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tung von Pfarrer Lic. Waas, der auch die Ansprache hielt. Der neugebildete Frauenchor trug zwei schöne Lieder vor, die reichen Bei­fall ernteten. Auch für die Jugend war durch Aufführung inehrerer Kinderspiele gesorgt. Die Unterhaltungsmusik stellte der Frankfurter Rund­funk.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

V Mainzlar, 12. Sept. Während infolge der geringen Riederschlagsmengen in diesem Jahre bei vielen Wasserleitungen zum Teil er­heblicher Wassermangel eingetreten ist, hat sich diese Tatsache bei den der Wassergenossen» schäftGluck auf" angeschlossenen Gemein­den bis jetzt noch nicht bemerkbar gemacht. Allerdings haben die in der Gemarkung Allen- dorf a. d. Lda. gelegenen Quellen nachgelassen, doch ist diesem Mangel schon vor einigen Jah­ren durch Kauf und Fassung einer Quelle in der Gemarkung Mainzlar vollständig gesteuert wor­den. Aus dieser Quelle werden in diesem Som­mer schon die drei angeschlossenen Gemeinden Lollar, Mainzlar und Staufenberg zum größten Teile allein versorgt: allerdings muß das Wasser durch Motorantrieb in die Hochbehälter ge­pumpt werden. Da die Verbindung nach der Hauptleitung aus nur einer Zuleitung besteht und diese in dem zum Teil sumpfigen Gelände oft Rohrbrüchen ausgesetzt ist, will die Ge­nossenschaft demnächst noch eine Reserveleitung bauen lassen, zumal die technischen Einrichtun­gen auf der Pumpstation vorhanden sind. Diesen Beschluß kann man nur begrüßen, da bei einer evtl, eintretenden Storung die Gemeinden voll­kommen ohne Wasser wären. A

s. Lich, 11. Sept. Unter Leitung von Schul­rat D e n z e r (Darmstadt) wird im hiesigen Schulhaus ein dreitägiger Kursus über Raumlehre auf werktätiger Grund­lag e" für die Lehrer von Volksschuloberklassen veranstaltet. Der Lehrgang wurde durch Kreis­schulrat Kinkel eröffnet. Es nehmen 39 Lehrer daran teil. Der auf diesem Gebiete führende Schulmann Denzer erläuterte zunächst theoretisch die neue Grundlage, die er der Geometrie gibt und zeigte dann an praktischen Hebungen, wie sich anschaulich, oft sogar spielend, geometrische Verhältnisse und Beziehungen finden lassen.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 12. Sept. Einer der wenigen hier noch lebenden Veteranen von 1870/71, 2llt- veteran Iohs. Luft, ein geborener Dreun» geshainer, beging am vergangenen Samstag seinen 8 0. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurden ihm durch das Bureau des Herrn Reichs­präsidenten Glückwünsche und kameradschaftliche Grüße unter gleichzeitiger Hebersendung eines Tilöes des Reichspräsidenten mit Unterschrift übermittelt. Altveteran Luft hat den Feldzug beim 2. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. (dem späteren Jnf.-Rgl. Rr. 116) mitgemacht und erfreut sich noch ganz guter Gesundheit. Der heutige Schweinemarkt war sehr stark befahren. Der Auftrieb betrug 742 Stück. Das Geschäft war äußerst lebhaft. Es wurden gezahlt für Ferkel bis 6 Wochen 35 bis 38 Mk., von 6 bis 8 Wochen 40 bis 42 Mk., von 8 Wochen und darüber 48 bis 50 Mk. Der Markt wurde bis auf einen geringen Heberstand geräumt.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg a. d. Ohm, 12. Sept. Unsere Landwirte sind nunmehr zum Ausmachen der Kartoffeln übergegangen. Ueberall sieht man auf den Siedern Kartoffelsäcke stehen. Soweit sich schon jetzt ein Ueberblick über den Ertrag gewinnen läßt, ist mit einer OK i 11 ei­ern t c zu rechnen. Hoffentlich wird die fehlende Quantität durch die vorzügliche Qualität reichlich erseht.

