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Eltelreit ober bie seiner tfännlie zuru ersetze, um Ungarn nicht in neue Krisen und Gesah- den zu stürzen. In der Tat misse jedermann in Ungarn, baß weder Italien noch bie be­nachbarten Staaten bie Wiederkehr Karls jemals dulden würden Er hoffe, daß es das letztemal sei, baß biesem Herrn bie Ehre erwiesen werde, von ihm im italienischen Parlament zu sprechen.

Vie Zollgrenze am Rhein.

Paris, 2. April. (WTB.) Der Temps" gibt Aufklärung über den Inhalt des neuen Zollstatutes über die r h e i - nischeZoll grenze, welche nicht 570, son­dern 500 Kilometer lang sein wirb, da der Rhein nicht als Zollgrenze bienen könne. Tie gestrige Botschafterkonferenz schloß sich diesem Standpunkt an mit ber Begründung, baß bas deutsche wirtschaftliche Zentrum sowohl in den östlichen Brückenköpfen, als auch zu beiden Seiten des Flusses gelegen sei. Deshalb wurde ein englischer Vorschlag angenommen, nach dem bie Zollgrenze im Interesse der besseren Kontrolle im Innern der englischen Bcsat- zungSzone lausen soll, aber hierdurch würde keine Abänderung in der militärischen Besat­zungszone nötig. Was,den Zoll für die Ein­gang aus dem nichlbesetzten Gebiet nach den Rheinlanden anbetrisft, jo ist von der^Rhein- landkommission vorgeschlagen worden, in der ersten Periode 25 Prozent bes deut­schen TarifeS zu erheben, in der zweiten Periode 5 0 Prozent, unb in der dritten den gesamten Betrag beS beutschen Zolles. Sämtliche Zahlungen sind in Golb- mack zu entrichten. Heute hat sich der Botschaf- tecrat nur für bie erste Periode festgelegt, für die beiden weiteren Perioden behalten sich die verbündeten Regierungen weitere Maßnah­men vor. Hinsichtlich des AusgangszolleS für -rheinische Waren ins unbesetzte Deutschland Hat die interalliierte Kommission die Erhe­bung von Zöllen vorgeschlagen, die den deut­schen Tacisen in Paviermark gleich kommen.

Der,.Temps" bemerkt hierzu, dieser Vor­schlag scheine keinen Widerspruch gefunden zu haben. Die interallierte Rheinland ko rnrnis- sion hat Idas Recht, die Mraßnahmen zu treffen, die sie für notwendig hält. DerTemps" gibt noch Aufklärung über die Organisation der neuen Zolleinnahmen dec Aemter. In Kob­lenz wird ein leitender Ausschuß für die rhei­nischen Zölle errichtet. Diesem untersteht ein Zollkommissar für daS Rheinland. Die drei .Hauptämter, Wiesbaden, Mainz und Lud­wigshafen. werden in Landessinanzämter rumgewandelt und treten an die Stelle derjeni­gen in Kassel, Darmstadt und Würzburg. Die 19 Hauptämter, in der Näbe der neuen Zoll­grenze werden für die Erhebung der Zölle ver­wandt, ebenjo 31 einfache Aemter, wozu noch «eine Anzahl neue geschaffen werden. Der Rheinsch'ffahrtSzoll bleibt bestehen. Schiffe, die auS dem Ausland kommen, werden jedoch in Ruhrort und Mainz durchsucht. Dem deut­schen Zollpersonal, das gegenwärtig 1900 Köpfe beträgt, werden 70 Beamte und 80 Hilfsarbeiter für jbie oben erwähnten Aemter entnommen. Die bisherigen Zollinspektionen bleiben besdehen. Es wird außerdem staffel- weise eine interalliierte Kontrolle eingerichtet. Hierfür stellt Frankreich 17, Belgien 10, und C-naland 5 Beamte. Die Ueberwachung der Zollgrenze wird unter Mitwirkung des Be- satzungSheeres ausgeübt. Hierfür stellt Frank­reich 100, Belgien 20, England 16 Mann. Es wird außerdem von der rheinischen Oberkom- missron eine Flußpolizei auf dem Rhein or­ganisiert werden.

