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In der Gruppe Südbahem setzten die Münchener Bayern mit einem 7:2 gegen Teu­tonia München ihren Siegeszug fort. S. V. 1860 München überraschte durch sein hohes 5:1 gegen Schwaben Augsburg. F. V. Ulm bereitete Wacker München ein ganz unerwartetes 2:1.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

X K l e i n - L i n d e n, 13. Oft. Die Bautätig­keit in unserem Orte war in diesem Jahre nicht so lebhaft wie im vorhergehenden Jahre; dies ist zum größten Teil auf bi/ Geldknappheit zurückzuführen. Bezugsfertig hergestellt wurden 2 Zweifamilien- und 2 Einfamilienhäuser, während ein weiteres Wohn­haus im Rohbau erstellt wird. Weiter wird eine neue Bäckerei gebaut und ist eine Transformato­renstation errichtet worden. Ferner wurden mehrere Um- und Anbauten an Wohnhäuser und landwirt­schaftliche und gewerbliche Gebäude ausgeführt.

V Mainzlar, 12. Oft. Die Obsternte, die bei uns einen mittleren Ertrag lie­ferte, hat sich in diesem Iahre länger hinaus­gezogen als in sonstigen Iahrcn. Während in früheren Iahren auf unserem Bahnhof ein reger Berladebetrieb herrschte, sind in diesem Iahre bis jetzt nur zwei Waggon Falläpfel verladen worden. Hierfür wurden von den Händlern 2,00 bis 2.50 Mk. geboten und bezahlt, während diese jetzt für den Zentner guter Tafeläpfel 3,00 Mk. bieten. Die Erzeuger können sich bei einem der­artigen Angebot nicht zum Absatz des Obstes ent­schließen, da ein derartiger Preis ihnen noch nicht einmal die Erntekosten einbringt.

# Aus der mittleren Wetterau, 12. Ott. Mit der Aussaat des Winter­weizens wurde diese Tage begonnen. Der Roggen ist ziemlich ausgestellt und beginnt be­reits aufzulaufen. Auch die Wintergerste, die in den letzten Iahren vermehrt angebaut wird, steht schon in Reihen. Auf allen Bahnhöfen werden gegenwärtig M o st ä p f e l eingeladen. Die auffallende Menge Mostobst ist größer ge­worden, als man rechnete, weil ein großer Teil des Wirtschaftsobstes so klein geblieben ist, daß es als Ehobst nicht verkäuflich ist. Der Zentner Kelteräpfel wird mit 2,50 bis 2.75 Mk. bezahlt. Die Nachfrage aus den ausgesprochenen Most­gegenden hat in letzter Zeit nachgelassen. Tafel­obst wird neuerdings durch schlesische Großhändler zu den seitherigen Preisen, 6 bis 11 Mk., ein­gekauft. Das Kartoffelgeschäft kommt jetzt in Gang. Der Preis ist etwas in die Höhe gegangen; es tostet jetzt der Zentner gclbfleischige Kartoffeln, Edeltraud und Industrie, 3 Mk.

Kreis Friedberg.

WSR. Butzbach. 12. Ott. Im benachbarten Pohl-Göns hat sich ein ähnlicher Gauner­streich ereignet, wie dieser Tage in Wetzlar. In Pohl-Göns bot ein Motorradfahrer einem Landwirt ein Motorrad sehr billig an und erbot sich, nachdem beide handelseinig waren, den Käufer zur Bant nach Butzbach zu fahren, um dort den Kaufbetrag abzuheben. Rach Emp­fang des Geldes erklärte der Motorradfahrer dem Landwirt den Gang der Maschine und bat ihn. nochmals abzusteigen. Der Motorradfahrer verschwand alsdann aufRimmerwteder- sehen. Es scheint sich um denselben Gauner zu handeln, der in Wetzlar unter den gleichen Umständen denselben Trick ausgeführt hat.

Kreis Büdingen.

