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KolonialMchast mitteilt, Reinert, Herausgeber
>g" in Windhuk zum Bür- indhuk gewählt.
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eis Emden-Bigo der !graphengesellschast ist heute t ist die wichtige Kabelver- lriege nahezu 20 Jahre be- lestellt. Das Kabel wird dem chlonds nebst Hinterländern den Mittelmeerländern so- Asten, Australien und Neu« ieg lautet „Smben—lßigo“. :r Welt.
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Laden in Gießen:
Marktplatz 8 Fernspr.1459
-- 2495D
Oer Aufmarsch zur Wahl
16. Wilhelm Arn end jun., Konditormeister
20.
3.
11.
12.
1.
2.
3.
10.
14.
17.
18.
19.
4.
5.
6.
Prof. Dr. Otto Weimar, Oberstudienrat a. D.
Fritz Neuling, Weißbindermeister
Hausfrau
Prof. Dr. August Brüning, Arzt
ratsmitglied
4. Adolf Kurz, Oberingenieur, Stadtratsmitglied.
5. Albert Rahnefeld, Gastwirt, Stadtratsmitglied
6. August Balzer, Weinhändler, Stadtratsmitglied
7. Adolf Schmidt, Handelsvertreter
8. Friedrich Lenz. Schreinermeister
9. Karl Dierlamm, Pol z iverwaltungs-
2um Schutz gegen
Grippe Erkältungskrankheiten, Mandelu. Halsentzündungen
vberassistent
Dr. Hans van Bentheim, praktischer Tierarzt
Georg Wallenfels, Kaufmann
Rud. A 5 d i g e r. Installationsmeister Friedrich W ö r n e r, Dampswäscherei-
<H2 44© Trranld^ v
und Cafetier
Rudolf Pfaff, Daurat a. D.
Karl Schmidt, Schlossermeister
Heinrich Reinschmidt, Generalagent und Landwirt
Max Weihbecker. Elektrotechniker, Etadtratsmitglied.
Berliner Börse.
Berlin, 15.Oft. (WTB. Funkspruch.) Auch der heutige Frühverkehr lag, wie schon in der ganzen letzten Zeit, geschäftslos. Kurse wurden noch nicht genannt. Anregungen besonderer Art sind nicht zu erwähnen. Nach dem behaupteten Verlauf der gestrigen Börse taxiert man aber einen weiter freundlichen Grundton, da man hofft, daß sich das Aus- landinteresse für Snezialitäten erhalten wird.
Für die Gießener Stadtratswahl:
Philipp Rico laus, Architekt, Stadt- ratsmiiglied
Heinrich Launspach, Malermeister, Stadtratsmitglied
Alexander Ringel, Kaufmann, Stadt-
9.
10.
1. Dr. Lenz, Studienrat
2. Georg Becker, Bauunternehmer
~ Frau Frieda Klewitz, geb. Blindow,
besitzer
Hch. Weimer, jun., Bauunternehmer 15. Hans Goetz, Friseurobermeister
11.
12.
13.
13. Karl Uhl, Landwirt
14. Fritz Baumert, Verwaltungssekr. i. R.
15. Fritz Engel, Schlosser
16. Fräulein Emmy Dingeldein, Malerin
17. Georg Kling, Rektor.
Die Liste der Mtelstands-Vereinigung.
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* Schnee g Graupeln 5 Nebel K Ge*nt!er.(g)windsulie.«^ sehr cicnter 0$t massige' Südsüdwest q stürmischer nordwesl Oie Pfeile fliegen mit dem winde. Die oei den Stationen stenenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichen •ul neeresmveau umoerrchntten Luftdruck
Wcttcrvocaussagc.
