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Nr. 156 vierter Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Samstag, 6. Zull 1929

Wirtschaft.

Braunkohlen-Schwelkrastwerk Hessen-Zrankfurt (Hefrag).

Nach dem Bericht dieses je zur Hälfte im Besitz der Stadt Frankfurt a. M. und des hessischen Staa­tes befindlichen Unternehmens in Wölfers­heim war das ganze Jahr 1928 abgesehen von der Uebernahme des Betriebes des bei der Gesell- schaftsaründung vom hessischen Staate erworbenen ölten Kraftwerks ein reines Baujahr. Das neue Schwelwerk wurde anfangs April 1928 in Betrieb genommen. Die Aufnahme eines stetigen Vollbe- Iricbs war bislang noch nicht möglich, da Einlauf- chwierigkeiten auftraten, die noch behoben werden nüffcn. Das alte Kraftwerk ist vom 1. April 1928 ib auf Grund der bestehenden Verträge weiter be­rieten worden. Die Abgabe an elektrischer Arbeit ?etruq in den neun Berichtsmonaten einschließlich des Eigenbedarfs rund 19,5 Millionen Kilowatt- I stunden. Die Gestehungskosten für die Stromer­zeugung waren infolge der veralteten Anlagen des ollen Kraftwerks und anderer die Selbstkosten un= riünftifl beeinflussender Umstände verhältnismäßig hoch. Da die vertraglich festgesetzten Verkaufspreise leinen Ausgleich schaffen konnten, entstand unter 'Berücksichtigung verschiedener mit dem Neubau zu­sammenhängender, aber nicht aktivierter Posten oach 102 137 Mark Abschreibungen ein Verlust von 198 279 Mark Betriebs- und Derwaltungskosten für ben Ausbau des Schwelkraftwerks und der Raffi­

nerie beanspruchten 384 216 Mark, Betriebskosten des alten Kraftwerks 743 216 Mark und Zinsen 1D1 250 Mark. Andererseits erbrachte der Stromver- kauf aus dem alten Kraftwerk 835 561 Mark. Die Bilanz verzeichnet (in Millionen Mark) 1,8 lang­fristige Darlehen, 9,02 Bankkredite, 3,72 sonstige ; ©laubiger und Akzepte, andererseits 1,34 Schuldner und 0,24 Kasse und Bankguthaben. Bei den An­ionen sind das alte Kraftwerk mit 1,6, das Schwel- lroftwcrk mit 12,86 und die Raffinerie in Frank­furt a. M. mit 1,18 bewertet. Im laufenden Ge­schäftsjahr wurde die im Frankfurter Osthafen ge­legene Raffinerie der Deutschen Gasolin A.-G. käuf­lich erworben. Es ist beabsichtigt, diese Anlagen zwecks Aufbereitung des im Schwelwerk anfallenden

' Rohteers auszubauen.

Wochenbericht

vom frankfurter Produktenmarkt.

