stark angegriffen morden, aber es konnte nicht umhin, seinen für richtig erkannten Weg — do- allem auch im Interesse der Arbeitnehmerschaft selbst — weiterzugehen, selbstverständlich ohne irgendwie bei den einzelnen Fällen zu schematisieren. Diese Angelegen, heit war auch Verhandlungsgegenstand einer bcson. deren geschäftsführenden Ausschußsitzung. Inzwischen kann festgestellt werden, daß auch die Spruchkammern in den Berufsunfällen dem eingenommenen Standpunkt des Arbeitsamts in dieser überaus wichtigen Frage grundsätzlich zugestimmt haben.
Das Schlußwort.
Die Arbeit im geschäftsführenden Ausschuß mit der Leitung des Arbeitsamts Gießen war eine überaus harmonische. Arbeitgeber-, Arbeitnehmer- und Be- härdenoertrctcr haben ihr Bestes hergegeben, um jeweils immer nur der Sache zu dienen; alle Beschlüsse von maßgeblicher Bedeutung wurden einstimmig gefaßt. Auch an dieser Stelle sei daher noch einmal ganz besonders den Herren vom geschäftsführenden Ausschuß der Dank ausgesprochen für ihre Mitarbeit.
Mit diese- Bericht schließt das Arbeitsamt Gießen die Tätigkeit während des ersten Halbjahres feines Bestehens ab. Es ist sich wohl bewußt, daß im Bezirk noch manches zu bereinigen und zu verbessern ist. Diese Aufgabe kann ihm nur gelingen, wenn alle beteiligten Kreise unter Hintansetzung persönlicher Interessen in dem Bestreben Mitarbeiten, dem Ge- samtwohl zu dienen. Hierzu rufen wir alle, die guten Willens find, aus.
Wirtschaft.
Dresdner Bank A. <S.
Auch die der Dresdner Bank brachte die übliche Debatte zwischen dem Ange-- stelltenvertreter und der Verwaltung. Der Antrag auf Zahlung einer Gratifikation wurde gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt. Zur Reservenpolitik bemerkte die Verwaltung u. a., daß stille Reserven vorhanden feien, deren Beurteilung jedoch bei der Unübersichtlichkeit der Lage außerordentlich schwierig fei. Zur Geschäftslage wurde von der Verwaltung eine längere Erklä- rung abgegeben und u. a. ausgeführt: Der Geschäftsgang hat im neuen Jahre gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres keine wesentliche Veränderung erfahren. Das Effektengeschäft liegt nach wie vor sehr still; die Kreditnachfrage hält an. Ein günstiger bzw. erträglicher Abschluß der Pariser Reparationskonferenz würde einen guten Einfluß auf die Geschäftstätigkeit haben. 3m übrigen wendet sich die Erllärung gegen den Vorwurf, daß die Großbanken an den hohen Kreditkosten schuld seien. Der einzige Grund hierfür sei die in Deutschland herrschende Kapitalnot. Dazu kämen die hohen Lasten der Wirtschaft.
*
* Erhöhte Pr oduktions- und Um* satzziffern des Stahlvereins. Die Produktion im zweiten Geschäftsquartal der Vereinigten Stahlwerke in den wichtigsten Erzeugnissen stellt sich im Vergleich zu dem vorher- gehenöen. Vierteljahr wie folgt: Kohlen 6 838 320 (6 029 290) Tonnen, Koks 2 431 578 (1856 839), Roheisen 1 660 403 (947 942), Roh- stahl 1824733 (1016 961) Tonnen. Die Zahl der Arbeiter und Angestellten hat sich wie folgt entwickelt: Arbeiter insgesamt 171876 (167 343). Davon entfallen auf den Steinkohlenbergbau 83 731 (82 275). Angestellte insgesamt 15 282 (15 248). Der Umsatz mit Fremden belief sich im zweiten Quartal auf 353 639 675 Mk. (vorläufige Zahl). Davon entfallen auf Abnehmer im 3n* lande 223 548 891 Mr., im Auslande 130 090 784 (vorläufige Zahlen). Die entsprechenden Zahlen im ersten Quartal betragen (endgültige Zahlen) 275010 471 Mk., davon Abnehmer im Inland 180 697 213 Mk., im Ausland 94 313 258 Mk. 3n Den Zahlen ist der Umsatz zwischen den einzelnen Abteilungen der Vereinigten Stahlwerke und der Umsatz der zum Konzern gehörenden Beteiligungen nicht enthalten. Die spezifizierten Auftragsbestände der Hüttenwerke und Derfeinerungs- betriebe an Eisen- und Stahlerzeugnissen, die am 31. März in den Büchern der Vereinigten Stahlwerke standen, machen etwa 110 Proz. des entsprechenden Auftragsbestandes im Monatsdurchschnitt des Jahres 1927/28 aus.
