Nr. 156 vierter Blatt
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 6. Zull 1929
Wirtschaft.
Braunkohlen-Schwelkrastwerk Hessen-Zrankfurt (Hefrag).
Nach dem Bericht dieses je zur Hälfte im Besitz der Stadt Frankfurt a. M. und des hessischen Staates befindlichen Unternehmens in Wölfersheim war das ganze Jahr 1928 — abgesehen von der Uebernahme des Betriebes des bei der Gesell- schaftsaründung vom hessischen Staate erworbenen ölten Kraftwerks — ein reines Baujahr. Das neue Schwelwerk wurde anfangs April 1928 in Betrieb genommen. Die Aufnahme eines stetigen Vollbe- Iricbs war bislang noch nicht möglich, da Einlauf- chwierigkeiten auftraten, die noch behoben werden nüffcn. Das alte Kraftwerk ist vom 1. April 1928 ib auf Grund der bestehenden Verträge weiter berieten worden. Die Abgabe an elektrischer Arbeit ?etruq in den neun Berichtsmonaten einschließlich des Eigenbedarfs rund 19,5 Millionen Kilowatt- I stunden. Die Gestehungskosten für die Stromerzeugung waren infolge der veralteten Anlagen des ollen Kraftwerks und anderer die Selbstkosten un= riünftifl beeinflussender Umstände verhältnismäßig hoch. Da die vertraglich festgesetzten Verkaufspreise leinen Ausgleich schaffen konnten, entstand unter 'Berücksichtigung verschiedener mit dem Neubau zusammenhängender, aber nicht aktivierter Posten oach 102 137 Mark Abschreibungen ein Verlust von 198 279 Mark Betriebs- und Derwaltungskosten für ben Ausbau des Schwelkraftwerks und der Raffi
nerie beanspruchten 384 216 Mark, Betriebskosten des alten Kraftwerks 743 216 Mark und Zinsen 1D1 250 Mark. Andererseits erbrachte der Stromver- kauf aus dem alten Kraftwerk 835 561 Mark. Die Bilanz verzeichnet (in Millionen Mark) 1,8 langfristige Darlehen, 9,02 Bankkredite, 3,72 sonstige ; ©laubiger und Akzepte, andererseits 1,34 Schuldner und 0,24 Kasse und Bankguthaben. Bei den Anionen sind das alte Kraftwerk mit 1,6, das Schwel- lroftwcrk mit 12,86 und die Raffinerie in Frankfurt a. M. mit 1,18 bewertet. Im laufenden Geschäftsjahr wurde die im Frankfurter Osthafen gelegene Raffinerie der Deutschen Gasolin A.-G. käuflich erworben. Es ist beabsichtigt, diese Anlagen zwecks Aufbereitung des im Schwelwerk anfallenden
' Rohteers auszubauen.
Wochenbericht
vom frankfurter Produktenmarkt.
