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B. Funkspruch.) Nach der vamstag kam im heutigen t nur zögernd in Tang, r weiter freundlich zu (ein, ffe für Montanwerk fest- n günstigen Rheinstahlbe- regt eine weitere leichte rttes an. Mm Seoifen- in gegen Paris 123,96, 2,68 bis 92,12, London bon gegen Äabel 4,8490,

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Gießener Hochschulgefellfchast

Licht« iitroer".

Tageskolendcr für Monta spielhaus, Bahnhofstraße:Der lustige Tommy der Filmstar" undLiebe inacht seekrank".

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterburecru wird uns geschrieben: Mit dem Konzert, das die Intendanz des Stadt- thectters mit den Kuban-Kosaken in der Volks­halle veranstaltet, steht dem Gießener Kunst­publikum ein besonderer Genuß bevor. Das Kon­zert findet Dienstag, 9. Juli, abends 8 Uhr statt.

aich aach, trotz meine 70 Soafjr, die aich in-* zwische uff de Buckel geerwet hun.

Hannes aus Owerhesse.

P o st s ch t r i k t r u m. Den Zug von gest hun alch mer aach aageseh, doch brach aich dodriber naut zc berichte das überlaß aich dem Berichterstatter vum Gäißer Anzeiger.

Taten für Dienstag, S. Juli.

Sonnenaufgang 3.53 Uhr, Sonnenuntergang 20.16 Uhr. Mondoufgang 6.45 Uhr, Monduntergang 22.29 Uhr.

1440: der holländische Maler Ian von Eyck in Brugge gestorben: 1826: Schillers Gattin Char­lotte, geb. von Lengefeld, in Bonn gestorben.

Bornotizen.

Nervenkranke u.Nervös-Erschöpfte. Spezlalknranstilt Hof heim Im Taunus bei Frankf.a.M. Prospekte durch

Aus Oer provinzialhaupistadt.

Gießen, den 8. 3uli 1929.

Zom Gäißer Schitzefest.

