Nr. 75 Drittes Blatt___________ Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Samstag, 30. März 1929
Oer Sport an -en Osterfeieriagen
zum Freundschaftsspiel. Lampertheim l,noch | liegen.
6.ZachwarieiaMgderD.T.inMnnheim
bi- der
K.
Runvfuntprogramm
deS Aroakfurler Senders.
(Aus der .Radio-Umschau".) Sonntag, 31. März.
Auswertung der Kölner Ergebnisse. —
3m weiteren CBcrlauf der sechsten Fach - Wartetagung der Deutschen Turner- schalt in Mannheim, über deren ersten Tag wir schon kurz berichteten, wurde am Dienstag in den einzelnen 2lbteilungen vielseitige Kleinarbeit geleistet.
Die Männerlurmvarte beschlossen, eine laufend erscheinende Uebungs- beilage für alle Kreiszeitungen unter Leitung deS früheren Oberturnwartes K u n a t h, Bremen, erscheinen zu lassen. Bei dem turnerischen Zehnkampf wird die Punktzahl für einen Sieg von 8/< auf 3/8 herabgesetzt, d. h., statt 150 Punkte berechtigen bereits 134 Punkte zum Sieg. 3n Zukunft können größere Wettkämpfe zwischen Vereinen benachbarter Kreise schon durch die Kreisoberturnwarte der betreffenden Kreise genehmigt werden. 3m 3ahre 1930 treffen sich die Alten der D.T. in Ostpreußen.
Die Jrauenturnmartc leisteten tiefgründige Arbeit für das Wettkampfwesen der Frau. Das Wertungsshstem deS badischen KreiSfrauenturnwortes Latterner, Karlsruhe, wurde für gut befunden.
Die Spielwarle beschäftigten sich mit den Fragen der Ausgestaltung der Spielordnung und dem Verhältnis zu anderen Verbänden. Die Spielsperren für Hand- und Fußball wurden aufgehoben und Abstiegs- spiete verboten. Mit anderen Verbänden werden schwarze Li st en ausgetauscht.
Die volkslurnwarie
unterzogen die in Köln und Amsterdam veranstalteten Wettkämpfe einer gründlichen kriti- schen Durchsicht. .Umfangreiche Lehrarbeit an der Preußischen Hochschule in Spandau, sowie in der eigenen D. T.-Schule in Berlin soll den diesem Uebungsgebiet zuströmenden Massen neue Lehrkräfte bringen. Wohl wird eine Zusammenarbeit mit der D. S. B. erstrebt, wo es möglich ist; jedoch dürfe die sich glänzend entwickelnde Volkse turnbewegung der D.T. nicht gehemmt werden.
Vor den
Schwimmwarten
sprach Dr.-3ng. Lossagk, Berlin, über Kunst- und Turmspringen. Die Schwimmwortc befaßten sich weiter mit der Frage der Pflege des volkstümlich betriebenen Kanusports unter Ablehnung der Rennveranstaltungen.
Die Fechter
meldeten einen gewaltigen Aufstieg der Fcchter- bewegung. Die Fechterzeitung soll deshalb ausgebaut werden. Eifrige Lehrgangsarbeit soll die nötigen Führer bringen.
Als jüngster Zweig in der Organisation wurde von den
Kinderturnwarten
das Turnen der Kinder behandelt. Besonderes Augenmerk soll aus die Auswahl der Leiter dieser Abteilungen gelegt werden. Der Wettkampf von Kindern soll auf das geringste Maß beschrankt werden.
Die sich anschließende dritte gemeinsame Tagung hatte reichen Beratungsstoff aus der Facharbeit der Abteilungen zu verarbeiten.