In der neuen Woche machte sich, nachdem im Parlament die Cnffcheidung bezüglich der toei- . teten Gestaltung der deutschen Getreidewirtschaft r gefallen ist, am Produktenmarkt eine spürbare Beruhigung bemerkbar. Die Stimmung war freundlich: doch fehlte dem Geschäft noch ein kräftiger Anstoß, der aber auch bald eintreffen sollte. Vor allem waren die sprunghaften Steigerungen der Preise an den überseeischen Märkten von besonderer Bedeutung, die aber in erster Linie durch günstige Ernteaussichten in Kanada - hrrvorgerufen wurden. Mer auch das zumeist regnerische Wetter in Deutschland spielte eine gewisse Bolle. Man konnte überall Dek- iungskäufe beobachten. Die beträchtlich hö- L Heren Forderungen der Provinz wurden zwar 1 anfangs nur zögernd bewilligt: als man aber einsah, daß keine rückläufige Bewegung zu er« H-nnen ist, nahm man das an den Markt korn- »mende Material ohne Zögern auf. Die Tendenz ^'gestaltete sich im Laufe der Woche immer fester. ; Reaktionen blieben zwischendurch nicht aus: hauptsächlich an den ausländischen Märkten, aber dies blieb ohne Wirkung auf den hiesigen Markt, die Haltung konnte nicht ins Wanken gebracht wer- !den. Der Export beteiligte sich ebenfalls lebhafter am Geschäft. Die Hausse hielt die ganze Woche hindurch an. Lebhaft gehandelt wurden Wei- Ioen und Roggen bei beträchtlichen Erhöhungen. Mer auch Mehle waren in erster Linie stark gefragt, und hier war eine noch nie da- getoesene Erhöhung zu verzeichnen. Die Preise gelten aber jetzt Frachtparität ab Frankfurt, nicht wie früher ab Mühlenstation, fo„ daß in dem jetzigen Preis die Fracht ab Mühle bis Frankfurt enthalten ist. Die Gewinne wurden aber nur wenig hiervon geschmälert. Mer auch das Interesse für Futtermittel hielt weiter an. Infolge der ungünstigen Witterungsverhält- niffe sah sich die Landwirtschaft vielfach gezwungen, weitere Deckungskäufe vorzunehmen. Besonders Weizenkleie, die anfangs vernachlässigt lag, trat aus dem allgemeinen Rahmen und gewann bis zu 3 Mk. Sommergerste wurde nicht mehr notiert. Auch nach Hafer (inl.) bestand Bachfrage. Zum Wochenschluh war die Tendenz
sehr fest, und die Erhöhungen gewannen weiter an Boden. Das Interesse für alle Arten hielt unvermindert an. Rur an den Rebenmärkten lieh das Geschäft etwas nach. Im Vergleich mit den Dotierungen der vergangenen Woche zogen Weizen, Roggen, Hafer(inl.), Mais für Futterzwecke und Roggenkleie je 1,75 Mk. an. Weizenmehl gewann 4,25 Mk., niederrhein. 4,50 Mk„ Roggenmehl 3,50 Mk. Die Reuregelung der Frachtparität darf aber nicht vergessen werden. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 26, Roggen 24, Hafer (inl.) 23.25, Mais für Futterzwecke 22, Weizenmehl 37,50 bis 37,75, niederrhein. 37,50 bis 37,75, Roggenmehl 32,50 bis 33, Weizenkleie 12,25 bis 12,75, Roggenkleie 13.
Wochenbericht vom frankfurter Effektenmarkt.
Rachdern der Ultimo ohne Schwierigkeiten überwunden wurde, hatte man in Dörsenkreisen die Hoffnung gehegt, daß doch in der neuen Woche eine wieder freundlichere Stimmung und regere Geschäftstätigkeit eintreten würde. Dies war aber nicht so, denn es fehlte der Börse, wie in letzter Zeit schon fast immer, die Hauptstütze, die Auslandorders. Einer lebhafteren Umsahtätigkeit standen diesmal andere Momente im Weg, vor allem verstimmte die starke Rückgangsbewegung der Kaufhausaktien. Die Gesamttendenz wurde hiervon nicht unerheblich berührt. Mer auch die noch schlechten Geldmarktverhältnisse, die nicht sehr erfreulichen Konjunkturberichte, die immer wieder in den Vordergrund rückenden Diskonterhöhungsbefürchtungen und das Unbefriedigtsein über die Glanzstoff-Enka-Fusion trugen in der Hauptsache zur Verschlechterung bei. Die Tendenz neigte durchweg zur Schwäche. Auch die Baissepartei unternahm an manchen Tagen einen Vorstoß und gab Material an den Markt, so daß Kursabschläge eintraten, die oft bei Spezialpapieren ein recht erhebliches Ausmaß annahmen. Das Geschäft war aber an manchen Tagen so minimal, daß zur ersten Rotiz nur ganz wenige Werte notiert werden konnten. Eine starke Unlust und Zurückhaltung war immer vorhanden, da auch von einer Beteiligung der Dankkundschaft nichts äu bemerken war. Die zumeist festere Reuhorker Börse, die weitere Entlastung des Arbeitsmarktes im Reiche und auch der nicht als ungünstig zu bezeichnende Reichsbankausweis, der aber einen Deckungsrückgang von 51 v. H. auf 47 v. H. aufweist — demgegenüber stand eine Gold- unb Deviscnzunahme, die wieder einen Ausgleich herstellte — blieben auf der anderen Seite fast ohne Einfluß. Rur eine etwas zuversichtlichere Stimmung war eine vorübergehende Erscheinung. Das Geschäft stagnierte zeitweise: die Orderlosigkeit verstimmte immer mehr.