Paris, 3. 9lpril. DerNeupork Herald" will aus Koblenz erfahren haben, bie Fran­zosen und Belaier würden unverzüglich) in ihrer Zone die Zölle einziehen, dagegen könne in der amerikanischen und in der englischen Zone die Einkasfierung erst in einigen Ta­gen beginnen. Die Einnahmen in der ameri­kanischen Zone würden Frankreich zugeführt werden.

Ein Beschluß der internationalen Konferenz des Roten Kreuze».

Genf, 2. April. (WTB.) Die z. Zt. hier tagende internationale Konferenz des Roten Kreuzes, worauf auch Deutschland vertreten ist, hat auf Anregung der Vertreter von Kanada, Australien und Griechenland einstimmig beschlossen, eine Kommission einzusetzen, welche die während deS letzten Krieges von beiden Kriegsparteien gegeneinander erhobenen Besclmldigungen wegen Verletzung ber Genfer Konventionen namprüfen soll. Die Kommission wird in der Weise gebildet, daß bie Roten Kreuze von Spanien, Holland, der Säuveiz, Schweden, Norwegen unb Dänemark um Benennung je einer hervorragenden Persönlichkeit ge­beten werden. Die Roten Kreuze der krieg­führenden Länder werden ihre Klagen der Kommission vorlegen, welche sie nach Anhö­rung des Noten Kreuze- des beschuldigten Staates prüft.

In Deutschland wird dieser Kon­ferenzbeschluß aus allen Seiten lebyaft be­grüßt. Erstmalig bietet sich hier Gelegen- l)eit, die von den beiden Zvriegsparteien gegeneinander erhobenen Bornmrse vor einem neutralen Forum zum AuStrckg zu bringen. Dies wird sich ah das beste Mittel erweisen, den Streit Über Vergangenes zum Abschluß )u bringen und den Weg für ein künftiges internationales Zusammenarbeiten sreizumachen.

3!in Oem tteiche.

Aufhebung der Bewirtschaftung des Zeitungs- drnckpapiers.

Berlin, 2. April. (.Wolff.) DaS Reichs- fabinett beschloß nach Prüfung der durch bie

Entschließung der ZeitungSVerleger vom 31. März geschaffenen Sachlage die Bewirt­schaftung des Zeitungsdruck­papiers mit Wirkung ab 1. Avril auf­zuheben. Damit entfallt zukünftig auch die amtliche Preisfestsetzung. Die Reichsregierung wird aucb weiterhin durch äußerste Förde­rung ber Probuktion und straffe Handhabung ber Ausfuhrkontrolle für ZeitungSdruckpapier bafür sorgen, daß der Inlandsbedarf bei deutschen Presse sicher gestellt bleibt.

Zum Eberbacher Fall.

Karlsruhe, 2. April. (Wolff.) In ber Anaelegenheit des Eb er bacher Ueb er- falles wird von amtlicher Seite mitgeteilt, daß die Begnadigung der beiden ameri­kanischen Krtminalbeamten Naef und Zimmer auf Anregung des kommandieren­den Generals der amerikanischen Streitkräfte in Koblenz erfolgte.^ Tas bei dem Ueberfall verwundete junge Mädchen wird von amerikanischer Seite in angemesse­ner Weise entschädigt. Tie Freilassung der beiden Amerikaner wird im Laufe des heu­tigen Tages erfolgen.

Ans Statt und Land.

Gießen, ben 4. April 1921.

Wettervoraussage

für Dienstag:

Wolkig, meist trocken, etwas kühler, nord­westliche Winde. Unter dem Einfluß nordwestlicher Winde ist mit geringer Abkühlung und Bewölkung zu rechnen.