Das Verhältnis der D. T. zu den anderen verbänden wurde nach allen Seiten eingehend beleuchtet. 3m Mittelpunkt der Verhandlungen stand hier die Frage der „reinlichen Scheidung", die in ihren Grundzügen vollauf erhalten bleibt. Der Wettkainpfverkehr zwischen der D.T. und den anderen Verbänden soll erleichtert werden. Die Regelung bedarf im einzelnen jedoch der Zu- stimmung des Hauptausschusses der D. T., der neben dem Deutschen Turntag als oberste Verwaltungsbehörde das letzte Wort zu sprechen hat. Die mit dem Akademischen Turnerbunde getroffenen Bestimmungen bleiben unverändert. Eingehend befaßte man sich mit den konfessionellen Verbänden, sowie den Post-, Eisenbahn- und Werkvereinen.
Der Ausklang der Tagung.
Die vierte gemeinschaftliche Sitzung am Mittwoch beschäftigte sich mit der Organisation deS Kinderturnens. 3n den Männerturn-
opfernden Tätigkeit der Mitglieder beider Vereine ist es möglich, den neuhergerichteten Sportplatz an Ostern zum erstenmal der Benützung zu übergeben, was in spielerischer Hinsicht von großem Vorteil sein wird. Man verspricht sich durch die Begegnung mit den Marburger „Germanen" etwas ganz besonderes.
Für die zweite Mannschaft Großen-Dusecks läuft ein Abschluß mit der ersten Mannschaft des Sportvereins 1 9 28 Oberbiel bei Wetzlar. Da die zweite Elf gute Verstärkung erhalten hat, erwartet man ebenfalls ein ansprechendes Spiel.
Irchball in Heuchelheim.
Am zweiten Osterfeiertag spielt die erste Mannschaft auf dem Heuchelheimer Platze gegen die durch einige Ligaspieler verstärkte zweite Mannschaft von Union Riederrad. Es wird den Hiesigen schwer fallen, gegen diese starke Mannschaft zu gewinnen. Bei Hergabe von allem Können, das in der Mannschaft steckt, müßte sie aber trotzdem ehrenvoll bestehen.
Gporiverein 1925 (Sarbenieich.
Am zweiten Osterfeiertag trägt die erste Mannschaft des Vereiys gegen die gleiche von Nieder- Weise l ein Gesellschaftsspiel in Garbenteich aus. Garbenteich wird alles daransetzen müssen, um sich vor einer Niederlage zu schützen.
Beide Jugendmannschaften treffen sich ebenfalls zu einem Gesellschaftsspiel in Garbenteich. Der Ausgang dieses Treffens ist offen.
Arbeiter-Turn und Sportbund.
Am ersten Osterfeiertag hat die F r e i e T u r - nerschaft Gießen Gäste aus dem 10. KreiS
vor etlichen 3ahren eine der spielstärtsten Mannschaften des 9. Kreises, aber durch Reueinteilung zum 10. Kreise gekommen, wird hier gegen die Kreisklassenmannschaft Gießen antreten. Der Gästeelf geht ein guter Ruf voraus. Gießen wird alles daransehen müssen, wenn es den Sieg erringen will. Der Ausgang des Treffens ist offen.
Lollars 1. Mann schäft hat sich Gäste auS dem 13. Kreis verpflichtet. Kassel - Wellnrode zählt zu den besten Mannschaften des 13. Kreises. 3m Vorspiel, bas zu Weihnachten in Kassel stattfand, mutzte sich Lollar eine 5:1-Riederlage gefallen lassen. Lollar, das auf eigenem Platze immer schwer zu schlagen ist, wird nun alles daransehen, diese Riederlage auszugleichen. Der Ausgang des Spiele- wird hier den Glücklicheren als Sieger sehen.
