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D». Die diesjährigen deS Dolksbil« egamten am 28. 0!* «suchten Experimental« ol| 8hlvkro(Franb- ertragung. Suggestion, alles Gebiete, die e erwecken. Der immet zeigte, daß der Dor« stand, über diese Grenz« i gemeinverständlich zu -nd am 23. Dovember Oberlehrer Henrich uhörer in Dort ■ und x! nach Aegypten und i Orientreise des Dor« M JahreS im W Bräuche der Mutigen Palästinas kennen und tigen Bauwerken und der Vorzeit. Besonders ?r Vortragende, als er rte, da die Stister btt
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Derboi an der Llnwersiiäi Sranffurf.
WSR. Frankfurt a. M., 26. Rov. Rektor und akademischer Senat haben in ihrer heutigen Sitzung folgenden Beschluß gefaßt: „Die tzochschulgruppe Frankfurt a. M. des Rationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes wird gemäß § 41 der Vorschriften für die Studierenden vom 1. Oktober 1914 wegen der Beleidigungen gegen die Frankfurter Universität dauernd verboten, die in einem am 21. und 22. Rovember von dieser Gruppe verteilten Flugblatt enthalten sind. Gegen die Verantwortlichen soll disziplinarisch eingeschritten werden."
Kirche und Schule.
Kreis Alsfeld.
mr. Sieben, 26. Nov. Dieser Tage hatte die Kreisschulbehörde Alsfeld eine Sitzung wegen unseres Schulhausneubaues einberufen. Die hiesige Schule, die vor ungefährt 100 Jahren aus einem Bauernhaus umoebaut wurde, genügte schon längst den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr. Der Saal ist viel zu klein, zu niedrig, unvollständig belichtet und daher sehr ungesund. Der Schulhof besteht aus einem kleinen Platz, der uneingezäunt an die Durchgangsstraße Bieben—Lingelbach grenzt, und daher eine stete Gefahrenquelle für Lehrer und Kinder bedeutet. Ebenso schlecht ist es mit der Dienstwoh
nung dcs Lehrers bestellt, die aus drei Meinen Zimmern und einer winzigen Küche besteht. Diese Miß- stände will man nun durch einen Neubau beseitigen. Nachdem in der Sitzung ein dahingehender, einstimmiger Beschluß zustande kam, soll mit den Ar- beiten sofort im nächsten Frühjahr begonnen werden. Man hofft, im Laufe des Winters auch die Platzfrage regeln zu können. Der bei der Feldbereinigung ausersehene Platz sagt der Gemeinde Reimenrod, die ihre Schulkinder ach Sieben schicken muß, nicht zu, weil der Schulweg noch weiter würde als seither. I Durch Tausch wird man sich wohl auch hierüber I einigen können.
I Bernsburg, 22. Rov. Die in der hiesigen Kirche neu aufgestellte und am 10. No
vember erstmals ht Gebrauch genommene Orgel ist aus der Werkstatt der Firma Förster und Rikolaus in Lich hervorgeaangen. Sie ist nach dem pneumatischen Kegelladensystem erbaut und besitzt 6 klingende und ein abgeleitetes Register, auf zwei Manuale und ein Pedal verteilt. Die Luftzufuhr wird durch ein elektrisches Gebläse vermittelt. Bei der Prüfung und Abnahme deS Werkes wurde es durch den Sachverständigen als sehr gut bezeichnet. Auf dieser neuen Orgel au spielen, müßte für jeden Organisten eine Freud« fein. Leider ist aber hier die Organisten- frage noch nicht endgültig geklärt, fo daß die Orgel nach der Einweihung vorerst stumm blieb.
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Brüder in Not!
Eine Katastrophe über Deutsche im Auslande ist herein- gebrochen. Tausende deutscher Bauern sind durch Hunger, ivirt- fchaftliche Not und Zeitverhältnisse von chrer Scholle in Sibirien vertrieben. Eine deutsche Hungerwanderung hat in Rußland begonnen!
Zehntausend Heimat- und existenzberaubte deutsche Bauern haben sich angesammelt, um auf dem Wege über Deutschland nach Uebersee auszuwandern. Hunderte sind bereits bettelarm in Deutschland eingetroffen. Kinder, Frauen und Greise leiden unsäglich. Den Flüchtlingen bleibt in Rußland keine Wahl. Sie müssen weiter wandern, well der ihnen sonst drohende Rücktransport nach Sibirien sicheren Hungertod bedeutet.
Deutsche Bauern, deren Einwanderung vielfach Jahrhunderte zurückliegt, haben in Sibirien vorbildliche Kolonien geschaffen und sich ihre deutsche Art, Sprache und Sitte erhalten. Wirtschaftlich und heimatlich entwurzelt, religiös und seelisch bedrängt, sind sie jetzt der Verzweiflung preisgegeben.