Doch trat bald ein Umschwung ein. Ms erstes regte besonders die Transaktion Osram- General Electric an, was sich aber in erster Linie nur am Elektromarkt auswirken konnte, da ja bekanntlich auch AEG., Siemens und Schuckert am Osram-Unternehmen interessiert sind. Die Meldungen, daß eine Diskonterhöhung in nächster Zeit nicht zu befürchten wäre, blieb ebenfalls nicht ohne Wirkung und trug auch zum wesentlichsten Teil zur Beruhigung bei. Die endgültigen Zahlen des Kaliabsahes im Juni, die die Vorschützungen noch erheblich übersteigen sollen, wurden vorteilhaft verbucht, doch konnte der Kalimarkt hieraus keinen besonderen Ruhen ziehen, da hier infolge der vorgeschrittenen Saison der Bedarf nach diesen Artikeln nachlassen dürfte, was selbstverständlich pessimistisch stimmte. Die Tendenz war aber im großen und ganzen freundlich und zuversichtlich, da auch die G 01 d - fünfe der Reichsbank, die man als nicht vorteilhaft erachtet hatte, da hiermit Befürchtungen einer weiteren Geldverknappung auftraten, eingestellt wurden. Mer auch die etwas günstigen Berichte der preußischen Handelskammern, die von einer saisonmüßigen Wirtschaftsbelebung sprechen, und die weiter festere Reuhorker und Pariser Börse, hatten ihren Anteil an der allgemein etwas optimistischen Lage. Das Geschäft konnte aber nur in Spezialwerten einen etwas größeren Umfang annehmen. Das Ausland trat wieder verschiedentlich als Käufer auf, und man konnte im Zusammenhang hiermit Deckungskäufe der Spekulation beobachten. Gegen Ende der Woche traten zumeist Besserungen von 2 bis zu 5 v. H. ein, aber die anfangs
eingetretenen Verschlechterungen konnten zumeist nicht aufgeholt werden. Die Kurse lagen sogar I zumeist noch bis zu 5 v. H. unter dem Riveau der vergangenen Woche. Lebhafter gehandelt wurden vor allem Clektroaktien und Montanpapiere. Bei letzteren regte die Aufhebung der Subvention in der englischen Kohlenindustrie an. Mer auch Glanzstoff hatten eine leichtere Aufwärtsbewegung auszuweisen. Chade konnten vier Mark, Daimler 2 v. H. und Süddeutsche Zucker 4 v. H. gewinnen. Kaliwerte lagen dagegen von 6 bis 13 v. H. schwächer. Waldhof minus 6 v. H.
