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Verantwortlich für Politik: i.D. Ernst Blumschein.
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(MB. Funkspruch.) Der en" trat heute morgen um t nad) Europa an.I-1 ,n hatte sich eine gewagt eden, die dir ,Mchi an to K^enWÜ, das bis auf war, aus dem Dock ijinaus* t hell erleuchtet, seine Flag, cheinwerfern bestrahlt. Sie 12.18 Uhr Sandy Hook.
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Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 28. Juli, 20 bis get gen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Montag. 29.3uli, 20 bis gegen 22.45 il&t: „Die schön« Helena". Dienstag, 30.2uli, 20 biS gegen 22.45 2hr: „Die schöne Helena". Mittwoch, 31.3uli< 20 bis gegen 22.45 Uhr: ..Die schöne Helena". Donnerstag, 1. August. 20 bis gegen 22.45 Ahr: „Die schöne Helena". Freitag, 2. August, 20 biS gegen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Samstag. 3. August, 20 biö gegen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Sonntag, 4. August, 20 bis gegen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Montag, 5. August, 20 bis gegen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena".
Paris*; auf der Bühne: Gastspiel de» Schönheitsballetts Celly de Rheidt: Vorstellungen 16, 18.30 und 20.30 Uhr.
— Tageskalender fürSonntag: Volkshochschule. 3. Pflanzenkundlicher Ausflug. Abfahrt nach Bad-Nauheim 6.35 Uhr. — B. f. B : Bezirks- Frauenwettkämpfe des Bezirks Hessen-Hannover, 10 Uhr vormittags und 3 Uhr nachmittags. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die schönste Frau von Paris"; auf der Bühne: Gastspiel des Schönheits- balletts Celly de Rheidt; Vorstellungen: 16, 18.30 und 20.30 Uhr.
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Dienstag, 30. Juli, wird erstmalig (es sind nur zwei Aufführungen vorgesehen) Oscar Wildes „Salome" auf der Waldbühne (bei schlechtem Wetter im Theater) in Szene gehen. Es sei heute schon besonders darauf hingewiesen, daß vor und nach der Vorstellung der Straßenbahnoerkehr verstärkt wird.
Oie Gasfernversorgungsfrage
In ihrer letzten Vollversammlung faßte die Industrie- und Handelskammer Darmstadt die nachstehende Entschließung:
„Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt vermag in der von der Ruhrgas-A.-G. betriebenen und von dem Vorstand der Hekoga befürworteten Gasfernversorgung durch eine Fernleitung von der Ruhr nicht die im Interesse des rhein-mainischen und damit des hessischen Wirtschaftsgebietes gebotene zweck- mäßigste Lösung zu erblicken. Ä
Neben der Höhe der Preise für Gas und Stoto muß für die Lösung der Frage die unbedingt
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Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 27. Iuli 1929.
^Trags in die (Sonne!*
Von Reinhold Braun.
In einem feinen, kleinen Buche wird von einem jungen Pfarrverwalter erzählt, der tief betrübt darüber ist, daß er keinen rechten Ein. gang in die Herzen seiner Dauern finden kann. Es liegt wie eine Lähmung auf allem, was er tut; überall sieht er Schatten. Da spricht die liebe, alte Tante, die wie eine Mutter um den Einsamen ist, zu ihm: „Friedrich Theodor, du mußt's in die Sonne tragen. Das hilft. Man muß seine Seele von Zeit zu Zeit aussonnen lassen. Sieh so, wie ich meine Betten sonne, daß all .die Mißmutbazillen und sonstigen Quälgeister vergehen müssen!"