W. Dauernhe im, 12. Oft. Unsere Kirche ließ sich trotz zweier Oefen schon feit Iahren sehr schlecht Heizen, so daß im vergangenen kalten Winter an einer Reihe von Sonntagen im Rat­haussaal der Gottesdienst gehalten werden muhte. Run wird soeben eine neue Luftheizung nach dem System Esch angelegt. Vor dem Altar wurde ein 2,65 Meter tiefer. 3,20 Meter langer und 1,80 Meter breiter Schacht ausgegraben, in den der Ofen kommt; die Rauchableitung geht nicht mehr, wie seither, durch hohe zur Decke geführte Ofenrohre, die eine Verunzierung des Kirchen- raumes bildeten, sondern durch Tonröhren, die in die Kirchenmauer eingefügt wurden, also un­sichtbar sind. Beim Ausschachten des Ofenraumes im Schiffe der Kirche stieß man auf einige Grä­ber, die mit Steinplatten bedeckt waren und in denen noch sehr gut erhaltene Skelette gefunden wurden. Wir wissen aus dem ältesten Kirchen­buch, das mit dem Iahre 1558 beginnt, daß be­sonders die Familienglieder der einstigen Adels- gcschlechter Dauernheims hier begraben wurden, besonders die Herren von Brambach und von Hattstein. So berichtet dos Sterbeprotokoll von 1604: »Frau Glisabethe von Hattstein, Witwe des Heinrich v. H., erlitt große Armut und gab die beste Kuh aus ihrem Stall um Gottes Willen in diese Kirch allhir zu Dauernheim, darin sie

) auch begraben liegt und ward die Kuh verkauft für 14 Gulden, davon jährlich die Pension d. h.

! 'er Zins unter die Armen ausgeteilt soll werden." 3m nächsten und übernächsten Iahre steht die so notwendige, vollständige innere Restaurie­rung unseres Gotteshauses bevor. Die letzte geschah erst vor 30 Iahren, aber infolge der rußenden Oefen und der Feuchtigkeit sind Wände und Decke schwarz und schimmelig geworden, ferner an vielen Stellen der Verputz abgefallen, so daß der Innenraum der Kirche zur Zeit ein unwürdiges Bild darbietet. Werm die Gemeinde Dauernheim offene Hände hat, läßt sich etwas Schönes schaffen, zumal wenn die Orgel, die einst eine kunstlose Zeit, etwa um 1660, in den Chor eingefügt hat, dort entfernt und auf die gegen­überliegende Seite zu stehen kommt, so daß der wunderbare gotische Chor, der aus der Zeit von 1475 stammt, endlich sich in seiner vollen Pracht dem Auge offenbaren kann.

# Echzell, 12. Oft. Der dieswöchige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 194 Tieren zu verzeichnen. Die Rachfrage nach Ferkeln war sehr groß, veranlaßt durch die billi­gen Kartoffel- und hohen Fettschweinepreise. Bei glattem Marktverlauf hatten die Preise eine ge­ringe Ermäßigung zu verzeichnen. 67 Wochen alte Iungtiere kosteten 3337 Mk., 78 Wochen alte 3642, ältere Tiere wurden je nach Quali­tät entsprechend höher bezahlt. Verhältnismäßig stark gefragt waren ältere Springer und Einlege- schweine, wofür bis zu 65 Mk. je Stück geboten wurden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

<> Hochelheim, 12. Oft. 3m Winterhalbjahr verkehrt das P o st a u t o auf der Linie Wetzlar Hochelheim wie folgt: a) auf der Strecke von Wetzlar nach Hochelheim werktags 7.30 Uhr ab Wetzlar (Bahnhof), 8.15 Uhr an Hochelheim; Mitt­wochs und Samstags 12 Uhr ab Wetzlar (Bahnhof), 12.30 Uhr an Groß-Rechtenbach; werktags 14 Uhr ab Wetzlar (Bahnhof), 14.25 Uhr an Groß-Rechten- bach (Mittwochs und Samstags wird diese Fahrt bis Hochelheim durchgeführt); b) auf der Strecke von Hochelheim nach Wetzlar: werktags 8.20 Uhr ab Hochelheim, 9.10 Uhr an Wetzlar (Bahnhof); Mittwochs und Samstags 12.35 Uhr ab Groß-Rech- tenbach, 13.05 Uhr an Wetzlar (Bahnhof); werktags 14.55 Uhr ab Groß-Rechtenbach, 15.25 Uhr an Wetz­lar (Bahnhof), (Mittwochs und Samstags beginnt diese Fahrt 14.45 Uhr in Hochelheim).