= Ober-Ohmen, 12. Sept. Mit dem Ab­schluß der diesjährigen Weideperiode ver­schwindet in unserem Dorfe, gemäß einem Beschlüsse der jüngsten Gemeinderatssihung, die Schafherde. Infolge der fortschreitenden In­tensivierung der Landwirtschaft standen ausrei­chende Weideflächen nicht mehr zur Verfügung, so daß sich die Bestände der Schafe merklich verringerten. Hierdurch bedingt und durch den Umstand, daß die Preise für den Pferch infolge der vermehrten Kunstdüngeranwendustg stark zurückgingen, ergab sich für die Gemeinde­schäferei in den letzten Jahren eine ft a r f e Unterbilanz.

Gtarkenburg.

WSN. Darmstadt, 12. Sept. Gestern mittag wurde die Berufsfeuerwehr nach der Firma Bahn- bedarf A.-G. in der Blumenthalstraße gerufen, wo Oroßfeuer ausgebrochen war. Als die Wehr

anrückte, stand derDachstuhlderSchrauben- fabrik in Hellen Flammen. Es bedurfte an­strengender Arbeit mit mehreren Schlauchleitungen, um den Brand auf seinen Herd zu beschränken und die angrenzenden Montage- und Waggonhallen vor einem liebergreifen des Feuers zu schützen. Die Ursache des Brandes dürfte in Kurzschluß der elektrischen Starkstromleitung zu suchen sein.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

X Hartenrod, 12. Sept. Am Sonntag ver­anstaltete der hiesige Turnverein sein dies­jähriges Ab - und Schauturnen. Während in den letzten Jahren bei solchen Gelegenheiten der Wettergott des Himmels Schleusen weit öff­nete, machte er dieses Mal eine Ausnahme, und so konnten bei schönstem Wetter auf dem alten Schulhofe die Hebungen stattfinden. Eine stattliche Zahl von Tumfreunden hatte sich als Zuschauer eingefunden und zollte den mancher­lei Darbietungen ungeteilten Beifall. Diese be­standen in Geräteübungen an Reck und Darren, von denen einige ob ihrer Schwierigkeit als erstklassig bezeichnet werden konnten. Die Damen­

riege, leider etwas knapp vertreten, führte exakte Stabübungen und Keulenschwingen vor, ebenso beteiligte sie sich am Darren uni) brachte wohl­gelungene Volkstänze mit Gesang zur Schau. Ganz besonders interessierten die Kleinen, Schul­buben von 813 Jahren, welche zum ersten Male unter der tüchtigen Leitung des Damenriegen- fühvers Karl Rink ganz nette Leistungen bei den Freiübungen und am Reck und Darren voll­führten. Es ist nur schade, daß ein großer Teil der Jugend beiderlei Geschlechts der edlen Tum- und Sportsache abseits steht, es wäre bei gutem Willen bei regerer Deteiligung aus unferm streb­samen Turnverein noch manches herauszuholen. Besondere Anerkennung gebührt dem Vorstände des Vereins, der unter der langbewährten Füh­rung seines Vorsitzenden Otto Fuchs unbeirrt den Weg zur Hebung der Jugendkräfte fort­schreitet. Dem Turnverein hat sich seit Wochen eine Handballmannschaft angeschlossen, die durch ihve bisherigen Spiele zu den schönsten Hoff­nungen berechtigt. Abends fand im Vereins- lokale bei Musik, Tanz und heiterer Unterhal­tung die wohlgelungene Veranstaltung ihren Ab- schluH.

Wirtschaft.

Rückgang der Spartätigkeit.