Das mitteleuropäische Hochdruckgebiet hat sich weiter verstärkt und noch mehr nördlich ausgebreitet. Somit bleibt es auch zunächst bestimmend für unsere Wetterlage. Die Temperaturen erfahren zwischen Tag und Rächt infolge Ein- und Ausstrahlung noch stärkere Gegensätze, so daß sie in höheren Lagen nachts sogar bis in Gefrierpunktnähe zurückgehen. Morgens wird stärkere Rebelbildung auftreten, jedoch klart es sich tagsüber wieder auf, wobei kräftige Erwärmung stattfindet. , „ ,
Wettervoraussage für Mittwoch: Morgens neblig-wolkig, tagsüber aufheiternd, Temperaturen nachts in höheren Lagen bis in Gefrierpunktnähe zurückgehend, tagsüber iedoch stärkere Erwärmung, trocken.
Hugo Lucas, Postinspektor
Heinrich G 0 t t m a n n , Landwirt
7. Frau Antonie Baehr, Tierarzt-Witwe
8. Fritz Nachtigall, Schlossermeister
" ~ ' '' "er, Ober-Reg.-Rat a. D. Bölter, geb. Spamer,
Die Liste derDeutschnatlonalenVottsparlei Für die Gießener Stadlratswahl:
** Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club (A. v. D.) Gießen: Die Strecke in der Gemeinde Raunheim im Zuge der Provinzialstrahe Gießen—Wetzlar wird ab 14. Oktober für Fahrzeuge aller Art gesperrt. — Die Sperre auf der Provinzialstraßenstrecke Ober-Mockstadt — Ran st adt ist wieder aufgehoben. Der ganze Straßenzug Staden- Ranstadt ist jetzt für den Verkehr wieder frei. — Die Straßensperre auf der Provinzialftraßen- strecke Butzbach—Griedel wird wieder aufgehoben.
" Treue Mieterin. Heute sind es 25 Jahre, daß Frau Lehrer Hartmann Witwe ununterbrochen als Mieterin im Hause Stephan- straße 38 wohnt. Ein ehrendes Zeugnis für Der- mieter und Mieterin.
•• Sprachkurse in der Volkshochschule. Auf vielfach und seit mehreren Semestern wiederholt geäußerten Wunsch hat die Volkshochschule wieder Sprachkurse in ihren Lehrplan ausgenommen. Bei genügender Beteiligung werden ein Kurs Englisch für Fortgeschrittene und ein Kurs Französisch für Fortgeschrittene durchgeführt? (Näheres siehe heutige Anzeige.)
Aus Oer Provinzialhauptstadt
Gießen, den 15. Oktober 1929.
Alfred Bocks 70. Geburtstag.
Die Glückwünsche des hessischen Staats- Präsidenten zum 7 0.Geburtstag des Dichters und Trägers des Georg-Düchner-Preises Alfred Dock sind dem Jubilar gestern übermittelt worden. Hierbei wurde dem Dichter ein im Auftrage des Hessischen Staatspräsidenten von Professor Ehr. H. Kleukens („Mainzer Presse") hergestellte Sonderdruck seines Romans „Der Flur schütz" überreicht: den Einband besorgte der Duchkünstler Rehbein in Darmstadt. Die Auflage des Buches trägt den Widmungsvermerk: „Herrn Dr. h. c. Alfred Dock, dem vortrefflichen Schilderer oberhessischen Volkstums, als sestliche Gabe dankbarer Anerkennung zu seinem 70. Geburtstage. Darmstadt, am 14. Oktober 1929. Der Staatspräsident des Volksstaates Hessen. Dr. Adelung."
Den Glückwunsch der Stadt Gießen brachte Oberbürgermeister Dr. Keller dem Dichter mit folgendem Telegramm zum Ausdruck: „Uebermittle namens der Stadt Gießen und im eigenen Namen herzliche Glückwünsche zum heutigen Tage. Mit stolzer Freude gedenkt Ihre Vaterstadt des mit Gießen und dem Hessenland innig verbundenen Heimatdichters, dessen Schaffen und Werke weithin anerkannt sind. Die Stadt Gießen ließ aus Anlaß Ihres 70. Geburtstages Ihr Porträt fertigen, das in der Städtischen Gemäldesammlung einen dauernden Ehrenplatz finden wird."