In der neuen Woche machte sich, nachdem im Parlament die Cnffcheidung bezüglich der toei- . teten Gestaltung der deutschen Getreidewirtschaft r gefallen ist, am Produktenmarkt eine spürbare Beruhigung bemerkbar. Die Stimmung war freundlich: doch fehlte dem Geschäft noch ein kräftiger Anstoß, der aber auch bald eintreffen sollte. Vor allem waren die sprunghaften Stei­gerungen der Preise an den überseeischen Märk­ten von besonderer Bedeutung, die aber in erster Linie durch günstige Ernteaussichten in Kanada - hrrvorgerufen wurden. Mer auch das zumeist regnerische Wetter in Deutschland spielte eine gewisse Bolle. Man konnte überall Dek- iungskäufe beobachten. Die beträchtlich- L Heren Forderungen der Provinz wurden zwar 1 anfangs nur zögernd bewilligt: als man aber einsah, daß keine rückläufige Bewegung zu er« H-nnen ist, nahm man das an den Markt korn- »mende Material ohne Zögern auf. Die Tendenz ^'gestaltete sich im Laufe der Woche immer fester. ; Reaktionen blieben zwischendurch nicht aus: haupt­sächlich an den ausländischen Märkten, aber dies blieb ohne Wirkung auf den hiesigen Markt, die Haltung konnte nicht ins Wanken gebracht wer- !den. Der Export beteiligte sich ebenfalls lebhafter am Geschäft. Die Hausse hielt die ganze Woche hindurch an. Lebhaft gehandelt wurden Wei- Ioen und Roggen bei beträchtlichen Erhöhun­gen. Mer auch Mehle waren in erster Linie stark gefragt, und hier war eine noch nie da- getoesene Erhöhung zu verzeichnen. Die Preise gelten aber jetzt Frachtparität ab Frankfurt, nicht wie früher ab Mühlenstation, fo daß in dem jetzigen Preis die Fracht ab Mühle bis Frankfurt enthalten ist. Die Gewinne wurden aber nur wenig hiervon geschmälert. Mer auch das Interesse für Futtermittel hielt weiter an. Infolge der ungünstigen Witterungsverhält- niffe sah sich die Landwirtschaft vielfach gezwun­gen, weitere Deckungskäufe vorzunehmen. Beson­ders Weizenkleie, die anfangs vernachlässigt lag, trat aus dem allgemeinen Rahmen und gewann bis zu 3 Mk. Sommergerste wurde nicht mehr notiert. Auch nach Hafer (inl.) bestand Bachfrage. Zum Wochenschluh war die Tendenz

sehr fest, und die Erhöhungen gewannen weiter an Boden. Das Interesse für alle Arten hielt unvermindert an. Rur an den Rebenmärkten lieh das Geschäft etwas nach. Im Vergleich mit den Dotierungen der vergangenen Woche zogen Weizen, Roggen, Hafer(inl.), Mais für Futter­zwecke und Roggenkleie je 1,75 Mk. an. Weizen­mehl gewann 4,25 Mk., niederrhein. 4,50 Mk Roggenmehl 3,50 Mk. Die Reuregelung der Frachtparität darf aber nicht vergessen werden. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 26, Roggen 24, Hafer (inl.) 23.25, Mais für Futterzwecke 22, Weizenmehl 37,50 bis 37,75, niederrhein. 37,50 bis 37,75, Roggenmehl 32,50 bis 33, Weizenkleie 12,25 bis 12,75, Roggenkleie 13.

Wochenbericht vom frankfurter Effektenmarkt.

Rachdern der Ultimo ohne Schwierigkeiten über­wunden wurde, hatte man in Dörsenkreisen die Hoffnung gehegt, daß doch in der neuen Woche eine wieder freundlichere Stimmung und regere Geschäftstätigkeit eintreten würde. Dies war aber nicht so, denn es fehlte der Börse, wie in letzter Zeit schon fast immer, die Hauptstütze, die Aus­landorders. Einer lebhafteren Umsahtätigkeit stan­den diesmal andere Momente im Weg, vor allem verstimmte die starke Rückgangsbewegung der Kaufhausaktien. Die Gesamttendenz wurde hiervon nicht unerheblich berührt. Mer auch die noch schlechten Geldmarktverhält­nisse, die nicht sehr erfreulichen Konjunktur­berichte, die immer wieder in den Vordergrund rückenden Diskonterhöhungsbefürch­tungen und das Unbefriedigtsein über die Glanzstoff-Enka-Fusion trugen in der Hauptsache zur Verschlechterung bei. Die Tendenz neigte durchweg zur Schwäche. Auch die Baissepartei unternahm an manchen Tagen einen Vorstoß und gab Material an den Markt, so daß Kurs­abschläge eintraten, die oft bei Spezialpapieren ein recht erhebliches Ausmaß annahmen. Das Geschäft war aber an manchen Tagen so minimal, daß zur ersten Rotiz nur ganz wenige Werte notiert werden konnten. Eine starke Unlust und Zurückhaltung war immer vorhanden, da auch von einer Beteiligung der Dankkundschaft nichts äu bemerken war. Die zumeist festere Reuhorker Börse, die weitere Entlastung des Arbeitsmarktes im Reiche und auch der nicht als ungünstig zu bezeichnende Reichsbankausweis, der aber einen Deckungsrückgang von 51 v. H. auf 47 v. H. aufweist demgegenüber stand eine Gold- unb Deviscnzunahme, die wieder einen Aus­gleich herstellte blieben auf der anderen Seite fast ohne Einfluß. Rur eine etwas zuversicht­lichere Stimmung war eine vorübergehende Er­scheinung. Das Geschäft stagnierte zeitweise: die Orderlosigkeit verstimmte immer mehr.

