Br. 192 viertes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 17. August 1929
k. 790.— k 840.- k. 1250— '■ 1125-
A.-G.
67971) 1
/ erkstattarbeit
I Südanlage 20
Marburg, Wetzlar und aren, sehr strebsame’
(Stützung ihrer
682SC
achleute werden i den Gieß. Anz.
iklbppelte Spitzen, -reien und velkavlen jnhäuser und Speiü- iit Lichtbild an
ChinaCo
ien.
** •"*£!£
68)
N. China.)
o&JlD
jiiell
Vortül
ibruo^
le «nitellunn e,6J* er F-M
Ä ^efdie08
afbgjl
Wirtschaft.
Äon der deutschen Maschinenindustrie.
3m Juli zeigte der Auftragseingang im Auslandgeschäft der deutschen Maschinen- industrie. wie jetzt mitgeteilt wird, eine leichte Besserung, dagegen trat im 3n- landgcschäft eine leichte Verschlechterung ein. obwohl die Anfragetätigkeit der Inlandkundschaft etwas reger war. Der Beschäftigungsgrad blieb unverändert, ebenso die durchschnittliche Wochen» orbeitszeit.
Bon den einzelnen Maschinengruppen zeigten die Werkzeugmaschinen eine leichte Besserung im Auslandgeschäft; das Inlandgeschäft war unbefriedigend. Der im allgemeinen weiter flaue Geschäftsgang in Textilmaschinen wurde durch die in einigen Zweigen herrschende Saisonstille noch verschärft. Dos L a n d - moschinengeschäft zeigte eine Belebung. Bei K r a f t m a s ch in en überwogen im Auslandgeschäft die ungünstigen Meldungen, im 3n- landgeschäft hielten sich die günstigen und die ungünstigen Meldungen etwa die Waage. .Un- zureichende Auslandaufträge bei ziemlich befriedigenden 3nlandaufträgen waren bei Pumpen und Kompressoren festzustellen. Bei den Hütten-, Stahl- und Walzwerksanlagen war das Inlandgeschäft weiter schwach, das Ausfuhrgeschäft einigermaßen zufriedenstellend. 3n mechanischen Fördermitteln liefen in befriedigendem Umfang Bestellungen aus dem 3n» und Auslande ein. Ungünstig war das Geschäft im Apparatebau.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Alle guten Hoffnungen, die man hinsichtlich ber zukünftigen Börsenentwicklung gegen Ende der vergangenen Woche gehegt hatte, wurden zu Beginn der neuen Woche durch eine plötzliche und unerwartete Erhöhung des Diskontsatzes der F e d e r a I Reserve Bank von 5 aus 6 Prozent zunichte gemacht. Man war daraufhin sehr pessimistisch gestimmt, da man durch die so neugeschaffene Lage schlimmere Rach- wirkungen auf die internationale Geldmorktgestal- tung erwartet. Als gleich daraus von der Rcu- yorker Börse ganz gewaltige Kursverluste gemeldet wurden, und zwar gingen diese bis zu 26 Dollar, bot die Börse ein trostloses Bild. Die Folge davon waren hier Rückschläge bis zu etwa acht Prozent, für Spezlalwerte sogar bis zu 14 Prozent. 3m Zusammenhang mit diesem Vorkommnis traten auch wieder starke Befürchtungen einer nicht mehr zu vermeidenden Londoner Diskonterhöhung auf. 2lber doch änderte sich die allgemeine Situation bald wieder. Die Reuyorker Börse hatte nämlich im nächsten Moment wieder kleinere Erholungen zu verzeichnen, was eine allgemeine Beruhigung auslöste. Zwar war die Spekulation immer noch zurückhaltend und schritt weiter zu einigen 2lb- gaben, doch nahmen die Verluste kein besonders großes Ausmaß mehr an, da sich auf der anderen Seite eine gewisse Bereitwilligkeit zur Aufnahme des aij den Markt kommenden Materials einstellte. Die Derkaufsaufträge wurden aber immer weniger, so daß einer freundlichen Börsengestaltung nichts mehr im Wege stand. Die Erhöhung der Reuyorker Diskontrate konnte keine Verstimmung von längerer Dauer Hervorrufen; denn