Es ist wohl recht lange her, daß an einem Aprilfonntag die Sonne schon so juniheiß wie gestern auf die Erde gebrannt hätte. In Gießen betrug bie Höchsttemperatur 20 Grad im Schatten. Es war also schon so heiß, daß es in b:n Schulen ^hitzfrei" gegeben hätte. So war es denn kein Wunder, daß gestern so ziemlich alles, was gehen konnte, in den sonneglänzenden Frühlingstag hinauspilgerte und daß die Vergnügungsstätten der Stadt ziemlich leer standen. der Rächt wurde es allerdings wieder empfindlich kühl. Das Thermo­meter verzeichnete zwar keinen Frost, sondern sogar 2 Gvad über Null, aber der au] ben Feldern liegende Reis bewies doch, daß der Boden sehr abgekühlt wurde. Nach Ansicht ber Wetterkunbigen ist vorläufig wohl noch nicht mit einer Aenbe- rung des Wetters zu rechnen. Für den Landmarm eine betrübliche Vorhersage, berat bie jungen Saa­ten, Wiesen usw. bedürfen gerade jetzt des Regens.

Beranstalrungen.

Montag: Caf6 Leib, 71/, Uhr, Konzert. Schipkapaß, 8 Uhr, Mitgliedervortrag des Natur- heitvereinS. Hotel Emhorn, 8 Uhr, Theater- Varietee. Pfäl'zer Hof, 8V? Uhr, Hauptver­sammlung des Männerbadevererns. Lichtspiel­haus, Ter Million en dieb Peter Voß, 1. Teil". Lichtspiele, SelterSweg, Der Dotenkops.

** AuS dem Stadttheaterbureau. MS Ersiaufführungsür Gießen wird "in der mor- ffXjen Dienstag - Abonnement - Vorstellung das SchausptelEphraims Tachtel von Karl Hauptmann, dem jüngst verstorbenen Bruder Ger- barb Hauptmanns, gegeben. Tas Werk war ur- ivrünglich in ausgesvrochen schlesischem Dialekt ge» sch rieben unter dem Titel:Ephraims Breite" Durch eine hochdeutsche Ausgabe, die vier benutzt wird, ist das interessante Stück dem Verständnis des Publikums wesentlich näher gerückt und dürfte auch hier, bet der sorgfältigen Inszenierung des Herrn Ttieky, starke Wirkung ausüben. Besonders sei noch erwähnt, daß der Dialekt im allgemeinen nur angcdeutet wird.

** Kleine Mittetlungen. Morgen fei­ern Oberbausekretär Friedrich Marx und feine Ehefrau Kawlrna, geb. Brühl, Wolfstraße 20, Vas Fest der silbernen Hochseit.

** Bornotizen. Der demokratischen F r a u c n g r u p p e ist es, wie sie uns mitteilt, gelungen, bie in der Frauenbewegung bereits ftüler bekannte Schriftstellerin imb Rednerin Frau Elli Heuß-Knapp aus Berlin zu einem Vortrag zu gewinnen, ber morgen abenb imGroßhei^og" stattfindet. DcS Vortrags wegen fäUl ber Stamm - tifebabenb ber demokratischen Partei aus. Tie Lichtspiele SelterSweg bitten unS, mit» zuteilen, bah ber von heute ab laufende Film Der Totenkovf, 1. Teil" ein Prämienfilm ist. Die Firma Weiß-Blau-Filmwerke München Hot 50 000 Mk. in 126 Preisen ausgesetzt für die Lösung des FilmS. dessen zweiter Test versiegelt bleibt, bis ber Film in ganz Deutschlanb ge­laufen ist.

Landkreis Gießen.

M. Muschenh eim, 1. April. Das Sie- belungSversahren Hofgüll ist jetzt so weit gediehen, daß ben einzelnen Gemeinden ihr Landerwerb zugeteilt werden konnte. DaS Hofgut Hofgüll* bewirtschaftet 936 Morgen, davon gibt eS 312 Morgen ab. Es erhallen Eberstadt 100 Morgen, Dorf-Güll 78 Morgen, Muschenheim 71 Morgen, Trais-Münzenberg 26 Morgen, Ober-Hörgern 26 Morgen.Außer­dem erhält der Besitzer der Neumühle für sein an die Gemeinde Muschenheim abgetretenes Gut 11 Morgen Der VerteilnngSplan für die einzelnen Landerwerber wird in den näch­sten Tagen zur Offenlegung kommen, damit das Gelände baldigst in Dewirtschaftnng übernommen werden kann.

KreiS Friedberg.

