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FÄRBEREI

BEDEUTENDSTE CHEM.REINIGUNGSWERKE IN SUDDEUTSCHLAND

ten konnte. Zwei Frauen und ein

Stunden dauern.

un

Aus aller Welk.

Die Pläne desGraf Zeppelin.

Kind kamen In den Flammen um. Ein Landwirt erlitt lebensgefährliche Brandwunden, ein zwei­ter wurde infolge der großen Aufregung durch einen Herzschlag getötet.

wölkung im Gebirae es Städten Oefterreii

zurückgegangen, Steuerpflichtigen in geblieben ist. QDte

Rheinhessen.

Vennögensrückgarrg in Main- infolge der Besatzung.

(WSR.) Wainz, 6. April. Aach einer D e r - Mögensstatistik lebten in Mainz vor dem Einzug der Besatzung etwa sieben Millio­näre. 2m Laufe der ersten Desatzungsjahre bis zum Abschluß deS Ruhrkampfes ist diese Zahl auf einen zusammengeschrumpft. Auch die­ser eine Millionär ist infolge der Rückwirkun­gen deS Ruhrkampfes auS Mainz verschwun­den. DaS Gesamtvermögen ist infolge der

der Hauptsache groß bei den nichtnatürlichen auch bei den natur»

naten verurteilt. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen.

Ein Automobil vom Personenzug überrannt.

WSN. Darmstadt. 7-April. Am heutigen Sonntagabend gegen 8 Uhr wurde auf dem Ueber- gang der kreisstrahe bei Babenhausen an der Strecke Hanau Eberbach ein Personen­kraftwagen von einem Personenzug überfahren. Zwei Insassen wurden ge­tötet. drei verletzt.

wie wir weiter erfahren, handelt es fich bei den Schwerverletzten um den Heinrich Hauck aus Schaafheim (kreis Dieburg), sowie dessen Frau und Kind. Getötet wurden dessen Sohn Fritz und Kind. Hauck, der mit seiner Familie von einer Beerdigung in Dieburg kam, sauste in den ebensalls in voller Fahrt beslud- lichen Zug hinein. Ls ist vollkommen un- verständlich, wie Hauck, der an der übersicht­lichen Stelle den Zug unbedingt hätte sehen mästen, mitten in diesen hineinfuhr. Die Frage, in welchem Zustand fich die Schranke im Augen- blick des Unglücks befand, ist Gegenstand einer Un- terfuchung. Es wird jedoch angenommen, daß fie nicht geschlossen war. da sie keinerlei Spuren von Beschädigungen aufweist.

5 Tote.

Mainz. 8.April. (DTV. Funkspruch.) Me die Reichsbahndirektton Mainz mitleilt, find die drei beim Zusammenstoß de» Personenauto« mit dem Eisenbahnzug bei Babenhausen verletzten Personen Heinrich Hauck au» Schaafheim bei Dieburg und besten Frau und Ki n d inzwischen ebenfalls gestorben. Die Zahl der bei diesem Un­glück ums Leben Gekommenen erhöht sich somit aus fünf. Ueber die Ursache de» Unfalles konnte Nähe­re» noch nicht festgestellt werden.

ii mit dem wird Ihr

neiipOal Haar am schönsten!

Harry Domela 'ieder verhaftet.

Der Hochstapler Harry Domela ist wieder ver­haftet worden. Die Staatsanwaltschaft Ham­burg hatte einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Domela hat in Hamburg mehrere Kreditschwinde- leien begangen.

Studlenbeihilfen für Berliner Abiturienten.

Die Stadt Berlin hat in Erkenntnis der großen Schwierigkeiten, mit denen ein erheblicher Teil der Studierenden zu kämpfen hat. mit der Ge­währung von Studienbeihilfen eine Neueinrich- tung geschaffen. Die Beihilfe wird ehemaligen Abiturienten z u r w i s s e n s ch a f t l i ch e n A u s» bild un g an einer Universität. Hochschule oder Akademie gewährt, wenn ihre ungünstige wirt- schastliche Lage eine Llnterstühung durch die Stadt rechtfertigt und sie ihrer ganzen Persönlichkeit nach hierfür geeignet erscheinen. Borzugsweise werden Abiturienten der städtischen höheren Lehranstalten berücksichtigt, und zwar in der Regel solche, deren Ausbildung i n Berlin erfolgt, so weit nicht durch die Art der Ausbildung ein anderer Ort bedingt ist. Die Höhe der Beihilfe beträgt in der Regel 600 Mark jährlich.

Schwere» Braudunglück in einem ungarischen Dorfe.