es waren doch wieder einige Momente vorhanden, die einen günstigen Eindruck hinterließen. Vor allem stimulierte eine geringfügige Entspannung im Haag. Das Geschäft blieb aber unverändert klein, nur einige Spezialwerte traten etwas mehr in den Vordergrund. Hier spielte aber vor allen Dingen einiges Auslandinteresse eine gewisse Rolle. Doch konnte man auch an den Rebenmäirkten ein leichtes Anziehen der Kurse bemerken. Eine schon bestehende Freundlichkeit konnte im Laufe der Woche immer mehr an Boden gewinnen, zumal aus Reuyork recht feste Börsen gemeldet wurden. Auch das übrige Ausland trug mit einer Befestigung seiner Börsen dazu bei. Die Geld» marktverfassung war überall besser; die Befürchtungen einer Londoner Diskonterhöhung trat jetzt ganz in den Hintergrund, da die Goldabflüsse der Bank von England zumeist ganz eingestellt wurden. Zeitweise war eine regere Umsahtätigkeit zu verzeichnen. Eine Anregung bot die Kohlenpreiserhöhung inEng° land, der gesteigerte Kohlenabsah im Ruhrgebiet und das Ausfallen jeglicher Feierschicht
daselbst. Selbstverständlich wurden in erster Linie Montanwerte hiervon berührt. Bei lebhafterem Geschäft traten diese Werte besonders hervor, bei teilweise ganz beträchtlichen Besserungen gegenüber der vergangenen Woche. Die Aussichten einer baldigen Rheinlandräumung verstärkten das 3nteresse für Montanaktien immer mehr, so daß die Spekulation andere Werte gegen Montanpapiere eintauschte. Dies trug aber zur Vernachlässigung der hierdurch betroffenen Märkte bei. Als Käufer traten besonders das Rheinland sowie Holland auf, aber auch das übrige Ausland nahm Material aus dem Markte. Glanz st offaktien setzten ihre Aufwärtsbewegung weiter fort. Eick- t r o a f t i e n , die in dieser Woche nur zwischendurch etwas in den Vordergrund rückten, lagen bis zu drei Prozent fester, Siemens und Felten gewannen je 5 Prozent. Montanwerte hatten Gewinne bis zu 7 Prozent zu verzeichnen. An der Spitze standen hier Phönix, Harpe- n e r und Gelsenkirchen. Rur Reichsbankanteile logen auf verschiedene Baisser- vorstöße 7 Prozent schwächer, doch trat auch hier gegen Ende der Woche eine Erholung ein. Der Verlust wurde fast ganz ausgeglichen. 3m allgemeinen gingen die Erhöhungen bis zu vier Prozent. Zum Wochenschluß wurde dos günstige Bild jedoch durch überraschend große Goldabgaben der Bank von England wieder getrübt, und es trat eine allgemeine Unsicherheit zutage. Auch die in den Hintergrund getretenen Diskonterhöhungsbefürchtungen der Ban! von England traten wieder in Erscheinung. Größere Kurscin- brüche waren bei Abgaben nicht zu vermeiden. Doch konnte sich die so unerwartet eingetretene Unlust keiner längeren Lebensdauer erfreuen; denn c s waren genügend Vorkehrungen getroffen, daß eine Erhöhung der Londoner Diskontrate nicht erforderlich sein dürfte. Auf eine Meldung, wonach von amerikanischer Seite zur Stützung des Sterlingkurses oder zur Stärkung der Goldreserve ein Kredit von 250 Millionen Dollar bereitständen, wurde die Stimmung allgemein wieder freundlicher, und die Verluste wurden zumeist wieder eingeholt. Der unverändert belassene Diskontsatz der Bank förderte die günstigere Stimmung noch erheblich. Besonders hervor traten Montanwerte, aber auch 3. -G. - Farben waren gesuchter. Das Geschäft war aber nur in Spezialwerten lebhafter. Deutsche L i no leum konnten am letzten Tage 7 Prozent gewinnen; höhere Dividendekombinationen lenkten das Interesse auf dieses Papier. Starkes' Angebot lag in Frankfurter Allgemeine Versicherungsaktien vor. die nach 885 Mark auf etwa 8ÖO Mark nachgaben. Am Renten markt waren Deutsche Anleihen gesuchter und fester. Ausländer ruhig. Am Devisenmarkt lag die Mark wieder fester. Auch das Pfund konnte sich international etwas erholen. Tagesgeld war mit acht Prozent gegen Ende der Wou,c wieder gesuchter.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviehmarkt,