Kreis Marburg.

][ Marburg, 13. Oft. Als gestern nachmittag der zwölfjährige Sohn des Bahnbeamten P a u s ch mit seinem Fahrrade die Bahnhofstraße entlang fuhr und in eine Seitenstraße einbiegen wollte, geriet er in die Schienen der Straßenbahn und kam zu Fall. Im deichen Augenblick wurde er von einem unmittelbar hinter ihm herkommenden Lastkraftwagen erfaßt und zur Seite ge­schleudert, wobei er außer sonstigen schweren Verletzungen einen doppelten Schädelbruch erlitt. Schon nach einer Stunde gab der arme Junge in der Klinik, wohin man ihn verbracht hatte, seinen Geist auf.

Rundsuiikprogramm.

Dienstag, 15. Oktober.

13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Tangos. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend. Aus dem Wunderreiche der Ratur:Antoni van Leeuwen- hoek, der erste Mikrobenjäger". 16.15 bis 18: Vach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10: Lese stunde. 18.30:Abenteuer in der Mandschurei", Vortrag von Richard Huelsenbeck. 18.50: Von Kassel: »Was bedeutet Bayreuth für das heutige Theater und sein Publikum?", Vor­trag von Walther Eggert, Bayreuth. 19.10: Funkhochschule. Kurs über erste Hilfe, 4. Vortrag: Knochen- und Gelenkverlehungen", Vortrag von Stadtarzt Dr. Reinheimer. 19.30:Fragen des Films". 20: Von Stuttgart: Konzert des Wend-- linquartetts. 21.15 bis 22.15: Von Stuttgart: Literarisch-Musikalische Veranstaltung. 22.30 bis 24: Von Stuttgart: Tanzmusik.

Mittwoch. 16. Oktober.

13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend:Don freundlichen Heinzelmännchen", Vortrag von Rektor Wehrhan (für Kinder vom 10. Iahre ab). 16.15 bis 18: Vach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10: Bücherstunde. 18.30: Esperanto-Unterricht. 18.45: Senckenberg-Viertelstunde:Tiergesellschas- ten", Vortrag von Dr. R. Mertens. 19.10: Von Mannheim: Reportage:Revolutionäre unter Glas und Rahmen", Zwiegespräch anläß­lich der Ausstellung des Mannheimer Schloß» museums:Die politische Bewegung der Iahre

18481849". 19.20: Französische Literaturproben. 19.35: Französischer Sprachunterricht. 20: Von und nach Stuttgart:Rorwegischer Abend". Mu­sikalischer Teil von Stuttgart; literarischer Teil von Frankfurt. 21 bis 22: Don und nach Stutt­gart: Dialekt-Austausch-Abend. 22.30: Funkstille.

Wirtschaft.

Normale Entwicklung am Geldmarkt.