Es sein geroade dreißig Iouhr seit dem letzte Gruße Schihefe st verstriche. Aich will veyzehle, woas mir vun damals noch in Erinne­rung is.Schosch", saht aich gou meint Rachbvar, aich giehn morse nach Gäiße uffs Schihesest, wann de mitwillst, dann richt dich druff, um väire Auer morje frieh treffe mer uns oam Dahnhob." Schosch war aach pünktlich am Bahn- hob. hott sei Leddertasch imhänge, sei Tuwacks- peif guckt aach aus'm blohe Kittel, un wäi mer ingestigge sei, kom aach scho dem Schosch srt Drannteweibuddelche zom DorschenMer kann nett wisse, ob mer bei dem Gedräng in Gäiße ebbes krieht, e Worscht un Dotterbrut hun aich in meiner Tasch: aich denk, mer haales aus, bis mer Widder derhaam sei." In Grünberg mußte mer imsteihe, der Zug war abber schoo su ge- schtobbte voll, daß mer kaan Platz mieh krooche. Dix wäi enuff in e offene Guterwage. wäi der in Gäiße ankam. mahnt mer, es wär e Waggon voll Manns- und Weibsleutsköpp druff, so hawe se obe raus geguckt. Rooch em kortze Frühschtick im Schipkapaß hun mer tms dann däi Alff- stellung des Festzugs aageseh: wäi er aber kaum sich in Bewegung gefaßt hott, da gung e Regewetter lus, wäi mir Bauern es uns väier Woche vor der Heuernt nett besser winsche konnte. Gedretscht hott es, sahn aich, daß den Leute im Zug ind den Kinnern uff den Festwage de Klaader am Leib gepappcht sei. Der ganze Festplatz uffn Tribb war e grüß Psih, un etge» sunke in Schlamb is mer bis über die Knöchel. Der Festzug war recht schee un lang, die Mu­siker habe geblvoße, als wollte se de Regewolke f ortbloohe, aber es hott all naut gebatt, der Rege hott nett uffgehiert, aach die folgende Täg nett. Ob sich der Herr Regegott über den Reptun ge­ärgert hott, der mit seiner Gabbel uffm Festwage gehockt hatt un en Zwicker uff der Ras' trug, domit er die viele patschnaß gewordene Zug- teilnehmer un Zuschauer ordentlich sehe könnt, scheint mer möglich gewese ze sei. (Daß mer nach bei Uffftcllung des Festzugs uff ahle Zette zurückgegrifse hott, is mer im Hinbuck uff des letzte Gleibergfest erinnerlich. Do woar zu sehe wäi se mit ihrer nach dem Sturm uff de Gleiberg eroberte Deute abzoge, en ganze Wage voN allerhand Zeug in Kiste un Sack verpackt. Do war aach e Kist uffm Wage, do stand druffMaggis Suppenwürze". Aich hun wahrhaftig nett gewißt, daß mer im 13. Jocchr- hunnert die Supp' schonn mit Maggi gewerzt hott. Da sieht mer Widder, daß mer alt toerrn kann wäi e Kuh un immer noch dazu lerne muß. Tlnser Päcmer. den aich die Geschicht von der Suppewerz verzehlt hunn, saht, so e Anna Krohnismus (woas dos sir e lateinisch Weibsbild is, Waas aich nett) käme alsemool vor. Däi Geschicht vum ahle Fritz, der sich beim Bahnwärter e Kapp' gelehnt hätt, damit sei nauer Hout nett nah geworde is, is noch lang nett däi schlechtste.) Ra, mer hun uns doch amefiert uff dem Schäkßplatz, aan Schuppe nach dem annem getrunle, un fein dann owends, mit t>em letzte Zug haamgefoahre, aber nett im Osse- toage, sondern im Kubbee dritter Klaff un hun dehaam verzehlt, woas mer all gesehe hatte. Doah nach dem Schitzefest die grüße Fest- hall' abgebrannt is, bis uff die Stumpe von bene Dank- und Tischbaa, hun aich im Gäißer Anzeiger gelefe. Hoffe mer daß beim jetzige Schitzefest gout Werrer is, dann kurnrn

Am Samstagnachmittag hielt die Gesellschaft von Freundenund Förderern der Uni« cerfität Gießen (Gießener Hochschul« g e s e l l f ch a f t) unter der Leitung ihres Vorsitzen­den, Prooinzialdirektors Graes (Gießen), im Uiiiversitätsgebäude ihre diesjährige Jahres- t a g u n g ab.

Oie geschäftliche Hauptversammlung sand in der kleinen Aula statt. Nach Begrüßungs­worten an Se. Magnifizenz den Rektor der Landes- - Universität, Prof. Dr. Herzog, und die übrigen Mitglieder erstattete der Vorsitzende, Provinzial- direktor Graes, den

Jahresbericht des Vorstandes.

Den Ausführungen entnehmen wir folgendes: Zu- nächst wird in dem Bericht mit ehrenden Worten der im Geschäftsjahre 1928 verstorbenen Mitglieder Geh. Medizinalrat Prof. Dr. B o st r o e m (Gießen), Geh. Kommerzienrat Adolf Clemm (Mannheim), Prof. Dr. K n e l l (Gießen) und Bankdirektor König (Gießen) gedacht. Die Zahl der Mitglieder ist erheblich gestiegen. Die Hochschulgesellschaft trat | mit 637 Mitgliedern in das Jahr 1928 ein, am 31. Dezember 1928 verzeichnete sie 757 Mitglieder, eine Zahl, die die bisher erreichte Höchstzahl des Jahres 1922 um annähernd 100 Mitglieder übertraf. In dem Bericht sagt der Vorsitzende dem Exrektor Prof. Dr. Rosenberg, der anläßlich des Jubi­läums der Hochschulgesellschaft im Jahre 1928 dieser eine große Zahl von neuen Mitgliedern aus dem Lehrkörper der Landesuniversität zugeführt hat, herzlichen Dank. Weiter wird in dem Bericht u. a. gesagt:

Das Jahr 1928 war für unsere Gesellschaft insofern von besonderer Bedeutung, als am 30. Juni 1928 das 10jährige Bestehen der Gie­ßener Hochschulgesellschaft gefeiert werden konnte. Bei der Tagung wurde der Landesuniversität eine Jubiläumsspende in Höhe von 61000 Mk. überwiesen. Don diesem Betrag waren 31 500 Mk. bon den Spendern für genau bezeichnete Zwecke sestgelegt, während der Restbetrag mit 29 500 Mk. der Landesuniversität zur freien Verfügung über­wiesen wurde. Rach einer Mitteilung des Herrn Rektors ist über diesen Betrag in folgender Weise verfügt worden: Zur Errichtung eines Instituts für hessische Landesforschung wurden 22 500 Mk. bestimmt: ' dem Juristischen Seminar wurden, insbesondere zur Förderung der deutsch-oster- reichischen Rechtsangleichung, 5000 Mk. überwie­sen: Herrn Professor Cßictor wurden für fein Seminar 2000 QTlt. zur Verfügung gestellt. Der Vorstand der Gießener Hochfchulgefellschaft hat sich mit dieser Verwendung der Mittel einver­standen erklärt. Das Jahr 1928 ist als ein Jahr langsamen und gesunden Ausstiegs zu bezeichnen. Linser Dermögensstock, den wir nach den Jahren der Jnslation wieder sammeln konn­ten, tft von 27 595,12 Mk. am 31. Dezember 1927 auf 30 357,90 Mk. am 31. Dezember 1928 ange­wachsen. Die Mitgliederbeiträge haben ebenfalls eine Steigerung erfahren, und zwar von 9790,40 in 1927 auf 11520,50 in 1928. Während wir in 1927 nur 7060 Mk. an Spenden und einmaligen Beiträgen zu verzeichnen hatten, flössen uns im Jahre 1928 15 100 Mk. dieser Art zu. Die er­höhten Mitgliederbeiträge, Spenden und Zuwen­dungen sehen uns in den Stand, der Universität und ihren Instituten reichlichere Unterstützung zuteil werden zu lassen wie in früheren Jah­ren. So konnten an einzelne Seminare, Institute, für die Ferienkurse und zur Veranstaltung eines wissenschaftlichen Höhenfluges vom Flughafen Gießen 9875,25 Mk., ferner für das Kunstwissen­schaftliche Institute 10 000 Mk., und für musik­wissenschaftliche Zwecke 2400 Mk. zur Verfügung gestellt werden. Der Abschluß des Jahres 1928 laßt uns hosscn, daß auch das laufende Jahr eine weitere Stärkung der Hochschulgesellschaft bringen wird, wenn wir alle unsere Schuldigkeit tun. Wir dürfen uns mit dem bis jetzt Erreich­ten nicht zufrieden geben, denn hierdurch würde unsere Werbearbeit erlahmen. Helfen Sie alle mit, daß es vorwärts und aufwärts geht.

Der Jahresbericht wurde ohne Aussprache ge­nehmigt und dem Vorstand und Verwaltungsrat ein­stimmig Entlastung erteilt. Bei den

Wahlen

wurde der turnusmäßig aus dem Vorstand ausschei­dende Fabrikant Rinn (Gießen) einstimmig rote- dergewählt; ebenso einstimmig wurde auch eine große Zahl turnusmäßig aus dem Verwaltungsrat ausscheidender Herren wiedergewahlt. An Stelle der verstorbenen Verwaltungsratsmitglieder Prof. Dr. Leu tert (Gießen) und Fabrikdirektor May (Gießen), sowie zweier weiterer ausgeschiedener Mtt- alieder wurden einstimmig neu in den Verwaltungs­rat gewählt: Prof. Dr. Junkers (Dessau), Dr. Alfred Bock (Gießen), Prälat D. Dr. Diehl (Darmstadt) und der Bischof von Mainz, Dr. H u g o.