Arn Frankfurter Schlachtvichrnarkt war die Geschäftstätigkeit in dieser Woche wieder etwas ruhiger, was in der Hauptsache auf den wieder etwas größeren Auftrieb in Rindern zurückzuführen war. Das angetriebene Vieh war mittlerer Qualität. Der Export war auch in dieser Woche am Geschäft wieder stark beteiligt. Kühe fanden etwas stärkere Beachtung und konnten geringfügig anziehen, während alle übrigen Gattungen gut behauptet blieben. Kälber und Schafe wurden bei weiter ruhigem Geschäft und etwas nachgebenden Preisen geräumt. Am Schweine markt war das Geschäft anfangs der Woche ziemlich rege, flaute jedoch am Rebenmarkte trotz des geringeren Austriebs wieder ab. Der Markt wurde ausverkauft. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1643 Rindern, darunter befanden sich 290 Ochsen, 106 Bullen, 633 Kühe und 422 Färsen, ferner aus 1680 Kälbern. 196 Schafen und 4615 Schweinen. Verglichen mit dem Austrieb der vergangenen Woche waren 220 Rinder und 65 Kälber mehr angetrieben, während 21 Schafe und 300 Schweine weniger zum Verkauf standen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen AI 60 bis 63, II 55 bis 59, BI 50 bis 54. Bullen A 54 bis 58, B 49 bis 53. Kühe A 48 bis 51, B 43 bis 47, C 35 bis
42, D 30 bis 34. Färsen A 60 bis 63, B 55 bis 59. C 50 bis 54. Kälber B 74 bis 78. C 70 bis 73. D 63 bis 69. Schafe AI 50 bis 58. B 42 bis 49. Schweine B 87 bis 90. C 88 bis 91. D 88 bis 91. E 86 bis 89. 3m Vergleich mit den Preisen der letzten Derichtswvche konnten Kühe eine Mark gewinnen, während Kälber und Schafe je eine Mark nachgaben und Ochsen, Bullen, Färsen und Schweine behauptet blieben.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Die zumeist schwächeren Auslandnotierungen verstimmten in dieser Woche in großem Ausmaße, was sich allgemein ungünstig auf die Gestaltung des Geschäftes auswirkte. Umsätze kamen nur wenig zustande. Die Händler blieben äußerst zurückhaltend, es fehlten Anregungen und eint Beteiligung der sonst intereffierten Kreise. Das Angebot war nie besonders groß, auch hiervon ging kein Anreiz aus. Gegen Schluß der Woche wurden jedoch wieder von Ucbcrfee etwas höhere Rotierungen gemeldet, so daß eine leichte Erhöhung eintreten konnte. Aber trotzdem überwogen gegenüber der vergangenen Woche die Verluste; etwas stärker angeboten war Roggen neuer Ernte, der auch den empfindlichsten Verlust aufzuweisen hatte, dagegen bestand Rachfrage nach Weizen neuer Ernte, der in dieser Woche nach längerer Aussetzung wieder erstmalig notiert wurde bei etwas vermehrtem 3nteresse und anziehendem Preis. Die Provinz war zurückhaltend, und kam nur mit wenig Angebot an den Markt, doch richteten sich hier die Preise überwiegend nach den Schwankungen der Liverpooler und amerikanischen Börsen. Zum Wochenschluß war die Stimmung etwas zuversichtlicher und fester, aber nur Roggen konnte einen Teil seines Verlustes aufholen, während die übrigen Märkte infolge der Geschäftslosigkeit hiervon nicht berührt wurden.
