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Die Ruhn'ndustrie lehnt -en young-plan ab

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Lösung der Reparationsfrage dar. Die im Langnam-Verein zusammengeschlossenen rheinisch- westsälischen Wirtschaftskreise lehnen daher die Verantwortung für die Möglichkeit der Erfüllung des Planes a b."

Entschließung

»Der Voung-Plan stellt eine und keine wirtschaftliche

Frankreich zu wirken. Jetzt ive la France!

soziale Fürsorge auf Ko st en der Ka­pitalbildung ein Widerspruch in stch

Lage zu bleiben.

Etwa 200 Verhaftungen.

Bukarest, 9. 3uli. (211. Funkspruch.) 2iS jetzt sind etwa 200 aktive und Reserve- Offiziere ins Militärgefängnis eingeliefert worden. Darunter befinden sich u. a. General Brosteanu, Oberst S t u r d z a. Oberst E t o i- c a. sowie zahlreiche andere hohe Offiziere. Ge­neral An gelesen, der Leiter der Bewegung, ist vorläufig mit Hausarrest bestraft worden. Die Regierung ist Herrin der Lage. 3m ganzen Lande herrscht Ruhe.

zwischen dem El rufe ich:Vive 1

werden für Reparationen Kapitalien heraus- gezerrt, um sie irgendwie an der Peripherie der wirtschaftlichen Kultur für wenig dringende . Zwecke anzulegen.

Allgemein ist ferner die Erkenntnis vorgedrun­gen, daß letzten Endes die breiten Massen der Bevölkerung die Last der Tribute zahlen müßten. Rachdem der Vortragende dann festgestellt hatte, daß die bisherigen Leistungen Deutschlandsm i n - bestens 40 b i s 50 Milliarden Reichs­mark betragen, erklärte er, der Dawesplan würde unter allen Umständen den Vorzug verdienen, freilich nur, wenn er gehalten tourte, wie er gedacht war. Während aber die Väter des Dawes-Planes immer wieder betont hät­ten, Deutschland könne nur mit einemWirt- schaftsüberschuß" aus seinerArbeitsleistung , wir durch einenExportüberschuß" bezahlen, hät­ten wir mit geborgten Devisen transferiert. 3n den Monaten April und Mai, als die deutsche Wirtschaft unmittelbar vor einer außerordentlich ernsten Krisis stand, erreichten die Dartrans- ferierungeN einen Rekord. Der Transferschuh des Dawcsplan hat, so fuhr ter Redner fort, infolge seiner praktischen Handhabung, woran wir leider durch unseren nicht rechtzeitigen Protest mit Schuld sind, jeden Sinn und Zweck verloren.

Der young-plan biekel uns das Recht, für den 660 Millionen übersteigenden Betrag ein zwei­jähriges Moratorium für die Transferierung und unter Umständen auch einen Aufbringungs- fchuh zu verlangen. Wichtiger ist, daß der

Putschversuch in Rumänien

Oer frühere Kronprinz im Spiele?

Freispruch im Benoit-Prozeß.

Paris, 8. Juli. MB.) Der Elsässer George Benoit, ter im Dezember vorigen Jahres auf den Generalstaatsanwalt im Kalmarer Prozeß, F a chot, mehrere Reoolverschüsse abgegeben hatte und sich deswegen vor dem Pariser Schwurgericht ver­antworten mußte, ist heute freigesprochen worden.

Am Schlüsse des Prozesses erhielt nach dem Plä­doyer des Verteidigers, der ein Bild ter Stimmung im Elsaß entwarf, der Angeklagte Benoit das letzte Wort, der erklärte:Ich bitte Herrn Fachot um Verzeihung für das, was ich ihm ange­tan habe. Entsprechend der Aufforderung, die er vor drei Tagen an mich richtete, verpflichte ich mich, im Elsaß für eine Annäherung

poung-plan einige Pfänder, Kontrollen, Sicher­heiten beseitigt. Damit wird uns zugleich das Recht gegeben, zu verlangen, daß endlich der letzte ausländische Soldat und das letzte aus­ländische Kontrollmitglied Deutschland und ins­besondere auch den rheinischen Boden verläßt. Trotz alledem: Die uns zugemuleten Lasten übersteigen bedeutend das, was di' deutsche Volkswirtschaft zu leisten in der Lage ist, ganz abgesehen von den grundsätzlichen Bedenken gegen die Reparationen überhaupt. Rehmen wir den young-plan an, werden wir uns abermals bemühen müssen, Unmögliches möglich zu machen.