Doch trat bald ein Umschwung ein. Ms erstes regte besonders die Transaktion Osram- General Electric an, was sich aber in erster Linie nur am Elektromarkt auswirken konnte, da ja be­kanntlich auch AEG., Siemens und Schuckert am Osram-Unternehmen interessiert sind. Die Mel­dungen, daß eine Diskonterhöhung in nächster Zeit nicht zu befürchten wäre, blieb ebenfalls nicht ohne Wirkung und trug auch zum wesent­lichsten Teil zur Beruhigung bei. Die endgültigen Zahlen des Kaliabsahes im Juni, die die Vor­schützungen noch erheblich übersteigen sollen, wur­den vorteilhaft verbucht, doch konnte der Kali­markt hieraus keinen besonderen Ruhen ziehen, da hier infolge der vorgeschrittenen Saison der Bedarf nach diesen Artikeln nachlassen dürfte, was selbstverständlich pessimistisch stimmte. Die Tendenz war aber im großen und ganzen freundlich und zuversichtlich, da auch die G 01 d - fünfe der Reichsbank, die man als nicht vorteilhaft erachtet hatte, da hiermit Befürch­tungen einer weiteren Geldverknappung auftraten, eingestellt wurden. Mer auch die etwas günstigen Berichte der preußischen Han­delskammern, die von einer saisonmüßigen Wirt­schaftsbelebung sprechen, und die weiter festere Reuhorker und Pariser Börse, hatten ihren An­teil an der allgemein etwas optimistischen Lage. Das Geschäft konnte aber nur in Spezialwerten einen etwas größeren Umfang annehmen. Das Ausland trat wieder verschiedentlich als Käufer auf, und man konnte im Zusammenhang hier­mit Deckungskäufe der Spekulation beobachten. Gegen Ende der Woche traten zumeist Besserun­gen von 2 bis zu 5 v. H. ein, aber die anfangs

eingetretenen Verschlechterungen konnten zumeist nicht aufgeholt werden. Die Kurse lagen sogar I zumeist noch bis zu 5 v. H. unter dem Riveau der vergangenen Woche. Lebhafter gehandelt wurden vor allem Clektroaktien und Montan­papiere. Bei letzteren regte die Aufhebung der Subvention in der englischen Kohlenindustrie an. Mer auch Glanzstoff hatten eine leichtere Auf­wärtsbewegung auszuweisen. Chade konnten vier Mark, Daimler 2 v. H. und Süddeutsche Zucker 4 v. H. gewinnen. Kaliwerte lagen dagegen von 6 bis 13 v. H. schwächer. Waldhof minus 6 v. H.