3m Vergleich mit den Rotierungen der vergangenen Woche lag inländischer Hafer und Mais um eine 1 _• Mark schwächer. Weizen- und Roggenmehl sowie Roggenkleie büßten ' j Mark ein. Weizenkleie schloß die Woche gut behauptet. Bei Weizen war ein Vergleich schwer festzustellen, da die Rotierungen der vergangenen Woche ausgesetzt waren. Aber im Laufe dieser Woche war eine allgemeine Anspannung zu bemerken. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen neuer Ernte 26,35 bis 26,50, Roggen neuer Ernte 20,75 bis 20,90, inländ. Hafer 21,50, Mais 21,50, Weizenmehl, südd. 0, 38,25 bis 41, Niederrhein. 0 38,25 bis 41, Roggenmehl 29,75 bis 31, Roggenkleie 11,75 Mark.
* D i e Beilegung des englischen Daumwollkonflikts. Die Rachricht von der Lösung des Konfliktes in der BaumWollindustrie wurde mit allgemeiner Freude ausgenommen." Ueberall in Midlands werden Vorbereitungen für die Wiederaufnahme der Arbeit am nächsten Montag getroffen. Der Streik, der drei Wocden dauerte, kostete schon die drei beteiligten Gewerkschaften 250 000 Pfund Sterling Streikgelder. Er brachte ihnen jede Woche einen Verlust von Löhnen, der auf eine Million Pfund geschäht wird.
* D i e Tieftemperaturverkokung in England. Rach langem Zögern und kostspieligen Versuchen ist die Ticftsinperaturverkokung der Kohle in England Wirklichkeit geworden und wird industriell und kommerziell ausgebeutet. Die Benzinhausse hat zum Schluß noch zur Verwirklichung beigetragen. Mehrere Werke sind im Bau, andere schon in Betrieb. Dor drei Wochen wurde eines dieser Werke in Doncaster in Betrieb genommen. Die Einrichtung übernahm die Low Temperature Crabonisation Ltd. für ihre Filiale, die Doncaster Coalite Ltd. auf den Zechen von Askern. Die Arbeitsweise dieser Gesellschaft ist bekannt und wurde schon in den Werken von Bransley angewandt. Die Werke von Doncaster haben augenblicklich eine Produktionskapazität von 90000 Tonnen pro 3ahr; eine ähnliche Einrichtung befindet sich im Bau und wird ebenfalls bald in Betrieb genommen, so daß die Gesamtproduktion pro 3ahr sich auf 127 000 Tonen rauchlosen Brennstoff Coalite und ungefähr 3 750 000 Gallonen Teer, Oel und Benzin beläuft. Dieser rauchlose Brennstoff Coalite ist auf dem Kohlenmarkt der größeren Städte, hauptsächlich in London, schon gut eingeführt. Das Werk verbraucht seine Kohlen und Abfallprodukte der Zechen von Askem, und die ausbeutende Gesellschaft hat mit diesen Zechen einen Vertrag auf lange Dauer abgeschlossen.
3n verschiedenen Fällen, wenn z. B. feine Kohlen verwandt werden, brikettiert man mittels Pech vor der Verschwelung.
