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Landesrfariell Hessen

im Deutschen Beamtenbund.

WSD. D a r m st a d t, 30. Juni. 2m städtischen Saalbau begann heute unter zahlreicher Be­teiligung der hessischen und der Spihenorgani- sationen des Deutschen Deamtenbundes die Hauptausschußsihung (Vertreter- tag) des Lendeskartells Hessen rm Deutschen Beamtenbund. Unter Leitung des Vorsitzenden des Hessischen Deamtenbundes, Dr. Claß, begann am Dormittag die Arbens- togung. Das Landeskartell seht sich nicht mehr, wie seither, aus den Orts- und Kreiskartellen zusammen, sondern baut sich auf den Säulen des Deutschen Deamtenbundes auf. Dach dem vom Borsitzenden erstatteten Geschäftsbericht wurde eine Entschließung angenommen die sich gegen den Abbau des Berufs­beamtentums und gegen die Einengung des Kreises der den Beamten zugewiesencn Auf­gaben wendet. Alle Stellen, die ein besonderes Treuverhältnis zum Staate erforderten, müßten mit Beamten beseht werden. 2m hessischen Lan­deskartell sind in 23 Kreis- und 196 Ortskartellen über 32 000 Mitglieder organisiert. 2n der Aus­sprache wurde hauptsächlich bemängelt, daß das flache Land und insbesondere Oberhessen in der Kartelleitung zu gering vertreten seien.

Dach der Mittagspause sprach Dr. Schu­macher aus Wesselin über die Ortsklassen­fragen und die sich hier ergebenden Miß­stände. Mehrere Entschließungen wurden ange­nommen. Die beantragte Neugestaltung des Landeskartells wurde mit geringen

Aenderungen gemäß den Vorschlägen der vorläu­figen Kartelleitung angenommen. Diese soll aller­dings bis zur nächsten Ausschuhsitzung weitere Aufbauvorschläge unterbreiten. Der Geschästsfüh- rendeDorstand seht sich aus Dr. C l a ß, Darmstadt, Direktor Zschech, Offenbach, und Postsekretär Schäfer, Darmstadt, zusammen.

Dach den Wahlen zu den verschiedenen Aus­schüssen wurde der Voranschlag 1 9 2 9 an­genommen und weiter eine Reihe von Ent­schließungen, die sich insbesondere mit der Wah­rung der Rechte der im Beamtenbund zu­sammengeschlossenen Minderheiten befaßten. Der nächste Vertretertag findet in DHeinhessen oder Oberhessen statt. Mit dem Gedenken an die Entschließung der Reichsdegierung zum 28.2uni und die Kriegsschuldlüge wurde mit einem Hoch auf das in der deutschen Republik geeinte Vater­land die Tagung geschlossen.

Oragonertage in Butzbach.

pb. Butzbach, 2. 2uli» Das ehemalige Leib - Dragoner - Regiment Dr. 24 ging aus dem früheren Garde-Chevaulegers-Re- giment hervor, von dem im 2ahre 1823 zwcc Schwadronen nach Butzbach in Garnison kamen. Ab 1. 2anuar 1860 bildeten die zweite, vierte und fünfte Schwadron dieses alten Regiments mit einer uniformierten Schwadron das 2. Hess. Reiterregiment mit dem Damen Lew-Chevau- legers-Regiment. Unter diesem Damen machte es die Kriege von 1866 und 1870/ZI mit. Am 1 Januar 18Z2 erhielt das Regiment den Damen 2. Groß h. Hess. Dragoner-Regiment (Leib-Dragoner-Regt.) Dr. 2 4. 2m Jahre 1896 verlieh Großherzog Ernst

Ludwig dem Kaiser Dikolaus FT. von Rußland die erste 2nhaberstelle des Regi­ments, wobei es den Damenszug N II auf den Achselklappen erhielt. Gleichzeitig führte in die­sem 2ahre die Vereinigung des Regiments zur Aufhebung der Garnison Butzbach. Am 25. Do- vember 1906 wurde der Dame in Leibdra­goner-Regiment (2. Großh. Hess.) D r. 2 4 geändert. An dem Weltkrieg nahm das Regiment hervorragenden Anteil.

Da die Dragoner noch heute bei einem großen Teil der Butzbacher Bürger in gutem Andenken stehen, nahm die Leitung des Bundes der ehem. Dragoner Veranlassung, ihren Re­gimentstag in Butzbach abzuhalten und ihn mit einer Gedenk st ein-Einweihung zu ver­binden. Butzbach hatte zur Ehrung der Gäste die Hauptstraßen vom Bahnhof bis zur Fest­halle am Wetzlarer Tor und die Häuser mit reichem Flaggenschmuck versehen.

