tung von Pfarrer Lic. Waas, der auch die Ansprache hielt. Der neugebildete Frauenchor trug zwei schöne Lieder vor, die reichen Beifall ernteten. Auch für die Jugend war durch Aufführung inehrerer Kinderspiele gesorgt. Die Unterhaltungsmusik stellte der Frankfurter Rundfunk.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
V Mainzlar, 12. Sept. Während infolge der geringen Riederschlagsmengen in diesem Jahre bei vielen Wasserleitungen zum Teil erheblicher Wassermangel eingetreten ist, hat sich diese Tatsache bei den der Wassergenossen» schäft „Gluck auf" angeschlossenen Gemeinden bis jetzt noch nicht bemerkbar gemacht. Allerdings haben die in der Gemarkung Allen- dorf a. d. Lda. gelegenen Quellen nachgelassen, doch ist diesem Mangel schon vor einigen Jahren durch Kauf und Fassung einer Quelle in der Gemarkung Mainzlar vollständig gesteuert worden. Aus dieser Quelle werden in diesem Sommer schon die drei angeschlossenen Gemeinden Lollar, Mainzlar und Staufenberg zum größten Teile allein versorgt: allerdings muß das Wasser durch Motorantrieb in die Hochbehälter gepumpt werden. Da die Verbindung nach der Hauptleitung aus nur einer Zuleitung besteht und diese in dem zum Teil sumpfigen Gelände oft Rohrbrüchen ausgesetzt ist, will die Genossenschaft demnächst noch eine Reserveleitung bauen lassen, zumal die technischen Einrichtungen auf der Pumpstation vorhanden sind. Diesen Beschluß kann man nur begrüßen, da bei einer evtl, eintretenden Storung die Gemeinden vollkommen ohne Wasser wären. A
s. Lich, 11. Sept. Unter Leitung von Schulrat D e n z e r (Darmstadt) wird im hiesigen Schulhaus ein dreitägiger Kursus über „Raumlehre auf werktätiger Grundlag e" für die Lehrer von Volksschuloberklassen veranstaltet. Der Lehrgang wurde durch Kreisschulrat Kinkel eröffnet. Es nehmen 39 Lehrer daran teil. Der auf diesem Gebiete führende Schulmann Denzer erläuterte zunächst theoretisch die neue Grundlage, die er der Geometrie gibt und zeigte dann an praktischen Hebungen, wie sich anschaulich, oft sogar spielend, geometrische Verhältnisse und Beziehungen finden lassen.
Kreis Friedberg.
pb. Butzbach, 12. Sept. Einer der wenigen hier noch lebenden Veteranen von 1870/71, 2llt- veteran Iohs. Luft, ein geborener Dreun» geshainer, beging am vergangenen Samstag seinen 8 0. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurden ihm durch das Bureau des Herrn Reichspräsidenten Glückwünsche und kameradschaftliche Grüße unter gleichzeitiger Hebersendung eines Tilöes des Reichspräsidenten mit Unterschrift übermittelt. Altveteran Luft hat den Feldzug beim 2. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. (dem späteren Jnf.-Rgl. Rr. 116) mitgemacht und erfreut sich noch ganz guter Gesundheit. — Der heutige Schweinemarkt war sehr stark befahren. Der Auftrieb betrug 742 Stück. Das Geschäft war äußerst lebhaft. Es wurden gezahlt für Ferkel bis 6 Wochen 35 bis 38 Mk., von 6 bis 8 Wochen 40 bis 42 Mk., von 8 Wochen und darüber 48 bis 50 Mk. Der Markt wurde bis auf einen geringen Heberstand geräumt.
Kreis Alsfeld.
-er. Homberg a. d. Ohm, 12. Sept. Unsere Landwirte sind nunmehr zum Ausmachen der Kartoffeln übergegangen. Ueberall sieht man auf den Siedern Kartoffelsäcke stehen. Soweit sich schon jetzt ein Ueberblick über den Ertrag gewinnen läßt, ist mit einer OK i 11 eiern t c zu rechnen. Hoffentlich wird die fehlende Quantität durch die vorzügliche Qualität reichlich erseht.