In der Gemeinde Kotholy entstand in einer Scheune ein Brand, der auf das danebenstehende Haus Übergriff, in dem drei Familien wohn­ten. Das Feuer breitete sich so rasch aus, daß sich ein Teil der Hausbewohner nicht mehr ret-

Defatzungsschwierigkeiten seit 1923 wesentlich obwohl die Zahl der

Steuerpflichtigen ist

licheu Steuerpflichtigen das Gesamtvermögen we­

sentlich gesunken. Letzteres betrug vor Einzug der Besatzung 172 Millionen Mark, mit Ab­schluß deS Ruhrkampfes nur noch 157 Mill. Mk. und heute nur noch 135 Mill. Mk.

Preußen.

Das Frankfurter ^Haus der Jugend."

(WSR.) F r a n k f u r t a. M.. 6. April. Trotz­dem eS dem Verein .Haus der Iugend" bislang noch nicht gelungen ist. die volle Bau­summe für die projektierte Erstellung des Hau­ses der Jugend aufzubringen, sind jedoch die für di« Ausführung eines größeren TeilprojektS erforderlichen Mittet gesichert, nachdem der in Aussicht gestellte städtische Zuschußbetrag von 100 000 Mk. bewilligt worden ist. Das erste Teil- Projekt des Hauses der Jugend, das auf einem Grundstück an der Hundswiese errichtet und zu­nächst im Rahmen der vorhandenen Mittel auS- gefüyrt werden soll, wird eine Iugendher- berge mit 238 Betten für Knaben und 90 Betten für Mädchen, zwei TageSaufenthalts- räume, einen Speise)aal für 256 Personen, eine Empfangshalle. Wasch- und Toiletteanlagen, Bä­der und Brausen enthalten. Ferner sind Iu- gendheime für die ortsansässige Iugend vor­gesehen. bestehend auS einem Vortragssaal mit Bestuhlung für 653 Personen mit Knterteilungs- möglichkeit in zwei mittelgroße Vortragsräume. 12 Gruppenzimmern verschiedener Größe und Toiletten- and Waschanlagen. Die Ausgaben für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf ins­gesamt 669 270 Mk. Für den zweiten Bau­abschnitt sind weitere 20 Räume vorgesehen, die der örtlichen Jugendbewegung als Jugendheime zugewiesen werden sollen, so daß dann die Detten- zahl der Jugendherberge, die bis zum vollstän­digen Ausbau auch Räume für die Iugendheime abgeben muß, auf 530 erhöht werden kann.

Unfall -es Kunstfliegers Fieseler.

Rundfunkprogramm.

Dienstag. 9.2lpriL

6.30: Morgengymnastik. 13.30: Schallplatten- Konzert: Buntes Programm. 15.05 bis 15,35: Stunde der Iugend: Die schöne Umgebung von Franffurt a. M. bzw. Kassel: Wanderungen und Ausflüge in Ratur, Kunst. Geschichte und Sage. Für Kinder vom 10. Iahre ab. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16,35 bis 18,05: Von Stutt­gart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,30 bis 18,55: Don Kassel: Vortrag. 18,55 bis 19,15: Von Kassel: Vortrag. 19,15 bis 19,35: «Die Gretchentragödie bis zur Llmkehr Fausts" (Goethes Faust I), Vortrag von Pfarrer Taesler. 19,35 bis 19,55: Funkhochschule: «Die sexuelle Aufklärung der Iugend". Vortrag von Stadtärztin Dr. Tasche. 19,55 bis 20,15: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfän­ger und Fortgeschrittene (Diktat von 60 Silben aufwärts). 20,15: «Darmstadt", ein Querschnitt.

Mittwoch, 10. April.

6,30: Morgengymnastik. 12,45 bis 13,15: Boni Ostpark: Schulfunk. Gegenwartsstunde, vorgetra­gen von Mittelschullehrer H. Stridde: Heber- tragung aus dem Schulgarten im Ostpark: »Früh­ling und Werden". 13,15: Schallplatten-Konzert: Eine Stunde Kabarett. 15,05 bis 15,35: Stunde der Iugend: Aus dem Buch der Sage und Ge­schichte, Dorgetragen von Rektor Wehrhan: «Der mannhafte Bürgermeister von Rothenburg', für Kinder vom 10. Iahre ab. 15,55 bis 16,05: HauS- frauendienst. 16,35 bis 18,05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: Rumänische Musik. 18,10 bis 18,30: Bücher stunde. Philo­sophische Bücher. 18,40 bis 18,50: Französische Literaturproben. 18,50 bis 19,15: Französischer Sprachunterricht. 19,15 bis 19,30: Senckenbcrg- Biertelstunde. »Elektrische Organe", Dortrag von Dr T. Edinger. 19,30: Dom Staatstheater Kassel: «Don Pasquale", komische Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti. Anschließend: »Amerika , ein Dreigespräch von Dr. Alfons Paquet, W. v. Dewall, Dr. Paul Laven.