* D i e Preisindexzisfer der „OH c • tallwirtschas t". Die Preisindexziffer der „Metallwirtschafl" stellte sich am 14. August auf 125,3 gegen 125,5 am 7. August (Durchschnitt 1909 13 gleich 100), siel also um 0,2 Prozent. Für die einzelnen Metalle wurden nach dem Preisstande vom 14. August folgende Einzelinderziffern errechnet: Kupfer 128,1 (am 7. August: 127,9), Blei 146,1 (146,9), Zink 104,7 (104,7), Zinn 111,6 (114,0), Aluminium 132,0 (132,0), Ricke! 107,7 (107,7), Antimon 101,6 (101,6).
• D i e deutsche Zinker zeugung. Die deutsche Rohzinkproduktion, einschließlich Zini- ftaub, betrug, wie der Gesamtausschuß zur Wahrung der Interessen der deutschen Metallwirtschaft. Berlin, auf Grund der Berechnungen des statistischen Bureaus der Metallgefellschast-A.-G., Frankfurt ä. M.. mitteilt, im Monat Juli d. I. 9092 Tonnen gegen 8975 Tonnen im Juni 1929.
* Frankfurter Allgemeine Dcr - s i ch e r u n g s - A.-G. Zu den Rachrichten über die Absatzfinanzierungsgeschäste der Frankfurter Allgemeinen Derfichcrungs-A.-G. erklärt die zum Konzern gehörende Allgemeine Betriebskredit G. m. b. H., Berlin, daß der Schadensverlauf in der Automobil-Finanzierung bei ihr günstig sei und unter dem Crfahrungssatz liege. Die übrigen Kreditgeschäfte der Gesellschaft seien zum weitaus überwiegenden Teil mit führenden alten, gut fundierten Firmen der Teilzahlungsbranche und ersten Spezialgeschäften getätigt worden. Bei diesen Geschäften seien bisher weder Verluste eingetreten, noch zu erwarten. Auch diese Kredite seien ausschließlich auf gedeckter Basis gegeben. Die Frankfurter Allgemeine sei aus dem der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Aval bisher nicht in Anspruch genommen worden. Rotleidende Geschäfte, aus denen eine Inanspruchnahme ein- treten könnte, lägen nicht vor. Eine Liquidation der Gesellschaft sei nicht beschlossen und auch keine Gesellschafterversammlung einberufen worden, um einen derartigen Beschluß zu fassen.
* Von der Frankfurter Börse. Auf Grund von § 39 des Börsengesehes ist zum Börsenhandel zugelassen: 7proz. Anleihe bcS Deutschen Reiches von 1929, Buchstabe A bis F. Die Zinsscheine sind am 2. Januar und 1. Juli jedes Jahres, erstmalig am 2. Januar 1930, fällig. Die Anleihe wird ab 19. August notiert.
• Siegmund Strauß jun. Spitzen- h a n d e 1 s - A. - G., Frankfurt a. M. Unter dieser Firma ist unter Mitwirkung der offenen Handelsgesellschaft Siegmund Strauß jun.. Frankfurt a. 'M., und der holländischen Textil Export Comv. I. L. Lassen, Den Haag, eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 250 000 Mk. gegründet worden.
* Vom Norddeutschen Lloyd. Zu den Meldungen aus Amsterdam, wonach zwischen dem Rorddeutschen Lloyd und dem Königlich Holländischen Lloyd Verhandlungen über ein Zusammengehen schweben sollen, wird von der Verwaltung des Rorddeutschen Lloyd mitgeteilt: Vor Wochen haben lose Besprechungen mit dem Holländischen Lloyd stattgefunden, die den Fahrplan für die Dampfer der beiden Gesellschaften, hauptfächlich in Südamcrila, betrafen. Es handelte sich um Besprechungen, die regelmäßig zwischen den interessierten Linien geflogen werden und die jedenfalls keinen besonderen Vorgang darstellen.
Frankfurter -tbcnvbörse.