Ramens der Hessische.! Landes Universität sandte Se. Magnifizenz der Rektor, Prof. Dr. Drüggemann, unter (Beifügung einer Blume? ^ enoe an Dr. Dock ein Schreiben, in dem er die herzlichsten Glückwünsche der Universität zum Ausdruck bringt, und dabei u. a. sagt: „Was Sie durch Ihre lebenswahren, von inniger Liebe zu unserem Volke durchdrungenen Weäe für unser Hessenland getan haben, bleibt unvergessen. Großen Dank sind wir Ihnen dafür schuldig. Bewahren Sie auch weiterhin 36re bewunderungswürdige geistige Frische und genießen Sie die wohlverdiente Verehrung 3hrer großen Leserschaft noch viele 3ahre."
Der Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr Götze, sagt in seinem Glückwunschschreiben an Dr. Bock u. a.: „Wir fühlen uns Ihnen verbunden durch das Diplom vom 29. 3uli 1918, durch das wir Sie zu unserem Ehrendoktor ernannt haben. Die elf 3ahre seit Ihrer Promotion haben diese Verbundenheit nur immer enger gestaltet. Ihr Rarne ist in die Literaturgeschichte eingegangen, mit deren Betrieb an unserer Hochschule Sie stets lebendige Fühlung zu halten wußten. Heirnatschriftsteller im edelsten Sinne, durch und durch kraftvoll und dabei doch ganz auch Meister einer durchgeformten Darstellung, so sind wir stolz und froh, Sie den Unteren nennen zu können und Ihren Ehrentag als den unseren begehen zu dürfen."
Der frühere Großherzig ließ die große goldene Plakette mit seinem Bilde und Widmung dem Jubilar zugehen. In den ^iüuwunschfchrei- ben, das Graf Hardenberg im Auftrag des Großherzogs an Dr. Bock übermittelte, wird u. a. betont, daß der Großherzog den Dichter
Der Zenfrums-Wahlvorschlag.
Für die Gießener Sladlratswahl:
1. Heinrich Goerz, Lehrer
2. Peter Grobe, Bauoberinspektor
3. Peter Schäfer, Schriftsetzer
4. Katharina W i l h e l m i, Hausfrau
5. Eduard Schneider, Krankenpfleger
6. Susanna Sterke!, Hausangestellte
7. Eduard ©immer, Schneidermeister
8. Jakob Keller, Amtsgerichts-Direktor.
Für den Gießener Kreislag:
1. Ewald Brams, Eisenbahn-Jng.
2. Peter Schäfer, Schriftsetzer.
Die Vorschlagsliste der S. p. D.
Für die Gießener Sladlralswahl:
1. Georg Beckmann, Angestellter
2. Albin Mann, Gewerkschaftsangestellter
3. Christine Roll, Hausfrau
4. Wilhelm Christ, Schlosser
5. Friedrich Detters, Redakteur
6. Franz Diener, Geschäftsführer
7. Hermann Schmidt, Rektor
8. Heinrich Häuser, Parteisekretär
9. Dr. G u m b e l, Volkswirt
10. Josef Maier, Sekretär
11. Paul Hornberger, Rechtsanwalt
12. Marie Reh, Hausfrau
13. Christian Weihbeck, Trichinenschauer
14. Heinrich Baum, Glasermeister
15. Helene Kröck, Räherin
16. Otto Ottilie, Gewerlfchaftsangestellter
17. Theodor Rühl, Angestellter
18. Fritz R ö ck e r , Schneider
19. Jakob M outarde, Buchdrucker
20. Andreas Götz, Dreher
21. Hermann Degenhardt, Schriftsetzer
22. Elisabeth ©edinger, Hausfrau
23. Conrad S ch o m b e r , Amtsgehilfe
24. Jakob Hillgärtner, Lagerist
25. Johann Ho r st, Schreiner
26. Georg W e i p p e r t, Chauffeur
27. Heinrich Hofmann, Schreiner
28. Heinrich Günther, Verkäufer