Der Ausweis der Reichsbank vom 7. Oktober ließ erkennen, daß die Rückflüsse bei der Reichs­bank nach dem Quartalsultimo einen normalen Umfang erreicht haben. Allerdings zeigte sich beim Wechselportefeuille der Reichsbank nur eine zögernde Entlastung, die auf die am 10. Oktober fälligen Vorauszahlungen auf Einkommen-, Kör­perschafts- und Umsatzsteuer zurückzuführen ist. Denn die Steueransprüche haben recht erhebliche Beträge im Ausmaß von etwa 700 bis 800 Mill. Mark festgelegt. Der Steuertermin war auch in der Derichtswoche zunächst für die Entwicklung am Geldmarkt von Einfluß, indem er mit seinem starken Geldbedarf auf die Tendenz Geld­marktes drückte. Anderseits sind die Ansprüche aus der Wirtschaft saisonmäßig zurückgegangen, und sie werden auch fernerhin eine Erleichte­rung für den Geldmarkt bringen, zumal die Ge­schäftstätigkeit im allgemeinen recht mäßig ist. Auch die Ansprüche seitens der Landwirtschaft sind stark zurückgegangen, und die Beeinflussung des Geldmarktes durch die Landwirtschaft hat damit saisonmähig ihr Ende gefunden. Die Ent­wicklung am Geldmarkt ist angesichts dieser Um­stände in der vorigen Woche normal vor sich ge­gangen. Am Markte für Tagesgeld trat nach zunächst unverändertem Anhalten des hohen Satzes eine Ermäßigung ein, und zwar am Ende der Derichtswoche auf etwa 7 bis 9 Prozent. Da­gegen blieben sowohl Termingeld, als auch Mo­natsgeld unverändert teuer. Auch am Privat- diskontmarkt ist eine wesentliche Entlastung bisher nicht eingetreten, wenn auch inzwischen eine Er­mäßigung der Votierungen für Privatdiskonten vorgenommen werden konnte.

Was die internationale Geldmarktlagc angeht, so sind die Aussichten immer noch ungewiß. Am Veuhorker Call-Money-Markt hat sich zwar eine Erleichterung ergeben, derzufolge auch am Ber­liner Geldmärkte sich wieder größeres Angebot von Auslandgeld zeigte, welches natürlich ohne weiteres Ausnahme fand. Es bleibt aber abzu­warten, ob das Geschäft an der Veuhorker Börse ruhiger wird, und sich infolgedessen durch eine Verschiebung der Vachfrage nach Geld wirklich die gewünschte Erleichterung ' am Veuhorker Tagesgeldmarkt ergeben wird. Ungünstig liegen dagegen nach wie vor die Verhältnisse auf bem englischen Geldmarkt, wo trotz der Diskont­erhöhung noch immer sich nicht endgültig eine normale Entwicklung durchsetzen konnte. Trotz der Diskonterhöhung ist erneut ein Rückgang des Pfundkurses eingetreten, der wiederum Gold­abgaben der Dank von England an Frankreich zur Folge hatte. Solange die Schwankungen des PfundkurseS nicht beseitigt werden können, bleibt die Lage in England für den Geldmarkt ungewiß, da dann gegebenenfalls mit einer weiteren Dis- kontmaßnahme gerechnet werden muß.

*

* Die amtliche Großhandels in de x- zlf fer. Die auf den Stichtag des 9. Oktober be­rechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 137,8 gegenüber der Vorwoche (138) leicht zurückgegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe auf 132,8 (133,1) und diejenige für industrielle Rohstoffe und Halb- waren auf 131 (131,2) gesunken. Gleichzeitig hat die Indexziffer für industrielle Fertigwaren auf 156,7 (156,9) nachgegeben.

* Rußlandauftrag für Lenz & C o. Die Firma Lenz 8- Co. G. in. b. H., Berlin, ver­handelt mit den zuständigen Behörden in Moskau wegen eines Auftrags für den Bau von 400 000 Quadratmeter Asphalt- und Betonstraßen. Wie WTB.-Handelsdienst hierzu erfährt, sollen die Ar­beiten im Sommer nächsten Jahres durchgeführt werden. Der Wert des Auftrages wird mit 10 bis 11 Millionen Rubel, d. h. 20 bis 22 Millionen Mk., angegeben. Die Lenz 8- Co. G. m. b. H. hat bereite in den letzten drei Monaten etwa 60 000 Quadrat­meter Asphalt- und Betonstraßen in Moskau ge­baut, und zwar zum Preise von 12 Rubel oder 24 Mark pro Quadratmeter. Für den Straßenbau wurde ausschließlich sowjetrussisches Material ver­wandt. Die Zusammenarbeit mit den Sowjetbehör- den war recht gut.

* Verein für Z e l l st o f f i n d u st r i e A.-G., Berlin. Die Verwaltung schlägt für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr 1928/29 nach reichlichen Abschreibungen die Verteilung einer Divi­dende von wieder 10 v. H. auf die Stammaktien und

wieder 8 v. H. auf die Vorzugsaktien vor. Das neue Geschäftsjahr ist bisher befriedigend verlaufen.