Frankfurt, 16. 2Iug. An der Äbcndbörse herrschte im Hinblick auf die bevorstehende zweitägige Unterbrechung des Verkehrs und die ungünstigen Nachrichten aus dem Haag Zurückhal- und große Geschäftsstille. Die fturfe waren gegen den Bec^i-n-r Schluß etwa behauptet, wobei bie Veränderungen nur Bruchteile eines Prozentes betrugen. In den Aktien der Frankfurter Allgeniei- nen Versicherung bestand weiter Angebot zu einem Kurs von etwa 665 bis 670 Mark. Deutsche Anleihen gaben leicht nach. Ablösung 11z, Schutzgebiete 4,75, Barmer Bankverein 128,75, Commerzbank 182, Danatbank 277, Reichsbank 300, Gelsenkirchen 139, Mannesmann 119,75, Phönix 107,75, Rhein. Braunkohlen 284, Stahlverein 117, AE G. 200, Deutsche Linoleum 310,50, Licht und Kraft 210,50, I.-G.-Farben 223,50, Felten 143,50, Gesfü- rel 211, Holzmann 106, Metallgesellschaft 125,25, Rheag 151,50, Rütgerswerke 83, Siemens 382 50, Glanzstoff 405, Zellstoff Aschaffenburg 155,75, Süddeutsche Zucker 153,75, Hapag 121^50, Norddeutscher Lloyd 113,50.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinssuh 8,5 Prozent.
______________Datum
5% Di. Retchsanleihe v. lihli . .
Dl. Anl.--U>lös..Schuld mit AuL- loj.-Rechten.........
Tesgl. ohne Auslos.-Rechte . . .
7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un- kündbar bi« 1932.......
*yt% Rheinische Hyp.-Bank Liga- Goldps............
AEG. adg. Borkriegs-Lbligation., rückzahlbar 1932 .......
4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. . . 4% Oesterreichische Goldrte.. . .
4,2^ Lesterr. Silberne 4% LÖsterreich, emheill. Rte. . . 4% Ungarische Goldrle 4% Ungarische Staatsr. V. 1910 . 4'r°/<> desgl. von 1913 4% Ungarische Kronenrte 4% Türk. Hollanleihe v. 1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl,,
Serie I
4% dcsgl. Serie II 4% Rumänen convcrt. Rte. . . - 4/i°o Rumänen Goldanl.von 1913
AUg. Deutsche Eisenbahn . . 4' Hamburg-Amerika Paket . . . b Hamb.-Südam. Dampssch. . . b Hansa Tampsschiss.....10
Rorddculjcher Lloyd 8 AUg. Deutsche Ereditanst. . . 1*> Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handclsgcjellsch. . . 12 Commerz- und Privat-Banl. 11 Darms,, u. Nationalbank . . 12 Deutsche Bank io Diekonto-Geiellschasl Ant.. . 10 Dresdner Bank io Metallbau k *
Reichkbank ....... 12
Frankfurt a. M-
Berlin
Schluß- Kurs
Schluhk. Abendbörse
Schluß» Kurs
Schiuhk. Avend- börse
15.8.
16.8.
15 8.
16.8.
87,5
87,5
87,5
52
52,25
52
52,25
11,95
11,65
11.6
11,9
85,5
85,5
—
—
77
77,9
—
—
88
88
—
—
98,75
98,75
—
—
29,1
29,1
29,3
29,1
2.4
2,4
—
—
1,775
1,77
—
—
22,5
22,25
22,25
22,4
—
—
19,7
19,7
21,65
21,25
21,5
21,25
1,75
1,75
1,75
1,75
7,5
7,45
7,45
7,75
7,5
7,4
7,5
7,4
7,5
7,4
7,45
7,4
8
8
—
—
—
—
—
—
_
_
_
122,5
121,5
122,25
121,25
—
—
—
—
163
162,5
114.65
113,5
114,9
113,25
126,5
126,5
126,4
126,4
128,75
128,75
128,75
128,13
209
—
210,5
208
182,5
182
182,5
182
279
277
278,5
276,5
168
167,5
168
167,25
153
153,5
153,75
153,4
159
158,75
159
158,5
—
—
—
298,5
300
299,65
300
granksurt a. M Berlin
Schluß- Kurs
Schlubk. Abend- börle
Schluss- Kurs
Schlutzk. Abendbörse
Datum
15.8.