Auf dem Wiesecker Sportplatz steht am ersten Feiertag im Vordergründe des 3nteresses das Aufstiegspiel W i e s e ck l gegen Erbach im Odenwald I. Erbach hat in seinen beiden letzten Spielen bewiesen, daß es zu spielen versteht und einen achtbaren Gegner abgibt. Wohl hat Wieseck den Vorteil des eigenen Spielplatzes, doch wird die Mannschaft alles hergeben müssen, wenn sie den Sieg erringen und sich im Tabellenstand wesentlich verbessern will. — Vorher spielen Wieseck II gegen Watzenborn I. Watzenborn, ein Renting, hat bereits in einigen Spielen sein Können bewiesen, ob e- ihm aber gelingt, die spielerfahrene 2. Mannschaft WieseckS zu schlagen, muh vffengelassen werden. — Die Jugend Mannschaft W iesecks hat sich die 1. Mannschaft Beuerns zum Freundschaftsspiel verpflichtet. Obwohl die Gäste körperlich überlegen sind, wird die technisch bessere Jugend Wie- secks alles daransehen müssen, um nicht zu unter»
8.30 bis 9.30: Katholische Morgenfeier. 11 11.30: Elternstunde: . Freiheit und Zwang in Erziehung", Vortrag von Mittelfchulrektor Kahl. 11.30: Bruckner-Zyklus. Achte Sinfonie in c-Moll. 13.15: Von Kassel: Sin Gang durch die Staatliche Gemäldegalerie zu Kassel. Ul- Die gotischen Marien. 15: Stunde deS Ehor- K' igs. 15 bis 16: Von Bad Ems: 1. Fuß-
piel im Weekend. 2. Musik der Chorkapelle. 16 bis 17: Stunde der 3ugend. Aus dem deutschen Märchenbopn, vorgetragen von Hanna Lün- gen: Ostern! 17 bis 18: Konzert de« Rundfunkorchester«: Haydn. 18 dis 18.30: Stunde des Landes: „Eine Osterbotschaft an das Landvolk" Vortrag von Pfarrer Wilhelm Reuter, Drem- thal t TS. 18.30 bis 19: Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung: .Ratur im Frühling", ein Osterspaziergang, Vortrag von Schulrat Henze, Frankfurt a. M. 19 bis 19.30: Sportnachrichten. 19.30: Vom Frankfurter Opernhaus: „Aida", Oper von Verdi. Anschließend bis 0.30: Don Berlin: Tanzmusik.
Gegner.
Am zweiten Feiertage stellt sich der Fuß- balloerein 1920 Marburg-Ockorshausen, der voraus- sichtliche Ligameister der Gruppe Marburg, dem Gießener Publikum vor. Die Gäste erlitten in ihren gesamten Meisterschaftsspielen bis setzt nur eine Niederlage (in Allendorf, Kreis Kirchham 1:0 durch Elfmeter). Der Platzverein beabsichtigt dieses Spiel mit der Mannschaft wie gegen Köln 99 zu be- ^Die"iweite und dritte Elf der Blauweißen tragen Freundschaftsspiele in Nieder-Ohmen aus, dessen erste und zweite Elf zu Hause achtbare Gegner ab- ^(Vbenfafla in Nieder-Ohmen spielt die zwette Ju- gend 1900s gegen die dortige erste Jugend..
3a-Iugend und 2. Schulerelf fahren zu Gesellschaftsspielen nach Hermannstein bei Wetzlar.
V. f. B.
Am ersten Feiertag finden auf dem Waldsport- platz vier Jugendtreffen statt. 1., 2. und 3.Jugertt» sowie die 1. Schülerelf stehen in Gesellschaftsruck, spielen den gleichen Mannschaften des V. f. B. Kur- Hessen Marburg gegenüber. In den Vor Pielen auf dortigem Platz wie überhaupt in den letzten Jahren haben die Gießener Bewegungsspieler gegen ihre Marburger Namensvettern immer recht mäßig ab- geschnitten. Die Gäste sind als außerordentlich fpieb stark bekannt: ihre 1. Mannschaft darf mit Recht als die beste Jugendelf des Lohnt reifes bezeichne werden. Auch diesmal werden sie aller Voraussicht nach in fast allen Spielen, wenn auch nicht mit all- zuhohen Resuttaten, gewinnen. Man erwartet von den Platzmannschaften, daß sie ihren Gegnern einigermaßen gleichwertige Spiele liefern, die recht interessant zu werden versprechen.