= Ober-Ohmen, 12. Sept. Mit dem Abschluß der diesjährigen Weideperiode verschwindet in unserem Dorfe, gemäß einem Beschlüsse der jüngsten Gemeinderatssihung, die Schafherde. Infolge der fortschreitenden Intensivierung der Landwirtschaft standen ausreichende Weideflächen nicht mehr zur Verfügung, so daß sich die Bestände der Schafe merklich verringerten. Hierdurch bedingt und durch den Umstand, daß die Preise für den Pferch infolge der vermehrten Kunstdüngeranwendustg stark zurückgingen, ergab sich für die Gemeindeschäferei in den letzten Jahren eine ft a r f e Unterbilanz.
Gtarkenburg.
WSN. Darmstadt, 12. Sept. Gestern mittag wurde die Berufsfeuerwehr nach der Firma Bahn- bedarf A.-G. in der Blumenthalstraße gerufen, wo Oroßfeuer ausgebrochen war. Als die Wehr
anrückte, stand derDachstuhlderSchrauben- fabrik in Hellen Flammen. Es bedurfte anstrengender Arbeit mit mehreren Schlauchleitungen, um den Brand auf seinen Herd zu beschränken und die angrenzenden Montage- und Waggonhallen vor einem liebergreifen des Feuers zu schützen. Die Ursache des Brandes dürfte in Kurzschluß der elektrischen Starkstromleitung zu suchen sein.
Preußen.
Kreis Biedenkopf.
X Hartenrod, 12. Sept. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Turnverein sein diesjähriges Ab - und Schauturnen. Während in den letzten Jahren bei solchen Gelegenheiten der Wettergott des Himmels Schleusen weit öffnete, machte er dieses Mal eine Ausnahme, und so konnten bei schönstem Wetter auf dem alten Schulhofe die Hebungen stattfinden. Eine stattliche Zahl von Tumfreunden hatte sich als Zuschauer eingefunden und zollte den mancherlei Darbietungen ungeteilten Beifall. Diese bestanden in Geräteübungen an Reck und Darren, von denen einige ob ihrer Schwierigkeit als erstklassig bezeichnet werden konnten. Die Damen
riege, leider etwas knapp vertreten, führte exakte Stabübungen und Keulenschwingen vor, ebenso beteiligte sie sich am Darren uni) brachte wohlgelungene Volkstänze mit Gesang zur Schau. Ganz besonders interessierten die Kleinen, Schulbuben von 8—13 Jahren, welche zum ersten Male unter der tüchtigen Leitung des Damenriegen- fühvers Karl Rink ganz nette Leistungen bei den Freiübungen und am Reck und Darren vollführten. Es ist nur schade, daß ein großer Teil der Jugend beiderlei Geschlechts der edlen Tum- und Sportsache abseits steht, es wäre bei gutem Willen bei regerer Deteiligung aus unferm strebsamen Turnverein noch manches herauszuholen. Besondere Anerkennung gebührt dem Vorstände des Vereins, der unter der langbewährten Führung seines Vorsitzenden Otto Fuchs unbeirrt den Weg zur Hebung der Jugendkräfte fortschreitet. Dem Turnverein hat sich seit Wochen eine Handballmannschaft angeschlossen, die durch ihve bisherigen Spiele zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Abends fand im Vereins- lokale bei Musik, Tanz und heiterer Unterhaltung die wohlgelungene Veranstaltung ihren Ab- schluH.
Wirtschaft.
Rückgang der Spartätigkeit.