Die Spartätigkeit der Bevölkerung, soweit sie in den Zahlen der Sparkassen zum Ausdruck kommt, hat im ersteü Halbjahr d. I. beträcht­lich abgenommen. Die Einzahlungsüber­schüsse bei den Sparkassen, d. h. die Heber­schüsse der Einzahlungen über die Auszahlungen, blieben nach den Berechnungen des Instituts für Konjunkturforschung im ersten Halbjahr 1929 um etwa 20 Proz. hinter denen des e-rsten Halbjahres 1 9 28 zurück. Diese Entwick­lung ist bemerkenswert, weil normalerweise die Spartätigkeit bei den Sparkassen gerade in Zeiten gedrückter Konjunkturlage anzusteigen pflegt, wäh­rend sie in Zeiten des Konjunkturaufschwungs und der Hochkonjunktur abnimmt. Die Entwick­lung ist aber noch aus einem anderen Grunde auffallend, nämlich deswegen, weil im ersten Halbjahr 1929 eine Steigerung des Ge­samteinkommens eingetreten ist. Das In­stitut für Konjunkturforschung führt diese Beson­derheit der Spareinnahmenentwicklung aus die Besonderheiten der Wirtschaftslage im ersten Halbjahr 1929 zurück. Einmal hat die Witte­rung im Winter die Verwendung der Ein­kommen tiefgreifend verändert, außerdem hat zeitweise das mit dem Steigen der De­visenkurse beeinträchtigte Vertrauen in die Mark zu einer Zurückhaltung im Zufluß von Spargeldern geführt. Dies scheint ein sehr wesentlicher Grund zu sein, denn man muß sich an die während der Pariser Reparations­verhandlungen durch den Rückgang des Mark- Kurses eingetretene Panik erinnern, die leider unberechtigterweise dazu geführt hat, daß bei­spielsweise von Süddeutschland erhebliche Spargelder zur Anlage in die Schweiz ge­wandert sind. Es kommt hinzu, daß seinerzeit infolge der geschilderten Umstände nicht nur der Zugang neuer Spargelder bei den deutschen Kreditinstituten gelitten hat, sondern daß auch starke Abzüge von Spargeldern ein­getreten sind, die natürlich den Betrag der Ein- zahlungsüberschüsse genau so vermindert haben. In den einzelnen Teilen des Reiches war die Entwicklung der Spartätigkeit von 1928 auf 1929 nicht einheitlich. Während im Reichsdurchschnitt die Einzahlungsüberschüsse einen Rückgang um rund 20 Proz. erfahren haben, ist in einzelnen Gebieten, so in den Regierungsbezirken Stade, Aurich, Osnabrück u. a. sogar eine Zunahme eingetreten. Diese Feststellung des Instituts für Konjunkturforschung bestätigt die oben wieder- gegebene Behauptung.

Trotz dieses Rückganges der Cinzahlungsüber- schüsse waren die Sparkassen in der Lage, im ersten Halbjahr 1929 13 Proz. mehr lang­fristige Kredite zu gewähren, als im ersten Halbjahr 1928, was um so beachtlicher ist, als die Dodenkredit-Jnstitute mit der zunehmenden Einengung des Kapitalmarktes im Jahre 1929 die Ausschüttung langfristiger Kredite stark ein­schränken mußten. Freilich war es den Sparkassen angesichts des Rückganges im Zustrom der Aus- landgelder nur dadurch möglich, die Gewährung langfristiger Kredite aufzunehmen, daß sie einen steigenden Anteil ihrer Mittel in Form lang­fristiger Kredite angelegt haben. 3n den nächsten Monaten dürfte die Möglichkeit der Gewährung langfristiger Kredite durch die Sparkassen in den Gebieten am stärksten sein, in denen die

Sparkassen bisher nur einen verhältnismäßig geringen Teil ihrer Mittel langfristig ausge­liehen haben.

*

* Großkraftwerk Mannheim, A. - G., Mannheim. Die gestrige Generalversammlung hatte über die Genehmigung der Bilanz per 31. März 1929 und über die Erhöhung des Aktien­kapitals von vier auf sechs Millionen Mark durch die Ausgabe von neuen Stammaktien zu pari zu beschließen. Die Beschlüsse wurden unter Enthaltung der Stimme der Reckarwerke gefaßt. Bekanntlich beteiligen sich die Reckarwerke und das Badenwerk, A.-G., nicht an dieser Kapitals- erhöhung. Es ändert sich dadurch die Quote wie folgt: Stadt Mannheim und Pfalzwerke besitzen nunmehr 2 205 000 Mark gleich 36,75 Prozent gegen bisher 30,125 Prozent, das Dadenwerk behält seinen Anteil mit 1 040 000 Mark bet, seine Quote vermindert sich um 26,0 Prozent auf 17,33 Prozent. Die Reckar-A.-G. behält 550 000 Mark, die Quote vermindert sich auf 9,17 Pro­zent. Die Bilanz wurde einstimmig genehmigt. Der Stromverkauf ist von 176,59 Mille auf 195,19 Mille Kilowattstunden gestiegen, die Eigen­erzeugung von 135,86 Mille auf 165,5 Mille Kilowattstunden. Der Reingewinn hat sich nach Zuweisung von 652123 Mark (i. V. 593 265 Mark) auf 256 428 (L V. 195 721) Mark erhöht, wobei allerdings zu bemerken ist, daß die Gesell­schaft nunmehr mit einem Stammkapital von vier gegenüber bisher zwei Millionen Mark arbeitet. Die Gewinnverteilung wird wie im Vorjahr vor­genommen. Die Vorzugsaktien Lit. A. erhalten 10 Prozent, die Vorzugsaktien Lit. B. 15 Prozent, die Stammaktien 7 Prozent Dividende. Dem Wohlfahrtsfonds werden 40 000 Mark überwiesen. Auf neue Rechnung werden 8207 Mark vorge­tragen.