Zum Wochenschluh machte die starke Er­mäßigung des Geldsahcs an der gestri­gen ReuhorkerBörse von 15 auf 6 Prozent einen starken Eindruck, und die Stimmung war daraufhin recht freundlich. Das Geschäft konnte sich aber nicht so recht entfalten, da die Beteili­gung sehr gering blieb. Einige Auslandorders, die aber doch später cintrafen, ließen wenigstens in Spezialitäten einen größeren Geschäftsumsang zu. Man konnte hiernach auch Deckungs -- käufe der Spekulation beobachten. Dies wirkte sich in erster Linie am Elektro- und Mon­tanmarkt günstig aus. Bei ersteren spielte die Interessennahme einer ausländischen Gruppe an deutschen Unternehmungen weiter eine gewisse Rolle. Gelsenkirchen, Harpener und Mannes­mann waren am Montanmarkt führend. Man verwies hier vor allem auf die feste Haltung und die Steigerung der Kohlenkuxe. Auch Deutsche Linoleum waren beträchtlich höher. I.-G.-Farben lagen dagegen gebrückt: verstimmend wirkte die lange Laufzeit des Bezugsrechtes. Glanzstoff­aktien waren wieder eher angeboten. Die Reben­märkte lagen wesentlich stiller. Mer dafür nahm die 11 m f a^ tätigt eitainMontanmarkt und in einzelnen E1 e k t r 0 w e r t e n toei- ter z u, fo daß insgesamt an einem Tage durch­schnittliche Erhöhungen von 3 bis 5 Prozent ein­traten. Die Verluste der Vorwoche wurden daher zumeist wieder ausgeglichen. Besonders hervor- zuheben wären noch am Bauunternehmungsmarkt Hoch- und Tiefbau, die gegenüber der letzten Woche ungefähr 6 Prozent gewannen. Vor allem soll ein sehr guter Auftragseingang ausschlag­gebend gewesen fein. Andere Kombinationen fanden keine Bestätigung. Renten hatten zumeist nur geringes Geschäft. Deutsche Anleihen waren wenig verändert. Ausländer gewannen zumeist etwas. Für Schutzgebiete bestand weitere Rach­frage.

Am Devisenmarkt lag die Mark schwach. Das Pfund konnte sich international etwas be­festigen. Am Geldmarkt machte sich auch die Klärung der internationalen Geldverhältnisse be­merkbar und der Taaesgeldfah konnte auf 7,5 Prozent ermäßigt werden.

Die Woche schloß ziemlich fest bei lebhafterem Geschäft in bevorzugten Werten. Aschaffenburger Zellstoff lagen stärker gedrückt.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt verzeichnete in dieser Woche wieder etwas regere Ge­schäftstätigkeit, namentlich Schweine konn­ten verstärktes Interesse auf sich lenken. 3m Zusammenhang mit den starken Preissteigerun­gen an allen deutschen Schlachtviehmärkten waren auch hier die Preise für Schweine beträchtlich höher. Die Beschickung am Schweinemarkt war in dieser Woche geringer. Rach lebhaftem Geschäft und stärkerer Kauflust der Metzger wurde der Markt geräumt. In Rindern war bei geringerem Auftrieb nur mäßiges Geschäft zu verzeichnen. Au.ch Die Exportbeteiligung ist weiter sehr gering. Spihentiere waren etwas reger gesucht und lagen im Preise stärker er­höht, während die anderen Gattungen nur ge­ringfügig höher notierten. Kälber hatten bei etwas kleinerem Auftrieb ruhiges Geschäft, je­doch wurde der Markt geräumt. In dieser Woche kamen erstmalig wieder Schafe zur amt­lichen Rotiz. Rach ruhigem Geschäft und fast kaum veränderten Preisen wurde ausverkauft. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1595 Rindern, darunter 250 Ochsen, 96 Bullen, 668 Kühen und 421 Färsen, ferner aus 1543 Käl­bern, 208 Schafen und 4517 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der letzten Woche waren 235 Kälber, 563 Schweine und 111 Rinder weniger angetrieben, dagegen standen 48 Schafe mehr zum Verkauf. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Klasse AI 61 bid 64, All 56 bis 60, BI 50 bis 55. Bullen A 55 bis 59, B 50 bis 54. Kühe A 49 bis 52, B 43 bis 48, C 36 bis 42, D 25 bis 35. Färsen A 61 bis 64, B 56 bis 60, C 50 bis 55.