Damit war die Arbeit der Hauptversammlung erschöpft. ___________________

Nach etwa halbstündiger Pause schloß sich dann im großen Hörsaal die außerordentlich stark besuchte

Festsitzung

an. Nach kurzen Begrüßungs- und Einführungs­worten des Vorsitzenden brachte das Collegium musicum der Universität unter der Leitung des Universitätsmufikdirektors Dr. T e rn e s v a r y G. B. Pergoleses Orchester - Trio 6-Dur zu Gehör. Hierauf folgte der

Festvortrag von Prof. Dr. Aubin, Gießen über das TbemaVölker und Staaten an der deutschen West grenze".

Hier, im Westen, hatte man sich bis zum Welt­krieg, in einer gewissen Saturierlheit, um diese Fragen nicht mehr gekümmert, nachdem der Friede von 1870 anscheinend die Lösung gefunden hatte. Im Osten, wohin die schweren, aber auch befruch­tenden Gewitterwolken des Nationalitätsprinzips, von Westen heranziehend, am spätesten gelangt waren, blieb das Problem immer lebendig. Seine Struktur aber hat sich heute gewandelt. Das Na­tionalitätsproblem ist ein oolks- und politisches, kein taatliches Problem mehr.

Die durchgehende Tendenz in der neueren Oe« chichte geht zunächst sichtlich auf eine Entwicklung zum Nationalstaat hin, auch wenn dies zeitweise durch andere Strömungen (Imperium, sacerdotium) verschleiert wurde. Frankreich hat diesen National- taat früh, Deutschland relativ spät ausgebildet. Allerdings ist der Begriff der Nation bei den beiden Völkern von Grund auf verschieden. Für den Deut- chen bedeutet die Zugehörigkeit zum gleichen Sprachoerband, Verwurzeltfein im Heimatboden und Verwandtschaft des Blutes, den BegriffNation" (so etwa wurde er von der Romantik geschaffen): für den Franzosen heißt Franzose fein, nurparti- ciper ä la gloire de la France", nichts weiter. In­folgedessen hat Frankreich auch niemals den Versuch einer Lösung der Nationalitätsfrage angeftrebt, ist nie darauf bedacht gewesen, die Probleme, die sich durch Andersartigkeit der Sprache und Rasse er­gaben, befriedigend auszugleichen. In Deutschland weiß man erst seit Ernst Moritz Arndt, und auch da vorläufig nur vereinzelt, daß es deutschen Volks­boden, eine deutsche Nation gibt,so weit die deutsche Zunge klingt". Der Friede von 1870 brachte die dem Ideal, Sprachgrenze identisch mit Staats- grenze, am nächsten kommende Lösung, die aber noch ein Kompromiß aus Nationalitätsprinzip und Sicherheitsprinzip darstellte.

Je nach seiner Struktur hat der Staat zur Frage der Nationalität eine verschiedene Haltung einge­nommen: Das lockere Gefüge des mittelalterlichen Staates, der so viele fremdartige Elemente in sich vereinigte, ist zumeist in Einzelterritorien, in Ein- zelkorporationen, mit Sonderrechten aufgelöst. Das Nationalitätsrecht, das man besonders unter dem Gesichtswinkel des Sprachenproblems zu betrachten hat, bleibt unangetastet. In zweisprachigen Grenz­gebieten bedient man fick), den lokalen Verhältnissen entsprechend angepaßt, jeweils der einen ober der anderen Sprache. (Deutsch ober französisch.)