* Die Kupferpreis c. Die wirtschaftliche Vereinigung deutscher Messingwerke teilt mit: Entsprechend der gesunkenen Kupferprcise wurden die Grundpreise für Messingbleche auf 207 Mark und für Messingstangen auf 183 Mark ab 11. April ermäßigt.
* Getreide-Kredit-A. -G., Mannheim. Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 15. Aprll einzuberufenden Generalversammlung eine ermäßigte Dividende von 8 (im Vorjahre 10)
Die Wresiaglmg des ReichsWemaies.
B e r l i n , 10. April. (W.T.B.) Der Reichs - kohlenrat hielt heute unter dem Vorsitz des Bergwerkdirektors v. Velsen eine Vollversammlung ab. Der Vorsitzende führte einleitend aus, der Steinkohlenbergbau sei im abgelaufenen 3ahre befriedigend beschäftigt gewesen; der E r f o l g sei aber ausgeblieben. Immer noch mache sich die Konkurrenz der englischen Kohle auf dem Weltmarkt geltend. Die Frage der Preise werde schließlich nur noch international geregelt werden können.
Dergwerksdirektor v. Velsen wurde zum ersten Vorsitzenden wiedergewählt. Auch der übrige Vorstand (Imbusch, Husemann, Dr. Silberberg) wurde wiedergewählt. Sodann gab der Geschäftsführer Berghauptmann B e n n h v l t den Bericht über
die Lage der Kohlenwirtschast.
Er stellte fest, daß sich die Lage für die Steinkohle im Berichtsjahre verschärft hat, während die Braunkohle Zeichen der Besserung zeige. Die Sorge um den deutschen Markt dürfe bei den Verhandlungen mit Polen nicht unterdrückt werden. Die schlesische Kohle habe im abgelaufenen Winter unter der Unzuverlässigkeit des Oderwasserweges zu leiden gehabt.
Der Absatz der Ruhrkohle sei in den letzten neun Monaten des Zahres 1928 unter den Absatz des Iohres 1927 gesunken. 3m Ruhr- rcoier seien 23 selbständige Schachtanlagen Opfer der llohlenkrlse geworden.
Die Kopfzahl dec Zechenbelegung im Ruhrbergbau sei von rund 443 000 im Jahre 1924 auf rund 359 000 im Jahre 1928 und weiter auf rund 343 000 zurückgegangen. Erfreulich sei die Abnahme der Unfälle. Die Koksherstellung sei durch den Bau neuer Koksöfen erheblich gesteigert worden, was auch zur Steigerung der deutschen Koksausfuhr, allerdings zum großen Teil auf Reparationstonto, geführt habe. Die Braunkohle habe ihren Konkurrenten, die Steinkohle, im Berichtsjahre zum ersten Male mit mehr als 5 Mill, t überflügelt.
Die deutsche Gesamtkohlenerzeugung des Jahres 1928, auf Steinkohle umgerechnet, betrug 188 Millionen Tonnen, eine knappe Million mehr als im Vorjahre und rund 20 Millionen Tonnen mehr, als Deutschland in seinen früheren Grenzen ohne die Saar erzeugt hat. Diese große Produktion ist im wesentlichen auch unter gebracht worden.