* Farbwerke fRasquin A.-G., Köln. So­weit die Anschlußarbeiten erkennen lassen, ist mit einer Dividende wie im Vorjahr (5 v. H.) zu rechnen. Die Bilanz- und Aufsichtsratssitzung findet Mitte Oktober statt. Das Werk ist weiter zufriedenstellend beschäftigt.

* 8 proz. BerlinerSchatzanweisungen. Die Zeichnungsfrist auf die 8proz. Berliner Schatz­anwelsungen läuft heute ab. Wie der WTB.-Han- delsdienst von beteiligter Bankseite hört, war das Interesse für die Emission recht lebhaft, wenn auch, wie von vornherein zu erwarten war, der ganze auf­gelegte Betrag von 40 Millionen Mark nicht voll abgesetzt wurde. Der fest übernommene Teil der Schatzanweisungen wurde bereits in den ersten Tagen der Zeichnungsfrist untergebracht, und dar­über hinaus ist ein erheblicher Betrag verkauft worden. Da die Banken mit einem solchen Ergebnis rechneten, haben sie schon beim Abschluß des Ernis- fionsvertrages sich die Ausübung einer Option auf die nicht abgesetzte Summe bis Ende des Jahres vorbehalten. Die Banken hoffen, noch im Laufe der nächsten Woche, namentlich während der bevorstehen­den Quartalstermine, größere Posten absetzen zu können.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 13. Sept. Tendenz

schwach. Die schon gestern abend eingetretene Verstimmung, veranlaßt durch Abgaben in Mannesmann-Aktien, verschärfte sich zu Beginn der heutigen Börse in weiterem Maße.

Die Spekulation schritt zu Abgaben, btt auH noch andere Momente hinzukamen, die einen nachteiligen Eindruck hinterließen. Dor allem war man verstimmt über die wieder schwache gestrige Reuyorker Börse und über den un­befriedigenden Bericht des Kohlensyndikats. Auch die Arbeiterentlassungen bei denVereinigten Stahl­werken drückte auf die Stimmung, jedoch tourben Montanwerte im großen und ganzen nicht be­sonders hiervon berührt. Es machte sich im Ge­genteil eine gewisse Widerstandsfähigkeit für diese Werte bemerkbar. Die Kurse waren hier im allgemeinen nur ganz wenig verändert. Sonst gingen die Verluste gegenüber der gestrigen Abendbörse bis zu 3 v. H. In Glanzstoff kam wieder Material in etwas größerem Umfange an den Markt, bei Kursrückgängen bis zu 4 v. H., und die Hoffnung, daß hier eine Be­ruhigung, wie in den letzten Tagen, eingetreten sei, war zunichte gemacht. Auch I. - G. - Farben hatten unter der veränderten Lage wieder stärker zu leiden. Hier trat ein Verlust zur ersten Rotiz bis zu 2.5 v. H. ein. Am Clektromarkt büßten Chade 3 Mk., Siemens 3 b. Sy, Schuckert 2,5 v. H., Gesfürel 1,75 v. H. und Felten 1 v. Sy ein. AEG. blieben knapp gehalten. Besonders schwache Veranlagung wie­sen noch Deutsche Linoleum mit minus 3,5 v. Sy auf. Zellstoffwerte minus 3 v. H. Danken lagen 1 v. H. schwächer. Gut behauptet eröffneten Ze­ment Heidelberg, Wayß & Freitag und Süd­deutsche Zucker. Renten still. Reubesihanleihe leicht gedrückt. Im Verlaufe traten auf Rück­deckungen von Seiten der Kulisse kleine Erholun­gen ein, doch wurde das Geschäft später wieder still, da der Ordermangel stärker auf die Stim­mung drückte, so daß eine Unsicherheit unver­kennbar war. Die Kurse bewegten sich jedoch aus dem Anfangsniveau. Rur Mannesmann waren weiter stärker angeboten und erneut schwächer. Die Erklärung von Verwaltungsseite machte keinen Eindruck. Auch Glanzstoff ange­boten und unter Druck eines Daissevorstoßes weiter schwächer und erneut minus 4 v. H. Am Geldmarkt war Tygesgeld mit 7 v. H. etwas gesuchter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2007, gegen Pfund 20,306. London gegen Kabel 4,8470, gegen Paris 123,90. gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 32,86, gegen Holland 12,0925.