Das Schicksal eines Deutschen geht einen jeden Deutschen an!
Tie unterzeichneten Verbände rufen deshalb trotz der schweren wirtschaftlichen Not im eigenen Lande das deutsche Volk zu einer Sammlung für seine furchtbar heimgesuchten Brüder auf. Wir haben den Hunger selbst durchgemacht. Hier aber hat er Tausende von Vertriebenen ergriffen, denen in der jetzigen Jahreszeit zu allen anderen Qualen die Unerbittlichkeit des Winters droht.
Berlin, den 12. November 1929. 9728D
Deutsches Rotes Kreuz
Centralausschuß für Innere Mission
Deutscher Caritasverband
Fünfter Wohlfahrtsverband
Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt
Jcntralwohlfahrtsausschutz der christlichen Arbeiterschaft Zentralwohlfahrtsstctte der deutschen Juden
Den vorstehenden Aufruf bringen wir im Einverständnis mit den hessischen Landesorganisationen der Verbände, welche ihn unterzeichnet haben, zur öffentlichen Kenntnis und bitten herzlich um freiwillige Spenden für die aus S 'wjet-Rußland ausgewanderten und in großer Not befindlichen deutschen Bauern.
Heber die Verwendung der eingehenden Spenden entscheidet ein Ausschuß der Verbände, die den Ausruf erlassen haben, mit Sitz in Berlin.
Nachstehende Banken nehmen Spenden auf Konto „Brüder in Not" entgegen:
Commerz- und Privatbank, Aktiengesellschaft, Filiale Gießen Darmstädter und Nationalbank, Zweigniederlassung Gießen Deutsche Bank und Diseonto-Gesellschaft, Zweigstelle Gießen
Handels- und Gewerbebank, Gießen
Hessisches RoteS Kreuz
(Hess. Landesverein vom Roten Kreuz und Alice-Frauenverein von Hahn. Dr. Kratz.
Volkshochschule
Am Freitag, 39. November, 6. und 13. Dezember, 30 Ubv, Universität, II. etoef links, Hörsaal 51 (9715D
Vertrüge mit Aussprache: Der Weltkrieg in der Literatur; Sinndeutung des Kriegserlebniffeü. Pfarrer Ad. Nbeinsiirtb-Branerfchwend. Äurögebühr: 1.20 RM^ f. Nichtmitglteder 1.50 RM. Gebühr kür Probebefnch 50 "KL bleie Gebühr kommt bei vorherigem Belegen in Wegfall: wegen der besonderen Kosten des Kurses haben die schon au6= gegebenen AusweiStai ten keine Gültigken
Vom kommenden Christentum
Dritter öffentlicher Vortrag von
Gertrud Spoerrl-Stuttgart
Geburt und Tod in der Anschauung kommenden Christentums
Freitag, 29. November, 20.15 Uhr, Universität, Hörsaal 41. Zur Unkosten- deckg. Mk.1od.0.50; Studenten Mk.0.40 Bewegung f.rellgiöseErneuerung
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Donnerstag, den 28. November 1929, abends 8 Uhr, in der neuen Aula der Universität
Die Jahreszeiten
Oratorium für Solostimmen, Chor und Orchester von Joseph Haydn
Solisten: Bettina Frank (Sopran) Nürnberg, August Richter (Tenor)Köln,KammersängerErnstEverts(Baß)Köln
Orchester: Der Gießener Orchesterverein
Am Flügel: Mimi Bock, Gießen
Chor: Gemischter Chor des Sängerkranz Gießen
Leitung: Chormeister Albert Kasten, Gießen
Eintrittskarten: Mk. 4.—, Hk. 3 -, Hk. 2.-, in der Musikalienhandlung Ernst Challier und der Abendkasse.
Studentenkarten Mk. 1.50 bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweis.
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Saal der Sladtmiilioa, Löberttrahe 14
Donnerstag, den 28. November 1929, abends 81/* Uhr:
UlerariitMeiulieier
l .Teil; Lichtbilder-V ortrag:
Die neue Rud olf-Schäfer-Bilderbibel
Lichtbilder-Vortrag des Herrn Syndikus H. Gaede von derVereinigung evangelischer Buchhändler Deutschlands
2 .Teil: Stunde mit Büchern:
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10 Akte nach der weltberühmten Operette von Emmerich Kalman Weitere Mitwirkende: Adele Sandroek, Hilda Rosch Hans Jnnkermaun. Fritz Kämpers, Ernst Verebes, Marianne Winkelstern.
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Auf der Bühne:
Das ausgezeichnete russische
Tanzpaar Soeurs Jakowleff
von der Rigaer Oper in ihren russischen Nationaltänzen.
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