Die Ligamannschaft sollte alten Abschlüssen gemäß am ersten Fciertaa in Frankfurt-Fecheuheim und am zweiten Feiertag in Rückingen-Langendiebach spielen. Nachdem beide Vereine abgejagt haben Hot sie sich für den ersten Feiertag Frankfurt-Ecken^ heim verpflichtet. Wenn sie ine Leistungen vom Vor- sonntag wiederholl, sollte sie einen knappen Sieg mit nach Hause bringen können.
Die eifrige Dritte spiett an beiden Feiertagen: am ersten ist V\e bei der 1. Mannschaft von Hermann- stein bei Wetzlar zu Gast, am Zotten Feierwg empfängt sie auf eigenem Platz Mensfelden bei Limburg. ,
Außerdem find am Zweiten Feiertag noch zwei Iugendmannschasten auswärts. Die Zweite steht in Nidda der Ersten des dortigen Futzballoereius gegenüber; die Dritte ist Gegner der Steinbacher Jugendelf.
Fußballklub 1926 Großen-Buseck.
Der zwette Osterfeiertag bringt für ® r d 6 c n< Buscck die Begegnung der 2. Mannhaft der Liga des RasensportvereinS -Germania" Marburg gegen die 1.Mannschaft deS Platzvercins. Mit diesem Abschluß bezweckt der Spielausschuh, mit anderen Gauen in Zahlung zu treten, um die sportliche Weiterbildung der Mannschaft zu heben. Marburgs „Germania in in der hiesigen Gegend als besonders gute Vertretung deS Fußballs bekannt. Dank der auf-
Oie O. T. und die anderen Verbände, ausschuß wurde als Vertreter für das Kinderturnen Glathe, Dresden, berufen.
Zum Oberturnwart der DT. wird einmütig von den Fachwarten Earl S t e d i n g, Bremen, in Vorschlag gebracht. Vorgeschlagen werden fernerhin: als Männerturnwart der DT. Schneider, Leipzig; als Frauenturnwart Schröter, Zittau; als Volksturnwart Schmid. Stuttgart; als Spielwart Draungarth, Oldenburg; als Schwimmwart Bitsch, Frankfurt, und als Fechtwart Stassen, Hanau.
Die fünfte und letzte gemeinschaftliche Tagung brachte einen Vortrag von Glucker, Stuttgart, über „Die Leibesübungen unö der berufstätige Mensch". Interessant war der Bericht von Direktor Ohnesorge über die bisher geleistete Arbeit der Deutschen Tumschule. Bis zum März 1929 haben insgesamt 1081 Personen an Lehrgängen in der Deutschen Turnschule teilgenommen. RamenS des Vorstandes der DT. sprach Prof. Dr. Berger, Berlin, Worte des Dankes. Damit war die 6. arbeitsreiche Kreiswartetagung d-c DT. beendet.
Deutschland und das Olympia-Programm.
3n der Zeit vom 8. bis 12. April findet in Lausanne eine Sitzung des Jnlernationa- I en Olympia-Komitees statt, auf der die Ausschreibungen für die zukünftigen Olympischen Spiele beraten werden sollen. Dom Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen sind Vorschläge anSgearbeitet worden, die dieser Sitzung al« Material übergeben werden. Abweichend von den bisherigen Vorschlägen sieht das neue Programm für jeden Wettbewerb nur die Beteiligung von drei Vertretern jeder Ration vor. Auch die Mannschafts- kämpfe sind bis auf das Wasserballspiel gestrichen. Das gesamte Programm kommt in 15 Tagen zur Durchführung und sieht folgende Zeiteinteilung vor: 1. bis 5. Tag: Leichtathletik; 6. bis 7. Tag: Turnen; 6. bis 9. Tag: Veiten; 9. bis 11. Tag: Radrennen; 1- bis 6. Tag: Fechten; 1. bis 3. Tag: Boxen; 5. bis 6. Tag: Ringen; 9. bis 10. Tag: Gewichtheben; 1. bis 4. Tag: Rudern; 3. bis 8. Tag: Schwimmen; 3. bis 7. Tag: Moderner Fünfkamps; 9. bis 15. Tag: Segeln.
