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wurde der Doranschlag für 1930/31 beraten. De* "Abschluß der Tagung bildete ein Dortrag von Pfarrer Dock- Obcrmockstadt über .Der volks­tümliche Wert des Katechismus". Dem scheiden- den Dekan sprach für seine 17jährige, vorbild­liche Amtsführung Pfarrer Bar den oufruv- tigen Dank deS Dekanate« aus.

Briefkasten der JUbatfiott.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schristleitung.)

P. A. Ist bei der Zwangsversteigerung eines Grundstücks einem Seigerer durch den Beschluß des Bollstreckungsgerichls der Zuschlag erteilt worden, so findet nach § 93 des Zwangsverstet- gerungsgesehes gegen den Besitzer de- Grund­stücks auf Grund des Zuschlagsbeschlusses die Zwangsvollstreckung auf Räumung und Heraus­gabe statt. Der Zuschlagsbeschluß besitzt also eine besondere Bedeutung. Der Gläubiger muß eine vollstreckbare Ausfertigung erwirken und sie einem Gerichtsvollzieher übergeben, der den Schuldner aus dem Besitz setzen und den Gläu­biger in den Besitz einweisen wird.

Salzböden. Aach § 3 des Impfgesetz«- vom 8. Qlbtit 1874 ist eine Impfung, wenn sie nach ärztlichem Urteil erfolglos geblieben ist, spä­testens int nächsten Jahre und, falls sie auch dann erfolglos bleibt, im dritten Jahre zu wiederholen. Die zuständige Behörde kann anordnen, baß die letzte Wiederholung der Impfung durch den Impfarzt erfolgt. Da Ihr Sohn bereit- drei­mal geimpft worden ist, mühte di« etwaige Anordnung einer vierten Impfung als gesetz­lich unbegründet erscheinen.

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Herrn Friedridi Müller, ßieBen .SthiUertfr. 19 übertragen. Wir bitten bei dieser Adresse unverbindlich unser Prospektmaterial zu fordern; alle Auskünfte werden dort gleich­falls gerne erteilt, auch erfolgt auf Wunsch unverbindlicher Ver-

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Rheinhessen.

WER. Dingen, 23. März. Für dieDürger - Meisterstelle haben sich 43 Bewerber aus Darmstadt. Mainz, Frankfurt o. M., Berlin, Mün­chen, Braunschweig, Würzburg, dem Industriege­biet, aus Singen usw. gemeldet. Unter ihnen befin­den sich Rechtsanwälte, Volkswirte, Bürgermeister, Gerichtsafsessoren, Regierungsräte, Referendare, Stadtverordnete usw.

Preußen.

KreiS Wetzlar.

rr Wetzlar, 23. Mörz. Während der vor­jährige städtische Gtat erst im Frühsommer verabschiedet werden konnte, gelang eS den Stadt­verordneten. den diesjährigen städtischen Haushalt in einer dreistündigen Sitzung zu erledigen. Die Etatrebe des Bürgermeister- Dr. Kühn wurde am vergangenen Freitag gehalten. Die End­summen, mit denen der Bürgermeister den Etat der Stadtverordnetenversammlung vorlegte, er­reichten rund 4867 000 Mark bei der Ein­nahme und 4 777 000 Mark bei der Aus­gabe. Besonders hohe Zuschuhkapitel find die Schulen, der Wohlsahrtsetat. der Dauetat und die städtische Polizei. Bei letzterer ist zu be­achten, daß die Stadt fämtliche Polizeilasten fernst tragen muh, der Staat also keinen Zu­schuß leistet. Auch die SchuNasten drücken ebenso stark auf den Steuerzahler, da die Rückflüsse von feiten der Regierung verhältnismähig sehr gering sind. Dazu kommen die Verzinsung und Abtragung der Anleihen von rund 9,5 Mill.