Kälber B 76 bis 80, C 71 bis 75, D 60 bis 70. Schafe A 54 bis 60, B 46 bis 53. C 38 bis 45. Schweine B 88 bis 90, C 89 bis 91, D 88 bis 90, t 86 bis 89. Fettschweine immer noch schwer ver­käuflich. Im Vergleich mit den Preisen der ver­gangenen Woche konnten Schweine bis zu 8Mk., Ochsen bis 2 Mk., Kühe, Färsen und Kälber bis 1 Mk. anziehen, während Dullen und Schase gut behauptet blieben.

* Voraussichtlich mittelgute Ernte in Preußen. Wie die Statistische Korrespondenz mitteilt, steht der Roggen in Preußen nicht schlecht, wenn auch meist dünn und kurz im Stroh. Die Aehrenbildung ist gut. Stand und Entwicklung des Weizens find'sehr verschieden.. Wintergerste ist noch zurück, Sommergerste hat sich gut entwickelt. Auch Hafer ist noch im Rückstand. Die Kartoffeln stehen überwiegend günstig. Die Rüben sind im allgemei­nen gut entwickelt. Das Heu ist in der Güte gut, in der Menge jedoch gering, aber vorwiegend bes­ser als im Vorjahr. Bei einigermaßen günstigen Witterungsverhältnissen kann im großen und gan­zen voraussichtlich mit einer mittelguten Ernte ge­rechnet werden. Recht gut schneidet wieder die Pro­vinz Sachsen ab, dagegen sehr wenig günstig die Rheinprooinz.

* Frankfurter Maschinenbau A.-G. norm. Pokorny & Wittekind, Frank­furt a. M. Nachdem die drei ersten Monate des lausenden Geschäftsjahres infolge der allgemeinen Konjunktur nicht gut waren, trat, wie von der Ver­waltung mitgeteilt wird, eine Geschäftsbelebung ein. Die Monate April, Mai und Juni entwickelten sich derart, daß diese Zeit jeweils Rekordmonate dar- ftellen. Es liegen noch für mehrere Monate gute Aufträge, besonders in Großmaschinen, d. h. in Ob­jekten von 100 000 bis 250 000 Mk., für die Schwer- inbuftrie, die chemische Industrie und die Ferngas­versorgung vor. Das Auslandbeschüst ist hier be­sonders gut. Das Inlandgeschüft in Serienmaschi­nen leidet etwas unter der allgemein ungünstigen Wirtschaftslage, findet aber durch das gute Groß- mafchinengefchäft einen Ausgleich. Durch die lau­fenden Verhandlungen über weitere Aufträge hofft man sich für eine Reihe von Monaten den guten Auftragseingang zu sichern.

* Maschinen- und Armaturenfabrik norm. H. Breuer & Co., Frankfurt a. M.- H ö ch st. Nach dem Bericht biejer den Buderusschen Eisenwerken nahestehenden Gesellschaft trat im Jahre 1928 eine nicht unwesentliche Hebung des Umsatzes ein. Von dem Betriebsüberschuß von 0,873 (0,677) Millionen Mark beanspruchten Unkosten 0,775 (0,677) Millionen Mark und Abschreibungen 0,091 (0,078) Millionen Mark. Durch den verblei­benden Gewinn kann der Verlustvortrag aus dem Vorjahre auf 32 000 Mark vermindert werden. Die 1,82 Millionen Mark Aktien bleiben also wieder ohne Dividende. Im neuen Jahre habe der Be­schäftigungsgrad in letzterer Zeit eine Besserung er­fahren.

Frankfurter -Aben-börse.

