Mitglieder der Sportvereine ihre tätige Mithilfe zugesagt haben, -u überwachen. Weißbindcrmeister Ludwig Weiß (Lindenstruth) will in der Schul- strahc, unterhalb des Reubaues Listmann, zunächst eine Werkstatt errichten, der er später einen Wohnhausneubau folgen lassen will. Für diesen Werkstattbau bat er um Genehmigung. Der Ge- meinderat stellte die Sache zurück, bis der Gesuchsteller Sicherheit bietet, daß das Wohnhaus errichtet wird. Aus dem Jahre 1926 stammende Gebübrenrechnungen in Höhe von 230 Marl sind seinerzeit Don der Stadtkasse nicht ausgezahlt worden, da die Rechnungen abhanden gekommen waren. Bürgermeister Södel zahlte diese Summe einstweilen aus seiner Tasche. Da mittlerweile die Abschriften der Rechnungen eingegangen sind, bat der Bürgermeister um Erstattung der vorgelegtcn 230 Mark. Der Gemeinderat lehnte dieses Gesuch ob und behielt sich vor, diese 230 Mark als Regrestonsprnch der Stadt gegen den Bür- germcister cinzubehalten. 3m Zusammenhang mit dieser Sache teilte der Beigeordnete mit, daß die Stadt aus den Prozessen, in die Bürgermeister Sockel ohne Zustimmung des Gcmcinderats cin- getrcten ist. bis jetzt von fünf Prozessen 7 3 0 Mark Kosten hat. während noch zwei Prozesse am Landgericht Gießen anhängig sind und deren Entscheidung noch oussteht. Gemeinderot Schmidt kam auf seinen Antrag vom 5. April zurück, worin ec um Dcschleuni - gung des Disziplinarverfahrens gegen Bürgermeister Södel ersucht habe. 3n weiten Kreisen der Bürgerschaft wünsche inan eine baldige Entscheidung, und da der Minister des Snnern schon einige Zeit im Besitze der Akten sei, habe inan begründeten Anspruch auf baldige Entscheidung. Antragsteller, sowie mehrere Gemeinderäle, die in demselben Sinne sprachen, betonten aber dabei, daß sie in dieser Sache von keinem Llebclwollen gegen den Beigeordneten geleitet seien. Sic wiesen im Gegenteil darauf hin, daß die Amtsführung des Beigeordneten Keller, die nun schon seit 10. Januar d. 3. dauert, eine sehr gute sei und uneingeschränktes Lob verdiene. Do aber bei einem etwaigen Krankheitsfälle des Beigeordneten es Schwierigkeiten habe, einen geeigneten Vertreter zu bekommen, und auch um vor den im Herbst stattsindenden Gemeinderatswahlen Klarheit in der Angelegenheit des Bürgermeisters zu hoben, sei die rasck^ Entscheidung unbedingt erforderlich. Der Antrag Schmidt wurde angenommen.
-5- Allendorf (Lahn), 15. Mai. Während die Wohnungsbautätigkeit in den letzten Sahren hier recht beachtliche Ergebnisse brachte, find die Aussichten für dieses 3ahr sehr trübe. Obwohl die Gemeinde bei der vor zwei Sahren erfolgten wirtschaftlichen Zusammenlegung der Grundstüde ausreichend günstiges Baugelände erschlossen hat, hindert die allgemeine Geldknappheit manchen Baulustigen an der Ausführung feines Vorhabens. Die diesjährige Bautätigkeit dürste sich in unserem Orte in der Hauptsache nur auf kleinere An- und Umbauten, sowie auf Reparaturen an landwirtschaftlichen Gebäuden crfticden.
! Rabertshausen, 15. Mai. Bürgermeister Reichhardt von hier, der das H 0 fgutRin- gcle-baufcn des Fürsten zu Solms-Braun- sels bisher gepachtet hatte, hat dieses Gut durch Kauf von der fürstlichen Verwaltung für die Gemeinde Rabertshausen erworben. Der Preis für das 426 Morgen große Besitztum beläuft fich auf 140 000 Mark, so daß ein Morgen durchschnittlich auf 330 Mark kommt.