Ku »Eröffnung ohne Musik.

B a d - N a u h e i m, 4. April Bei herrlichstem FrüblingSwetter wurde die Sommerkurzeit am l. April eröffnet. Leider war die Eröffnung sehr klanaloS" Die Mitglieder des Burorchsters batten laut Än'chlag ber .Kurverwaltung Hinderungen ge­stellt. die bad Darmstädter Ministerium nicht be- willigen zu können glaubte, uiTb so ist denn Dad-Nauhcim zur Zeit ohne Kurkapelle.

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rj'ftriebberg, 1 April. In der heutigen Staotverordnetensitzung wird gegen 5 Stimmen der Vorschlag bei. 71-rn.inraitsschunes an genommen, nach dem be ft 'btifmen Beamten mW Angestell en am'Grundgeb'.lt ub Crtdiulaqe eine 65p.ozcntige Teuenmgsiulagc stall bisher Xftyro» jennge erhalten. Für die vorübergehend Är.ge­

stellten tritt bierrfbc Erhöhung t» Sfntft, Vebrfmge erhallen eine lOpjr^ntwc Oufbefkantg ltdct bis­herigen Bezüge. Ter Bürgermeister teilt weiter mit, daß txri'dxebene Beamte in eure höhere Ge­haltsstufe verseh worden feien. Die Anschafnrng einer Leiter für das (LbiRäe Elektrizitötswert wird beschlossen. Dreis 1440 Mark. Der Ver­kam eines städtischen Bauplatzes an Dr. W. Me­gerle nnrb genehmigt Für den in Ruhestand verfetzten Ieldschütz Lebeau wird ein Nachfolger ernannt, außerdem wich die Abstellung eines we> lernt Feldschützen bei'chlo )en_ Ter in Aus­führung begriirene Kanal muß Teiltoetie Durch Privatgelände geführt werben, bie Erlaubnis hierzu soll gegen Revers emacholt tverben. Bet "ber demnächst erfolgenbm De.Pachtung städtischen Ge­ländes in ber Gemarkung Ockstadt soll eine Be­dingung in ben Packroertrag ausgenommen wer­den, nach ber bte Pächter ihre verkäustiche Mit ch nur nach Friedberg imb nicku nach anderen Stabten liefern dürfen. Tie Sammlung für bie Ober- fehl eher ergab über 4000 Mark. Ter Bürger­meister gedachte des 25jähriyen Bestens des Ge- fchtchts- und Mtertumsverevts unb verbindet Da­mit fernen Tank an alle, bte sich um jene Grün­dung unb Entwicklung Serbienfte erworben haben. Nach langer Debatte wird der Beschluß gerate, für bte NotstanbSorbei :er bet dem Kanal bau Ms Allorbsystem eimu führen: man hofft aur hielt Weise zu einer Einigung mf: ben Arbeitern zu kommen. Tie 9£ffi>rbfä&e svllert von dem Kultur- baumspeltor ausgearbeilet^ tverben. Das Kollegium steht einmütig am "bem Standpunkte, Unter fernen Umständen out ben Zuschuß aus der produktiven ErwerbSlvsenfürsorge zu verzichten.

Starkenburg und Rheinhessen. Großfeuer.

X ® r.-©teilt be i m, 4. April. In Groß- Steinheim brach am samStag kurz vor Mitternacht in ber Zigarrenfabrik Gebrüber Vernarb Feuer aus, bas ben gewaltigen Fabrikbau fast vollständig einäjd>erte. Der Schaden wird auf etwa breiniertel Millwn Mark geschätzt. Die Ent- stehungSursache des Feuers ist unbekannt.