Wit dieser Kürzung des Programms durfte allen Rationen eine BeteiligungsmöglichkÄt gegeben werden; denn die Zeitbeschränkung und Die Verminderung der Teilnehmer trägt wesentlich zur Herabsetzung der Kosten bei.
S.Z.LSber'Mllstadt-V.Z.K.Gießenl:Z
Am vorigen Sonntag war die 1. Mannschaft der D.3.K. Gießen als Gast bei der D.3.K. Ober-Wöllstadt, um das fällige Rückspiel auszu- tragen. Bei dem ersten Spiel hatte Gießen 5:2 gewonnen. Daß Gießen dieses Spttl verloren hat, ist hauptsächlich den außerordentlich schlechten Plahverhältnissen (Ackergelände) zuzuschreiben. Gießen hatte reichlich Ersatz. Gleich bei Beginn entwickelte sich ein flottes Spiel auf feiten Ober- Wöllstadts, das zu 2 äleberraschungstoren führte, ehe sich Gießen überhaupt gefunden hatte, festen kam dann auf und fetzte alles daran, um die beiden Tore aufzuholen, was ihm auch nach langem Hin und Her gelang. Es konnte aber nicht verhindern, daß Ober-Wöllstadt auf 3:2 erhöhte. Bei diesem Resultat blieb eS bis Halbzeit. Rach Wiederantritt fand sich Gießen endlich zusamn^n, und es wurden schöne Leistungen gezeigt. Besonders der Gießener 3nnensturm zeigte beträchtliches Können. Der rechte Läufer Gießens wurde verletzt; Gießen mußte dann mit 10 Mann weiterspielen, von denen einige Verletzungen davontrugen, so daß sie nut noch als Statisten Mitwirken konnten. Rachdem auf der Gießener Seite noch ein Tor gefallen war, besann sich Gießen endlich und stellte um, was ihm zum Vorteil gereichte, denn nun scheiterten alle gegnerischen Angriffe. Wenn der Sturm und die Läuferreihe dann etwas mehr nach vorne gedrängt hätten, wäre ihnen auch schließlich noch der Sieg sicher gewesen, Iaber sie begnügten sich mit noch einem Tor, was von dem Halblinken (Ersah) rn wunderschöner Manier eingeköpft wurde.
Handball im Männerturnverein (D.T.)
Die 1. Handballelf des Mtv. wellt an den Osterseiertagen auswärts, um gegen namhafte Vereine des Mtttelrheinkreises Freundschaftsspiele auszutragen. Am ersten Osterfeiertag steht sie der 1. Mannschaft der Tgmd. Frankfurt- Rödelheim gegenüber. Sie Frankfurter Mannschaft gehört der Gau-Sonderllasse an und hat bis jetzt dort beachtliches Können gezeigt. Für den Ostermontag ist der Tv. 1817 Mainz als (Segnet gewählt. Die Mainzer verfügen über eine spielstarke Mannschaft, die im Rheingau an führender Stelle steht. 3m vorigen Fahre konnten sie bei den reichsoffenen Handballwettkämpfen in Bad Ems bei stärkster Konkurrenz den Jahn- schild der Bade- und Kurverwaltung erringen. Die Mtv.er können nur dann gegen beide spielstarken Gegner ehrenvoll bestehen, wenn sie in stärkster Aufstellung die Reise antreten.
Handball der Gp.'Vg. 1900.
ö. Die erste Mannschaft der Spieloeveiniaung 1900 folgt am zweiten Feiertag einer Einladung des Polizei » Sportvereins B u tz b a ch zu einem Freundschaftsspiel in Butzbach. Wie die früheren Begegnungen gezeigt haben, sind die Süddeutschen Ligisten den Hiesigen in Technik und Spiel- auffaffung noch ein Beträchtliches voraus. Es gilt also für die 1900er vor allem cms der neuerlichen Begegnung zu lernen, denn die Mannschaft hat es bitter nötig. Trotzdem können die Svielvereini- gungsleute einen schwer zu schlagenden Gegner abgeben, wenn sie sich zu einem geschlossenen Ganzen zusammen finden und endlich einmal die egoistische Spielweise einiger Leute im Zaum gehalten wird.