Mark, von denen etwa ww bte Hälfte al» pro­duktiv anzusprechen ist. Da- Auskommen an in­direkten Steuern kann auf 1 Million Mark ge­schäht werden, während an anteilmäßigen Ern- lommensteuern nur rund 320 000 Mark im Vor­anschlag stehen. Das Vermögen der Stadt wird mit 16,5 Will, angenommen. In der heutigen Stadtverordnetensihung ergaben Abstriche und Einnahmeerhöhunaen eine Verbesserung deS Etats auf der Srfparni-fette um 80000 Mark, die nach dem Wunsch der bürgerlichen Fraktionen zur Senkung der Gewerbesteuer Ver­wendung finden sollte. Dorgeschlagen wurden 650 Proz. Gewerbesteuer vom Ertrag und 1800 Prozent von der Lohnsumme. Man einigte sich nach längerer Aussprache dahin, den Wünschen der S. P.D. auf Einsetzung erhöhter Beträge beim Wohlfahrtetat entgegenzukommen und dafür an Gewerbesteuer 625 Proz. vom Ertrag und 1900 Proz. von der Lohnfumme zu erheben. Wit einigen weiteren unwesentlichen Ginnahmeerhö- hungen soll der Etat auf diese Weife bei einem Heinen Fehlbetrag von rund 6000 Mark ab- schließen. Gegen die vorgeschlagenen Sätze erhob der Bürgermeister für die Verwaltung Bedenken, der Etat wurde jedoch in dieser Gestalt von allen Stadtverordneten angenommen.

Kirche und Schule.

Dekanatstag des Dekanats Büdingen.

)( Büdingen, 23. März. Dieser Tage traten die Abgeordneten unseres Dekanate- im evangelischen Gemeindefaal zum diesjährigen

SS- und Dritten. or} 9ab es Resultate w «tr- merra6 ab LSM Frank. Geleit spielten hierbei Naunheim mat als 'e*ner Fnm jurüdat« nburg erwartet war- llcn sich jedoch mit 1:1 m Iie& sich sogar aus Letzten der Tabelle u, mit 2:4 Toren °inz befriedigte voll. Mdte den l.g,(r.O7 ach Hause.

J er nicht ganz so onor- Fürth schüüeüe dir mit einem Men fl behielt über Phö» it 3:2 Toren die Ober-

Dekanatßtag zusammen. Die Andacht wurde von Pfarrer Freitag- Dleichenbach gehalten, Dekan Schäfer- Büdingen begrüßte hierauf die fast vollzählig erschienenen geistlichen und weit- lichen Abgeordneten. Der vom Dekanatsausschuh vorgelegte und gedruckt erschienene Rechenschafts­bericht über den religiös-sittlichen und kirch­lichen Zustand der Dekanatsgemeinden bot ein recht erfreuliches Bild regen kirchlichen LebenS und opferfreudiger Liebestätigkeit in vielen Ge­meinden. Freilich wurden auch vereinzelt Kla­gen laut: so war gegen 1926 ein Geburtenrück­gang von 6,36 Prozent und eine Zunahme der uneyelichen Geburten um 3,9 Prozent festzustel­len, Trauungsverweigerungen kamen 2, Tauf­verweigerungen keine vor. An Liebesgaben gin­gen in 1926 21 699 Mk.. in 1927 24 752 Wk. ein, d. h. auf den Kopf der Bevölkerung 0,92 Mark bzw. 1,05 Wk. Der Bericht löste eine fehr rege Aussprache auS, in der besonders die Frage der Sonntagsheiligung, des Kuchen­backverbots am Karfreitag und die Ausartung und Verschwendung bei kirchlichen Feiern, be­sonders bei Konfirmationen, besprochen wurden. Die Neuwahlen im Dekanat hatten fol­gendes Ergebnis: An Stelle des aus Gesund­heitsrücksichten zurücktretenden bisherigen De­kans, Psarrer und Hofpredigor Schäfer, wurde einstimmig Pfarrer Bär- Lindheim, zum Dekan­stellvertreter Pfarrer Hoch-SelterS, zum Stell­vertreter für beide im Dekanatsausschuh Pfar­rer Adam- Büdingen gewählt. Die Wahlen zum Dekanatsausschuh erfolgten ebenfalls in größ­ter Einmütigkeit, es lag nur ein Wahlvorschlag vor. Vach Vorlage der Rechnung für 1925/27

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