rm. Darmstadt, 1. April. Tie Stabt* verordneten bewilligten für die Herstellung weiterer 2 4 Wohn ung en in den Baracken auf dem hiesigen Exerzierplatz ben Betrau von 348 000 Mark, wovon etwa 50 000 Mark für produktive Erwerbslosenfürsorge in Abzug kommen. Die bib­ber dort eingerichteten Barackenwohnungen haben sich bewährt. Für bte Regulierung des Tarrn» bacheS längs bes Gehcchonierhofes werden 20 000 Mark genehmigt. Eine Alarmvorrichtung an dem neuen Tresarraum der städtischen Sparkasse, bie mit ber Diener Wohnung unb mit dem Polijeiamt in Verbindung steht, kostet 27 000 Mark. Damit bie von verschiedenen Bau vereinen angefangenen Wohnungen fertigsestellt werben können, ist es nötig, ben ihnen bewilligten Kredit an Bau­kostenzuschüssen um 174 632 Mark yi erhöhen. Für den bestimmungsgemäß durch die Stadt zu bem Reichs da rieh en beizutragenden Zuschuß -um Bau neuer Wohnungen sind weitere 254 000 Mark erforderlich, bte Genehmigung finden. In­folge der Erhöhung derTeuerungszus chläge deS Reichs und des Staates, müssen auch Zuschläge für die städtischen Beamten vvcgenommen werden, Da die Ortsklasse B jetzt mit 67 Prozent zu be­rechnen ist Tie Kosten betragen 2 360 000 Mk., davon 1070000 Mark für Polizei unb Schule. Für bie Besatzungszulage ber städtischen Arbeiter werben 140000 Mark benötigt, von betten 80 Prozent das Reich und 20 Prozent die Stabt zu tragen hat. Ter Posten wirb nicht beanstandet. Eine Debatte entspinnt sich bei der Beschwerde eines Stadtverordneten wogen Zurücksetzung sol­cher Beamtenanwärter, die bei der Winterprüfung in Stenographie keine 120 Silben schreiben konn­ten. Ter Bürgermeister stellte fest, daß die Lei­stungen in der Stenographieprüfung in der letzten Zeit -urückgvgangen seien, doch konnten bie zurückgebliebenen durch bessere Leistung in an­deren Fäckern den Nachtell wieder ausgleichen. Stadtvevowneter Herbert bedauert, daß bei an­deren Behörden und insbesondere bet ber Post bie Stenographie so wenig beachtet werbe.

Kreis Wetzlar.

* Dornholzhausen (Kr. Wetzlar), 1. April. Gestern nachmittag entstaub im so- genanntenFlachK-Strauch" ein Feuer, bas bei ber herrschenden Trockenheit rasch auf den angrenzenden Wald ber Gemeinde Niederkleen Übergriff. Hiesige Einwohner, durch die Ortsschelle benachrichtigt, konnten durch schnelles Eingreifen das Feuer ein­dämmen. Trotzdem ist in einer Tannendickung bei den heutigen Holzpreisen ein beträcht­licher Schaden entstanden. Um ein nochmali­ges Auflodern des Feuers zu verhindern, wurde während der Nacht eine Feuerwache gestellt.

Vellen-Nassau.

Streik der Transportarbeiter in Frankfurt.

fpd. Frankfurt a. M, 3. April Die Transport- unb Handelsarbeiter GrvßftankfurtS finb heute früh, nachd.m BergleichSverhandtunaen zwischen Arbeitgebern unb Arbeitnehmern gewei­tert sind, in ben Ausstand getreten. Fast der gesamte Fubrverkehr ruht. Die großen BerkchrS- Untren, wie die Güterbahnbö'e, werden von starken Streikposten bewacht, die jede Zufuhr und Abfuhr verhindern Fuhrwerke, die nach den Bahnhöfen fahren wollten, wurden wieder zur Umkehr ge­zwungen. Zwilchen arbeitswilligen Fuhrle.iten unb streikenden Arbeitern ist eS heute vormittag be­reits an verschiedenen Stellen zu Zufanunen- stüßen gekommen.

Die elektrische lleberlandzentroleRhön".