Frankfurt a. M., 5. Juli. An der Mend- borfe war die Stimmung allgemein freundlicher, da sich nach Montantoerten wieder lebhaftere Rachfrage einstellte. Unter Bevorzugung von Mannesmann traten für diese Aktien meist neue kleine Besserungen um Bruchteile eines Prozentes ein. Im übrigen war das Geschäft still bei we­nig veränderten Kursen. I.°G.°Farben waren leicht befestigt, " nler und Rordd. Lloyd da­gegen etwas gedrückt. Am variablen Markt gaben Hixh- und Tiefbau leicht nach. Anlechen waren vernachlässigt. Abi. Schuld 10,65, Commerzbank 184,90, Danatbank 379,50, Reichsbank 329, Gelsen­kirchen 145, Harpener 152, Aschersleben 248, Westeregeln 254, Mannesmann 126, Phöttix 102 50, Rheinische Braunkohlen 299, Aheinstahl 131.50, Stahlverein 108, AEG. 197.90. Chade 436, Dt. Linoleum 319,50, Licht & Kraft,218,

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 5. Juli. Bereits in den heutigen Vormittagsstunden zeigte sich, daß unbeeinflußt von den Auslandmeldungen die Aufwärtsbewe- gung der Preise am hiesigen Produktenmarkt zum Stillstand gekommen ist. Die wiederum strammen Meldungen aus Winnipeg blieben völlig unbe­achtet, zumal aus Chikago infolge Feiertags keine Rachrichten Vorlagen und die südarnerikani- schen Märkte eher schwächere Tendenz erkennen ließen. Das Inlandangebot von Brotgetreide und Hafer hat sich infolge des in der letzten Woche wesentlich gebesserten Preisniveaus verstärkt, fand aber heute trotz entgegenkommenderer For­derungen nur zögernd Unterkunft. Am Liefe­rungsmarkt erfolgten erneut umfangreiche Rea­lisationen, wodurch ein beträchtlicher Teil der letzttägigen Preisgewinne wieder verloren ging.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Franksurl a.M.

Benin

Schluß Kurs

Schluß!. Adenb- börse

Schluß- Kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

4-7.

5.7.

4 7.

5 7.

6H Di. Reichsanleihe o. 1927 . .

87,25

87,25

87,5

87,6

£)t «nl.-Ablös.'Schuld mit Aus los.-Rechten.......

50,9

50,8

50,9

50,9

£e5ßl. ohne Auslos.-Rechte . . .

10,25

10,65

10,13

10,4

>% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un- lünddar bis 1933.......

85,75

85,75

_

_

<Vi% Rheinische Hyp.-Bank Ligu - «olbvj............

79,25

79

_

_

C.6.®. abfl. BorkriegS-Obligation., lückrablbar 1932 ....

85,5

85,5

Schweiz. Bunderb.-Am.. .

98

98

Oeslerrcich'.Iche Golvrte.. . .

29,5

29,5

29,5

29,6

l,y)% CeitccT. Silberne.....

2,4

2.4

2,6

2.4

Cei'ieneid). elnbeltl. Ste. . .

1,75

l» Ungarische Goldrte.....

22,9

22,9

23,2

23,1

( 0 Ungarische Staats r. v. 1910 .

20,13

20,13

<h% beSgi. bon 1913 - - -

22,13

1% Ungarische fironenrte.....

1,75

1,75

1,8

1,8

i% Türk. Zollanleihe v. 1911 - - 1'4 Türkische Bagbadbahn-Anl., <rerie 1 .......

7,75

7,75

7,8

7,75

-

7,7

7,7

.1% desgl. Serie 11.......