Der kahlenauhenhandel hat gegenüber dem Vorjahre eine wesentliche Verschlechterung erfahren. Die Gesamteinfuhr an kohlen und koks aus England ist etwa der Hälfte des letzten Vorkriegsjahres gleichgekommen, während sie 1927 erst etwa ein Drittel betrug. Die Ge
samtausfuhr deutscher kohle ist von 39 666 Millionen Tonnen auf 37,5 Millionen Tonnen im Berichtsjahre gesunken.
Der Geldwert des gesamten Auslandversandes einschließlich der Lieferungen auf Reparationskonto betrug 1928 rund 746 Millionen Mark, der Ueberschuß der Ausfuhr über die Einfuhr glatt 557 Millionen Mark. Die Lage des Weltkohlenmarktes muß nach wie vor als stark verworren bezeichnet werden. Die Einfuhr englischer Kohle nach Berlin betrug im Jahre 1928 8,31 Millionen Tonnen gegenüber 10,30 Millionen Tonnen im Jahre 1927 und 24,6 Millionen Tonnen im Jahre 1913. In den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres ist diese Einfuhr erfreulich zurückgegangen.
In der Aussprache wurde von Arbeitnehmerseite erllärt, es sei f a l s ch, die Lage des deutschen Kohlenbergbaues andauernd schwarz zu malen. Der Ruhrbergbau sei nicht im Absterben, sondern in kräftiger Entwicklung begriffen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete Diplomingenieur zur R e d d e n , dec Geschäftsführer der Technisch-Wirtschaftlichen Sachver- ständigenausschusse des Reichskohlenrates, über die Tätigkeit dieser Ausschüsse. Die Ausschüsse liehen bei ihren Beratungen niemals die große Linie und das Endziel aus den Augen: Höchste Sicherheit und Hygiene und besten Effekt mit geringstmöglichen Gesamtkosten der Gewinnung und des Verbrauches zu verbinden.
Beschlüsse.
Der Erneuerung des Rheinischen Kohlensyndikates auf 15 Jahre, desgleichen einer Anzahl Aenderungen des Rieder- schlesischen Kohlensyndikates stimmte der Reichskohlenrat zu. Ferner wurde dem Großen Ausschuß die Ermächtigung gegeben, zu Aenderungen der Satzung des Mitteldeutschen Draunkohlen- syndikates selbständig Stellung zu nehmen.
Bezüglich des 15-Tonnen-Dezugs soll auch in diesem Jahre wieder die Bekanntmachung in der alten Fassung erlassen werden.
Ueber einen Antrag der Vertreter des Kohlenhandels, in der diesjährigen Bekanntmachung einen Zusatz einzufügen, daß nur diejenigen Verbraucher Bczugsrechte geltend machen können, die mindestens eine Wagenladung von 15 Tonnen Brennstoff ab Werk, Umschlagsplatz oder Stapel» vlatz „für eigenen Verbrauch" aünehmen, ging man auf Antrag der Geschäftsführung zur Tagesordnung über.
Rach Genehmigung des Haushaltes und Entlastung der Geschäftsführung stimmte der Reichskohlenrat einer Anzahl von Mitgliedsveränderungen zu. Hierauf schloß der Vorsitzende die Vollversammlung.
Prozent auf das von 300 000 auf 425 000 Mk. erhöhte Aktienkapital vorzuschlagen.
Unveränderte Dividende bei Phönix. In der Aufsichtsratssitzung der Phönix-A.-G. für Bergbau und Huttenbetriebc, Düsseldorf, wurde beschossen, aus dem 15 147 101 Mark betragenden Reingewinn des Geschäftsjahres 1928,29 eine Dividende von wieder 6,5 Prozent auf das Aktienkapital von 205 Millionen Mark in Vorschlag zu bringen. Die Generalversammlung findet am 2. Mai statt.
* Preußische Bergwerks- und Hütte n - A. - G. In der Generalversammlung der „Preutzag", in der bekanntlich die preußischen Bergwerks- und Hüttenbetriebe zusammengefaht sind, wurde eine Gewinnausschüttung von 4 Mill. Mk., also die Verteilung einer Dividende von 4 Prozent, beschlossen. Der verbleibende Gewinn von 1 764 392 Mk. wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die schon seit längerer Zeit in Aussicht genommene Erhöhung des Grundkapitals um 40 Mill. Mk., also von 100 Mill. Mk. auf 140 Mill. Mk., wurde beschlossen. Die neuen Aktien werden sämtlich von der „Vereinigten Elektrizitäts- und Bergwerks-A.-G." (Debaf zu pari übernommen und gleich mit einem Viertel des Betrages eingezahlt.