Die Spartätigkeit der Bevölkerung, soweit sie in den Zahlen der Sparkassen zum Ausdruck kommt, hat im ersteü Halbjahr d. I. beträchtlich abgenommen. Die Einzahlungsüberschüsse bei den Sparkassen, d. h. die Heberschüsse der Einzahlungen über die Auszahlungen, blieben nach den Berechnungen des Instituts für Konjunkturforschung im ersten Halbjahr 1929 um etwa 20 Proz. hinter denen des e-rsten Halbjahres 1 9 28 zurück. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, weil normalerweise die Spartätigkeit bei den Sparkassen gerade in Zeiten gedrückter Konjunkturlage anzusteigen pflegt, während sie in Zeiten des Konjunkturaufschwungs und der Hochkonjunktur abnimmt. Die Entwicklung ist aber noch aus einem anderen Grunde auffallend, nämlich deswegen, weil im ersten Halbjahr 1929 eine Steigerung des Gesamteinkommens eingetreten ist. Das Institut für Konjunkturforschung führt diese Besonderheit der Spareinnahmenentwicklung aus die Besonderheiten der Wirtschaftslage im ersten Halbjahr 1929 zurück. Einmal hat die Witterung im Winter die Verwendung der Einkommen tiefgreifend verändert, außerdem hat zeitweise das mit dem Steigen der Devisenkurse beeinträchtigte Vertrauen in die Mark zu einer Zurückhaltung im Zufluß von Spargeldern geführt. Dies scheint ein sehr wesentlicher Grund zu sein, denn man muß sich an die während der Pariser Reparationsverhandlungen durch den Rückgang des Mark- Kurses eingetretene Panik erinnern, die leider unberechtigterweise dazu geführt hat, daß beispielsweise von Süddeutschland erhebliche Spargelder zur Anlage in die Schweiz gewandert sind. Es kommt hinzu, daß seinerzeit infolge der geschilderten Umstände nicht nur der Zugang neuer Spargelder bei den deutschen Kreditinstituten gelitten hat, sondern daß auch starke Abzüge von Spargeldern eingetreten sind, die natürlich den Betrag der Ein- zahlungsüberschüsse genau so vermindert haben. In den einzelnen Teilen des Reiches war die Entwicklung der Spartätigkeit von 1928 auf 1929 nicht einheitlich. Während im Reichsdurchschnitt die Einzahlungsüberschüsse einen Rückgang um rund 20 Proz. erfahren haben, ist in einzelnen Gebieten, so in den Regierungsbezirken Stade, Aurich, Osnabrück u. a. sogar eine Zunahme eingetreten. Diese Feststellung des Instituts für Konjunkturforschung bestätigt die oben wieder- gegebene Behauptung.
Trotz dieses Rückganges der Cinzahlungsüber- schüsse waren die Sparkassen in der Lage, im ersten Halbjahr 1929 13 Proz. mehr langfristige Kredite zu gewähren, als im ersten Halbjahr 1928, was um so beachtlicher ist, als die Dodenkredit-Jnstitute mit der zunehmenden Einengung des Kapitalmarktes im Jahre 1929 die Ausschüttung langfristiger Kredite stark einschränken mußten. Freilich war es den Sparkassen angesichts des Rückganges im Zustrom der Aus- landgelder nur dadurch möglich, die Gewährung langfristiger Kredite aufzunehmen, daß sie einen steigenden Anteil ihrer Mittel in Form langfristiger Kredite angelegt haben. 3n den nächsten Monaten dürfte die Möglichkeit der Gewährung langfristiger Kredite durch die Sparkassen in den Gebieten am stärksten sein, in denen die
Sparkassen bisher nur einen verhältnismäßig geringen Teil ihrer Mittel langfristig ausgeliehen haben.
*
* Großkraftwerk Mannheim, A. - G., Mannheim. Die gestrige Generalversammlung hatte über die Genehmigung der Bilanz per 31. März 1929 und über die Erhöhung des Aktienkapitals von vier auf sechs Millionen Mark durch die Ausgabe von neuen Stammaktien zu pari zu beschließen. Die Beschlüsse wurden unter Enthaltung der Stimme der Reckarwerke gefaßt. Bekanntlich beteiligen sich die Reckarwerke und das Badenwerk, A.-G., nicht an dieser Kapitals- erhöhung. Es ändert sich dadurch die Quote wie folgt: Stadt Mannheim und Pfalzwerke besitzen nunmehr 2 205 000 Mark gleich 36,75 Prozent gegen bisher 30,125 Prozent, das Dadenwerk behält seinen Anteil mit 1 040 000 Mark bet, seine Quote vermindert sich um 26,0 Prozent auf 17,33 Prozent. Die Reckar-A.-G. behält 550 000 Mark, die Quote vermindert sich auf 9,17 Prozent. Die Bilanz wurde einstimmig genehmigt. Der Stromverkauf ist von 176,59 Mille auf 195,19 Mille Kilowattstunden gestiegen, die Eigenerzeugung von 135,86 Mille auf 165,5 Mille Kilowattstunden. Der Reingewinn hat sich nach Zuweisung von 652123 Mark (i. V. 593 265 Mark) auf 256 428 (L V. 195 721) Mark erhöht, wobei allerdings zu bemerken ist, daß die Gesellschaft nunmehr mit einem Stammkapital von vier gegenüber bisher zwei Millionen Mark arbeitet. Die Gewinnverteilung wird wie im Vorjahr vorgenommen. Die Vorzugsaktien Lit. A. erhalten 10 Prozent, die Vorzugsaktien Lit. B. 15 Prozent, die Stammaktien 7 Prozent Dividende. Dem Wohlfahrtsfonds werden 40 000 Mark überwiesen. Auf neue Rechnung werden 8207 Mark vorgetragen.