Der absolutistische Staat hingegen hat alle regio­nalen Strömungen ifnterbrürft; allerbings mehr zu­gunsten eines absoluten Zentralismus, als aus vor­gefaßter Feindseligkeit gegen bas Nationalitäts­prinzip, Lubwig XIV. erläßt die ersten rigorosen Edikte, die allen, auch den anders sprechenden Be- Dölferungsfreifen (Deutsche, Katalaner u. a.) Fran­zösisch als alleinige Amtssprache vorschreiben.

Diese Tendenzen werden, so merkwürdig dies auf den ersten Blick scheinen mag, von der französischen Revolution i. a. von einem kleinen Zwischenspiel abgesehen fortgesetzt. EchteFraternite" verbürgt nur eine allgemeine Spracheinheit aller, nur sie ist bas Bollwerk gegen Pfaffenwirtschaft, Aberglauben unb Abelsherrschaft (Konventsrebe ClaparLdes, 1794).

Der moderne parlamentarisch-demokratische Staat hingegen möchte allen Bevölkerungsgruppen, auch den Minoritäten, zu ihrem Recht verhelfen.

In einem großen historischen Ueberblick. der mit der Teilung des Karolingerreiches (843) be­gann, und der die großen Urnrihlinien bis zum heutigen Tage zeichnete, entrollte Professor Aubin die Hauptsakta des wechselseitigen Kampfs um die Westgrenze. Rachdem er den Verlauf der Sprachgrenze, die fast durchaus konstant btteb, geschildert hatte, zeigte er die stetigen Verschie­bungen an der Staatsgrenze. Die Romanen waren zunächst im Hintertreffen: es gehörten weit mehr romanische Gebietsteile zu Deutsch­land, als umgekehrt deutsche zu Frankreich. Der germanische Vorsprung wird aber bald wett­gemacht und seit der Besitzergreifung von Metz, Toul, Verdun (1552) und dem Erreichen der Dierströmegrenze (Schelde, Maas, Saöne, Rhone), geht die Ausdehnungstendenz Frankreichs in einem unerhörten Expanfionsbedürfnis bis an den Rhein (Gewinnung von Elsaß im Westfali­schen Frieden), und darüber hinaus (Rapoleon). Einen solch unersättlichen Trieb nach Gebiets-

ertoeiterung, der von geographischen, nicht von rechtshistorischen oder sicherheitspolitischen Er­wägungen getragen war, kannte man in Deutsch­land, das sich mehr mit dem Süden und Osten beschäftigt hatte, in bezug auf Frankreich nicht.

Gegen dies Vordringen Frankreichs ist von deutscher Seite ein zweimaliger Rückstoß erfolgt, 1813/14 und 1870. Der Friede von 1919 hat die glücklich angebahnte Lösung der Rationalitäten- frage zunichte gemacht, obwohl er vorgibt, auf dem Rationalitätsprinzip aufgebaut zu sein. Es ist jedoch nicht zu verkennen, daß nicht nur bei uns, wo die Gesetzgebung zum Minoritäts- Problem vorbildlich genannt werden darf, son­dern auch in anderen Ländern diese Fragen eine Rolle spielen. Der belgische und der französische Regionalismus, die Forderungen der Kroaten, die Autonomistenbewegung im Elsaß sind sicht­bare Zeichen dafür. So kann man auf einen sich anbahnenden Ausgleich und eine gegen­seitige Anerkennung des Rationalitätenprinzips hoffen. Dr. G. E.

Mit G. B. Pergoleses Orchester-Trio B-Dur, vom Collegium musicum der Universität unter Dr. T e - m e s o a r y vorgetragen, fand die eindrucksstarke geistige Feier ihren Abschluß.

Am Abend trafen sich die Mitglieder mit ihren Damen zum Abendessen im Klub.

* Schützenfest unb Reich sbahnver« kehr. Der Beginn des Gießener Schützenfestes am gestrigen Sonntag brachte für die Reichsbahn einen, gegenüber den gewöhnlichen Sonntagen erhöhten Fern- und Nahverkehr, der jeboch keine außerge­wöhnlichen Ausmaße annahm, unb wie wir von zustänbiger Seite hören reibungslos bewältigt werden konnte. Die Einlegung von Sonderzügen aus Anlaß des Schützenfestes in Gießen war nicht erforderlich.