Donnerstag, 11. April.

6.30: Morgengymnastik. 12.30: Schallplatten­konzert: Buntes Programm. 15.05 bis 15.35: Stunde der Iugend: Rachdenkliche und fröhliche Tiermärchen, vorgetragen von Ilse Helene Roett- gen. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunk­orchesters: Reue Tanzmusik. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 18.50: Don Kassel. 18.55 bis 19.05: Englische Literaturproben. 19.05 bis 19.30: Englischer Sprachunterricht. 20: Don der Liederhalle Stuttgart: Oesterreichischer Abend. Sinfonie und Tanz. Anschließend: Alte Kammer­musik.

WSD. Kassel, 6. April. Als heute nach­mittag gegen 3 Uhr der bekannte Kunstflieger Gerhard Fieseler zu einem Uebungsflug in Begleitung des Konstrukteurs der Maschrne, deS Ingenieurs Dauer, gestartet war, flog er gewohnheitsmäßig ziemlich tief am Boden. Bei einem sehr scharfen Herumreißen der Maschrne in die Kurve berührte daS Flugzeug den Boden und wurde dabei völlig zer­stört. Fieseler. der mit dem rechten Fuß im Seitensteuerpedal hängengeblieben war, brach den rechten Fuß und erlitt einen Bluterguß. Der vorn sitzende Mitflieger blieb unver­sehrt. Fieseler wurde ins Krankenhaus gebracht; er wird etwa vier Wochen ans Bett gefesselt fein.

Besteuerung ausgezahlter Feuerversicherungssummen.

Der ReichSfinanzhos hat am 23. Januar 1929 ein Urteil (VIA 1661/28) gefällt, das für alle diejenigen, welche vom Drandunglück heimge­sucht werden, von hoher Bedeutung ist. In seiner Entscheidung spricht der Reichsfinanzhof klar aus, daß er eine auf Grund ausgezahlter Feuerversicherungsfummen hervor- gerufene Steigerung der Bilanz­werte für einen einkommenSsteuer- pflichtigen Borgang hält. Er lehnt eS ab, für diesen Fall die Anwendung eines er­mäßigten Steuersatzes zuzulassen, da die BorauS- sehungen deS § 58 des Einkommensteuergesetzes nicht vorlägen.

Dieser Entscheid entspricht wohl der gegentoar- tigen Rechtslage, aber der Deutsche Jndustrie- und Handelstag hat bereit« in einer Eingabe an den Reichsfinanzminister vom 23. Ianuar 1929, bevor er Kenntnis von obigem Entscheid haben konnte, aus Grund ähnlicher Urteile auf das Bedenkliche einer solchen Rechtslage hin- gewiesen, die für den vom Drandf all Betroffenen schweren Schaden, wenn nicht gar den Ruin seiner wirtschaftlichen Exi­stenz herbeiführen kann. Die Praxis der Steizer- behörden geht nämlich von folgender Anschau­ung aus, der auch der Reichsfinanzhof in einem Urteil vom 20. März 1928 Ausdruck verliehen hat: »Wenn ein Schadenfeuer ein auf wenige Mark abgeschriebenes Haus zerstört und dadurch dem Kaufmann ein Anspruch auf eine hohe Der- sicherungssumme erwächst, so ist dieser Anspruch zu bilanzieren, so daß gegebenenfalls ein Buch- gewinn entsteht." .

Wie das wirkt, möge folgendes Beispiel zeigen: Der Herstellungs- und Katasterwert des Ge­schäftshauses eines Einzelkaufmannes betrage 800 000 Mk. Der Bermögenssteuerwert, zu dem das Grundstück in die Goldmarkeröffnungsbilanz 1924 eingesetzt werden mußte, ist 70 Prozent davon gleich 560 000 Mk. Für die Reuwert­versicherung sind heute erfahrungsgemäß und nach Gutachten der Feuerversicherungsgesell­schaften 200 Prozent des Borkriegsgestehungs- preises einzufetzen. Das Gebäude muß also mit 1 600 000 Mk. versichert werden. Bei einem voll­ständigen Brandschaden ergibt fich nun gegen den Vermögenssteuerwert von 560 000 Mk. ein buch­mäßiger Gewinn von 1 040 000 Wk. Davon sind nach den geltenden Steuergefetzen 40 Prozent Ein­kommensteuer gleich 416 000 Mk. und bei einem durchschnittlichen Gewerbesteuerzuschlag von 500 Prozent weitere 104 000 Mk., also övsammen 520 000 Mk. Steuern zu zahlen. Dieser Betrag würde an den erforderlichen Baukosten fehlen und unter den heutigen Berhältnissen auch kaum aufgebracht werden können. .