* Farbwerke fRasquin A.-G., Köln. Soweit die Anschlußarbeiten erkennen lassen, ist mit einer Dividende wie im Vorjahr (5 v. H.) zu rechnen. Die Bilanz- und Aufsichtsratssitzung findet Mitte Oktober statt. Das Werk ist weiter zufriedenstellend beschäftigt.
* 8 proz. BerlinerSchatzanweisungen. Die Zeichnungsfrist auf die 8proz. Berliner Schatzanwelsungen läuft heute ab. Wie der WTB.-Han- delsdienst von beteiligter Bankseite hört, war das Interesse für die Emission recht lebhaft, wenn auch, wie von vornherein zu erwarten war, der ganze aufgelegte Betrag von 40 Millionen Mark nicht voll abgesetzt wurde. Der fest übernommene Teil der Schatzanweisungen wurde bereits in den ersten Tagen der Zeichnungsfrist untergebracht, und darüber hinaus ist ein erheblicher Betrag verkauft worden. Da die Banken mit einem solchen Ergebnis rechneten, haben sie schon beim Abschluß des Ernis- fionsvertrages sich die Ausübung einer Option auf die nicht abgesetzte Summe bis Ende des Jahres vorbehalten. Die Banken hoffen, noch im Laufe der nächsten Woche, namentlich während der bevorstehenden Quartalstermine, größere Posten absetzen zu können.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 13. Sept. Tendenz
schwach. — Die schon gestern abend eingetretene Verstimmung, veranlaßt durch Abgaben in Mannesmann-Aktien, verschärfte sich zu Beginn der heutigen Börse in weiterem Maße.
Die Spekulation schritt zu Abgaben, btt auH noch andere Momente hinzukamen, die einen nachteiligen Eindruck hinterließen. Dor allem war man verstimmt über die wieder schwache gestrige Reuyorker Börse und über den unbefriedigenden Bericht des Kohlensyndikats. Auch die Arbeiterentlassungen bei denVereinigten Stahlwerken drückte auf die Stimmung, jedoch tourben Montanwerte im großen und ganzen nicht besonders hiervon berührt. Es machte sich im Gegenteil eine gewisse Widerstandsfähigkeit für diese Werte bemerkbar. Die Kurse waren hier im allgemeinen nur ganz wenig verändert. Sonst gingen die Verluste gegenüber der gestrigen Abendbörse bis zu 3 v. H. In Glanzstoff kam wieder Material in etwas größerem Umfange an den Markt, bei Kursrückgängen bis zu 4 v. H., und die Hoffnung, daß hier eine Beruhigung, wie in den letzten Tagen, eingetreten sei, war zunichte gemacht. Auch I. - G. - Farben hatten unter der veränderten Lage wieder stärker zu leiden. Hier trat ein Verlust zur ersten Rotiz bis zu 2.5 v. H. ein. Am Clektromarkt büßten Chade 3 Mk., Siemens 3 b. Sy, Schuckert 2,5 v. H., Gesfürel 1,75 v. H. und Felten 1 v. Sy ein. AEG. blieben knapp gehalten. Besonders schwache Veranlagung wiesen noch Deutsche Linoleum mit minus 3,5 v. Sy auf. Zellstoffwerte minus 3 v. H. Danken lagen 1 v. H. schwächer. Gut behauptet eröffneten Zement Heidelberg, Wayß & Freitag und Süddeutsche Zucker. Renten still. Reubesihanleihe leicht gedrückt. Im Verlaufe traten auf Rückdeckungen von Seiten der Kulisse kleine Erholungen ein, doch wurde das Geschäft später wieder still, da der Ordermangel stärker auf die Stimmung drückte, so daß eine Unsicherheit unverkennbar war. Die Kurse bewegten sich jedoch aus dem Anfangsniveau. Rur Mannesmann waren weiter stärker angeboten und erneut schwächer. Die Erklärung von Verwaltungsseite machte keinen Eindruck. Auch Glanzstoff angeboten und unter Druck eines Daissevorstoßes weiter schwächer und erneut minus 4 v. H. Am Geldmarkt war Tygesgeld mit 7 v. H. etwas gesuchter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2007, gegen Pfund 20,306. London gegen Kabel 4,8470, gegen Paris 123,90. gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 32,86, gegen Holland 12,0925.