Hrcis Friedberg.
4= D ft I) ei tu, 15. Mai. Irn Gasthaus „Zur Eifenbahnhalteftelle" fand die Generalversammlung der Molkerei-Genosfenschaft Oft heim- Rieder-Weisel statt, zu der eine große Zahl Genossen erschienen waren. Aus dem Geschäftsbericht, dec von Direktor Bill erstattet wurde, sei folgendes entnommen: 3m vergangenen 3ahre wurde an Milch eingeliefert 5 296 835 Liter, gegen 5 238 297 Liter im Vorjahre. Wie im Sahre zuvor wurden wieder größere Mengen Milch verbuttert, verkauft oder als Vollmilch zum Teil an benachbarte Städte abgegeben. Der Milchpreis ist gegenüber dem Vorjahre fast der gleiche geblieben, da die großen Milchzentralen über ungeheure Milchmengen verfügten. 3e nach Qualität, d. h. Prozentgehalt der Milch wurden 17 bis 21 Pf. pro Liter bezahlt. Unter den 3000 Molkereien Deutschlands gehört die Molkerei Ostheim zu einem der ersten und größten Betriebe. Die Sahresbilanz ergibt folgendes Bild: Die Aktiven betragen 240 434 Mk.. die Passiven 240 282 Mt.. so daß nur ein Reingewinn von 152 Mk. für das Geschäftsjahr 1928 zu verzeichnen ist. An baulichen Veränderungen hat die Molkerei eine bedeutende Vergrößerung dadurch erfahren, daß das Kontor aus dem eigentlichen Molkereigebäude herausgenommen und in einem eigens dazu aufgeführten modernen Rcu- bau untecgebracht wurde. Die Zahl dec Mitglieder stieg im Berichtsjahre von 1377 auf 1404. Die sahungsgernäß ausscheidenden Aussichtsrats-
Organisiere zuhause!
Wie jährlich 8,5 Milliarden Mark gespart werden können. — Briefträger, die täglich überflüssigerweise „auf die Schneekoppe" fleigen. — Das gut organisierte Strümpfestopfen. - Oie Kartothek der Hausfrau.
Von Renate Fels.
Dcr Deutsche ist in der ganzen Welt wegen seines Organisationstalentes berühmt. Aber nichts Menschliches ist vollkommen, und so ist cs verständlich, daß die deutsä)e Organisationsfähigkcit in diesen Tagen einer heftigen Kritik untcrzoaen wurde, in dcr Fachleute des Organisationswesens eine große Zahl weitgehender und wertvoller Anregungen zur Verbesserung des häuslichen und öffentlichen Lebens gaben. 3m Großen Saal des Herrenhauses in Berlin brachten fünf Redner, unter denen sich auch die Reichstagsabgeordnete Frau Lüders befand, ihre Silagen und beachtenswerten Vorschläge vor. Was in Deutschland durch vernünftige Reformen noch zu sparen ist, zeigt eine einfache Berechnung. Vom deutschen Warenumsatz im Wert von 150 Milliar den jährlich, entfällt ein Drittel auf den Verbrauch im täglichen Leben. Könnte man hiervon nur zwei Prozent dadurch ersparen, daß einige kleine Ver- luftqucllen verstopft werden, so wäre dies ein Gewinn von jährlich einer Milliarde Mark für das Volksvermögen.
