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Rr. 254 viertes Blatt

Samstag, 5. Moder 1929

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Wirtschaft.

Ungünstige Aussichten Jr die Wohnungsbau-Finanzierung. Sie Schwierigkeiten der Wohnungsbau- finansierung find bekannt. Die Finanzier ring des Wohnungsbaus mit Hypothekarkredit Hodte insbesondere in den letzten Monaten fast wllständig. Vach einer Darstellung des 3n- ßluts für Konjunkturforschung sind die erteilten Dohnungsbau-Hypotheken von 955 Mill. Mark ibnt Januar bis September im Jahre 1928 auf V.5 Mill. Mark im gleichen Zeitraum des Jahres 1929 zurückgegangen, also insgesamt um rund 16J Mill. Mark. Im dritten Vierteljahr dürften kluin mehr als 80 bis 90 Mill. Mark aufgebracht Horden sein, gegenüber rund 345 Mill. Mark im Durchschnitt der ersten zwei Vierteljahre. Diese Abnahme ist vor allem darauf zurückzuführen, 616 die Kreditgewährung der HYPo - t^ckenaktienbanken und der öffent- lch-rechtlichen Kreditanstalten w e- smtlich nachgelassen hat. Diese Institute hißen von Januar bis September d. I. etwa 525 Mill. Mark. d. h. rund 360 Mill. Mark inniger als in der gleichen Zeit des Jahres 1928, an städtischen Hypotheken (auf schon länger brsichende Wohngebäude, gewerblichen Grund- bksih und Wohnungsneubauten) ausgeschüttet. Obwohl ein stetig wachsender Teil der Hypotheken der Vodenkreditinstitute auf Wohnungsneubauten gewährt wird, bleiben auch die auf Wohnungs­neubauten gewährten Hypotheken erheblich hinter denen des Jahres 1928 zurück. Die Spar- faffen, die stärker hervorgetreten find, konnten den Rückgang in der Gewährung der Doden- licditinstitute bei weitem nicht ausgleichen. Der Ausfall an Hypothekarkrediten muhte, da sich die Dohnungsbautätigkeit dieses Jahres bis jetzt annähernd auf Vorjahrshöhe gehalten hat, durch verstärkte Inanspruchnahme kurz­fristiger Kredite ausgeglichen werden. Der Tctrag dieser Zwischenkredite ist nach dem Onftitut für Konjunkturforschung zur Zeit mit tu n & i/2 Milliarde M a r k zu veranschlagen. Sa ein Teil der Vodenkreditinstitute infolge des stockenden Pfandbriefabsahes nicht in der Lage ist, die früher zugesagten Hypothekendarlehen jetzt auch tatsächlich auszuzahlen, stellen sich der Ab­lösung der bereits fälligen Zwischenkredite Schwie­rigkeiten entgegen. Die Zwischenkreditinstitute können somit diesen Teil ihrer Ausleihungen nicht Lieder für andere Dauten zur Verfügung stellen. Sie Stockung im Zwischenkreditgeschäft dürfte sich vor allem in einer Verzögerung der Vau- bcginne während der nächsten Monate aus- Lirken. Die Aussichten für die Wohnungs­bau-Finanzierung um die Jahreswende 1929/30 sind noch ungünstiger als in den vorange­gangenen Monaten, da vorläufig mit einer ^Bele­bung im Beleihungsgeschäft der Bodenkrxdit- insiitute nicht zu rechnen ist und auch die Spar­kassen kaum eine noch stärkere Ausdehnung der Äeubeleihungen werden vornehmen können.