Zum Wochenschluh machte die starke Ermäßigung des Geldsahcs an der gestrigen ReuhorkerBörse von 15 auf 6 Prozent einen starken Eindruck, und die Stimmung war daraufhin recht freundlich. Das Geschäft konnte sich aber nicht so recht entfalten, da die Beteiligung sehr gering blieb. Einige Auslandorders, die aber doch später cintrafen, ließen wenigstens in Spezialitäten einen größeren Geschäftsumsang zu. Man konnte hiernach auch Deckungs -- käufe der Spekulation beobachten. Dies wirkte sich in erster Linie am Elektro- und Montanmarkt günstig aus. Bei ersteren spielte die Interessennahme einer ausländischen Gruppe an deutschen Unternehmungen weiter eine gewisse Rolle. Gelsenkirchen, Harpener und Mannesmann waren am Montanmarkt führend. Man verwies hier vor allem auf die feste Haltung und die Steigerung der Kohlenkuxe. Auch Deutsche Linoleum waren beträchtlich höher. I.-G.-Farben lagen dagegen gebrückt: verstimmend wirkte die lange Laufzeit des Bezugsrechtes. Glanzstoffaktien waren wieder eher angeboten. Die Rebenmärkte lagen wesentlich stiller. Mer dafür nahm die 11 m f a^ tätigt eitainMontanmarkt und in einzelnen E1 e k t r 0 w e r t e n toei- ter z u, fo daß insgesamt an einem Tage durchschnittliche Erhöhungen von 3 bis 5 Prozent eintraten. Die Verluste der Vorwoche wurden daher zumeist wieder ausgeglichen. Besonders hervor- zuheben wären noch am Bauunternehmungsmarkt Hoch- und Tiefbau, die gegenüber der letzten Woche ungefähr 6 Prozent gewannen. Vor allem soll ein sehr guter Auftragseingang ausschlaggebend gewesen fein. Andere Kombinationen fanden keine Bestätigung. Renten hatten zumeist nur geringes Geschäft. Deutsche Anleihen waren wenig verändert. Ausländer gewannen zumeist etwas. Für Schutzgebiete bestand weitere Rachfrage.
Am Devisenmarkt lag die Mark schwach. Das Pfund konnte sich international etwas befestigen. Am Geldmarkt machte sich auch die Klärung der internationalen Geldverhältnisse bemerkbar und der Taaesgeldfah konnte auf 7,5 Prozent ermäßigt werden.
Die Woche schloß ziemlich fest bei lebhafterem Geschäft in bevorzugten Werten. Aschaffenburger Zellstoff lagen stärker gedrückt.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt verzeichnete in dieser Woche wieder etwas regere Geschäftstätigkeit, namentlich Schweine konnten verstärktes Interesse auf sich lenken. 3m Zusammenhang mit den starken Preissteigerungen an allen deutschen Schlachtviehmärkten waren auch hier die Preise für Schweine beträchtlich höher. Die Beschickung am Schweinemarkt war in dieser Woche geringer. Rach lebhaftem Geschäft und stärkerer Kauflust der Metzger wurde der Markt geräumt. In Rindern war bei geringerem Auftrieb nur mäßiges Geschäft zu verzeichnen. Au.ch Die Exportbeteiligung ist weiter sehr gering. Spihentiere waren etwas reger gesucht und lagen im Preise stärker erhöht, während die anderen Gattungen nur geringfügig höher notierten. Kälber hatten bei etwas kleinerem Auftrieb ruhiges Geschäft, jedoch wurde der Markt geräumt. In dieser Woche kamen erstmalig wieder Schafe zur amtlichen Rotiz. Rach ruhigem Geschäft und fast kaum veränderten Preisen wurde ausverkauft. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1595 Rindern, darunter 250 Ochsen, 96 Bullen, 668 Kühen und 421 Färsen, ferner aus 1543 Kälbern, 208 Schafen und 4517 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der letzten Woche waren 235 Kälber, 563 Schweine und 111 Rinder weniger angetrieben, dagegen standen 48 Schafe mehr zum Verkauf. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Klasse AI 61 bid 64, All 56 bis 60, BI 50 bis 55. Bullen A 55 bis 59, B 50 bis 54. Kühe A 49 bis 52, B 43 bis 48, C 36 bis 42, D 25 bis 35. Färsen A 61 bis 64, B 56 bis 60, C 50 bis 55.
Kälber B 76 bis 80, C 71 bis 75, D 60 bis 70. Schafe A 54 bis 60, B 46 bis 53. C 38 bis 45. Schweine B 88 bis 90, C 89 bis 91, D 88 bis 90, t 86 bis 89. Fettschweine immer noch schwer verkäuflich. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnten Schweine bis zu 8Mk., Ochsen bis 2 Mk., Kühe, Färsen und Kälber bis 1 Mk. anziehen, während Dullen und Schase gut behauptet blieben.