Aus dem Gießener Standesamt s- re gift er. Es verstarben in Gießen in der Zeit vom 15. bis 30. Juni: 16. Juni: Elisabelhe Karpf, geb. Wießner, Wwe., 76 Jahre alt, Löwen­gasse 11. 18.: Lina Decker, geb. Schlau, 46 Jahre alt, Steinstraße 76. 19.: Philipp Wilhelm Decker, Kaufmann, 40 Jahve alt, Dammstrahe 36. 20.: Johanna Windisch, ohne Deruf, 62 Jahre alt, Frankfurter Straße 29. 22. Bernhard Karl, Kauf­mann, 22 Jahve alt, Kveuzplatz 3. 24.: Karoline Schmidt, geb. Pfeiffer, 57 Jahre alt, Schloß­gasse 15. 26.: Frida Lina Hildebrandt, geb« Ostevtag, 33 Jahre alt, Gnauthstratze 24. Elisa­beth Weber, geb. Schuchmann, Ww., 58 Jahre alt, Wetzlarer Weg 17. 27.: Elvira Karola Hen­riette Luise Klara Reinschmidt, ohne Berus, 19 Jahre alt, Alicenstraße 16. 30.: Anneliese Gebhardt, 2 Monate alt, Kai.se rallee 105. Justiz­rat Otto Hamburger, Rechtsanwalt, 59 Jahre alt, Seltersweg 35. Christian Johannes Weih- beck, Schlosser, 22 Jahre alt, Dleichstraße 12.

** Der Frauenverein der Petrus« gemeinde veranstaltete am Donnerstagnachmit­tag zu Ehren seines 100. Mitgliedes einen Ausflug nach der Bergschenke, wo die Mitglieder unter der Leitung von Pfarrer Lic. Waas bei Kaffee unb Kuchen eine wohlgelungene Feier veranstalteten. Pfarrer Waas teilte in einer Ansprache mit, baß die Mitglieberzahl bes Vereins mittlerweile auf 132 angewachsen fei. Bei Gesangsvorträgen, Deklama­tionen unb instrumentalen Darbietungen verliefen die Stunben zur allseitigen Zufriebenheit.

Der vierte Reichsjugendtag des D. H. V. i n D a n z i g. Am letzten Freitag wurde in Gießen der Sonderzug für die Teilnehmer aus dem Rhein-, Main- und Rahegebiet und Gießen abgelassen. Es hatten sich an 450 junge deutsche Kausmannslehrlinge mit ihren Führern eingefunden. Rach der Einnahme von Erfrischun­gen wurde die Stadt Gießen besichttgt. Man hörte frohe Wanderlieder und sah die verschie­denen Wimpel des Bundes der Kaufmannsjugend des D. H. V. im Winde flattern. Der Anmarsch der Danzigfahrer zum Sonderzug vollzog sich in guter Ordnung. Die Verabschiedung wurde durch den Kreisgeschästsführer D r z e z i n s k i und den Vorstand der Ortsgruppe Gießen vorgenommen. In der Zeit vom 6. bis 8. Juli führt der Bund der Kaufmannsjugend im D. H. V. sein viertes Reichstreffen in der alten Hansestadt durch. Aus allen Teilen des Reiches, aus dem Sudetenlande rollen die Züge ostwärts. Der Bund, der 56 000 junge deutsche Kaufmannslehrlinge vereint, will sich mit 6000 seiner Gefolgschaft unter den ragen­den Türmen von St. Marien versammeln '

** Auftrieb zum heutigen Fra nkf ur- t e r Schlachtviehmarkt : 85 Bullen, 371 Ochsen, 588 Kühe, 440 Färsen, 593 Kälber, 28 Schafe, 4728 Schweine.______________________________

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.

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