Zahlreich find die Gelegenheiten, im täglichen Leben Energie, Zeit und Geld zu ersparen. Allein in Berlin sind 5000 Briefträger tätig, die täglich in je 50 Häusern auf 8000 Stufen 1600 Meter erklimmen, also auf die Höhe der Schneekoppe steigen. Briefkästen in der Hauseinfahrt könnten ihnen diese Mühe ersparen. Die früher üblichen Mietertafeln, auch „stille Portiers" genannt, würden fremde Besucher vor unnützem Treppensteigen bewahren. Daneben könnten im Hausflur Hinweise auf Feuermelder, Polizeireviere, Unfallstellen, Aerztewohnun» gen, Feuerwehr, angebracht werden. Auf der Berliner Stadtbahn sind 100 Leute nur mit Putzen von Klinken beschäftigt. Jetzt will man diese '2lrbcit dadurch überflüssig machen, daß die Griffe „verchromt" werden. Die Straßenbeleuchtung, die Hausnumerierung, namentlich die nächtliche Bclcuä>- tung der Nummern, sowie die Kennzeichnung von Eisenbahnübergängen bedürfen ebenfalls der Vcr- befferung.
Aber das find alles nur Kleinigkeiten, verglichen mit den Summen, die in anderen Wirtschaftszweigen gerettet werden fallen. Ein großes Gebiet, das der Organisation fast unerschlossen blieb, ist das des Haushalts. Die meisten Frauen klagen darüber, daß sie nie Zeit haben, doch würden solche Klagen bei richtig organisierter Tätigkeit bald verschwinden. Früher wär die deutsche Hausfrau am angesehensten, die nach Schillers Worten „nimmer rastet". Jetzt geht man darauf hinaus, auch ihre Tätigkeit ^u rationalisieren. Wieviel Zeit verschlingt z. B. die Besä)affung von Ersatzteilen für Hausgeräte, die meist so unzweckmäßig besä-asfen sind, daß sie vorzeitig verbraucht und dabei noch schwer zu reinigen sind.' Die Laken passen nicht zu den verschiedenen Bettlängen, die es gibt; zerbrochenes Porzellan wird nicht mit dem gleichen Muster nachgeliefert: die elektrischen Hausgeräte stimmen nicht mit der Installation überein, es gibt Dutzende verschiedener Kaffeemühlen, Bratpfannen, Gardinenstangen, 200 Bremsgummis für Fahrräder, 400 Sorten Schuh - kartons und die Fabrikanten zerbrachen sich den Kopf, um in Herdplatten drei Kochlöll)er auf 107 verschiedene Arten anznordnen. Die geringsten Energieverliiste ergeben natürlich bei der Millionenzahl bcuti'djer Hausfrauen auch jährlich Millionenverluste. Diese werden noch vermehrt durch den unzweckmäßigen Wohnungsbau weltfremder Architekten, die z. B. nur selten daran denken, zwischen .Küche und Wohnzimmer in Kleinwohnungen eine Tür mit Glassenftec einzubauen, damit die Mutter während des Kochens ihr Kind überwachen kann. Am meisten Schuld an diesen unrationellen Zuständen trägt die Hausfrau selbst, die in den Läden eine möglichst große Auswahl verschiedener Modelle der gleichen Ware verlangt. Wenn man aber Kragen, Schuhe und Strümpfe bereits nach Nummern kaust, sollte dies auch bei Haushaltungsgegenständen möglich sein.
Das Ziel moderner Organisation ist es, die Hausfrau vom Dienst nm Objekt zu befreien, damit sie für den Dienst am Menschen frei werde. Daß dies auch für den Haushalt sehr gut möglich ist, zeigen die ausgezeichneten Ergebnisse, die bereits in der Industrie durch Herabsetzung der Anzahl verschiedenartiger Waren auf sehr vielen Gebieten erreicht wurden. Der deutsche 'Normenausschuß müßte sich noch mehr als er es bisher getan hat, auch des Haushalts und der Tätigkeit der Frau an-
nehmen. Er hat bisher gegen 2800 Normenblätter berausgegeben, und man hat berechnet, daß durch Befolgung aller von ihm vorgeschlagenen Maßnah men Ersparnisse von 8,5 Milliarden Mark jährlich erzielt werden können. Die Normung von Fenstern und Türen ergab eine Preis senkung um 30 v. H., — was bei allgemeiner Durch siihrung im Jahr 60 Millionen Mark ergeben würde. Durch Vereinheitlichung konnte die deutsche Reichs bahn die Reparaturzeit von Lokomotiven von 110 auf 26 Tage, die Zahl der Reparaturstände von 5000 auf 2150 verringern und durch Ankauf genormter Einzelteile Ersparnisse von 4 bis 68 v. H. erzielen. Die Verwendung einheitlicher Kisten setzte die Der- packungszcit für Stickwaren um 40 d. £)., die Spesen dafür um 30 v. H. herab. So gibt es zahllose Beispiele für die Ersparung großer Summen durch Nor mung. Nur sie ist imstande, O st w a l d s Grundsatz zu verwirklichen: Vergeude keine Energie, verwerte und veredle sie.