* Voraussichtlich mittelgute Ernte in Preußen. Wie die Statistische Korrespondenz mitteilt, steht der Roggen in Preußen nicht schlecht, wenn auch meist dünn und kurz im Stroh. Die Aehrenbildung ist gut. Stand und Entwicklung des Weizens find'sehr verschieden.. Wintergerste ist noch zurück, Sommergerste hat sich gut entwickelt. Auch Hafer ist noch im Rückstand. Die Kartoffeln stehen überwiegend günstig. Die Rüben sind im allgemeinen gut entwickelt. Das Heu ist in der Güte gut, in der Menge jedoch gering, aber vorwiegend besser als im Vorjahr. Bei einigermaßen günstigen Witterungsverhältnissen kann im großen und ganzen voraussichtlich mit einer mittelguten Ernte gerechnet werden. Recht gut schneidet wieder die Provinz Sachsen ab, dagegen sehr wenig günstig die Rheinprooinz.
* Frankfurter Maschinenbau A.-G. norm. Pokorny & Wittekind, Frankfurt a. M. Nachdem die drei ersten Monate des lausenden Geschäftsjahres infolge der allgemeinen Konjunktur nicht gut waren, trat, wie von der Verwaltung mitgeteilt wird, eine Geschäftsbelebung ein. Die Monate April, Mai und Juni entwickelten sich derart, daß diese Zeit jeweils Rekordmonate dar- ftellen. Es liegen noch für mehrere Monate gute Aufträge, besonders in Großmaschinen, d. h. in Objekten von 100 000 bis 250 000 Mk., für die Schwer- inbuftrie, die chemische Industrie und die Ferngasversorgung vor. Das Auslandbeschüst ist hier besonders gut. Das Inlandgeschüft in Serienmaschinen leidet etwas unter der allgemein ungünstigen Wirtschaftslage, findet aber durch das gute Groß- mafchinengefchäft einen Ausgleich. Durch die laufenden Verhandlungen über weitere Aufträge hofft man sich für eine Reihe von Monaten den guten Auftragseingang zu sichern.
* Maschinen- und Armaturenfabrik norm. H. Breuer & Co., Frankfurt a. M.- H ö ch st. Nach dem Bericht biejer den Buderusschen Eisenwerken nahestehenden Gesellschaft trat im Jahre 1928 eine nicht unwesentliche Hebung des Umsatzes ein. Von dem Betriebsüberschuß von 0,873 (0,677) Millionen Mark beanspruchten Unkosten 0,775 (0,677) Millionen Mark und Abschreibungen 0,091 (0,078) Millionen Mark. Durch den verbleibenden Gewinn kann der Verlustvortrag aus dem Vorjahre auf 32 000 Mark vermindert werden. Die 1,82 Millionen Mark Aktien bleiben also wieder ohne Dividende. Im neuen Jahre habe der Beschäftigungsgrad in letzterer Zeit eine Besserung erfahren.
Frankfurter -Aben-börse.
Frankfurt a. M., 5. Juli. An der Mend- borfe war die Stimmung allgemein freundlicher, da sich nach Montantoerten wieder lebhaftere Rachfrage einstellte. Unter Bevorzugung von Mannesmann traten für diese Aktien meist neue kleine Besserungen um Bruchteile eines Prozentes ein. Im übrigen war das Geschäft still bei wenig veränderten Kursen. I.°G.°Farben waren leicht befestigt, " nler und Rordd. Lloyd dagegen etwas gedrückt. Am variablen Markt gaben Hixh- und Tiefbau leicht nach. Anlechen waren vernachlässigt. Abi. Schuld 10,65, Commerzbank 184,90, Danatbank 379,50, Reichsbank 329, Gelsenkirchen 145, Harpener 152, Aschersleben 248, Westeregeln 254, Mannesmann 126, Phöttix 102 50, Rheinische Braunkohlen 299, Aheinstahl 131.50, Stahlverein 108, AEG. 197.90. Chade 436, Dt. Linoleum 319,50, Licht & Kraft,218,
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 5. Juli. Bereits in den heutigen Vormittagsstunden zeigte sich, daß unbeeinflußt von den Auslandmeldungen die Aufwärtsbewe- gung der Preise am hiesigen Produktenmarkt zum Stillstand gekommen ist. Die wiederum strammen Meldungen aus Winnipeg blieben völlig unbeachtet, zumal aus Chikago infolge Feiertags keine Rachrichten Vorlagen und die südarnerikani- schen Märkte eher schwächere Tendenz erkennen ließen. Das Inlandangebot von Brotgetreide und Hafer hat sich infolge des in der letzten Woche wesentlich gebesserten Preisniveaus verstärkt, fand aber heute trotz entgegenkommenderer Forderungen nur zögernd Unterkunft. Am Lieferungsmarkt erfolgten erneut umfangreiche Realisationen, wodurch ein beträchtlicher Teil der letzttägigen Preisgewinne wieder verloren ging.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Franksurl a.M.