* Die Preußische Central-Boden- kredit-Aktiengesellschaft zu Berlin hat bekanntlich von ihren 8proz. Central-Goldpfand- briefen vom Jahre 1928 und 8proz. Gold-Kom- munal-Schuldverschreibungen vom Jahre 1928 einen Teilbetrag von 8 000 000 bzw. 4 000 000 Goldmark zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Die Frist läuft, wie aus der im heutigen Blatte veröffentlichten Bekanntmachung ersichtlich, am Mittwoch, 17. April, ab. Bis dahin evtl, gilt
der Dorzugskurs von 97,50 bzw. 94 Proz. gegenüber den notierten Tageskursen von 98 und 94,50 Proz. Die Abnahme der zugeteilten Stücke kann nach Wahl der Zeichner bis Ende April geschehen.
^rantfuricr Börse.
Frankfurt a. M., 11. April. Tendenz: zurück- haltend. — Im Anschluß an die lustlose gestrige Abendbörse eröffnete der heutige Vormittagsverkehr in stiller Haltung. Die Spekulation verhielt sich reserviert und schritt eher noch zu Abgaben, so daß das Geschäft sehr klein war. Es ergaben sich zur ersten Dotierung verschiedentlich Abschwächungen, einige Spezialwerte hatten jedoch lebhafteres Geschäft, und diese Spezialbewegungen hatten eine freundlichere Stimmung zur Folge. In diesen Werten konnte sich ein recht lebhaftes Geschäft entwickeln, die übrigen Märkte wurden hiervon teilweise mitgezogen. Die Beilegung der Regierungskrise und der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Reiche wirkten stimulierend. Die Spekulation trat bei dieser Tatsache aus ihrer Zurückhaltung heraus und nahm verschiedentlich Deckungen vor. Auf der anderen Seite wurde die in letzter Zeit unsichere Reuyorker Börse kaum beachtet. Auch das Ausland beteiligte sich wieder in erheblicherem Maße am Geschäft, so daß, aber nur bei bevorzugten Werten, Besserungen bis zu 3 v.H. eintraten. Im Vordergründe des Interesses standen Kupferwerte. Bei lebhafterem Geschäft konnten diese Werte auf höhere Kupfermeldungen aus Loirdon um mehrere Prozent an- ziehen. (Mansfelder plus 5o.H., auch Otavi Minen gewannen im Zusammenhang hiermit 1,50 Mark.) Die Kaliaktien waren angeboten und bis 2,5 v. H. schwächer. Am Elektromarkt war die Kursgestaltung
uneinheitlich. Bis 2,5 o. H. schwacher eröffnetest Lahmeyer, Gesfürel und Bergmann. AEG., Ehade- Aktien und Schuckert dagegen gefragter und bis 1 o. H. bzw. 1 Mk. fester Siemens knapp behauptel. Auch für Zellstoff Waldhof bestand bei kleinem Gewinn auf höhere Dividendekombinationen weiteres Interesse. Lebhafter gefragt waren noch am Auto markt Daimler mit plus 2 v. H. Am Bankenmarkt Metallbank, wohl im Zusammenhang mit der Londoner Kupfererhöhung, 1 v. H. höher. Die übrigen Bankwerte waren angeboten und leicht gedrückt. Schisfahrtsaktien 0,75 o. H. niedriger. Don Kalipapieren waren Salzdetfurth auf Realisationen bis 2,5 o. H. abgeschwächt. Westeregeln weiter verlangt und bis 1,5 v. H. fester. Etwas gefragter waren noch Deutsche Linoleum und Dauunternehmungen. Renten still, nur von deutschen Anleihen Ablösung ohne Option gebessert. Im Verlause wurde das Geschäft auf Diskonterhöhungsgerüchte der Bank von England und der Reichsbank unsicher. Es wurde daraufhin sehr still und die Kulisse schritt zu Abgaben, so daß Rückgänge bis zu 3 v. H. eintraten.'-ffarben verloren 1,5 v. H., AEG. 2 v. H., Schuckert 3 v. H. und Siemens 5 o. H. Als ein unveränderter Diskontsatz von London gemeldet wurde, trat aber eine Beruhigung ein, doch blieb hinsichtlich einer Ber Üner Erhöhung Unsicherheit bestehen. Die Kurse konnten aber um Bruchteile eines Prozentes anziehen. Mansfelder auf Gewinnsicherungen leicht nachgebend. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar mit 4,2180 schwach, gegen Pfund 20,468, London gegen Kabel 4,8535, gegen Paris 124,24, gegen Mailand 92,83, gegen Madrid 32,70, gegen Holland 12,0998.