Der Steuerausschuh des Deutschen Industne- und Handelstages machte daher dem Reichs­finanzminister den Vorschlag, daß die auf Grund einer Feuerversicherung ausgezahlten Betrage ganz einkommen - und körpers ch a f t s - steuerfrei bleiben müßten, wenn fie zur

Eine polnische Falschmünzerbande vor Gericht.

WSR. Fulda, 6. April. Mitte vorigen JahreS wurden in Fulda und in den benach­barten Ortschaften fortgesetzt falsche Geld­stücke im Werte von 1, 2, 3 und 5 Maitt art- gehalten. Von der Münzdirektwn m Berlin wurde festgestellt, daß jedes dieser falschen Geld» stücke die gleichen Fälschungsrnerkmale aufivies und daß diese Merkmale nur an den in Fulda und seiner Umgebung aufgegriffenen Stücken vor- famen. Schließlich gelang es, die Falscher- b a n d e in Gestalt p o l n i s ch e r L a n d a r b e i- ter auf der preuhifchen Domäne Ziehers festzunehmen. Die Fälscher standen gestern vor der kleinen Strafkammer. Als Hersteller der Falfchstücke war der 29jährige landwirtschaftliche Arbeiter Stanislaus Czuprinfki aus Warschau angeklagt. Als Mittäter und Ver­breiter der Falschstücke standen vor Gericht der 22jährige Kraftwagenführer Eduard Pta leck auS Bremen und sechs polnische Landarbeiter bzw. Landarbeiterinnen. In der Verhandlung, die unter Ausschluß der Zuhörerschaft stattfand, wurde festgestellt, daß der Haupttäter mit zwei Helfern längere Zeit hindurch größere Mengen falschen Geldes hergestellt hatte, das er durch die Mitangeklagten in den Verkehr bringen ließ, bzw. zu bringen versuchte. C z u P r i n f k i wurde unter Einrechnung einer vorn Amtsgericht Fulda verhängten Gefängnisstrafe zu d to e i 3 a p r e n drei Monaten Zuchthaus, fünf 2ah^n Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht, weitere fünf Angeklagte wurden zu ® ej an g-

Heber die im Laufe dieses Jahres geplanten wei­teren Fahrten desGras Zeppelin" erfahren wir vom Luftschiffbau, daß etwa am 22. April die zweite Mittelmeersahrt effolgt, die unge- fahr zweieinhalb Tage dauern soll Sie wird in das westliche Mittelmeerbecken führen. Etwa Anfang Mai wird dann anschließend eine Fahrt nach Wien ausgesühtt werden und soweit die Be- ~ ' rge es zuläßt auch nach anderen ims. Die Fahrt wird etwa zwölf Etwa Mitte Mai soll ihr die erste Amerikafahrt dieses Jahres, für die nur ein Aufenthalt von etwa drei Tagen in den Vereinigten Staaten vorgesehen ist, folgen. Anfang bis Mitte Juni soll eine weitere Amenkafahrt durchgeführt

Jreifag, 12. April.

6.30: Morgengymnastik. 12.15: Schallplatten­konzert: Neuestes. 15.05 bis 15.35: Stunde der Iugend: Aus der Technik des Alltags, vorge­tragen von Studienrat Dr. G. Glage:Sichtbare und unsichtbare Boten II. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 17.45: Hausfrauen- Rachmittag, veranstaltet vom Frankfurter Haus- frauen-Verein. 17.45 bis 18: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.40 bis 19:Der Arbeitersama- riter", Vortrag von Kreisleiter V. Kreckel, Offen­bach. 19 bis 19.20: Zwanzig Minuten Umschau in Wissenschaft und Technik. 19.20 bis 19.30: Film-Wochenschau. 19.30 bis 20.15: Unterhal­tungskonzert des Rundfunkorchesters. 20.15: Von Köln (nach Stuttgart):Der Arzt am Scheide­wege". Komödie von Dernard Shaw, Deuffch von Siegfried Trebttsch. Anschließend: Bon Stutt­gart: Opern-Abend des Philharmonischen Or­chesters Stuttgart.

Samstag, 13. April.