7,8

7,8

7,9

Rumänen converl. Rte. . . !£% Rumänen ÖiolbonL von 1913

8,5

8,5

16,75

Ull#. SeutldK l$l|enbdt)n . C¥i i>jüibuifl-?lmerita Pakei ... 6 CLimb.-Sübam. Dampssch. . . 6 frntfo Dampfschiff - lv Ihnbbeuifdiet Lloyd ... 8 lillg. TcutfcheCredilanK . . IO Bannet Bankverern .... IO

Bedinet HandelsgeseUscb. . 12

lornmerz- uni Brivar-Lonk 11

tarmft. u. Nationalbank 12 Leutsche Bank . . 10

riSlonto-Sesellschos, eint.. . 10 t rechnet Bonk . . IO

FlUielbeuHcfie GteDUbani ... 9 [QelaUbarJ...... 8

Reiätöanl ........ 12

122,75

123,75

122,5

123,65

193,75

158,75

113,5

113,13

113,4

113,75

127,25

127,25

127,5

127,5

130

130

129,5

130

217,5

217

217

185,13

184.9

185,13

184,9

279,5

279,5

279,25

280

174,5

174

174,25

174,25

158,5

159

158,75

159.25

163

163.25

163

163

331

329

329,25

329

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß kure

Schlußk. Abend- börie

Schluß- Stutz

Schlußk. Mittag- börse

Datum

4.7.

5.7.

4.7.

5.7.

Elekir. Lieferungen.....10

Licht unb Kraft ...... 1°

Seiten 4 Guilleaume

Ges. s. Elektr. Untern.. ... 10

Hamb. Elekrr. Werke .... 1°

Rhein. Elektr.........9

Schief. Elektr........10

Schuckert...... . 8

Siemens & HalLle ..... 1-

Lahmeyer 4 To.1°

Buberu?..........5

Deutsche Erdöl.......6

Ejsencr Steinkohle......6

Gelsenkirchener ... f. Yi 3-4

Harsch Eilen.........8

3>ie Bergbail........8

.....................7

Kölii-Ncuesscn........0

Mannesmann...... . 8

ManSfelder.........'

Oberstes. Eisenb. Bedarf. . . 5

Obcrschlei. Kokswcrke.....6

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl ... 1- % Jahr V,'-.

Riebeck Montan......7,2

Bereinig le Stahlw......<>

Otabi Minen.......2 sh

Kali Aschersleben.....10

Kali Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 15

3- ®. Farben-Industrie ... 12

Dhnmnit Nobel.......5

Schcidean stall........9

Goldschmidt..... 5

Nütgcrswerke........6

Metallgesellschast......11

199

224

217,5

135

221,5

240,5

399

170

76,75

144

151

220

110.5

125,5

101,25

296,5

130,5

106,5

244

251

410

245,5

75

88,5

128

197,9

218

137

220

398

173

78

117,75

145

152

221

112

126

102,5

299

131,75

108

70,25

248

254

412

234,9

159,5

75,5

88,75

129,25

198,9 224,75 159,75 217,25 135,25 220,75

142,4

155 196,25

240,9 399,25 147,75

171,5

77,25 115,65

138 144,25

151

137,75 219

110,75 134,4

125,4

141

88,25 106,4

101,13 297,25

130,5

107,13 70,5

245 250

410

235,25

76,25 87,75

197,5

224,5

161 217,75 137,25 219,9

142

197,75 239,25

398

147

174

77,75 117,5

141,5

144,9 151,4

139,75

220 111,75 135,9 125,25 140,13

89,75

109,5

101,9 299 132

108

70,65

248 253,75 412,25

234 110

77

89 129,25

nsranliurt a.M.

Berlin

Schluß- Kurs

Schlußk Abend bönc

Schluß- Kure

Schlußk. Mittag« börse

Datum

4.7.

57.

4.7.

5-7-

Philtpv Hoizmann......>

111,5

113,5

113,5

Heidelberger Eement .... 10

139

139,25

Eement Karlstadt......8

179

182

Wayß & Freitag......10

102,25

101,75

102,5

101,25

Schultheis Patzenhoser ... 15

309,5

311

Ostmerke.........12

249

249

Der. Glanzstoss......18

428

417

429

416

Bcmberg.........H

333

326

Zellstojs Waldhos.....12

252

251

250

Zcllswff Aschaffenburg ... 12

169

172

170

170

Eharloltenburgcr Wasser ..."