Che wir daran denken, diesen Weg zu be­treten, müssen die Rheinlande völlig frei werden und wird auch das Saarpro­blem zu unserer Zufriedenheit geregelt werden müssen. Ohne Hilfe des Auslandes kann keine Rede davon sein, daß Deutschland in der nächsten absehbaren Zeit irgendwelche praktische Repa­rationspolitik erfolgreich zu betreiben vermag. Wir müssen in weitgehendem Maße mit lang- fristigen und ausländischen Anlei­hen zu angemessenen Zinsen rechnen. Wir brauchen nicht zu befürchten, daß dann, wenn diese Anleihen produktiv verwandt wer­den, unsere Versklavung an das Ausland sich noch verstärken muß: die ganze rheinisch-west­fälische Industrie führt ihren Aufbau in der Hauptsache letzten Endes auf fremdes Kapital zu­rück, das Belgien, Frankreeich England in ter Mitte des vorigen Jahrhunderts borgten. Schon bald konnten aber dann die Krücken des Aus­landes als überflüssig weggeworfen werden. Ohne diese Krücken hätte die deutsche Volkswirt­schaft nie so rasch gehen gelernt, wie es tatsächlich der Fall war. Daraus müssen wir auch für die Gegenwart lernen. Eine »brutale Spar­samkeit" im ösfentlichen wie im politischen Leben ist unerläßlich, aber auch noch man­ches andere: eine Steuerpolitik, die Rück­sicht darauf nimmt, daß auch im Interesse des Fiskus nichts so sehr erwünscht sein kann wie vermehrte Kapitalbildung, eine Han­delspolitik, die alle chre Maßnahmen auch die Bemessung ter Zollsätze, in den Dienst einer gesteigerten Produktivität stellt, eine Sozialpolitik, die begreift, daß

selbst ist.

Das deutsche Volk hat gezeigt, daß es auch Un­mögliches möglich machen kann, aber es liegt im Interesse der ganzen wett, daß mit der deutschen Zauberkraft kein Mißbrauch dadurch getrieben wird, daß man ihr zuviel zumutet.

Die Länder ter Welt dürfen nicht übersehen, daß dann, wenn Deutschland untergeht, wenn man den Dogen zu straff gespannt hat, unser Untergang gleichbedeutend wäre mit dem Unter­gang ter ganzen europäischen Herrlichkeit, und das würde auch für den amerikanischen Geld­beutel eine äußerst empfindliche Einbuße be­deuten.

Generaldirektor Or. Vogler erklärte dann u. a., er beabsichtige nicht, sich an dieser Stelle gegenüber den Anwürfen der Presse anläßlich seines Rücktritts aus ter Sach­verständigendelegation zu rechtfertigen. Der Red­ner ging dann näher auf den Sachverständigen­bericht ein. Die schwere Frage sei die An­nahme oder Ablehnung des Boung-Plans. Auch er sei ter Ansicht, daß in pari# nicht mehr hätte erreicht werten können, als geschehen ist. Das Ergebnis sei der deutschen Delegation zu danken, zu der er sich in diesem Falle nicht zäh­len könne, da er eine höhere Summe als .,1640 Millionen nicht hätte annehmen können. Es scheine ihm über das Derantwortungsvermögen

Aus aller Wett.

Ein neuer Ozeanflug.

Old Orchard (Maine), 8. 3uIL (WTB.) Die amerikanischen Flieger Vanzeh und W i l- l i a m s sind heute morgen um 8.49 Uhr Orte* zeit auf ihrem FlugzeugPathfinder" zum Transozeanflug nach Rom gestartet.