* Ufa wieder dividendelos. Die Uni- versum-Film-A.-G. erzielte im Geschäftsjahr 1928/29 einen Betriebsüberschuß von 23,10 (21,81) Millionen Mark. Abschreibungen auf Filme betrugen 12,70 (11,10), Steuern 4,10 (3,50) Millionen Mark. Der nach Abschreibungen von insgesamt 15,59 Millionen Mark verbleibende Reingewinn von 14 358 (161 216) Mark soll vorgetragen werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 14.Ott. Tendenz: geschäfts- los. Zu Beginn der neuen Woche war an der Börse infolge des heutigen hohen jüdischen Feiertags fast vollkommene Geschäftslosigkeit festzustellen. Die Grundstimmung war jedoch nicht unfreundlich, die Kurse blieben im allgemeinen etwas behauptet, obwohl nennenswerte Anregungen nicht vorlagen. Die bestehende Zurückhaltung wurde noch verstärkt durch eine Nachricht, nach 'der bei den Ver­handlungen mit dem Schwedentrust Schwierigkeiten aufgetreten sind. Im Vordergründe .standen von Elektrowerten Gesfiirel, Schuckert und Siemens, die je 1 v. H. höher lagen. Die Kursveränderungen gegen Samstagschluß gingen kaum über 1 v. H. hinaus. Durch schwache Haltung fielen Chadeaktien auf, die zum ersten Kurse 17,75 RM. einbüßten. AEG., Licht & Kraft und Elektrische Lieferungen dagegen bis 1 v. H. gedrückt. Farbenaktien bei minimalen Umsätzen 1 v. H. niedriger. Bis zu 1 v. H. schwächer lagen noch Danatbank, Dresdner Bank, Süddeutsche Zucker und Daimler, letztere auf das morgige Ende der Optionsfrist auf das bekannte Schapirosche Daimlerpaket. Am Bauunternehmungsmarkt gaben Wayß & Freytag 0,5 v. H. nach, während Holzmann behauptet blieben. Deutsche Anleihen und Ausländer waren geschäftslos. Im Verlaufe stagnierte das Ge­schäft fast vollkommen. Die Tendenz blieb behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld infolge der Steuer­termine weiter knapp zu 8,5 v. H. Am Devisenmarkt lag Spanien weiter sehr schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,191750, gegen Pfund 20,40, London gegen Kabel 4,8670, gegen Paris 123,93, gegen Ma- drid 34,50, gegen Mailand 92,87, gegen Holland 12,0960.

Berliner Börse.

Berlin, 14. Ott. Nachdem schon die Kursbildung im heutigen Vormittagsfrühoerkehr. darauf oorbe- reitet hatte, daß im heutigen Börsenverkehr im Zu­sammenhang mit der infolge des hohen jüdischen Feiertages schwach besuchten Börse sich Geschäft in bemerkenswertem Umfange nicht entwickeln wurde, gestaltete sich auch der gesamte Börsenverkehr recht ft i 11. Es tarn hinzu, daß anregende Momente poli­tischer oder wirtschaftlicher Art kaum vorlagen, und daß eine Auswirkung der bekannten Kontroverse in der Elektroindustrie (Ausführungen des Herrn Sie­mens) auf den Kursstand der in Betracht kommenden Papiere kaum zu spüren war. Entsprechend der Ge­schäftsstille hielten sich auch die Veränderungen nach oben und unten bei einem Aufschlag von 1 bis 3 v. H. in engen Grenzen. Polyphon aber gewannen 5,5 v. H. Dagegen Chadeaktien, anscheinend auf die Stützungs­maßnahmen für die Spanische Bank, 11,5 v. H. niedriger. Am Rentenmarkt waren auch kaum Um­sätze zu bemerken. Goldpfandbriefe lagen wie bisher still. Ltquidationspfandbriefe etwas fester. Anteil­scheine meist unverändert. Nur für Industrievbliga- Honen zeigte sich vereinzelt etwas Interesie. Am Tagesgeldmarkt war etwas erhöhte Nachfrage zu bemerken. Tagesgeld 7,5 bis 9,5 o. H., Monatsgeld mit 9,25 bis 10,5 v. H. unverändert, Warenwechsel zirka 7,75 v. H. Auch im Verlaufe änderte sich an der Geschäftsstille nichts, so daß die Kurse nur ge­ringen Veränderungen unterlagen. Lediglich für Montanwerte, besonders Phönix und Stahlverein, trat bei leicht gebesserten Kursen etwas Interesse hervor.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 12. Oft. Die Stimmung am Frankfurter Eiergroßmarkt war in dieser Woche weiter fest. Der Absatz ist etwas besser geworden. Es notierten (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, Inlandeier ab Station) per Stück in Pfennig: Bulgarische 12 bis 12,75, hol­ländische 14 bis 15,60, jugeslawische 12 bis 12,75, polnische 10 bis 10,75, russische 12,50 bis 12,75, dänische 13,50 bis 15,50, belg.-flandr. 14,50 bis 14,75, rumänische 11,50 bis 11,75, bayerische 12,25 bis 12,50, norddeutsche 13,75 bis 14,50.