In früheren Jahren sei immer nur von sachlichen Gesichtspunkten geleitet gewesen. Im Herbst 1923, nach dem verlorenen Ruhrkampf, sei in Deutschlands neuer Schicksalsstunde auch für Strese- mann eine Schicksalswende eingetreten, als er da- mals die Regierung übernahm. Don dem Augenblick ab sei der Abgeordnete, der Parteimann und Parteiführer immer mehr zurückgetreten und der Staatsmann, der dem ganzen Volke gehöre, immer stärker in ihm zur Geltung gekommen. In sechs Jahre langem, schwerem und opferreichem Schaffen habe er seine Kräfte für Deutschlands (Erneuerung und Wiederauf- stieg verzehrt. Für ihn spreche sein Werk und für ihn werde einst die Geschichte zeugen. Der Verlauf der nächsten Konferenzen werde schon zeigen, wie sehr Stresemann uns fehle. Die rechte Trauer und die rechte Dankbarkeit gegenüber diesem großen Toten sei, daß das deutsche Volk, und insbesondere die Deutsche Volkspartei, weiter auf den von ihm vorgezeichneten Wegen gehe und jeder an seinem Teile dafür sorge, daß das Werk nicht mit dem Meister sterbe. Sein Beispiel müsse allezeit richtunggebend sein für das politische Handeln unseres Volkes und der Deutschen Volkspartei, dann werde Stresemanns Werk fortleben und mit ihm das deutsche Volk und das Deutsche Reich wieder neu erstehen.
Sodann brachte Musiklehrer Frantz Bauer jun. auf der Violine Paul Graeners Adagio aus der Suite von I. Vidl zu Gehör, auf dem Klavier von Frau Dr. Fischer begleitet. Frau Rebe- l i n g beschloß mit dem Gesang von Ioh. Seb. Bachs „Bist du bei mir", auf dem Harmonium von Gesanglehrer N e b e l i n g begleitet, die würdige und eindrucksvolle Trauerfeier.
Daten für Mittwoch, 16. Oktober.
. 1456: Gründung der Universität Greifswald: — 1553: der Maler Lucas Cranach in Weimar gestorben: — 1726: der Maler Daniel Chodo- wiecki in Danzig geboren: — 1809: Hermann Heinrich Meier, der Begründer des Rorddeut- schen Lloyd in Bremen geboren: — 1813: Völkerschlacht bei Leipzig: — 1815: Landung Napoleons l. auf St. Helena: — 1827: der Maler Arnold Böcklin in Basel geboren: — 1856: der Dichter Oscar Wilde in Dublin geboren.
Gießener Wochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210 bis 220, Malte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bte 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20 bis 30, Römischkohl 10 bis 12, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Rosenkohl 60 bis 70, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 70, Kürbis 5 bis 8, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 41/2 bis 5, Aepfel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15. Dörrobst 35 bis 40, Preiselbeeren 40 bis 45, Pfirsiche 40 bis 60, Zwctschen 10 bis 12, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130. Suppenhühner 100 bis 120 Rüsse 50 bis 60 Pf. das Pfund: Tauben 70 bis 90, Eier 16 bis 17, Blumenkohl 30 bis 80, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück: Kartoffeln 3,25 bis 4, Wirsing 12 bis 15, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, Aepfel 8 bis 12, Dirnen 8 bis 10 Mk. der Zentner.