Berliner Börse.
Berlin, 11. April. Das Fehlen größerer Aufträge bei den Banken ließ im heutigen Vormittags« verkehr eine gewisse Unsicherheit erstehen, obwohl die vorliegenden Momente aus der Politik und der Wirtschaft eher günstig lauteten. Während der verstaute Schluß der gestrigen Reuyorker Börse weniger Beachtung fand, erhielt sich das Interesse für die Vorgänge am Devisenmärkte. Die Spekulation hatte schon gestern stärker realisiert und war auch heute eher nach unten eingestellt, da Ge rächte von einer bevorstehenden Diskonterhöhung der Reichsbank Verbreitung fanden. Man wollte bereits von einer Einberufung des Zentralausschusses wissen, doch schienen diese Gerüchte den Tatsachen vorauszueilen. In maßgebenden Kreisen hält man eine Erhöhung des Diskantes um 0,5 v. H. in absehbarer Zeit immerhin für möglich. Das Geschäft zu Beginn der Börse war klein, doch hatten nur die Hauptspekulations- Papiere etwas stärkere Rückgänge zu verzeichnen. Besonders schwach lagen Bemberg minus 7 v. H. und Salzdetfurth minus 5,5 v. H. Relativ feft eröffnete im Zusammenhang mit dem guten Abschluß bei Lindstrom der Polyphonmarkt (plus 4,25 v. H.). Auch Wiener Bankverein und Svenska konnten eine Mark bzw. zwei Mark und Vereinigte Elbe 2 v. H. gewinnen. Danatbank und Essener Steinkohle wurden exklusive Dividende gehandelt. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer wenig verändert. Mexikaner auf höhere amerikanische Notierungen fester. Auch Oesterreichisch-Ungarische Kronenrente etwas fragtet. Der Geldmarkt war unverändert. Rach den ersten Kursen zunächst überwiegend fester und in Spezialwerten (Polyphon, Metallbank, Spritwerte, Deutsche Linoleum) lebhafter, wurde es später auf erneute Diskontbefürchtungen ausgesprochen schwach, und die Kurse gingen, besonders bei den schwereren Papieren, bis zu 4 v. H. zurück. Relativ gut gehalten Berger und Kupferwerte. Später wieder etwas beruhigter.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 11. 2lpril. Der heutige Produktenmarkt verkehrte bei fast völliger ilmfafj- losigteit in schwächerer Haltung. Da aber kaum Geschäft zustande kam, konnte sich in der offiziellen Preisnotierung nichts ändern. Cs wurden notiert: Weizen 23,75 bis 24; Roggen 23; Sommergerste für Drauzwecke 24; inl. Hafer 24,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 23; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33 bis 33,50; Roggenmehl 30 bis 31; Weizenkleie 16,65 bis 16,75; Roggenkleie 14,75 Mk. Tendenz: schwächer.
Frankfurter Lchlachtvichmarkt.
Frankfurt a. M., 11. April. Auftrieb: 1096 Kälber, 93 Schafe, 735 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 75 bis 80 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 74; geringe Kälber 62 bis 69. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 72 bis 74; von etwa 160 bis 240 Pfund 72 bis 75; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 70 bis 73 Mk. — Marktverlauf: Schweine schleppend, ^leberstand. Kälber und Schafe mäßig-rege, ausverkauft.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuh 7,5 Prozent.