Berliner Börse.

Berlin, 13. Sept. Schon im Vormittags- Verkehr war die Stimmung unsicher, und die Kurse gingen unter das gestrige Schlußniveau zurück. Die Börse blieb bei weiterer Um­satzlosigkeit schwach, und her offizielle Beginn brachte darüber hinaus noch stärkere Verluste. Die Stimmung war heute von eini­gen ungünstigen Momenten beeinflußt. Die Spe­kulation schritt trotz der an sich schon kleinen Positionen noch zu Realisationen, vereinzelt wohl auch zu Blankoabgaben, so daß bei der geringen Aufnahmefähigkeit der Börse die Kurse um 1 bis 3 Prozent, zum Teil auch bis 5 Prozent zurückgingen. Vor allem verstimmten der schwache Schluß der gestrigen Reuyorker Börse und das starke Ansteigen der Makler-Darlehen dort, die jetzt eine Höchstgrenze erreicht haben, der Jahres­bericht des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndi­kats, der die Lage ziemlich pessimistisch beurteilt, der Rückgang der Roheisenförderung im August, die Arbeiterentlassungen bei den Vereinigten Stahlwerken und das Anhalten des Denzin- preiskampfes. Auch das Ergebnis der Berliner Stadtanleihe trug zur Verstimmung bei, ebenso eine Mitteilung, nach der die Höhe der deutschen Anleihen in den Vereinigten Staaten eine Milliarde 158 Millionen Dollar betragen soll. J.°G.°Farben lagen wieder bei größerem An­gebot ca. 3 Proz. schwächer. Kaliwerte verloren trotz des weiteren Anziehens der Kalikuxe bis zu 4 Proz. Elektrowerte lagen durchweg schwach. Montanwerte gingen bei kleinem Geschäft stärker zurück. Die Verwaltungserklärung von Mannes­mann blieb ohne Eindruck, der Abschluß der Maximilianshütte konnte ebenfalls keinen be­friedigenden Eindruck machen. Sehr schwach lagen Kunstseidenwerte, bei denen geringe Rachfrage nach Kunstseide die Spekulation zu Abgaben ver­anlaßte. Don anderen Werten lagen noch Deut­sche Linoleum und Polyphon bis 5 Prozent niedriger. Reubesihanleihe lagen schwächer. Aus­länder waren uneinheitlich. Der Pfandbriefmarkt war eher schwächer. Am Geldmarkt war die Situation kurz vor Medio angespannter. Tages­geld stellte sich auf 6 bis 8,5 Prozent, Monats- geld auf 9 bis 11,5 Proz., Warenwechsel auf 7,60 Prozent und darüber. Rach den ersten Kursen setzte sich auf Deckungen der Svekulation eine leichte Erholung durch, später neigten die Kurse aber meist wieder zur Schwäche. Glanzstoff gingen erneut 4 Proz. und Demberg und Poly­phon um je 2 Proz. zurück. ,

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß-!

Kurs |

l-Uhr Kurs

Schluß-!

Kurs |

Anfang. Kure

Datum

12.9.

13.9.

12 9.

13.9.

6% Dl. RelchSanleihe v. 192? .

87,5

87,5

Dl. Aul.-Ablö,..Schuld mit AuS- lol.-Rechten.........

53,4

53,4

53,4

53,5

ohne 8Iu6lo|..fRc<f)tc . . .

7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un­kündbar bis 1932......

10,4

10,13

10,4

10,13

85,5

<y,% Rheinische Hyp.-Bank LIqu - Aoldps............