Benin
Schluß Kurs
Schluß!. Adenb- börse
Schluß- Kurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
4-7.
5.7.
4 7.
5 7.
6H Di. Reichsanleihe o. 1927 . .
87,25
87,25
87,5
87,6
£)t «nl.-Ablös.'Schuld mit Aus los.-Rechten.......
50,9
50,8
50,9
50,9
£e5ßl. ohne Auslos.-Rechte . . .
10,25
10,65
10,13
10,4
>% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un- lünddar bis 1933.......
85,75
85,75
_
_
<Vi% Rheinische Hyp.-Bank Ligu - «olbvj............
79,25
79
_
_
C.6.®. abfl. BorkriegS-Obligation., lückrablbar 1932 ....
85,5
85,5
—
—
Schweiz. Bunderb.-Am.. .
98
98
—
—
Oeslerrcich'.Iche Golvrte.. . .
29,5
29,5
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2,4
2.4
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22,9
22,9
23,2
23,1
(’ 0 Ungarische Staats r. v. 1910 .
—
—
20,13
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—
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7,75
7,8
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—
—
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—
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122,75
123,75
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—
193,75
—
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—
158,75
113,5
113,13
113,4
113,75
127,25
127,25
127,5
127,5
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130
129,5
130
—
217,5
217
217
185,13
184.9
185,13
184,9
279,5
279,5
279,25
280
174,5
174
174,25
174,25
158,5
159
158,75
159.25
163
163.25
163
163
—
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——
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331
329
329,25
329
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß kure
Schlußk. Abend- börie
Schluß- Stutz
Schlußk. Mittag- börse
Datum
4.7.
5.7.
4.7.
5.7.
Elekir. Lieferungen.....10
Licht unb Kraft ...... 1°
Seiten 4 Guilleaume
Ges. s. Elektr. Untern.. ... 10
Hamb. Elekrr. Werke .... 1°
Rhein. Elektr.........9
Schief. Elektr........10
Schuckert...... . 8
Siemens & HalLle ..... 1-
Lahmeyer 4 To.1°
Buberu?..........5
Deutsche Erdöl.......6
Ejsencr Steinkohle......6
Gelsenkirchener ... f. Yi 3-4
Harsch Eilen.........8
3>ie Bergbail........8
.....................7
Kölii-Ncuesscn........0
Mannesmann...... . 8
ManSfelder.........'
Oberstes. Eisenb. Bedarf. . . 5
Obcrschlei. Kokswcrke.....6
Phönix Bergbau......
Rheinische Braunkohlen... 10
Rheinstahl ... 1- % Jahr V,'-.