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Berlin
Frankfurt a M.
Berlin
(schlue- Äurs
l-Uh» Kure
Schlutz- Kurs
Anfang »uri
Schluß. Kurs
l-Uhr-
Schluß-!Ansang Kurs I Kurs
Datum
6% Dt. Retchsanlethe o. 1927 .
Tt. llnl^Ablös^Echuld mit AuL los^Rechten
DeSgl. ohne AuLlost-Rechte .
1% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. im- kündbar 615 1932. . .
V/t°/o Rheinische Hyp^Bank Stau.- Goldpf.
V.E.G. abg. BorkriegS-Obligatiou. rückzahlbar 1332
4% Schweiz. Bundekb^AnI.. 4% Oefterreichiiche Goldrte.. .
4,20% Oesterr. Sllberrte. . . . 4% Oesterreich, emheill. Nie. . . 4% Ungarische Goldrte.
4% Ungarische StaatLr. v. 1910 4’/i% desgl. von 1913
4% Ungarische Kroneurte.. . 4% Türk. Zollanleihe v. 1911 .
4% TüMche Bagdadbahn-Anl..
Serie I . . .
4% deSgl. Serie II .....
4% Rumänen convcrt. Rie. . . . 4%% Rumänen Goldanl. von 1913
MIg. Deutsche Eisenbahn . 4'/, Hamburg-Amerika Paket ... 8 Lamb.-Südam. Dampssch. . . 8
Hansa Dampfschiss ... 10
Norddeutscher Lloyd .... 8
Lüg. Deutsche Creditanst. . . 10 Barmer Bankverein . . 10
Berliner Handelsgesellsch. . 12
Commerz- und Privat-Bank ll Darmst. u. Nationalbank 12
Deutsche Bank . 10
DiSkonto-Gesellschast Ant.. . 10
Dresdner Bank ... 10
Mitteldeutsche Treditbauk. . . t Metallbank..... . . . 8
Neichibank ........ 12
10.4. Ö7,15
53,85 12,55
89
80,5
88,5
100,25
31,5
3
1,95
25
1,95 10,65
10,3 8,75
17,6
117 133,25 144.75
229
203
291 170,75 161.75
175
192
137 319,5
11.4.
12.6
122,13
116,25
202,5
161.25
174,5
138
318,25
104.
87,5
54
12,5
—
2,9
25
21,2
22,2
2
10,8
10,25
10,4
17/9
22,4
197
116,9
133
144,9
229,13
202,75
290,5
170,26
161,75
11 4.
54,1
12.5
•—
2,05
122,5
1974
116,75
132,75
145
227.5
202,25
278
170
161,25
Datum
A.E.G.. .........
Bergmaim.....
(Aektr. Lieferungen. .... 1"
Licht und Kraft . . .... 10
Selten & Guilleaume. .... 6 Ges. f. Elektr. Untern.. ... 10
Hamb. Elcktr. Werke .... 10 Rhein, lllektr.........!'
Schlei. Elektr........lu
Schuckert
Siemens & HalSlo ..... 12 Transradio ......... S Lahmeher & Co....... io
Buderus . . . .......
Deutsche ErdSl ....... 6
Essener Steinkohle......8
Gelsenkirchener ... f. V- I. 4 Harpener.......... 6 Hoesch Eisen. ........8 Ilse Bergbau ........8 stlücknerwerke ....... .7 Köln-Neuesten. .......9 ManneSmann..... 8
Mansfelder....... . 7
Oberschlei. Eiscnb. Bedarf... 5 Oberschics. KokSwerle.....6
Phönix Bergbau...... 6% Rheinische Braunkohlen... 10 Nheinstahl f. % Jahr *Vi
Riebcck Montan......7,2
Bereinigte Stahlw. ..... 6 Otavi Minen . ... .Leb
Kali Aschersleben ..... 10 Kaki Westeregeln. ..... 1C
Kaliwerk Salzdetfurth ... 1b
3- G. Färben-Industrie ... 12 Dynamit Nobel ....... r,
10-4.