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Stadllheater: „Die Frau, die jeder sucht" 20 bis 22 Uhr. — Stadtmission: Vortrag „Gefährliches Schiebertum", 20.15 Uhr, Löberstraße 14. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Held aller Mädchenträume" und „Bräutigam auf Kredit". — Astoria- Lichtspiele: „Der Teufel von Texas" und „Jagd auf Phantome".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Vorstellung „Die Frau, die jeder sucht" von Ludwig Hirschfeld beginnt um 20 Uhr. Das Stadttheater hat vorige Woche an Stelle von „Vasantalena" wegen Erkrankung „Grand Hotel" gegeben. Dafür wird morgen, Mittwoch, den 16. Oktober „Vasantasena" (nach dem Indischen des Sudraka) von Lion Leuchtwanger gespielt. Die Vorstellung beginnt 20 Uhr (nicht 19.30 Uhr).
und seine Kunst von ganzem Herzen schätze, und daß er ihm die Plakette überreiche, die ihm auf lange Zeit hin als Zeichen des Wohlwollens und Interesses seines ehemaligen Landesherrn Freude machen solle.
Unter den Glückwu.rschkundgebungen aus nah und fern befindet sich auch ein Glückwunsch des Präsidenten der Schiller st istung, ferner hat die zur Zeit in Darmstadt tagende Vollversammlung des Mitteldeutschen Duchhändlerverbandes folgendes Telegramm an Dr. Dock gesandt: „Die in Darmstadt versammelten Duchhändler des Mitteldeutschen Duchhändlerverbandes senden dem Dichter, der unser Hessenland weit über seine Grenzen hinauZ bekannt gemacht hat, herzliche Wünsche zun siebzigsten Geburtstage."
Eine groje Fülle von Dlumenspenden legt im Verein mit den in die Hunderte gehenden Glückwunschschreiben und -telegrammen Kunde ab von der hohen Wertschätzung, die dem Dichter und Menschen Alfred Dock in Gießen, in Hessen und weit über Hessens Grenzen hinaus entgegengebracht wird.
Trauerfeier für Stresemann.
Im vollbesetzten Singsaale des Realgymnasiums fand gestern abend eine von der Deutschen Volkspartei in Gießen veranstaltete Trauerfeier für den verstorbenen Reichsaußenminister und Parteiführer der Deutschen Volkspartei, Dr. Stresemann, statt. An der Stirnseite des Saales, vor den Sitzplätzen, war das Bild des verewigten Ministers inmitten einer großen Gründekoration vor einem schwarzen Trauerflor aufgestellt.
Nach feierlichem Harmoniumspiel des Gesanglehrers N e b e 1 i n g sang Frau Nebeling Johann Seb. Bachs „Somm, süßer Tod".
Hierauf hielt Oberstudiendirektor und M. b. L. Dr. Keller (Büdingen) die Gedächtnisrede, in der er in tiefempfundenen Worten das Leben und Wirken des großen Toten schilderte. Er betonte, daß hier nicht ein beliebiger Parteiführer, auch nicht ein beliebiger Minister dahingegangen sei, sondern einer, dessen gewaltige staatsmännische Größe durch das Aufhorchen der ganzen Welt bei der Nachricht von seinem Tode uns wieder zum Bewußtsein gekommen sei. Der verewigte Dr. Stresemann habe bestes Erbgut der nationalliberalen Vergangenheit bewahrt und neuzeitliche Leitgedanken hinzuzuweben verstanden. Mit ihm sei der größte Staatsmann des neuen Deutschland, vielleicht sogar der einzige Staatsmann unseres Reiches dahingegangen. Der Redner gab hierauf einen Abriß des Lebensganges und politischen Aufstieges des Ministers, wobei er an dessen erstes öffentliches Auftreten im Jahre 1907 auf dem Nationalliberalen Parteitag in Goslar erinnerte, bann auf seine Rebe auf dem Wiesbadener Parteitag 1909 hinwies und dabei heroorhob, daß der nun Heimgegangene von Bassermann als Erbe in der Parteiführung bestimmt worden sei. Er erinnerte weiter an Stresemanns politische Haltung während des Weltkrieges, wo er stets von größtem Siegeswillen beherrscht gewesen sei und sich immer bemüht habe, alles für Deutschlands Sicherung zu tun. Weiter verwies der Redner auf die Gründung der Deutschen Volkspartei nach dem Umsturz im November 1918, und auch darauf, wie schwer Stresemann sich mit der staatlichen Neuordnung habe abfinden können. Seine Opposition
gemessene Besoldung. In einer Entschließung wurden die Einwände der Beamten geaen die Vorschläge des Deutschen Städtetages aufgeführt.