Außer dcr Erleichterung, die der Hausfrau durch die Möglichkeit, ihre Wahl bei Einkäufen unter nur wenigen Gegenständen treffen zu müssen, geboten wird, kann sie ihre Tätigkeit auch sonst noch viel praktischer gestalten. Don ihrem Schreibtisch müssen alle überflüssigen Dinge verschwinden, die nur Platz wegnehmen und deren Reinigung unnütz Zeit erfor- dert. In einer Haushaltskartei kann sie bequem Zeitungsausschnitte mit vorteilhasten^Warenangebo- ten, Adressen, Rezepte und Rechnungsquittungen verwahren: die Anlage eines Inventarverzeichnisses wird bei Feuer ober Diebstählen sofort über die vermißten Gegenstände Klarheit schaffen. Wird die tägliche 'Arbeit schon frühmorgens richtig geplant, kann sich die Hausfrau viele unnütze Wege beim Einkauf aus dem Weg räumen. Eine Rentabilitätsberechnung wird oft zeigen, daß sich Reparaturen, etwa das Stopfen von Strümpfen in einem bestimmten Stadium, nicht mehr lohnt. Die fachgemäße Behandlung und Aufbewahrung von Möbeln, Wäsche und Geschirr wird von der organisatorisch begabten Hausfrau planmäßig durchgeführt werden.
Auch auf indirektem Weg kann die Hausfrau für die Verbilligung der Warenpreise sorgen was schließlich doch nur ihr zugute kommt! In den Läden drängen sich die Käufer zu gewissen Tageszeiten zusammen, so daß für diese Spitzenleistung ein viel zu zahlreiches Personal bercitgehalten werden muß. Dec Umtausch von oberflächlich ausgewählten Gegenständen verursacht für beide Teile große Verluste an Zeit. Mehr Selbstdisziplin beim Einkauf könnte also die Spesen für den Ladeninhaber vcr mindern. Wenn sich die Hausfrau daran gewöhnen würde, ihr Lager an Vorräten oft zu revidieren, brauchte sic sich nicht stets mit dem Einkauf kleiner Mengen zu begnügen; das erfordert viele Gänge in den Laden und verteuert die Ware, während andererseits . unvernünftiges Hamstern Geld nnvcrzinst festlegt und es der Volkswirtschaft entzieht. So werden auch Lebensrnittel durch Verderben, Kleidungsstücke durch Unmodernwcrden unbrauchbar. Daraus folgt, daß eine tüchtige Hausfrau durch eine kleine, leicht anzulegcndc Statistik kontrollicren soll, wieviel sie jeweils von einer Ware cinzukaufen hat.