Wochenbericht oom Frankfurter Produktenmarkt. Auch in dieser Woche war das Geschäft am Sranfiurtcr Produktenmarkt wei'er sehr ruhig und klein. Die anfangs schwache Veranlagung Lcc Weltgetreidemärkte löste auch hier stärkere Zurückhaltung und Lustlosigkeit aus. Der am 1. Oktober in Frankfurt a. M. abgehaltene Ge­tto! behandelst ag brachte etwas mehr Belebung in das Geschäft, wobei auch die festen Ausland- Lörsen vom Montag wesentlich dazu beigetragen haben dürften. Der Besuch des Getreidehandels­tages war gut; besonders aus dem Rheinlande, aus Mittel- und Süddeutschland; auch Berlin und die Wasserkante waren gut vertreten, wäh­rend d.e Anteilnahme des Ostens minimal war. Die allgemeine Wirtschaftslage bewirkte eine ge­wisse Zurückhaltung der Käufer, trotzdem wie fäon oben erwähnt wider Erwarten feste Auslandkurse Vorlagen. In Jnlandweizen war verhältnismäßig geringes Angebot; Mühlen uni) Händler traten hier stärker als Käufer her­vor, so daß die Preise um eine viertel bis eine halbe Mark höher tagen. In Roggen waren Angebot und Rachfrage klein. Der Preis konnte nur um 10 Pfennig höher stellen. Das Vehlgesckäft lag weiter vernachlässigt,eben­so der Fut^termittelmarkt. Rur in Rog- Mviehl fanden zu veränderten Preisen kleine 2?i>arfdfäufe statt, wobei billige Roggenmehle bevorzugt bleiben. Hafer war ziemlich knapp

angeboten und in feinen Qualitäten vereinzelt etwas höher bezahlt. Gerste ist in guten Quali­täten von Drauereiseite etwas gesucht, bei jedoch unveränderten Preisen. Geringes Material bei- reichlichem Angebot vernachlässigt. Auch zum Wochenschluß konnte sich das Geschäft mangels jeglicher Anregung nicht beleben.

Im Vergleich mit den Rotierungen der ver­gangenen Woche konnte Weizen um eine viertel bis eine halbe Mark, anziehen, während Roggen, Weizen- und Rogaenkleie eine viertel Mark nie­driger lagen. Gerste, Mais, Hafer und Mehle blieben gut behauptet. Die Woche schloß zu folgenden Votierungen: Weizen 24,50 bis 24,65; Roggen 19,15 bis 19,25; Sommergerste 20,75 bis 21,00; Hafer 18,75 bis 19,00; Mais 19,25 bis 19,50; Weizenmehl, südd., 37,25 bis 38,00; Wei­zenmehl. niederrh., 37,25 bis 28,00; Roggen- mehl 27,25 bis 29,00; Weizenkleie 10,75 bis 10.90; Roggenkleie 11,00 bis 11,10; Erbsen 35,00 bis 48,00; Linsen 45,00 bis 85,00; Heu, südd., 11,00; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 6,00; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 5,75 bis 6,00; Treber, getrocknet, 17,25 bis 18.00.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Der Beschluß der Danken, eine Dörsenreform in die Wege zu leiten und an der Börse bei weiteren starken Kursrückgängen nötigenfalls zu intervenieren, konnte nur vorübergehend die all­gemeine Börsenstimmung bessern. Die zweite große Anregung und Sensation der Berichts­woche war der vollkommen unerwartete F u - sionsbeschluß der Deutschen Bank und der Discontogesellschast. lieber die Auswirkungen dieser Riesenfusion war man verschiedener Ansicht; der Bankenmarkt wurde naturgemäß am stärksten durch den Zusammen­schluß beeinflußt, wobei Gerüchte auftauchten, daß nunmehr auch andere Bankinstitute sich in absehbarer Zeit zusammenschließen dürften. Man nannte vor allem die (Hamen der Danatbank und der Berliner Handelsgesellschaft, doch er­wiesen sich diese. Gerüchte bald als haltlos. Ebenso trafen Vermutungen nicht zu, daß zwi­schen der Hapag und dem Vorddeutschen Lloyd erfolgreiche Annäherungsversuche unternommen worden seien. Immerhin gaben alle diese Ge­rüchte, wenn sie sich auch bald als falsch erwiesen, der Börse zunächst einen gewissen Auftrieb, so daß die Diskonterhöhung der Bank von England und der Ultimo trotz ver­schiedener, nicht unbedeutender Verkäufe keine zu starken ungünstigen Auswirkungen hatten. Die Börse verfiel jedoch schnell wieder in ihre alte Lustlosigkeit und Unsicherheit. Die andauernd angespannte Lage der internatio­nalen Geldmärkte verstimmte stark, ebenso die meist schwache Haltung der Veuyorker Börse. Gewisse Besorgnisse erregte ferner die Entwick­lung in der Innenpolitik im Zusammenhang mit der Reform der Arbeitslosenversicherung. Eine merkliche Unsicherheit ging auch von den trotz der Diskonterhöhung anhaltenden starken Goldabflüs­sen bei der Bank von England aus, und dis Angst vor der Möglichkeit einer neuen Diskont­erhöhung in England schuf eine recht nervöse Stimmung. Die Spekulation schritt daher an manchen Tagen zu ziemlich großen Abgaben, auch Von feiten des Auslandes soll verschiedentlich Material an den Markt gekommen sein, der sich als wenig aufnahmefähig erwies, so daß auf den meisten Märkten nennenswerte Kurs­rückgänge eintraten. Don einer Jnterven- tionstätigkeit der Großbanken war anfänglich wenig zu merken, erst später soll von Bankseite Material ausgenommen worden sein. Diese Käufe konnten jedoch ein weiteres Abgleiten der Kurse nur vorübergehend aufhalten. Mit großen Kursverlusten traten vor allem Glanzstoff, Reichsbankanteile und J.-G.-Farben hervor. Auch Elektrowerte waren merklich schwächer. Am Ban­kenmarkt haben sich die Kurse der Deutschen Dank und der Discontogesellschast auf den beab­sichtigten Aküentausch im Verhältnis 1:1 nun­mehr vollständig ausgeglichen. Am Rentenmarkt gaben Veubesitzanleihe stärker nach. Zum Wochen- schluh stand die Börse vollkommen unter dem Eindruck des plötzlichen Todes des Reichsautzenmini st ers Dr. Strese- m a n n. Reue sensationelle Kurseinbrüche traten jedoch, entgegen vielfach gehegten Befürchtungen, nicht ein, wenn auch die Verluste nicht unbedeu­tend waren. Der Kurseinbruch wurde verhindert durch die Tätigkeit, die das Intervention s-