Reu York, 8. 3uli. (WTB.) Wie aus Old Orchard gemeldet wird, ist das Verkehrsflug­zeug, das dem nach Rom gestartetenPath­finder" kurze Zeit das Geleit gegeben hat, mit dem Bericht zurückgekehrt, daß die Rom- Flieger nach kurzer Zeit dir Höhe von 500

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Sufateff, 8. 3uli. (WB.) Rach amtlicher Mit­teilung des Innenministeriums wurden wegen V er- fchwvrung gegen die Staatsordnung oier Off liiere, darunter ein General des Ruhe­standes, verhaftet.

Die verhafteten Organisatoren ter Verschwörung gegen die Staatsordnung hatten im Laufe der vori­gen Woche ihre Anhänger zusammenberufen, von denen sie glaubten, daß sie bei der Vorbereitung der Ausrufung einer Militärdiktatur Mitwirken würden. An der Spitze der Aktion stand der pensionierte Oberst S t o i c a. Zwei der Teil­nehmer an der Beratung erstatteten am nächsten Tage dem Kriegsminister einen schriftlichen Bericht, und der Minister besprach die Angelegenheit mit dem Staatssekretär des Innern und dem polizeipräfek- ten. Diese ordneten darauf sofort die Verhaftung der Teilnehmer an der Aktion an und erstickten auf diese Weise die pläne im Keime. Die bisherigen Untersuchungen haben noch nicht ergeben, welche Kräfte hinter der Bewegung stehen. Rach den m der Hauptstadt umlaufenden Gerüchten ist auch dec General B r a st e a n u in die Angelegenheit ver­wickelt. Es heißt, daß die Verschwörer das Ziel ver­folgten, den ehemaligen Kronprinzen zu­rückzubringen. Das BlattEpoka", das einen Bericht über die Ereignisse brachte, wurde sofort nach seinem Erscheinen beschlagnahmt. Die heutigen Abendblätter veröffentlichen über das Ereignis nichts. Das Ministerium des Innern kündigt einen offiziellen Bericht an.

Ernste Lage?

Bukarest, 8. 3uli. (WTB.) Den rumäni­schen Zeitungen ist verboten worden, über die Ereignisse zu schreiben. Gegenüber dem von der Regierung ausgegebenen Communiquä wird aus anderer Quelle bekannt, daß die Bewegung doch viel ernster zu werten sei, als die Re­gierung sie darstelle. Das geht schon daraus hervor, daß auch diejenigen militäri­schen Kreise in die Bewegung verstrickt seien.

Düsseldorf, 8.3uli. (WTB.) Die Epitzen- organisation ter rheinisch-westfälischen Wirtschaft und ter Verein zur Wahrung ter Seinsamen wirtschaftlichen Interessen im Rhem- ) und in Westfalen hatten heute chre Mit­glieder und Freunde zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in die Tonhalle zu Düsseldorf eingeladen, um sie über die Ergeb­nisse ter Pariser Reparationskonfe- renz zu unterrichten und zu dieser Stellung zu nehmen. Zu ter Tagung fanden sich etwa 1200 Teilnehmer ein, darunter auch die Spitzen ter Reichs», Staats» und Kommunalbehorten, der Reichsbahn und R'eichspost sowie zahlreiche Vertreter ter Wissenschaft und Presse. Die führenden Männer der Wirtschaft waren fast ausnahmslos versammelt. Die Tagung erhielt ihre besondere Prägung durch die Anwesenheit ter deutschen Sachverständigen auf der Pariser Reparationskonferenz, Dr. D ö g l e r, Geh. Rat Kastl und Dr. Melchior. 3n ter Eroffnungs- ansprache brachte ter