Berliner Börse.
Berlin, 13. Sept. Schon im Vormittags- Verkehr war die Stimmung unsicher, und die Kurse gingen unter das gestrige Schlußniveau zurück. Die Börse blieb bei weiterer Umsatzlosigkeit schwach, und her offizielle Beginn brachte darüber hinaus noch stärkere Verluste. Die Stimmung war heute von einigen ungünstigen Momenten beeinflußt. Die Spekulation schritt trotz der an sich schon kleinen Positionen noch zu Realisationen, vereinzelt wohl auch zu Blankoabgaben, so daß bei der geringen Aufnahmefähigkeit der Börse die Kurse um 1 bis 3 Prozent, zum Teil auch bis 5 Prozent zurückgingen. Vor allem verstimmten der schwache Schluß der gestrigen Reuyorker Börse und das starke Ansteigen der Makler-Darlehen dort, die jetzt eine Höchstgrenze erreicht haben, der Jahresbericht des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats, der die Lage ziemlich pessimistisch beurteilt, der Rückgang der Roheisenförderung im August, die Arbeiterentlassungen bei den Vereinigten Stahlwerken und das Anhalten des Denzin- preiskampfes. Auch das Ergebnis der Berliner Stadtanleihe trug zur Verstimmung bei, ebenso eine Mitteilung, nach der die Höhe der deutschen Anleihen in den Vereinigten Staaten eine Milliarde 158 Millionen Dollar betragen soll. J.°G.°Farben lagen wieder bei größerem Angebot ca. 3 Proz. schwächer. Kaliwerte verloren trotz des weiteren Anziehens der Kalikuxe bis zu 4 Proz. Elektrowerte lagen durchweg schwach. Montanwerte gingen bei kleinem Geschäft stärker zurück. Die Verwaltungserklärung von Mannesmann blieb ohne Eindruck, der Abschluß der Maximilianshütte konnte ebenfalls keinen befriedigenden Eindruck machen. Sehr schwach lagen Kunstseidenwerte, bei denen geringe Rachfrage nach Kunstseide die Spekulation zu Abgaben veranlaßte. Don anderen Werten lagen noch Deutsche Linoleum und Polyphon bis 5 Prozent niedriger. Reubesihanleihe lagen schwächer. Ausländer waren uneinheitlich. Der Pfandbriefmarkt war eher schwächer. Am Geldmarkt war die Situation kurz vor Medio angespannter. Tagesgeld stellte sich auf 6 bis 8,5 Prozent, Monats- geld auf 9 bis 11,5 Proz., Warenwechsel auf 7,60 Prozent und darüber. Rach den ersten Kursen setzte sich auf Deckungen der Svekulation eine leichte Erholung durch, später neigten die Kurse aber meist wieder zur Schwäche. Glanzstoff gingen erneut 4 Proz. und Demberg und Polyphon um je 2 Proz. zurück. ,
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß-!
Kurs |
l-Uhr Kurs
Schluß-!
Kurs |
Anfang. Kure
Datum
12.9.
13.9.
12 9.
13.9.
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87,5
—
87,5
—
Dl. Aul.-Ablö,..Schuld mit AuS- lol.-Rechten.........
53,4
53,4
53,4
53,5
ohne 8Iu6lo|..fRc<f)tc . . .
7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. unkündbar bis 1932......
10,4
10,13
10,4
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<y,% Rheinische Hyp.-Bank LIqu - Aoldps............
78,25
_
—
_
61.15.19. abfl. Borkriegö-Obligation..
rückzahlbar 1932 ......
88,5
—
—
—
4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. . .
99,25
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—
—-
4% Lcslerrcichische Goldrte.. . .