k o n f o r t i u in nunmehr entfaltete, indem es den größten Teil der herauskommenden Ware aufnahm. Späterhin beruhigte sich die Stim­mung etwas unter dem Eindruck der Tatsache, daß der englische Bankdiskont unverändert ge­blieben war. Am Geldmarkt trat für Tagesgeld eine gewisse Entspannung ein. Am Devisenmarkt war die starke Aufwärtsbewegung des Pfund­kurses bemerkenswert. Gegen den Franken blieb der Kurs jedoch unverändert schwach.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Trotz des erheblich größeren Auftriebs in allen Viehgattungen (ausgenommen Kälber, die voll­kommen unveränderten Auftrieb hatten) war das Geschäft in dieser Woche am Frankfurter Schlacht- Viehmarkt weiter recht gut. Die Metzger und der Export beteiligten sich wieder ftärfer am Geschäft, was sich namentlich am Rinder- und Schweinemarkt etwas mehr bemerkbar machte. Am Rindermarkt wurde bei regem Handel der Markt geräumt. Das angetriebene Vieh war mitt­lerer Qualität; gute Qualitäten waren sehr ge­sucht. Die Bewegung der Preise hielt sich in wenig veränderten Grenzen. Kälber wurden nach ruhigem Handel und etwas anziehenden Preisen geräumt. Am Schafmarkt war das Geschäft auch ruhig, doch machte sich für erste Mastlämmern und Masthämmel am Anfang der Woche starkes Interesse geltend, so daß gegen­über dem letzten Montagsmarkt Preissteigerun­gen bis zu 8 Mark die Folge waren, während geringe Qualitäten unverändert notierten. Am Vebenmarkt gaben die Preise für beste Lämmer und Hämmel jedoch wieder stark nach, so daß die Votierungen gegen den Vebenmarkt der ver­gangenen Woche eher etwas niedriger liegen. In Schweinen entwickelte sich wieder sehr lebhaftes Geschäft, es flaute jedoch zum Schluß staick ab. Die Preise lagen immerhin noch 2 Mark höher, als in der Vorwoche.