78,25

_

_

61.15.19. abfl. Borkriegö-Obligation..

rückzahlbar 1932 ......

88,5

4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. . .

99,25

-

4% Lcslerrcichische Goldrte.. . .

28,75

28,65

4,20% Ccltetr. Silberne.....

2,35

2,5

4% Leslerreich. einheitl. Rte .

_

_

4% Ungarische Äoldrle.....

22,5

22,9

22,5

22,5

4% Ungarische Siaatsr. v. 1910

4%% bcegl von 1913.....

19,9

21,9

_

4% Ungarische Kroncnrle.. . .

i,675

1,65

__

4" Türk. Zollanleihe v. 1911 .

7,4

7,25

7,3

4% linkische Aagdadbahn-Anl..

Serie I...........

7,2

7,25

4% dcrgl. Serie II.......

7,15

_

7,3

7,4

Rumänen converi. Rte. . . .

7,45

_

7.45

4 Yt% Rumänen Aoldanl. von 1913

14,75

15

ANg. Deutsche Eisenbahn . . 4% Hamburg-Amerika Paket ... 7 Hamb -Südom. Dampssch. . . 8

118

116,75

117,5

116

182

Hansa Dampsschiss.....10

-

157,25

156,6

Norddeutscher Lloyd.....8

10,25

'10,4

109,4

Allg. Deutsche Creditanst. . . 10

124

124

124

Barmer Bankverein .... 10

125

126

125,5

Berliner HandelSgescUsch. . . 12

.02

202

201

Commerz« und Privat-Bank . 11

176

175,25

176

175,25

Dacmsi. u. Nationalbant . . 12

;69

69,5

268,5

Deutsche Bank......1°

165

165

164

Diskonto-Geiellschast 2InL . . 10

151

'51,5

151,25

Dresdner Bant......1°

156,5

155,5

157

155,5

292

293,5

290,5

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß- KurS

i-Uhr

Kurs

Schluß- Kurs

Anfang. Kurs

Datum

12.9.

13-9.

12.9.

13.9.

U.6.®........

. v

194

193,13

194,13

193,75

222,5

Bergmann.....

. v

--

224

Lleklr. Lieferungen. .

e e

. 10

172

170

Licht und Kraft . . .

. 10

207,5

207,75

205,5

Zelten » Guilleaume.

M e

. iv.

138

137

138

138

Sei. f. Elektr. Untern..

M e

. 10

208,5

206,75

208,25

305

Hamb. Elektr. Werke .

e

. 10

>

145

144

jiheln. Elektr. . . . .

. . 9

146,5

146,5

Schlei. Elektr. . . . .

e e

. 10

187,9

185,13

Schuckert......

e

. 11

223,13

225,25

223,25

Siemens & Halske . .

. 16

382

385

382

TranSradlo.....

. . 8

144

Lohmeyer 4 do.. .

. 10

170,5

Buderus.....

. . 5

73

72,6

72,65

Deutsche 6rbM . . .

. . 6

112,5

113,13

112,75

Essener Steinkohle . .

e M

. . P

144

Gelsenkirchener . . .

e e

. . 8

143,5

148,5

143,25

141,5

Harpener......

M M

. . 0

--

148,5

146

Hoesch Elfen. ....

M .

. 6 V,

132

130,25

Ilse Bergbau ....

e e

. 10

215

Nldcknerwerke . . . .

M M

» .

115,75

115,75

114,5

Köln-Ncuessen. . . .

e e

. . 7

127,75

127

Mannesmann....

# e

. . 7

H3

112

114

112,25

ManSseldcr.....

. . 7

138

138

136,5

Obersch'es. Eiienb. Bedarf.

80,5

80

Obcrichles. Kokswerke .

. . 7

103,25

102,75

Phönir Bergbau. . .

- 6 V.

07,5

106,75

107.4

106.25

Rheinische Braunkohlen. .

. 10

268

268

266

Rheinstahl.....

e «

. . 6

124

123,25

124.75

123,5

Riebeck Montan . . .

133,13

132

Bereinigte Stahl». . Otavi Minen . . . .

115,5

70,25

114.75

e

167.

70,5

Kali Aschersleben . .