180,25
232
223,25
143
237,5
260
402,5
178,5
127,75
134,5
139
217
110,25
121
134
96
296,5
128
93,5
250
255
388,5
254,5
11-4.
180,25 231
172
236
251 402
176
127,75
134.5
120
138,5
294 127,5
93,5
69 250 256 386
254,5
10-4.
1Ü0.4 231,75 172,75 224.5
144 237,5 148,65
173 216.5 251,65 403,75 158,5 177,75
78.75 128,13 134,25
135 138,75 127,5
217
110
127,5 121,25
134 90,75 108,25 96,25 296.25 128,5
149 93.25 67,9
249
255 387,5
254,75
120
91,75 96,25
11-4.
18iT
231,5
170
222
143 236,25 148,13
172
215.25
250,5
401,25
157,5
176
79 127,5 128,75
135
138,75
126
109,5 126,25
119,13
135
107,75 96,25
295,25
127
93,25 68,4
247.5
254
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254,13
175,25
136,5
320,25
174,5
319.25
Scheideanstalt. ...... ,9
Goldschmidt ........ 6
RütgerSwerko . ...... .6
Metallaeseltlchaft......li
91
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—
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Frankfurt a M.
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Berlin 10. April
Geld
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Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch.Oesterr-, äi00 Kronen
Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
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Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten ..
Ungarische Notell . . .
Devisenmarkt Berlin
Telegraphische
167455
168,71
22.05
112,03
59.04
2.495
112,18
81,12
63,11
12.42
73,25
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FöTsTS 169,39
22,13
112,47
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2.515
112.62
81,44
63.39 12,48 73.55
t a W.
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Datum
10.4-
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10-4.
114.
Philwv Hoizmcmn
Heidelberger Cement.... 10
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Schultheis Patzcnhoser ... 15 Ostwerst:.........1?
Bor. Glanzstoff......IS
Bemberg.........14
Zellstoff Waldhof.....12
Zellstoss «jchassenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ..."
Dessauer 8
Daimler Motoren......0
Deutsche Moschinen-Jobnk . - 0
Ludw. Loewc ....... 10 Nat. Automobil ....... 0
Ore allein 4 Koppel • .... 5 Leonhard Tietz . ...... 6 Bamag.Meguni ....... 0 Franks. Maschine« ...... 6 Gritzner . . ....... 11
Iunghans. . ....... .4
Lcchwerke. ......8
Moinkraftwerk» ....... 8
Miog. . . 10
Nelarsulmer ....... .8
PeterS Union ........ 8 Gebr. Roeder ...... 10
Boigl L Haessnrr......8
Südd. Zucker ........ S
Dank
128
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135,5 —
467
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61,75
52,5
65,5
88,9
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120
132
17
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114
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— 150
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53
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19
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316
263.25 463 352 277
118,13
217,5 63
56,9
223
96,5 302
131,5
10. April
11. Avril
vimiliche Neuerung (xietö i Brie*
Amtliche Notierung
Geld > Brie'
ÄIMl.-Nott. Bum-AireS Brff-.Antlv. Christiania. Kopenhagrn Stockholm - HelsingforS. Italien. . . Loudon. . . WenUort . . Paris.... Schweiz .. Spanien.
Japan . . . Rio be Jan- Wien in D-« Seil- abgcst Prag . . . . Skljrab . . Budapest. . Bul arien Lissabon . Danzig. . . Konst ntta. Athen. . . Canada Uni uav . Cairo ...
169,08 1,773
58,495 112,32 112,31 112.45
10,594 22.045 20,447 4,2130
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12,467
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81,71
2,073
5,455
4,183 4,198
20,975
169,42 1,777
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21,015
169,07 1.772
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10.593
22. -.9 20,45
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5,47
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3.053
18,89 81.99 2,080
5.48 4,192 4,194
21,017
Berlin, 10. April
(Selb
Brief
Ämerilamiche ‘.Roten.....
Belgische Noten ....... Dänische Noten ...... Englische Roten........
4,214
58,28
112,03
20,431
4,234
58,52
112,47
20,511


