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das Wild an die Fütterungen zu bringen zu fesseln, isl es gut, wenn man seine besonderen Liebhabereien kennt.
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sollen pflegen. So wurde im Winter 1923/24, der auch an Kälte nichts zu wünschen übrig lieh, eine Fütterung in der Stadt regelmäßig aufge-
örtert wird, in Chikago ein Opernhaus auf rein volkstümlicher Grundlage, d. h. mit billigen Preisen auf allen Plätzen, ins Leben zu rufen und fast ausschließlich deutsche Sänger zu verpflichten. An unserer Tournee nehmen u. a. folgende Künstler teil: Der Heldentenor Ritter vom Landestheater in Stuttgart, der Bassist Karl Braun aus der Berliner Staatsoper und die berühmte Opernsängerin Johanna G a d s k i.“
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Dahin gehört beim Schalenwild vor allem das Kochsalz, das am besten und wohlfeilsten in der Form der sog. Pfannensteine dargeboten wird. An keiner Fütterung sollte das Salz fehlen, das überall, wo das Wild es kennt, sofort geleckt wird. In manchen Revieren gehen allerdings Wochen und Monate darüber hin, bis es An nähme findet. In keinem gepflegten Rotwild- und Rehrevier sollte daher die Salzlecke entbehrt werden. Zu den Leckerbissen gehören ferne, für Rotwild die Mistel, für das Reh Aepfel und Malzkeime, für den Hasen Aepfel uni Petersilienwurzeln.
Cs kann nur der Zweck dieser Zeilen sein, in kurzen Zügen Winke zu geben, wie der Rot de uns ans Herz gewachsenen Wildes gesteuert werden kann und wie auch wirtschaftliche Schä digungen vermieden werden können. Am bestes lernt man das Wildfüttern in der Praxis. Jo scharfen Frost bei hohem Schnee von Fütterun zu Fütterung zu wandern, ist auch ein Etü Weidwerk und nicht das schlechteste. Dabei aber drängen sich Beobachtungen und Erfahrunget auf, die sich nutzbringend verwerten lassen unk den besonderen örtlichen Bedingungen gcredjtl werden. Wenn wir aber so durch den schweigenden Winterwald ziehen, dann wollen wir die nicht vergessen, die im Frühjahr uns auf unseren Pürschgängen begleiten und die uns ihr Liedchen vorsangen, als wir am Wechsel deS roten Dockes paßten, die kleinen Sänger des Waldes, die wir an unseren Fütterungen mit so wenig Mitteln mitfüttern können. Eie und das Wild werden es uns lohnen!
Wil-fütterung im
Von Studienrat Ernst Hölzel, Gießen.
keine leichte Sache, ein derartiges Unternehmen ohne einen Fehler zu organisieren. Linser vor- jähriger Manager hatte vor der Abreise der von ihm verpflichteten Mitglieder 400 QOO Mark a l s Kaution für die Gehälter der Sanger und des Chorpersonals in einer Berliner Bank hinterlegt. Davon erhielten die engagierten Künstler einen Vorschuß und das Reisegeld hin und zurück. Inzwischen sorgte der Manager in Reu- york für eine großartige, echt amerikanische Reklame. In zahlreichen Zeitungen erschienen spaltenlange Artikel, daß Amerika zum erstenmal ein „echt Bayreuther Ensemble" kennenlernen werde. „Roch nie dagewesene Beleuchtungsanlagen", ein Ballett und ein Orchester von 120 Mann verstärkten den Reiz der Attraktion. Der Rame Bayreuth hatte in Amerika, besonders bei den Deutsch-Amerikanern, einen ganz besonderen Klang. Man erinnert sich vielleicht noch der Tatsache, daß Richard Wagner, als sein großartiger Plan eines nationalen Festspielhauses in Deutschland dem Scheitern nahe war, mit dem Gedanken umging, sein Theater in Amerika bauen zu lassen. Als die Aufführungen begannen, stellte die amerikanische Musikkritik fest, daß unser Ensemble von Bayreuth weit entfernt war, sondern nur gute Provinzaufführungen bot. Unser Manager hatte noch dazu das Pech, von einem sog. Lokalmanager betrogen zu werden, da er sich nicht rechtzeitig mit dem Abschluß von Pachtverträgen mit den Theatergesellschaften in den Gastsvielstädten