Bruder Heu» s.>hn aus Hanau unter dem Sin fall sämtlicher Zupsgeiaen unb anderer Instrumente fich bie aan*e 'Beriammlunq wie ein Mann erhob unb begeistert das Deutschlandlied fang. . . . Der bie- fige V H. S. begeht tm Februar sein vierzigstes Stiftunasfest. Um die nötigen Vorbereitungen vj treffen, wurde ber Vorstand erweitert, stell- rertreienber Vorsitzender wurde V H. L.-Bruder Dr. Löffler, stellv. Schriftführer V H Bruder Didier Beisitzer V H L -Schwester Pflüger Zur Gefamworstanbsimuna auf be* Hoh crbskops wurde V. H. C-Bruder Haas ab- aerrbnel. Am vorigen Donnerstag tagte hier ber Beamtenbund An Stelle bei leider erkrankten Vorsitzenden Gerichtsvollziehers Eeschke wurde Infpekwr Didier -um Vor­sitzenden gewählt Der Verein befchlost nochmals, energisch die Cinreihuna von Ortenberg in eine höhere Ortsklasse -u betreiben, besonders da BQ- , dingen und Mbda schon länger höher eingereiht | sind. Der Kenner unserer Verhältnisse weid» do