16.8.
15.8.
16-8.
A.E.G.........
. 8
202,75
200
202,5
200,25
Bergmann......
. 9
——
—
230
228,25
Eleklr. Lieserungen. . .
10
170
——
170
168
Licht und Kraft ...»
10
210
210,5
—
210
Felten & Guilleaume. .
. 6
144,25
143,5
143,25
143,5
Ges. s. Elektr. Unten,.. .
10
—
211
214
212
Hamb, Elektr. Werke . .
10
—
—
—
142,25
Rhein. Gleftr......
—
151,5
152
152,5
Schlei. Elektr......
10
—
—
—
184
Schuckerl.......
. 8
230
—
230
227,5
Siemens & Halske . • •
12
—
382,5
386
381,5
. 8
—
—
145,5
146
Lahmeyer 6 Co.. . • .
10
—
172,75
173,75
173,5
BudeniS.......
. 5
77
76,5
76,75
76
Deutsche Erdöl ....
. 6
—
115,5
114,13
Essener Steinkohle . . .
. t
—
—
142
139
Gelsenkirchener ... f
I 4
139,75
139
139,65
138,75
Harpe ..........
. fi
150,5
149,5
150,9
150
Hoesch Eisen......
. 8
—
—
135,25
134,25
File Bergbau.....
. 8
216,5
215
216
—
Alöcknerwerke.....
. 7
115,25
115,5
115,5
KölnReuessen.....
. 9
—
——
132,13
130,75
Mannesmann.....
. 8
121
119,75
121,25
120,5
Mansfelder......
. 7
—
138
137
Lberschles. Eisenb. Scharf
. 5
—
85
88
Oberschles. Kokswerke. .
. 6
_
-
108
107
Phönir Bergbau....
6'/r
108,25
107,75
108,4
107,5
Rheinische Braunkohlen .
10
287
284
287
285
Rheinstahl . . . s.Jahr
4'-
126,5
—
127,13
126,25
Riebeck Monian ....
7,2
—
Vereinigte Stahlw. . .
. r
118
117
118,65
117,4
Llavi Minen.....
Lsh
65.4
65
Kali Aschersleben . . .
10
234
232
234
232,25
Kali Westeregeln....
10
239
238
239
238
Kaliwerk «alzbetsurth .
15
396
391
396
391
F. G. Farben-Industrie .
12
225,5
223,5
225
223,75
Dyuamtt Nobel ....
. 5
—
-
107,25
106,5
Scheideanstatt.....
. 9
154,5
-
Goldlchmidt .....
. d
75,75
75,75
76
75,75
RüigerSwerte.....
. 6
84
83
84,5
83,75
MetäUgescllschast. . . .
U
125,5
125,25
125,5
125,5
Datum
Philipp Holzmann <
Heidelberger Eement .... 10
Gement Karlstadt ...... 8
Wayb 4 Freitag 10
SchultbeiS Patzenhoser ... 15
L »werke.........12
Der. Glanzstoss 18
Bemberg.........14
Zellstoss Waldhos 12
Zellstojs Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser . . .
Dessauer Gai........8
Daimler Motoren ..... 0
Deuttche Maschinen-Fabnk . . 0
Adlerwerle Stleocc......5
Luvw. Loewe 10
Rat. Automobil 0
Orenstein & Koppel 5
Leonhard Tietz'.......6
Bamag-Meguin 0
Franks. Maschinen 6
Gripner 11
Heyligenstaedt 0
Iungbans..........4
Lechwerle. 8
Maintraslwerke 8
Miog 10
Nekarsulmer........8
Peters Union 8
Gebe. Roeder 10
Boigl 4 Haessner 8
Süd» Zucker........8
Frankfurt a. M
Berlin
Schlup- Kurs
Schluß!. Abendbörse
Schlup- Kurs
Schlußk. Abendbörse
15.8.
16.8.
15.8.
16 8-
107
106
—
106
134
133
——
—
189
186
—
—
100,5
—
102
101
—
—
301
299
—
—
236,5
234
408
405
409
405,13
—
—
323
318,5
—
—
238,25
239,5
156,5
155,75
156,75
156
—
—
107,25
107
—
—
195,13
194
54
53,5
55,9
52,5
—
—
56,25
55,65
49,5
49
49
50
—
—
202,5
200,5
—
—
25,75
27
—
—
90
89
—
—
213,75
211,5
—
—
—
54,5
55,5
55,25
56
59
60
60
60,75
9,3
—
—
—
63
64
63,5
63,5
_
107.5
—
—
107
107
—
—
128,5
128,5
129
—
—
—
125
—
125
126
111,5
111,5
—
—
222
222
222
222
155
153,75
154,5
154,5
Danknoten.
Berlin, 16. August
iv,eld
Brief
Amerikanische Noten.....
4 175
4.195
Belgische Noten..... . .
58,25
58,49
Tonische Noren ... . . . . ,
111.46
111.90
Englische Noten........
20,302
20,382
Berlin, 16. August
Geld
Brief
französische Noten.....
16,412
16,472
Holländische Noten......
167,71
163,39
Italienische Noten......
21,98
22,06
Norwegische Noten......
111,51
111.95
Deutsch Lesierr .Lioo Kronen
59,18
59.42
Rumänische Noten......
2,47
2.49
Schwedische Noten ......
Schweizer Noten.......
80,54
80,86
Spanische Noten.......
61,38
61,62
Tschechoslowakische Noten . .
12,375
12.435
Ungarische Noten.......
73,00
73,30
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
15. August
16. August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
(»elt>
Briet
Geld
Brief
’.'lmft.« Rott-
163,01
168,25
168,06
168.40
Buen.-Aires
1,759
1,763
1,758
1,762
Brff-Antw
.>8,305
58,425
58,325
58,445
Christiania.
111,69
111,91
111,76
111,93
.Kopenhagen
111,67
111,89
111,67
111,39
Stockholm .
112,34
112.56
112,36
112,58
Selsingfors.
10,543
10,563
10,54
10,56
Italien. . .
21,933
21,975
21,93
21,97
London. . .
20,338
20,378
20,336
20,376
Neuyork . .
4,1945
4,2025
4,195
4,203
Paris....
16,40
16,44
16,41
19,45
Schwei; ..
80,67
80,83
80,675
80,835
Spanien. .
61,53
61,65
61,51
62,63
Japan . . .
1.958
1,962
1,964
1,963
Ria de Jan.
0,4975
0,4995
0.497
0,499
Aicn in D--
Ccft. abgeit
59,07
59,16
59,08
59.20
Prag . . . .
12,411
12,431
12,413
12,444
Belgrad . .
7,365
7,379
7,364
7,378
Budapest. .
73,17
73,31
73,18
73,32
Bulgarien .
3,034
3,040
3,034
3,040
Lissabon . .
13,77
18,81
18,76
18,80
Danzig. . .
81,32
81,53
81,30
81.49
Konstantin.
,005
2,009
1,998
2,002
Athen. . .
5,425
5,435
5,43
5,45
Canada . .
4,171
4,179
4,166
4,174
Uru uay. .
4.106
4,114
4.116
4.124
Cairo . . .
20,86
20,96
30,87
20,91