.Trag's in die Sonne!" —
Gegen Abend brachte mir der Briefträger den Brief, der die Vernichtung einer großen Hoffnung enthielt. Ich las ihn im Scheine der Tischlampe. Die Erkenntnis der schmerzvollen Tatsache hüllte mich In einen drückenden Rebel, durch den ich auf einmal eine große Last zu schleppen hatte. In den Ecken des Zimmers wuchsen unwirkliche Schatten auf und schienen auf mich einzudringen. Die Buchstaben des Briefes da vor mir im Lichtkreis der Lampe standen hart und spitz auf dem grellkalten Papier, und es war, als griffen eisige, krallenscharfe Finger von irgendwo her nach meinem Herzen. Und dann die Rächt ... Vach einem kurzen, dumpfen Schlafe fühlte ich plötzlich Sonne auf meinem Gesichte. Da hielts mich nicht mehr daheim; nach einer Stunde bereits stand ich auf bem nahen Berge und schaute ins sonnenfunkelnde Rund.
Dann las ich nochmals den Brief. Ganz bewußt zwang ich mich dazu. Glocken tonten auf einmal in einem Dorfe auf; liebreicher Wind trug den zärtlichen Klang her. Sonne glänzte goldrein Über das Geschriebene. Gewiß, die Tatsache der vernichteten Hoffnung blieb bestehen. Aber ich war eingehüllt in die Trostmächtigkeit der mütterlichen Ratur; Gott selber sprach aus ihr. Ich fühlte bald wieder etwas von dem wunderbar Erlösenden des kosmischen Blickes, durch den auch bald die Frage aus meinem Innern aufstieg: „Kind des Unglaubens, was unterfängst du dich, an dem zu zweifeln, daß nichts geschieht, was nicht irgendeinen Sinn in sich birgt? Vielleicht ist der dir augenblicklich schmerzhafte Verlust schon im Keime ein Gewinn! Gehörst du auch zu den vielen, die meinen, sie müßten im Leben alles allein tun und von ihnen allein hinge alles ab! Wohl sollen wir rüstige Schwimmer im Meere des Lebens sein, aber auch der mystischen Flut ein wenig vertrauen und dem Gott, von dem sie, die ewig rätselhafte, ein Stück Sichtbarkeit ist, im großen schöpferischen Glauben hingegeben sein!" Also und mehr noch sprach es in mir. Sonne schwang mit stürmischer Glut durch Seele und Leib, und vor ihrer andrängenden, göttlichen Flut wichen die Zweifel- und Trauergeister zurück ins Deich des leblos Rächtigen. Mit „ausgesonnter" Seele, darin neue Gottlebendigkeit waltete, schritt ich heim.
„Trag's in die Sonne!" —
Seht, da ist eine große Rot und ein bitteres Unverstehen über eine Liebe gekommen. Mann und Weib sagen einander lieblose Worte. Dio vier Wände des Zimmers stehen wie ein Ge- sängnis um sie und scheinen sie immer mehr zu umschnüren. In einer Schattenflut stehen dis Beiden, die nun mit schweren Wellen über ihren Häuptern zusammenschlägt.
Da nimmt am nächsten Morgen das Weib den Mann still bei der Hand und spricht zu ihm:
betriebssichere Delleferung des Wirtschaftsgebietes entscheidend fein. Diese kann aber nur gewährleistet werden, wenn eine Erzeugungsstätt» im Wirtschaftsgebiet selbst — am besten an der so leistungsfähigen Wasserstraße deS Rheins — errichtet wird, welche die Herstellung der durchschnittlich benötigten Gasmenge und zugleich den Anfall der im Wirtschaftsgebiet benötigten Koksmenge sichert. Gin Anschluß an die Ruhr oder die Saar, ober an beide Bezugsgebiete für die Lieferung des EpitzenbedarfS, erscheint dabei wünschenswert.
Im Hinblick auf eine möglichst wirtschaftlich« Betriebsführung muh für die Erzeugung und die Verteilung von Gas und Koks die Rechtsform der gemischtwirtschaftlichen Unternehmung gefordert werden, weil die auf diesem Gebiete besonders notwendigen technischen und kaufmännischen Erfahrungen für ein gutes Gelingen nicht entbehrt werden können."
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L. U. Von der Landesuniversität. Dem Hilfsassistenten beim Juristischen Seminar unserer Landesuniversität Dr. Erich Sachers wurde die venia legendi für bas Fach des römischen Rechts, der antiken Rechtsgeschichte und des vergleichenden bürgerlichen Rechts erteilt.