X Fulda, 3. Avril. Mit bem Sitze zu Mellrichstadt ist vor längerer Zeit di- G m. b. H. Ueberlanbrocrf ,,Rbön" gegründet worden, die eS sich zur Aufgabe gemacht bat, bie eine wirtschaft­liche Einheit bilbenben Gebiete ber Rhön mit elek­trischem Strom zu versehen. In Betracht kommen als Versorgnngsgrbiet Teile des Regierungsbezirks Kassel bei Bezirk- Unterfranken unb Thüringens. Der Bau ber Fernleitung bat m ber letzten Zeit große Fortschritte gemacht. Der Stromanschluß an den Winterslrall-Kali-Konzern bei der Gewerk­schaft Heiligenrvda wird voraus ichtlub in diesem Monat ober im Monat Mai er eigen Die Strom­lieferung an bie Gememden ist in jeder Beziehung gesichert und wird noch RS zur Druschperiode erfolgen DaS Ucberlandwerk Rhön bat mit dem WimerSball-Kali-Konzern einen festen Strom- licserungsrertrag alraescAossen ber eine derartige Strommenge garantiert, daß nicht nur das jetzige Ber''orgungSgcb.et versehen werden kann, vielmehr auch noch wettere Anschlüsse eintueten können. Anfangs hatte man die Absick", sich an daSl

große vreußi'chc Ueberlanbrocrf an dm Main, ! rau stufen bei Hanau anzuf chließen.

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Kurze Nachrichten aui teiief und den Nachbarstaaten In £' u n a t» wurden gefeem 23 Kna.vn und 17 M ü -n . * gesegnet. Die englische Kirche in Lad fl 7,, heim, bie jahrelang von Mr Mi ua l< o.tze x. nutzt wurde, in TmiMr ih em ur pahict Je:' übergeben worden. Dic chriilliche bie bisher im Hause DeÄ«ba w.krr^ebra.g bat letzt dort che Heim gefwibm. In einem Nachbatbone vonBubingen drang em Schwno während sich bie Hallsbenmchner in der Stirrt/t eUr Kvnfirmationsseier berauben, üis Haus an e* fron sieben 5hmfirmnrion»tudxn au> milie mußte sich für bte Frvr neue ' dem Tone zusammenborgen. X\ b dnsa Gehöften Lanzengtul.« bei 3 to tf bau f e n den am ersten Feiertag freche (änbrü-ty ö*-* einen maskierten Täter vcrül t Tie Fc^ucv »2» Mädchen, bie in bem Gehöft airtnrenb nmn, würben mit bem Revolver in Säxrch unb mußten zuschen, wie he Tischkästen mi cv~. Rvbhacke zertrümmert wu^deti. Dec Tue. schwand mit einer größeren ®dbrun'.me im tZaU«, In Ortenberg werden am nächstenSorntu Fräulein Therese Kübel auS unb piluleu Elisabeth Dolv auS Laubach emen Lieder^bäv geben. Am Dienstag abenb rexm'taltetx ter Ortenberger B H. T. einen gutbe> müienabcnb Im Mornshausen bei benbad) brannte am Freitag ein Stalh7e>äude «nb, ber. Große Futtervorräte wurden vernichtet, n» ein Wohngebäude stark beschädigt. Im ler Gefängnis sind gcgr.tmd.tiq etwa 240 Üp«. mumftai inhaftiert, darunter 10 Frauen. S» gienmgdaffeifor Tr. PieSberaer ivurde vom tlv nifter deS Innern zum cinl&DeTraen des am 1 April aui dem Dienst geschienene LandratS von Homburg ernannt.

Landwirtschaft.