. u

237,5

236

236.5

235

Kall Westeregeln . . . Kaliwerk Salzdetsurth

. 10

.42,5

240

243

250

. 15

396

396,5

392,25

I. ® Farben-InduSr» Dynamit Rodel . . .

. 12

. . 6

15,13

212,75

15,4

212,5

Scheideanstall. . . .

. . 9

153

Goldschmidt . .

e e

. 5

74

73,75

. . 6

80,5

79,75

80,75

79,9

124

123

124

123

Banknoten.

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß- Kurs

l-Uhr Kurs

Schluß- Kurs

Anfang- Kurs

Datum

12.9.

13.9.

12.9.

13-9.

Pyutpp Holzmann . Heidelberger Eement Gement Karlstadt .

Wayb 6 Freitag . -

10

10 . 8

101,5

129,25

184

100

129,25

100

101,5

100

Schultheis Patzenhofer . . Ostwerke........

Ber. Glanzsioff.....

Bemberg........

Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer <Bai......

Daimler Motoren . . . . Deutsche Maschinen-Fabrik Adlcroerke Klover ....

. 15 . 12 . 18 . 14

18 y, . J 2 . . 8 . . 9 . . 0 . . c . . 0

335

155

40,5

332

235

152,5

40,5

291

226

336,75

260

237,5

154,25

105,25

189,75

49

54,25

41,75

290

223

331

254,75

235,75

104,25

188

53,5

Ludw. Loews . . . Rat. Automobil . . Orenstein & Koppel Leonhard Tietz . . Bamag-Meguia . . Franks. Maschinen . Gritzner.....

Heyligenskaedt . . Funghans.....

Lechwerlo. . . .

Rekursulmer . . .

®ebt. Roeder . . . Voigt & Haessner . Südo Zucker . . .

«

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10

SfO o CO^° bO . .

inß 1 1 1 1 1 1

159,75

202

23,75

87

196,5

52,5

59

122,5

222

159

195,25

122,5

Berlin, 12- September

Geld

«rief

Amerikanische Noten .. . » . Belgische Noten........ Dänisch« Noten........ Eunlücbe Note»... .....

4,176

58,15

111,43

20,315

4,196

58,39

111,87

20,395

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin, 12. September

Geld

Brief

französische Noten.....

16,415

16,475

Holländische Noten ......

167,91

168,59

Italienische Noten ......

22,03

22,11

Norwegische Noten......

111,45

111,89

Deutsch Ocstcrr-, ä ioo Kronen

58,94

59,18

Rumänische Noten......

2,48

2,50

Schwedische Noten ......

112,10

112,54

80,76

61,78

Tschechoslowakische Noten ..

12,37

12,43

Ungarische Noten.......

73,04

73,34

12. September

13. September

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld 1

Briet

Geld

Brief

Ürnft.» Rott.

168,21

168,55

168,16

168.50

Buen.-AireS

1,761

1,765

1,759

1,763

Brss.-Antw-

58,335

58,455

58,315

58.435

Chrisiiania.

111,74

111,96

111,71

111,93

Kopenhagen

111,74

111,96

111,72

111,94

Stockholm -

112,40

10,545

112,62

112,36

112,58

Helüngfors.

10,565

10,541

10,561

Italien. . .

21,955

21,995

21,945

21,985

London. . .

20,347

20,387

20,341

20,381

Ncuyork ..

4,198

4.206

4,197

4,205

Paris....

Schweiz ..

16,42

16,46

16,21

16,45

80,84

81,00

80,81

80,97

Spanien. .

61,89

62,09

61,87

61,99

Japan . .. Rio de Jan. Men in D->

1,966

1,970

1,962

1,966

0,597

0,499

0,4965

0,4985

Qest. abgeft.

59,09

59,21

59,075

59,195

Prag - - - Belgrad . .

12,423

12,443

12,419

12.439

7,371

7,385

7,378

7.392

Budapest. .

73,22

73,36

73,21

73,35

Bulgarien.

3,037

3,043

3,035

3,041

Lissabon

18,77

18,81

18,76

18,80

Danzig. . .

Konstantin.

81,32

81.48

81.29

81,45

2,014

2,018

2,012

2,016

Athen. . .

5,425

5,435

5,425

5,435

Canada . .

4.171

4,179

4.168

4,176

Uruguay. .

4,066

4,074

4,096

4.104

Cairo . . .

20,865

20,905

20,866

20,906

St«!

Am

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