" D i e Museen sind am Sonntag von 11 bis 1 Uhr geöffnet.
" Gießen als Tagungsort. Der San- desverband Hessischer Schneiderin- n u n g e n, Sitz Offenbach, hält seinen diesjährigen Verbandstag in Gießen im Cafs Leib ab. Am Samstag, 3. August, findet auf dem Obermeistertag eine allgemeine Aussprache interner Organisationsfragen statt. Am Sonntag, 4. August, ist geschlossene Hauptversammlung vorgesehen, während am Nachmittag um 3 Uhr in einer großen öffentlichen Versammlung der Syndikus des Reichsver- bandes des deutschen Schneidergewerbes, Dr. Menningen, einen Vortrag halten wird, ebenso wird Direktor Schüttler von der Handwerkskammer Darmstadt ein Referat über die neue Handwerkernooelle halten. — Vom 27. bis 29. Juli 1929 hält der Verband der selbständigen Buchbindermeister in Hessen seine 23. Der- bandstagung hier im Hotel Hindenburg ab.
♦* Im Lichtspielhaus Bahnhof st raße findet gegenwärtig ein Gastspiel von Celly b e Rheidt mit ihrem Originalensemble statt. Dos Programm, welches, revuemäßig aufgezogen, sich aus Pantomimen und Balletts zusammensetzt, vom Conferencier eingeleitet und von Gesangsvorträgen durchbrochen wirb, fanb bei recht gutem Besuch lebhaften, teilweise stürmischen Beifall. — Außerbem sieht man nach den Vorführungen auf ber Bühne die übliche Wochenschau, sowie einen Spielfilm ,Die schönste Frau von Paris", nach dem Roman „Madame Circe", von Ernst Klein; Regie: Fleck; Manuskript: Hahn; in den Haupt- rollen: die anmutige Elga Brink und der sehr beliebte und sympathische Werner Fuetterer.
welkere Lokalnachrichten im 2. Blatt.
„Komm mit mir in We Sonne! Ich glaub', da wird alles wieder gut!“
Unb nun schreiten sie schweigend nebeneinander her. Sonne durchdringt sie mit magischer Kraft. Die blaue Himmels helle steht rein und glücklich über ihnen. Sie schreiten, schreiten. Da. ganz leise 'faßt auf einmal, wie von innen her wundersam geboten, jeder zugleich nach des anderen Hand. Blick taucht in Blick. Das Sonnen- rund. ist von Musik erfüllt. Zwei Menschen erkennen einander wieder im Kern ihrer Liebe und ihres Wesens. Und klein und schlecht kommt ihnen alles vor, was sie gestern abenb ein- ander sagten in ihren dumpfen vier Wänden.
„Trag's in die Sonne!" —
Was an Röten unser Leben bedrängen mag und unser manchmal ach so müdes Herz, trag's in die Sonne: Eine Glaubensnot, eine Enttäuschung, eine Mutter- oder Datersvrge, irgendeine Alltagsqual im Beruf und Haus; es ist gar vieles da und oft in einem hastvollen Wechsel miteinander!
Trag's in die Sonne, daS heißt: in Gottes Rähe, in eine maschinenferne Stille, unter die Gnaden des ewigen Firmamentes, aus der Enge in die Weite, aus Paragraphentum und Erstarrung ins Clement des Ratürlichen und Fließenden, des noch urhaft Lebendigen! Trag das alles ins Licht der höheren Welt, in die Lebenssvrme der echten Kunst, in die Mütterlichkeit eines Sonnenwortes, das ein guter Mensch sprach ...
Sonne ist überall eingefangen. Sonne hilft kämpfen, Sonne hilft siegen!
Daten für Lonntag, 28. Juli.
1804: ber Philosoph Ludwig Feuerbach in Lands- Hut geboren; — 1842: der Dichter Clemens Bren- tano in Aschaffenburg gestorben; — 1879: der preußische Innenminister Grzesinski in Treptow an der Tellense geboren; — 1914: Oesterreich erklärt Serbien den Krieg.