(Eine fliegende 3a-)f für einen amerikanischen Millionär.
Der als Rcnnbootfahrer bekannte amerikanische Millionär Carfield Wood aus Detroit, der kürzlich mit seinem Rennboot „Miß America" in Venedig verunglückte, hat bei den Dornierwerkcn in Friedrichshafen eine P r i v a t - L u s t y a ch t in Auftrag gegeben. Bei dem nach eigenen Angaben und Wünschen Woods zu konstruierenden Flugboot handelt es sich um ein Ganzmetallflugboot mit vier amerikanischen Motoren zu 500 PS., das aus dem Muerrkanischen Leichtmetall Alclad her- S-stellt werden soll. Das Flugboot, das eine pannweite von 31 Meter unb eine Länge von 25 Meter haben wird, wird mit zwei Decks gebaut, so daß die Desatzung über dem Hauptdeck unabhängig von Den Passagierräumen untergebracht werden kann. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit wird 180 Stundenkilometer, die Höchstgeschwindigkeit etwa 220 Stundenkilometer betragen. Das Doot, das eigentlich für 27 Personen Raum bietet, soll nur für fünf Personen eingerichtet werden. Cs enthält außer einer elektrischen Küche mit Eisschrank und besonderer Kühlvorrichtung einen G ä stesal 0 n und Wohnraum, Schlafräume mit Bade- und Brauseeinrichtungen. Herr Wood, der die Maschine selbst fliegen wird, erklärte, daß er dieses Modell nicht für geschäftliche Zwecke, sondern lediglich für seinen privaten Gebrauch haben wolle.
Ungetlärler UeberfaU auf einen Berliner Gelehrten.
Ein belannter Berliner Gelehrter, der Landesgeologe Professor Otto von Linst ow, ist abends bei einem Spaziergang im Grünewald überfallen und schwer verletzt worden. Prosefsor von Linstow, Der nach Einbruch Der Dunkelheit noch in einem ent» [egeneren Teil des Grunewaldes unterwegs war, hörte plötzlich hinter sich Schritte. Als er sich umdrehte, erblickte er in Drei Schritt Entfernung einen ilnbetannten. Der sofort einen Revolver hob und auf den Professor abdrückte. Professor von Linstow wurde in Den Leib getroffen und brach zusammen. Der Schütze flüchtete. Aus Die Hilserufe des Getroffenen eilten Passanten herbei und sorgten für seine Lieberführung in seine Wohnung.
Dampfer „höchst" durch eine Explosion zerstört.
Der vor 20 Tagen auf ein Felsenriff bei Mini- coh Atoll im Indischen Ozean aufgelaufene 6854 Tonnen große deutsche Dampfer „Höchst" ist durch eine Explosion vollkommen zerstört worden. Der Kapitän und die 28 Mann starke Besatzung hatten kurz vor der Explosion des Schiffes die Rettungsboote bestiegen, nachdem sie noch ein Notsignal ausgesandt hatten. Sie trieben während der Rächt auf dem Meere umher und wurden am frühen Morgen von dem Dampfer „Athura" ausgenommen, der sie nach Suez bringen wird. An den Rettungsarbeiten zur Wiederflottmachung Der „Höchst" hatten sich vier Schiffe beteiligt, jedoch waren alle Versuche ergebnislos geblieben. Einer bet. zur Rettung herbeigeeilten deutschen Dam'-fer. „Lautersels", war hierbei vor einer Woche gleichfalls auf ein Felsenriff aufgelaufen, bcfi et sich jedoch nicht in Gefahr.
Oie Wetterlage.