beschäftigt hatte. Ein Lokalmanager hatte die Kasseneinnahmen mehrerer Vorstellungen unterschlagen, und so mußten die — allerdings recht guten — Kasseneinnahmen aus Reuhork zur Deckung der gewaltigen Aeklamekosten und unvorhergesehener Schäden verwandt werden. Die Mindesteinnahme, die bei einem Gastspiel in einem amerikani'chen Theater erforderlich ist, um die Unkosten zu decken, beträgt 3000 Dollars. Diese Einnahmen wurden auch glücklicherweise in den meisten Fällen erzielt, so daß die Tournee zwar ohne Gewinn, aber auch ohne Defizit endete. Dieses Mal ist unser Tournee in allen Einzelheiten gut vorbereitet. Ich habe von dem neuen Manager, Mr. H u r o ck, einem vortrefflichen Theater- und Geschäftsmann der unter anderem D i a g h i l e w s Ballett nach Amerika gebracht und damit großen Erfolg geerntet hat, den Auftrag bekommen, eine vorzügliche Truppe aus erstklassigen deutschen Wagnerdarstellern zu engagieren. Alle Mitglieder der Tournee haben große Vorschüsse, sowie Schiffskarten hin und zurück bekommen. Da sämtliche Vorstellungen in allen Städten, die wir besuchen werden — es sind im ganzen 30 — von Reuyork bis San Franzisko bereits ausverkauft sind, dürfte der finanzielle Erfolg der Tournee garantiert fein. Zum erstenmal bringen die deutschen Künstler eigene Dekorationen mit. Für die Stilechtheit der Kostüme, die wir gleichfalls mitnehmen, bürgt der Rame des Prof. Albrecht, Unsere Eolistentruppe besteht aus 16 Mitgliedern. Außerdem haben wir 22 Choristen in Deutschland engagiert, zu dem sich ein amerikanischer Chor gesellen wird. Ein eigenes Orchester dürfen wir nicht mitnehmen, da der Verein amerikanischer Musiker gegen die Zulassung deutscher Orchestermitglieder Einspruch erhoben hat. Dafür steht uns aber ein erstklassiges ame» rikanißHes Orchester zur Verfügung."
Aus meine Frage, was die engagierten Künstler verdienen werden, erwiderte Dr. Bolz: „Mit unseren Solisten sind Verträge abgeschlossen, die ihnen Honorare von 5000 b i s 8000 Mark im Monat garantieren. Einige Darsteller, die man in Amerika als Stars bezeichnen kann, erhalten das recht ansehnliche Honorar von 1000 Dollars für den Abend. Auch die Mitglieder des Chors werden gut bezahlt. Die Choristen sind meist Schüler deS Berliner Konservatoriums, die sich für Solistenpartien ausbilden lassen. Ein Chorist erhält außer Reisegeld 1000 bis 1200 Mark,im Monat, was ihm Die Gelegenheit gibt, mehrere hundert Mark im Monat zu sparen. Als Beispiel sei erwähnt, daß ein Choristengehalt in Berlin ungefähr 300 Mark beträgt. Das Interesse an deutschen Künstlern und deutscher Kunst ist bei dem Publikum sowie bei der Presse außerordentlich groß. Hoffentlich wird unsere Tournee das Verständnis für deutsche Kunst in den Vereinigten Staaten noch weiter verbreiten. Man bezeichnet heute in Amerika die deutschen Sänger und Musiker als die begabtesten Künstler Euro
pas. Unter Spielplän soll nicht nur Wagner, der mit dem »Ring", »Tristan" und dem »Fliegenden Holländer'' vertreten ist, sondern noch das Meisterwerk Mozarts, »Don Juan" enthalten. Mozart ist in der amerikanischen Provinz verhältnismäßig unbekannt. Im nächsten Jahr wollen wir den Spielplan noch durch »Fidelio" und .Freischütz" erweitern. Wie groß das Interesse an deutscher Kunst in Amerika ist, beweist der Umstand, daß zur Zeit der Plan er-
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gen. Man fertigt dazu aus Stroh, Schilf oder Fichtenreisig Dächer von 4 bis 6 Quadratmeter Größe an, die auf niederen Pfählen ruhen und so geneigt werden, daß sie auch Windschutz bieten.
Die Frage, was gefüttert werden soll, sei an Hand der einzelnen Wildarten besprochen.
Rotwild nimmt Rüben aller Art, Knollen von Topinambur, Eicheln, Äaftanien, Bucheckern, Heu, Hafergarben, auch die Zweige von Laubhölzern an.