Der Gesamtauftrieb bestand aus 1808 Rindern, darunter befanden sich 369 Ochsen, 98 Dullen, 612 Kühe und 490 Färsen, ferner aus 1652 Käl­bern, 731 Schafen und 4948 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der letzten Woche waren 256 Rinder, 176 Schafe und 33 Schweine mehr an­getrieben, dagegen hatten Kälber unveränderten Auftrieb.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen A I 60 bis 62, A II 55 bis 59, B I 50 bis 54, Dullen A 54 bis 58, B 49 bis 53; Kühe A 46 bis 50, B 42 bis 45, C 37 bis 41, D 30 bis 36; Färsen A 60 bis 62, B 55 bis 59, C 50 bis 54. Kälber B 78 bis 82, C) 74 bis 77, D 66 bis 73. Schafe A 46 bis 49, B 40 bis 45, C 32 bis 39. Schweine b 90 bis 92, C 90 bis 92, D 90 bis 92, E 85 bis 90. Im Vergleich mit den Preisen der letzten Woche zogen Dullen, Kühe und Kälber 1 Mark und Schweine bis 2 Mark an, während Schafe 1 Mark niedriger lagen, und Ochsen und Färsen behauptet blieben.

* GeringererKaliabsah. Die Abladun­gen der zum Deutschen Kalisyndikat gehörenden Kaliwerke im September betrugen 1 234 654 Dop­pelzentner Reinkali, gegen 1 408 461 Doppelzent­ner im gleichen Monat des Vorjahres. Die Ab­ladungen von Mai bis September des laufenden Düngejahres betragen 4 831 470 Doppelzentner Reinkali, gegen 5 158 605 Doppelzentner in den ersten fünf Monaten des Düngejahres 1928/29. In den ersten neun Monaten des laufenden Kalenderjahres wurden von den Kaliwerken ins­gesamt 11 379 921 Doppelzentner Reinkali, gegen 11 552 433 Doppelzentner in der gleichen Zeit des Vorjahres versandt.

* DeutscheDampfschiffahrtsgesell- schäft Hansa, (Bremen. Die Deutsche Dampfschifffahrtsgesellschaft Hansa, (Bremen, be­ruft auf den 24. Oktober eine a. o. G.-V., die über die Genehmigung der Aufnahme einer An­leihe in Verbindung mit der Erhöhung des Grundkapitals um den (Betrag von bis zu zehn Millionen Mark unter Ausschluß des Bezugs- rechtes der Aktionäre Beschluß fassen soll. Das bisherige Aktienkapital beträgt 32 Millionen Mark. Wie WTB.-Handelsdienst noch dazu er­fährt, soll die Anleihe fünf Millionen Dollars betragen. Sowohl bezüglich der Anleihe, wie der Kapitalerhöhung sollen die Einzelheiten der G.-V. Vorbehalten bleiben.

Berlin, 5. Ott. In Nachwirkung der infolge der Verflauung der internationalen Börsen gestern erfolgten Auslandverkäufe, wodurch der schwache Verlauf der gestrigen Börse erklärlich und der erst durch das Eingreifen des be­

kannten Jntenventionskonzerns etwas gemindert wurde, kam an der heutigen Samstagbörse noch wei­ter Material heraus. Schon im Freiverkehr wurden die Kurse überwiegend mit Verlusten genannt. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs erlitten die Kurse infolge der, allerdings nicht erheblichen, Verkaufs­orders Abschwächungen von überwiegend 2 bis 3 v. f). Es mutz gesagt werden, daß die Geschäfts­tätigkeit sich infolge des schwachen Besuches, der durch den heutigen hohen jüdischen Feiertag ver­ursacht wurde, in den engsten Grenzen hielt. Seitens der Banken erfolgten auch Aufnahmen, so datz nach den ersten Kursen eine Besserung Platz greifen konnte. Besonders schwach lagen anfangs Kaliwerte, bei Einbußen bis 4,5 v. H. Salzdetfurth gaben 8, Deutsche Linoleum 6,5 und von Elektrowerten Schuckert und Licht und Kraft über 4 v. H. nach. Von Spezialwerten sind ferner noch Schubert & Sal­zer mit minus 6, Polnphon minus 5, Bemberg minus 4,25 und Glanzstoff minus 8 v. H. zu er­wähnen. Auslandabgaben waren heute nicht zu be­merken. Gleich nach den ersten Kursen setzten auf Deckungen und zum Teil auch auf Znterventions- käufe Besserungen ein. Am Anleihe- und Pfandbrief­markt traten feine wesentlichen Veränderungen ein. Tagesgeld war mit 8,25 bis 10,5 v. H. etwas leichter. Monaisgeld unverändert 9,25 bis 10,5 v. H., Waren­wechsel wurden mit etwa 7,75 v. S). genannt.