Generaldirektor Paul Reusch von ter Gutehoffnungs-Hütte Oberhausen den Mitgliedern ter deutschen Delegation an der Reparationskonferenz für ihre hingebungsvolle Arbeit in Paris aufrichtigen und herzlichen Dank zum Ausdrucks Besonderen Dank sprach er Generaldirektor Dr. Dögler aus und bedauerte lebhaft die gehässigen Angriffe, denen Dr. Vog­ler nach seinem Austritt aus ter Delegation aus­gesetzt gewesen war. Dr. Schacht habe in München in einer großen Rete seine Stellung­nahme zum Voung-Plan bekannt gegeben und gleichzeitig ein politisches Glaubensbekenntnis ab­gelegt. Das deutsche Volk habe allen Grund, chm dafür zu danken. Lieber den Voung- P l a n machte er u. a. nachstehende Bemerkungen: Daß die Höhe der vorgesehenen Annuitäten für die deutsche Wirtschaft untragbar ist, haben sämtliche Sachverständigen zum Ausdruck ge­bracht. Kein verständiger Mensch glaubt daran, daß diese Annuitäten aus einem Ausfuhrüber­schuß aufgebracht werten können. Die Folge wird sein, daß, wenn der Voung-Plan in Kraft treten sollte, ein erschreckender Aus­verkauf der deutschen Wirtschaft ein­sehen wird. Von diesem Ausverkauf, ter bereits begonnen» hat, wird insbesondere die deutsche 3ndustrie betroffen werden. Ausländer werten einen erheblichen Teil ter deutschen 3ndustrie beherrschen.

Bei konsequenter Durchführung des young- planes würde das deutsche Volk bald aufhören, eine Ration zu sein. Deutschland würde zu einem geographischen Begriff herabsinken.

Die deutsche Wirtschaft hat aber nicht nur einen äußeren Feind, sie hat leider auch im 3nnern um ihre Existenz scharf zu kämpfen. 3mmer verhängnisvoller wirkt sich die Tatsache aus, daß man sich in Deutschland nur ganz unzureichend klar ist über die Schwere und die vernichtenden Wirkungen ter gewaltigen Be­lastung, die unsere Wirtschaft bedrückt. 3m3ahre 1929 beträgt die Gesamtmehrbeanspru­chung der deutschen Wirtschaft gegen­über dem Stand vom 1. 3anuar 1925 18,225 Milliarden Mark, dabei ist die Mehrbelastung der Wirtschaft durch erhöhte Schulden und Zins­verpflichtungen nicht berücksichtigt.

Der Herr Reichsminister hat am 14. April 1929 in Kiel gesagt: Verbilligung ter Produk­tion und Erhöhung der Kaufkraft der Massen sind unsere Ziele! Mit diesen Zielen können auch wir uns einverstanden erklären. .Die bis­herigen Maßnahmen unserer Regierung haben jedoch das erstere Ziel in keiner Weise erreicht. 3m Gegenteil: Die Erzeugung wurde ver­teuert, die Ausfuhr ist erschwert, der 3ndex ist gestiegen, die Arbeitslosigkeit hat zu­genommen.

Erfolgt im Rahmen unserer gesamten Wirt- schafts- und Sozialpolitik nicht bald eine grund­legende Umkehr, so muß ein Teil unserer Wirt­schaft verkümmern.

Besonders gefährdet scheint mir neben der Land­wirtschaft die Schwer- und Rohstoff-3ndustrie.

3ch habe diese Ausführungen nicht gemacht, um die Arbeitnehmer anzugreifen, für deren Be­streben nach besserer Lebenshaltung im Rahmen des Möglichen jeder sozial denkende Mensch Ver­ständnis haben muß, sondern aus dem Bedürfnis heraus, Regierung und gesetzgebende Körperschaften zu warnen, auf dem in den letzten 3ahren beschrittenen Weg fortzu­fahren, ein Weg, ter auf die Dauer das Ziel einer besseren Lebenshaltung nicht erreichen kann, sondern zur Verelendung des Volkes führen muß. Die Rot ter Zeit zwingt uns, endlich einmal da­mit aufzuhören, unsere Kräfte in inneren Kämp­fen und Reibungen zu verzehren. Mehr als je ist heute Einigkeit im deutschen Volke notwendig. Wir müssen den festen Willen haben, uns als Doll zu behaupten und uns wieder hochzuarbeiten trotz der Schwere ter Zeit und der ungeheuer­lichen Lasten, die uns von unseren ehemaligen Feinden aufgebürtet worden sind. 3ch glaube nicht an die Möglichkeit ter Durchführung des Voimg-Planes.