Rehwild gibt man ebenfalls Eicheln, die als das beste Futter zu betrachten sind. Wo das Wild die Kastanien kennt, nimmt es sie ebenfalls an. Den bitteren Geschmack dieser Frucht kann man durch Trocknen, Zerkleinern und Aus- laugen in Wasser beseitigen. Dann erfolgt die Aufnahme meist sehr rasch. Gutes Wiesenheu aus Süßgräsern wird auch gern angenommen. Allerdings gingen gerade in diesem Punkte die Ansichten im letzten Winter stark auseinander. Ich habe selbst mit denkbar bestem Erfolg ein Revier im letzten Winter mit Heu versehen, während ich in einem anderen vor den Toren der Stadt nur eine ganz geringe Annahme allerdings auch schlechteren Heues wahmehmen konnte. Ueberall gut angenommen wurde dagegen Kleeheu. Auch über das Füttern mit Rüben sind die Ansichten geteilt. Cs wurde : ihm bei Beginn der letzten Frostperiode gew^.nt. Tatsächlich geht aber aus der Fachpresse hervor, daß vielerorts auch gefrorene Rüben und Kartoffeln gut angenommen und vertragen wurden. Ein alter Praktiker berichtet, daß in einem Privatrevier feit Jahren nur Dickwurz, und zwar zerkleinert und stark mit Salz gemischt, dargeboten und gierig angenommen werden. Gut ist der Revier- inhaber dran, in dessen Wald die Heide wächst. Hilst er seinem Wild mit dem Rechen beim Freilegen des Heidekrautes, so ist seine Hauptarbeit getan.
Der Hase braucht keine besonders angelegten Fütterungen. Er findet überall Rüben, Kohl ober Weichholz, das für ihn ausgelegt wurde. Wenn die Obstbäume geschnitten werden, so suche man die Reiser zu bekommen. Sie bilden das beste Aesungsmittel für den Löffelmann. Die Hasen haben im letzten Winter sich als außerordentlich dankbare Besucher der Fütterungen erwiesen, wo sie Rüben, Heu und in einem Fall auch den Mais einer Fasanenfütterung annahmen.
Das Rebhuhn ist für Fütterung sehr dankbar. Wenn es mit unterer Hühnerjagd wieder auswärts gehen soll, müssen wir viel mehr für seine Fütterung und für seinen Schutz im Winter tun. An alle Hühner- und Fasanenfütterungen gehört etwas feiner Kies, den die Hühner brauchen und den sie bei starker Schneebedeckung entbehren. Dazu schüttet man den Abfall vom Heuboden und kann ferner Weizen verfüttern.
Der Fasan muh in jedem Winter gefüttert werden, und zwar schon deshalb, weil er wie kein anderes Wild dem Grundsatz huldigt »ubi bene ibi patria". Er ist ein Zigeuner, der verstreicht, wenn er anderwärts bessere Bedingungen findet. Mais, Dreschmaschinenabfall, Sonnenblumenkerne, zerkleinerte /Rüben, Topimamburknol- len und getrocknete Wildbeeren sagen ihm am besten zu.
Leider Pflegt meist gar nichts für unser Wässe r w i l d zu geschehen. Kein Wild hat im letzten Winter so gelitten wie es, dessen Verluste mit 50 v. H. angenommen werden. Der Ausfall der Sommerentenjagd entsprach ja auch diesem Abgang. Dabei ist es gar nicht schwierig, Enten und Gänse zu füttemjb a sie ja fast immer an denselben Stellen am Rande der Gewässer einzu-
Zu den großen volkswirtschaftlichen Schäden des halten Winters 1928/29 gehören auch die zum Teil sehr hohen Verluste, denen unsere Wildstände ausgesetzt waren. Wir haben in der Umgebung von Gießen von der Hohe dieser Verluste zum Teil sehr wenig gemerkt, weil hier die Ratur eine reiche Eichelmast geschenkt hatte, die unserem Rot- und Rehwild über die schlimmste Zeit hinweghalf. Ohne diese natürliche Aesung wäre das Bild unter Umftänöen ähnlich traurig gewesen, wie es sich aus den genauen statistischen Angaben mehrerer Oberförstereien ergibt, die jetzt in der Fachpresse veröffentlicht wurden. Wir wissen nicht, was für ein Winter uns bevorsteht, und wollen hoffen, daß die Prophezeiungen eines weiteren strengen Winters sich als falsch erweisen. Jedenfalls sollte jeder sorgsame Revierverwalter mit der Möglichkeit rechnen und vorbeugen, um schlimme Erfahrungen zu verhüten. Wir sind bei uns in den meisten Wintern nicht gezwungen, unser Wild zu füttern, da unsere Winter nicht so streng sind. Daher ist das Gebiet der Wildfütterung manchem Jäger wenig bekannt. Tritt dann die Rotwendigkeit der Fütterung ein, so werden im besten Glauben vielfach falsche Mittel angewendet. Es sollen daher, verschiedenen Anregungen entsprechend, hier einige Hinweise gegeben werden, die zum Teil auf Erfahrungen des letzten Winters beruhen. Vokausgeschickt fei dabei, daß die Erfahrungen in verschiedenen Revieren vielfach einander widersprecht. Das entspricht auch ganz dem Gesamtbild in der Fachpresse, da manche Futtermittel offenbar nur dort angenommen werden, wo das Wild sie schon kennt. Beobachtungen d!er Futterplätze werden hier stets bald den rechten Weg weisen.