Frankfurt, 5. Oft. Tendenz schwach. In Anbetracht des heutigen jüdischen Feiertags war der Börsengewinn schwach, und das Geschäft bewegte sich in den denkbar e n g ft e n Grenzen. Die Um­satztätigkeit war sehr gering, so daß nur wenige Pa­piere zur ersten Notiz gelangten. Die Tendenz neigte weiter zur Schwäche, da infolge der Kursrückgänge in den letzten Tagen aus Kundschafts- und Ausland­kreisen Material an den Markt gekommen sein soll. Außerdem verstimmte die schwache gestrige Neu- yorker Börse. Von Bankseite wurde anscheinend wie­der ein Teil der herauskommenden Ware aufgenom- men. Die Kursgestaltung war nicht ganz einheitlich. Gegenüber der gestrigen Abendbörse betrugen die Kursrückgänge überwiegend 1 bis 2 v. H. Einen größeren Kursverlust erlitten Kali Aschers­leben mit minus 4,5 v. H. Arn Elektromarkt ver­loren Licht und Kraft 2,25 und Schuckert 1,75 v. ,H. Chade-Aktien blieben behauptet. Siemens konnten jedoch auf Deckungen 3 v. H. gegen den schwachen Abendbörsenkurs anziehen. Am Chemiemarkt er­öffneten Farben leicht gedrückt. Glanzstoff gaben um 2 v. H. nach. Montanaktien und Bankwerte lagen fast vollkommen geschäftslos. Soweit Kurse hier überhaupt zustande kamen, blieben sie behauptet. Glanzstoffaktien waren wenig verändert. Zellstoff- werte büßten bis 2 v. $). ein. Deutsche Anleihen still. Neubesitzanleihe etwas niedriger. Im Verlaufe stag­nierte das Geschäft fast vollkommen, die Kurse gaben weiter nach. Farben sanken erstmalig unter 200. Siemens gaben ihren Anfangsgewinn wieder her. Nur Svenfka waren auf Deckungen merklich erhöht. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 v. H. unver­ändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1967, gegen Pfund 20,399, London gegen Kabel 4,8600, gegen Paris 123,94, gegen Mailand 92,85, gegen Madrid 32,75, gegen Holland 12,1013.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 5. Oft. 2m Zusammenhang mit dem weiteren Produktionsrückgang in allen Staaten hatte der Frankfurter Eiermarkt weiter feste Tendenz. Der Absatz ist aber minimal, da der Konsum die Preise immer noch für zu hoch erachtet. Es notierten in Pfennig per Stück im Grotzhandelsverkehr: Italiener 14.5 bis 1'4,7, bul­garische 11,7 bis 11,8, holländische 13,2 bis 15, südslawische 12 bis 12,5, polnische 9,75 bis 10,75, russische 10,75 bis 12, dänische 12,5 bis 15, belgisch-flandrische 14,3 bis 14,5, französische ge­strichen, rumänische 11,25 bis 11,5, schlesische ge­strichen, bayrische 12 bis 12,25, norddeutsche 13,5 bis 14. (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, Jnlandeier ab Station.) Tendenz: fest.

Berliner Prodnktcnmarkt.

(Berlin, 4. Ott. Die schwächeren Meldungen von den ausländischen Terminmärkten vermochten an der hiesigen Produktenbörse lediglich in den späteren Sichten einigen Eindruck zu machen, während Weizen zur prompten und Oktober­lieferung infolge des für Vovember verstärkten Dermahlungszwanges gut gefragt war und feinen Preisstand um 2 Mk. bessern konnte. Die Reports haben infolgedessen eine Verringerung erfahren. Roggen zur Oktoberlieferung wurde zwar gleich­falls anfangs 1 Mk. höher notiert, für prompte Ware waren jedoch nur gestrige Preise zu er­zielen. Da das Mehlgeschäft heute keinerlei An­regungen bot. hielt sich die TImsahtätigkeit in 1 ziemlich engen Grenzen. Weizen- und Roggen-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. _________________Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskvnt 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

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Berlin

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Berlin

Frankfurt a M.