'Aber nicht nur die Hausfrau jdjäbigt fich selbst und damit die Volkswirtschaft durch einen oft er- schreckenden Mangel an Organisationstalent. Nur wenige Sachkenner finden sich durch das komplizierte deutsche Behördensystem hindurch, das z. T. dadurch zu erklären ist, daß es in Deutschland noch immer zehn Länder mit geringerer Volkszahl als Berlin gibt. Welche Behörde für die Bearbeitung einer bestimmten Angelegenheit zuständig ist, erfährt man noch nicht einmal genau, wenn man auf der Universität Verwaltungsrecht studiert. Es ist sehr lehrreich, wie sich ein bekannter Berliner Ministerialbeamter über das Problem der „Zuständigkeit" vor einiger Zeit informierte: Ohne viel zu fragen, stellte er, weil er dazu beauftragt mar, vor dem Reichstag zwei Flaggenmaste auf: die Tat- sact)e, daß sich schon nach zehn Minuten zwei Behörden als „übergangen" anmclbeten, ersparte ihm wochenlange 'Nachforschungen über die Zuständigkeit der verschiedenen Slemter! Dem Publikum kann durch klare Benennung der einzelnen Behörden und Aemtcr, genaue Angabe ihrer Sitze und der Sprechstunden sowie ihres Tätigkeitsgebietes viel Acrger und Zeit erspart werden, umgekehrt soll sich aber auch das Publikum bei mündlichen und schristlick-en Fragen kurz fassen.
Mitglieder Bürgermeister Sjanacf. Kirch-Göns; Reuter, Oftheim; Hch. Witzenberger und Bürgermeister Weil, Oppershofen; 3. Reust, Ober-Mörlen, wurden cinftimmig wiedergewählt. Für das verstorbene Mitglied 4jofcf Kram c r, Riedec-Mörlcn. wurde Heinrich Krämer, Ric-
dcr-Mörlen, ncugewählt. Die Bilanz wurde genehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt. Bürgermeister Diehl und Landtagsabgeordneter Fenchel, Ober-Hörgern, rühmten die vorzügliche Amts- und Geschäftsführung dcr Mollcrei- leitung.
Nrciö Schotten.
X Schotten, 15. Mai. Aus dem Gemeinde rat: Der 3nnenausbau des neuen Wohnhauses sür Finanzamtsbeamte wurde besprochen und die Arbeiten auf Grund des engeren Submisfionsergebnisses unter die hiesigen Geschäftsleute verteilt. Der Reubau enthält sehr schöne geräumige Dierzimmerwohnungen nebst Küche, Zubehör, Gärten ufw. Ein neuer Zugangsweg mit erhöhtem Fußsteig soll angelegt werden. Das neue Krankenhaus erhält ebenfalls einen direkten Zugongsweg von der allen Straße her. Der Gemeinderat bewilligte einen Anbau zu dem neuen Krankenhaus. 3n einem Seitenbau sollen die erforderlichen Wirtschaftsräume, Desinfektionsraum, Waschküche. Plätt- ftubc, Garage, im Obergeschoß Räume für 3nfef- tionskranke. Deetüche ufw. eingerichtet werden. Die Kosten in Höhe von etwa 20 000 bis 25 000 Mart wurden bewilligt. 3m hiesigen Postamt soll ein Selbstanschlußamt bald errichtet werden, der von der Post hierfür verlangte Zuschuß von 10 000 Mark wurde genehmigt. Die Aeichspvst wird das hiesige Postamt ankaufen und will einen Anbau für das Selbstanschlußamt Herstellen lassen. Für die Reparatur der Kirchenuhr bewilligte der Gemeinderat der Kirche einen Zuschuß von 400 Mark. Die 11 nt - baufoften der Straßenbeleuchtung mit etwa 500 Mark wurden auf die Stadl übernommen. - 3n der Gederner Straße wird eine Seite mit erhöhtem Bürgersteig und mit Pflaster versehen, dessen Herstellung vergeben wurde.
Ärcis Alsfeld.
Z Manlbach, 15. Mai. In unserem voll besetzten Golteshanse fand die feierliche A mts- e i n U> c i f u n g des Pfarrers Kalbhcn n. der feit Mille 3uli vorigen 3ahres die hiesige Plarrstelle verwaltete und jetzt definitiv mit .der Pfarrei betraut wurde, durch Dekan Dr. Unverzagt (Alsfeld) statt. Die reich ausgestaltete kirchliche Feier, bei der auch der Kirchenchor Appenrod mitwirkte, hinterließ bei der großen Kirchengemeinde einen starken Eindruck.