Geheimrat Prof. Or. Weber, München behandelte sodann das Ergebnis der Pariser Konferenz in einem Vortrag, in dem er u. a. aussührte: 3n der kapitalistischen Weltwirtschaft mit ihrer komplizierten Arbeitsteilung und ihrem auf gegenseitiges Rehmen und Geben eingerich­teten Austausch ist kein Platz für einsei­tige Tributleistungen, vollends nicht in dem Umfange, wie sie Deutschland zugemutet werden. Die Finanzmini st er der ehemali­gen Feindstaaten sehnen zwar die Repara­tionen herbei: die Handelsminister aber müssen sich die erdenklichste Mühe geben, um den Millionensegen von der Wirt- schas t, die von der Gratiskonkurrenz nichts wissen will, abzuwehren. Es gibt keine ver- nichtentere Kritik der Reparationen als die Versicherung des Voung-Ausschusses, daß man sich bemüht habe, ein Finanzinstitut zu schaffen, um mittels unserer Tribute .Unternehmungen zu finanzieren, insbesondere in unentwickelten Ländern, die man wahrscheinlich sonst mit den vorhandenen Finanzmöglichkeiten nicht in Angriff nehmen würde".

Aus tem Herzen Europas in einem hochent­wickelten Wirtschaftsgebiete, das unter einer kapitalnot leidet, wie sie bis dahin die moderne kapitalistifche Wirtschaft noch nicht kannte,

die zum Austritt aus der Armee zwungen worden waren. Außer zahlreichen Verhaftungen sollen . weitere 18 Personen festgenommen worden sein, gegen die das kriegsgerichtliche Verfahren eingeleitet werden solle. Die Parteien billigten das Vorgehen der Regierung, hielten aber ge­wisse Maßnahmen für übertrieben, wie die Be­schlagnahme derEvoka" und die Drohung, daß alle Blätter beschlagnahmt würden, die mehr über den Staatsstreich bringen, als die amtlichen Communiquss besagen. Die Rach- richt von Strahenkundgeb ungen und einer Störung der öffentlichen Ord­nung entspreche nicht den Tatsachen. Die Oef- fentlichkeit sei auf die Kunde von tem Staats­streich außerordentlich überrascht gewesen, da außer einigen Mitgliedern ter Regierung nie­mand etwas von dem Putschversuch gewußt habe. Einzelheiten über die Putschpläne werden nicht bekanntgegeben. Rach einer anderen Quelle sollen außer ten im Evmmuniquö erwähnten drei Offi­zieren und einigen Arbeitern keine weiteren Deir- haftungen vorgenommen sein. Es seien keine Komplikationen zu befürchten, weil auch die li­berale Oppositionspartei erklärt habe, daß sie der Regierung bei ihrem Kampf gegen die Ruhestöxer unterstützen wolle. Die Re­gierung Maniu erfreut sich in Volkskreisen immer noch großer Beliebtheit. 3m Regentschafts­rat sei der Regierung f r e i e H a n d gegeben worden, um alle notwendigen Maßnahmen zur Wahrung der Ordnung zu treffen und Herr der

Das Flugzeug machte gute Fahrt.

Schiffsuntergang in ter Rordsee.

Rach einer in London eingetroffenen Meldung ist im Verlaufe ter Rächt zum Montag auf der Höhe von Varmouth ein Schiff infolge einer Explosion untergegangen. Ein Rettungsboot und ein Torpedobootszerstörer stellen zur Zeit Rach- forschungen an. Sie haben Trümmer, aber noch keine andere Spur von tem vermißten Schiff gefunden.

Benzinexplosion. Zwei Knaben getötet.

Bei einer gestern abend in dem Lagerraum der Kolonialwarenhandlung Hagen in Ludwigs­burg (Württemberg) erfolgten Benzin ex plo- f i o n wurden die beiden 8- und 9jährigen Knaben Des Stadtpfarrers Dr. Sting, die sich in dem Lagerraum aufhielten, getötet. Der sehr gefähr- liche Brand konnte auf den Lagerraum beschränkt werden. Bei den Aufräumungsarbeiten fand man die Leichen der beiden Knaben.

Großseuer in einer russischen Fabriksiedlung.