Berlin

Berlin, 4. Oktober

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Brief

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Italienische Noten......

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Deutsch Oesterr , ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten ...

Devisenmarkt Berlin Telegraphische

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167,99

21,94

111,78

58,85

2,48

112,25

80,785

62,07

12,365

72,97

-Frankfur Auszahl

16,485 168.64 22,02 112,14 59,09 2,50 112,69 81,105 62,31 12,425 73,27 t a. M. ing.

_________________Tatuin

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4.10.

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Datum

4-10.

5.10.

4.10.

5.10.

Datum

4.10.

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5.10.

Vk Dl. Relchsonleihe v. 1927 .

Et Mll.-Abws.-Schuld mit Au» bs-Rechten........

Lvgl.ohne AuLlos.-Rechte . . . ^ffkanks. Hvv -Bk. Goldpf. un lindbar bis 1933......

34% Rhcinilche Hyp.-Bank fiiqu

ollpf............

: L60. aba. Borkrtegs-Obligation, üüzahlbar 1932 - . .

^Schweiz. Bunderb.-Ant.» . . - ®k D(lteneid)l|d)c Goldrte.. . . -i,t% Oesterr. SUberrte.....

A Oesterreich. einhetU. Rte .

- Ungar!Irfje Goldrte......

Ungarische Staatsr. v. 1910

~ ii'o tcsgl. von 1913 .....

Z,Ungarische Kronenrte.. . - O.rliit. Zollanleihe v. 1911 . .

' Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie l ...........

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SHumänen conbert. £Rle. . .

Numäuen Goldanl. von 191.

M» Deutsche Eisenbahn . . »y, gorbiiTfl-ymerifa Paket ... 7 üflrb..sfibam. Dampslch. . . 8 ö-na2amvfschili.....10

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178,25

76,5 187

125,5

4. Oktober

5- Oktober

Amtliche Notierung

(Selb 1 Briet

Amtliche (5)eld

Dotierung Brief

Amft.» Rott. Buen.-AtreS Brss.-Nntw- Christiania. Kopeubagen Stoikbolni . HelsingforS. Italien. . . London. . . s':eunort . . Paris.... Schwei; .. Spanien. . Japan . . . Rio de Jan. Wien tu T-- Oesi. abgest Prag Beltrad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon . Tan;ig. . . Konst-lNtin. Alben. .

168,32 1,757 58,39

111,88 111,91 112,41

10,537

21,94 20,375

4,191

16,43 80,91 62,22 1,998 .4975

58,93 12,412

7,388 73,12 3,035 18,78 81,45

2,026 5,425

168,66 1,761 58,51

112,10

112,13 112,63

10,557

21.98 20,415

4,199 16,47

81,07 62,34

2,002

0.4995

59,05 12.432

7,402 73,26 3,045 18,82

81,61 2,030 5,435

168,33 1.758 58.40

111,85 111,92 112.41

10,536

21,94 20,377

4,192 16,435

80,93 62.19 1,998

0.498

58,92 12,41 7,384

73,11 3,035

18,78

81,42 2,025

5,43

168,67 1.762 58,52

112,07 112,14

112,63 10,556

21,98 20,417

4,200 16,475

81,09 62,31

2,002 0,500

59,04 12,43

7,398 73,25

3,041 18,82 81,58

2,029 5,44

Berlin, 4. Oktober

Geld

Brief

Amerikanische Noten.....

4.178

4.198

282

282

283

124

Belgische Noten ......

Dänische Noten........

Enallschc 9lotcn........

58,26 111,73 20,344

58,50 112,17 20,424

Cmiada .

Uruguay. .

Cairo . .

4,152

4,096

20,892

4,162

4,104

20,932

4,153

4,096

20,895

4,161

4,104

20,935