Riebeck Montan......7,2
Bereinig le Stahlw......<>
Otabi Minen.......2 sh
Kali Aschersleben.....10
Kali Westeregeln......10
Kaliwerk Salzdetfurth ... 15
3- ®. Farben-Industrie ... 12
Dhnmnit Nobel.......5
Schcidean stall........9
Goldschmidt..... 5
Nütgcrswerke........6
Metallgesellschast......11
199
224
217,5
135
221,5
240,5
399
170
76,75
144
151
220
110.5
125,5
101,25
296,5
130,5
106,5
244
251
410
245,5
75
88,5
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218
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117,75
145
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221
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102,5
299
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108
70,25
248
254
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234,9
159,5
75,5
88,75
129,25
198,9 224,75 159,75 217,25 135,25 220,75
142,4
155 196,25
240,9 399,25 147,75
171,5
77,25 115,65
138 144,25
151
137,75 219
110,75 134,4
125,4
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88,25 106,4
101,13 297,25
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107,13 70,5
245 250
410
235,25
76,25 87,75
197,5
224,5
161 217,75 137,25 219,9
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Berlin
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Schluß- Kure
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Datum
4.7.
57.
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102,5
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—
249
249
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428
417
429
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—
—
333
326
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252
—
251
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169
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—
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Daimler Motoren......0
57,5
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57,75
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—
—
54
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51,5
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—
—
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Nat. Automobil.......0
Orenstein & Koppel.....6
—
—
26
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—
—
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—
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—
——
—
——
Franks. Maschinen......6
52
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54
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—
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70
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Mainkraslwecke.......8
106
106
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—
Miag...........10
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—
121
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121
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—
—
—
Peiers Union........8
121,5
122,5
122
122
Gebr. Roeder..... . 10
115
114,5
Loigt & Haeffner......8
220
220
222
222
Südd. Zuller........8
Dan
148
knoten
149
148,5
148
Berlin, 5- Juli
Geld
Brief
Amerikanische Noten .....
4,174
4.194
Belgische Noten........
58,25
58,49
Dänische Noten...... .«
fiusUtdic No um».» «»•«»•
111,50
111,94
20,315
20,395
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin, 5. Juli
Geld
Brief
französische Noten.....
16.425
16,485
Holländische Noten......
168,16
22,03
168,84
22,11
Norwegische Noten......
111,53
112,02
Teuli'ch-r7estcrr.,itlü0 Kronen
59,02
59,26
Rumänische Noten......
2,495
2,515
Schwedische Noten......
112,11
112,55
Schweizer Noten.......
80,64
80,96
Spanische Noten.......
60,38
60,62
Tschechoslowakische Noten ..
12,397
12,457
Ungarische Noten . ...
72,92
73,22
4. Juli
5. Juli
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Bncr
Geld | Briet
Am'l.°Nott.
168.37
168,71
168.42
168,76
Buen.-Aires
1,757
1,761
1.759
1,763
Brss.-Antw
58,21
58,33
58,25
58.37
Christiania.
111,68
111,90
111,77
111,99
Kopenhagen
111,70
111,72
111,72
111,95
Stockholm -
112,39
112,61
112.42
112.64
Helsingfors.
10,543
10,563
10,54
10.56
<fta!:en . . .
21,95
21.99
21,955
21,995
London. . .
20,337
20,377
20,344
20,384
Network . .
4,194
4,202
4.1955
4,2035
Paris....
16,405
16,445
16,395
16,435
Schweiz ..
80,66
80,82
80,67
80.83
Svanicn.
60,47
60,59
60,48
60.60
Japan . . .
1,863
1.867
1,866
1,880
•Hio de Ian
0,4965
0,4985
0,497
0,499
Wien in T--
Qest. abgeft
53,975
59,095
58,995
59,115
Prag . - - -
12,412
12,432
12,415
12,435
Belgrad . .
7,366
7,390
7,365
7,379
Budapest. .
73.12
73.26
73,10
73.24
Bulgarien.
3,027
3,033
3,032
3.038
Lissabon .
18,73
18,77
18,73
18,77
Danzig • - .
81,33
81,49
81.34
81.50
Konstantin.
2,008
2.012
2.015
2.019
Alben. .
5,43
5.44
5.43
5,45
Tonada .
4,154
4,162
4,160
4,168
Uruguay.
4,036
4.044
4,036
4,044
Lairo » •
20,845
20,885
20,865
20,905