Wie man Suaten r<iniaL

Tie Saatzeit ist wieder da, u-ib ber Lantz. mann versenkt ht ben Sckzoß der heiligen Ihbc bd frudttbrrng enbe Korn, daS chm reichen Segen brin­gen soll. Aber habet muß er vor allem Ninn? achten, das mit dem nährenden 5kvrn nicht z, viel Unkraut aufschießt und dazu ist eS imbebrngt notroenbig, daß ber Samen, den er renwitta, frei von allerlei Keimen bei Unkrautes tir ©wn unsauberer Samen" gesät wird, bann rächt st­oss zur Erntezeit an einem Ue^rtvudrni von GraS und anderem schlechtem Zeug. DerschtedeiU« lich hat sich der Staat der Fruge ber Ära nein i-uv- angenommen, unb in (Englmib ist j. B letzt rat Gesetz erlassen worden, nach dem lebe Saat, du verkimft wird, mindestens eine ReinH I ton 97 Prozent haben muß: sie darf also nur 3 Prr-en Unkraut enthalten. Um dieses Resultat zu erzttlen. ist aber ein sehr schwieriger ReiuigunaSprozest wendig, vom dessen Art und Weise sich der leit lerne Vorstellung macht. Die ringerübvten lan* wirtschaftlichen Saaten kommen meist tn idn schmutzigem Zustande an, und auch unter her bt Lande selbst gewonnenem Saat finden sich Ordin ber verschiedensten Art. Daher muh die tat wenn sie bei einer großen Saatftrma (tngeheHd wird, zunächst einmal mikroskopisch genau unter­sucht werden, um die Berschiebenheit beS IntzüdS festzustellen. Am häufigsten ftnten siw unter t« Getreidesaaten Ampfer, Sauerklee und Zillerurl«.'. teüweise recht schädliche Parasiten. ®in hro» dieser mikroskopischen Unier1u.1nirg werden bnrn den Reinigungsarbeitern Anwm un eti zur lh> femimg bestimmter UnT.au taitcn gegeben tzt« Saacremigen braucht man versetnetene Allen tw Maschinen. Aber eine völlige Rett tnmg U&t Mi auf maschinellem Wege nicktt erzielen fonöetw, wenn bte gröberen Unkräuter entfernt find, binti schließlich noch, sehr viel für ein v e.t" «ö geschickten Händen zu tun. Zu dieser Ar eit a*3rt eine lange Erfahrung, und nur ein alter Seat* rerniger wird genau wissen, welche Mascki't er bet einer bestimmtem Saat benutzm muß und M zu welchem Grade dadurch b e Reinigimq ersvl-k. Um bie letzten Unreinigkeiten aus der Saal t* auszudrimgen, gibt eS wenigstens cm Dutzend wt schtedener Formen von Hand'ie''en. bte man yi benutzen verstehen muß. Die Zeit, bie aut Ml Saotreinigen verwendet wird, richtet f(h nach trm Grad der zu erreichenden Reinheit 3efm Txncnm von aewcchnlichem Kleefarnen l«rn sprachen Vwa vier Tage, während andererseits IM» 7cmne rotem Dauer kl ee vielleicht eine Wxbe m '.l.rpru^ nimmt. Gemüse- und Blumensamen, bie mit N? Hand gesammelt sind, beanspruchen bn her Wn- mgumg lange nicht so viel Mühe.

SchütztdaSKernobstdurc- aürtel! Bei dein geftnben und an schlägen armem Dm ter ist amtzunrhrnen, bat emn der schlimmsten Feirche des fi'cmobftnö. der v p f< l- blütenstecher, gut durch ben Di.ter gekmmmA ist Die ietziqen warmen Tage verauiass« seinen Schluvswuikel mi verlassen, an bem -ton® hinaufzuklettern unb die Blürenkno'pe-i mH er*® Ei zu bescheicken Wie es dann um dieie ® bestellt ist, ist allgemein bekannt ES fltlt te««» jetzt gegen diesen Feind vorzuo hem, und d« unb Birnbäume, wo eS noch nicht ^e^tve-ra nr. mit einem Klebgürtel zu versehen stecher wird dann auf seinem Wege ausgevallm und bleibt an dem Raupenleim hi.ngen.

^ericbbfaal ,

n Marburg, 2 Avrkl Ein

Nach viel hatte ein angeblicher Scherz", bf" vier rungc Burschen aus dem Dorft

Erbsen unb ype; Zentner Mett tn enem , aufbewcchnc Bet Nacht imb Neöck diese Leven sm ittäl ab und «kauften h< unter Hand cm Hamsterer Durch chr stotte« daS sie mit dem leicht verdienten^?«ldc erregten fit jedoch die Äufmftfrarnfrtt WF. und ein er von ihnen kam iN^Un kersu chunasd^. biczweiTtomicbauerte, DaS-«rt^erichte:kv. gegen jeden der ÄngÄagten auf strafe, die bet bem Unteriuchimllsgeramgo«» verbüßt anoercdxiet nxirben.

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Buch unb Al ien in der ^unst eröw'^ altehrwürdige Romer mit <ret und verträumten Rat«lvvcnstuben tetU-w