Gpielvereinigung 1900 Gießen.
b. Der Sport-Club 99 Köln, Kölns ältester und größter Verein, gastiert am ersten Feiertag mit der Ligamannschaft bei der Spielvereinigung 1900. Daß Köln 99 zur Zeit in recht guter Form ist, beweist dessen Dfterprogramm, das sehr reichhaltig ist. Bereits am Karfreitag standen sie in Köln der berühmten englischen Amateurmannschaft „Ilford" gegenüber, während nach dem Gießener Spiel am zweiten Feiertag Marburg das Reiseziel ist, wo sie tarn V. f. B. Kurhessen Marburg entgegentreten. Die Kölner Elf steht unter der Trainingsleitung des früheren mehrfachen Repräsentativen Flink. Auch die Außenläufer Biesinger und Pohl sind re- präsentativ tätig gewesen, letzterer sogar international, während die Stürmer Scheer e r und Krückeberg in der Kölner Städteinannschaft mitwirkten. Dich der Platzverein tritt in stärkster Besetzung an. Auf Grund der letzten Spiele hat man auch diesmal $ eil mann mit dem Mittel- läuferpoften betraut, während die Sturmfuhrung einem neuen Spieler übertragen wird, von dem man sich recht Gutes verspricht.
Dor dem Ligafpiel tritt die 1. Ina end ber la- Jugend des Sportvereins 06 Köln - Mu l - heim entgegen, mit der die 1900er schon seit Jahren Freundschaftsbande pflegen. Der Ausgana des sicher interesianten Spieles ist nicht voranszusehen.
1900s Reserven spielen vorher gegen die erste Elf des V. f. R. Biskirchen.
Zweite Jugend und erste Schulerelf haben Gro- ßen-Busecks Jugend- und Schulermannschaft zum
Montag, 1.2lpril.
8.30 bis 9.30: Morgenfeier, veranstaltet von der Evangellschen Landeskirche. 9.30: Vom Beet- hovensaal (Messegelände): „Rundfunk. Zeitung und Rellame". Vortrag im Rahmen der „Internationalen Konferenz für Reiseverkehr und Reklame" von 3ngenieur Svoboda. Direktor de» Radiojournal, Prag. 10.30: Schallplattenkonzert: Unterhaltungsmusik. 11.30: Don Arolsen: Feier der ikbergabe des Landes Waldeck an Preußen. 15 bis 15.30: Stunde der 3ugend. Aus Sport und Spiel, vorgetragen von Dr. Paul Laven: „Einführung in die Reihe: Was bietet der Sport dem jungen Menschen?" Für Kinder von zehn 3ahren ab. 15.30 biS 16.30: Unterhaltungskonzert der Abteilung Musiker vom Arbeitsamt Frankfurt a. M. 16.30 bis 17: Vom Platz des Sporttlubs 1880 Frankfurt a. M.: ilebertragung aus dem Rugby-Kampf zwischen dem S.C. 1880 Frankfurt a. M. und den Oxforder Greyhounds. 17 bis 18.30: Konzert des Rundfunkorchesters: Operetten. 18.30 bis 19. Lesestunde. 19.30: Von Stuttgart: Beliebte deutsche Ouvertüren. 20.30: Rach Stuttgart. „Schneider Wibbel", Volks- komödie von Müller-Schlösser. Anschließend bis 0.30: Konzert des Rundfunkorchesters: Tanzmusik.
Dienstag, 2. April.