6.30: Morgengymnastik. 12.30: Schallplatten­konzert: Kammermusik. 12.45 bis 13.15: Schul­funk: Französisch, vorgetragen von Prof. Fraikin. 15,05 bis 15,35: Stunde der Iugend: Aus dem deutschen Liederkranz, Liedervorträge Frankfurter Schulen: Diktoriaschule. Chorleiter: Studienrat Laepple. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Konzert des Rundfunkorchesters: Ope­retten. 18.10 bis 18.30: Lefestunde. 18.30 bis 18.45: Briefkasten. 18.45 bis 19.05: Esperanto- unterricht. 19.05 bis 19.25: Von Kassel. 19.25 bis 19.45: Vortrag. 19.45 bis 20.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung:Ober- schlefien, Land und Leute", Vortrag von Giemen« Taesler. 20.15: Bunter Abend. Anschließend biS 0.30: Von Berlin: Tanzmusik.

Berliner Börse.

Berlin, 8. April. (WTB. Funkspruch.) Der erste Frühoerkehr der neuen Woche zeigte stärkere Zu- rückhaltung. Geschäft konnte sich noch nicht ent« wickeln, die Tendenz war ziemlich unsicher und man taxierte etwas leichtere Kurse. Die Verstimmung ging anscheinend von pessimistischer lautende^, Pressebe­trachtungen über Paris aus.

werden.

Für den Hochsommer ist eine Fahrt über Ostdeutschland geplant, die eventuell mit einer Zwischenlandung in Berlin in zwei Ab- chnitten durchgeführt werden soll. Der erste Ab- chnitt würde bann umfassen die Strecke Friedrichs« >afenSchlesienBerlin, der zweite die Strecke Berlin Ostpreußen Friedrichchafen. Heber weitere Fahrten wie z. B. nach W e st - deutschland ist noch nichts beschlossen. Eben­so sind für die Fahrt um die Welt, die etwa für Anfang August gedacht ist, alle technischen Dor- bedingungen noch nicht völlig geklärt. Doch ist an­zunehmen, daß die Lösung der noch vorhandenen Schwierigkeiten rechtzeitig gelingen wird. Die Mit­telmeerfahrt und die beiden Amerikafahrten sind in erster Linie zu Studien- und Ausbildungs­fahrten für die Besatzung bestimmt, so daß auf ihnen nur eine beschränkte Anzahl von Passagieren mitgenommen werden kann. Die übrigen Fahrten sollen reine Pafsagierfahrten fein.

«er

iziellen Einführung.

Noch in diesem Sommer wird nach den augen­blicklichen Dispositionen der zuständigen Stellen das elektrische Fernsehen und damit verbunden das elektrische Fernkino offiziell in den deut­schen Rundfunk eingeführt werden. Die Industrie arbettet schon jetzt an der Schaffung eines billigen Volksgeräts, dessen Anschaffungs­kosten sich zwischen 40 und 100 Mark bewegen, und das es jedem Rundfuntteilnehmer ermög­lichen wird, neben den akustischen auch op­tische Darbietungen aus der Ferne: wie aktuelle Sportereignisse, Feierlichkeiten ufw. i n einer Größe von 9X12 Zentimeter aufzunehmen. Deutschland Wäre dann das erste Land, das die Erfindung des elektrischen Fern­sehens prakttsch angewandt hätte. Die augen­blicklich von der ReichSpoftzentrale in Berlin gemeinsam mit dem englischen Erfinder Daird und dem Ungarn Mihaly angestellten La­boratoriumsversuche haben befriedigende Ergeb­nisse gezeigt. Beamte der Reichsrundfunkgefell- schast und der Reichsvost waren überdies kürzlich in England, wo sie sich an Ort und Stelle die Bairdsihe Erfindung vorführen ließen. Die von Daird gesandten, in halben Tönen gehaltenen beweglichen Bilder kamen recht gut heraus. Man konnte awch größere Szenen, wie z. D. einen Boxkampf, drahtlos aus der Ferne sehen. Im Gegensatz zu der Bildtelegraphie, wo eine un­mittelbare Betrachtung ausgeschlossen ist, ge­schieht beim Fernsehen die Dichtbarmachuna deS Bildes auf der Empfangsstation sofort, und un­mittelbar, und zwar mit sämtlichen Bewegungen. Da das elektrische Fernsehen auf derselben Grundlage wie der Kinemalograph beruht, der sich wiederum die Träghett des menschlichen Auges zunutze macht, müssen auch die elektrisch über­tragenen beweglichen Bilder je in etwa eine Zehntelsekunde durchgeführt werden, um ein be­wegliches Bild entstehen zu lassen.

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