113,25

113,25

Dcjsauer Gas........8

201,5

203,65

Daimler Motoren......0

57,5

58

57,75

58,5

Deutsche Maichinen-Fabrik . . o

54

54,25

Adlcrwcrle Klcoer......&

51,5

50,75

52,25

50,5

Ludw. Loewe.......10

209,5

208

Nat. Automobil.......0

Orenstein & Koppel.....6

26

24

91

91,75

Leonhard Tieft . ...... 6

234,5

235

Bamag-Mrguin.......O

Franks. Maschinen......6

52

53,5

51,25

54

Griftiier.........11

73,5

73,5

72,5

72

Hryligenslaedt.......O

IunghanS..........<

70

66,5

70

66,5

Lechwerie. . ....... 8

106

105,5

Mainkraslwecke.......8

106

106

Miag...........10

Nekariulmec........&

121

120,5

121

Peiers Union........8

121,5

122,5

122

122

Gebr. Roeder..... . 10

115

114,5

Loigt & Haeffner......8

220

220

222

222

Südd. Zuller........8

Dan

148

knoten

149

148,5

148

Berlin, 5- Juli

Geld

Brief

Amerikanische Noten .....

4,174

4.194

Belgische Noten........

58,25

58,49

Dänische Noten...... .«

fiusUtdic No um».» «»«»

111,50

111,94

20,315

20,395

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin, 5. Juli

Geld

Brief

französische Noten.....

16.425

16,485

Holländische Noten......

168,16

22,03

168,84

22,11

Norwegische Noten......

111,53

112,02

Teuli'ch-r7estcrr.,itlü0 Kronen

59,02

59,26

Rumänische Noten......

2,495

2,515

Schwedische Noten......

112,11

112,55

Schweizer Noten.......

80,64

80,96

Spanische Noten.......

60,38

60,62

Tschechoslowakische Noten ..

12,397

12,457

Ungarische Noten . ...

72,92

73,22

4. Juli

5. Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Bncr

Geld | Briet

Am'l.°Nott.

168.37

168,71

168.42

168,76

Buen.-Aires

1,757

1,761

1.759

1,763

Brss.-Antw

58,21

58,33

58,25

58.37

Christiania.

111,68

111,90

111,77

111,99

Kopenhagen

111,70

111,72

111,72

111,95

Stockholm -

112,39

112,61

112.42

112.64

Helsingfors.

10,543

10,563

10,54

10.56

<fta!:en . . .

21,95

21.99

21,955

21,995

London. . .

20,337

20,377

20,344

20,384

Network . .

4,194

4,202

4.1955

4,2035

Paris....

16,405

16,445

16,395

16,435

Schweiz ..

80,66

80,82

80,67

80.83

Svanicn.

60,47

60,59

60,48

60.60

Japan . . .

1,863

1.867

1,866

1,880

Hio de Ian

0,4965

0,4985

0,497

0,499

Wien in T--

Qest. abgeft

53,975

59,095

58,995

59,115

Prag . - - -

12,412

12,432

12,415

12,435

Belgrad . .

7,366

7,390

7,365

7,379

Budapest. .

73.12

73.26

73,10

73.24

Bulgarien.

3,027

3,033

3,032

3.038

Lissabon .

18,73

18,77

18,73

18,77

Danzig - .

81,33

81,49

81.34

81.50

Konstantin.

2,008

2.012

2.015

2.019

Alben. .

5,43

5.44

5.43

5,45

Tonada .

4,154

4,162

4,160

4,168

Uruguay.

4,036

4.044

4,036

4,044

Lairo »

20,845

20,885

20,865

20,905