28,75
—
28,65
4,20% Ccltetr. Silberne.....
2,35
—
2,5
—
4% Leslerreich. einheitl. Rte .
_
_—
4% Ungarische Äoldrle.....
22,5
22,9
22,5
22,5
4% Ungarische Siaatsr. v. 1910
4%% bcegl von 1913.....
19,9
—
—
21,9
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4% Ungarische Kroncnrle.. . .
i,675
1,65
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4"„ Türk. Zollanleihe v. 1911 .
7,4
7,25
7,3
4% linkische Aagdadbahn-Anl..
Serie I...........
7,2
7,25
4% dcrgl. Serie II.......
7,15
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7,3
7,4
Rumänen converi. Rte. . . .
7,45
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7.45
4 Yt% Rumänen Aoldanl. von 1913
14,75
—
15
—
ANg. Deutsche Eisenbahn . . 4% Hamburg-Amerika Paket ... 7 Hamb -Südom. Dampssch. . . 8
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116,75
117,5
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—
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Hansa Dampsschiss.....10
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Norddeutscher Lloyd.....8
10,25
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Allg. Deutsche Creditanst. . . 10
124
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Barmer Bankverein .... 10
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125
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Berliner HandelSgescUsch. . . 12
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Commerz« und Privat-Bank . 11
176
175,25
176
175,25
Dacmsi. u. Nationalbant . . 12
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Deutsche Bank......1°
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Diskonto-Geiellschast 2InL . . 10
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Dresdner Bant......1°
156,5
155,5
157
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—
—
292
—
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290,5
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß- KurS
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Kurs
Schluß- Kurs
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Datum
12.9.
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12.9.
13.9.
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224
Lleklr. Lieferungen. .
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Licht und Kraft . . .
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Bereinigte Stahl». . Otavi Minen . . . .
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Banknoten.
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß- Kurs
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Schluß- Kurs
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Datum
12.9.
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Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer <Bai......
Daimler Motoren . . . . Deutsche Maschinen-Fabrik Adlcroerke Klover ....
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Ludw. Loews . . . Rat. Automobil . . Orenstein & Koppel Leonhard Tietz . . Bamag-Meguia . . Franks. Maschinen . Gritzner.....
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Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin, 12. September
Geld
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Holländische Noten ......
167,91
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Italienische Noten ......
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Norwegische Noten......
111,45
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Rumänische Noten......
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2,50
Schwedische Noten ......
112,10
112,54
80,76
61,78
Tschechoslowakische Noten ..
12,37
12,43
Ungarische Noten.......
73,04
73,34
12. September
13. September
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld 1
Briet
Geld
Brief
Ürnft.» Rott.
168,21
168,55
168,16
168.50
Buen.-AireS
1,761
1,765
1,759
1,763
Brss.-Antw-
58,335
58,455
58,315
58.435
Chrisiiania.
111,74
111,96
111,71
111,93
Kopenhagen
111,74
111,96
111,72
111,94
Stockholm -
112,40
10,545
112,62
112,36
112,58
Helüngfors.
10,565
10,541
10,561
Italien. . .
21,955
21,995
21,945
21,985
London. . .
20,347
20,387
20,341
20,381
Ncuyork ..
4,198
4.206
4,197
4,205
Paris....
Schweiz ..
16,42
16,46
16,21
16,45
80,84
81,00
80,81
80,97
Spanien. .
61,89
62,09
61,87
61,99
Japan . .. Rio de Jan. Men in D->
1,966
1,970
1,962
1,966
0,597
0,499
0,4965
0,4985
Qest. abgeft.
59,09
59,21
59,075
59,195
Prag - - - Belgrad . .
12,423
12,443
12,419
12.439
7,371
7,385
7,378
7.392
Budapest. .
73,22
73,36
73,21
73,35
Bulgarien.
3,037
3,043
3,035
3,041
Lissabon
18,77
18,81
18,76
18,80
Danzig. . .
Konstantin.
81,32
81.48
81.29
81,45
2,014
2,018
2,012
2,016
Athen. . .
5,425
5,435
5,425
5,435
Canada . .
4.171
4,179
4.168
4,176
Uruguay. .
4,066
4,074
4,096
4.104
Cairo . . .
20,865
20,905
20,866
20,906
St«!
Am
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