Die Tagung begann am Samstag mit einem F e st k o m m e r s in der Festhalle, bei dem Land­gerichtsrat Dr. Wodaege (Gießen) die Be­grüßungsansprache hielt. Er begrüßte insbeson­dere den letzten Kommandeur des Regiments, Generalmajor B. M e i st e r aus Bcrlin-Wil- mcrsdorf, der es sich nicht hatte nehmen lassen, zu der Tagung in der früheren Garnisonstadt, in welcher er einst als junger Leutnant gestanden, zu erscheinen. Musikstücke der Kapelle Topp- Krengel (Gießen), Liedervorträge des Ge­sangvereins Orpheus, sowie ein Theaterstück hiel­ten die alten Dragoner und Bürger bis lange nach Mitternacht zusammen.

Am Sonntag fand nach einem Frühkonzert auf dem Marktplatz der Empfang der auswärti­

gen Dezirksvereine statt, worauf um 11.30 Fcldgottesdienst und Gedenk st ein« weihe folgten. Hierbei hielt der Bundesvor- sihende, Rittmeister o. D. Dr. Chälons (Gie­ßen), zunächst eine Ansprache, worauf nach Ent­hüllung des Gedenksteins Pfarrer Linden- struth (Butzbach) eine tief empfundene Weihe­rede hielt, die mit dem Absingen des Liedes 2ch halt' einen Kameraden" schloß. Rittmeister a. D. Dr. Chälons übergab dann das Denkmal in die Obhut der Stadt Butzbach. Bürgermeister Dr. 2 ansen übernahm cs mit einer kurzen Ansprache namens der Stadt in Obhut. Hier­auf folgten seitens einer Anzahl Bezirksver­eine, sowie verschiedener Offizier-Vereine Kranz­niederlegungen. Zu dieser Feier waren auch der ehemalige Großherzog von Hessen mit Gemahlin, sowie die beiden Prinzen erschie­nen, die sich nach Schluß der Feier zum Rat­haus begaben, wo sie vom Balkon aus die Pa­rade der ehem. Dragoner abnahmen. Dachmittags fand in der Festhalle Bei den Klängen der Ka­pelle Topp-Krengcl gemütliches Beisammensein statt, an dem auch der ehem. Großherzog mit den beiden Söhnen bis gegen fünf Uhr teil­nahm.

Erwähnt sei noch, daß der G edenkstein an der alten Stadtmauer an der Ludwigstrahe aufgestellt wurde. Er besteht aus Muschelkalk, auf welchem eine Bronze-Plakette, einen ehe­maligen Leibdragoner zu Pferd darstellend, an­gebracht ist. Unter der Figur ist folgende 2n- schrift angebracht: Zur Erinnerung an das Garde- Chevaulegers-Regiment, Leib-Chevaulegers-Regi­ment, Leib-Dragoncr-Regiment (Krone L) 1818 bis 1896 (Krone N II).

Lichtspielhaus

Heute Mittwoch, den 3. Juli

PREMIERE

Ein Weltereignis!

Wer kennt nicht die

Alle Vergünstigungen aufgehoben I

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schwermütige Weise, das ergreifende, aus tiefstem, schwerem, russb schem Volkstum hervorströmende Lied, das sich die ganze Welt erobert hat? Das Lied von der Wolga! Stenka Rasin ist sein Held, der Abgott des Volkes.

Anfang der Spielzeiten: 4, 6, 8.30 Uhr Sonntags: 3, 4.45, 6.30, 8.30 Uhr.

Wegen des zu erwartenden Andrangs zu den Abendvorstellungen bitten wir, möglichst die Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen!

Wolga, Wolga ... I Mütterchen Wolga

h./vvon

SCH LETT

SPIELT DEN STENKA RASIN

Hierzu in allen Vorstellungen:

Gesangliche Bearbeitung und Begleitung durch das

Deutsch-russische Baran-Quartett

Der neue Millionen-Film

Nicht zu verwechseln mit dem Film:Wolgaschiffer11

Die romantische Ballade Stenka Rasin

Regie: W. Turjanski (Russe) Im Spiel:

Stenka Rasin Hans Adalbert von Schlettow Prinzessin Zaineb Lilian Hall-Davis

Iwaschka Boris de Fas

Hadschi-Ali Rudolf Klein-Rogge

Greisin Frida Richard Amme Zainebs Ellen Plessow Bojar Morosow Max Maximilian Wanjka Kain Georg John Sohn der Greisin Feodor Schaljapin jun.