Aus dem Amisverlüudigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt N r. 7 4 vom 11. Oktober enthält: Die Eröffnung des ordentlichen Lehrganges 1929/30 an den landwirt­schaftlichen Schulen. Vermietung von Wohn- räumen in Schulhäusern an Privatpersonen. Friedhofsordnung für die Gemeinde Allendorf an der Lumda. Dienstnachrichten.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

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4,192

58.47

112,19 ^,4«

Belgische J?oten .......

Tonische Noren .......

Enoliiche Raren........

irnaje Vtoten . . . 72,90 73,20

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. W.

Telegraphische Auszahlung.

_____Berlin. 12- Oktober

Geld

Brief

»sraitjofische Noten.....

Holländische Noten......

F67432

168,13

21,93

111,73

58,73

2,477

112,13

80,76

61,45

12,365

72,90

16,495

168,18 22,01

112,17

58,97

2,497

112,57

81,08 61,67

12,425

73,20

Italienische Noten ......

Norwegische Noten......

Deutsch-OeNerr.Lioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schwei,er Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten . . .

12- Oktober

14. Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notieruna

(Selb

Briet

<8eld

Brief

Ämst^Rolt.

168,37

168,71

168,46

168,80

Buen.-Aires

1,753

1,762

1,759

1,763

Brff.-Bntw.

58,43

58,55

58,425

58,445

Chrrstiania. Kopenhagen

111,90

112,12

111,91

112,13

111,94

112,16

111,95

112,17

Stockholm .

112,35

112,57

112,35

112,67

Helnngfors.

10,52

10,54

10,52

10,54

Italien. . .

21,925

21,965

21,93

21,97

London. . .

20,382

20,422

20,383

20,423

Neupork . .

4,1880

4,1960

4,1880

4,1960

DariS. . . .

Schweiz ..

16,44

16,48

16,44

16,48

80,96

81,12

80.97

81,13

Spanien.. .

61,51

61,63

58,74

58,86

Japan . . . Wo de Jan.

2,001 0,498

2,006

2,001

2,005

0,50o

0,498

0,500

Wien in D -

Cefl. abgcst Prag - .

18,84

58,96

58,85

58,97

12,391

12,411

12,394

12,414

Helirad .

/,387

7,401

7,393

7,407

Budapest. . Bul.i arten

73,06

73,20

73,07

73,21

3,032

3,038

3,032

3,038

L'llabon .

18,78

18,82

18,78

18,82

Tanzig. . . Konst atm-

,1,44 ,005

81,60

2,009

81,44

1,995

81,60

1,999

Athen Canada

>,43

4.41

5,445

4,49

5,435

4,141

5,445 4,149

Uru uay

1,096

4,104

4,096

4,104

Cairo

20,01

20,05

20,905

20,945