Der schnellste Personendampfer aus dem
WSR. Main z, 15 Mai. Der neue Rhei n- dampscr „M a i n z" hat am Montag die Werst in Amöneburg verlassen und bereits einigeProbe- fahrten mit Erfolg gemacht. Mit dem Dampfer „Mainz" verfügt die Köln-Düsseldorfer Rhein- dampfschissahrts-Gesellschaft nunmehr über den schnellsten Personendampfer auf dem Rhein. Das Schiff ist 85 Meter lang und kann eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometer zu Berg erreichen. Es faßt 2500 Personen. die Besatzung, einschließlich Küchenpersonal und Kellner, wird etwa 40 Mann stark fein. Die Herstellungskosten betragen etwa 800 000 Mark.
Erweitertes
Bezirks-Schöffengericht Gießen.
* Gießen. 15. Mai. Um das Schulgeld für feinen Sohn zu hinterziehen, hatte ein Beamter in Bad-Rauheim in den Jahren 1926 und 1927 in die Spalte „Freischüler" der von ihm amtlich geführten Schulgcldhebliste bei feinem Sohn fälschlich eingetragen: „1 Freistelle". Auf diese Weise brauchte er das Schulgeld in Höhe von je 174 Mk. nicht zu zahlen. Ferner hat er in amtlicher Eigenschaft empfangene Gelder in Höhe von mehr als zweitausend Mark unterschlagen und für seine Privatzwcckc er lebte weit über seine Verhältnisse - verbraucht; zur Verdeckung feiner Verfehlungen hat er die zur Äentrolle dienenden Bücher unrichtig geführt. Da das Gesetz bei dem erstgenannten Verbrechen leine mildernden Umstände kennt, mußte eine Zuchthausstrafe verhängt werden. Sie lautete auf anderthalb 3 a h r e. Ferner wurde zwingender Bestimmung zufolge auf eine G c I d- ftrafe von dreihundert Mark erkannt. Dem Angeklagten wurde weiter zur Last gelegt, aus einer öffentlichen Kaffe tausend Mark gestohlen zu haben. 3n diesem Fall erfolgte trotz erheblicher Verdachtsgründe auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freisprechung mangels schlüssigen Beweises.
Berliner Börse.
'Berlin, 16. Mai. (WTB. Funkspnich.) Geschäft hat sich im heutigen Vormittagsverkchr bis jetzt noch nicht entwickelt. Nach wie vor herrscht Zurückhaltung, doch sieht die Tendenz ipi Moment eher etwas freundlicher aus. Die Reichsmark hat sich weiter befestigt, und die Rückflüsse bei der Reichsbank sollen erheblicher sein. Das auf steifes Geld (Tagesgeld 15 v. H.) zum Schluß schwache Neuyork uerftimmtc eher. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt hört man London gegen Kabel 4,8508, London gegen Berlin 20,4225, London gegen Madrid 34,15, Kabel gegen Berlin 4,21 (zirka).
die im täglichen Leben benutzt werden. So behaupten Raucher zuweilen, sie könnten nicht immer dieselbe Marke rauchen. Dies trifft nur dann zu, wenn man unter den vielenZigaretten die richtige nicht herausfindet. Wer aber das Glück gehabt hat eine Zigarette ausfindig zu machen,
die wirklich Qualität ist, wird ihr auch treu bleiben. Es muß natürlich eine Zigarette sein, die die wertvollsten Tabake enthält. Es muß eben BU LG ARIA-KRONE sein, das Meisterstück der 5-Pfennig-Zigaretten.
s gibt so Schlagworte,
BULGARIA
FUSCHEO
-............—nnjh . i > unun.hHd ■ KRONE ■