Rach einer Meldung aus Moskau wurden durch ein Großfeuer in einer Fabriksiedlung bei Swerdlowsk (3efaterinburg) etwa tau­send Häuser, darunter alle öffentlichen Ge­bäude, vernichtet. Auch Personen sind umS Leben gekommen.

Vier Kinder bei einem Autounglück getötet.

Nach einer Meldung aus Winnipeg wurden am Montag in Lockfort (Manitoba) bei einem Au­tomobilunfall vier Kinder getötet und drei verletzt.

eines Einzelnen hinauszugehen, das Vaterland für 60 Jahre zu belasten. Er fei ter Meinung, daß das Zurückgehen auf den Dawes- Plan zwar eine Krise gebracht hätte, aber er glaube, daß auch diese Krise überwunden wor­den wäre. Dr. Bögler stellte dem Dawes-Plan den Voung-Plan gegenüber und kam zu dem Schluß, daß ter Voung-Plan eine im­mer wachsende Verschuldung nach sich ziehen müsse. Er hoffe, daß die Befürwor­ter ter Annahme des Planes nicht wieder in den Fehler verfallen würden, Schleier über die wahren Verhältnisse zu decken. Er gebe sich nicht der Hoffnung hin, daß eine Lösung bald gefun­den werde, Die eine Belastung für viele 3ahre ausfchließe. \ .

3m Anschluß an diese Ausführungen tourte die nachstehende

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Wettervoraussage.

Das skandinavische Tiefdruckgebiet hat sich etwas abgeflacht. Roch immer hat der Kalt­luftzustrom seiner Rückseite in fast ganz Deutsch­land das wolkige und kühle Wetter erhalten. 3e- doch breitet sich das westliche Hochdruckgebiet allmählich immer mehr östlich aus. Sein Kern liegt heute morgen mit Barometerständen von 770 Millimeter über Nordfrankreich. Rach und nach wird der Einfluß des hohen Druckes sich durchsetzen und zum Aufreißen der Wolkendecke führen. Der Kaltluftzustrom wird dann nach­lassen, und die Temperaturen werden wieder ansteigen.

Wettervoraussage für Mittwoch: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, etwas wärmer, meist trocken.

Wettervoraussage für Donnerstag: Wenig Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 8.3uli: mittag« 15,7 Grad Celsius, abends 11,5 Grad Eelsius: am 9. 3uli: morgens 9,6 Grad Celsius. Maximum 16,6 Grad Celsius, Minimum 7,1 Grad Celsius.

Reisewetterdienst

dec amtlichen Wetterdienststelle Oberhessen.

Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern vorherrschend kühl, regnerisch; heute morgen 9 Grad, Windstille, halb bis ganz bedeckt. (Berch­tesgaden): Gestern vorherrschend kühl und reg­nerisch; heute morgen 9 Grad, Windstille, halb bis ganz bedeckt.

Küste (Swinemünde): Gestern kühle Rächt, regnerisch; heute morgen 13 Grad, Westwind, halb bis ganz bedeckt.

(Borkum): Gestern vorherrschend kühl und ver­änderlich; heute morgen 12 Grad, Südwestwind, halb bis ganz bedeckt.

Baden (Baden-Baden): Gestern vorherrschend kühl, meist trübe; heute morgen 11 Grad, Süd- we st wind, halb bis ganz bedeckt. (Triberg): Gestern kühle Rächt, tecks heiter, teils wolkig; heute morgen 11 Grad, Rordwind, heiter bi8 halb bedeckt. (Freiburg): Gestern vorherrschend kühl, meist trübe; heute morgen 12 Grad, Rord- ostwind, heiter bis halb bedeckt.

Rheingebiet (Köln): Gestern vorherrschen- kühl, regnerisch; heute morgen 10 Grad, Süd- Wind, halb bis ganz bedeckt.

Fuß erreicht hatten.

Ein Wasserflugzeug der wache meldete, daß es um 9.50 Uhr ört­licher Zeit das FlugzeugPathfinder" 75 Meilen vom Portland-Feuerschiff gesichtet hat.

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-Montag, _d.8,Juli 1929, 7h at?ds.

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