Daten für Montag, 29. Inti.
1718: der Quäker William Penn, Gründer des Staates Pennsyloanien, in Ruskombe gestorben; — 1856: der Komponist Robert Schumann in Enbenich gestorben; — 1883: der italienische Ministerpräsident Benito Mussolini in Prebappio bei Fortt geboren.
Gießener Wochenmarktpreise.
Cs kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt das Pfunb: Butter 190 bis 200; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 25 bis 30; Weißkraut 25 bis 30; Rotkraut 40 bis 45; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 30 bis 35; Römischkohl 12 bis 15; grüne Dohnen 20 bis 25; gelbe Dohnen 20 bis 25; bicke Dohnen 15 bis 20; Erbsen 15 bis 20; Mischgemüse 10 bis 15; Tomaten 25 bis 45; Zwiebeln 10 bis 20; Rhabarber 12 bis 15; Pilze 55 bis 60; alte Kartoffeln 5; neue Kartoffeln 7; Frühäpfel 35 biS 40; Falläpsel 5 bis 6; ausl. Aepfel 45 bis 70; Dirnen 10 bis 40; Dörrobst 35 bis 40; Kirschen 45 bis 70; Sauerkirschen 40 bis 45; Heidelbeeren 40 bis 45; Stachelbeeren 20 bis 25; Iohannis- beeren 20 bis 25; Walderbbeeren (Schoppen) 55 bis 60; Pflaumen 50 bis 55; Himbeeren 60 bis 70; Mirabellen 50 bis 55; Reineclauden 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Aprikosen 50 bis 55; Pfirsiche 70 bis 75; das Stück: Tauben 70 bis 90; Eier 13 bis 14; Blumenkohl 30 bis 80; Salat 10 bis 15; Salatgurken 20 bis 40; Ein- machgurken 3 bis 6; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 25; Sellerie 10 bis 25 Pfennig; der Zentner: alte Kartoffeln 4,50; neue Kartoffeln 6,50 Mark.
Vornotizen.
— Tageskalender für Samstag: Erste Reichskurzschrift-Gesellschaft „(Babelsberger" e. 23.: Ausflug nach ber Hardt, 20.30 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die schönste Frau von
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 28. Juli. 9. Sonntag nach Trinitatis.
Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrer Mahr; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten ber Matthäus- gemeinde; 9.30: Pfarrer Becker. — Johanneskirche. 8: Pfarrer Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für bie Neukonfirmierten ber Lukasgemeinbe; 9.30: Pfarrer Ausfelb; 8: Bibelbesprechung im Johannessaals Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Fried- Hofs. 9.30: Pfarrer Lenz; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten ber Luthergemeinbe. — Elisa- belh-kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer Müller. —i Klein-Linden. 11: Kinberaottesdienft; 1.30: Haupt- gottesbienst unb Christenlehre. — Diefeck. 9.30: Pfarrer Hartmann, Alten-Bufeck. — Alten-Buseck. 2; 3; Christenlehre. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Chri- stenlehre für bie weibliche Jugenb; 1.30: Mainzlar. — Hausen-Garbenteich. 9: Hausen; Pfarrer Staubach, Watzenborn; 1.15: Garbenteich; Pfarrer Krämer, Steinbach. — wahenborn-S.einberg. 10.30: Haupt- gottesbienst. — Lich. 9.30: Stistsdechant Kahn; Chri- stenlehre für bie männliche Jugenb; 2: Stiftspfarrer Lic. Schorlemmer. — Nieder-Bessingen. 9.30: Gottesbienst unb Christenlehre.
katholische Gemeinden.
Samstag, den 27. Juli.
Gießen. 4.30 unb 7 Uhr: Beichte.
Sonntag, ben 28. Juli. 10. Sonntag nach Pfingsten.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion ber Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre- bigt; 11: Messe mit Predigt; 2: Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Grünberg. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt._____________________
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