6.30: Morgengymnastik. 13.30: Schallplatten- Konzert: Buntes Programm. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Die schöne Umgebung von Frankfurt a. M. bzw- Kassel. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. Brahms. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 18.40: Von Kassel: Zehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund. 18.40 bis 19: Von Kassel: Vortrag. 19 bis 19.20: ..Behördenarbeit einst und jetzt", Vortrag von Studienrat Dipl.-3ng. Liebmann Direktor der Verwaltungs-Akademie Frankfurt a. M. 19.20 bis 19.40: „Wie der Schmuggel arbeitete", Vortrag von Otto Schwerin. 19.40 bis 19.50: Englische Ltteraturproben. 19.50 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. 20.15 bis 21.15: Von Stuttgart: „Tannhäuser". Zu- kunftsposse mit vergangener Musik und gegenwärtiger Handlung in drei Aufzügen. 21.15 bis 22.15: Schallplatten-Konzert: Earl Maria v. Weber: „Der Freischütz" als Kurzoper. Dichtung von Friedrich Kind. 22.15: Von Mannheim: Konzert Walter Rehberg.
Mittwoch, 3. April.
6.30: Morgengymnastik. 13.15: Schallplatten- Konzert : Mandolinenmusik. 15.05 bis 15.35: Stunde der 3ugend: Von der Schnecke und etwas vom Osterhasen, vorgetragen von 3lse Helene Roettgen. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Bücher- stunde: „Rach dreißig Jahren drei", Werke von Eonrad Ferdinand Meyer und Theodor Fontane, im Verlag von Philipp Reclam jr„ Leipzig. 18 30 bis 18.45: Viertelstunde der Deutschen Reichspost: „WaS tut die Deutsche Reichspost, um die ankommenden Telegramme schnell zuzustellen? Wie kann der Telegrammempfänger zu beschleunigter Zustellung beitragen?", Dorttag von Postinspektor Wamboldt. 18.45 bis 19.05: .Das Programm dec Weltfahrt Fausts und Beginn der Ausfahrt in die kleine Welt in Auerbachs Keller und in der Hexenküche". Vortrag von Pfarrer Taesler. 19.05 bis 19.25: Stenographischer Fortbild'ungskursus für Anfänger lind Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 19.25 dis 19.35: Französische Literatur- proben. 19.35 bis 20: Französischer Sprachunterricht 20 bis 20.15: Senckenberg-Viertelstunde 20.15 bis 21.15: Von Stuttgart „Vom Ländler zum Jazz". Ausführung: Das Philharmonische Orchester Stuttgart. 21.15: „Landschaften und Städte".
Donnerstag, 4. April.
6,30: Morgengymnastik. 12,30: Schallplatten- Konzert: Buntes Programm. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend: Lustige Märchen und Ge- schichten, vorgetragen von Irma Rippel, Hofhenn im Taunus. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16 35 bis 18,05: Von (Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: Von Geistern und Gespenstern. 18,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,30 bis 18 40: Rur für Kassel: Zehn Minuten Wochenschau. 19 bis 19,20: Frank Arnau: Vortrag aus eigenen Dichtungen. 19,20 bis 19,45: Schach - stunde. 20,15 bis 21: Konzert des Wiggelaar- Quartetts des Rundfunks. 21: Rach Stuttgart: M®er tapfere Soldat". Operette in drei Akten von Oskar Straus.
Freitag, 5. April.
6,30: Morgengymnastik. 9 bis 10,30: Dom Ufa- Theater: Erstaufführung des Films „Der Patriot", nach dem gleichnainigen Schauspiel von Alfred Reumann, Regie: Ernst Lubitsch. 12,15: Schallplatten-Konzert: Tanzmusik internationaler Tanzkapellen. 15.05 bis 15,35: Stunde der Jugend: Aus der Technik des Alltags, vorgetragen von Studienrot Dr. G. ©läge: „Sichtbare und unsichtbare Boten I", für Kinder vom 12. Jahre ab. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16,35 bis 17,15: Hausfrauen-Rachmittag, veranstaltet vom Frankfurter HauSsrauen-D-rein. 17,15 biS 17,45: ■ Vortragszyklus des Frauenverbandes Hessen- Rassau und Waldeck: »Was muß die Frau vom