Bevor die Fütterung einseht, muß Klarheit darüber bestehen, wo und wie gefüttert we'den soll. Die notwendigen Anlagen müssen geschaffen werden, ehe die Rot kommt. Das Wild muß sie kennen und wissen, wo eS etwas findet, wenn die Aesung karg wird.
Daher sind die Fütterungen von Anfang an zu beschicken, aber nur ganz gering. Die Hauptfütterung seht erst mit wirklicher Rot ein.
Auch hierbei sei Grundsatz, öfters weniger zu bieten, als weniger oft viel. Denn viele Futtermittel verderben draußen bald. Ihre Verwendung bedeutet dann eine Verschwendung und zugleich eine Gefährdung der Gesundheit des WildeS. Zahlreiche kleine Fütterungen verdienen vor wenigen großen stets den Vorzug; denn sie zwingen das Wild zur Bewegung und biclen auch die Gewähr, daß schwache Stücke auf ihre Rechnung kommen. Zur Fütterung sind solche Stellen auszusuchen, wo das Wild sich ungestört fühlt. Alle Heuarten neigen besonders leicht zum Verderben und sollten nur unter dem schützenden Dach kleiner Raufen dargeboten werden. Anderes Rauhfutter, wie Haserstroh oder Laubheu, kann an den Stamm schützender Schirmfichten gebunden werden.Rüben, Eicheln, Kastanien und ähnliches streut man e.it- weder frei aus an solchen Stellen, wo das Wild gern wechselt, oder man bietet sie in kleinen Krippen.
Rebhühn erf ü tterungen gehören in das Feld, und zwar in Dornhecken oder unter Reisig, das man als Heckenersatz aufhäuft. Wo beides fehlt, wie das ja leider heute in vielen Gemarkungen zu sein Pflegt, steckt man Fichtenzweige im Kreis in den Ackerboden und bindet sie dann oben zusammen. So entsteht eine Schutz- unb Futterhütte. Fasanenfütterungen gehören ebenso in dichte Hecken, oder in Dickun-
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einem Teilungsvertrag vom Spätherbst 1629 zwischen Hessen-Darmstadt und Solms-Hohensolms kam das Amt Königsberg mit obigen Orten an Hessen, Hohensolms an Solms. Beide Aemter waren bis dahin von den Teilenden gemeinsam verwaltet worden, was zu allerhand Zwistigkeiten geführt hatte. Frankenbach, Raunheim uni Waldgirmes waren schon einmal beinahe 300 Jahre früher im Jahre 1358 durch Kauf fut 2010 Gulden an Hessen-Darmstadt übergegangcn doch erwarb der Graf Johann von Solms-Hohen-i solms die Orte im Jahre 1432 wieder zurück. Dei Waldreichtum der drei Gemeinden war der Grunl des Erwerbes und Rückkaufes. — In diesem Herbst sind 180 Jahre ver flössen, dch die fälschlich genannten »Schwedenschanzer am Himberg zwischen Rodheim und Waldginn, von den Hannoveranern unter dem Herzog F« dinand von Braunschweig gegen die Frcuizz» angelegt wurden. Sie sind noch gut erhalten. <: ihrer Rähe ist eine Grabstätte der Urncnfclba leute aus dem 12. Jahrhundert vor Christiii durch ein Ahornbäumchen gekennzeichnet, wo v? 40 Jahren der damalige Direktor des Wicß badener Museums die -Urnen entdeckte. L:i^ sind diese nicht in unserem Heimatmuseum Gie ßen, sondern in Wiesbaden aufbewahrt.
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WSR. Frankfurt a. M„ 27. Rov. In fci Rächt zum 24. d. M. wurde hier ein Villen < eink> ruch ausgeführt Die Täter haben v« der Hinteren Seite der Villa die Türe zur Trepp« zum Erdgeschoß und noch zwei weitere Türm' in der Weise geöffnet, daß sie die kn« steckenden Schlüllel durchstießen und dann h Türen mittels Sperrhaken oder Rachschlüssl öffneten. Gestohlen wurden Kleidungsstücke, 61 bersachen usw. sowie Ehwaren. Die Täter fora* ten bisher noch nicht ermittelt werden.
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